Warum der Film „Vaxxed“ so gefährlich ist

Seit wenigen Wochen läuft die Kinotour des Filmes „Vaxxed“ in Deutschland. Doch in dem Dokumentarfilm werden gefährliche Unwahrheiten verbreitet. Zum Beispiel, dass Autismus durch Impfschäden hervorgerufen wird. Ein Gerücht, das von Medizinern längst wissenschaftlich widerlegt wurde.

Der Macher des Films „Vaxxed“, Andrew Wakefield, ist in Großbritannien eine umstrittene Persönlichkeit. Für Impfgegner ist er eine Galionsfigur, für ernsthafte Mediziner ein Scharlatan, der bereits entlarvt wurde. 2010 wurde Wakefields Approbation als Arzt offiziell entzogen. Seitdem sieht er sich als angebliches Opfer des „medizinisch-industriellen Komplexes“, der sich gegen ihn verschworen habe.

In dem Dokumentarfilm versucht Wakefield darzulegen, dass die Dreifachimpfung gegen Mumps, Masern, Röteln das Risiko an Autismus zu erkranken erhöht. Dazu zitiert er eine Studie aus dem Jahr 1998 die nicht nur widerlegt wurde, sondern die manipulierte Daten enthält.

Der Film „Vaxxed“ sollte eigentlich bereits letztes Jahr im April beim Tribeca Filmfestival gezeigt werden. Robert de Niro, einer der Gründer des Festivals, hatte sich sehr für die Dokumentation eingesetzt. Hintergrund ist, dass sein Sohn Elliot (18) an Autismus erkrankt ist. De Niro erklärte damals, er wolle mit dem Filmbeitrag die Diskussion anregen. Doch innerhalb weniger Stunden sorgten Wissenschaftler, Journalisten und andere Dokumentationsfilmer für einen Shitstorm gegen Wakefields Machwerk, was schließlich dazu führte, dass die Festivalleitung die Dokumentation wieder aus dem Programm gestrichen hat.

 

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Lässige Väter: Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz

Für die Fortsetzung des Kultfilms „Lammbock“(„Lommbock“, seit 23. März 2017 im Kino) standen Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz nach 15 Jahren wieder gemeinsam vor der Kamera. Wir haben die beiden sympathischen Schauspieler zum Interview getroffen und mit ihnen über das Vatersein, liberale Erziehung und ihren Musikgeschmack gesprochen.

Luna: Wie kam es zur Fortsetzung von „Lammbock“ und warum hat es so lange gedauert?

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Wieder zurück in ihrem alten Pizzaladen, der inzwischen ein Asia-Imbiss ist: Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) Foto: Wild Bunch Germany

Lucas Gregorowicz: Ich glaube, wenn man einen zweiten Teil von so einem Film machen will, dann braucht man einen triftigen Grund und eine wirklich gute Geschichte. Denn es gibt sehr viele Leute, die den ersten Film lieben, und die will man nicht enttäuschen. Und es hat tatsächlich so lange gedauert, bis es wieder etwas Spannendes zu erzählen gab. Es musste eben erst ein gutes Drehbuch kommen, und das kam zum Glück. Und dann haben auch fast alle, die beim ersten Film dabei waren, zugesagt.

Moritz Bleibtreu: Nach dem ersten Teil haben wir uns schon eine Fortsetzung gewünscht, weil es wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Aber das war damals ja Christian Züberts allererster Film, und der wollte sich danach auch erst einmal ausprobieren als Regisseur. Außerdem mussten wir wirklich warten, bis es wieder etwas zu erzählen gab über die beiden. Nur einen müden Aufguss oder eine Aneinanderreihung von Kifferanekdoten – das wäre dem ersten Teil nicht gerecht geworden. Deshalb hat es eben 15 Jahre gedauert. Und jetzt haben wir den Film mit genau dem gleichen Spirit und Elan und Spaß gemacht wie beim ersten Teil.

Sich nach 15 Jahren wiederzutreffen ist auch eine spannende Sache, in dieser Zeit passiert wahnsinnig viel. Geht ihr denn privat auf Klassentreffen oder habt noch Kontakt zu ganz alten Freunden von früher?

Lucas Gregorowicz: Nein, gar nicht. Es gibt natürlich Freunde, und gelegentlich trifft man auch noch Bekannte von früher. Aber mir geht es dann eher so, dass ich denke, es gibt auch meistens einen Grund, warum man mit denen nicht mehr so viel zu tun hat (lacht). Treffen nur aus Sentimentalität sind mit eigentlich eher ein Graus.

Moritz Bleibtreu: Mein Freundeskreis ist mehr oder weniger der gleiche, seit ich fünfzehn, sechzehn bin. Das war damals ein sehr kleiner Kreis und ist heute noch ein kleiner Kreis. Natürlich sind später viele neue Freunde hinzugekommen, auch durch den Beruf. Aber die Freunde von früher, mit denen man durch die Pubertät gegangen ist, mit denen man Dinge durchgestanden hat, die ersten Frauengeschichten, Partys und so weiter – das sind bei mir immer noch die selben. Ich empfinde das auch als Glück, so enge, langjährige Freunde zu haben, mit denen man gemeinsam erwachsen geworden ist. Das schweißt extrem zusammen.

Stichwort Pubertät: Im Film hat Kai einen Stiefsohn im Teenageralter, Jonathan, mit den typischen Problemen, die das Alter so mit sich bringt. Wie sieht es mit eurer Vorbildfunktion für eure Kinder aus?

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Seit 23. März 2017 im Kino: „Lommbock“ von Christian Zübert, Foto: Wild Bunch Germany

Moritz Bleibtreu: Ich weiß natürlich um die Vorbildfunktion, die ich für meinen Sohn habe. Trotzdem bin ich auch ein Mensch mit Fehlern, ich bin nicht perfekt. Es geht mir gar nicht so sehr darum, ihm irgendwelche starren Wertvorstellungen zu vermitteln. Es geht einfach um das, was man im Alltag vorlebt. Und da versuche ich, so normal und locker und ehrlich wie möglich zu sein und mich nicht zu verstellen. Natürlich ist es nicht cool, wenn mein Sohn mich beim Rauchen auf dem Balkon sieht. Aber ich will das auch nicht vor ihm verstecken. Kinder sind schlau, die finden Sachen sowieso raus. Kinder hören nicht, die sehen. Wenn ich drei Tage hintereinander mit der Schachtel vor die Tür gehe, dann sehen die das und schnallen das schon mit zwei. Kinder sehen, was ihre Eltern machen. Und ich habe Fehler, die mache ich sicher auch als Vater. Ich bin nicht perfekt.

Das komplette Interview mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowic lest ihr in der Luna 62. Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.

Sliderfoto: Wild Bunch Germany

Buchtipps für Abenteuerlustige

Zeit für Abenteuer! In unseren Lesetipps geht es diesmal um tapfere Muskeltiere, um einen seltsamen Besuch, eine Mutmach-Liste und eine Geschichte über einen frechen Affen…

Krause_UDie_Muskeltiere_03_174703Die Muskeltiere und Madame Roquefort

Ein Brand in einem Nachbarhaus bringt das Leben der vier kleinen Muskeltiere ganz schön durcheinander. Tapfer retten sie die charmante Mäusedame Madame Roquefort. Doch in der Zeit in der die verletzte Besucher-Maus zusammen mit den Muskeltieren in der gemütlichen Höhle unter dem Feinkostladen wohnt, gerät die Freundschaft der vier ganz schön ins Wanken. Vor allem der gemütliche Picandou verändert sich sehr und hat plötzlich nur noch Augen für die hübsche Madame Roquefort. Die Ratte Josephine Gruyere sieht das mit Skepsis und Misstrauen. Und tatsächlich: Sie soll recht behalten. Madama Roquefort ist nicht die, die sie vorgibt zu sein und bringt die Muskeltiere in arge Schwierigkeiten.
Hamster Bertram von Backenbart, die Mäuse Pomme de Terre und Picandou und Rattendame Josephine Gruyere erleben bereits ihr drittes gemeinsames Abenteuer. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Geschichte ebenso spannend wie die beiden vorherigen Bände. Die Serie darf also ruhig noch ein paar Folgen mehr bekommen.
Von Ute Krause, erschienen bei cbj für 14,99 Euro.

Pipi, der kleine rosarote Affe

u1_pipi-der-kleine-rosarote-affe_cmyk Carlo Collodi kennen wir alle als Erfinder und Autor von Pinocchio. Gleich nach diesem Buch schrieb Collodi die Geschichte des kleinen Affen Pipi. Auch diese Hauptfigur zeichnet sich vor allem durch Ungehorsam und einen Hang zum Schwindeln aus. Und wie Pinocchio erlebt der kleine rosarote Affe die unglaublichsten Abenteuer. Er begegnet unter anderem einem furchteinflößenden Räuberhauptmann und einem türkisfarbenen Kaninchen. Illustrationen von Axel Scheffler („Grüffelo“) übersetzen die Figur des kleinen Pipi in die Jetztzeit. Jedoch hat der Klassiker alles, was ein gutes, phantasievolles Kinderbuch braucht – und ist längst nicht so gruselig wie die Geschichte von Pinocchio stellenweise ist.
Von Carlo Collodi mit Illustrationen von Axel Scheffler, erschienen bei Jacoby & Stuart für 13 Euro. 

Otto und der keine Herr Knorff

Schomburg_AHerr_Knorff_01_v3_172281Besuch ist ja eine schönes Sache, aber wenn der Gast einen Ordnungswahn hat, dann wird es kompliziert. Der kleine Herr Knorff ist eigentlich so froh, endlich das wilde Knorffien verlassen zu können. Dort ist Unordnung ein Lebensprinzip und alle sind ruppig zueinander. Bei den Menschen muss doch alles viel besser und schöner sein, denkt Herr Knorff. Doch er landet bei Otto – ausgerechnet. Dessen Familie ist schön chaotisch. Otto ist über den Gast gar nicht verwundert, aber sehr genervt. Es dauert eine ganze Weile, bis die beiden erkennen, dass sie sich doch gegenseitig helfen können.
Die Idee des Buches einen Besucher aus einer anderen Welt zu empfangen ist nicht neu, birgt aber eigentlich immer Stoff für witzige Situationen. Doch die Figur des Herrn Knorff bleibt etwas holzschnittartig. Soll man den kleinen Mann nun mögen oder doch zu spießig finden? Auch der Erzählfluss könnte stellenweise ein wenig mehr Fahrt aufnehmen. Da das Buch als Reihe gedacht ist, kommt das vielleicht noch in den Folgebänden.
Von Andrea Schomburg mit Illustrationen von Stefanie Reich, erschienen bei cbj für 9,99 Euro.

Wolfrum_Spitzer_25493_MR.inddLeon zeigt Zähne

Leon ist gar nicht wie sein Name. Der bedeutet „Löwe“, aber Leon fühlt sich meist wie eine Maus. Er kann einfach nicht anders, er steht lieber in der zweiten Reihe. Klar möchte er gern mit den anderen in der Pause Fußball spielen, aber er traut sich nicht. Ständig schnappen ihm die anderen die besten Chancen vor der Nase weg, nur weil er lange braucht bis er einmal etwas sagt – wenn er überhaupt einmal etwas sagt. Leon spürt: Das muss sich ändern. Sein Leben muss sich ändern. Eine Zeitschrift von Oma hat genau den richtigen Tipp für ihn: „Mit gezieltem Training den Charakter verändern!“. Genau das ist es! Und weil Papa fast genauso schüchtern ist wie Leon, machen sie zusammen gleich eine Liste mit Vater-Sohn-Mutproben. Zusammen geht es schließlich viel leichter…
Ein witziges und unterhaltsames Vorlese oder Lesebuch für Kinder zwischen sieben und neun Jahren. Auch wer nicht ganz so schüchtern ist wie Leon, wird doch einige Situationen aus dem Alltag und aus der Schule kennen. Schließlich hat jeder einmal Angst, sich etwas zu trauen. Auch Erwachsene, wie man an Leons Papa sieht.
Von Silke Wolfrum mit Illustrationen von Katja Spitzer, erschienen im Hanser Verlag für 12 Euro. 

Weitere Buchtipps findet ihr hier.

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Die schönsten Fahrradtouren mit Kindern

Auch wenn wir noch auf die warmen Tage warten, wir sind uns sicher: Der Frühling ist auf dem Weg. Das Fahrrad schon mal aus dem Keller holen können wir auf jeden Fall. Denn was ist schöner als der erste gemeinsame Fahrradausflug des Jahres mit der ganzen Familie? Wir haben ein paar Vorschläge:

1. Hamburg
Das Naturschutzgebiet Boberg ist mit der großen Wanderdüne eine der schönsten Orte Hamburgs. Über den Billewanderweg gelangt man direkt in das Naturschutzgebiet in dem man fast ungestört fahren kann. Das absolute Highlight sind natürlich die Dünen gefolgt von dem Boberger Kiessee, wo man an heißen Tagen auch mal kurz reinspringen und sich abkühlen kann. Im übrigen kann man vom Billwerder Billdeich auch ganz prima wieder zur Haltestelle Mittlerer Landweg radeln, falls müde Radfahrer doch lieber bequem mit der S-Bahn zurück in die City wollen.
Die interaktive Karte der Tour gibt es hier.

2. München
Eine schöne, ruhige und einfache Tour für die ganze Familie ist die Strecke durch den Hirschgarten bis zum Schloss Blutenbrug. Ihr startet von der S-Bahn-Station „Hirschgarten“ aus, auf der Neuhauser Seite und durchquert den Garten, in dem unter anderem ein tolles Kinderkarusell steht und verschiedene Spielplätze. Bei hohen Temperaturen können die Kleinen sich auch auf einem Wasserspielplatz im südlichen Teil erfrischen, bevor es Richtung Obermenzing geht. Durch eine Unterführung  schlängelt man sich durch ruhige Straßen und Parks bis zum Schloss Blutenburg. Eine easy Tour auch für Kinder mit vielen Spielplätzen unterwegs.

Eine Routenbeschreibung der Strecke gibt es hier.

3.  Frankfurt am Main
Ab zum Badesee Schultheiss Weiher, der auch im noch kühleren Frühling immer einen Ausflug wert ist. Startpunkt ist Frankfurt Ostend am Zoo. Von hier geht es durch den beliebten GrünGürtel, mit vielen Denkmälern, großen Weihern, alten Baumbeständen und Kinderspielplätzen. Dann wird man mit der Rumpenheimer Fähre auf die andere Seites des Mains rüber gesetzt und ist schon fast da.

Eine Routenbeschreibung der Strecke gibt es hier.

4.  Berlin
Mitten durch den Wald, vorbei an einsamen Waldseen bis zur Therme in Templin. Startpunkt ist das Joachimstal. Unterwegs kommt man an mindestens drei Badeseen (Krummer See, Großer Gollinsee, Lübbesee) vorbei sowie dem Biorama Turm in Joachimstal. Der Besuch in der  Therme Templin am Ende der knapp 30 km langen Tour macht schließlich auch die größten Nörgelgeister glücklich.

Eine Routenbeschreibung der Strecke gibt es hier.

5. Karlsruhe
Von der Wildparkstadion geht es die meiste Zeit den Pfinzkanal entlang bis zum Vogelpark in Neureut. Dabei werden die Orte Rintheim, Hagsfeld  und Grötzingen mit einem wirklich gemütlichen Dorfkern durchkreuzt. Im Sommer finden hier ein Künstlermarkt statt.

Eine Routenbeschreibung der Strecke gibt es hier.

Titelbild: unsplash

Ordnung halten leicht gemacht – 5 Tipps für den Familienhaushalt

Aufräumen in einem Haushalt mit zwei Kindern: Gibt es ein besseres Beispiel für Sisyphus-Arbeit? Ein sogenannter Ordnungsservice klingt als Antwort darauf verheißungsvoll: Jemand der diskret und unkompliziert bei mir aufräumt. Wir haben das Angebot getestet, und 5 Tipps für euch mitgenommen!

Frau Rodekohr von ordnungsservice.com erklärt mir am Telefon, dass sie meistens acht Stunden bei ihren Kunden verbringe, um gemeinsam mit ihnen so richtig aufzuräumen. Acht Stunden aufräumen? Ich kriege Schweißausbrüche und suche nach Erklärungen, warum ich nur einen halben Tag Zeit hätte, murmele was von „zwei Kinder“ und „berufstätig“ – eine Ausrede, die sie natürlich messerscharf entlarvt mit dem Einwand, dass ich das doch im Rahmen eines Artikels machen würde. Na gut, dann also ein achtstündiger Aufräummarathon – ich gebe mich geschlagen und wir vereinbaren einen Termin. 

Einmal aufräumen, für immer Ordnung?

In meiner Naivität träume ich, diese Frau werde so gründlich bei uns aufräumen, dass es nie wieder nötig sein würde, selber Hand anzulegen. Ein System schaffen und so. Aber dann denke ich an meine beiden Kinder und diese Traumvorstellung verpufft ganz schnell. Dauerhafte Ordnung ist mit Kindern einfach unmöglich, da kann mir einer noch so beharrlich sein geschniegeltes Instagramprofil unter die Nase reiben. 

Chaos im Kinderzimmer

Als sie da ist, gehen wir durch die Zimmer – und obwohl im Kinderzimmer das gewohnte Spielchaos herrscht, findet es Frau Rodekohr gar nicht so schlimm. „Immerhin hat Ihr Sohn Platz, um sich auszubreiten. Richtig schlimm ist es, wenn Kinder so viel Spielzeug besitzen, dass kein Platz zum Spielen bleibt.“

In unserem Schlafzimmer geht es dann richtig los: Wir fangen mit dem Kleiderschrank an. Alles wird ausgeräumt und landet in grob geordneten Haufen auf dem Bett. Von Grob nach Fein, das ist das einfache, aber effektvolle Prinzip, nach dem aufgeräumt wird. Oberteile auf einen Haufen, Unterteile auf den anderen. Dann trennen wir nach Pullovern, T-Shirts und Tops. Ich bekomme gezeigt, wie man Socken und Strumpfhosen platzsparender faltet, und fürs Auge sortieren wir alles, was hängt und liegt, nach Farben. Ich bezweifle zwar, dass ich dies beibehalten werde, aber das Ergebnis ist super. Erst beim Zusammenfalten entscheide ich übrigens, ob etwas weg kann oder nicht.

Ordnung halten mit Kindern

Mit dem Schreibtisch verfahren wir ähnlich. Frau Rodekohr zieht eine Schublade auf. „Ich nenne sie auch die Schublade des Grauens!“, witzele ich etwas beschämt. „So eine hat jeder!“, beruhigt mich Frau Rodekohr. Wie schon beim Kleiderschrank breiten wir jetzt den gesamten Inhalt auf dem Bett aus und sortieren nach Papier und Nicht-Papier. Dann in große Dokumente und kleine. „Die meisten Leute scheitern beim Aufräumen daran, dass sie zu viel nachdenken“, so meine Ordnungshelferin. „Bei jedem Stück Papier, das sie in die Hand nehmen, wägen sie erst einmal ab, ob es in den Müll kann oder nicht. Es ist aber viel sinnvoller, dies erst am Schluss zu tun.“

Ein weiterer wichtiger Tipp: sich nicht zu unrealistische Ziele setzen. Vielleicht reichen jeden Tag 15 bis 20 Minuten, um das Gröbste zu erledigen. Oder man nimmt sich am Wochenende nur mal die eine Schublade vor, die ausgemistet wird. Sehr zügig sortieren wir den Schreibtischinhalt weiter, bis auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Der ganze Papierkram sei übrigens selbst bei sehr ordentlichen Leuten oft ein Problem. Ich freue mich vor allem über einige leere Notizbücher, die zum Vorschein kommen.

Minimalismus ist im Trend

Bei all dem Aufräumen reden wir viel über ihre Erfahrungen und Beobachtungen und sinnieren über den Stellenwert, den Ordnung im Leben einnimmt. „Ich bin sehr viel in Facebook-Gruppen unterwegs, in denen sich Leute mit Ordnung beschäftigen, und beobachte dort einen zunehmenden Wunsch nach Minimalismus. Die Leute schmeißen weg und wollen sich von der vermeintlichen Last des Besitzes befreien.“ Allerdings liege das Problem ja schon darin, dass man einfach von vornherein viel zu viel besitze. Sich dann von Dingen zu trennen, sei nicht wirklich Minimalismus, denn wir entsorgten das Alte meist nur, um etwas Neues anzuschaffen. Alles ist ja so günstig wie noch nie, ständig gibt es Updates und neue Versionen von Produkten, die wir bereits besitzen. Kaum jemand trägt noch Kleidung auf oder benutzt einen Mixer, bis er nicht mehr funktioniert.

Natürlich fördern auch die sozialen Netzwerke den allgemeinen Optimierungswahn. In der Facebook-Gruppe „Organized Home – Ordnung schafft Freude“ geben sich die Mitglieder Tipps in Sachen Ordnung und spornen sich gegenseitig mit Bildern ihrer wahnsinnig gut sortierten Küchenschränke an. Wesentlich stylisher, aber meist auch etwas weltfremder geht es dagegen bei Instagram zu. Das Hashtag #decluttering (Entrümpelung) hat dort 50.122 Beiträge, das Hashtag #newin (neu gekauft) sage und schreibe 2.171.048 Beiträge. 

Hier sind für euch 5 Tipps, wie ihr in einem Haushalt mit Kindern Ordnung halten könnt:

1. Von Grob nach Fein

Sucht euch einen Ort (Fußboden oder Bett) auf dem ihr zum Beispiel den Inhalt der Schreibtischschublade ausleeren könnt. Dann sortiert ihr in Kategorien von grob nach fein. Erst Papiere von allem anderen trennen, dann diese Haufen wieder sortieren – bei Papier in DIN A4 Blätter und Quittungen trennen und so weiter. Im Kleiderschrank sortiert ihr erst in Unter- und Oberteile und dann zum Beispiel in Röcke und Hosen. Immer solange, bis die Haufen übersichtlich genug sind für euch. Dann könnt ihr ausmisten oder alles wieder geordnet einräumen.

2. Übersichtliche Einheiten wählen

Sich übersichtliche und machbare Ziele zu setzen, funktioniert viel besser, als das Vorhaben „morgen mal die ganze Wohnung aufzuräumen“. Gerade mit Kindern ist so ein Vorgehen viel realistischer. Nehmt euch lieber jeden Tag etwas Zeit, um verschiedene kleinere Aufgaben zu erledigen. Auch sehr gut funktioniert die „1-Minute-Regel“: Wenn eine Aufgabe in ungefähr einer Minute zu erledigen ist, einfach sofort machen! So wird die ganze Arbeit in übersichtliche Häppchen portioniert.

3. Fußboden frei halten

Fangt beim Aufräumen mit dem Fußboden an. Schnappt euch einen Wäschekorb und sammelt erst mal alles auf, was rumliegt. Eine Wohnung wirkt direkt viel aufgeräumter, wenn der Fußboden frei ist. Das heisst, alle Gegenstände sollten auch dauerhaft einen Platz im Schrank oder an der Wand finden. Im Kinderzimmer sollten größere Spielzeuge oder Bücher auf niedrigen Regalen stehen. So kann euer Kind sie erreichen, aber der Fußboden bleibt frei!

4. Immer wieder ausmisten

Weniger Dinge bedeuten weniger Chaos – ziemlich logisch, oder? Wichtig ist hierbei, dass man das Ausmisten nicht als Großprojekt plant. Das überfordert und ist meistens nicht einzuhalten, siehe Punkt 2. Aufräumguru Marie Kondo empfiehlt, sich dem Ausmisten und Aufräumen thematisch zu widmen, und nicht nach Zimmern. Zum Beispiel sammelt ihr alle Bücher aus allen Zimmern ein und fangt dann an auszusortieren. Nur dann merkt man auch oft, wovon man wirklich zu viel hat.
Bevor ihr etwas in einer Schublade verstaut, solltet ihr euch fragen, ob ihr es wirklich aufbewahren wollt. Auch im Kleiderschrank immer mal wieder einzelne Teile raussuchen, die nicht mehr getragen werden. Mit eurem Kind könnt ihr verabreden, dass immer wenn etwas Neues ins Kinderzimmer einzieht, etwas anderes in die Flohmarktkiste wandert.

5. Zusammen aufräumen ist leichter!

Mit Kleinkindern im Haushalt ist es wohl einfacher, das einer der Partner die Kinder beschäftigt, während der andere aufräumt. Ansonsten gilt: zusammen macht es einfach mehr Spaß, ob mit dem Partner oder mit Kindern. Helft eurem Kind beim aufräumen oder bittet es, euch zu helfen. Wäsche aufhängen oder saugen – ein paar leichte Tätigkeiten können Kinder schon übernehmen, und irgend etwas macht jedes Kind ganz gerne.

Übrigens: Seit Januar 2019 präsentiert Netflix das neue Format „Aufräumen mit Marie Kondo„. In verschiedenen Folgen präsentiert die japanische Ordnungsexpertin wertvolle Tipps für das richtige Aufräumen mit Familie und Kindern. Wir haben einige Tricks ihrer KonMarie Methode für euch zusammengefasst.

Wie funktioniert die KonMari Methode?

Eigentlich ganz simpel: Wir behalten nur das, was uns wirklich glücklich macht und Freude bereitet. Der Rest wird weggeworfen. Der gesamte Prozess sollte dabei für einen Familienhaushalt maximal ein halbes Jahr andauern und nach einer bestimmten Reihenfolge bzw. bestimmten Kategorien erfolgen:

Kleidung – Bücher – Papierkram – Sonstiges – Erinnerungsstücke

Fotos: Andrej Dallmann, LÄSSIG PR

Seife selber machen: Anleitung für eine einfache Blütenseife

Feste Seife ist im Zuge der Zero-Waste-Bewegung wieder voll im Trend! Und man kann Seife auch ganz einfach selber machen. Dies ist eine schöne Beschäftigung mit Kindern und eine wunderbare Idee für ein handgemachtes Geschenk. In unserer Anleitung wird die Seife ganz einfach von Hand geformt, ohne das übliche Sieden. Man benötigt deshalb nur sehr wenig Zubehör und auch schon Kleinkinder können mitmachen!

In dem Buch „Wildes Naturhandwerk“ von Sabine Simeoni gibt es allerhand Bastelanleitungen. Alle haben etwas mit Natur zu tun, die Anleitungen sind nach Jahreszeiten geordnet und vertreiben sofort Langeweile. Wir haben uns die Bastelanleitung für hübsche Blütenseifen ausgesucht.

Mit Kernseife lassen sich wunderschöne Seifen herstellen. Kleinere Kinder können diese einfachen Seifen schon gut selbstständig herstellen und widmen sich mit großer Begeisterung dem Kneten und Formen der duftenden Waschstücke.

Feste Seife selber machen ohne sieden

Normalerweise wird Seife aus Ölen oder Fetten und Natriumhydroxid gesiedet. Dazu wird erst eine Lauge aus Natriumhydroxid und Wasser hergestellt. In diese Lauge werden dann die gewünschten Öle oder Fette gegeben. Unter Rühren entsteht dann die noch flüssige Seifenmasse. Diese wird in Formen gegossen und ist nach dem Aushärten gebrauchsfertig. Dieser ganze Vorgang ist aber vor allem mit Kindern nicht so einfach nachzumachen. Zum Glück kann man Seife aber auch aus fertiger fester Seife ganz einfach kneten. Im Prinzip wertest du gekaufte Seifenstücke mit ein paar Zutaten auf und erhältst so ein handgemachtes Waschstück.

So in etwa kann deine Seife aussehen. Fantasie und Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt. Foto: Gettyimages

Material für selbstgemachte Blütenseife

3 El Blüten oder Kräuter
50 g Mandelöl
250 g Kernseife oder andere Pflanzenseife

Küchenreibe
Schüssel
Löffel

evtl. Ausstechformen oder Sandförmchen
evtl. Kordel

Bedecke zerkleinerte und getrocknete oder frische Blüten mit dem Mandelöl und lasse die Masse etwas einweichen.

In der Zwischenzeit kannst du Kernseifenstücke auf einer groben Reibe in eine Schüssel raspeln. Alternativ kannst Du auch Seifenflocken kaufen, dann sparst Du dir diesen Schritt.

WildesNaturhandwerkCover

Vermische die Seifenraspel oder -flocken mit dem Blüten-Mandelöl und knete es, bis sich feste Kugeln formen lassen.

Die Seifenmasse kannst du auch in Ausstechformen oder kleinere Sandförmchen drücken. In die Kugel könntest du eine Kordel einarbeiten, sodass du die Blütenseife aufhängen kannst. Die Blütenseifen sind sofort gebrauchsfertig, härten aber noch etwas nach.

Die Seife lässt sich auch mit Kräutern herstellen und mit einigen Tropfen ätherischem Öl beduften.

TIPP: Anstelle von Mandelöl kannst du auch Olivenöl nehmen!

Weitere Anleitungen findet ihr im Buch „Wildes Naturjandwerk. Werken, Pflanzenwissen und Wildkräuterküche mit Kindern im Jahreskreis“ von Sabine Simeoni, erschienen 2017 im AT Verlag (26 Euro).

 

Pausenbrot auf Japanisch: Die Bentobox

Über das Thema Pausenbrot haben wir schon häufiger gesprochen. Wir sind ja der Meinung, dass ein gutes Pausenbrot den Schulalltag durchaus retten kann. Hier mal die aufwändige, japanische Variante: Die Bentobox.

Die japanischen Bentos wurden im 15. Jahrhunder so richtig beliebt. Die Bezeichnung „Bento“ meint jedoch kein bestimmtes Gericht, sondern nur die Darreichungsform: Viele Kleinigkeiten in einer Box, die man einfach mitnehmen kann. Somit ist also so gut wie alles in einer Bentobox erlaubt – so lange es schmeckt und lustig aussieht.

Diese Idee hat die Französin Laura Kié verinnerlicht. Sie liebt Bentoboxen und hat aus ihren Kreationen ein ganzes Buch gemacht. Hiermit können nun andere Bento-Fans die kreativen, knallbunten und wahnsinnig kreativen Lunchboxen nachmachen. Wir zeigen eine ihrer Boxen, die wir wahnsinnig niedlich finden:

Pinguin-Reisburger (für 4 Bento)

Ein Burger mit Watschelfüßen: Der Pinguin.
Ein Burger mit Watschelfüßen: Der Pinguin.

Zutaten:
1 geschälte Möhre
1 Nori-Blatt
2 große Schalen gekochter, heißer Reis
Salz
1 Hähnchenschenkel ohne Knochen
4 Salatblätter
für die Sauce:
1 TL frisch geriebener Ingwer
2 El Sojasauce
1 El Reisessig
1/2 El Gomashio (im Bio-Laden) oder Sesamsamen

Zubereitung: 
Von der Möhre zwei Lamellen abschneiden und 1 Minute in kochendes Salzwasser geben. Abtropfen lassen und dann aus jeder Lamelle 8 kleine Dreiecke und 8 Schwimmfüße ausschneiden. Den Rest der Möhre raspeln.

Für die Augen aus dem Nori-Blatt 8 kleine Scheiben ausschneiden. Den Rest vom Blatt in 4 Streifen schneiden. Für den Pinguinkopf jeden Streifen auf die Hälfte falten und an einer Längsseite einen Kreisbogen ausschneiden.

Den Reis in einer Schüssel vorsichtig mit 2 Prisen Salz vermischen. Eine kleine, flache Schale mit Klarsichtfolie auslegen. Einen guten Esslöffel Reis hineingeben und mit angefeuchteten Händen andrücken, sodass eine Halbkugel entsteht. Die Folie vorsichtig abziehen. Auf diese Weise 8 Halbkugeln aus Reis erstellen.

Alle Zutaten für die Sauce in einer Schale verrühren.

Hähnchenschenkel in 4 Stücke schneiden und 5 Minuten mit der Hautseite nach unten in einer erhitzten Pfanne bei mittlerer Temperatur braten. Wenden und weitere 4 Minuten braten. Mit der Sauce ablöschen. Die Pfanne von der Kochplatte nehmen.

1 Halbkugeln Reis mit 1 Salatblatt, geraspelter Möhre, und 1 Hähnchenstück anrichten. Den Burger mit einer weiteren Halbkugel aus Reis abschließen. Für den Kopf die obere Halbkugel mit dem halbkreisförmig eingeschnittenen Streifen aus Nori bedecken.

Die Nori-Augen und 2 zu einem Schnabel verbundene Möhren-Dreiecke aufbringen. Die Schwimmfüße aus Möhre unten am Burger anbringen. In derselben Weise die drei anderen Burger fertigstellen.

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Laura Kié: Bento Fun. Ullmann Verlag, 2017. 4,99 Euro

Na, habt ihr Lust auf Pinguin bekommen? Wir würden am liebsten sofort loslegen und unsere Liebsten mit einem solchen Tierchen im Schulranzen überraschen. In Kiès Buch „Bento Fun“ aus dem Ullmann Verlag gibt es noch ganz viele andere Ideen – mal in süß, mal mit Fleisch oder als Sushi. Eines hat jedoch jede ihrer Bentoboxen: Eine Menge Kreativität und Liebe zum allerkleinsten Detail.

Zum Welttag des Buches: Märchen in der Neuauflage

Zum Welttag des Buches wünschen wir zunächst einmal allen Büchern unsere herzlichen Glückwünsche. Den Viellesern und -Leserinnen sagen wir: Alles richtig gemacht! Zur Feier des Tages stellen wir euch außerdem unsere Lieblingsmärchen vor. Sie alle haben eine lange Tradition, sind aber erst kürzlich in der Neuauflage erschienen und wissen zu überraschen.

Schneewittchen mal ganz anders

Schneewittchen kennt man: Haare wie Ebenholz, Haut wie Schnee, böse Stiefmutter, sieben Zwerge, vergifteter Apfel und Happy End mit einem schicken Prinzen. Davon ist hier ziemlich wenig übrig geblieben – wenn auch alle wichtigen Elemente ganz bezaubernd eingearbeitet wurden.

Die Innenansicht aus "Vor den 7 Bergen" © Mareike Engelke & Annette Feldmann / kunstanst!fter verlag
Die Innenansicht aus „Vor den 7 Bergen“ © Mareike Engelke & Annette Feldmann / kunstanst!fter verlag

In „Vor den 7 Bergen. Davon wie Schneewittchens Enkel in die Berge wollen und ALLES schiefgeht“ spielen die 7 Zwerge die Hauptrolle. Hierbei handelt es sich um Schneewittchens sieben Enkel, die endlich ihre Oma besuchen wollen. Schließlich gibt es bei Oma hinter den 7 Bergen Schnee, Oma, Omas Apfelkuchen und somit also auch jede Menge Spaß. Die Reise gestaltet sich allerdings als beschwerlicher Weg voller Hindernissen. Ob die chaotische Reisegruppe jemals ankommt?

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Mareike Engelke und Annette Feldmann: Vor den 7 Bergen, Kunstanstifter Verlag 2017, 22 Euro

Die Geschichte von Annette Feldmann wird durch die genialen Illustrationen von Mareike Engelke bestens ergänzt. Das gesamte Buch ist herrlich abgedreht und löst sich ganz beiläufig von verstaubten Klischees: Hier wartet keiner auf den holden Prinzen, die eine Schönheit gibt es gar nicht, weil hier alle ziemlich toll aussehen und das Happy End ist kein wundersamer Zauber. Ganz großartiger Geniestreich, der Kindern und Eltern richtig viel Spaß macht!

Alte Geschichten, neues Gewand

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Jakob und Wilhelm Grimm: Grimm: Die illustrierten Märchen der Brüder Grimm, Gestalten Verlag 2017, 19,95 Euro

Manchmal sind es einfach die Klassiker, die man immer wieder lesen möchte. Die Brüder Grimm könnten davon ein Lied singen – wenn sie denn noch leben würden. Wenn die beiden auch nur einen Cent für jedes Kind bekommen würden, dass mit ihren Geschichten aufgewachsen und abends eingeschlafen ist und dessen Phantasie dadurch angeregt wurde, wären sie wohlhabende Männer. Zu Lebzeiten haben sie aber nicht nur Märchen gesammelt, sondern sich auch sonst tatkräftig um die deutsche Sprache bemüht.

Die bekannten Geschichten um Rotkäppchen, Hans im Glück oder Hänsel und Gretel sind einfach immer noch relevant und werden gerne gelesen – neue Geschichten braucht es also gar nicht immer. Gegen neues Gewand ist allerdings nichts einzuwenden. Für dieses Buch aus dem Gestalten Verlag durften 20 Illustratoren und Illustratorinnen eine eigene Welt entstehen lassen. Jede einzelne Geschichte wurde so auf ganz eigene Art und Weise in Szene gesetzt. Mal erstrahlen die alten Erzählungen nun in rabiatem Comic-Look, erscheinen ganz klassisch oder reduziert und modern. So überrascht uns jede einzelne Geschichte und offenbart eigenwillige Einsichten, die wir vorher noch nicht kannten.

Detailverliebt

Die Schoene und das Biest
Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve: Die Schöne und das Biest, Coppenrath Verlag 2017, 29,95 Euro

Wahrscheinlich muss man diese Neuauflagen aus dem Coppenrath-Verlag mindestens zweimal lesen. Das erste Mal ist man nämlich ziemlich wahrscheinlich viel zu sehr damit beschäftigt, die ganzen Raffinessen und Kleinigkeiten zu erkunden, die diese Werke zu bieten haben – ein bisschen Pop-Up, ein bisschen Interaktion auf Papier. Das macht sich nicht nur hübsch im Bücherregal sondern lässt den Leser auch direkt prunkvoller erscheinen. Für die aufwändige Gestaltung des Buches zeigt sich Designkünstlerin MinaLima aus London. Neugierig geworden? Schaut euch im Video an, was das wunderschöne Buch zu bieten hat:

Einfach mal spiegelverkehrt denken!

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Lewis Carroll und Floor Rieder: Alice im Wunderland, Gerstenberg Verlag 2015, 22 Euro

Immer wenn wir Alice treffen, wünschen wir uns, ein bisschen wie sie zu sein: Mutig und viel zu neugierig, um den Dingen nicht auf den Grund zu gehen. So hübsch verwunschen und geheimnisvoll ist die Welt, in die wir Alice folgen. Die Geschichte vom Wunderland, in das Alice gerät, stammt aus dem Jahr 1865. Lewis Carroll hat von der kleinen Tochter eines Freundes inspirieren lassen, die neugierig und frech war. Ganz nach diesem Vorbild ist dann die Figur „Alice“ von ihm gestaltet worden. Das Spannende: Die Erzählung bietet mit ihrem verdrehten Blick auf die Realität auch eine Herausforderung für Erwachsene. Kinder hingegen können sich so richtig in die Phantasiewelt einlassen.
Nachdem das Buch ein großer Erfolg war, schrieb Carroll direkt eine Fortsetzung: „Alice hinter den Spiegeln“. Zitate, Bilder aber auch Verfilmungen lassen sich immer wieder durch diese Geschichte inspirieren. Der Gerstenberg Verlag hat sich auch dem wundersamen Stoff genähert und eine Ausgabe herausgebracht, die es in sich hat: Genauer genommen hat sie beide Teile von Alice in sich. Ähnlich verwunschen und ein bisschen düster, wie auch die Geschichte, ist die Gestaltung des Buches ausgefallen. Die niederländische Künstlerin Floor Rieder hat Alice mit Chucks und Rucksack in die Wunderwelt abtauchen lassen – und wir folgen auf Schritt und Tritt.

Titelbild: © Mareike Engelke; Annette Feldmann / kunstanst!fter verlag

30 essentielle Songs gegen das miese Frühlingswetter

Aktuell zeigt uns das Frühlingswetter eher seine sehr kalte Schulter. Damit wir nicht auch selber eine kalte Schulter bekommen, sollten wir dagegen arbeiten!

Keine Lust auf verregnete, kalte Tage? Es ist immerhin schon Mitte April – muss das nicht irgendwann schön warm werden? Scheinbar sieht der gute Petrus das etwas anders. Leider wird auch das vor uns liegende Wochenende deutschlandweit nicht wirklich frühlingshaft. Wir finden, dass man sich davon keinesfalls geschlagen geben sollte. Am besten holt ihr die Regenjacken raus, zieht doch noch mal die Herbstmütze über und geht raus! Fürs wieder Heim kommen, haben wir euch eine hübsche Playlist zusammengestellt, die an schmeichelndere Temperaturen erinnert.

Um mit der ganzen Familie das Wochenende einzuläuten, eignen sich diese Gute-Laune-Songs auch bestens. So kommen die Frühlingsgefühle ganz von allein zu euch.

Titelbild: unsplash.com/ Shelby Deeter

Clean Baking: fruchtige Orangen-Kokos-Muffins

Diese fruchtigen Orangen-Muffins sorgen das ganze Jahr über für Urlaubsgefühle – unter einer Haube aus Kokossahne und Orangenzesten verbirgt sich ein saftiger, karamelliger Teig. Ein bisschen karibisch wird das Feeling beim Essen also auch. Ein frühlingshafter Brunch ist ein richtig schöner Rahmen, zu dem die kleinen Kuchen bestens passen.

Hier ist das Rezept für 12 Orangenmuffins:

Zutaten:

75 g Kokosblütenzucker

75 g weiche Butter

100 g Kokoscreme

1 Ei

1 unbehandelte Orange

150 g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl

Kathrin Runge liebt es, Rezepte zu entwickeln. Ihre cleanen Backrezepte sind dabei auch noch gesund.
Kathrin Runge liebt es, Rezepte zu entwickeln. Ihre cleanen Backrezepte sind dabei auch noch gesund.

1 TL Weinstein-Backpulver

1/2 TL Natron

1 Prise Salz

50 g Kokosraspel

2 EL (pflanzliche) Milch bei Bedarf

Guss

150 g Kokossahne

Zubereitung:

cleanbakingMithilfe eines Rührgeräts den Kokosblütenzucker mit der Butter schaumig schlagen. Kokoscreme und Ei unterrühren.

Die Orange heiß waschen und abtrocknen. Mit einem Sparschäler einige dünne Streifen abschälen und diese mit einem Küchenmesser der Länge nach sehr fein schneiden (oder einen Zestenreißer benutzen), beiseitelegen.

Die restliche Orangenschale fein abreiben. Mithilfe eines scharfen Messers die Orange schälen. Das Fruchtfleisch pürieren und zusammen mit dem Orangenabrieb unter den Teig rühren.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Kokosraspel mischen und mit einem Esslöffel unter die Kokoscreme-Mischung heben, dabei nicht zu stark rühren. Falls der Teig sehr fest ist, esslöffelweise die Milch unterrühren.

Muffinförmchen in ein Muffinblech setzen oder das Muffinblech fetten. Den Teig mithilfe von zwei Teelöffeln auf die Muffinförmchen verteilen. Die Orangenmuffins ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen, dann auskühlen lassen.

Die Kokossahne mit einem Teelöffel auf die Muffins verteilen. Mit den Orangenstreifen garnieren. Gleich servieren oder kühl stellen.

Kathrin Runge: Clean Baking, Ullmann Media 2017, 19,99 Euro
Kathrin Runge: Clean Baking, Ullmann Media 2017, 19,99 Euro

Kathrin Runge hat in ihrem Backbuch „Clean Baking“ so ziemlich alles zu bieten: Süß, salzig, fruchtig und für verschiedene Jahreszeiten. So kann man bei ihr sicherlich noch weitere Rezepte für den Osterbrunch finden, oder aber einfach tolle Backrezepte für so ziemlich jede Gelegenheit. Außerdem gibt sie in ihrem Buch einen großen Rundumschlag an nützlichen Infos und Grundrezepten zum natürlichen, cleanen Backen.

Bilder: Kathrin Runge/ Ullmann Medien, Bild im Slider: unsplash.com

Interview zum neuen Kinderbuch: Steven Gätjen und Andreas Karlström

Moderator, Filmexperte, Red Carpet Profi  – und Kinderbuchautor. In diesem Jahr ist bereits der zweite Band des Buches „Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud“ erschienen. Beide Bücher wurden von Gätjen und seinem Bruder, dem Schauspieler Andreas Karlström, geschrieben. Wir treffen Gätjen zum Gespräch

Ist Steven Gätjen ein Alleskönner? Er selbst würde dies wahrscheinlich verneinen und mit lässigem, nordischen Akzent antworten, dass er einfach gerne gute Geschichten mag. Für eine gute Geschichte braucht es seiner Meinung nach jedoch keinen perfekten Helden. „Die besten Helden sind die, die gar nicht alles richtig machen, sondern diejenigen, die mit ihren Fehlern souverän umgehen können,“ stellt er fest. Seine Lieblingsfiguren sind daher eher ambivalente Charaktere: Indiana Jones,  Batman oder Michel aus Lönneberga. Sie alle sind keine strahlenden Sonnyboys, sondern kämpfen immer wieder auch gegen sich selbst.

So ein Charakter ist auch Wilbur, das kleine Propellerflugzeug. Schon im ersten Band „Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud: Stürmische Jagd“ merken wir: Wilbur ist ein sympathischer Charakter, der aber keine Lust hat, in der Schule aufzupassen, der etwas übermütig ist und auch ganz schön frech sein kann. „Wir wollten, dass sich die Kinder in dem Protagonisten auch wiederfinden. Kinder sind auch frech und hinterfragen die Erwachsenenwelt – und das ist ja auch gut so!“ findet Gätjen.

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Steven Gätjen, Andreas Karlström: Die unglaublichen Abenteuer von Wilbur McCloud: Gefährliche Mission, Ravensburger Buchverlag 2017, 14,99 Euro

Das Schreiben scheint Gätjen und seinem Bruder, dem Schauspieler Andreas Karlström, zu gefallen. Anfang des Jahres erschien bereits der zweite Band und somit auch das nächste Abenteuer des kleinen Wilbur. „Wir haben beide einfach eine Vorliebe für gute Storys.“ erzählt Gätjen. Warum also nicht selbst eine schreiben? „Wir haben immer schon von unseren Eltern und Großeltern Geschichten vorgelesen bekommen. Das regt natürlich die Phantasie an.“ Kein Wunder also, dass Gätjen und Karlström beide einen Beruf gewählt haben, in dem sie auch Geschichten erzählen können, ob als Schauspieler oder als Moderator. Selbst Gätjens Filmkritiken sind kleine Geschichten die er seinen Zuschauern erzählt.

Der zweite Band um Wilburs Abenteuer ist, wie das erste Buch, leichtfüßig geschrieben, lässt nicht auf seine Spannung warten und nimmt einen dank der sympathischen Figuren direkt für sich ein. Dieses Mal wird Wilbur McCloud von der Schwänin Kara um Hilfe gebeten: In ihrer Heimat regnet und stürmt es unentwegt – keiner weiß einen Rat. Natürlich macht sich das kleine Flugzeug mit seinen Freunden direkt auf den Weg. Wer wohl hinter dem schrecklichen Unwetter steckt?

Gätjen und sein Bruder haben ihren Geschichten mutig (wie ihre Figuren) den Härtetest unterzogen: Auf ihren Lesereisen haben sie besonders auf die Kritik der Kids geachtet. „Wir schreiben Kinderbücher. Sie müssen also auch Kindern gefallen! Wir haben aber auch schon vor der Veröffentlichung Meinungen von den Kindern aus unserem Freundeskreis eingeholt. Kinder sind eben auch immer die ehrlichsten Kritiker.“ Die Resonanz auf das Buch war bisher durchweg positiv – der Härtetest ist also bestanden. „Die Abenteuer von Wilbur McCloud“ eignen sich übrigens bestens zum Vorlesen: Die Kapitel sind kurz und die Geschichten machen auch Erwachsenen Spaß.

Titelbild: Johanna Brinkmann

Noch schnell weg in den Osterferien? Diese Kurztripps sind dafür ideal!

Ostern steht vor der Tür und damit auch die Osterferien! Ihr wollt kurzentschlossen noch verreisen, statt im heimischen Garten Eier zu suchen? Kein Problem! Wir haben vier schöne, spannende und gut erreichbare Ziele für Familien ausgesucht, die sich auch nach den Feiertagen noch für einen Frühlings-Kurztrip eignen.

Paris

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Das Disneyland Paris feiert seinen 25. Geburtstag (Foto: PR/Disneyland Paris)

Paris im Frühling ist eine Augenweide! Die ganze Stadt ist auf den Beinen, die Straßencafés sind voll, und bei einem Spaziergang durch die Tuilerien oder den Jardin du Luxembourg kann man die Blütenpracht bewundern, Crêpes essen, die Kinder können Karussell fahren oder eine Runde Ponyreiten. Ebenfalls immer einen Ausflug mit den Kleinen wert: Das Disneyland Paris mit Mickey Maus, Minnie und Co., das in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert und mit vielen tollen neuen Attraktionen aufwartet.

Amsterdam 

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Im Frühling lässt es sich besonders schön an den Grachten entlang schlendern (Foto: Pixabay)

Über Ostern zur Tulpenblüte nach Amsterdam zu reisen – wunderbar! Vielen gilt die Stadt im Frühling als am schönsten, man kann durch die Gassen an den Grachten vorbei schlendern, leckere Waffeln essen und sich das bunte Treiben anschauen. Der April ist statistisch gesehen der trockenste Monat in Amsterdam – der Regenmantel kann also zuhause bleiben. Dafür lieber ein paar Extra-Euros fürs Shoppen mitnehmen – das kann man in den vielen hübschen Boutiquen ganz ausgezeichnet. Unser Tipp: Bei Broer & Sus in der Rozengracht 104 gibt es hübsche Baby- und Kinderkleidung von Mini Rodini, Bobo Choses und vielen anderen Labels. Ausführliche Reisetipps für Amsterdam mit Kindern findet ihr hier.

München

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Im Englischen Garten blühen Leberblümchen und Krokusse (Foto: Pixabay)

Warum in die Ferne schweifen? Plant doch einfach einen Kurztrip nach München! Die bayerische Landeshauptstadt präsentiert sich im Frühling von ihrer besten Seite. Im Englischen Garten sprießen die Schneeglöckchen, Leberblümchen und Krokusse, die Biergärten warten bei sonnigem Wetter mit Radler, Leberkäs und Brezn auf. Am Eisbach packen die ersten Surfer ihre Bretter wieder aus, und ab dem 21. April 2017 lockt das Frühlingsfest München auf der Theresienwiese große und kleine Besucher mit Fahrgeschäften, Zuckerwatte und Riesenflohmarkt an.

Ostsee

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Frische Luft tanken und Sonne genießen an der Ostsee (Foto: Pixabay)

Die Strandkorb-Saison an der Ostsee wird mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen eröffnet. Klar, der Wind an der Küste mag um die Jahreszeit noch etwas frisch sein. Aber dafür gibt es ja Decken. Ruhe, Weite und frische Seeluft, dazu Fischbrötchen und anschließend ein entspannendes Wellnessprogramm, während die Kinder betreut werden – das alles gibt es zum Beispiel im Hotel Seeklause auf Usedom oder im Strandhotel Fischland auf dem Darß.

Sliderfoto: Pixabay 

Expertentipp: Wie lernen Kinder den Umgang mit Taschengeld?

Über Geld spricht man nicht? Sehr wohl! Ron Lieber plädiert für einen offenen Umgang von Eltern mit dem Thema – und das nicht nur, wenn es ums Taschengeld geht. Der zweifache Vater schreibt für die New York Times die Kolumne „Your Money“. In seinem 2015 erschienenen Buch „Die Verwöhn-Falle“ erklärt er, wie man Kindern den Umgang mit Geld beibringen kann. Wir haben ihn dazu befragt und liefern euch auch einen Spieletipp zum Thema Taschengeld.

Luna: Warum fällt es vielen Eltern schwer, mit ihren Kindern über Geld zu reden? 

Ron Lieber Taschengeld
Ron Lieber

Ron Lieber: Unsere Generation hat oft beigebracht bekommen, es sei unhöflich, über Geld zu sprechen. Das ist es aber nicht! Den Umgang mit Geld zu lernen ist eine notwendige Fähigkeit. Und wer das als Jugendlicher alleine machen muss, macht wahrscheinlich viele Fehler. Andere Eltern schämen sich, weil sie nicht viel darüber wissen – wegen ihrer eigenen finanziellen Gewohnheiten oder weil sie nicht viel Geld haben.

Wie kann es die Entwicklung der Kinder beeinflussen, wenn man sie verwöhnt?

Wenn Kinder keine Regeln oder Grenzen bezüglich des Geldes kennen, meinen sie, dass Geld nichts bedeutet oder dass die Eltern immer bereitstehen, um sie vor finanziellen Schwierigkeiten zu bewahren. Geldentscheidungen haben Konsequenzen und das sollten sie auch für Kinder haben. Sie müssen den Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen lernen.

Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen?

Ab fünf oder sechs. Sie sollten genug bekommen, dass sie sich etwas von dem, das sie gerne hätten, kaufen können, aber nicht so viel, dass sie keine schweren Entscheidungen treffen müssen, wofür sie das Geld ausgeben.

Sollte das Taschengeld an Bedingungen geknüpft werden?

Nein. Wenn die Kinder beispielsweise nicht im Haushalt helfen, sollte man lieber eine andere Belohnung streichen, zum Beispiel den Nachtisch oder den Zugang zum Internet. Geld ist ein Lehrmittel wie Bücher oder Musikinstrumente, deshalb sollte man ihnen das nicht wegnehmen.

Was ist die wichtigste Funktion von Taschengeld?

Es dient der Übung. Wir möchten, dass Kinder gut im Umgang mit Geld werden, genau wie sie gut lesen und schreiben lernen sollen. Mit Geld umzugehen und Entscheidungen darüber zu treffen, ist eine entscheidende Fähigkeit im Leben. Das beinhaltet auch, Fehler zu machen. Deshalb sollten Eltern Kinder nicht davor bewahren. Noch steht ja nicht viel auf dem Spiel.

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Sollten Kinder selbst entscheiden können, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben?

Eltern sollten festlegen, wie das Geld aufgeteilt werden muss. Wie viel gespart wird, wie viel gespendet wird und wie viel ausgegeben werden darf. Den Sparzweck dürfen Eltern vorgeben, zum Beispiel kann das Geld für die Ausbildung oder den Führerschein genutzt werden. Eltern dürfen natürlich auch verbotene Dinge bestimmen, die nicht vom Taschengeld gekauft werden dürfen.

Was können Eltern noch tun, um Kindern einen vernünftigen Umgang mit Geld beizubringen?

Sie sollten offen darüber sprechen und die Kinder in ihre finanziellen Entscheidungen involvieren. Egal ob es um den Lebensmitteleinkauf geht oder um Entscheidungen zur Wohnung, Kinder beobachten ihre Eltern genau und können so viel lernen.

Luna-Tipp: Spielerisch mit Geld umgehen lernen

Spätestens wenn die Kids in die Schule kommen müssen sie die Münzen auseinanderhalten und kleine Beträge zusammenrechnen können. Mit dem neuen tiptoi® Spiel „Rechenspaß mit Taschengeld“ können Sechs- bis Zehnjährige Kinder während eines virtuellen Stadtbummels dies üben und lernen, mit ihrem Geld zu wirtschaften. Überall lauern verlockende Angebote, doch nur wer clever haushaltet, kann gewinnen. Wer knapp bei Kasse ist, kann sich durch das Lösen kleiner Aufgaben zum Glück etwas Geld dazuverdienen. Der tiptoi®-Stift hilft beim Rechnen und gibt wertvolle Tipps.

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Ravensburger, tiptoi® Lernspiel „Rechenspaß mit Taschengeld“, ca. 23 Euro

 

Wer konkrete Empfehlungen zur Höhe des Taschengelds will, der kann sich an der Taschengeldtabelle des Jugendamtes orientieren.

Kochen für Kinder: Pfannkuchen mit Zimt-Quarkfüllung

Klar, zu süßen Gerichten braucht man kein Kind überreden. Dann macht kochen für Kinder auch richtig Spaß! Diese gefüllten Pfannkuchen sind angelehnt an die russischen Blinis, die es sowohl in herzhaften als auch in süßen Varianten gibt.

Mit Vollkornmehl, Quark und relativ wenig Zucker ist dieses Rezept durchaus als Hauptgericht zu vertreten. Wenn dann noch Obst auf dem Teller landet, um so besser!

Süße Zimtpfannkuchen

Wir brauchen:
250 gr Vollkornmehl
2 Eier
400 ml Milch
etwas Öl zum Ausbacken

250 gr Quark (20 %)
1 Eigelb
2 El Zucker
1/2 Tl Zimt

So wird’s gemacht:
Aus dem Mehl, 2 Eiern und der Milch einen Teig anrühren, 10 Minuten ruhen lassen. Die Pfannkuchen in etwas Öl ausbacken, dafür pro Pfannkuchen etwa eine Kelle Teig benutzen.
Für die Füllung die restlichen Zutaten vermischen. Je einen Löffel Quark auf einem Pfannkuchen verteilen und diesen zwei Mal zusammenklappen. Immer vier Pfannkuchen in einer Pfanne mit etwas Öl ein zweites Mal knusprig fertigbraten, so dass die Ei-Quark-Mischung durchgart. Hierzu passen frische Früchte oder Apfelmus.

Ein Rezept für herzhafte Pfannkuchen findet ihr hier.

We love patches! Kreatives Flickwerk für Kinder

Für kleine Rabauken unabkömmlich: Aufnäher – oder wie man heute so schön dazu sagt: „Patches“ – bewahrten schon so manche Jeans oder zerrissenen Stoff vor dem Mülltod. Was früher mehr praktisch denn schick war, ist heute zu einem echten Trend avanciert.

Dank DIY-Portalen wie Etsy oder Marken wie dem französischen Label Macon & Les Quoy lassen sich ungeliebte oder kaputte Kleidungsstücke cool verzieren. Gepunktete Krabben, Burger, Einhörner oder TV-Helden: die Auswahl an den kleinen Aufnäh-Bildern ist groß.

Die bunten Patches sind definitiv zurück und machen sich auf sämtlichen Kleidungsstücken wie Bomberjacken, Sweatshirts und besonders Hosen breit. Beim Suchen nach den coolsten Patches, sind wir auf das ein oder andere Teil gestoßen, was wir selbst gerne auf unsere Hosen nähen wollen. Denn was ist schon cooler als Mr. T auf der Jacke umherzutragen?
Außerdem sind ein paar Teile in unserer Auswahl gelandet, die bereits mit schicken Patches verziert sind – spart ein wenig Arbeit!

 

Titelbild: Zara