Seit wenigen Wochen läuft die Kinotour des Filmes „Vaxxed“ in Deutschland. Doch in dem Dokumentarfilm werden gefährliche Unwahrheiten verbreitet. Zum Beispiel, dass Autismus durch Impfschäden hervorgerufen wird. Ein Gerücht, das von Medizinern längst wissenschaftlich widerlegt wurde.

Der Macher des Films „Vaxxed“, Andrew Wakefield, ist in Großbritannien eine umstrittene Persönlichkeit. Für Impfgegner ist er eine Galionsfigur, für ernsthafte Mediziner ein Scharlatan, der bereits entlarvt wurde. 2010 wurde Wakefields Approbation als Arzt offiziell entzogen. Seitdem sieht er sich als angebliches Opfer des „medizinisch-industriellen Komplexes“, der sich gegen ihn verschworen habe.

In dem Dokumentarfilm versucht Wakefield darzulegen, dass die Dreifachimpfung gegen Mumps, Masern, Röteln das Risiko an Autismus zu erkranken erhöht. Dazu zitiert er eine Studie aus dem Jahr 1998 die nicht nur widerlegt wurde, sondern die manipulierte Daten enthält.

Der Film „Vaxxed“ sollte eigentlich bereits letztes Jahr im April beim Tribeca Filmfestival gezeigt werden. Robert de Niro, einer der Gründer des Festivals, hatte sich sehr für die Dokumentation eingesetzt. Hintergrund ist, dass sein Sohn Elliot (18) an Autismus erkrankt ist. De Niro erklärte damals, er wolle mit dem Filmbeitrag die Diskussion anregen. Doch innerhalb weniger Stunden sorgten Wissenschaftler, Journalisten und andere Dokumentationsfilmer für einen Shitstorm gegen Wakefields Machwerk, was schließlich dazu führte, dass die Festivalleitung die Dokumentation wieder aus dem Programm gestrichen hat.

 

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