Wildes Kinderzimmer – Möbel in Tierform

Es muss ja nicht direkt ein eigenes Haustier sein: Wenn eure Kids für Hunde, Katzen & Co. schwärmen, könnt ihr das Lieblingstier auch einfach in Form eines Möbelstücks ins Kinderzimmer holen.

Keine Panik: Tierische Motive bedeuten nicht automatisch eine Überdosis Kitsch und Niedlichkeit. Auch farblich könnt ihr eurer Linie treu bleiben. Wer im Netz stöbert, entdeckt einige Möbel in Tierform, die eher abstrakt und minimalistisch gehalten sind. In Form von Stühlen, Lampen oder Teppichen ziehen so tierische Mitbewohner ins Kinderzimmer ein. Dies sind aktuell unsere Favoriten:

 

Foto Slider: Elements Optimal

Zeitgeschichte für Kinder: Ein Bilderbuch über John F. Kennedy

Am 29. Mai 2017 ist der 100. Geburtstag von John F. Kennedy. Ein Bilderbuch zeigt, wie er die Geschichte der gesamten Menschheit geprägt hat und bietet gleichzeitig eine gute Gelegenheit mit den Kids über Chancengleichheit und den Wert von Bürgerrechten zu diskutieren.

Das Raumfahrtprogramm und das Friedenscorps sind Errungenschaften, die John F. Kennedy während seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten erreicht hat. Aber auch sein Einsatz für faire Arbeitsbedingungen und gegen Diskriminierung haben das Land entscheidend verändert.

„Diese Nation wird … erst dann in jeglicher Hinsicht frei sein, wenn diese Freheit für alle Bürger dieser Nation gilt“, erklärt er in einer Rede und bereitet damit den Weg zum Civil Rights Act von 1964. In diesem Bürgerrechtsgesetz wurde die Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der Hautfarbe in den USA für illegal erklärt. Damit wurde endlich auch die Grundlage für Integration an Schulen und in der Öffentlichkeit geschaffen.

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An all das erinnert das Bilderbuch von Shana Corey. Sie zeigt einen für junge Leser verständlichen Zusammenhang zwischen der Präsidentschaft von John F. Kennedy und der Bürgerrechtsbewegung in den USA, erinnert an den historischen Marsch nach Washington, an dem 250 000 Menschen teilnahmen und an die berühmte Rede von Martin Luther King „Ich habe einen Traum“.

Im Buch werden natürlich auch wichtige Stationen von Kennedys Leben nacherzählt. Seine behütete Kindheit in einer großen, wohlhabenden Familie. Sein Wunsch, Journalist zu werden, den er mit dem Tod seines älteren Bruders Joe aufgeben muss. Denn sein Vater will nun, dass stattdessen John eine politische Karriere anstrebt, die der ganzen Familie zu Ruhm und Ehre verhilft. Und natürlich seine Ehe mit Jackie Kennedy.

John F. Kennedy kandidiert, wie es sein Vater für ihn vorgesehen hat, für das s Repräsentatenhaus und wird gewählt. Nach sechs Jahren als Kongressabgeordneter wird er in den Senat gewählt.

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Der junge Politiker ist beliebt und lernt als Senator sein rhetorisches Talent weiter auszubauen. Am 2. Januar 1960 gibt er seine Kandidatur für die Präsidentschaft bekannt und ist damit einer der jüngsten Anwärter auf das Amt in der Geschichte Amerikas. Als er die Wahl tatsächlich gewinnt, ist das nicht nur für die USA eine Sensation. Vor allem Schwarze haben für Kennedy gestimmt, denn sie hoffen, dass der 35. Präsident der USA endlich die von ihnen ersehnte Veränderung bringt.

Shana Corey legt den Schwerpunkt ihres Buches bewusst auf Kennedys Verhältnis zur Bürgerrechtsbewegung. So gibt „John F. Kennedy. Zeit zu handeln“ nicht nur einen ersten Einblick in das Leben des legendären Politikers und des damaligen Zeitgeschehens, es ist auch eine wunderbare Möglichkeit die Kinder für die Themen Diskriminierung und Bürgerrechte zu sensibilisieren.

Die junge Generation nimmt demokratische Rechte als selbstverständlich hin. Doch schon Grundschüler kann man mit der Tatsache verblüffen, wie hart für Bürgerrechte gerungen werden musste und wie kurz die Zeitspanne ist, seit der sie tatsächlich gesetzlich festgeschrieben sind.

Den Appell der Autorin sollte man jungen Lesern nicht nur zum Gedenken des 100. Geburtstags von John F. Kennedy ans Herz legen: „Die Geschichte besteht nicht nur aus Worten, die in Büchern stehen. Sie verändert sich – wir verändern sie jeden Tag.“

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John F. Kennedy. Zeit zu handeln von Shana Corey mit Illustrationen von R. Gregory Christie, erschienen im Nord Süd Verlag für 18,00 Euro

Bilder: Illustrationen von R. Gregory Christie aus dem Buch „John F. Kennedy. Zeit zu handeln“, Nord Süd 2017 

Im Kino: Die Neuauflage von „Hanni und Nanni“

„Hanni und Nanni“ – haben wir den Enid Blyton Klassiker nicht alle irgendwann gelesen? Obwohl die Autorin im Laufe der Zeit für ihre eindimensionalen Charaktere und rassistische Seitenhiebe kritisiert wurde, begeisterten die Zwillinge und ihr Internatsleben immer wieder neue Generationen – so sehr, dass fortlaufend neue Geschichten und Verfilmungen veröffentlicht werden. Nun gibt es eine Neuauflage und die hat es faustdick hinter den Ohren

Key Visual Hanni Sullivan - Laila Meinecke Nanni Sullivan - Rosa Meinecke
Gut das Hanni und Nanni unterschiedliche Kleidung tragen – sonst könnte man sie gar nicht auseinander halten

Worum gehts: Die Zwillinge Hanni und Nanni müssen ins Internat: Mama ist ständig beruflich unterwegs und Papa bekommt das mit der Erziehung alleine nicht so wirklich auf die Kette.
Natürlich sind die beiden nicht begeistert und schließen einen Pakt: Sie rebellieren im Internat „Schloss Lindenhof“ so lange und ausgiebig, bis sie rausgeschmissen werden und zurück in ihr geliebtes Berlin dürfen. Problematisch wird es allerdings, als Nanni das Leben auf Schloss Lindenhof doch gar nicht mehr so schlecht findet. Sie freundet sich mit anderen Mädels auf dem Internat an, bekommt ihr eigenes Pferd und besteht sogar die Mutprüfung. Hanni ist entsetzt: Zum ersten Mal in ihrem Zwillingsleben fühlt sie sich einsam und freundet sich mit dem kauzigen, alten Godehard an – die beiden Schwestern entfernen sich voneinander.
Am Ende müssen sich Hanni und Nanni nicht nur einer Zerreissprobe stellen, sondern auch noch dafür sorgen, dass Schloss Lindenhof nicht zu einer luxuriösen Golfanlage umfunktioniert wird. Und was hat das eigentlich alles mit Godehard und dem unbezähmbaren Pferd zu tun?

Worum geht es wirklich? Die ursprünglichen deutschen Realverfilmungen von „Hanni und Nanni“ aus den Jahren 2010 bis 2013 waren an den Kinokassen ziemlich große Erfolge. Hanni und Nanni scheinen Garant für klingelnde Kassen zu sein. Schwierig eine solche Kinderreihe mit mittlerweile erwachsenen Schauspielerinnen fortzuführen. Also entschied man sich, eine komplette Neuauflage zu realisieren. „Hanni und Nanni – mehr als beste Freunde“ ist also quasi der vierte Teil der Produktion, steht aber komplett für sich und soll nicht als Fortsetzung des dritten und letzten Teils von 2013 gelten.
Dafür hat auch Regisseurin Isabell Suba zu sorgen versucht: Sie beschäftigt sich gerne und kritisch mit eingerosteten Frauen- und Männerbildern, und versucht diese aufzubrechen. Ihr Zwillingspaar Hanni und Nanni haben eben keine blonden, langen Locken, rosa trägt hier auch keiner und die Darstellerinnen Rosa und Laila Meinecke sind eher coole Gören als süße Mädchen. Vor allem zu Anfang des Films im sommerlichen Berlin bewegen sich Hanni und Nanni ganz unbeschwert und lässig. Ihre Klamotten sind cool, sie tragen gerne Cappys und meistern jede Situation.

Katharina Thalbach (2. von links) spielt die verwirrte Französischlehrerin ganz wundervoll
Katharina Thalbach (2. v. li.) spielt die verwirrte Französischlehrerin ganz wundervoll

Der Konflikt im Film, dass die Schwestern zum ersten Mal einen Keil zwischen einander austarieren müssen, ist gut erzählt und geht mitunter ans Herz. Der liebevolle Cast rundet das Ganze ab: Jessica Schwarz, Henry Hübchen oder Katharina Thalbach glänzen hier neben den zwei sympathischen Hauptdarstellerinnen.
Dennoch: So richtig kann sich auch Regisseurin Suba nicht so wirklich von sämtlichen Klischees losmachen. Hier wird mal wieder angenommen, das jedes junge Mädchen Pferde liebt – oder die Pferdegeschichte zumindest beim weiblichen Publikum gut ankommt. Außerdem mag das etwas überzogene Happy End in alle Richtungen für die einen etwas zu viel sein. Für die anderen ist es einfach ein sommerlicher Gute Laune Film für die ganze Familie.

Unbedingt mitnehmen: Die Nachbarschaft, die ganze Familie und alle Freunde jeglichen Alters. „Hanni und Nanni – mehr als beste Freunde“ ist ein lustiger, harmloser Kinderfilm, bei dem sich auch Erwachsene nicht langweilen – wenn die Story auch etwas vorhersehbar daher kommt.

 

Fotos: © 2017 UFA Fiction (Fotograf: Stephan Rabold)

Reisetipp zu Pfingsten: Sardinien mit Kindern

Sardinien ist die zweitgrößte Mittelmeerinsel nach Sizilien und seit Jahren ein absoluter Hot Spot unter den Urlaubsorten. Besonders schön ist die Insel im Mai und im Juni, wenn die Temperaturen noch bei angenehmen 24 bis 28 Grad liegen. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist Sardinien ein tolles Reiseziel, denn die vielen sanft und flach abfallenden Sandstrände bieten beste Badebedingungen und das kristallblaue Wasser lädt zum Planschen ein. Also, falls ihr noch ein passendes Reiseziel für Pfingsten sucht: Ab nach Sardinien!

Pinterest Sardinien mit Kindern

Ankommen: Die meisten deutschen Fluggesellschaften landen entweder am Flughafen Olbia im Norden von Sardinien oder in Cagliari im Süden der Insel. Wir empfehlen euch unbedingt, direkt am Flughafen einen Mietwagen zu nehmen. Damit lässt sich die Insel am besten erkunden.

Sardinien Castelsardo
Das hübsche Städtchen Castelsardo auf Sardinien (Foto: Pixabay)

Unterkommen: Wenn ihr den Geldbeutel schonen wollt, da Sardinien nicht die günstigste Insel ist, könnt einen der vielen familienfreundlichen Campingplätze ansteuern. Viele liegen in unmittelbarer Strandnähe. Unser Tipp: Camping Insuledda in der Nähe von Porto Cervo im Norden. Am Golf von Orosei: Camping Cala Gonone. Im Süden: Campingvillage Le Dune. Hübsche Ferienwohnungen und Apartments für Familien findet ihr bei FeWo-direkt oder Casamundo.

Rumkommen: Am besten lässt sich die Insel mit ihren abwechslungsreichen Stränden und zahlreichen schönen Buchten mit dem Mietwagen erkunden. Modelle in jeder Größe und Preisklasse inklusive Kindersitz gibt es bei den üblichen Anbietern. Lieber etwas mehr investieren – denn die Insel ist groß und weitläufig, und mit ein paar PS mehr kommt man besser vom Fleck.

 

Sardinien hat Familien viel zu bieten: Traumhafte Strände, stille Buchten und spannende Ausflugsziele

 

Sardinien Neprungrotte
Beliebtes Ausflugsziel: Die Neptungrotte (Foto: Pixabay)

Tolle Ausflugsziele sind unter anderem die Grotta di Nettuno (Neptungrotte), eine Höhle bei Alghero, die mehrmals täglich mit dem Boot angesteuert wird und mit ihren Tropfsteingebilden eine faszinierende Sehenswürdigkeit ist.

Ebenfalls ein schönes Ausflugsziel ist das Capo Testa ganz im Nordwesten des Insel. Das Kap ragt in Form einer Halbinsel ins Meer, Wind und Wellen haben bizarre Formen in das Granitgestein geschliffen. Das nicht ganz leicht zugängliche Mondtal („Valle della Luna“) war mit seinen Höhlen in den 1960er und 1970er Jahren bei den Hippies sehr beliebt. Heute führt ein Wanderweg durch das verwunschene Tal.

Sardinien Strand Baby
Flach abfallende Strände bieten Badespaß auch für die Kleinsten (Foto: Pixabay)

Die größte Attraktion auf Sardinien aber sind unbestritten die zahlreichen traumhaften Strände. Weißer Sand und türkisblaues Wasser bieten hier echtes Karibikflair. Im Nordwesten begeistert vor allem der flach abfallende Strand La Pelosa bei Stentino, der für Familien mit kleinen Kindern sehr gut geeignet ist und vielen als schönster Strand Sardiniens gilt. An der Costa Smeralda bei Porto Cervo gibt es bezaubernde Badebuchten wie die Grande Pavero, die auch von Promis mit ihren Luxusjachten gerne angesteuert wird. Wer im Süden der Insel Urlaub macht, sollte unbedingt die Cala Cipolla („Zwiebelbucht“) ansteuern. Der traumhafte Sandstrand mit den runden Felsen war schon Kulisse für zahlreiche Werbespots und ist bei Einheimischen ebenso beliebt wie bei Besuchern.

sardinienmitkindernNoch mehr Tipps für Sardinien findet ihr im Reiseführer „Sardinien mit Kindern – 42 Wander- und Entdeckertouren für Familien“ von Stefanie Holtkamp, Naturzeit Reiseverlag, 18,90 Euro.

Ihr wollt mit eurer Familie verreisen, wisst aber nocht nicht, wohin? Wie wäre es mit einem Trip nach Japan? Exotisch und wahnsinnig spannend!

Sliderfoto: Pixabay

Buchcover: Naturzeit Reiseverlag 

Life Hacks: Die 18 besten Tipps fürs Reisen mit Kindern

Reisen mit Kindern kann unglaublich schön sein – wenn man gut vorbereitet ist. Wir stellen euch die besten Tipps aus dem Buch „Auf alles vorbereitet“  vor.

 

18 Tricks für entspanntes Reisen mit Kindern

Rituale

Fährst du mit deinen Kindern oftmals dieselbe Strecke im Auto? Dann kann es sich bewähren, jedes Mal bei demselben Rasthof mit dem Kinderspielplatz zu halten. Das Kind weiß dann etwa, wie lange es dauert, und kann sich auf bereits Bekanntes freuen.

Organisationshilfe

Dein Kind fährt allein in Urlaub und ist noch nicht wirklich selbstständig? Da kann es hilfreich sein, die Kleidung nach Tagen zu verpacken, z. B. in Kleiderbeutel. So ist der Koffer organisiert und die dreckigen Kleider können wieder in die Tüte.

Schnupfnase an Bord?

Einfach eine volle und eine leere Taschentücher-Box nebeneinander stellen und mit Gummi oder Klebeband verbinden. Benutzte Taschentücher können nun gleich entsorgt werden.

Mit Kindern fliegen

Kauen und Saugen hilft

Fliegen ist immer ein Abenteuer. Um lästige Ohrenschmerzen aufgrund des beim Starten und Landen sich verändernden Luftdrucks zu vermeiden, sind Kaubonbons oder Gummibärchen für die größeren Kids, Schnuller und Trinkflaschen für die Kleinen gute Helfer, denn sie bieten Ablenkung und Hilfe zugleich.

Mobile Schlafstätte

Du hast auch so ein Kind, das immer rennt, läuft oder tobt und niemals still im Kinderwagen sitzen möchte? Nimm den Buggy trotzdem mit, für längere Laufstrecken oder für den Mittagsschlaf an einem schattigen Plätzchen wird er gute Dienste leisten.

Pausenspielzeug

Was ist das? Immer dabei, wiegt nichts und ruckzuck spielbereit? Ein aufblasbarer Wasserball! Er kann Kindern, die noch etwas Energie loswerden müssen, die Wartezeit am Gate verkürzen oder lange Flugunterbrechnungen erträglicher machen.

Urlaub in den Bergen

Hitzeflüchter

Vor allem mit kleineren Kindern kann sehr heißes Sommerwetter richtig anstrengend sein.Wenn mal alle nach einer Abkühlung lechzen: macht doch einfach einen Tagesausflug in die Berge. Ein Picknick im Wald, ein kühler Bergbach – und der Tag ist gerettet. Richtwert: Pro 100 Höhenmeter ist es ca. ein Grad kühler.

Matschverhüterli

Große, stabile Mülltüten sollte man als Eltern immer im Auto haben. Warum? Kinder sind mobil und immer gerne dort unterwegs, wo es spannend und oft auch schmutzig ist, zum Beispiel im Matsch. Aber sooo ins Auto? Kein Problem:
Steck dein Kind vor der Weiterfahrt einfach bis zur Taille in die Tüte und der edle Geschäftswagen bleibt wie neu.

Bettbegrenzung

Auf Reisen gibt es kein richtiges Kinderbett und du hast Sorge, dass das Kind aus dem Bett fallen könnte? Eine Schwimmnudel aus Schaumstoff unter dem Leintuch sorgt für eine leichte Begrenzung. Das Kind fühlt sich geborgen, geht in dem großen Bett nicht ganz verloren und wird hoffentlich wunderbar ruhig schlafen.

Bettbegrenzung für Kinder

Wasserspiele

Planschen ist das Top-Sommervergnügen fast aller Kinder. Deshalb: Pack ein aufblasbares Planschbecken ganz oben aufs Gepäck. Mit Eimer oder Gießkanne ist es am Reiseziel rasch befüllt, und versprochen: Insbesondere auf dem Campingplatz wird es deinem Kind in null Komma nichts viele begeisterte Spielkameraden bescheren. So kannst du derweil in aller Ruhe das Zelt aufbauen und einrichten.

Reiseordner

Fülle für dein Kind einen Ordner mit Ausmalbildern, Mandalas, kleinen Spielen oder anderen Zerstreuungen, die sich für Flugzeug oder Zug eignen.

Überraschungstüten

Wirkungsvolle Maßnahme aus der reisepädagogischen Trickkiste: Alle 50 oder 100 Kilometer, abhängig vom Alter der Kinder oder der Gesamtstrecke der Reise, gibt es eine zu Hause vorbereitete Wundertüte. Zum Beispiel eine Butterbrottüte mit Füllung, in der sich ein kleines Spielzeug, ein Traubenzuckerlolli oder ein Mini-Buch befindet. So ist die Strecke für die Kleinen überschaubar unterteilt – und das Genöle dazwischen lässt sich in Grenzen halten.

Reisen mit Kindern

Navi-Champion

Etwas größere Kinder kannst du gut beschäftigen, indem du ihnen regelmäßig Namen von Ortschaften nennst, die sie auf der Karte finden müssen. Hierdurch üben sie frühzeitig die hohe und in Zeiten von Navi und Co. vom Aussterben bedrohte Kulturkunst des Kartenlesens.

Sternengucker-Bett

Ein Planschbecken ist nicht nur zum Planschen gut, sondern auch als Outdoor-Bett. Mit einem aufgeblasenen Planschbecken hältst du beim Sterne-Schauen Bettdecken trocken. Dadurch ist feuchtes Gras für dich kein Problem mehr!

Verlustschutz

Angst, dein Kind im Trubel aus den Augen zu verlieren? Dann schreib deinen Namen und deine Telefonnummer auf seinen Arm oder bastle ihm ein Armband aus Buchstabenperlen. So kann man dich schnell informieren.

Blickdicht

Dein Kind muss Pipi im Stau? Kein Drama, auch für genannte kleine Damen. Wenn du Vorder- und Hintertür des Autos aufmachst und das Kind dazwischensetzt, kann keiner gucken. Versprochen!

Finger weg!

Im Urlaub ist es auch in der Unterkunft, speziell für kleine Kinder, immer sehr interessant – es gibt viel Neues zum Erkunden und Ausprobieren. Für die Eltern wird es dann schwierig, wenn ständig der Wasserhahn auf- und zugedreht oder ein Fenster andauernd geöffnet wird. Mit Kabelbindern lässt sich das auf einfache und saubere Weise verhindern und am Abreisetag können die Sicherungen einfach wieder entfernt werden.

Illustration Kind im Autositz

Müde ins Auto

Sind Autofahrten für alle Beteiligten nicht viel entspannter, wenn die lieben Kleinen friedlich schlafen? Anstatt also morgens das Zelt abzubauen und mit hellwachen, unternehmungslustigen Kids auf die Piste zu gehen, könnte man sich auch erst reisefertig machen, um dann noch einen erholsamen und auspowernden Badetag einzulegen. Denn danach sind die Kinder zufrieden und ermattet und werden im Auto meistens ganz schnell einschlafen.

Ihr wollt in den Urlaub fliegen? Dann lest doch auch unsere Tipps zur ersten Reise im Flugzeug mit Kind.

Auf alles vorbereitet_Lifehacks 2017
Das Buch „Auf alles vorbereitet“ ist im Dumont Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro

Noch mehr praktische Tipps findet ihr in dem Buch „Auf alles vorbereitet“, erschienen im Dumon Verlag. Aus der Reihe gibt es noch weitere Bücher, wie zum Beispiel auch spezielle LifeHacks fürs Camping .

 

 

 

 

 

 

Aufmacherbild: AleksandarNakic / istock,

bionicToys: im Interview mit Gründer Marcel Pasternak

Mit bionicTOYS kam 2016 das erste Konstruktionsspielzeug auf den Markt, das sich in seiner Funktion an der Natur orientiert. Der flex-Baustein wurde vom deutschen Produktdesigner Marcel Pasternak im Zuge seiner Masterthesis entwickelt und ist eine Ergänzung für modulare Bausteinsysteme wie LEGO oder Tinkerbots. Wir haben dem Gründer ein paar Fragen dazu gestellt..

Kannst du uns das Prinzip von bionicToys etwas näher beschreiben?

Die flexiblen Bausteine von bionicTOYS beruhen auf Bewegungsprinzipien der Natur. Denn schließlich ist alles, was sich in der Natur bewegt und verformt, FLEXIBEL. Mein zum Patent angemeldeter Spielbaustein ergänzt ideal das LEGO-Technik Baukastensystem. Somit können Kinder ab 4 Jahren und LEGO-Begeisterte bis in das hohe Alter Kräfte der Natur kennenlernen und in Tier- oder Pflanzenmotiven umsetzen.

Wie bist du auf die Idee zu bionicToys gekommen?

Die bionicTOYS sind in meiner Masterarbeit im Fachgebiet Produktdesign entstanden. Fasziniert von der Bewegung der Natur habe ich nach einer einfachen Methode gesucht, diese Bewegungen zu konstruieren. Nach zahlreichen Bewegungsstudien und Prototypen, entwickelte ich den flexiblen Basisbaustein von bionicTOYS, welchen ich mit Hilfe meiner Partner zum Patent anmelden konnte.

Woran orientierst du dich bei der Entwicklung?

Ich bin sehr gerne in der Natur. Sie gibt mir Ruhe und Inspiration. Oft sind es Kleinigkeiten, welche mich faszinieren und Ausgangspunkt für weitere Recherchen und Prototypen sind. Das können Bewegungen, Gerüche, Geräusche, Farben oder Strukturen sein. Meist ruhen diese „Kleinigkeiten“ in Form von Skizzen oder Notizen in einem meiner Skizzenbücher, bis der Tag kommt, an welchem sie benötigt werden. Bei den bionicTOYS versuche ich mich auf die charakteristischen Bewegungen von Tieren oder Pflanzen zu konzentrieren. Die Dynamik des flexiblen Bausteins in Kombination mit den Proportionen der harten Elemente (Gliedmaßen) spielen dabei eine große Rolle.

Welche Erfolge kontnest du auf deiner ersten Nürnberger Spielwarenmesse verbuchen?

Bisher habe ich einige Preise, wie den Green Product Award, den Marianne Brandt Preis, das Elsa Neumann Stipendium oder den DMY new talents Award mit bionicTOYS gewinnen können. Die Spielwarenmesse in Nürnberg übertraf allerdings alle meine Erwartungen. Es gab Vorbestellungen von Großhändlern und Einzelhändlern, sehr gute Kontakte zu Produzenten und eine enorme Anfrage aus den Bildungsbereichen.

Welchen Grund hat es, das du bionicToys ausschließlich über Crowdfunding finanzierst?

bionicTOYS ist ein kleines Berliner Start-Up welches über das Crowdfunding erst ein mal den Markt antasten und die Produktion für die Nullserie aus eigener Kraft finanzieren wollte. Die Spielwarenmesse Nürnberg und die bisherigen Anfragen zeigen jedoch, dass eine hohe Nachfrage an unserem Bildungsprodukt besteht und das kleine Start-Up nicht mehr lange klein bleibt. Hierfür suchen wir aktuell Investoren.

Was wünschst du dir in Zukunft für  bionicToys?

Ich wünsche mir, dass bionicTOYS weltweit im Bionikunterricht zur Veranschaulichung von Bewegung der Natur eingesetzt wird und unter dem Weihnachtsbaum zu finden ist. 

 

Die 10 schönsten Spielzelte für den Sommer

Spielzelte sind der Stoff aus dem die Träume sind: Zumindest wenn es nach unseren Kindern geht. Aber Hand aufs Herz, was gibt es schöneres als sich auf einer Grillparty mit seinen Freunden zu verstecken oder sich darin Abends mit tausend Kissen und Decken erste Gruselgeschichten zu erzählen? Wir haben die zehn schönsten Spielzelte für den Sommer rausgesucht!

Doch Achtung! Bevor ein Spielzelt gekauft wird ist es gut, zuerst auf die Materialien zu achten. Wände und Böden sollten möglichst schadstofffrei und nicht mit Chemikalien und Weichmachern belastet sein. Ganz perfekt wird das Zelt mit einem  Öko-Zertifikat vom Hersteller. Dann steht dem Spielspaß nichts mehr im Weg.

Bild: Win Green

Der Hype um Kinderstars: Ist Millie Bobbie Brown zu jung fürs Geschäft?

Serienheldin, Sängerin, Model und Preisträgerin renommierter Filmpreise – an Selbstbewusstsein sollte es Millie Bobby Brown aktuell nicht mangeln. Was manch einer für seine gesamte Karriere erstrebt, hat Millie bereits mit 13 Jahren erreicht. Nun wurde ihre anstehende Kooperation mit Unterwäschelabel Calvin Klein bekannt. Hier wird Brown zwar keine Lingerie präsentieren, trotz allem wird der Hype um die Kinderdarstellerin immer größer. Wie jung ist für Model- & Showbusiness zu jung?

»Akte X« trifft auf »TKKG« – innerhalb weniger Wochen wurde das Netflix-Format »Stranger Things« nicht nur zum Kassenschlager der Produktionsfirma sondern auch zum neuen Kultobjekt eingeschworener Serienfans. Der Mysteriestreifen handelt vom Verschwinden des Jungen Will Byers. Während sich seine alleinerziehende Mutter – gespielt von Winona Ryder – an die Polizei wendet, machen sich die drei besten Freunde selbst auf die Suche und stoßen im Wald auf ein verstörtes, tätowiertes Mädchen mit paranormalen Fähigkeiten. Millie spielt hier die kleine »Eleven«. Eine Rolle für die sie sich sogar die langen Haare abrasierte.

Wer anfangs 90er-Ikone Winona Ryder als Serienstar sah, wurde schnell eines besseren belehrt. Millies Figur »Eleven« avancierte zur absoluten Kultfigur der Serie. Androgyner Look und toughe Attitüde gepaart mit elfengleichem Charme – ein Charakter, der sofort faszinierte. Im vergangenen Jahr sah man an Halloween bereits die ersten Kinder im »Eleven«-Kostüm, manch einer ließ sich sogar Millies Seriengesicht mit blutender Nase tätowieren.

Seit ihrem neunten Lebensjahr stand Brown vor der Kamera. Die Familie zog für die Karriere ihrer begabten Tochter sogar ins weit entfernte Los Angeles. Es folgten Auftritte in Serien wie »Navy CIS«, »Modern Family« oder »Grey’s Anatomy«. Der große Erfolg blieb erstmal aus. Mit der ersten Ausstrahlung von »Stranger Things« änderte sich Millies Leben komplett und das mediale Interesse an dem Mädchen mit den raspelkurzen Haaren stieg. 2016 veröffentlichte das US-amerikanische Magazin »Interview« schließlich die neue November-Ausgabe mit Millie auf dem Cover: zurückgegeltes Haar, Choker, Lederweste und Kronkorken-Patches! Aus der Kultfigur-Eleven entstand nun Kultfigur-Millie.

 

Weitere Magazinstrecken folgten. In seiner Winterausgabe veröffentlichte Dazed and Confused ein Editorial unter dem Titel »True Heroin« mit Millie in androgyner Menswear. Auf Holzhocker und Ledercouch posierte die 13-jährige, als hätte sie ihr Leben lang nicht anderes gemacht. Dabei vergleicht das britische Independent-Magazine Millies Ausstrahlung  mit der jungen Natalie Portman aus dem Film »Leon der Profi«, in der Rolle der 12-jährigen Auftragskillerin Mathilda. Nun steht der neueste Clou auf dem Terminplan: Für den Maßschneiderungs-Service bei US-Label Calvin Klein dient Brown als neuestes Testimonial!

Ein Beitrag geteilt von Dazed (@dazed) am

»Ich lebe in einem Flugzeug und wohne momentan nirgendwo so richtig«, erklärte Millie kürzlich in einem Gespräch. Neben Talkshow-Auftritten, Drehphasen und Modelaufträgen scheint irgendwie die Kindheit auf der Strecke geblieben zu sein.
Ob sich ihre Karriere nun wie Portmans oder anderer Kinderstars wie Macaulay Culkins oder Lindsey Lohans entwickelt bleibt abzuwarten. Wir sind nur froh Millie nicht modelnd in Unterwäsche für Calvin Klein zu sehen und freuen uns bis dahin auf die kommende Staffel »Stranger Things«.

Teaser-&Sliderbild: Dimitrios Kambouris / Staff

Neue Bilderbücher: Von Schnullern, Familienzuwachs und Rollentausch

Auch die kleinen Zuhörer haben schon (kleine) Sorgen im Alltag. Darum geht es bei unseren Bilderbüchern um die Trennung vom heißgeliebten Schnuller, um ein kleines Geschwisterchen, um Sehnsucht nach Mama, um eine große Mutprobe und ums Teilen…

Schnulleralarm; @2017 Hanser VerlagSchnulleralarm

Valdemar liebt seinen Schnuller. Den ganzen Tag nuckelt er laut schmatzend – obwohl er ja eigentlich dafür schon ein bisschen zu groß ist. Das findet auch Papa und beschließt eines Tages: Der Schnuller muss weg. Er schneidet ihn einfach durch. Doch Valdemar ist ein kluges Wolfskind und hat noch einen anderen Schnuller versteckt. Auch mit diesem macht Papa Wolf kurzen Prozess und spült ihn in der Toilette runter. Waldemar ist sauer und holt sich den nächsten Ersatzschnuller: Warum eigentlich soll Papa alles bestimmen dürfen? Erst als er auf seine jüngere Schwester aufpassen soll wird ihm klar, was den Unterschied ausmacht zwischen kleinem Kind und einem großem Kind…
Eltern kennen das Problem: Irgendwann soll der Schnuller weg. Aber wie? Die kleine Geschichte vom frechen Wolf Valdemar hilft vielleicht so manchem Schnullerliebhaber beim Abschiednehmen.
Von Maria Jönsson, erschienen bei Hanser für 12 Euro.

Wir mit dir sind vierwir-mit-dir-sind-vier, @Jacoby & Stuart 2017

Wenn sich ein Geschwisterchen ankündigt, dann verändert sich das Leben einer Familien komplett. Nicht nur, dass aus drei vier werden. Es gibt einen ganz neuen Tagesablauf und neue Dinge, die das große Geschwisterkind kennen lernt. Lilli L’Arronge zeigt mit liebevollen Illustrationen und einfach Begriffen in Reimform, was passiert, wenn aus drei plötzlich vier werden. Mit viel Humor wird das Familienleben zu viert in vielen Alltagssituationen veranschaulicht. Ein sehr schönes Bilderbuch für Kinder ab 2 Jahren.
Von Lilli L’Arronge, erschienen bei Jacoby & Stuart für 14,95 Euro.

 

WennMamaverreist; @beltz und gelbergWenn Mama verreist

Sehnsucht nach Mama? Klar hat der kleine Elefant das, wenn Mama verreist. Zusammen mit Papa bringt er seine Mutter zum Flughafen. Sie winken noch zum Abschied, aber das Ganze ist schon ein bisschen traurig. Doch die Traurigkeit währt nur kurz, denn die Tage allein mit Papa sind auch spannend. Das merkt der kleine Elefnat ziemlich schnell, denn alles ist etwas anders als sonst: das Essen, die Schlafenszeit und auch sonst so manches. Und wenn die Sehnsucht nach Mama zu groß wird, dann skypen die drei per Computer und erzählen sich, was so los war während Mama verreist ist.
Das Bilderbuch von Mariana Ruiz-Johnson macht keine große Sache daraus, dass Mama geschäftlich verreisen muss und Papa „übernimmt“. Da gibt es kein schlechtes Gewissen und keine falsche Sentimentalität. Für Kinder ab 2 Jahren.
Von Mariana Ruiz-Johnson, erschienen bei Beltz & Gelberg für 12,95 Euro.

Nein, Tein Heia!Nein, Tein Heia; @Moritz Verlag 2017

Es ist eine Katastrophe: Franz, Simons kleiner Bruder, hat sein Heiatuch vergessen. Und ohne das Schmusetuch kann er unmöglich einschlafen. Das geht einfach nicht! Ausgerechnet draußen in der Hütte die sie tagsüber zusammen gebaut haben, hat Franz das Tuch liegen gelassen. Also fasst sich Simon ein Herz und geht das Tuch holen. Alles ist dunkel und er hat ganz schön Angst. Aber Franz zuliebe riskiert er alles. Doch dann passiert etwas ganz Schlimmes: ein Gespenst taucht auf. Simon rennt so schnell er kann und… Franz ist glücklich. Er hat sein Tuch wieder und lässt sich von Simon die spannende Geschichte nochmal und nochmal erzählen. Und Simon ist stolz, der Held des abends zu sein. Eine rührende Geschwistergeschichte für Kinder ab 3 Jahren.
Von Stephanie Blake, erschienen im Moritz Verlag für 12,95 Euro.

Der fabelhafte SchirmTheGreenUmbrella-German-cvrRev7.indd

Also es ist doch wie verhext: Kaum hat man etwas, worüber man sich freut, schon wollen es auch die anderen haben. So geht es dem Elefanten, der mit seinem grünen Schirm durch den Regen patscht. Er trifft einen Igel, der behauptet der Schirm sei eigentlich sein Boot mit dem er eine abenteuerliche Reise über Ozeane gemacht habe. Danach trifft der Elefant noch einige andere Tiere, die glauben der Schirm sei ihr Gehstock, ihr Zelt oder sogar ihre Flugmaschine. Also wirklich! Alle haben ganz erstaunliche Geschichten zu erzählen, die beweisen sollen, dass der grüne Schirm ihr Eigentum ist. Wie der Elefant sie wohl überzeugen kann, dass der Regenschirm ihm gehört? Eine Geschichte über Freundschaft und Teilen – voll Humor (und Flunkereien). Für Kinder ab 4 Jahren.
Von Jackie Azúa Kramer mit Illustrationen von Maral Sassouni, erschienen im NordSüd Verlag für ca. 20 Euro.

 

Noch mehr Buchtipps findest du hier.

 

Aufmacherbild: Jackie Azúa Kramer und Maral Sassouni; Der fabelhafte Schirm; NordSüd Verlag

7 coole Wasserspielzeuge, mit denen Baden zum Riesenspaß wird

Mit Wasser spielen eigentlich alle Kinder gerne. Aber wenn es ums Baden oder gar Haare waschen geht, ist es manchmal gar nicht so einfach, sie in die Badewanne zu bewegen. Erst wollen sie nicht rein, und dann nicht wieder raus. Mit diesen Wasserspielzeugen ist zumindest der erste Teil überhaupt kein Problem mehr – nur den Badespaß zu beenden, könnte danach noch etwas länger dauern…

HIX ist ein wandelbares Konstruktionsspiel aus Silikon. Durch Einkerbungen lassen sich die Kegel aus dem elastischem Material an bestimmten Stellen einknicken. Vier verschiedene Formen kann jedes Teil annehmen. Die Löcher in der Seite machen es für Wasser- und Sandspiele interessant. Aber Kinder finden dafür auch andere zahlreiche Einsatzmöglichkeiten! Von Moluk, über smallbut.at

Kippen, sieben, einfangen: mit diesem Set von Plan Toys ist stundenlanger Wasserspaß garantiert – ob in der Badewanne oder im Planschbecken. Alle Teile sind aus Holz gefertigt, abgerundete Kanten sorgen für angenehme Haptik. Von Plan Toys, über babyshop-itkids.com

Ein Wasserstrom setzt das blaue Rad in Bewegung, passiert ein Sieb und dann einen Trichter, bevor sich das Wasser wieder im Becher sammelt. Ein lehrreiches Spiel über das Ursache-Wirkung Prinzip. Alle Teile können auch getrennt zum Einsatz kommen.  Von Kid O, über smallbut.at

Diese Wasserlilie besteht aus vier Elementen. Die pinkfarbene Blüte und der blaue Blütenteller schwimmen, und dienen als Gefäß und Schwimminsel. Durch die gelbe „Blütenmitte“ fließt das Wasser dreistrahlig. Das Highlight ist aber das transparente Teil – damit können die Kids ähnlich wie durch eine Taucherbrille die Tiefen der Badewanne erkunden…  Von Eduplay, über mytoys.de 

Auf hohe See können sich die Kleinsten mit diesem niedlichen Fischerboot begeben. Der Ring ist Steuerrad und Rettungsring in in einem. Falls also der Kapitän mal über Bord geht, ist es kein Problem ihn zu retten! Die kleinen Fische schwimmen an der Wasseroberfläche und warten darauf, mit den kleinen Angeln herausgefischt zu werden. Von Ambi Toys, über daskleinezebra.com 

Ein sehr lehrreiches Spielzeug ist diese Wolke. Durch ein größeres Loch an der Oberseite lässt man Wasser hineinlaufen. Ähnlich wie bei einer Pipette können die Kinder dann mit dem Finger das Wasser strömen lassen oder den Regen stoppen. Von Moluk, über tausendkind.de

Für die Badewanne, den Sandkasten oder auch fürs Kinderzimmer ist diese robuste Fähre mit ausfahrbarer Rampe bestens geeignet. Zwei Autos werden mitgeliefert. Super fürs gute Gewissen: Die Fähre besteht aus 100% recyceltem Kunststoff. Von Greentoys, über greenstories.de

Bild Slider: Moluk, Bild Startseite: Greentoys

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Facebook, Snapchat und Co: Social Media Nutzung bei Kindern

Facebook, Youtube, Snapchat und Co. – Social Media Kanäle sind ohne Zweifel ein fester Bestandteil in unserem Leben und auch der unserer Kinder georden. Verständlicherweise beobachten viele Eltern die ersten Social Media Gehversuche ihre Sprösslinge skeptisch und befürchten sie wären noch jung um mögliche Gefahren zu erkennen. Umso besser ist es zu wissen, was denn das Gesetz und die Social Media Plattformen selbst sagen ab wann Kinder bestimmte Kanäle frei nutzen dürfen. Wir haben mal nachrecherchiert und einige Überraschungen erlebt. Oder wusstet ihr das man einen youtube Kanal erst ab 18 führen darf?

Eines vorneweg: Geschäftsbedingungen der einzelnen Betreiber sind per se keine festen Gesetze, sondern eher eine Empfehlung, ähnlich dem FSK bei Filmen – ernst genommen werden sollten sie aber natürlich trotzdem.

 

Whatsapp
whatsappSeit 2016 wurde bei Whatsapp in den AGB’s das Mindestalter der Nutzung von 16 auf 13 Jahren heruntergesetzt. Denn in der Realität wurde die App schon immer auch von Jüngeren genutzt. Kein Wunder, denn eine funktionierende Alterskontrolle nimmt WhatsApp nicht vor.

Youtube
youtubeEine der beliebtesten sozialen Plattformen überhaupt ist laut AGB`s tatsächlich erst ab 18 Jahre. Hier lautet es wie folgt: „Sie dürfen die Dienste nicht nutzen und die Bestimmungen nicht annehmen, sofern (a) Sie noch nicht das rechtlich erforderliche Alter für den Abschluss einen bindenden Vertrags erreicht haben“. Und das „erforderliche Alter“ hierzulande ist nunmal 18. Allerdings erlaubt YouTube das erstellen eines Kanals – im Zusammenhang mit google Plus – bereits ab dem Alter von 13.

Facebook
facebookFacebook hingegen ist eindeutiger und erklärt in seinen AGB’s kurz und knapp: „Du wirst Facebook nicht verwenden, wenn du unter 13 Jahre alt bist.“ Benutzer unter diesem Alter werden im schlimmsten Fall gemeldet und wieder gelöscht.

Snapchat
snapchatDie App sieht in ihren AGB’s die Nutzung ein ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Eine tolle Alternative für jüngere Kinder ist darum die „SnappKids“ Variante. Hier können aufgenommene Bilder und Videos zwar mit Emoticons und Effekten bearbeitet werden können, man kann sie aber nicht veröffentlichen.

Instagram
instagramDas offizielle Alter bei Instagram liegt laut AGB’s bei 13 Jahren. Doch auch hier gibt es keine wirksame Alterskontrolle sodass sich theoretisch jeder anmelden kann.

MusicLy
musiclyIn den letzten Wochen ist auf den Pausenhöfen ein richtiger Hype um Musically bzw. MusicLy ausgebrochen, weshalb die App in unserer Auflistung nicht fehlen darf, denn ganz offiziell  sehen die AGB’s  erst eine Nutzung ab 13 Jahren vor.

Spaß am Programmieren? Jugend hackt für den guten Zweck

Das Projekt „Jugend hackt!“ klingt ein bisschen bedrohlich. „Hacker“ ist kein positiv konnotierter Begriff. Dabei ist das, was „Jugend hackt!“ macht, eine ziemlich gute Sache: Hier wird der Programmier-Nachwuchs gefördert und dabei versucht, die Welt ein bisschen besser zu machen. Wir haben Nana Schön, Botschafterin des Programms, interviewt.

„Jugend hackt!“ ist zwar noch recht jung: Die erste Veranstaltung fand 2013 in Berlin statt. Seitdem ist das Projekt stetig gewachsen. 2015 war der Andrang so groß, dass die Jungs und Mädels von „Jugend hackt!“ nicht nur in Berlin bleiben wollten, sondern sich in alle Himmelsrichtungen ausgeweitet haben. Ist auch ganz praktisch, wenn man nicht ganz bis nach Berlin reisen kann oder möchte. Im Juni findet „Jugend hackt!“ etwa in Hamburg und Frankfurt Main statt, im Oktober und November gibt es das Programm erstmalig auch in der Schweiz und Österreich.

So sieht das aus, wenn gemeinsam an einem Projekt getüftelt wird
So sieht das aus, wenn gemeinsam an einem Projekt getüftelt wird Foto: Leonard Wolf

„Jugend hackt!“ findet also wahnsinnig viel Anklang – kein Wunder: die Grundidee ist und war, den Programmiernachwuchs hierzulande zu fördern. Dieser scheint zahlreich in den Startlöchern zu brodeln – es bewerben sich immer viel mehr Kids, als tatsächlich mitmachen können. Einmal im Jahr findet in Berlin ein Wochenende lang ein Treffen mit 120 Jungs und Mädchen statt. Gemeinsam programmieren sie unter dem Motto „Mit Code die Welt verbessern“ in Berlin an unterschiedlichen Ideen herum. Dabei werden sie tatkräftig vom Team unterstützt – dieses arbeitet hauptsächlich ehrenamtlich. Nana Schön ist eine der Mentorinnen. Außerdem ist sie dieses Jahr Engagement-Botschafterin und ermutigt so andere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aller Art, sich zu engagieren. Wenn Nana mal nicht programmiert, steht sie als Mathe- und Physiklehrerin vor Schülern.

lunamag: Nana, es herrscht das Vorurteil, dass Programmieren und Informatik eher von Nerds betrieben wird.

Nana: Das halte ich für ein altes Vorurteil. Und wie Vorurteile so sind: sie haben nichts mit dem zu tun, was dahinter steckt.

Was steckt denn dahinter?

Programmieren ist wahnsinnig kreativ. Man kann eine Welt erschaffen, Probleme lösen, sich Spiele ausdenken und bei all dem seine ganz eigenen Vorstellungen umsetzen.

Das tut ihr auch bei „Jugend hackt!“, richtig?

Genau! Das Motto „Mit Code die Welt verbessern“ wird dabei nicht aus den Augen verloren. Wir entwickeln Apps oder Programme, mit denen jemandem geholfen wird oder die sich um die Umwelt kümmern.

Wie genau passiert das?

Bei unseren Events in Berlin kommen die ganzen Kids zusammen. Manche haben vielleicht schon Ideen, andere schließen sich den Projekten an, die sie interessieren. Am Ende arbeiten immer etwa 5 Kinder und Jugendliche an einer Idee. Wir MentorInnen sind dabei die ganze Zeit vor Ort und unterstützen die Kids. Der Höhepunkt ist die Präsentation an Schluss: Hier zeigen alle, woran sie die letzten Tage gearbeitet haben.

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Beim Abschluss-Event von „Jugend hackt!“ gibts auch Konfetti (Bild: Leonard Wolf)

Was fasziniert dich an „Jugend hackt!“?

Die Atmosphäre ist klasse! So viele tolle Leute an einem Ort, die alle kreativ und talentiert sind! Es entwickeln sich auch tolle Freundschaften und ich bin immer wieder erstaunt, was hierbei für tolle Projekte entstehen.

Um noch ein Vorurteil zu bedienen: Sind es mehr Jungs als Mädels, die bei euch an den Start gehen?

Nein, wir achten darauf, dass genauso viele Mädchen wie Jungs dabei sind. Aber auch darüber hinaus ist es tatsächlich ein reines Vorurteil, dass eher Jungs gerne und gut programmieren. In der Schule, bei „Jugend hackt!“ aber auch bei „CoderDojo“ (einem weiteren Projekt, das die Jüngsten bei ihren Gehversuchen in der Programmierwelt unterstützt, Anm. d. Red.) bemerke ich immer wieder, dass die Mädels da ganz vorne mit dabei sind. Häufig sind es die gesellschaftlichen Erwartungen, die Mädchen und Jungs kategorisieren. Schade, dass immer noch geglaubt wird, Computer sei Jungskram.

Wir sind begeistert von den tollen Projekten der Nachwuchs-Hacker und dem Engagement der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Wer Lust bekommen hat, auch bei „Jugend hackt!“ mitzumachen oder sich über die Events informieren möchte, schaut sich hier um.

Bilder und Titelbild: Open Knowledge Foundation Deutschland/ Leonard Wolf

Jella Haase verrät uns die Heldinnen ihrer Kindheit

Die Helden und Heldinnen unserer Kindheit bleiben auf ewig etwas ganz Besonderes. Häufig erinnern wir uns ein Leben lang an sie. Für uns hat sich Jella Haase an die Heldinnen ihrer Kindheit erinnert. Es sind Bibi und Tina – obwohl Jella auch noch andere Helden und Heldinnen hatte, haben die beiden Mädchen sie besonders beeindruckt. Warum das so ist, erklärt sie selbst:

„Ich habe es als Kind geliebt, in Geschichten einzutauchen. Beispielsweise bei Harry Potter: Ich habe alle Bände mehrere Male gelesen, habe die Atmosphäre der Geschichten aufgesogen, mir meine eigene Zauberschule vorgestellt, gezeichnet und die verschiedenen Charaktere imitiert. Die drei Fragezeichen waren auch absolut mein Ding. Als ich noch kleiner war, bin ich jedoch Abends zu Hörspielen von „Bibi und Tina“ eingeschlafen.

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Bibi und Tina, wie man sie kennt und liebt – vermutlich gerade auf dem Weg in den Pferdestall

Ich mochte schon immer Heldinnen, die ordentlich was drauf haben. Bibi und Tina passten da absolut zu meinem Geschmack, denn sie sind die absolut coolsten Hechtinnen im Karpfenteich. Die Freundinnen sind jung, frech und leben auf einem Reiterhof, sind den ganzen Tag draußen auf ihren Pferden unterwegs, schlafen auch mal im Heu, erleben Abenteuer und halten immer zusammen. Ich mochte Bibi so gerne, weil sie hexen kann – cooler geht‘s nicht! Außerdem hat mir imponiert, dass sie auf Kartoffelbrei durch die Lüfte düsen kann und immer eine Lösung parat hat. Da sie jedoch keine Leuchte in Mathe ist, hatte sie auch sofort meine Sympathien, wahrscheinlich weil ich mich auch selbst mit ihr identifiziert habe.

Tina hingegen habe ich mir schon größer vorgestellt. Sie war in der Geschichte mit Alex zusammen und das war ziemlich aufregend. Dass sie mit einem Jungen geht und Händchen hält hat mich, glaub ich, ziemlich neugierig gemacht. Sie war auch ein bisschen bockig, während Bibi eher die Umgänglichere war. Ich fand beide auf ihre eigene Art und Weise toll.

Aber das allerbeste war natürlich, dass die zwei durch den Wald um die Wette reiten konnten und dabei so unendlich viel Spaß und Freiheit ausgestrahlt haben. Ich bin noch mit 14 zusammen mit meiner besten Freundin Mimy auf Pferden durch den Wald gepest und wir haben Wettrennen auf den Pferden veranstaltet, ganz à la Bibi und Tina.

Ich glaube, dass mich die positive Sicht der beiden Mädels beeinflusst hat und dass ich diese Eigenschaft schon in den Menschen suche, die ich bewundere: Sie gehen Probleme an, ohne alles zu ernst zu nehmen. Lieben ihre Eigenständigkeit aber auch gleichzeitig ihre Freundschaft. Jede für sich hat ihren eigenständigen Charakter, dennoch passen sie super zusammen. Wenn es ein Muster gäbe, wären das die kleinen Mosaiksteine, die mir gefallen würden, bei einem Menschen.

Ich verstehe jedenfalls, warum Bibi und Tina immer noch so beliebt sind: Die Mischung aus Freundschaft, Freiheit, erste Liebe, und Mädchensein ist einfach nach wie vor inspirierend, interessant und hat eine gewisse Leichtfüßigkeit.“

Jella Haase wurde am 27. Oktober 1992 in Berlin geboren. Ihre wohl bekannteste Rolle ist die der „Chantal“ in „Fack ju Göthe“. Dabei weiß mittlerweile jeder, dass Haase nicht nur die Prollo-Tussi bestens darstellen kann. Schließlich spielte Haase bereits als Kind Theater und Kinofilme wie „4 Könige“ oder „Looping“ zeigen den Facettenreichtum der Schauspielerin. Wie man ihrem Instagram-Account entnehmen kann, dreht sie aktuell den letzten Teil des Kinohits „Fack ju Göhte“ – mindestens einmal wird es also doch noch die Chantal. Wir freuen uns!

Porträt von Jella Haase: Steffi Henn Illustration Titelbild und Bild: Kiddinx Studios GmbH Berlin, 2016

Von nervigem Familienzuwachs und einer Menge Chaos:
5 neue Erstlesebücher für die Kids

Gute Geschichten kann man niemals genug haben. Gut, dass es wieder so viele neue tolle Charaktere und Abenteuer gibt, die wir euch vorstellen können! In unserer Auswahl an Lesebüchern trefft ihr nervige Pflegekinder, eine Menge Chaos, stinknormale Leute und kratzige Bürsten. Klingt gut? Ist es auch!

Normal? Langweilig? Besonders?

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Kathleen Verdecken und Eva Mouton: Ich bin Jan und stinknormal. Gerstenberg Verlag 2017, 12,95 Euro

Ist „normal“ auch „gewöhnlich“? Und was bedeutet das überhaupt? Ist das Gegenteil von „normal“ eigentlich „besonders“? Und wer entscheidet, ab wann jemand „besonders“ oder doch eher „normal“ ist. Wo wir gerade dabei sind: Ist „besonders“ besser als „normal“?

So wirklich wissen auch wir keine Antwort darauf. Genauso wenig wie Jan aus dem Buch „Ich bin Jan und stinknormal“. Anfangs denkt er noch, er sei zu normal, weil alle um ihn herum etwas Besonderes sind. Also versucht er auch, etwas Besonderes zu tun und dadurch auch etwas Besonderes zu sein. So richtig klappen will das aber nicht. Am Ende macht Jan einen ganz normalen Hopser – ob er sich dabei mittlerweile für was Besonderes hält oder sich doch immer noch ganz normal findet, erfahrt ihr beim Lesen.

„Ich bin Jan und stinknormal“ ist von Autorin Kathleen Vereecken geschrieben worden. Die ebenso leichtfüßigen wie auch lustig-unkonventionellen Zeichnungen dazu stammen von Eva Mouton. Beide Frauen kommen aus Belgien und haben mit ihrem Buch eine lustige Geschichte zusammengeschrieben, hinter der die LeserInnen mehr entdecken können – wenn sie es wollen. Fragen nach dem Selbstbild und der Außenwirkung zum Beispiel können hier gestellt werden. Wenn die Kids allerdings keine Lust auf den ganzen metaphysischen Kram haben, kann man Jan und seiner Freundin Nina aber auch super einfach so folgen. Spaß haben dabei jedenfalls alle Beteiligten.

Gekritzeltes Chaos-Leben

Bei Mia ist einfach Chaos angesagt: Krokodile, Fischstäbchen, Sonderversammlungen, die doofe Schule, ein hinreißend schöner Filmstar und mittendrin Mia, die eigentlich nur gerne möchte, dass ihr Wecker aufhört zu klingeln. Es ist der erste Schultag nach den Ferien…warum Mia in den Ferien durchgängig frisch und fröhlich war und am ersten Schultag am liebsten im Bett bleiben würde, weiß sie auch nicht so genau. Wenn sie nur wüsste, dass der erste Schultag so ereignisreich werden würde, dass er die ganzen ersten 60 Seiten ihres Buches einnehmen würde!

Aha...so sieht Mias Leben also aus!
Aha…so sieht Mias Leben also aus!

Das gesamte Chaos in Mias jungem Leben wird durch Mias

Knife & Packer: Mia voll verdoodelt. Ars Edition 2017, 7,99 Euro
Knife & Packer: Mia voll verdoodelt. Ars Edition 2017, 7,99 Euro

Doodles und Comics in ihrem Tagebuch bestens ergänzt. Allerdings sind diese Kritzeleien mindestens genauso durchgedreht wie die Geschichte selbst.

Knife & Packer haben gemeinsam für Illustrationen dieses Buches gesorgt und dabei mal so richtig schön aufgedreht. Gefällt allen, die starke Protagonistinnen mögen – oder vielleicht sogar selbst welche sind? So im eigenen Leben, in dem zwar keine Krokodile und Fischstäbchen vorkommen aber möglicherweise andere Monster, gegen die man sich ja auch wappnen muss.

Vom Stadtkind zum Landei?

Dagmar Chidolue: Ein verrückter Hühnerhaufen. Coppenrath Verlag 2017, 10,99 Euro
Dagmar Chidolue: Ein verrückter Hühnerhaufen. Coppenrath Verlag 2017, 10,99 Euro

Lucie könnte ausrasten: Sie landet mit ihren Eltern in ihrem neuen, großen Haus mitten im Nirgendwo. Um sie herum findet sie nur gähnende Leere. Dabei sind doch gerade erst Sommerferien und dank der Einöde um sie herum verspricht das, kein besonders spannender Sommer zu werden.

Arme Lucie! Hinzu kommt, dass die Nachbarsjungs auch noch total komisch sind, meistens von irgendwelchen Galaxien quatschen und auch sonst niemand so wirklich spannend wirkt. Was also tun, wenn die menschlichen Wesen nicht so wirklich taugen? Genau: Sich mit Tieren beschäftigen. Lucie entdeckt ihr Herz für Tiere und wird zu einer richtigen Tierretterin. Am Ende hat sie einen ganzen Hühnerhaufen. Und merkt, dass die Kids auf dem Lande und die ganze Natur und das alles doch gar nicht so fürchterlich sind.

Wieviele Leute passen eigentlich in eine Familie?

Martha Heesen: Mein Bruder, die Neuen und ich. Gerstenberg Verlag 2017, 12,95 Euro
Martha Heesen: Mein Bruder, die Neuen und ich. Gerstenberg Verlag 2017, 12,95 Euro

Toons Familie kann schon ganz schön anstrengend sein: Sein Bruder Jan ist Leistungsschwimmer und steht manchmal ganz schön auf dem Schlauch. Mama und Papa sind nett und lieb, aber nehmen immer wieder Pflegekinder auf, die Toon und Jan zunächst skeptisch begutachten. Kein Wunder – so wirklich einfach ist es mit den drei Neuen ja auch nicht: Rufus spricht die ganze Zeit mit einem alten Bilderrahmen, Milo redet ununterbrochen ohne Punkt und Komma und Abigaël spricht dafür mit überhaupt niemandem. Tolle Kombi!

Toon weiß schon: Die Pflegekinder wären nicht bei ihnen, wenn in ihren eigenen Familien alles in Ordnung wäre – aber manchmal ist das ihm einfach alles zu viel! Die mittlerweile siebenköpfige Chaostruppe hält sich jedenfalls gegenseitig ganz schön auf Trapp und Toon ist mehr als dankbar, wenn zwischendurch einmal ganz kurz Ruhe herrscht.

Martha Heesen hat mit „Mein Bruder, die Neuen und ich“ ein Buch geschrieben, dass sich hauptsächlich mit Toleranz beschäftigt. Die Freiheit einer Person geht zwar nur so weit, bis die Freiheit eines anderen anfängt. Was aber, wenn man doch mal Platz für wen anders machen muss – Freiheit hin oder her. Außerdem lernen wir: Jemand anderen, auch wenn es die eigene Familie ist, darf man auch zwischendurch doof finden dürfen. Toon jedenfalls hat auch zum Ende des Buches seinen lockeren Tonfall und seinen Humor nicht verloren.

Von Untertanten und fremden Kindern

Bertram & Schulmeyer: Frieda Kratzbürste und ich. Oetinger Verlag 2017, 12,95 Euro
Bertram & Schulmeyer: Frieda Kratzbürste und ich. Oetinger Verlag 2017, 12,95 Euro

Frieda Kratzbürste sagt „Untertanten“ statt „Untertanen“ und „rosadoof“ statt „rosarot“. Sie hat außerdem eine Kratzbürste und liebt Geburtstage, weil es dort, wie sie selber sagt, Berge von Kuchen und Seen aus Kakao gibt. Frieda ist Annas Puppe – schon sieben Jahre lang.

Frieda ist ziemlich eigen: Sie sagt sehr schnell, wenn ihr was nicht passt und ist auch sonst sehr schrill. Ganz anders als Anna: Sie ist nämlich ganz schön schüchtern und möchte eigentlich auch nicht so gerne zum Geburtstag anderer Kinder – trotz Kuchenbergen und Kakaoseen, denn sie hat ein bisschen Angst vor den vielen fremden Kindern, die auf solchen Geburtstagen sein könnten. Anna ist besorgt, dass die anderen Kinder sie vielleicht nicht mögen könnten. Gut, dass Anna Frieda hat, denn zusammen ergänzen die beiden sich ganz gut: Was Anna sich nicht zu sagen traut, macht eben Frieda deutlich. So gibt es manchmal ganz schön peinliche Situationen, aber meistens ist das alles eher lustig.

Bertram & Schulmeyer haben mit Frieda Kratzbürste einen ziemlich anarchistischen Charakter erschaffen, der ihrer Besitzerin Anna immer wieder gut auf die Sprünge hilft. Schüchtern sein, sich manchmal überfordert fühlen und ein bisschen Angst sind nämlich eigentlich gar nicht so schlimm – so lange man da  nicht alleine durch muss.

Titelbild: Gerstenberg Verlag/ Eva Mouton

Kindernagellack: Diese Nagellacke sind für Kinder unbedenklich

Viele Kinder wollen sich gerne nach dem Vorbild ihrer Mama die Nägel lackieren. Doch Nagellack ist ein ziemlich ungesundes Produkt, das voller Gifte steckt, die nicht auf Kinderhände gehören. Deshalb haben viele Mütter ein ungutes Gefühl, wenn sie ihren Kindern Nagellack erlauben. Auch Nagellackentferner ist alles andere als gesund. Doch es gibt Alternativen: Kindernagellack, der mit Wasser abwaschbar und ungiftig ist.

Pinterest Kindernagellack

Kinder spielen gerne Verkleiden. Neben Frisuren, Schminke und Co. gehört da auch mal der passende Nagelacke dazu. Allerdings ist herkömmlicher Nagellack eine Mischung aus verschiedenen synthetisch hergestellten Chemikalien, von denen viele mehr oder weniger gesundheitsschädlich sind. Darunter sind beispielsweise Phthalate (Weichmacher) und Lösungsmittel. Formaldehyd, das im Verdacht steht krebsauslösend zu sein, oder Kolophonium, das Allergien auslösen kann. Was für erwachsene Immunsysteme vielleicht noch hinnehmbar ist, ist für Kinder bedenklich. Und zwar nicht nur, weil Kinder häufig ihre Finger in den Mund stecken. Doch etwas zu verbieten, was so viel Spaß macht, ist schwer. Im Zweifel werden dann Filzstifte genommen um die Nägel bunt anzumalen – und das ist unter Umständen erst Recht schädlich.

Nagellacke für Kinder hingegen sind speziell auf Soja- oder Öl-Basis entwickelt und lassen sich leicht abziehen oder mit Seife und Wasser entfernen. Ganz frei von chemischen Substanzen sind Kindernagellacke freilich nicht, auch wenn sie der Gesundheit nicht wesentlich schaden können. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen testet Kindernagellacke regelmäßig und stellt die Testergebnisse zur Verfügung.

Snails

Bunter Kindernagellack von Snails.

Der Nagellack von Snails bildet im Auftragen keine eigentliche Lackschicht und ist somit wasserlöslich. Er lässt sich nach dem Spielen einfach mit Wasser und Seife abwaschen! Als Inhaltsstoffe werden Wasser, Acrylpolymer und ungiftiger Farbstoff angegeben.

Nailmatic

Bunter Kindernagellack von Nailmatic.

Die Nagellacke kommen aus Frankreich, sind atoxisch und lassen sich mit lauwarmen Wasser entfernen. Der Nailmatic Kids Nagellack enthält keine aggressiven Chemikalien und ist frei von Lösungsmitteln und Parfum.

Essbarer Kindernagellack von Kid Licks.

Kid Licks

Und dann gibt es noch Kid Licks, den ersten essbaren (!) Nagellack. Er wird aus Bio-Lebensmitteln wie Karotte, rote Bete und Gerstengras hergestellt und ist sogar vegan. Deshalb muss er einmal geöffnet im Kühlschrank aufbewahrt werden. Er braucht zwar relativ lange zum trocknen, lässt sich aber mit Wasser abwaschen oder eben einfach ablecken.

Lest hier unseren Beitrag zu unbedenklichem Parfum für Kinder!