Wir präsentieren unsere Lieblingsstullen!
Heute: Vegetarischer Bagel und Blaubeerquark

Wir erinnern uns: Es ist 1990, erste Klasse, große Pause. Der Blick in die Brotbox: Leberwurstbrot – der Schultag hatte seinen Tiefpunkt erreicht! Damit Sie Ihren Kids enttäuschende Pausen ersparen, fordern wir hiermit die Renaissance der Lieblingsstullen und liefern die Rezepte direkt mit. Dieses Mal: Vegetarischer Bagel und Blaubeerquark.

Auf der Suche nach den Lieblingsstullen haben wir uns dieses Mal den Veggies gewidmet. Der Vollkorn-Bagel bekommt einen würzig-fruchtigen Belag und schmeckt dank Salat und Gurke herrlich frisch. Der Blaubeerquark kann variiert werden: Je nach Jahreszeit können hier Früchte der Saison verwendet werden. Diese Lieblingsstullen machen nicht nur Veggies glücklich!

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Frisch und fruchtig haben wir den Bagel für die VegetarierInnen belegt.

Zutaten:
Vollkorn-Bagel
Frischkäse
einige Scheibchen Camembert
einige Gurkenscheiben
1 Pfirsich in Scheiben
Salat
Gemüse für die Sticks, z.B. Staudensellerie und Möhren
1 roter Paprika
Für den Quark:
100g Blaubeeren
100 gr Quark (20 % Fett i. Tr.)
etwas Honig
gehackte Mandeln

Zubereitung:
Bagel mit Frischkäse bestreichen, mit Camembert, Gurke, Pfirsich und Salat belegen. Möhren und Sellerie in Sticks schneiden, aus dem roten Paprika mit einem Plätzchenausstecher und mit etwas Kraft Herzen ausstechen.
Für den Quark die Hälfte der Heidelbeeren mit etwas Honig kurz einkochen lassen. Quark mit etwas Honig süßen. Quark und Heidelbeerkompott in ein Glas schichten, mit den restlichen Beeren und Mandeln toppen.

Bilder: Andrej Dallmann

Lucie Marshall: „Berlin ist gegen London wie Bullerbü!“

„Mit Mann und Sohn für ein Jahr nach London? Super Idee, mach´ ich sofort!“ Das dachte sich nicht nur Lucie Marshall, sondern auch Tanya Neufeldt, die unter dem Synonym bloggt und ein unterhaltsames Buch über ihre Erfahrungen in der Metropole an der Themse geschrieben hat. Wer also überlegt, vor dem Brexit noch schnell nach London zu ziehen (vielleicht auch nur für kurze Zeit): Wir geben euch einen Einblick in ihre Erlebnisse.

Was war dein erster Gedanke, als es darum ging, dass du mit Mann und Sohn nach London ziehen könntest?

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Wieder glücklich zuhause in Berlin: Tanya Neufeldt (Foto: © Jules Villbrandt)

Ich bin selbst im Ausland großgeworden und habe keine Sekunde gezögert, im Gegenteil. Wenn man mir sagt, ich darf ein paar Monate woanders leben, bin ich die Erste, die Koffer packt (lacht). Ich habe eine große Abenteuerlust, deshalb war es auch keine Überlegung ob, sondern eher wie wir das machen.

Und was war der größte Kulturschock – neben den horrenden Mietpreisen in London?

Der größte Schock ist der Speed und das Energielevel, das London hat. Dort ist alles irrsinnig schnell und wahnsinnig inspirierend. Man kann dort unglaublich viele Dinge sehen und machen, aber alles hat ein ganz anderes Tempo. Es ist wirklich ein wenig wie Fahren auf der Überholspur. Mit kleinem Kind ist das durchaus gewöhnungsbedürftig. Zum Glück ging unser Sohn noch in den Kindergarten, aber in der Schule zieht das dann nochmal ganz gewaltig an. Wir sind morgens häufig an den Eliteschulen vorbeigelaufen, wo die Eltern ihre Kinder schon morgens auf Leistung eingeschworen haben. „Du hast jetzt nur noch eine Prüfung, das schaffst du!“ Da habe ich manchmal gedacht: „Ich bin doch für Montessori- oder Waldorfschule. Alles, nur nicht Vier- oder Fünfjährige schon so peitschen, das ist nicht mein Stil.“ Dagegen ist Berlin wirklich Bullerbü.

Sehr amüsant liest sich dein Kapitel über englische Kindergeburtstage. Welche Stufe des Wahnsinns hat das in London erreicht?

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„Mama, I need to kotz! Was ich in London als Mutter lernte“ von Lucie Marshall, Goldmann, ca. 9 Euro (Cover: Goldmann)

Das ist wirklich bizarr. Diese Stufe der Kindergeburtstags-Hysterie haben wir in Deutschland zum Glück noch nicht erreicht. Das hat aber natürlich auch mit dem Bezirk in London zu tun, in dem wir gewohnt haben. In Notting Hill oder in Kensington leben sehr viele sehr gut situierte Leute, da muss es dann schon eine Hüpfburg und zwanzig Ponys zum Reiten am Kindergeburtstag geben. Wir haben bei unserem Abschiedsfest ganz normale, traditionelle Spiele gemacht wie Topfschlagen, Eierlaufen und Sackhüpfen. Das kam erstaunlich gut an (lacht). Da haben sich dann viele Eltern erinnert, dass sie das früher auch gemacht haben und dass man auch ohne Superlative eine lustige Feier haben kann.

Was machen die Engländer anders? Können wir uns etwas abschauen?

Was die Engländer einfach haben – und das gefällt mir sehr, denn ich habe das auch – ist ein unglaublicher Humor! Die Engländer können wunderbar über sich lachen und haben auch kein Problem damit, sich komplett zum Affen zu machen. Wenn in der Schule Pyjama-Day ist, ziehen natürlich auch die Lehrer Pyjamas an. Und gerne auch alberne mit rosa Häschen drauf (lacht). Was ich auch sehr schön finde, ist, dass Kreativität einen hohen Stellenwert hat. Theater, Malen, Basteln, Musik – das wird nicht abgewertet, sondern hat den gleichen Wert wie Rechnen oder Schreiben. Ich habe mich in London sehr viel freier gefühlt als in Berlin, einfach, weil London so ein „Melting Pot“ ist. Es gibt so viele verschiedene Kulturen und Menschen, die nebeneinander leben. Das habe ich als sehr bereichernd empfunden.

Slider-Foto:  © Jules Villbrandt 

Familie Adamo: Einmal um die ganze Welt

2015 beschlossen Courtney und Michael Adamo, ihr stressiges Alltagsleben in London zurückzulassen und gemeinsam mit ihren Kindern Easton (11), Quin (9), Ivy (7) und Marlow (3) einen Abenteuertrip rund um den Globus zu machen. Entschleunigung war das Zauberwort für die sechsköpfige Familie, die sich mehr Natur, Freiheit und Zeit füreinander wünschte und die Erlebnisse auf dem Blog somewhereslower geteilt hat. Was die Adamos in einem Jahr „on the road“ gelernt haben, lest ihr hier.

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Koffer gepackt! Die Familie Adamo reiste ein Jahr um die Welt (Foto: Courtney Adamo)

Als wir im vergangenen Jahr beschlossen, unser altes Leben umzukrempeln und für ein Jahr um die Welt zu reisen, mussten wir einige radikale Entscheidungen treffen. Wir haben unser neues, frisch renoviertes Haus in London verkauft, ebenso unser Auto und viele unserer Sachen. Unsere vier Kinder, damals im Alter von zehn, acht, sechs und zwei Jahren, haben wir aus der Schule und aus dem Kindergarten genommen, obwohl sie sich dort wohl fühlten, und Michael hat seinen Job gekündigt, ohne zu wissen, wie es danach weitergehen würde. Alles für einen abenteuerlichen Rund-um-die-Welt-Familientrip!

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On the road: Courtney Adamo mit den vier Kindern Easton, Quin, Ivy und Marlow (Foto: Michael Adamo)

Klar, das war ein großer Schritt, aber es gab eine Menge guter Gründe dafür. Einer davon, vielleicht der wichtigste, war „Zeit“. Das Leben in London ist hektisch, unsere Kinder hatten sich im Handumdrehen von Babys zu Kleinkindern zu großen Kindern entwickelt. Wir wollten die Geschwindigkeit herausnehmen, um diese entscheidenden Jahre bewusster zu erleben. Wir merkten, dass es dafür nur eine Lösung gab, nämlich die Pausentaste für unser hektisches Leben und unsere hektischen Karrieren zu drücken und alles langsamer zu machen.

„Wir hatten gute und schlechte Zeiten“

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Herausforderung: Die Adamos unterrichteten ihre Kinder während der Reise selbst (Foto: Courtney Adamo)

Wir hofften, eine gemeinsame Reise würde unsere Familie verändern. Natürlich waren wir schon vorher ein gutes Team, aber wir glaubten, diese Erfahrung würde uns noch enger zusammenschweißen. Außerdem dachten wir, das Ganze würde unsere Sicht auf die Welt verändern, uns offener machen und unserem Leben vielleicht sogar eine neue Richtung geben. All das ist passiert in diesem Jahr – und noch viel mehr!

Dreizehn Monate und vierzehn Länder später haben wir die letzte Station unserer Reise hinter uns. Ist alles geschehen, was wir uns erhofft haben? Ja. War jeder Moment wundervoll? Nein. Wie alle Familien hatten wir unsere guten und schlechten Zeiten. Aber: Die Erfahrung war so überwältigend, dass wir sie um nichts auf der Welt mehr missen möchten!

Viele neue Freunde auf der ganzen Welt 

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Tolle Erfahrung: Die vier Kids haben schon viel von der Welt gesehen (Foto: Courtney Adamo)

Was uns wirklich geholfen hat auf unserer Reise um die Welt, war Instagram. Ich bin so dankbar für diese App, denn durch sie haben wir viele andere nette Familien und wunderbare Menschen kennengelernt, die uns Tipps gegeben haben, uns zum Essen in ihrem Haus eingeladen haben oder die wir zum Picknick im Park getroffen haben.

Instagram hat die Weise geändert, in der wir uns einem Land genähert haben, und die Dinge beeinflusst, die wir dort gemacht haben. Erst letzte Woche hat unser Sohn Easton gesagt: „Ich habe jetzt so viele Freunde auf der ganzen Welt.“ Das findet er – wie wir – ziemlich cool.

Den kompletten Erfahrungsbericht der Adamos lest ihr in der neuen LUNA # 59!

Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.

Alexandra Maria Lara & Sam Riley: „Wir können auch anders!“

In der Verfilmung des Kinderbuchklassikers „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ spielen Alexandra Maria Lara und Sam Riley ein Gaunerpärchen, das in harter Konkurrenz zueinander steht. Im wahren Leben sind die beiden Schauspieler seit 2009 verheiratet und ein sehr harmonisches, sympathisches Paar sowie liebevolle Eltern des kleinen Ben (zweieinhalb Jahre). Luna-Chefredakteurin Uli Morant hat sie zum Interview in Berlin getroffen.

„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“, der Kinderbuchklassiker aus den 60er-Jahren, kommt im Dezember 2016 ins Kino. Allerdings wurde die Geschichte des Jungen Tobbi, der eines Nachts Besuch von einem Roboter bekommt und mit ihm auf Abenteuerreise geht, stark modifiziert.

Luna: Das ist euer erster Kinderfilm, oder?

Mit Robbis (Robbi) hilfe, baut Tobbi (Arsseni Bultmann) das schönste Fliewatüüt der Galaxie: es kann fliegen, schwimmen und fahren
Roboter Robbi hilft Tobbi (Arsseni Bultmann) das schönste Fliewatüüt der Galaxie zu bauen (Foto: © StudioCanal / Tom Trambow)

Sam Riley: Ich habe zuvor in „Maleficent“ gespielt, aber der Film ist, wenn überhaupt, für größere Kinder.

Alexandra Maria Lara: Für mich war es eine Premiere. Ich war begeistert von dem Drehbuch: Jan Berger hat eine sehr schöne Adaption geschrieben und ich war schockverliebt in die Figuren von Sharon Schalldämpfer und Brad Blutbad.

Euer letzter gemeinsamer Dreh ist schon eine Weile her…

Sam: Ja, wir haben uns vor zehn Jahren bei der Arbeit am Film „Control“ kennengelernt.

Warum ist so viel Zeit verstrichen?

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Sam Riley (links) und Alexandra Maria Lara als Gaunerpärchen ( Foto: © StudioCanal / Tom Trambow)

Alexandra: Es stand seitdem immer im Raum, aber es wurde uns nichts Passendes angeboten. Wir haben uns natürlich zudem gefragt: „Wollen die Leute uns auch im Film als verliebtes Paar sehen?“ Ich glaube nicht. Darum waren wir sehr froh, dass die Rollen von Brad und Sharon so in Konkurrenz zueinander stehen.

Ist die Nähe ein Problem am Set, weil man sich vielleicht schneller gegenseitig kritisiert?

Sam: Nein, überhaupt nicht. Meine Herausforderung bestand eher darin, dass ich mich sehr auf die Sprache konzentrieren musste, denn ich hatte ein paar wirklich komplizierte Sätze. Aber die Dreharbeiten waren super. Wir waren uns danach einig, dass wir selten so viel Spaß hatten als Schauspieler wie an diesem Set, oder?

Alexandra: Ja, wir hatten kurz überlegt, ob das für unsere Kollegen komisch sein könnte, mit uns als verheiratetem Paar zu spielen. Aber alles war ganz locker.

Kanntet ihr das Buch vorher?

Nunu (Melina Mardini) und Tobbi (Arsseni Bultmann) sind gespannt, was sie nach der Rückkehr vom Nordpol erwartet.
Nunu (Melina Mardini) und Tobbi (Arsseni Bultmann) reisen mit dem Fliewatüüt an den Nordpol (Foto: © StudioCanal / Tom Trambow)

Sam: Nein, in England ist es gar nicht bekannt.

Alexandra: Bei mir waren „Benjamin Blümchen“ und „Bibi Blocksberg“ präsent als Kind. Aber wir haben während der Dreharbeiten viele Leute getroffen, die die Geschichte kannten.

Sam: Viele könnten erwarten, dass die Story fürs Kino komplett modern überarbeitet worden ist. Aber der Film hat sehr viele schöne nostalgische Elemente und ist der Geschichte treu geblieben, obwohl es ebenfalls viel Entertainment für die ganze Familie darin gibt.

Welche Geschichten oder Bücher  habt ihr als Kind ganz besonders geliebt?

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„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ kommt im Dezember 2016 in die Kinos (Foto: © StudioCanal )

Sam: Für mich waren die Erzählungen von Roald Dahl besonders wichtig, die mir meine Mutter oder mein Vater vorgelesen haben. Und „Just William“, das ist eine Geschichte über einen ungezogenen Schuljungen, die in England so ziemlich jeder kennt. Wie wohl jedes englische Kind habe ich natürlich auch „Robin Hood“ gelesen.

Alexandra: Bei mir waren es die Bücher von Astrid Lindgren, „Die Kinder von Bullerbü“ und „Ronja Räubertochter“. Aber auch Michael Ende und Christine Nöstlinger waren wegbegleitend in meiner Kindheit.

Das vollständige Interview mit Alexandra Maria Lara und Sam Riley lest ihr in der neuen LUNA # 59! 

Weitere Themen aus dem neuen Heft findet ihr hier.

Alle lieben Fiete – Die Macher der App im Interview

Was passiert, wenn zwei Grafik-Designer und ein Programmierer einen Ausgleich suchen und ein eigenes Projekt starten möchten? In diesem Fall ist die Figur des Seemanns „Fiete“ entstanden, der als Held einer App viele Abenteuer und Pannen erlebt und schon den kleinsten Kindern ganz charmant die Welt zeigt. Dass es heute sieben Apps gibt, dass Fiete die Buchwelt erobert – es gibt Bilderbücher, ein Malbuch, ein Suchbuch und ein Freundschaftsbuch – und er außerdem Trinkflaschen, Turnbeutel und Poster schmücken würde, hätte sich Wolfgang Schmitz vor viereinhalb Jahren nicht träumen lassen, als seine Gedanken erstmals um eine eigene App kreisten. Unsere Redakteurin Rebekka Rein traf den Gründer und seine Kollegin Sarah Walizek zum Interview.

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Wann wohl der Wecker klingelt? Fiete und seine Kumpel Hein und Hinnerk sind noch im Reich der Träume

Luna : Wie kamst du auf die Idee, eine App zu entwickeln?

Wolfgang: Ich merkte, dass ich neben dem Job einen Ausgleich brauchte, also fing ich abends an zu malen, ohne Hintergedanken, ich wollte einfach was Schönes machen. Zu der Zeit habe ich einen kleinen Sohn bekommen, deshalb war ich im Thema Kinderbücher drin. Karz hat gesehen, was ich so mache und sagte dann „Gib mir das doch mal, ich probier da mal was aus“. Die Idee war, irgendwas Handgemaltes ins iPad zu bringen, um diese kalte Ästhetik etwas aufzubrechen. Mit Jan hatten wir dann die Idee, etwas für kleine Kinder zu machen, das in den App-Store zu stellen und einfach gucken mal, was passiert.

Und schon war Fiete geboren?

Wolfgang: Als erstes ist ein Auto entstanden. Man konnte es anfassen und die Reifen durch die Gegend werfen. Es sah wirklich aus wie ein Bilderbuch auf dem iPad. Das war schon ganz cool, aber mega unemotional. Es fehlte einfach eine Figur. Also haben wir uns zu dritt zusammengesetzt, in Bonn in einem bayrischen Brauhaus. Da kamen wir zuerst auf einen Franzosen und auf viele andere Sachen und irgendwann fiel dieser Name Fiete. Plötzlich ging bei uns allen im Kopf so eine Welt auf. Fiete hörte sich nach Norden, Wasser und Freiheit an und das maritime Thema fanden wir alle ganz cool. Jan ist auch Vater geworden, unsere Kinder sind so zwei, drei Monate auseinander, dann haben wir unser Werk immer Zuhause gezeigt, geguckt wie die Kinder reagieren, ob die das mögen und auch verstehen. Das kam super an und war wie eine Alternative zu einem Bilderbuch, mit der selben Liebe gemacht.

Jan Kloevekorn, Wolfgang Schmitz, Sarah Walitzek und Karz von Bonin (v.l.) sind das Team hinter Fiete
Jan Kloevekorn, Wolfgang Schmitz, Sarah Walitzek und Karz von Bonin (v.l.) sind das Team hinter Fiete

Welches Abenteuer wird Fiete als nächstes erleben?

Wolfgang: Im nächsten Buch geht es um die Rallye Paris-Dakar. Es heißt „Das verrückte Rennen“ und erscheint im Herbst 2017. Es wird sehr abenteuerlich, Fiete und seine Kumpel melden sich versehentlich für die Rallye Paris-Dakar an, das ganze Dorf auf der Hallig findet das mega und hat dafür gespart, also müssen die drei mitmachen und rutschen in die Geschichte rein.

Was können die Kinder von Fiete lernen?

Wolfgang: Dass man hinaus in die Welt gehen sollte um Abenteuer zu erleben und sich – wie bei Fiete Sports – bewegen soll und dass man manchmal auch gewisse Sachen nicht wissen muss. Fiete ist wie ein netter Freund, der den Kindern mehr über die Welt beibringt und ihnen zeigt, wie man sich in verschiedenen Situationen verhält oder wie man Konflikte löst.

Sarah: Sowohl in den Apps als auch in den Büchern können die Kinder lernen, dass man auch mal Fünfe gerade sein lassen kann. Es darf auch mal ein Ei runterfallen, das ist kein Drama, man darf sich auch mal zoffen, und dann ist wieder gut. Man muss nicht alle Dinge so genau nehmen.

 

Das vollständige Interview könnt ihr in der Luna 59 nachlesen.

Weitere Themen aus dem neuen Heft findet ihr hier.

Wir präsentieren unsere Lieblingsstullen!
Heute: Süße Brötchen und Pfannkuchenröllchen

Wir erinnern uns: Es ist 1990, erste Klasse, große Pause. Der Blick in die Brotbox: Leberwurstbrot – der Schultag hatte seinen Tiefpunkt erreicht! Damit Sie Ihren Kids enttäuschende Pausen ersparen, fordern wir hiermit die Renaissance der Lieblingsstullen und liefern die Rezepte direkt mit. Dieses Mal: Süßes Brötchen und Pfannkuchen-Röllchen.

Für alle süßen Kids (und Eltern) haben wir dieses Mal die zuckrige Variante des Pausenbrots. Gesund bleibt es dennoch dank Müslibrötchen, zuckerfreier Erdnussbutter und Vollkornmehl in den Pfannkuchen. Wer mag, kann für Letztere auch alternative Süßungsmittel wie etwa Ahornsirup oder Kokosblütenzucker verwenden.

Süßes Müslibrötchen mit Pfannkuchenröllchen lassen Zuckerherzen höher schlagen.
Süßes Müslibrötchen mit Pfannkuchenröllchen lassen Zuckerherzen höher schlagen.

Zutaten:
Müslibrötchen
Erdnussbutter
½ Banane in Scheiben
Für die Pfannkuchenspieße:
150g Mehl
2 Eier
200 ml Milch
1 Prise Salz
ca. 50 ml Mineralwasser
Öl
Lieblingskonfitüre
Erdbeeren, geputzt
Für den Smoothie:
100 gr Erdbeeren (TK oder frisch)
100 ml Orangensaft
100 ml Milch

Zubereitung:
Das Brötchen mit Erdnussbutter bestreichen und mit Bananenscheiben belegen. Für die Spieße aus Mehl, Eiern, Milch, Salz und Mineralwasser einen Teig herstellen, etwa 30 Min. ziehen lassen. Je eine Kelle des Teiges in Öl ausbacken. Die Pfannkuchen mit einem Löffel Konfitüre bestreichen, einrollen, etwa 3 cm dicke Scheiben abschneiden und mit den Erdbeeren aufspießen. Für den Smoothie alle Zutaten mischen und pürieren.

Wünscht euch was: Unsere Geschenkideen für Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür. Damit beim Geschenke-Shoppen kein Stress aufkommt, haben wir in der neuen Ausgabe der Luna 12 Seiten mit Inspirationen für Babys, Mädchen, Jungen, Eltern und Großeltern. Aber natürlich wollen wir euch auch hier online ein paar Anregungen liefern. Voilà!

Geschenke fürs Baby

 

Geschenke für Mädchen

Geschenke für Jungs

Geschenke für die Mama

Geschenke für den Papa

Geschenke für den Opa

Geschenke für die Oma

 

 

Unseren ausführlichen Geschenke-Guide gibt es in der Luna #59.

Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.

 

 

Teaser Bild: unspash.com /  Irene van der Poel

 

Wolkenkuchen & Vanilleeis: Rezepte aus dem Winter-Wunderland

Fluffiger Wolkenkuchen, aromatisches Vanilleeis und ein mit Puderzuckerschnee bestäubtes Lebkuchenhaus. Für die Luna 59 hat Fotografin Tjitske van Leeuwen Aufnahmen einer traumhaften Winterwelt geliefert. In Szene gesetzt haben das ganze die Stylistinnen Tilly Hazenberg und Anne van der Meulen. Damit ihr die zuckersüßen Kunstwerke nachmachen könnt, liefern wir hier die Rezepte dazu.

Wolkenkuchen

wolkenkuchen

Zutaten

3 gekaufte oder selbst gebackene Kuchen, jeweils 10 cm hoch und mit den Maßen
10 x 10 cm
20 x 20 cm
30 x 30 cm

Für die Buttercreme

500 g Butter weich auf Zimmertempratur
600 g Puderzucker
3 TL Vanilleextrakt und Himbeermarmalade
60 ml Milch oder Sahne
1/4 TL Salz

Für das Himbeer-Püree

500g gefrorene Himbeeren
1 EL Vanille Zucker
2 grüne Kardamomkapseln

Für die Verzierung

2 kg weißes Rollfondant
Ausrollstab aus Plastik
Silikon-Matte und ein scharfes Messer
essbare Silberperlen

Zubereitung

Zuerst die Butter mit dem Schneebesen der Küchenmaschine 3 Minuten lang luftig aufschlagen. Nach der Hälfte der Zeit einmal mit einem Silikonschaber die Butter von den Schüsselwänden abkratzen. Die Butter sollte in den 3 Minuten sehr viel heller und cremiger werden.
375 g Puderzucker in die Schüssel sieben. Auf niedrigster Stufe der Küchenmaschine den Puderzucker in die Butter einrühren, bis alles eingearbeitet ist. Kurz auf hoher Stufe schlagen, bis keine Klumpen oder Krümel mehr zu sehen sind.
Das Vanilleextrakt, die Milch oder Sahne und das Salz hinzufügen. Die Buttercreme nun auf höchster Stufe für mindestens 3 Minuten schlagen. Dabei zwischendurch einmal die Wände der Schüssel abschaben.
Wenn die Buttercreme nun noch zu fest ist, können noch bis zu 30 ml mehr Milch oder Sahne eingearbeitet werden. Wenn die Buttercreme zu flüssig ist, kann man noch bis zu 125 g gesiebten Puderzucker dazugeben. Ist die Buttercreme nur ein wenig zu weich hilft es oft schon, sie für einige Zeit in den Kühlschrank zu stellen, da die Butter in der Creme dann fester wird.

Für das Himbeer-Püree Himbeeren und Zucker vermischen, angeknackste Kardamomkapseln dazu geben, und alles einmal aufkochen lassen. Dann ca. 5 min sanft köcheln lassen. Alles durch ein feines Sieb streichen und die Kerne entfernen.

Teilt die drei Kuchenböden mit einem Tortenschneider horizontal in 2 Hälften. Streicht auf die drei unteren Hälften Himbeer-Püree und legt die obere Hälfte darauf.
Anschließend verstreicht ihr die Buttercreme an der Außenseite der drei Torten. Mit einem Küchenspachtel wird nun der weiße Fondant ausgerollt, dann wird der Fondant mit dem restlichen Puderzucker locker mit dem Ausrollstab über die drei Kuchen abgerollt und abgeschnitten. Stapelt jetzt die drei Kuchen übereinander und bedeckt sie mit dem restlichen Fondant-Überzug.
Zum Schluss wird der himmlische Kuchen mit ganz vielen Perlen verziert.

 

Lebkuchenhaus

lebkuchenhaus

 Zutaten

Für den Teig

500 g Honig
300 g Butter
500 g brauner Zucker
200 g gemahlene Mandeln
ca. 900 g Mehl
2 TL Zimtpulver
4 TL Lebkuchengewürz
abgeriebene Schale von zwei unbehandelten Zitronen
2 EL Kakao
2 Eier
2 TL Pottasche
4 EL Rum

 Für den Zuckerguss

750 g Puderzucker
3 Eiweiß

Zubereitung

Den Teig am Vortrag vorbereiten. Dafür Honig, Butter und Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Alles in eine große Rührschüssel geben und abkühlen lassen.
Mandeln, 800 g Mehl, Zimt, Lebkuchengewürz, Zitronenschale, Kakao und Eier zugeben und mit den Knethaken des Handrührgerätes gründlich durchkneten. Bei Bedarf etwas Mehl zugeben.
Die Pottasche in Rum auflösen, zum Teig geben und so lange kneten, bis er nicht mehr klebt. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Mithilfe der Schablonen alle Teile für das Lebkuchenhaus mit einem spitzen Messer aus dem Teig ausschneiden und auf Backbleche legen. Nochmals 15 Minuten kühl stellen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen (Umluft). Backblech aus dem Kühlschrank nehmen und 20 bis 30 Minuten backen, bis die Lebkuchenhaus-Teile in der Mitte fest sind.

Um den Zuckerguss als Klebstoff und für die Dekoration des Lebkuchenhauses herzustellen, den Puderzucker und die Eiweiße in einem hohen Rührbecher mit den Schneebesen des Handrührgerätes dickcremig aufschlagen und in einen Spritzbeutel füllen.
Die Unterlage mit Alufolie überziehen. Die Unterkante eines Seitenteils dick mit Zuckerguss bestreichen und auf die Unterlage setzen. Ca. 5 Minuten festhalten und dann z. B. mit Kaffeebechern von der Innenseite abstützen.
Nacheinander alle Seitenteile des Lebkuchenhauses mit Zuckerguss auf die Unterlage kleben und untereinander an den Kanten zusammenkleben. Jeweils erst einige Minuten antrocknen lassen, bevor ihr zum nächsten Teil übergeht.
Von innen und außen noch einmal alle Kanten und Ecken mit Zuckerguss ausspritzen. Etwa eine Stunde aushärten lassen. Erst dann das Dach anbringen.

In der Zwischenzeit auf einer der Dachhälften den Schornstein aufkleben und ebenfalls aushärten lassen. Die Kaffeebecher entfernen. Zuckerguss entlang der Ränder der ersten Dachhälfte spritzen sowie außen entlang der Seitenteile, auf denen das Dach aufliegt. Dachteil aufsetzen, sodass es sauber oben mit den Giebeln abschließt. 5 Minuten festhalten und wieder zur Befestigung entlang aller Mauern innen und außen Zuckerguss spritzen. Mit der zweiten Dachhälfte genauso verfahren. Den Schornsteinteile ebenfalls mit Zuckerguss zusammenfügen und auf dem Dach befestigen. Lebkuchenhaus mindestens 6 Stunden zum Aushärten stehen lassen.

Nachdem das Lebkuchenhaus ausgehärtet ist, könnt ihr es nach Lust und Laune dekorieren.

 

Vanilleeis

vanilleeis

Zutaten

Für die Eiscreme

250 ml Vollmilch
100 g Zucker
2 Eier
450 g Schlagsahne
1 TL Vanilleextrakt

Für die Eiswaffeln

70 g erlassene Butter
140 g Puderzucker
250 ml Milch
180 g Mehl
1 TL Vanillezucker
Waffelhörnchen-Automat

Zubereitung

Die Milch in einem kleinen Topf erhitzen. Eier und Zucker in einer anderen Schüssel schaumig rühren. Die heiße Milch langsam unter das Eier-Zucker-Gemisch geben. Die gesamte Masse in den Topf geben und erhitzen, ohne sie kochen zu lassen. Dabei ständig umrühren bis sie eindickt und die Konsistenz einer leichten Eier-Milch-Creme bekommt.
Auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Die Schlagsahne und den Vanilleextrakt unterrühren. Für mindestens 12 Stunden in den Gefrierschrank stellen.

Für die Waffeln den Puderzucker nach und nach in die zerlassende Butter einrühren. Die Milch unterrühren. Den Vanillezucker und das Mehl dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen. Nun den Teig im Waffelhörnchen-Automaten backen und sofort nach der Entnahme zu Hörnchen rollen.

 

Weitere Themen aus der Luna 59 findet ihr hier.

Hoch hinaus: Drachen steigen lassen im Herbst

Wenn im Herbst das Laub von den Bäumen weht, können wir endlich wieder Drachen steigen lassen. Also nichts wie raus!

Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst und kaum etwas von übt bei Kindern eine größere Faszination aus als das Drachen steigen lassen.
Am bekanntesten sind die sogenannten Ein- und Zweileiner-Drachen. Die Zahlen beziehen sich auf die Schnüre, an denen der Drache befestigt ist. Zweileiner sind auch als sogenannte Lenkdrachen bekannt, diese erfordern etwas mehr Geschick und können Kinder bei stärkeren Böen leicht umreißen. Doch insbesondere Einleiner sind perfekt für kleinere Kinder und Anfänger. Hier unsere Favoriten!

 

 

 

Teaser Bild: istock/ Pobblebonk

 

Gruseliger Spaß: Halloween-Make-up für Kinder

Halloween steht bald wieder vor der Tür und neben den vielen Gruseloutfits ist es für die Kleinen das Größte, sich passend dazu zu schminken. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – wohl aber den Inhaltsstoffen. Was ist wirklich drin in Kinderschminke?

Seit Jahren steht Schminke für Kinder, die man besonders gern zu Halloween und Karneval verwendet, immer wieder in Kritik. Das zeigen diverse Ökotests, die in vielen Produkten Schwermetalle fanden.

Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte in Geschäften nach Schminke für empfindliche Kinderhaut Ausschau halten. Diese enthält meist natürliche Farbstoffe, die auch in der Natur vorkommen und damit für die sensible Kinderhaut geeignet sind.

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Varianten von Schminke. Zum einen wasserlösliche Stifte und Wasserfarben. Der Vorteil ist dabei, dass sich die Farben einfach mit Pinsel oder Schwämmchen auftragen lassen und genauso leicht auch wieder mit Wasser entfernen lassen.
Die andere Ausführung sind Farbschminken auf Fettbasis. Diese festeren Stifte halten viel besser auf der Haut, sind aber für empfindliche Haut weniger zu empfehlen, denn selbst mit viel Creme ist die Farbe oft nur schwer wieder zu entfernen. Bei Wunden oder wenn die Haut sowieso schon gereizt ist, sollten Eltern besser ganz auf Totenkopfgesichter und Co. verzichten.

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„Gruselspaß & Elfenzauber“ von Peter Tronser. EMF-Verlag.

Wer noch auf der Suche nach Make-up für Halloween ist, sollte unbedingt mal einen Blick in Bücher wie „Gruselspaß & Elfenzauber“ von Peter Tronser werfen. Hier gibt es viele Anleitungen und Tipps, wie man schnell ein schaurig-schönes Halloween-Make-up für Kinder zaubert. Zum Beispiel dieses coole grüne Gruselmonster:

gruselmonster

Und mit diesen Produkten gelingt’s:

 

 

Teaser Bild: istock/DragonImages

Kindheit im Jahr 2050: Werden Computerspiele noch realistischer?

Die Entwicklung neuer Computerspiele ist eine Wachstumsbranche. Jedes Jahr gibt es Neuigkeiten und Fachleute prophezeihen, dass die Spiele noch realitätsnaher werden. Stimmt das? Wie werden Computergames für Kinder im Jahr 2050 aussehen? Wir haben Björn Schreiber dazu befragt. Er ist Referent für Medienbildung bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e. V.) und arbeitet dort an der Schnittstelle zwischen Jugendschutz in digitalen Medien und Medienbildung.

 

„World of Warcraft“ galt lange als Nerdspiel. Jetzt kommt sogar ein Film dazu in die Kinos. Wohin geht die Entwicklung?

Digitale Spielewelten haben sich seit ihrem ersten Auftreten stetig weiterentwickelt und sind inzwischen unumstrittener Teil einer – nicht nur digitalen – Kultur. Wurden sie vormals eher belächelt und einer kleinen, meist männlichen Zielgruppe zugeordnet, deren Image als Nerd wenig schmeichelhaft war, so sind inzwischen Symbole, Konnotationen und Anspielungen aus der Gaming-Welt auch in der „realen“ kulturellen Welt angekommen. Nicht erst mit der ersten Verfilmung eines Computerspiels 2001 („Lara Croft: Tomb Raider“) sind Kunst und Medien durch Computerspielästhetik – wie z.B. schnelle Schnittfolgen, Farb- und Bilderwelten – beeinflusst. Auch digitale Spielewelten selbst tragen zu der Vermischung realer und virtueller Welten bei, indem sie Themen, Erfahrungen und Bedürfnisse aufnehmen und verarbeiten. Sie stellen somit ein Spiegelbild von Zeitgeist und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen dar.
Zudem trägt die Nutzung von Onlinespielen selbst zu einer Vermischung mit der „realen“ Welt bei: Nutzer sind in Gemeinschaften oder Gilden organisiert, kommunizieren miteinander und tauschen sich auch über Landesgrenzen oder Sprachbarrieren hinweg aus.

Wird die Distanz zwischen realer und digitaler Welt generell immer kleiner werden?

Diese Grenzen lösen sich zunehmend auf. Besonders Jugendliche unterscheiden nicht mehr zwingend zwischen „real“ und „digital“. Freundeskontakte werden nach dem Schulschluss in sozialen Netzwerken oder eben in einer Onlinespiele-Community weitergeführt und somit auch als Sozial-, Kommunikations- und Lebensräume erfahren und gelebt.

Zum Thema „Lernspiele“: Könnte es sein, dass Computerspiele und -systeme irgendwann Lehrer an Schulen zumindest zum Teil ersetzen werden?

Das so genannte Game-based Learning ermöglicht – natürlich je nach Qualität des Angebotes – einen explorativen Zugang zu Wissens- und Lerninhalten. Dieser ist nicht stringent, sondern bietet zahlreiche Anreize und Methoden, ein Thema zu erschließen. Das Prinzip des Spielens ist Kindern und Jugendlichen bekannt, ermöglicht im besten Falle eine engagierte und emotionale Beteiligung und kann so die Motivation und Lernbereitschaft fördern. Das Game-based Learning sollte jedoch immer nur dann eingesetzt werden, wenn es den gewünschten Lerninhalt auch sinnvoll vermitteln kann. Doch gerade weil pädagogische Prozesse nicht linear und einheitlich verlaufen, sondern individualisiert, ist es nicht wahrscheinlich, dass Lehrer an Schulen durch Lernspiele ersetzt werden. Sie sind Ansprechpartner, Kommunikator, Vertrauensperson und Vermittler für Schüler, sodass ihre Rolle nicht durch digitale Mittel ersetzt werden kann. Lernspiele, aber auch andere digitale Tools sind vielmehr Unterstützer für Lehrer und Schüler, um sich Inhalte und Wissen zu erschließen.

Wenn Sie die aktuellen Entwicklungen betrachten und diese auf die nächsten 30 Jahre übertragen, was gibt es dann Neues?

Nicht alles, was Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“ erproben und erleben durfte, konnte bisher umgesetzt werden. Aber die derzeitigen technischen Trends und Gehversuche, besonders im bereits mehrfach erwähnten Bereich der Augmented Reality, sind Anzeichen für zukünftige Entwicklungen. Gaming wird individualisierter und auf die Bedürfnisse des einzelnen Konsumenten bezogen. Besonders Sensorentechnik, die Gefühlsregungen und Stimmungen erkennen kann, wird dazu betragen. Wenn etwa Musik und Lichtverhältnisse oder das Geschehen selbst auf den jeweiligen Nutzer und seine Gemütslage angepasst werden können, intensiviert sich so das Spielerlebnis. Dies geht über derzeitige Ansätze mit Virtual- oder Augmented-Reality-Brillen hinaus, das heißt umfasst die Gesamtheit des Spielers. Er wird sich mit allen Sinnen in die Spielewelt begeben – eine Entwicklung vom Couch-Potato zur aktiven Teilhabe und Gestaltung. Insofern ist ein Holodeck, wie wir es aus „Star Trek“ kennen, keine allzu ferne Zukunftsidee.

Illustration: Daphne Braun

Labelwatch: Maison Chaos aus Schweden

Das Kidswear-Label Maison Chaos hat eine beeindruckende Debütkollektion an den Start gebracht: sportlich, stylish, schwedisch. Keine Frage: In diesem Winter herrscht das Chaos!

Für besondere Erkenntnisse in der Chaosforschung gibt es in Schweden üblicherweise den Nobelpreis. Wer allerdings den Anspruch hat, nicht die Grundgesetze der Physik sondern die Regeln der Mode zu verändern, holt sich am besten Verstärkung und gründet ein Kindermodelabel wie Maison Chaos!

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Der erste Teil des Namens, vornehm französisch klingend, lässt auf hochwertige Stoffe, perfektionierter Verarbeitung und hoher Schneiderkunst schließen. Weil Kinder aber keine Schneiderpuppen sind, die dekoriert werden wollen, folgt die Anarchie. Denn: „Kinder sind Chaos! Und wir sind ein Modehaus für dieses Chaos.“ Chefdesigner Carl Wahlströhm weiß, wovon er spricht, er ist selbst Vater eines kleinen Sohnes. So, wie die anderen Mitglieder des Kollektivs: vier Väter, vier Monate Zeit und die fixe Idee, ein Kindermodelabel zu gründen. Ja, da erwartet man Chaos. Das Ergebnis ist jedoch ein überraschend progressives Kidswear Label und eine Debütkollektion, die sich nicht nur wegen der Konstellation ihrer Macher von der Masse abhebt. Sondern die vor allem durch die innovative Kombination von sportlichem und modernem Design für sich selber spricht.

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Klar, alle Mitglieder der Chaosbande sind nicht nur engagierte Väter, sondern ebenso Profis aus dem Modebusiness, die ihre Chaostheorie aus der Poleposition der schwedischen Modehäuser starten. Aber es geht ihnen gar nicht um den Heimvorteil oder überholte Genderdiskussionen: „Es sind immer Persönlichkeiten, die die Welt verändern, egal ob Mann oder Frau, Vater oder Mutter“. Das ist die Vision von Maison Chaos: Kinder unterstützen, ihre Persönlichkeiten stärken und ihnen den Mut geben, diese Welt zu verändern.

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Ganz schön hoch gegriffen für ein junges Modelabel? Vielleicht. Aber eine Viviennne Westwood hat sicherlich auch nicht darüber sinniert, ob sie nun den Punk-Look erfinden soll oder nicht. Oder ob der Anspruch, den Regenwald zu retten, vielleicht doch ein wenig unrealistisch ist und deswegen lieber keine „Climate Revolution“ zu initiieren. Warum sollen nicht auch Kinder durch Kleidung ein neues, besseres Selbstverständnis von sich, ihren Möglichkeiten und der Zukunft gewinnen?

Und was muss man tun, um heranwachsende Menschen darin zu bestärken, dass es nichts gibt, was sie aufhalten kann? Natürlich, ein Superheldenkostüm muss her: Leuchtschwert, Umhang und Gesichtsmaske? Fehlanzeige! Im Hause Chaos herrscht eine differenziertere Vorstellung von Leitbildern als auf der Kinoleinwand.Das Ergebnis: Voluminöse Oversize-Oberteile mit schmalen Taillen formen die Silhouette der liebenswerten Chaos-Klientele, denn die Kleinen sollen sich groß und mutig fühlen. Labels oder Logos sind hier kein Gradmesser des Selbstwertgefühls und werden deswegen höchstens dezent geprägt statt gedruckt. Wintermäntel aus Kunstpelz? Ja, die gibt es auch, aber bitte mit umgekehrtem Stoffverlauf. Ein wuscheliges Fell sieht eben viel wilder, lebendiger und kraftvoller aus.

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Originelle Details, erwachsene Designs und jede Menge Unisex, darum dreht sich alles im Futurismus-inspirierten Chaos-Universum. Zukunftsorientiert heißt aber auch, hochwertige Kleidung für folgende Generationen zu kreieren, innovative Textilien und nachhaltige Technologien zu nutzen, statt billiger Massenproduktion zu folgen. „Ich möchte Mode entwerfen, die einen tieferen Sinn hat, als nur gut auszusehen“, lautet das ernsthafte Anliegen und Erfolgskonzept von Carl Wahlström.

Ein schönes Beispiel dafür ist der rote Dufflecoat, Wahlströms Lieblingsstück der Kollektion. Hergestellt aus wasserdichter Wolle, mit Sturmbündchen an den Ärmeln und schonendem, nichtkratzenden Innenfutter ist er ein „echter Klassiker“, der die Bedürfnisse der Kinder erfüllt. Denn es geht darum, zu wissen, warum und für wen ich ein Kleidungsstück entwerf“, so der Designer. Und das entscheiden ganz nach schwedischer Tradition im Hause Chaos ganz nach Astrid-Lindgren-Tradition die Kinder selber.  Denn wenn ein Michel aus Lönneberger die Suppenschüssel stylisch und brave Hüte uncool findet – was spricht dann gegen eine unkonventionelle Kopfbedeckung?

„Ich behandle meinen Sohn genauso, wie mich,“ das ist für Carl ganz selbstverständlich“, so der Designer. Nicht, dass es sich beim Chaoskollektiv um die Neuauflage einer antiautoritären Kommune handelt: Es geht dem schwedischem Väterteam darum, Kinder als Individuen ernst zu nehmen, die ein großes Bedürfnis danach haben, der Welt zu zeigen, wer sie sind. Carl Wahlström:„Wenn Kinder ihre Kleidung selber kaufen könnten, wäre die Modewelt sehr viel bunter und vielseitiger“!

Waldemar, das Luna Knetmännchen als DIY-Anleitung

Dürfen wir vorstellen? Dies ist Waldemar, das Knetmännchen, das exklusiv für Luna von der Illustratorin Larissa Honsek entwickelt wurde.

Die in Berlin lebende Art Direktorin hat zusammen mit Michael Klein, Christoph Schuster und Johannes Schwaderer die Firma Nino gegründet, die unter anderem Schulhefte produziert. Ihr Markenzeichen: lustige Knetfiguren zieren die Cover der Hefte, die aus Ökopapier umweltfreundlich hergestellt werden. Neben den Heften hat Nino auch Boxen im Angebot, die verschiedene hochwertige Arbeitsmaterialien enthalten, mit denen Schule Spaß macht!
Aber zurück zu Waldemar. Mit der folgenden Anleitung könnt Ihr Euch den lustigen Kobold nach Hause holen…

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Benötigte Materialien:

  • Knete in verschiedenen herbstlichen Farben und weiß (hier wurde Fimo verwendet, aber es funktioniert natürlich auch mit normaler Knetmasse)
  • Ausstechform oder Küchenmesser
  • Holzrolle oder Glasflasche zum Ausrollen
  • wasserfester Stift

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02hefte-mitlogo2000Vielen Dank an Larissa von Nino für diese wunderbare Anleitung!

City Guide: 11 Tipps für Wien mit Kindern

Die Donaumetropole Wien bietet Kultur, Entspannung, Unterhaltung und Abwechslung – ein ideales Ziel für einen Familien-Trip, egal ob mit Baby, Kleinkind oder beidem. Luna-Autorin Doris Barbier hat die besten Tipps für einen Besuch in Wien mit Kindern für uns zusammen getragen.

City Guide Wien mit Kindern 11 Tipps

11 Tipps für Wien mit Kindern

In die Großstadt mit Baby oder kleinem Kind? Eine Reise nach Wien geht immer, denn die Stadt an der Donau ist ja eigentlich ein großes Dorf. Das behaupten zumindest die Wiener und irgendwie stimmt das ja auch. An jeder Ecke taucht eine grüne Oase aus dem Häusermeer auf. Die Stadt an der blauen Donau ist grün: Parks mit Spielplatz und Wiese gibt es in Wien genügend um sich auszutoben. Ideal wenn man mit Nachwuchs unterwegs ist, egal ob im Tragetuch, im Kinderwagen oder Buggy. Mit anderen Worten: In Wien ist Slow Travel angesagt. Hier sollte man sich Zeit nehmen zum Schlendern und Flanieren.

Außerdem: Wien liebt Babys – sogar im altehrwürdigen Kaffeehaus Demel, wo schon Österreichs Kaiserin Sisi ihre heiß geliebten Veilchenbonbons gekauft hat und sich noch immer die Haute Vaulée trifft, gibt es einen Wickeltisch.

Wien mit Kindern
Eines der Wahrzeichen von Wien: der Stephansdom.

ESSEN GEHEN IN WIEN

Dschungelcafé
Das Dschungelcafé ist die Lieblingsanlaufstelle aller Wiener Familien, mit eigenem Kindermenü und Kindercafé, wo sich die Kleinen aufhalten können, während die Eltern in Ruhe essen. dschungel-cafe.at

Naschmarkt
Ein Spaziergang zu einem der ältesten Märkte von Wien lohnt sich in jedem Fall! Auf dem berühmten Naschmarkt, treffen Orient und Okzident aufeinander: Kürbis aus der Steiermark, Oliven aus Griechenland, Gewürze aus Indien und ein großes Angebot an verschiedenen Schmankerln. Hier findet jeder etwas, vom Eis bis zum Würstel. Besonders angesagt ist das Neni (Naschmarkt 510, neni.at), außerdem das Naschmarkt Deli (Naschmarkt 421, naschmarkt-deli.at).

Jeden Samstag findet auf der anderen Seite der Kettenbrücke ein Flohmarkt statt. Um 6.30 Uhr geht es schon los und wer Schnäppchen ergattern will sollte früh da sein.

yamm!
Highlight in diesem vegetarischen Selbstbedienungsrestaurant ist neben dem köstlichen Essen der Spielbereich, der schon für Krabbelbabys interessant ist. Einziges Manko: Das Essen ist sehr teuer. Trotzdem ein Babymama-Hotspot.
Universitätsring 10, 1010 Wien, yamm.at

Hermes Café Restaurant Labstelle
Baby- und Kleinkindfreundliches Speisehaus mitten im Lainzer Tiergarten, wo sich die ganze Familie nach einem Spaziergang stärken kann. Geöffnet ist das Café Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 19 Uhr.
Lainzer Tiergarten, 1130 Wien, hermes-villa.at

Das Campus. Restaurant & Bar
Äußerst babyfreundliches, am Campus der Wirtschaftsuni gelegenes Lokal, wo man gemütlich essen kann, Spielzeugkiste inklusive. Außerdem ist der Campus autofrei und somit ideales Terrain für Laufanfänger – auch zum Prater mit seinen vielen Spielplätzen ist es nicht weit.
Welthandelsplatz 1, 1020 Wien, dascampus.at

FREIZEIT

Wien mit Kindern
Ein Ausflug der sich lohnt: Schloss Schönbrunn (@Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft m. b. H.; Severin Wurnig)

Kindermuseum ZOOM
Das Kindermuseum ZOOM im Museumsquartier verfügt über einen auf die motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten der Kleinen abgestimmten Spiel- und Erlebnisbereich zum Thema „Ozean“, den Babys ab acht Monaten gefahrlos erkunden können, sowie über einen hauseigenen Krabbelbereich inklusive Betreuung, Aufenthaltsraum und Fläschchenwärmer. kindermuseum.at

Badeschiff
Früher einmal war der Donaukanal eher ein notwendiges Übel in der Stadt, heute ist er eine beliebte Freizeitoase mit Radwegen, Beachvolleyballplätzen und coolen Szenelokalen. Ein Highlight ist das Badeschiff, wo man sich schnell mal eine schöne Abkühlung genehmigen kann. Und wo im Sommer geplanscht wird, trifft man sich dann im Winter zum Eisstockschießen.
Am Donaukanal zwischen Schwedenplatz und Urania, badeschiff.at

Der Prater
Wer mit etwas größeren Kinder nach Wien reist, der kommt um den traditionellen Freizeitparkbesuch nicht herum. Das Riesenrad (wienerriesenrad.com) ist nach dem Stephansdom Wiens zweites Wahrzeichen. Die Fahrt in den großen Holzkabinen geht nur langsam voran, dauert darum ungefähr eine Viertelstunde und zeigt einen schönen Blick auf Wien. Aber es gibt natürlich auch die modernen Fahrgeschäfte wie die berühmt berüchtigte „Schwarze Mamba“ (nur für Große und Hartgesottene), verschiedene Geisterbahnen, ein traditionelles Kettenkarusell, Autoscooter, Cartbahnen und natürlich die klassische „Wilde Maus“. Eingekehrt wird nach so viel Action im Schweizerhaus (schweizerhaus.at), wo man sich mit einer Schweinshaxe oder anderen typischen Biergartenspezialitäten stärken kann.
In der Hauptsaison 15. März bis 31. Oktober, täglich ab 10 Uhr und (je nach Witterung) bis 24 Uhr geöffnet.

Schloss Schönbrunn
Also wenn schon Spazierengehen, dann doch bitte so kaiserlich wie Sisi. Im Schloss Schönbrunn haben die Kinder viel „Auslauf“ und können sich so richtig schön austoben. Der barocke Schlosspark ist gerade im Frühjahr und Sommer ein optisches Highlight. Im Kindermuseum Schönbrunn erfahren die jungen Besucher, wie es sich als kaiserliche Hoheit so gelebt hat, wie es um die Hygiene bestellt war oder wie man sich beim Essen benehmen musste. Es gibt lustige Perücken zum Ausprobieren, verschiedene Spieltische und allerlei Wissenswertes über das Leben im Schloss.

Auf dem Schlossgelände findet sich außerdem ein Labyrinth (kreiert nach historischem Vorbild, allerdings kostenpflichtig) und ein Abenteuerspielplatz mit vielen spannenden Spielstationen. Wer dem noch eins draufsetzen will, der geht in den Tiergarten Schönbrunn. Im ältesten Zoo der Welt (eröffnet 1752) gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel das Polarium mit Pinguinen und Robben, das Aquarien- und Terrarienhaus und das Regenwaldhaus. In der Orang.erie wohnen die Orang-Utans, die sich von hier aus auch ins Freie schwingen können. Am besten reserviert man die Tickets bereits online (unter zoovianna.at), denn der Besucherandrang an der Kasse ist oft groß.

Museumsquartier
Hier gibt es Kunst von Weltrang: Im Museumsquartier (kurz MQ) finden sich die Kunsthalle, das Leopold Museum und das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig – der Place to be für Menschen, die sich für moderne Kunst und Design interessieren also. Kinder werden das vielleicht etwas langweilig finden, nicht aber den Hof, wo immer etwas los ist, wo im Sommer mal DJs auflegen oder Tonkünstler sich ausprobieren. Großzügige hölzerne Loungemöbel sind ideal für eine relaxte Pause, man kann aber auf dem Hof auch prima eine Runde Fangen spielen oder in einem der umliegenden Cafés auf ein Eis oder ein Stück Kuchen einkehren. Wer’s deftiger mag geht in den schönen Gastgarten vom Glacis Beisl und gönnt sich ein original Wiener Schnitzel.
Museumsplatz 1, das Areal ist rund um die Uhr frei zugänglich.

Wien mit Kindern
Treffpunkt für Kunstinteressierte und Stadtbummler: das Museumsquartier.

HOTELS IN WIEN MIT KINDERN

Magdas Hotel
Das Boutiquehotel liegt direkt am Prater. 80 Prozent der Angestellten sind ehemalige Flüchtlinge. Die originelle Einrichtung, ein Mix aus Vintage und Shabby Chic, stammt vom Architekturkollektiv AllesWirdGut. Große Terrasse, Bücherecke, Restaurant und alles mit Blick aufs berühmte Riesenrad.
Laufberggasse 12, 1020 Wien, magdas-hotel.at

Meininger Hotels
Sehr praktisch für Familien, denn es gibt günstige Zimmer mit 3-8 Betten. Neben einer Spielecke für die Kinder stehen außerdem eine Gästeküche zur Verfügung, falls mal schnell ein Fläschchen oder Kindermenü angewärmt werden sollen. Außerdem hat es Waschmaschine und -trockner.
Rembrandtstr. 21, 1020 Wien meininger-hotels.at

 

 

Doris Barbier, @Doris Barbier

Doris Barbier hat für uns die Wien-Tipps recherchiert. Sie lebt zwar seit 15 Jahren in Paris, kommt aber immer wieder und immer wieder gern in die Heimat zurück. Mehr zu Doris findet ihr auf dorisdailyparis.blogspot.de.

 

 

 

 

 

Bilder: Stefan Steinbauer, unsplash; Shutterstock (2), Doris Barbier (1); Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft m. b. H.; Severin Wurnig; privat (2), gettyimages

Henning Baum als Direktor auf „Burg Schreckenstein“

In der Internatskomödie „Burg Schreckenstein“ schlüpft Henning Baum („Der letzte Bulle“) in die Rolle des Schulleiters Direktor Rex. Im Interview verrät uns der sympathische Schauspieler und Vater von drei Kindern, welche Streiche er seinen Lehrern früher gespielt hat, ob er gern zur Schule gegangen ist und wie die Dreharbeiten auf der historischen Burg Taufers waren. „Burg Schreckenstein“ startet am 20. Oktober 2016 in den Kinos.

In „Burg Schreckenstein“ spielen Sie den Schulleiter des Internats. Wie sind Ihre Erinnerungen an Ihre eigene Schulzeit? 

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Direktor Rex (Henning Baum, links) und seine Jungs auf Burg Schreckenstein (© 2016 Concorde Filmverleih)

Ich bin jeden Tag sehr gerne in die Schule gegangen. Ich habe gern zugehört und mich vor allem darauf gefreut, meine Freunde zu sehen. Da war ja auch immer einiges los, auf dem Schulhof, im Klassenzimmer, nach dem Unterricht. Wir haben viel gelacht und natürlich auch Streiche gespielt und Blödsinn gemacht. Aber ich war auch ein konzentrierter Schüler. Besonders Geschichte hat mich interessiert, und für den Umgang mit Sprache habe ich mich begeistert. Wir haben regelmäßig Gedichte rezitiert, das fand ich toll. So richtig lange Balladen von Schiller…super! Und ich habe gerne Sport gemacht. Mir war der Sportunterricht in der Schule fast zu wenig, ich wollte mich immer austoben.

„Du kommst aufs Internat!“ klingt zunächst wie eine Drohung, auch für Stefan (Maurizio Magno) im Film. Haben ihre Eltern Ihnen auch mit Internat gedroht?

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Mama Melanie (Jana Pallaske, links) bringt ihren Sohn Stefan (Maurizio Magno) ins Internat (© 2016 Concorde Filmverleih)

Klar (lacht). Meine Mutter hat mehr als einmal zu mir gesagt „Du kommst ins Erziehungsheim“. Das klang natürlich abschreckend und sollte ein Druckmittel sein, das aber nicht viel geholfen hat.

Zum Glück erweist sich die Burg Schreckenstein als gar nicht so schrecklich, und der Direktor ist ein entspannter Typ. Was gefällt Ihnen an der Figur?

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„Burg Schreckenstein“, ab 20.10.2016 im Kino (© 2016 Concorde Filmverleih)

Der Direktor, Rex, wie ihn seine Schüler nennen, ist wirklich ein cooler Typ, das hat mir gut gefallen. Er gibt den Jungs Freiraum, aber er gibt ihnen auch Verantwortung, mit der sie dann umgehen müssen – und auch mal scheitern. Er weiß, dass Dummheiten dazugehören, und natürlich ist er auch mal sauer. Aber er ist ein liberaler Geist, der bei Kindern lieber auf Eigenverantwortung setzt als auf disziplinarische Maßnahmen, weil er weiß, dass man gerade aus Fehlern lernt und seine Grenzen austesten muss.

Haben Sie als Schüler ihren Lehren auch Streiche gespielt? 

Wir haben früher jede Menge Streiche gespielt, nicht nur den Lehrern, auch wir Schüler untereinander. Natürlich ging es erstmal darum, sich möglichst nicht erwischen zu lassen! Und wenn man dann doch erwischt wurde – klar, dann gab es auch Sanktionen. Strafarbeiten schreiben, im Schulgarten Unkraut jäten und so weiter. Von älteren Mitschülern gab es auch mal auf die Mütze. Aber das gehörte eben dazu (lacht). Wenn man etwas ausgefressen hatte, musste man es auch auslöffeln.

Rex verkörpert eine liberale Erziehungshaltung, seine Kollegin Frau Dr. Horn (Sophie Rois) setzt auf Disziplin und Autorität. Sie haben drei Kinder. Welchen Erziehungsstil versuchen Sie umzusetzen?

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Sophie Rois spielt die Direktorin des Mädcheninternats Rosenfels (Foto: © 2016 Concorde Filmverleih/Christian Hartmann)

Ich halte es für enorm wichtig, dass Kinder ihre Grenzen ausprobieren, dass sie ihren Kampfgeist erproben und ihren Freiheitswillen ausleben. Gerade Jungs müssen sich auch austoben können! Das wird ihnen inzwischen aber fast schon abtrainiert. Wenn sie raufen, geht gleich einer dazwischen, der Schulpsychologe wird eingeschaltet oder es wird ADHS diagnostiziert. Aber seine Kräfte zu messen, auch mal einzustecken – das gehört dazu, um Kinder stark und mutig zu machen. Kinder wollen die Welt erobern! Wenn man sie ständig überbehütet, führt das nur zu einer Verluschung, die ich nicht für gesund halte. Kinder wollen sich ausprobieren – das geht nicht nur online oder über das Smartphone. Dazu muss man ihnen Freiheit lassen. Das geht nur mit Vertrauen in ihre eigene Stärke und ihre eigene Verantwortung – nicht mit permanenter Kontrolle.

Gedreht wurde „Burg Schreckenstein“ vergangenen Herbst, unter anderem auf der Burg Taufers in Südtirol. Wie hat es Ihnen dort gefallen? 

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Drehort: Burg Taufers in Südtirol (Foto: © 2016 Concorde Filmverleih)

Ich kann mich noch gut an die Dreharbeiten erinnern – das war eine tolle Zeit und ganz wunderbare Locations. Wir haben an verschiedenen Orten gedreht, unter anderem in Südtirol auf der wirklich beeindruckenden Burg Taufers. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, und ich bin nach Drehschluss oft noch mit meinem Rucksack losgewandert, bis zur Schneegrenze oder sogar weiter, und habe die Aussicht genossen und die Sterne angeschaut. Das war wirklich sehr schön. Ich hatte als Kind schon eine Vorliebe für Burgen und Ritter und war ständig auf irgendwelchen Burgen. Das fasziniert mich bis heute.