Erfolgreiches Kickstarter-Projekt:
Bausteine aus Pappe von edo

Auf kickstarter.com werden Träume wahr, oder auch Visionen. Immer mal wieder stolpern wir in der Redaktion über Projekte, von denen wir uns sehnlich wünschen, dass das Finanzierungsziel erreicht wird. Wie es zum Beispiel bei diese großen Bausteinen aus Pappe von edo passiert ist!

Ein Schloß, ein Auto, ein Haus – dass man aus Bausteinen all diese Sachen entstehen lassen kann, ist nichts neues. Dass man sie aber in (fast) Lebensgröße bauen kann, schon. Und wenn die Kinder irgendwann dem Spielalter entwachsen sind, so lassen sich auch kleine Möbel daraus machen. Der Ingenieur Simon Carlo Marussi aus Italien hatte die Idee, die er dann zusammen mit seiner Partnerin und der Mutter seines Sohnes entwickelt hat. Gemeinsam mit seiner Schwester bildet das Trio das kleine Familienunternehmen, das dank der erfolgreichen Kampagne bei kickstarter.com nun ihr erstes Projekt realisiert. Und obwohl das Ziel erreicht wurde, könnt Ihr dieses Projekt noch immer unterstützen und so zum Beispiel ein Set der Bausteine zum Vorteilspreis erhalten.

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Die Bausteine sind aus recyceltem Karton gefertigt und werden in unterschiedlichen Farben und zwei Größen erhältlich sein.

Schalt endlich das Ding ab!
Sind unsere Kinder zu lange vorm Bildschirm?

Es ist immer wieder ein Kampf um Minuten und Viertelstunden. Und ein nerviges Diskussionsthema in jeder Familie: Wie lange dürfen die Kinder vor dem Fernseher sitzen, wie lange mit dem Smartphone spielen? Wir wollten wissen, was in welchem Alter normal ist und was als zuviel gilt. Dazu haben wir ein paar interessante Fakten zusammen gestellt, unter anderem aus der KIM-Studie von 2015 und der JIM Studie von 2014.

 

Wie lange, wie oft?
Natürlich ist es schwer die Kleinen von ihrer Lieblingssendung weg zu bekommen oder die Großen von einem spannenden Computerspiel. Hier gilt: Je klarer die Absprachen im voraus sind, desto besser ist es. Als grobe Richtlinie werden täglich nicht mehr als etwa 10 Minuten Mediennutzung pro Lebensjahr des Kindes empfohlen.
Für ältere Kinder ist eine wöchentlich festgelegte Zeit sinnvoller, so können sie frei entscheiden, ob sie lieber an einem Tag mehr davon in Anspruch nehmen oder täglich ein bisschen.

Das empfehlen Fachleute:
5 Jahre alte Kinder: etwa eine halbe Stunde pro Tag
6-9 Jahre alte Kinder: bis zu einer Stunde am Tag
ab 10 Jahre: ca. 9 Stunden pro Woche

Ab welchem Alter ist Onlinezeit ein Thema?
Schon vor ihrem 10. Geburtstag sind die Hälfte der Kinder im Netz unterwegs. Spätestens mit 12 Jahren kennen die meisten das World Wide Web genauer. Im Durchschnitt nutzen sie es ungefähr eine halbe Stunde pro Tag. Mit dem Alter nimmt auch die Verweildauer im Netz zu. 12-13-Jährige sind etwa zweieinhalb Stunden „on“, 18-19-Jährige bringen es schon auf mehr als vier Stunden täglich.

Wie wichtig sind Digitalspiele für Kinder?
Computer-, Konsolen- und Onlinespiele werden in Kinderzimmern immer wichtiger. Jeder zweite 6-Jährige spielt damit ab und zu. Von den 10- bis 13-Jährigen ist es dann nur noch jedes zehnte Kind, das nicht spielt. Bei den Jugendlichen beschäftigt sich jeder zweite mehrmals die Woche mit Digitalspielen. Hier gibt es übrigens einen ganz klaren Geschlechtsunterschied: 76 Prozent der Jungen spielen täglich oder mehrmals die Woche, aber nur 17 Prozent der Mädchen tun es ihnen gleich. Digitalspiele kommen trotzdem auf der Beliebtheitsskala hinter Smartphone, Internet und Fernsehen.

Was können Eltern tun?
Bei den Mahlzeiten oder gemeinsamen Aktionen in der Familie sollten Fernseher, Smartphone, Tablet grundsätzlich Pause haben. Gleiches gilt für die Hausaufgabenzeit. Forscher haben herausgefunden, dass die Strahlung der Bildschirme die Bildung des Schlafhormons Melatonin negativ beeinflussen kann. Es macht also Sinn eine Stunde vor dem Schlafengehen grundsätzlich alle Bildschirme abzuschalten.
Wichtig ist natürlich auch, dass Eltern mit gutem Beispiel voran gehen. Wer als Erwachsener bei allen Gelegenheiten „noch schnell“ eine sms schreiben oder die Mails checken muss, der ist als Vorbild angreifbar. Also: Besser das Smartphone öfter mal zur Seite legen und die Zeit mit den Kindern bewusst erleben.

Die Zahlen des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest gelten übrigens für Kinder von 6-13 Jahren (KIM-Studie) und für Jugendliche von 12-19 Jahren (JIM-Studie). Mehr Infos zum Thema Mediennutzung, weitere Studien und Tipps gibt es auf der Seite schau-hin.info.

Foto: i-stock, Polke

Franziska van Almsick im Interview zu „Findet Dorie“

Im Disney Pixar-Animationsfilm „Findet Dorie“ spricht Franziska van Almsick sich selbst – als Lautsprecherstimme im Meeresbiologischen Institut in Morro Bay, Kalifornien. Wir haben die Ex-Schwimmerin und zweifache Mutter in Berlin getroffen und gefragt, was ihr am Synchronsprechen und an der Fortsetzung von „Findet Nemo“ besonders gut gefällt.

Sie sprechen in „Findet Dorie“ die Ansagerin im Meeresbiologischen Institut in Morro Bay. Was war das für eine Erfahrung?

(Pictured) DORY. ©2013 Disney•Pixar. All Rights Reserved.
Die vergessliche Dorie macht sich auf den Weg durch den Ozean, um ihre Eltern zu finden (Foto: © 2016 Disney Pixar)

Es ist schon das zweite Mal, dass ich eine Synchronrolle übernommen habe, deshalb war ich jetzt nicht wahnsinnig aufgeregt. Zumal ich ja als Franziska van Almsick mich selber spreche. Aber es hat Spaß gemacht! Mir hat als Ex-Schwimmerin vor allem die Verbindung zum Wasser gefallen, das hat einfach gepasst, und ich habe mich sehr gefreut, dass Disney Pixar mit diesem Angebot auf mich zugekommen ist.

Was gefällt Ihnen am Film „Findet Dorie“?

Ich finde die Darstellung des Elements Wasser im Film toll. Allein das Korallenriff sieht atemberaubend aus. Auch die vielen unterschiedlichen Fische finde ich beeindruckend. Ich habe den fertigen Film bereits mit meinen Kindern gesehen, die waren ebenfalls begeistert. Dorie, Hank, Marlin, Nemo und Destiny – das sind alles wunderbare Figuren, die Kinder lieben. Es ist einfach ein liebenswerter, schön gemachter Film.

Sie haben als Ex-Schwimmerin eine besondere Beziehung zum Wasser. Was bedeutet das für Sie?

"Finding Dory" introduces new characters to the big screen, including a whale shark named Destiny who's nearsighted, and a beluga whale named Bailey who thinks his biological sonar skills are on the fritz. Featuring Kaitlin Olson as the voice of Destiny and Ty Burrell as the voice of Bailey, "Finding Dory" opens on June 17, 2016. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.
Freunde sind wichtig: Destiny und Bailey helfen Dorie bei der Suche nach ihrer Familie (Foto: © 2016 Disney Pixar)

Ohne Wasser könnte ich gar nicht leben! Ich kann im Wasser wunderbar abschalten, das ist eine ganz eigene Welt. Deshalb liegt es mir auch am Herzen, Kinder an dieses Element und ans Schwimmen heranzuführen. Fürs Schwimmen muss man eine Leidenschaft entwickeln. Man muss es als Kind lernen und Spaß dabei haben. Als Erwachsener wird es sonst wirklich schwer. Deshalb unterstütze ich auch zusammen mit Disney die Kampagne „Deutschland schwimmt“. Es können immer noch viel zu viele Kinder nicht schwimmen – einfach, weil sie es nie richtig gelernt haben. Schwimmen sollte wieder fester Bestandteil des Schulunterrichts werden. Der Sport wurde leider in den letzten Jahren stiefmütterlich behandelt. Kindern Angst vor dem Wasser zu nehmen und sie fürs Schwimmen zu begeistern – dafür setzte ich mich gerne ein.

Sie haben schon mit 14 Jahren bei Olympia Medaillen gewonnen. Das geht nur mit hartem Training. Sind Sie sehr diszipliniert?

FINDING DORY – Marlin and Nemo get guidance from a pair of lazy sea lions in an effort to catch up with Dory. Featuring Idris Elba as the voice of Fluke and Dominic West as the voice of Rudder, "Finding Dory" opens on June 17, 2016. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.
Marlin und Nemo treffen vor dem Meeresbiologischen Institut auf zwei redselige Seehunde (Foto: ©2016 Disney Pixar)

Disziplin ist ein Wort, mit dem ich mich schwer tue. Ich habe schon mit 5 Jahren angefangen zu schwimmen – ich kannte es einfach nicht anders. Ich weiß nicht, ob ich besonders „diszipliniert“ bin. Ich habe durch den Sport gelernt, mich an Regeln und Pläne zu halten und konsequent zu sein. Ich habe da eine sehr pragmatische Haltung entwickelt. Wenn ich jetzt in den Spiegel gucke und sehe: „Okay, der Urlaub war schön, jetzt sind da drei Kilo mehr – die müssen wieder runter!“, dann gehe ich das an und mache es einfach. „Dinge müssen gemacht werden“ – das ist meine Einstellung.

Für Kinder sind Besuche im Zoo oder im Aquarium faszinierend, weil sie gerne Tiere beobachten. Wie geht es Ihnen damit?

Ich persönlich mag keine Zoos, aber ich finde es gut, dass man Kindern dort die Wunder dieser Welt zeigen kann. Mir tun die Tiere manchmal eher leid. Deshalb finde ich es auch gut, dass in „Findet Dorie“ das Fühlbecken aus Sicht der Fische gezeigt wird, für die es alles andere als angenehm ist, angefasst zu werden. Mir gefällt der Ansatz, der im Meeresbiologischen Institut verfolgt wird, besser: Rettung, Rehabilitation und Auswilderung von Tieren.

„Findet Dorie“, ab 29. September 2016 im Kino (Foto: ©2016 Disney Pixar)

„Findet Dorie“ startet am 29. September 2016 in den deutschen Kinos. Erneut leiht Anke Engelke der an Gedächtnisschwund leidenden Dorie ihre Stimme. Ihr Freund Marlin, Nemos Vater, wird gesprochen von Christian Tramitz. Die Fortsetzung von „Findet Nemo“ (2003) stellt die vergessliche Fischdame Dorie in den Mittelpunkt. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Tour einmal quer durch den Ozean, um ihre Eltern zu finden. Da sie sich an kaum etwas erinnern kann, braucht sie auf ihrem Weg durchs Meer jede Menge Unterstützung, die sie von ihren Freunden Hank, Destiny, Bailey und natürlich von Marlin und Nemo bekommt. Routiniert gemachter 3D-Spaß von Disney Pixar mit sympathischen Figuren und tollen Unterwasserwelten.

Keksrezept: Freunde aus dem All

Pia Deges liebt den Duft von frischem Gebäck. Noch glücklicher machen sie jedoch die freudigen Kinderaugen, wenn Kekse und Kuchen aus dem Backofen kommen. Deshalb finden wir in ihrem Buch „Monsterlecker“ einfache Rezepte „ohne viel Tamtam“. Unendlich süß, sind ihre Backwerke dennoch – in Geschmack und Aussehen!

In der Welt der Kids kennt sich Pia bestens aus: Sie weiß genau, wie ihr mit wenigen Griffen, zwei lustigen Kulleraugen oder ein wenig Farbe maximale Wirkung erzielt und so ziemlich jedem Gegenstand einen Charakter verleiht. Auf ihrem Instagram-Account und ihrem Blog „Wundertütchen“ aber auch in ihrem zahlreichen Büchern gibt es Bastel- und Backanleitungen, die der ganzen Familie Spaß machen. Schaut doch mal vorbei!

Wir zeigen euch heute ein Keksrezept von Pia. Es wird schokoladig, spacig und lecker. Natürlich – wie von Pia angekündigt – völlig unprätentiös. Ab ins All: Kekse jagen!

Freunde aus dem All

Für ca. 20 Kekse

Pia Deges: Monsterlecker, Hölzer Verlag 2016, 14,95 Euro
Für noch mehr Monsterrezepte schaut ihr am besten hier nach: Pia Deges: Monsterlecker, Hölzer Verlag 2016, 14,95 Euro

250 g weiche Karamellbonbons
450 g Sahne
100 g Butter
150 g Mehl
200 g brauner Zucker
50 g Kakaopulver
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Backpulver
100 g Zartbitterschokolade
3 Eier
Zum Verzieren:
Fotokarton in Mint
50 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung

Karamellbonbons in kleine Stücke schneiden und mit der Sahne unter ständigem Rühren aukochen. So lange köcheln lassen, bis sich alle Bonbons aufgelöst haben. Karamellsahne in eine Rührschüssel gießen und mind. 3 Std. im Kühlschrank erkalten lassen.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen, zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Butter schmelzen. Mehl, Zucker, Kakao, Vanillezucker und Backpulver in einer Rührschüssel mischen. Schokolade fein hacken. Eier verquirlen. Eier mit der lüssigen Butter vermischen, dann die Mehlmischung und Schokolade unterrühren.

Auf jedes Backblech mit ausreichend Abstand ca. 20 walnussgroße Teighäufchen setzeufokeksn. Achtung, sie gehen beim Backen ordentlich auf. Jeweils 10 Min. backen, abkühlen lassen.

Karamellsahne aufschlagen, bis sie eine schön feste Konsistenz erhält. In einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf die lache Seite von der Hälte der Kekse spritzen. Die anderen Hälten obenauf legen und festdrücken. Kekse evtl. erneut kalt stellen.
Die Ufokekse werden von kleinen Aliens gelogen! Dafür Außerirdische auf Fotokarton malen und ausschneiden. Kopf und Oberkörper reichen. Schokolade über dem heißen Wasserbad schmelzen und die Außerirdischen jeweils mit 1 Klecks Kuvertüre an den Keksen befestigen.

Titelbild: Hölker Verlag/ Pia Deges

Ein Rutschauto mit Designanspruch – der flink

Ein Rutschauto darf in der Spielzeug-Erstausstattung nicht fehlen. Flink jedoch ist kein gewöhnliches Rutschauto, denn man kann es selber zusammen bauen. Ein Spaß, der das kleine Design-Highlight noch schöner macht.

rutschauto-flink-in-aktion;@pr flink, 2016

Manchmal ist es der Zufall, der die besten Ideen hervor bringt. Designer Philipp Müller ließ sich von einem weggeworfenen Karton zu einem rasanten Gefährt für Kinder inspirieren. Der „Müll“ erinnerte ihn an die Form eines nostalgischen Rennwagens. So wurde die Idee von flink geboren.

rutschauto-flink-vintage_race_days; @phim berlin, pr

Das junge Berliner Unternehmen phimUG stellt seitdem den Bausatz für das kleine Auto her und hat sich auf funktionstüchtiges Holzspielzeug spezialisiert. Der flink kann übrigens nach dem Zusammenbau auch „aufgepimpt“ werden mit Lack oder Farbe. Die Holzoberfläche bietet viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung. Außerdem gibt es verschiedene „Tuning-Sets“, die zusammen mit dem Bausatz oder im Nachhinein bestellt werden können. Meist aber, so meint Müller, würden die Käufer den flink so lassen, wie er angeliefert wird: im Naturholzdesign.

Das Fahrzeug ist aus hellem Birkenholz gefertigt, Lenkung und Achsen sind aus Metall, die Reifen haben eine „Flüster“-Beschichtung, damit sie besonders leise rollen. Das Werkzeug zum Aufbau des flink wird mit dem Bausatz geliefert.

rutschauto_flink; @phim-berlin, pr

Das Rutschauto Marke Eigenbau ist für Kinder von einem bis fünf Jahren geeignet. Wer sich nicht so viel handwerkliches Geschick zutraut, das Auto zusammen zu bauen, der kann es auch fertig montiert bestellen. Damit bringt man sich aber eigentlich um den größten Spaß.

Zu bestellen ist das Fahrzeug unter phim-berlin.de

Wir präsentieren unsere Lieblingsstullen!
Heute: Hummus, Räuchertofu & Avocado

Wir erinnern uns: Es ist 1990, erste Klasse, große Pause. Der Blick in die Brotbox: Leberwurstbrot – der Schultag hatte seinen Tiefpunkt erreicht! Damit Sie Ihren Kids enttäuschende Pausen ersparen, fordern wir hiermit die Renaissance der Lieblingsstullen und liefern die Rezepte direkt mit. Dieses Mal: Die vegane Stulle.

Wer auf deftiges Essen steht, ist mit diesen Lieblingsstullen bestens beraten. Dabei bleibt dieses Sandwich komplett tierfrei. Durch aromatischen Hummus und die Räuchernote des Tofus wird es schön rustikal. Am besten passt hierfür kerniges Vollkornbrot. Schmeckt auch Fleischessern – versprochen!

Die tierfreie Stulle lässt Augen leuchten.
Die tierfreie Stulle lässt Augen leuchten.

Zutaten:
Für den Hummus
eine Dose Kichererbsen
ein Spritzer Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Hafervollkornbrot
Salatblätter
Räuchertofu
Avocado

Gemüse für die Spieße

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Hummus verrühren und pürieren. Die Brotscheiben mit Hummus bestreichen und mit einem Salatblatt belegen. Tofu und Avocado in Scheiben schneiden und auf das Salatblatt platzieren. Das Gemüse waschen, ggf. in mundgerechte Stücke schneiden und aufspießen.

Download: Bäume erkennen mit unserer kleinen Waldfibel

Ein Spaziergang im Wald ist besonders schön, wenn man Kindern dabei ganz spielerisch ein paar Dinge erklären kann.  Wir haben extra für eure Kids eine kleine Waldfibel zurecht gemacht: Wer erkennt Bäume und Blätter wie Ahorn, Buche oder Kiefer? Hier können sie es einmal selbst ausprobieren, Bäume in der Natur zu bestimmen.

Ahorn, Buche und Rosskastanie sind nur drei der insgesamt sieben Baumarten, die Ihr in der Waldfibel findet. Ihr könnt euch das komplette Waldfibel-PDF ganz einfach hier herunterladen, zu Hause ausdrucken und mit in den Wald und die Natur nehmen. Damit könnt ihr auf jeden Fall jeden Baum erkennen.

Und ausmalen geht natürlich auch –  wir freuen uns dann über Fotos eurer Baumbestimmer-Kinder!

Die Waldfibel war Teil der Luna Nr. 55

Aufmacherbild: istock

9 schöne Nachtlichter, die Licht ins Dunkle bringen

Wenn Kinder mitten in der Nacht aufwachen, fällt die Orientierung im Dunkeln schwer. Wenn sie dann noch in einem Alter sind, in dem ihre Fantasie fiese Monster unter dem Bett vermutet, kann die Situation für die Kleinen ganz schön beängstigend sein. Nachtlichter entschärfen solche Momente, da sie sanftes Licht spenden und beruhigend wirken.

Auch wenn Babys am Anfang noch keine Angst im Dunkeln haben, ist die frühe Anschaffung eines Nachtlichts eine sinnvolle Sache. So müssen Eltern nicht im Dunkeln tappen, wenn sie nachts nach dem schlafenden Kind sehen. Außerdem sind dämmrige Nachtlichter die ideale Lichtquelle, wenn nachts gestillt werden muss. Das helle Deckenlicht würde Mama und Baby nur unnötig wach machen. Hier haben wir für euch ein paar Inspirationen, wenn ihr auf der Suche nach einem leuchtenden Freund für den Nachttisch seid.

 

 

Foto Teaser und Slider: A little lovely company

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steven Gätjen verrät uns den Helden seiner Kindheit

Welche Helden hattet ihr in eurer Kindheit? Wir haben Steven Gätjen gefragt, der uns mit seinem Helden erklärt: Perfektion ist gar nicht wichtig, sondern Originalität und Fehlbarkeit. Mit einem solchen Helden kann man sich gar nicht falsch entwickeln

„Als ich klein war, hat mein Vater mir oft aus der griechischen Mythologie vorgelesen. Meine Lieblingsfigur war und ist bis heute Homers Odysseus. Mich hat es fasziniert, dass dieser Charakter, ein Nichtgott, keine Angst vor seinen Gegnern hat, egal wie mächtig sie sind. Er hat es unerschrocken mit jeder noch so prekären Situation aufgenommen. Dabei ist Odysseus weit davon entfernt, perfekt zu sein. Aber genau das ist das Besondere: Er ist fehlbar und lebt mit einer gewissen Zerrissenheit. Sein Kampf gilt nicht nur seinen Gegnern, sondern auch der eigenen Inkompetenz und Fehlbarkeit. Die Figur des Odysseus haftet mir bis heute an und hat mich auch als Cineasten immer geprägt. Die Helden, die mich seit meiner Kindheit begeistern, sind immer vom selben Schlag, Indiana Jones etwa. Er ist kein makelloser Typ, aber er ist ein Macher, der in der Notsituation einfach improvisiert und den Mut besitzt, Entscheidungen zu treffen. Waren die Entscheidungen falsch, reagiert er entsprechend darauf und kann damit umgehen. Das imponiert mir.

Odysseus auf einer Briefmarke. Bildcredit: istock.com
Odysseus auf einer Briefmarke. Bildcredit: istock.com

Deshalb gefielen mir als Kind auch die Goonies oder Michel aus Lönneberga: Ihnen sind die abgehobenen Erwachsenen egal. Sie tun einfach, was sie für richtig halten, und richten sich nach ihren eigenen Regeln. Sie handeln mit Leidenschaft. Die Konsequenzen für ihre Entscheidungen tragen sie am Ende auch selbst. So schnitzt Michel unzählige Holzfiguren und man weiß einfach:
Er würde es noch mal genauso machen. Perfekte Helden wie etwa Superman interessieren mich hingegen nicht, die sind viel zu langweilig. Bei ihnen gibt es nichts, woran man sich abarbeiten muss, und deshalb finde ich sie auch nicht spannend. Der Reiz ist es eben nicht, der Schönste, Stärkste oder Beste zu sein, sondern mit den Mitteln, die man zur Verfügung hat, das Beste zu machen. Fehler müssen da unterwegs unbedingt passieren, sonst entwickelt man sich nicht weiter. Am Ende kommt sowieso alles ganz anders, als ursprünglich geplant. Das Geheimnis ist, damit souverän umzugehen.
Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich Livesendungen so gerne mache: Es können Dinge schiefgehen, es passieren Pannen und man muss aus dem Bauch heraus entscheiden, was man in dem Moment macht. Das ist lebendig und authentisch. Perfekt ist zu langweilig.“

Steven Gätjen und Andreas Karlström: Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud: Stürmische Jagd. Ravensburger 2016, 14,99 Euro
Steven Gätjen und Andreas Karlström: Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud: Stürmische Jagd. Ravensburger 2016, 14,99 Euro

STEVEN GÄTJEN
wurde am 25. September 1972 in Phoenix/Arizona geboren. Seine Karriere begann Gätjen beim Radio. Von 1999 bis 2015 war er für ProSieben aktiv. Seit 2016 ist er beim ZDF tätig. Gätjen ist ein begeisterter Cineast. In seiner Sendung „Steven liebt Kino“ frönte er bis 2015 seiner Leidenschaft, aktuell führt er diese Sendung auf fredcarpet.com weiter. Mit seinem Bruder Andreas Karlström veröffentlichte er im Ravensburger Verlag dieses Jahr sein Vorlese- und Familienbuch „Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud“.

 

 

 

 

 

 

 

Titelbild: Johanna Brinckman

Schlaf doch endlich ein! –
7 Tipps, wie ihr eure Kinder schneller ins Bett bringt

Es soll ja Kinder geben, die abends problemlos schlafen gehen, ganz ohne Gemecker und Gemurre. Unsere kurze Redaktionsumfrage aber hat ergeben: Wir selbst kennen diese Kinder nur aus Erzählungen. Unsere eigenen wollen noch schnell „was trinken“, noch schnell „was spielen“, noch schnell etwas für den nächsten Morgen bereitlegen, was keinesfalls warten kann. Sind sie dann endlich im Bett, muss noch mindestens drei Mal Mama oder Papa kommen, um wichtige Dinge zu besprechen oder noch ein Küsschen abzugeben. Dabei ist es gerade jetzt wo Kindergarten und Schule wieder angefangen haben so wichtig, dass früh schlafen gegangen wird. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, wie ihr die Kleinen abends schneller ins Bett und zum Einschlafen bekommt…

 

Je früher, desto besser
Säuglinge schlafen anfangs fast rund um die Uhr. Aber wenn sie erst einmal ein Alter von drei Monaten erreicht haben, bekommen die Kleinen einen anderen Rhythmus. Schon jetzt macht es Sinn, sie ein zur Nachtruhe zu „erziehen“. Ein Spätnachmittagschläfchen verhindert oft, dass nachts gut geschlafen wird. Je früher man das unterbindet durch Anlenkung wie Fingerspiele zum Beispiel, desto besser wird die Nacht.
Tatsächlich lernen Babys, die man abends müde ins Bettchen legt schnell, alleine einzuschlafen. Das heißt natürlich nicht, dass man sie schreien lassen darf. Klar wird das Kleine getröstet, wenn es sich meldet. Aber einschlafen ohne bei Mama auf dem Arm gewiegt oder von Papa im Wohnzimmer herumgetragen zu werden macht es auf lange Sicht für alle Beteiligten einfacher und die Abende sind für die ganze Familie entspannter.

Immer das Gleiche
Auch wenn es spießig klingt: Immer zur selben Zeit zu Bett zu gehen, ist besser für den täglichen Biorhythmus. Unser innere Uhr stellt sich nach einer Weile automatisch auf die Zeiten ein in denen wir wach sind oder müde werden. Konsequenz zu zeigen – übrigens auch am Wochenende – lohnt also. Natürlich gibt es manchmal Ausnahmen und natürlich ist es gerade im Sommer schwer schlafen zu gehen, wenn es draußen noch taghell ist. Aber je strikter der Rhythmus eingehalten wird, desto weniger Probleme gibt es mit dem Einschlafen und dem zeitigen Aufstehen.

Blaulicht verboten!
Abends noch das Lieblingsspiel auf dem Tablet machen? Oder die Lieblingsserie im Fernsehen gucken? Die Regel heißt eine Stunde vor dem Einschlafen bitte nicht mehr in einen Bildschirm starren. Denn das blaue Licht, das abgestrahlt wird, führt erwiesenermaßen zu Einschlafproblemen. Es ist also besser, Fernsehen, Computerspiele usw. aus dem Gute-Nacht-Programm zu verbannen. Das Licht runter dimmen, eine Geschichte vorlesen, noch einmal über den Tag reden… das bringt die Kindergarten- und auch Schulkinder viel besser zur Ruhe.

Warme Bäder
Der Klassiker, den schon Oma empfohlen hat, wirkt wahre Wunder nach besonders aufregenden Tagen: Ab in die Badewanne. Ein Badezusatz mit Lavendel oder ein spezielles Kinder-Gutenacht-Bad machen die Kleinen richtig schön bettschwer. Beim Abtrocknen möglichst nicht zu kräftig rubbeln, denn das bringt den Kreislauf wieder in Schwung – und das wollen wir ja nicht.

Satter Bauch schläft gut
Wer Kinder hat die gut und gerne essen, wird dieses Problem nicht kennen. Aber manche Kids haben tagsüber so viel zu tun, dass sie schlichtweg das Essen vergessen. Und ein hungriger Bauch schläft nicht gut. Für die Kleineren ist ein Abendbrei der perfekte Sattmacher. Bei größeren Kindern ist es natürlich eine Frage des Geschmacks. Achtung beim Abendkakao! Hier ist in den gängigen Kakaopulvern meist sehr viel Traubenzucker enthalten und der macht munter.

Gib Power!
Den ganzen Tag bei Regenwetter drinnen gesessen und gemalt oder Lego gespielt? Davon wird ein agiles Kind natürlich nicht müde. Darum, egal wie das Wetter ist, ein bis zwei Stunden Powerprogramm auf dem Spielplatz, im Schwimmbad, im Park oder beim Sport sind die beste Vorbereitung für eine ruhige Nacht. Das gilt auch für ältere Kids, die in der Schule stillsitzen müssen: Je mehr Bewegung tagsüber stattgefunden hat, desto besser wird nachts geschlafen. Also: Raus mit euch!

Schlecht geträumt?
Wenn die Eingewöhnung im Kindergarten ansteht oder die Einschulung, kann sich das auch auf das Schlafverhalten auswirken. Vieles was tagsüber passiert, wird nachts verarbeitet. Kein Wunder, wenn der Schlaf unruhig ist oder mitten in der Nacht nach Mama oder Papa gerufen wird. Manchmal hilft es dann schon kurz am Bett sitzen zu bleiben und ein bisschen zu trösten. Dabei sollte man möglichst wenig sprechen, denn das macht wach. Manchmal finden die Kleinen erst im Bett von Mama und Papa wieder zurück in den Schlaf. Hier muss jede Familie selbst entscheiden, wie oft eine Nacht im Elternbett „erlaubt“ ist.

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Happy Birthday: Roald Dahl!

Roald Dahl wäre am 13. September 2016 runde 100 Jahre alt geworden. Wir sagen „Happy Birthday!“ und „Danke“ für die vielen phantastischen Figuren, die er uns beschert hat.

Roald Dahl war der Mann, der genau wusste, aus welchem Stoff Geschichten sind. Mit nur wenigen Worten, gleich auf der ersten Seite seiner Bücher, zieht er uns in eine andere Welt. Und diese Welten haben es in sich: Mal treffen wir Willy Wonka und seine fleißigen Streifenhörnchen bei der Schokoladenproduktion, mal sind wir im unterirdischen Bau des fantastischen Mr. Fox. Egal wohin uns Dahl jemals mitgenommen hat, immer ist es die Reise wert. Vielen von uns ist gar nicht bewusst, welche bekannten Erzählungen auf sein Konto gehen. So ist etwa der Film „Matilda“ (1996) auf Grundlage von Dahls Büchern entstanden und zeigt uns legendäre Figuren, wie etwa die bösartige Fräulein Knüppelkuh:

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So fantasiereich und kindlich seine Kinderbücher auch gewesen sein mochten – Dahl verfasste Zeit seines Lebens auch einige Kurzgeschichten für Erwachsene – hauptsächlich mit rabenschwarzem Humor. Dieser klingt unter anderem bereits in seinem Buch „Hexen Hexen“ an, der eher Gruselspaß für die älteren Kinder und ihre Eltern bietet. Erinnert ihr euch noch an die schrecklich schöne Verfilmung von 1990 mit Anjelica Huston in der Hauptrolle? Wir helfen euch auf die Sprünge:

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Für britische Kids ist Roald Dahl so etwas, wie die Astrid Lindgren oder Christine Nöstlinger unserer Kindheit: unverzichtbar! An ihm ist wohl kein einziges englisches Kind vorbeigekommen. Dass Dahls Stoff auch heute noch für zahlreiche Verfilmungen funktioniert spricht eindeutig für sein Schaffen. So kam erst vor wenigen Monaten die Hollywood-Verfilmung seines „Big Friendly Giant“ in die Kinos. Hier der Trailer:

Dahls Bücher sind allesamt im Rowohlt Verlag erschienen und sind ausnahmslos lesenswert. Vor allem heute, am 13. September, sollten wir auf die Suche gehen, nach dem furchteinflößenden Krokodil, der pupsenden Queen und nach Otto und seinem Geheimnis. Bereuen werden wir es nicht, nur resigniert anmerken müssen, dass Roald Dahl Welt eindeutig bunter und geheimnisvoller gewesen sein muss, als unsere.

Bild Slider: Constantin Film

Tipps für einen entspannten Schulstart –
so schafft es jedes Kind!

Schon seit Wochen steht der neue schicke Schulranzen samt passendem Turnbeutel bereit, alle Stifte im Mäppchen sind gespitzt – die Schule kann starten. Die meisten Kinder freuen sich auf den Tag ihrer Einschulung und können es kaum erwarten, endlich mit der prall gefüllten Schultüte im Arm in ihr Klassenzimmer zu laufen. Doch nach den ersten Wochen folgt meist die Ernüchterung – bei Kindern und bei Eltern. Denn schließlich bedeutet Schule auch: morgens früher aufstehen, lange still sitzen, sich konzentrieren und Anweisungen der Lehrer befolgen. Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) fühlt sich bereits jeder dritte Grundschüler regelmäßig gestresst. Meistgenannter Auslöser: die Schule. Was also können Eltern tun, damit ihren Kindern das Lernen Spaß macht und Schule nicht in Stress ausartet? Wir haben mit den Buchautorinnen und Bildungsexpertinnen Dr. Birgit Ebbert und Mag. Ingeborg Saval gesprochen.

Luna: Der erste Schultag ist für Kinder ein aufregendes Ereignis. Eltern jedoch haben oft gemischte Gefühle, was den Schulanfang angeht. Wie können sie ihren Kindern den Einstieg erleichtern?

Inge Saval: Die meisten Kinder freuen sich auf den Schulbeginn. In der Regel ist die Lust auf Lernen vorhanden und muss nicht künstlich erzeugt werden. Kinder möchten lesen, schreiben, rechnen können und neue Freunde finden. Dennoch bedeutet der Schulstart auch eine große Veränderung für die ganze Familie, die gut vorbereitet werden will.
Birgit Ebbert: Wichtig ist, dass alle entspannt an den Schuleinstieg herangehen und kein Druck aufgebaut wird, auch nicht durch Bezeichnungen wie „Ernst des Lebens“. Eltern sollten auf Fragen eingehen, Ängste nehmen und mit dem Kind den Start in den nächsten Lebensabschnitt vorbereiten: durch eine Feier, den gemeinsamen Kauf des Ranzens und der Materialien.

Was sollten Kinder schon beherrschen, wenn sie in die Schule kommen? Können Sie die Ihrer Meinung nach fünf wichtigsten Punkte benennen?

Birgit Ebbert: Die wichtigsten Dinge sind: Kommunizieren, also Sprache aktiv nutzen und die Regeln des Gesprächs beherrschen, den Körper im Griff haben, zum Beispiel einen Stift zielgerichtet führen können, Vertrauen in sich selbst besitzen, erste Strategien kennen, um mit Ärger und Misserfolgen umzugehen, und ein Grundwissen über die Welt besitzen, auf dem sie in der Schule aufbauen können.

Inge Saval: Jedes Kind ist anders und sollte in seiner Individualität und Besonderheit gesehen werden. Als Faustregel gilt: Wenn ein Kind den Kindergarten besucht hat und dort gut zurechtgekommen ist, wird vermutlich der Eintritt in die Schule auch gut verlaufen. Folgende Fähigkeiten braucht ein Kind für einen guten Start: Kann es einen Stift richtig halten und mit einer Schere umgehen? Kann es einfache Zeichnungen anfertigen und Figuren ausmalen? Kann es seine Bewegungen gut koordinieren, etwa auf einem Bein stehen, einen Ball fangen oder auf einer Linie balancieren? Kann es selbstständig zur Toilette gehen, Hände waschen, sich zügig an- und ausziehen? Kennt es die Farben und einfache geometrische Formen wie Kreis oder Viereck? Auch einfache Benimmregeln erleichtern den Schulbeginn: Das Grüßen, Bitte- und Danke-Sagen haben zwar nicht unmittelbar mit der Schulfähigkeit zu tun, sind aber soziale Türöffner und fördern die gegenseitige Wertschätzung.

Wie wichtig sind, gerade im ersten Schuljahr, Mitschüler und Lehrer??

Birgit Ebbert: Mitschüler und Lehrer sind immer wichtig. Schulischer Erfolg wird mitbestimmt dadurch, wie das Umfeld zum Beispiel auf Fehler reagiert. Die schwerste Aufgabe für neue Schulkinder ist sicher, sich auf viele neue Menschen einzustellen und damit zurechtzukommen, dass die Lehrer sie von nun an bewerten und mit den Mitschülern vergleichen. Hier erwartet Eltern in der Begleitung beim Schuleinstieg eine besondere Aufgabe.

Inge Saval: Wenn nichts gravierend Negatives passiert, mögen Kinder ihre Lehrer meistens gern. Der Beziehungsaspekt in der Schule ist auf jeden Fall sehr wichtig. Eine vertrauensvolle Beziehung zur Lehrerin, zum Lehrer und Freundschaften mit anderen Kindern sind die Grundlage für das Wohlfühlen in der Schule. Und ein Kind, das sich prinzipiell wohlfühlt, lernt leichter und kommt auch mit Schwierigkeiten besser klar.

Was, wenn der Schuleinstieg schiefgeht und das Kind nicht gern in die Schule geht?

Inge Saval: Die meisten Kinder können die neuen Anforderungen gut bewältigen und sind stolz, Schulkind zu sein. Es ist aber auch normal, dass die anfängliche Freude nach den ersten Wochen oder Monaten ein wenig abflacht. Ganz verschwinden oder sich ins Gegenteil wandeln sollte sie jedoch nicht. Wenn sich das Kind verändert, gar nicht in die Schule gehen will oder jeden Morgen weint, wenn es aufstehen soll, ist Vorsicht geboten. Kann das Kind nicht klar sagen, was es belastet, sollten Eltern möglichst rasch das Gespräch mit den Pädagogen suchen, um herauszufinden, wie ihr Sprössling sich in der Schule verhält. Ist das Kind in der Klasse grundsätzlich fröhlich und macht meistens eifrig mit, wird sich diese Abwehr wieder legen.

 

„Planet Schule – Gemeinsam und unbeschwert den Schulalltag meistern“ von Ingeborg Saval, Trias Verlag, 17,99 Euro
Stillsitzen, sich konzentrieren, Hausaufgaben machen – der Schulalltag fordert Kindern einiges ab. Wie man den Herausforderungen begegnen kann und welche praktischen Trick es gibt, um die Konzentration zu fördern (zum Beispiel die „Schnüffelatmung“) beschreibt die Pädagogin und Familientherapeutin Ingeborg Saval in diesem neu erschienenen Ratgeber unterhaltsam und informativ
„100 Dinge, die ein Grundschulkind können sollte“ von Dr. Birgit Ebbert Humboldt Verlag, 16,95 Euro
Die Autorin und Erziehungswissenschaftlerin Dr. Birgit Ebbert erklärt in ihrem Ratgeber leicht und verständlich, welche Fähigkeiten sich Kinder im Lauf der Grundschulzeit aneignen sollten. Eltern gibt sie praktische Tipps, wie sie ihre Kinder durch die ersten vier Schuljahre begleiten und den Lernstoff mit ihnen durch einfache Übungen vertiefen können.

 

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Bastelanleitung : Frittenbudentheater aus Papptellern

Mit Papptellern Krach machen, mit Klorollen schleudern und mit Eierkartons gärtnern: Diese Sachen können viel mehr als einfach nur weggeschmissen werden. Zeit zum Basteln!

Wie wärs zum Beispiel mit einem Frittenbudentheater? Alles was man dafür braucht, habt Ihr sicher schon Zuhause. Hier Bastelanleitung dazu aus dem Buch „Mach was Draus!“, erschienen im Coppenrath Verlag. Das Buch bietet Anregungen zum Basteln aus den einfachsten Gegenständen.

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Mach was draus

„Mach was Draus! Lustige bunte und kreative geniale Ideen“ von Katja Enseling und Ruth Niehoff. Copyright Coppenrath 2016.

Wir sehen rot: Deko-Ideen fürs Kinderzimmer

Rot ist bekannt als die Farbe der Liebe, steht für Feuer, Wärme und Emotion. Warum also nicht im Kinderzimmer mit der Signalfarbe knallige Akzente setzen? Leichter gesagt als getan, denn Kindermöbel und Accessoires sind derzeit eher in dezenten Farben erhältlich, sodass es gar nicht so einfach ist, im Kinderzimmer Farbe zu bekennen. Wir haben uns durch die Online-Shops geklickt und eine Auswahl an Deko-Ideen fürs Kinderzimmer für euch zusammengestellt – natürlich alles in Rot.

Dies sind unsere aktuellen Favoriten:

 

 

PS: Wenn euer Herz mehr für die Farbe Grün schlägt, werdet ihr auch bei uns fündig: Hier findet ihr unsere Tipps für ein grünes Kinderzimmer.

 

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Lesetipps: 15 spannende Bücher für Jungen

Jungs lesen zu wenig? Vielleicht fehlt es ihnen nur am richtigen Lesestoff! Wir haben Bücher speziell für Jungen ausgesucht. Bei unseren Lesetipps ist von allem etwas dabei: Spannendes, Witziges und natürlich etwas Gruseliges. Viel Spaß beim Schmökern!

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Torben Kuhlmann, Armstrong, Nord Süd Verlag

Vielleicht werden einige die kleine Maus schon kennen, denn sie flog bereits mit Charles Lindbergh über den Atlantischen Ozean. Inzwischen sind wir in den 1950er Jahren und die kleine Maus wundert sich. Ihre Kollegen glauben nämlich, der Mond sei aus Käse gemacht. Eigentlich klar, wo er doch so viele Löcher hat. Aber ganz will die kleine Maus das nicht glauben. Also fasst sie einen Entschluss: Sie will selbst herausfinden, ob der Mond aus Käse ist. Nur wie schafft sie es, dorthin zu kommen? Gibt es tatsächlich einen Weg, die erste Maus im Weltraum zu werden?
Autor und Illustrator Torben Kuhlmann war schon im Kindergarten als „der Zeichner“ bekannt. Diesem Spitznamen ist er treu geblieben. Mit unglaublicher Liebe zum Detail lässt er diesmal die Raumfahrt von der kleinen Maus näher beleuchten. Ein Sachbuch, das unterhaltsam und lehrreich zugleich ist, für große wie für kleine Leser.
Ab 6 Jahren. Von Torben Kuhlmann, Nord Süd Verlag für 19,99 Euro.

Ich und Nikita und der Adopteur

Valentin ist Zwilling – und das stört ihn gewaltig. Sein Bruder Nikita kann immer alles besser und nie kann Valentin einfach mal für sich sein. Nikita geht es ähnlich, auch er wäre lieber mal ohne seinen Bruder. Also machen die beiden eine Wette: Sie wollen für Valentin einen Adopteur suchen. Und tatsächlich ist schon bald einer gefunden. Der kauzige Herr Zareba nimmt Valentin bei sich auf und lässt ihn in seiner Laube arbeiten. Das ist Nikita nicht geheuer und er versucht seinen Bruder zu überreden, wieder nach Hause zu kommen.
Ein unterhaltsamer und sehr witziger kleiner Roman über Bruderliebe und Adoption. Bestens geeignet für Leseanfänger.
Ab 6 Jahren. Von Nikola Huppertz und Iris Wolfermann, (ab 20. August) Tulipan Verlag für 10 Euro.

Tausend Tipps für Feiglinge

Robert könnte wunschlos glücklich sein, denn er hat alles, was man als Junge so braucht. Er lebt in Paris, seine Eltern haben keine Geldsorgen, seine Oma ist cool und spielt Poker, sein Hund liebt ihn und seine Schwester geht ihm auf die Nerven. Trotzdem ist Robert nicht glücklich, denn eine ganz entscheidende Eigenschaft fehlt ihm: Mut. Den braucht er aber, wenn er Ofelia kennen lernen will, die er immer in dem kleinen Laden trifft. Ob der Ratgeber „Tausend Tipps für Feiglinge“ helfen kann, den er immer heimlich auf der Toilette liest? Lange kann Robert nicht darüber nachdenken, denn eines Tages holt ihn das Schicksal ein… Eine Geschichte voller Humor, guter Dialoge und französischem Esprit. Wer noch mehr „Überlebens“-Tipps braucht: Es gibt einen zweiten Band von Robert: „Tausend Tipps für Bluffer“. Beide sind übrigens für Leseanfänger gut geeignet.
Ab 7 Jahren. Von Eva Susso und Benjamin Chaud, Gerstenberg Verlag für 9,95 Euro. 

Zelten mit Meerschwein

Eigentlich sollte eine wunderbare Zeit vor Anton liegen: sechs Wochen Ferien. Doch dann kommt alles anders! Sein Vater sagt ihm kurzfristig den gemeinsamen Urlaub ab weil er arbeiten muss. Soll Anton jetzt etwa die ganzen Ferien zuhause bleiben? Mama hat schließlich eine Idee: Sie will mit Anton auf den nächstgelegenen Campingplatz gehen und dort mit ihm zelten. Klingt nicht nach spannenden Ferien, denkt Anton. Und natürlich muss auch Mehrschweinchen Pünktchen mit. Das kann er ja nicht einfach ohne Aufsicht zuhause lassen. Als Anton dann auf das (wilde) Mädchen Liane trifft, wird aus einem normalen Campingurlaub doch noch ein großes Abenteuer.
Einfühlsam erzählt Mareike Krügel von den Sorgen und Nöten des neunjährigen Anton, der in diesen Ferien viel über sich selbst und über das Leben lernt. Eine schöne Sommergeschichte.
Ab 8 Jahren. Von Mareike Krügel, Beltz & Gelberg für 12,95 Euro.

Titanic

Die Geschichte der Titanic kennt jedes Kind. Aber hier wird sie aus der Sicht eines Jungen noch einmal spannend nacherzählt und bekommt so eine neue Wendung. Jimmy fährt mit seinem großen Bruder und seiner Mutter auf dem Deck der 3. Klasse auf dem Luxusdampfer nach Amerika. Dort wartet sein Vater in einem neuen Zuhause auf die Familie. Nachts, wenn alle schlafen, stromert Jimmy auf dem Dampfer herum und erkundet jeden Winkel. Dabei trifft er auf Omar und die beiden Jungs werden schnell Freunde. Sie können es kaum fassen als sie mithören, dass die Titanic, das unsinkbare Schiff, auf einen Eisberg aufgelaufen ist. Jetzt zählt nur noch eines: Sie müssen ihre Familien retten.
Von der ersten bis zur letzten Seite anschaulich und spannend erzählt. Ab und an muss man kräftig schlucken um sich das Heulen zu verkneifen.
Ab 8 Jahren. Von Stephen Davies, Aladin Verlag für 11,95 Euro.

Das Hörbuch von „Titanic. 24 Stunden bis zum Untergang“ findet ihr auch in unseren Empfehlungen für spannende Hörbücher für Kinder.

Die Tornadojäger

Eltern können ja so nervig sein. Owen weiß davon ein Lied zu singen. Seine Eltern haben ständig Angst, ihm könnte etwas passieren. Darum soll er auch möglichst einen Fahrradhelm tragen, sich nicht am Papier schneiden, nicht auf Bäume klettern und pünktlich zu Hause sein. Wie soll man sich bei so viel Kontrollzwang aufs Kindsein konzentrieren können. Damit ist jetzt Schluss! Owen beschließt zusammen mit drei weiteren Freunden zu einem unerschrockenen Tornadojäger zu werden. „Man kann nicht mutig sein, wenn man vorher keine Angst hatte!“. Genau! Autor Ross Montgomery liefert eine turbulente Geschichte mit viel Witz und guten Dialogen.
Ab 10 Jahren. Von Ross Montgomery, Hanser Verlag für 15 Euro. 

Im Labyrinth der Lügen

Paul ist verzweifelt. Seine Eltern sollten eigentlich aus der DDR fliehen, wurden dabei geschnappt und landeten im Gefängnis. Jetzt wurden sie von der Bundesrepublik freigekauft und können nie wieder zu Paul zurück kommen. Das heißt sie beginnen im Westen ein neues Leben, während er die DDR nicht verlassen darf. Der einzige Halt, den er jetzt noch hat sind seine Großeltern und seine Klassenkameradin Millie. Eines Abends besuchen die beiden Pauls Onkel im Pergamonmuseum. Er arbeitet dort als Nachtwächter. Als sie in einem der Säle ungewöhnliche Geräusche hören, beginnen sie auf eigene Faust mit Nachforschungen. Doch das könnte in einem Staat in dem nichts verborgen bleibt sehr gefährlich werden.
Der Roman von Autorin Ute Krause verpackt viel Wissen über die deutsch-deutsche Geschichte in eine spannende Kriminalstory. Sehr empfehlenswert!
Ab 10 Jahren. Von Ute Krause, cbt Verlag für 8,99 Euro.

Ein Interview mit der Autorin Ute Krause findet ihr hier.

Master of Disaster: Chaos ist mein zweiter Vorname

Quentin kann es nicht fassen: Da kommt er nach den Sommerferien endlich in die neue Schule und wer sitzt in der Klasse: Stella! Ausgerechnet die! Quentin kann Stella nicht ausstehen. Schon in der Grundschule war sie seine Erzfeindin. Ein Plan muss her. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Vincent überlegt sich Quentin eine ganze Abfolge von Streichen. Einer fieser als der nächste. Aber weder gefälschte Liebesbriefe, noch Spinnen oder eine Überschwemmung können Stella aus der neuen Schule vertreiben. Und es kommt noch dicker: Stella dreht den Spieß um.
Ein sehr, sehr lustiges Buch voll Chaos, Ironie und witziger Momente.
Ab 10 Jahren. Von Stefan Knösel, Beltz & Gelberg für 12,95 Euro.

Die Schattenjäger

Die Schattenjäger, Tulipan Verlag

Zum Friseur zu müssen ist schon schlimm genug. Aber der Salon in den Ricky und Olli geraten, ist wirklich der Horror. Hier geht es ganz bestimmt nicht mit rechten Dingen zu. Die beiden Freunde stellen Nachforschungen an und entdecken, dass im Friseursalon „Hairlich“ Menschen verschwinden. Rickys Mutter glaubt den beiden natürlich kein Wort. Typisch Erwachsene! Aber Ricky und Olli sind sich ganz sicher, dass ein Prospektverteiler und ein alter Mann den Salon betreten, aber nie wieder verlassen haben. Hat die junge Friseurin irgend etwas damit zu tun? Die Freunde schleichen sich in einem unbemerkten Moment in die Frisierstube. Und was sie da entdecken, lässt ihnen buchstäblich die Haare zu Berge stehen.
Die Gruselreihe rund um die Schattenjäger Ricky und Olli hat noch einen weiteren Band: „Frankensteins Bestie“. Spannende Lektüre, die man kaum wieder aus der Hand legen kann bevor der „Fall“ nicht gelöst ist.
Ab 8 Jahren. Von Andreas Schlüter, Tulipan Verlag für 10 Euro.

Der total verrückte Elterntausch

David Baddiel, Der total verrückte Elterntausch, cbt Verlag

Ach wäre das schön, wenn man seine eigenen Eltern gegen richtig tolle Eltern tauschen könnte. Oder? Zumindest wünscht sich der neunjährige Barry das manchmal, denn seine Eltern sind nicht nur arm, sondern auch ziemlich langweilig. Außerdem haben sie ihm den Namen Barry verpasst! Was haben sie sich nur dabei gedacht! Als er in eine Welt katapultiert wird, in der Kinder ihre Eltern dann tatsächlich selber wählen können, geht Barry in die Vollen. Er probiert, wie es sich mit einer superreichen Familie lebt. Anschließend sucht er sich ganz berühmte Eltern. Aber natürlich ist nichts so toll, wie es aus der Ferne aussieht. Doch bis Barry aus diesem Abenteuer wieder herauskommt, geschieht noch so einiges… Wer schrägen Humor liebt, ist mit Barry auf der sicheren Seite.
David Baddiel ist britischer Stand-up-Comedian und moderiert verschiedene Fernseh- und Radiosendungen. Er hat bereits vier Romane für Erwachsene geschrieben. Sein erstes Kinderbuch „Der total verrückte Elterntausch“ schaffte es in England ganz schnell auf die Bestsellerlisten. Noch ein kleiner Warnhinweis für alle, die dieses Buch im Freibad, im Park oder im Bus lesen wollen: Die Leute werden vielleicht komisch gucken, weil ihr immer wieder laut lachen müsst.
Ab 8 Jahren. Von David Baddiel, cbt Verlag für 14,99 Euro

Die Finstersteins. Wehe, wer die Toten weckt…

Kai Lüftner: Die Finstersteins; @Coppenrath Verlag

Fred hat einen ungewöhnlichen Wohnort: Er lebt auf dem Friedhof. Seine Mutter ist Friedhofswärterin, was das Ganze erklärt. Doch auch sonst läuft Freds Leben alles andere als rund. In der Schule ist er „der Neue“, gilt als Freak und wird von einer Bande Wohlstands-Kids gemobbt – und nur der seltsame Franz Ferdinand will mit ihm befreundet sein. Eines Abends muss Fred für seine Mutter den abendlichen Kontrollgang auf dem Friedhof erledigen. Eigentlich keine harte Sache, doch dieses Mal passiert etwas Unheimliches. Als Fred aus der Familiengruft der Finstersteins seltsame Geräusche hört, kann er seine Neugier nicht im Zaum halten und geht in die Gruft. Dort findet er etwas und nimmt es mit – und dieses Etwas, wird sein Leben gehörig durcheinander bringen.
Autor Kai Lüftner ist bestimmt einigen von seinem Musikprojekt „Rotz’n Roll Radio“ bekannt. Diesen schön „rotzigen“ Humor findet man auch in „Die Finstersteins“ wieder. Der Anti-Held Fred wächst einem schon nach wenigen Seiten ans Herz und die leicht gruselige Geschichte erfüllt wirklich alles, was ein gutes Abenteuer braucht. Auf die Luna-Bestsellerliste hat es Lüftner mit seinem in jedem Fall geschafft!
Ab 8 Jahren. Von Kai Lüftner, Coppenrath Verlag für 12,99 Euro.

Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel

Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel, Mixtvision Verlag

Den „kleinsten Philosophen der Welt“ kennen wir bereits aus dem Fernsehen. Das TV-Format, in dem Knietzsche sich ebenso schräge wie witzige Gedanken macht über Themen wie Angst, Tod, Freundschaft usw., wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet. Jetzt hat die Erfinderin Anja von Kampen ihrem kleinen Helden einen ganzen Roman gewidmet.
Knietzsches zwölfter Geburtstag ist kein Tag zum Feiern. Er erfährt nämlich, dass er adoptiert wurde. Seine richtigen Eltern haben ihm nur eine Taschenuhr vermacht, die ausgerechnet jetzt zum Leben erwacht. Außerdem lernt er Mildred kennen, die fast so unglücklich ist, wie er selbst. Ihr Vater sitzt im Gefängnis, weil er angeblich ein wertvolles Gemälde gestohlen haben soll. Mildred weiß, dass er unschuldig ist. Klar, dass Knietzsche und seine Freunde Norbert, Pepe und Darwina ihr helfen, den wahren Täter zu finden.
Der spannende Krimi hat viele fantastische Elemente und natürlich macht sich Knietzsche immer wieder Gedanken über Freundschaft, Gerechtigkeit und ähnlich große Themen. Ein Buch, das Eltern gerne kaufen – und das Kinder tatsächlich auch lesen wollen.
Ab 10 Jahren. Von Anja von Kampen, Mixtvision Verlag für 13,90 Euro.

Thabo – Detektiv und Gentleman. Die Krokodilspur

Thabo. Detektiv und Gentleman; Kirsten Boie, Oetinger Verlag

Der Waisenjunge Thabo weiß noch nicht genau, was er später einmal werden will. Vielleicht Detektiv, in jedem Fall aber ein Gentleman. Darum spricht er seine Leser auch freundlich mit „Meine Damen und Herren“ an. Seine hervorragenden Umgangsformen hat er von einer englischen Lady gelernt, mit der er auch sehr gerne Miss-Marple-Krimis ansieht. Zusammen mit seinem Freund Sifiso, der ein Waisenkind ist wie er und sich um seine jüngeren Geschwister kümmern muss, hat Thabo bereits seinen ersten Fall gelöst. Jetzt wartet wieder ein Abenteuer auf die Freunde. Die kleine Delightly ist verschwunden. Ist sie etwa von einem Krokodil gefressen worden? Aber es werden noch drei weitere Kinder vermisst. So oft kann das Krokodil doch nicht zugeschlagen haben. Thabo und seine Freunde machen sich auf die Suche nach der Lösung des Falls.
Die Kinderbuchautorin Kirsten Boie lässt ihren cleveren, kleinen Detektiv in einem der ärmsten Länder der Welt ermitteln: in Swasiland. In der Geschichte erfahren die Leser viel über Afrika und die Lebensweise der Kinder dort. Der Alltag dort steht komplett im Kontrast zu dem wohlbehüteten Leben, das europäische Kinder führen. Doch Boie erzählt mit viel Humor von ihren liebenswerten Helden und beschreibt die Erlebnisse von Thabo und Sifiso, ohne auch nur einen Augenblick moralisch zu werden. Ein Kinderbuch, das von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist und das man unbedingt weiterempfehlen muss. In der Reihe sind drei Bände erschienen: „Thabo: Detektiv und Gentleman: Der Nashorn-Fall“ (Band 1), „Thabo: Detektiv und Gentleman: Der Rinderdieb“ (Band 3).
Ab 10 Jahren. Von Kirsten Boie, Oetinger Verlag für 12,99 Euro. 

Timeless – Retter der verlorenen Zeit

Seit der Zeitkollision ist die Erde nicht mehr wieder zu erkennen. Dinosaurier und Menschen aus unterschiedlichen Epochen leben seitdem neben einander. Friedlich verläuft das Ganze nicht. In dieser neuen Welt lebt Diego Ribera. Sein Vater ist ein berühmter Techniker und Erfinder – und auch Diego hat die Gabe aus Maschinen etwas Besonderes zu machen geerbt. Doch noch weiß er nichts mit dieser Fähigkeit anzufangen. Mit 15 Jahren hat er noch allerlei Flausen im Kopf. Dem wird bald ein Ende gesetzt, denn Diegos Vater wird entführt. Man will den Wissenschaftler zwingen, den letzten Zeitbruch ungeschehen zu machen. Damit würden die letzten 15 Jahre (und mit ihnen auch Diego) ausgelöscht werden. Diego setzt zusammen mit seinen Freunden alles daran, dies zu verhindern. Erzählerisch ist die Geschichte noch nicht ganz ausgereift, denn viele der Figuren und vor allem ihre emotionale Entwicklung bleiben klischeehaft. Aber der Plot und die unglaublich ausgefeilten Illustrationen, machen vieles wieder wett.
Ab 11 Jahren. Von Armand Baltazar, cbj für 19,99 Euro.

Danger Express

Der junge Will ist aufgeregt und glücklich. Er darf seinen Vater auf einer außergewöhnlichen Fahrt begleiten. Die beiden werden mit dem „Trans-Kanada-Express“ fahren, dem längsten Zug der Welt. Zwölf Kilometer lang, 978 Waggons, über 7.000 Passagiere. Das wird ein Abenteuer! Doch tatsächlich birgt die Reise mehr als Will lieb ist. Er wird Zeuge eines Komplotts und plötzlich sind skrupellose Männer auf der Jagd nach ihm, denn ihnen geht es um mehr als nur das Leben eines Jungen.
Die Leser werden von den ersten Seiten von der spannenden Geschichte mitgerissen. Es ist fast unmöglich, dieses Buch vor dem Ende wieder aus der Hand zu legen.
Ab 12 Jahren. Von Kenneth Oppel, Aladin Verlag für 7,95 Euro.

 

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