Kreativ im Kinderzimmer: Tapeten selbst gestalten

Zum Start des neuen Schuljahres, weil der Sommer so langsam zu Ende geht oder einfach aus Freude an einem DIY-Projekt: Gründe, dem Kinderzimmer einen neuen Look zu verpassen, gibt es viele. Warum also nicht die Wänden neu gestalten? Stellt sich nur die Frage: Selbst streichen und dem Zimmer so eine persönliche Note verleihen? Oder eine hübsch gestaltete Tapete aussuchen? Wir sind eindeutig für einen Kombination aus beidem! Ja, das geht. Bei Photowall gibt es Tapetenmuster, bei denen ihr die Motive selbst ausmalen könnt – oder die Kids.

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Tapete „Happy Forest“ von Sne design

Wer sich oder dem Nachwuchs das Verzieren der Tapeten nicht zutraut, findet bei Photowall auch jede Menge fertig gestalteter Tapeten. Diese können in individuellen Maßen bestellt werden, damit sie perfekt ins Kinderzimmer passen. Dann habt ihr die Qual der Wahl: Sollen ab sofort niedliche Teddys, wilde Wüstentiere oder coole Meeresbewohner das Reich der Kids zieren? Verwandelt ihr das Zimmer in einen Bauernhof oder in einen Wald? Oder soll es doch lieber clean und reduziert sein? Hach. Schwierige Entscheidung. Hier sind ein paar Inspirationen, die volle Auswahl gibt’s im Shop.

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Fototapete „Chester“ von Acne Jr.

 

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Fototapete „Animal Map of the World“ von Art Pause

 

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Fototapete „ABC Wall“ von Anna Pernilla

 

Fotos: PR

Es geht um die Wurst – Interview mit Silvia Wald von Aufschnitt

Ideen muss man haben, um aufzufallen. Das ist der Näherin und bekennenden Vegetarierin Silvia Wald mit ihrem Label „Aufschnitt“ gelungen. Sie stellt Wurst und Fleisch aus Stoffen her.

Die studierte Bekleidungstechnikerin gründete 2008 ihr Label „Aufschnitt“ und bietet seitdem nach traditionelle Art genähte Accessoires und Deko aus Stoff  im Fleisch-, Wurst- und Aufschnitt -Look an. In der Boxenhagener Straße in Berlin hat sie dazu eine alte Fleischerei umfunktioniert. Wo früher echter Schinken von der Decke baumelte, gibt es nur Stoff-Mortadella zum Kuscheln.
Luna traf Designerin Silvia Wald zum Interview um mehr über ihre ungewöhnliche Idee zu erfahren.

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Silvia Wald in ihrem Laden. Foto: Aviad Tal

Luna: Stoffwürste alleine sind ja schon ungewöhnlich. Sie dann auch noch in einer echten Fleischrei inklusive Wursttheke zu verkaufen ist aber ganz abgefahren …
Silvia Wald: Ja, das war totaler Zufall, dass wir die Möglichkeit bekamen, in ein echtes altes Wurstgeschäft zu ziehen. Das er mal in der Tat eine „Szene Fleischerei“ in Friedrichshain war, erfuhren wir erst durch die Anwohner die schon lange Zeit in der Boxhagenerstraße lebten.

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Weisswurst zum Mitnehmen: Hier in Form eines Schlüsselanhängers.

Wie kamst Du auf die Idee mit dem „Aufschnitt“-Projekt und was hat es damit auf sich?
Als ich mich als Schnittmacherin für Bekleidung in Berlin selbstständig machte, brauchte ich dazu einen passenden Namen. Da dieser Berufszweig sehr gewissenhaft ausgeführt werden muss, wird dies meist in sehr konserativen Markennamen ausgedrückt. Bekleidung sollte aber alles andere als konserativ sein, Bekleidung ist ein Lebensgefühl. Daher fiel mir die Wahl für den Namen sehr  leicht. Die Doppeldeutigkeit des Wortes und das Paradoxon zu meinen Essgewohnheiten brachte mich schon damals zum Lachen. Bald kam dann die Idee für das erste Würstchen als eine Art Promotion-Produkt. Seitdem entwickelt sich das Ganze stetig weiter.

Wie sind die Reaktionen auf deine Arbeit?
Sowohl Vegetarier als auch Fleischesser lieben meine Produkte. Auch hier spielt natürlich Humor eine große Rolle. Natürlich ist es vorwiegend witzig sich mit meinen Produkten zu schmücken oder mit einer Schinkenkeule zu kuscheln.

Wurst zum Kuscheln … das ist schon gewöhnungsbedürftig…
Ja, gerade als Vegetarierin habe ich einen besondern Bezug zu Fleisch und Fleischprodukten. Ich esse kein Fleisch, weil es mir nicht schmeckt. Das ist eine sehr bewusste Entscheidung gegen Fleisch, was aber vielleicht das Bewusstsein für Fleisch schärft.
Vielleicht gerade weil Fleisch für mich so eine kontroverse Bedeutung hat, ist es das erste Produkt, was ich entwickelt habe.

Was ist dein Besteller?
Das ist von Kollektion zu Kollektion unterschiedlich. Bei unserer Wurst ist es der Fleischwurstring, beim Fleisch das Schinkenkissen das ein Seitenschläferkissen ist.

Was sind deine Ziele mit der Textilmetzgerei?
Die Qualität und die traditionelle Produzierbarkeit der Produkte liegt mir sehr am Herzen. Ich bin begeistert, wenn ich die Entwicklung meiner Produkte betrachte, die im Laufe der Zeit immer besser werden. Das ist wohl auch mein Ziel: immer besser werden und immer bessere Produkte zu gestalten. Es geht um die Liebe zum Detail und die macht mich glücklich.

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Eine komlete Fleischerei, inklusive Aufschnitt mit Gesicht für die Kleinen. Foto: Aviad Tal
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Seit kurzem gibt es auch die ersten Brezeln zum kuscheln. Foto: Aviad Tal

Unsere Ferienlesetipps: Spannende Bücher für Mädchen

Ferienzeit ist Lesezeit. Dieses Mal stellen wir Bücher für Mädchen vor. Und um allen Diskussionen gleich vorzubauen: In der nächsten Folge gibt es dann Bücher speziell für Jungs. Wir haben genug Lesestoff für alle! Versprochen!

 

Cleo und der total (un)coole Kuchenclub; @Südpol VerlagCleo und der total (un)coole Kuchenclub

Ach, es ist manchmal schwierig mit Freundinnen. Cleo ist traurig, denn ihre beste Freundin Emma hat plötzlich ganz andere Interessen. Früher haben die beiden jede freie Minute zusammen verbracht, aber jetzt will Emma ständig Reiten gehen und hat durch ihr Hobby neue Freundinnen gefunden. Cleo fühlt sich ganz schön einsam, denn sie und Emma sind gerade vor ein paar Wochen in die 5. Klasse in die neue Schule gekommen. Doch dann lernt Cleo Toni, Charlotte und Jule kennen. Die vier gründen einen Kuchenclub – und als der Wohltätigkeitsbazar in der Schule ansteht, schmiedet das Freundinnenkleeblatt einen ganz tollen Plan.
Viele Leserinnen werden sich in dieser Geschichte wiederfinden, schließlich gibt es immer wieder Mädchenfreundschaften, die auf die Probe gestellt werden und „härtere“ Zeiten durchlaufen. Schön ist, dass Cleo bei aller Enttäuschung über Emma immer fair bleibt. Eine sehr sympathische Protagonistin, die man als gutes Beispiel jederzeit weiterempfehlen kann. Und außerdem gibt es die leckersten Kuchenrezepte des Mädchenclubs zum Nachbacken on top. Für Leserinnen ab 9 Jahren.
Von Stephanie Polák, Südpol Verlag für 9,90 Euro.

 

PiratenschwesternPiratenschwestern; @Tulipan Verlag

Franka freut sich, denn bald soll ihre Halbschwester Kim bei ihnen wohnen. Sie ist schon 15 und Franka hofft, dass sie sich gut mit ihr verstehen wird. Kim ist geheimnisvoll und ganz schön abenteuerlich, fast so wild wie eine Piratin. Und Kim hat eine andere Mama: Anne. Diese ist Französin und war einmal mit Papa zusammen. Franka weiß nicht, was sie von alldem halten soll. Sie merkt, dass zwischen Kim und ihren Eltern Sachen passieren, von denen sie nichts mitbekommen soll. Aber gleichzeitig findet sie das Leben zu viert toll, sie bewundert ihre große Schwester und hofft, dass alles gut wird und alle für immer zusammen bleiben. Doch bis dahin bläst der zehnjährigen Franka noch so mancher Sturmwind ins Gesicht…
Autorin Petra Postert erzählt aus Frankas Perspektive welche Herausforderungen Patchworkfamilien für alle Beteiligten sind. Einfühlsam und ohne Konflikte zu beschönigen, schildert sie die Beziehung der beiden Schwestern zueinander und wie sich nach Einzug von Kim auch das Verhältnis zu ihren Eltern verändert. Ebenso anschaulich zeigt sie die Sorge Frankas, über die Zerbrechlichkeit und die Endlichkeit von Paarbeziehungen. Das Mädchen diskutiert mit ihrer großen Halbschwester die Frage, ob der Vater sich erneut trennen wird – dieses Mal jedoch von Franka und von ihrer Mutter. Ein sehr anrührender Roman, der sehr nah dran ist an der Lebenswirklichkeit von vielen Familien. Für Leserinnen ab 10 Jahren.
Von Petra Postert, Tulipan Verlag für 13 Euro.

 

Nelly und der Nebelort; @Oettinger VerlagNelli und der Nebelort

Was für ein Abenteuer! Nelli und ihre Mutter Ava sind auf der Suche nach ihrem Seemannspapa. Sie reisen mit einem bunten Bus durchs Land und hoffen, Papa zu finden. Doch eines Tages passiert etwas sehr seltsames: ein fliegender Briefträger taucht auf und er führt Nelli und Ava vom Weg ab. Sie gelangen hinter eine Nebelwand zu einem sehr ungewöhnlichen Ort. Alles ist gepolstert und gesichert. Außerdem hängen hier lauter Verbotsschilder und die Menschen sind alle ängstlich. Nelli kann sich nicht genug wundern. Dann verschwindet plötzlich auch noch ihre Mutter Ava spurlos. Nelli findet heraus, dass schon viele Leute sich „in Luft aufgelöst“ haben. Jeder, der gegen die Regeln verstößt, ist irgendwann weg. Aber wohin kommen diese Menschen? Mutig sucht Nelli nach der Antwort.
Eine spannende Geschichte voller fantastischer Momente und einer Heldin, die man sehr gern zur Freundin hätte. Für Leserinnen ab 10 Jahren.
Von Annika Scheffel, Oettinger Verlag für 12,99 Euro.

 

Mord ist nichts für junge Damen; @Knesebeck VerlagMord ist nichts für junge Damen. Ein Fall für Wells & Wong

Ein Mädcheninternat in den 1930er Jahren. Die Schülerinnen Hazel und ihre unerschrockene Freundin Daisy haben eine eigene Detektei gegründet, in der aber (noch) nicht viel los ist. Ein paar Keksdiebe zu entlarven ist zwar ganz nett, aber auch ganz schön langweilig. Da stolpert Hazel im Turnsaal über eine Leiche. Die Tote ist eine Lehrerin. Hazel holt Hilfe, doch in der Zwischenzeit hat jemand die Leiche weggeschafft. Oder hat Hazel doch nur fantasiert? Zusammen mit Daisy macht sie sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Mörder. Dabei kommen die beiden Sherlock Holmes Fans der Gefahr näher, als ihnen gut tut.
Ein Kriminalroman, der nicht nur witzig geschrieben ist, sondern auch einige ebenso spitze wie unterhaltsame Bemerkungen über die Eigenheiten des britischen Internatslebens und über die englische Wesensart parat hat. Am liebsten würde man gleich mit dem Freundinnenduo Wells und Wong zusammen ermitteln. Das Lesevergnügen für alle jungen Kriminalistinnen ab 12 Jahren erscheint am 18. August.
Von Robin Stevens, Knesebeck Verlag für 14,95 Euro.  

 

Pippas Tagebuch; @Rowohlt VerlagPippas Tagebuch

Es ist eine Katastrophe: Pippas beste Freundin Rachel zieht weg. Pippa ist untröstlich. Wie soll sie das überleben. Ihre Mama schenkt ihr ein Tagebuch in das sie alles schreiben soll, was sie bedrückt – oder was ihr Spaß macht. Und weil das Leben auch ohne Rachel irgendwann weitergehen muss, macht sich Pippa auf die Suche nach einer neuen Freundin. Catie findet sie ganz nett, doch diese beachtet sie gar nicht. Also tischt Pippa ihr um Aufmerksamkeit zu erregen eine Lüge auf: Sie erzählt, sie sei beim Casting von „Voice Factor“ gewesen. Wow! Wie erwartet ist Catie sehr beeindruckt. Die beiden Mädchen lernen sich näher kennen und vestehen sich immer besser. Und irgendwie verpasst Pippa den Moment, Catie die Wahrheit zu sagen. Eine zweite Freundinnen-Katastrophe bahnt sich an…
Der Roman ist wie ein Tagebuch geschrieben und erzählt sehr glaubhaft und mit einer großen Portion Humor von Pippas kleinen und großen Geheimnissen. Eine amüsante Ferienlektüre für Leserinnen ab 9 Jahren.
Von Annie Kelsey, Rowohlt Verlag für 9,99 Euro. 

Aufmacherbild: istock/Maria Pavlova