11 Dinge, die nur ältere Geschwister kennen

Ob ihr nun gerade überlegt, noch weiteren Nachwuchs zu bekommen oder ob ihr selbst jüngere Geschwister habt –  hier sind 11 Dinge, die nur das ältere Geschwisterkind kennt oder kennenlernen wird.

 

1. Du musst deine kleine Schwester oder deinen kleinen Bruder immer überall mit hinnehmen und das kann einem manchmal so richtig auf die Nerven gehen.

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2. Du wirst dich immer ein bisschen wie Mama oder Papa fühlen. Ganz nach dem Motto: „Halloooo, ich bin hier die / der Ältere“. Es ist ein ungeschriebenes Naturgesetz, dass du einfach alles besser weißt.

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3. Wann auch immer ihr zusammen Unfug macht, am Ende gibt es nur einen Schuldigen: dich. Sätze wie „Du bist doch die / der Ältere“ oder „Du müsstest doch schon vernünftiger sein“ machen dir das Leben schwer.

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4. Wenn deine Eltern sich Sorgen um das jüngere Geschwisterkind machen, kommen sie gerne mal zu dir. „Rede doch mal mit ihr / ihm!“ Aber ob du dann auch wirklich alles weitererzählst ist die andere Sache. Unter Geschwistern gibt es schließlich sowas wie einen Geheimhaltungskodex.

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5. Erschrecken, Kitzeln oder einfach mal die liebsten Spielsachen verstecken – nichts auf der ganzen Welt macht größeren Spaß als seine jüngeren Geschwister auf jede erdenkliche Art zu ärgern.

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6. Die Zeit eines vollständigen eigenen Namens – Sinnbild einer eigenständigen Persönlichkeit – ist passé. Du kannst gar nicht so schnell gucken, wie deine Eltern dich plötzlich mit dem Namen deiner Schwester oder deines Bruders ansprechen. Noch besser ist nur noch eine neue Wortneuschöpfung aus beiden Namen.

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7. Als älteres Geschwisterkind wirst du dich irgendwann mit der Angst abfinden, nicht genug zu essen zu bekommen, weil dein Gegenüber grundsätzlich eine größere Portion auf seinem Teller hat. Glaubst du zumindest.

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8. Du musst nie wieder verschwundene Gegenstände suchen, denn sie sind tausendprozentig immer nur bei einer bestimmten Person – deinem kleinen Geschwisterkind!

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9. Als älteres Geschwisterkind boxt du so einiges durch. Ob es sich nun um Ausgehzeiten oder Taschengelderhöhung geht. Die, die nach dir kommen, haben es um einiges leichte und machen eigentlich nur noch die Restarbeit.

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10. Wenn du eine jüngere Schwester oder einen jüngeren Bruder hast, wirst du immer das Gefühl haben, sie beschützen zu müssen. Egal ob sie nun zwei oder 20 Jahre alt sind, du wirst nie aufhören dich um sie zu sorgen. Denn eines ist Fakt: Niemand  darf etwas gegen sie sagen – außer du selbst natürlich.

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Titelbild: unsplash

Mobbing – so könnt ihr euren Kindern helfen

Der aktuelle Hype um die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ offenbart, wie aktuell das Thema „Mobbing“ ist. Was Eltern Betroffener machen können, verraten wir euch hier

Im Bestseller und der darauf beruhenden Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ (englischer Titel „13 Reasons Why“) sind es 13 Gründe, die Hannah Baker in den Suizid treiben. Die Schülerin ist Mobbing-Opfer und weiß am Ende keinen Ausweg mehr, als ihrem Leben ein Ende zu setzen. Die Serie zeigt das Leben Hannahs in Rückblenden und Erinnerungen ihrer MitschülerInnen und beschäftigt sich auch mit denjenigen, die sie zurücklässt. Hannah nimmt Kassetten auf, die sie vor ihrem Tod an ihre Widersacher schickt und die entlarven, wer konkret am Freitod der jungen Schülerin schuld ist.

Die amerikanische Serie schlug hohe Wellen. Nicht nur wegen der spannenden Machart, sondern auch wegen des brisanten Themas. Da die Hauptdarstellerin zu Beginn der Serie bereits nicht mehr am Leben ist und alle Erzählstränge der Serie im Suizid Hannahs münden müssen, ist die Serie natürlich entsprechend hoffnungslos und psychisch durchaus eine Herausforderung. Kein Wunder, dass sie erst ab 18 Jahren freigegeben worden ist und von sanften Gemütern besser gemieden werden sollte.

Was jedoch, neben der ganzen Spannung und der wirklich guten JungschauspielerInnen deutlich wird, ist dass Mobbing nach wie vor ein wichtiges Thema ist. Im aktuellen Heft der Luna unterhalten wir uns mit zwei Expertinnen über das Thema: Schulpsychologin Anja Niebuhr und Konfliktberaterin Dr. Susanne Buld sprechen mit uns darüber, was „Mobbing“ eigentlich bedeutet. Das ist nicht unerheblich, denn eine konkrete und alpgemeingültige Definition des Begriffes gibt es immer noch nicht. Allerdings gibt es Anzeichen und Verhaltensweisen, mit denen die Eltern ihren Kids beistehen oder Mobbing erkennen können:

  1. Aufmerksam sein: Klar, unter Kindern gibt es häufiger mal Streitereien. Diese müssen Eltern nicht grundsätzlich übertrieben ernst nehmen. Aber wenn die Tochter oder der Sohn häufig davon berichten, dass jemand ihnen in der Schule Leid antut, sollte nachgehakt werden: Sind es immer dieselben TäterInnen? Gibt es eine Systematik dahinter?
  2. Sobald der dringende Verdacht besteht, dass der Spross in der Schule häufig gehänselt wird oder ein gröberer Konflikt besteht, sollte gesprochen werden. Nicht nur Eltern und Kind sollten sich in Ruhe unterhalten, auch das Lehrpersonal sollte hinzugezogen werden. Manchmal sind schon Gespräche zwischen den beiden streitenden Parteien erfolgsversprechend. Wichtig ist, dass alle Beteiligten hierbei ernst genommen werden.
  3. An vielen Schulen kümmert sich ein Team von KonfliktlöserInnen um Streitereien der Kids untereinander. Die KonfliktlöserInnen kennen gängige Möglichkeiten fruchtbarer Kommunikation und sollten hinzugezogen werden. Hiermit ist schon ein erster Schritt aufeinander zu gegeben.
  4. Mobbing kann auch von Lehrern oder Lehrerinnen ausgehen. Falls der Verdacht besteht, dass dies bei den eigenen Kindern der Fall ist, sollte ebenfalls das Gespräch gesucht werden. Wichtig ist hierbei, dass nicht kopflos Vorwürfe ausgesprochen werden, sondern nüchtern und ernsthaft miteinander kommuniziert wird.

In der Luna 64 gehen wir noch weiter auf das Thema ein, erklären, welche Arten von Mobbing es gibt und wie Expertinnen damit umgehen.

Weitere Themen des Hefts gibt es hier.

Titelbild: Netflix Original Series

Expertentipps: So macht gutes Design im Kinderzimmer Sinn!

Wann ist Design kindgerecht und in welcher Form gehört es ins Kinderzimmer? Katja Runge kuratiert für ihre Plattform afilii.com Kindermöbel und Spielzeuge. Im Luna-Interview erklärt sie, wie Eltern gute Möbelstücke erkennen, und gibt Tipps zum sinnvollen Einrichten des Kinderzimmers.

Wie viel Design im Kinderzimmer darf es sein?

Design um des Designs willen, also für den Geschmack der Eltern, braucht es gar nicht. Aber wenn man Design ins Deutsche übersetzt als „klassische Gestaltung“, dann ist Design eine Kombination aus Sinnhaftigkeit, Materialität, Herstellungsprozess, Funktion und Ästhetik. Ich finde, man kann durchaus jedes Produkt, das sich im Kinderzimmer befindet, mal in die Hand nehmen und fragen: Entspricht das eigentlich den Kriterien, die ich als Elternteil habe, oder lass ich es lieber weg und gebe meinem Kind mehr Freiraum zum Spielen? Oft sind die Kinderzimmer nämlich zu vollgestopft.

Wie können Eltern mit der Einrichtung die Entwicklung und Kreativität ihrer Kinder fördern?

Indem sie dem Motto „Weniger ist mehr“ folgen. Kinder brauchen nicht wahnsinnig viele Produkte in ihrem Zimmer. Eltern sollen sich fragen, was das Kind wirklich benötigt. Je nach Alter ist es das Bett, das Regal, der Schreibtisch, vielleicht noch ein Spielmöbel. Die Möbel kann man wirklich reduzieren. Beim Spielzeug sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder es bespielen können, damit nicht umgekehrt das Spielzeug die Kinder bespielt. Kinder brauchen kein Spielzeug, bei dem alles bis ins Detail vorgegeben ist. Gut sind ursprüngliche Materialien, auch das klassische Papier, Stifte, Knete, Bausteine, Puppen, Rückzugsmöglichkeiten. Damit können Kinder dank ihrer Fantasie eigene Welten schaffen, die uns Eltern immer wieder staunen lassen.

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Wenn ihr euch für Design im Kinderzimmer interessiert, könnt ihr das gesamte Interview mit Katja Runge in der Luna 64 lesen. Dort gibt es auch ein großes Interior-Special mit tollen Ideen für ein Kinderzimmer-Makeover. Eine Übersicht über die weiteren Themen der Ausgabe gibt es hier.

Fotos: Pure Position, Ekomia, Wilja

Burger-Rezept aus dem Food-Truck

Wir lieben Burger! Und wir lieben Food-Trucks. Der Trend ist so einfach wie allgegenwärtig – kein Wunder, können die Trucks mit gutem Essen so ziemlich jeden Winkel erreichen. Wir stellen euch ein neues Buch zum Thema vor und liefern das ultimative Burger-Rezept dazu

The Cow Boy – Ein Burger mit bester Sauce

Zutaten für 4 Personen
Zubereitungszeit: 70 Minuten (plus 20 Minuten Ruhezeit)

Sauce:
TheCowBoy1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1 EL Olivenöl
1 EL Butter
150 g Ketchup
1 EL Honig
2 EL Rohrzucker
3 EL Tomatenmark
2 EL Worcestershiresauce
2 EL Sojasauce

Fleisch:
60 g Kalbsnierenfett
600 g Rinderhackfleisch
100 ml Rahm (Sahne)
1 Prise Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zum Anrichten:
8 Burgerbrötchen-Hälften
100 g Zwiebeln, geröstet
4 Scheiben Tomaten
4 Streifen Eisbergsalat
4 Scheiben Cheddar
4 Scheiben Bacon, gebraten

Zubereitung:

  1. Für die Sauce die Zwiebel und den Knoblauch fein schneiden. Die Chilischote halbieren, entkernen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl und die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel, den Knoblauch und die Chili darin anbraten.
  2. Ketchup, Honig, Zucker, Tomatenmark, Worcestershiresauce und die Sojasauce hinzufügen und alles gut verrühren. Die Hitze reduzieren und die Sauce mindestens 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Das Kalbsnierenfett sehr fein hacken und mit dem Hackfleisch und dem Rahm mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus dem Fleischteig von Hand vier Kugeln formen und zu Burgern flach drücken. In einer Bratpfanne mit erhitztem Fett von beiden Seiten knusprig braten.
  4. Die Burgerbrötchen in der folgenden Reihenfolge belegen: Brötchenboden, BBQ-Sauce, geröstete Zwiebeln, Tomate, Salat, Fleisch, Cheddar, Bacon und Brötchendeckel.
Food_Truck_Kitchen
Sasa Noël und Heike Grein: Food Truck Kitchen, AT Verlag 2017; 28 Euro

Dieser Burger klingt wahnsinnig lecker, oder? In dem Buch „Food Truck Kitchen“ gibt es einige wahnsinnig guter Rezepte – süß, orientalisch, deftig oder kreativ. Wir haben noch weitere Rezepte aus diesem Buch in der aktuellen Luna für euch.

Weitere Themen der neuen Luna 64 findet ihr hier.

 

 

Titelbild: istock.com

„Zieh Dich bitte an!“ So sieht die Morningroutine mit Familie aus

7:00 h – der Wecker klingelt, ab jetzt sind es noch 83 Minuten, bis mein Mann, unsere zwei Kinder und ich aus dem Haus müssen. Unsere Morningroutine läuft wie von selbst? Schön wär’s! Hier der ganz normale Morgenwahnsinn einer vierköpfigen Familie:

7:05 h – Ich habe vor dem Duschen meinen Mann geweckt und ihn gebeten, schon mal Kaffee zu kochen. Als ich aus der Dusche komme, sage ich ihm, dass es jetzt wirklich Zeit wäre aufzustehen.

7:20 h – Lukas wartet – wie jeden Morgen – darauf, dass wir ihn aus seinem Zimmer abholen. Er ist jetzt fünf Jahre alt und könnte das definitiv alleine, möchte aber den Luxus einer persönlichen Einladung zum Aufstehen genießen. Also: Ab ins Kinderzimmer und den sich schlafend stellenden Sohn wecken. Meine Haare sind noch nass.

7:30 h – Mein Mann hat es aus dem Bett und ins Bad geschafft. Ich habe derweil Müsli, Schalen und Milch auf dem Tisch platziert und Kaffee aufgesetzt. Meine Haare habe ich schnell mit den Fingern gekämmt. Geht auch. Eva (acht Monate) schlummert noch friedlich.

7:45 h – Eva fängt an zu weinen. Ich versuche gerade, mir einen Lidstrich zu ziehen, blinzle und rufe: „Mag sich mal jemand kümmern? Ich schminke mich gerade!“ Mit einem angezogenen Hosenbein hüpft mein Mann an mir vorbei zu Evas Bettchen und nimmt sie heraus.

8:00 h – Lukas hat sich gegen seine Klamotten entschieden und sitzt in Unterwäsche am Tisch, sein Mund ist voll mit Müsli, die Milch hat er großzügig  in seine Schüssel und darüber hinaus gegossen. Ich frage Lukas, ob er sich nicht anziehen und danach mit uns weiterfrühstücken möchte. Er schauspielert ein verzweifeltes Heulen – „Ich habe aber so Hunger!“ – und geht widerwillig in sein Zimmer.

8:15 h – Lukas sitzt in seinem Zimmer und baut ein Playmobilhaus. Ich bitte ihn, sich anzuziehen. Eva krabbelt im Schlafanzug im Flur vorbei, cremeverschmiert, den Mund voll mit kleinteiligem Spielzeug. Also renne ich hinterher, in der Hand den Müslilöffel.

8:20 h – Mein halb angezogener Mann fängt Eva ab und nimmt ihr das Spielzeug aus dem Mund. Da fällt ihm die Milch ein, die auf dem Herd steht – zu spät. Lukas verkündet feierlich, dass er ab heute nicht mehr in die Kita geht.

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8:23 h – Ich versuche immer noch, Lukas zu überreden, sich anzuziehen. Er nickt und nimmt die Hose dankend an, die ich ihm gebe. Ich finde mein Ladekabel nicht. Mein Mann kratzt gerade die angebrannte Milch von der Herdplatte. Eva hat inzwischen rohe Spaghetti als neues Spielzeug für sich entdeckt. Unser Küchenboden hat nie besser ausgesehen. Ich esse zwei Löffel Müsli und bemühe mich, Eva abzulenken, die sämtliche Nudeln angeleckt hat und diese nun um sich wirft.

8:30 h – Ich suche Lukas und entdecke einen kichernden Haufen unter der Wolldecke auf dem Sofa. Er hat sich teilweise angezogen – dass es die dreckige Hose von gestern ist, ignoriere ich einfach. Er fragt mich, wo sein Lieblingsteddy ist. Ich suche mein Ladekabel.

8:35 h – Mein Mann übergibt mir Eva und Kaffeetasse, er geht sich fertig anziehen. Mein Sohn frühstückt nun angekleidet weiter – immerhin.

8:40 h – In eingespielter Teamarbeit ziehen wir Eva an und stehen schließlich alle angekleidet im Flur. Die Hoffnung auf mein Ladekabel habe ich aufgegeben. Ich schaue schnell in den Spiegel und sehe, dass er mit meiner teuren Hautcreme verziert wurde und ich mein Make-up vergessen habe. Meinem Mann fällt ein, dass er noch wichtige Dokumente für seine Präsentation einpacken muss.

8:43 h – Wir wollen los – Evas Windel ist voll. Lukas plärrt, zieht seine Schuhe aus und sucht verzweifelt seinen Teddy. Ich setze mir noch mal einen Kaffee auf und akzeptiere, dass ich heute ein bisschen später im Büro auftauchen werde. Normal wäre langweilig!

Titelbild: Stephanie Rietz

Last Minute an die Ostsee? Insidertipps der Reisebloggerin Annelie vonAhoi

Wer keinen Urlaub geplant hat, sondern eher so der Last-Minute-Typ ist, der wird auch bestimmt schon mal die Ostsee als Reiseziel ins Auge gefasst haben. Aber findet man dort eigentlich auch jetzt noch was? Wir haben die Bloggerin Annelie um ihre Tipps gebeten.

Annelie ist ein waschechtes Küstenkind und fühlt sich nur zu Hause, wenn ihr eine frische salzige Brise um die Nase weht, die einem das Haar zerzaust. Sie hat einen 5-jährigen Sohn, mit dem sie in der Hansestadt Greifswald lebt. Die Stadt liegt am Greifswalder Bodden, einem Ausläufer der Ostsee und direktem Zugang zum Meer. Sie ist also eine Expertin, wenn es um Reisen entlang der Ostseeküste geht.

Liebe Annelie, wie kommt es eigentlich zu Deiner Liebe zur Ostsee?

Ich bin hier geboren und groß geworden und somit an der Ostsee aufgewachsen. Sei es mit Strand und Baden im Sommer, Fährfahrten nach Dänemark, Schweden oder Finnland oder den als Teenager von mir „heißgeliebten“ Wochenendausflügen zu den Kreidefelsen auf Rügen, dem Fischland Darss oder nach Usedom. Damals war mir noch gar nicht so bewusst, wie gut ich es habe direkt in dieser schönen Kulisse zu wohnen – da gab es den Hashtag #lebenwoandereurlaubmachen noch nicht, aber ich finde es inzwischen sehr passend.
Dafür nehme ich es jetzt umso MEER wahr. Besonders seit ich ein Kind habe ist mir die Vielfältigkeit und Besonderheit dieses Lebensraumes bewusst. Schon als mein Bärenkind gerade eineinhalb Jahre alt war, es war der erste Sommer in dem er laufen konnte. Bereits da ist er mit seinen kleinen Tapsen im Wasser (auch wenn es schon wirklich relativ kalt in der Ostsee ist) gewesen. Er brauchte nicht mehr als seine Hände, Sand und Muscheln sowie einem Sonnenhut und konnte den ganzen Tag am Wasser mit mir verbringen. Die frische salzige Luft, die einen noch einmal so richtig durchatmen lässt und die mich noch immer glücklich und breit grinsend auf dem Fahrrad umherfahren lässt.

Annelie_Sohn

Warum empfiehlst Du gerade Familien die Ostsee als Reiseziel?

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Den Spruch finde ich sehr passend. Viele Menschen nutzen die Worte „Urlaub“ und „Reisen“ nur für die Ferne, aber auch wenn ich nur ein paar Stunden mit der Bahn oder dem Auto fahre, kann ich mich an einen Ort begeben, der mir eine wunderschöne Zeit mit besonderen Momenten beschert. Außerdem ist es gerade mit Kindern schön, keine so weite Anreise zu haben. Was noch besonders für Familien ist bzw. für das Reisen mit Kind(ern): es braucht nicht viel um Kindern eine Freude zu machen und sie zu unterhalten. Immer wieder stelle ich fest, dass sie sich so schnell mit Dingen aus der Natur beschäftigen, sei es am Strand oder mit einer Fahrradtour und kleinem Picknick unterwegs durch das gut ausgebaute Fahrradnetz in Mecklenburg-Vorpommern.
Außerdem gibt es inzwischen sehr viele Schlechtwetter-Alternativen wie zum Beispiel das Ozeaneum und das Meeresmuseum in Stralsund, der Rostocker Zoo und das Darwineum. Auch die Hansestädte mit architektonisch schönen Innenstädten laden bei schlechtem Wetter zum Bummeln ein.
Denn eines ist wichtig: es gibt keine Schönwettergarantie und man muss auch damit umgehen können, nicht den kompletten Urlaub am Strand verbringen zu können. Zumindest nicht unbedingt zum Baden!
Aber genau darum geht es hier – man lebt mit den Gegebenheiten! Es gibt kein schlechtes Wetter, wenn man die passende Kleidung eingepackt hat. Kinder können auch ohne Sonnenschein Hühnergötter sammeln und mit den Gummistiefeln im flachen Wasser umhertapsen. Und die Luft am Wasser ist einfach immer erholsam, bei jedem Wetter!

Welches ist dein liebstes Reiseziel an der Küste?

Prinzipiell bin ich ein Freund jeder Insel egal ob Usedom, Rügen, Darß oder Hiddensee. Inseln haben etwas Magisches und ab dem Moment, ab dem ich auf dem Schiff zur Insel sitze oder über eine Brücke fahre und weiß, dass ich jetzt gleich Inselluft schnuppern werden, bin ich im Urlaubsmodus.
Die Strände sind hier überall sehr schön und das besondere an der Mecklenburger Ostsee ist für mich die Ursprünglichkeit. Man hat Strand, Dünen, Windflüchter (Bäume, deren Wuchsform vom Wind bestimmt wurde), Wald und relativ wenig Beton bzw. Strandpromenade. Einige meiner liebsten Strände sind Zinnowitz und Karlshagen auf Usedom, Prerow und Wustrow auf dem Darss, Hiddensee sowieso und Göhren und Sellin auf Rügen.

Die Frage die uns unter den Nägel brennt: können wir jetzt im August oder September noch kurzfristig an die Ostsee fahren? Hast Du konkrete Tipps?

Gerade der August ist eine wirklich schöne Zeit und das Wetter ist meist besser als gedacht. Und selbst im September ist es oft noch richtig warm und sonnig,  das Ostseewasser ist wesentlich wärmer als in den Monaten davor. Obwohl warm hier relativ ist… Aber mein Sohn und ich mögen genau diese Erfrischung und sind ab April/Mai bereits im kühlen Nass.
Auch wenn die Ostseeregion touristisch gesehen gut erschlossen ist und vor allem davon in den Sommermonaten lebt, so findet man meist immer noch irgendwo ein Plätzchen, ob nun im Hotel oder in einer Ferienwohnung. Viele Vermieter von Fewos und Häusern gehen inzwischen über Airbnb.de ansonsten kann ich noch Ostsee24 und Usedom Travel empfehlen. Und für Camper und Zelter sind die Ferienanlagen von der Regenbogen Ag einfach toll.

Viele Leute buchen im aktuellen Sommer schon für den nächsten Sommer, wenn sie einmal IHR Lieblingsquartier gefunden haben. Daher kann ich nur empfehlen beim ersten Urlaub auch nach privaten Unterkünften Ausschau zu halten. Die Schilder „Vermietung“ oder „Zimmer frei/belegt“ findet man an vielen Häusern. Außerdem kann man sich mit anderen Urlaubern sehr gut austauschen!

Wenn man länger im Voraus planen kann – wohin sollte man Deiner Meinung nach dann fahren?

Nicht nur die deutsche Ostsee ist eine Reise wert – Bornholm (Dänemark) ist eine absolute Trauminsel! Auch wir sind diesen Sommer mal wieder auf dieser wunderschönen Insel mit einem der schönsten Strände Europas – dem Dueodde Strand. Die Insel ist mit der Fähre von Sassnitz sehr gut zu erreichen und man kann sich dort wunderbar mit den Fahrrädern fortbewegen. Besonders liebe ich die regionale Besonderheiten, wie den leckeren Fisch aus den Räuchereien vor Ort oder aber die wohl leckerste Lakritze von Johan Bülow.

AnneliePorträt
Gute Luft macht gute Laune!

Annelies Packliste

Man sollte wirklich immer mit jedem Wetter rechnen und auch der Zwiebellook ist hier gelebtes Fashionstatement. (Richtige) Ostseeurlauber sind unkompliziert – schließlich  kann man auch mit Regenjacke und Sneakern stylisch aussehen. Diese Dinge haben sich für uns immer wieder als nützlich erwiesen:

• Regenbekleidung, ruhig auch eine Regenhose
• Mütze und Halstuch
• Sonnenhut/Basecap
• Sonnenbrille
• ein großes Baumwoll-Bettlaken als Strandunterlage, das ist schön leicht zum mitnehmen
• Gummistiefel
• Flip Flops
• bequeme Schuhe
• eigene Fahrräder (die Radwege an der Ostsee sind super erschlossen)

Vielen Dank liebe Annelie für das Interview! Mehr über sie erfahrt ihr auf ihrem Blog von-ahoi.de

Selbstvertrauen: So bekommt ihr mutige Kinder

Haben unsere Kinder wirklich die Freiheit, die sie brauchen? Oder verhindern wir vieles in ihrer Entwicklung, nur weil wir (oft unbegründet) Angst um sie haben? Fünf Strategien, die Kinder mutig und stark machen.

Lass sie eigene Erfahrungen machen

Ob wir Eltern es wollen oder nicht: wir setzen schon im Kleinkindalter Impulse, die unsere Kinder mutig oder ängstlich an Neues herangehen lassen. Wenn die Kleinen anfangen zu laufen, Treppen zu steigen, die Welt zu erkunden, erweitern sie ihren Horizont und lernen ihre eigenen Fähigkeiten und Kräfte kennen. Klar können sie mal auf den kleinen Windelpo plumpsen, oder auch mal beim Rutschen auf dem Spielplatz unsanft landen… Aber sie haben die ersten Schritte allein geschafft – und diese Erfahrung stärkt ihr Selbstvertrauen.
Das lässt sich auch auf ältere Kinder übertragen. Wer seinem Fünfjährigen, der voller Elan das Klettergerüst hochhangelt ängstlich hinterherruft „Pass auf! Sei vorsichtig! Halt dich gut fest!“, der bremst ihn ein. Es kostet Überwindung, nichts zu sagen. Aber wenn der Kletterer freudestrahlend und stolz wieder herunter kommt, hat es sich doch gelohnt, oder?

Selbstvertrauen bei Kindern

Erziehe sie zur Selbständigkeit

Tom Hodgkinson schreibt in seinem „Leitfaden für faule Eltern“: „Ein zu guter Vater oder eine zu gute Mutter zu sein, zu viel für seine Kinder zu tun, kann, das wurde mir langsam klar, bei Kindern einen chronischen Mangel an Selbständigkeit hervorrufen. Kinder, denen zu viel aus der Hand genommen wird, kommen irgendwann nicht mehr allein zu recht.“
Kinder, die für jeden Handgriff die Unterstützung oder den Beistand der Eltern brauchen, werden nicht irgendwann mutig in die Welt ziehen und alles alleine regeln. Das heißt: Sie brauchen Aufgaben. Zimmer aufräumen, die Schuhe selber anziehen und/oder zubinden, den Hamsterkäfig reinigen, die Schultasche für den nächsten Tag packen, einen Kuchen backen… Egal was es ist: Jede allein bewältigte Aufgabe gibt mehr Selbstvertrauen.

Gerade das Montessori-Prinzip lehrt Kinder, selbständig Aufgaben zu erledigen. Mehr Tipps dazu findest du hier.

Ertrage das Scheitern

Ja, es tut weh unseren süßen Kleinen dabei zusehen zu müssen, wie sie etwas ausprobieren und es nicht schaffen. Sei es gegen die Freundin beim Memory verlieren, den Baum nicht auf Anhieb hochklettern können, das Tor beim Fußball nicht treffen … Wie gern würden wir sie vor Frust und Enttäuschung bewahren. Ganz falsch! Nur wer lernt mit negativen Erfahrungen umzugehen wird sich im Leben nicht entmutigen lassen. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, die eigenen Emotionen zurück zu stellen, Verständnis für die Situation zu zeigen und praktikable Lösungen anzubieten: „Ich verstehe, dass du dich ärgerst/enttäuscht bist. Was könntest du beim nächsten Mal tun, damit es besser klappt?“

Bring sie in die Natur

Nichts macht Kinder mutiger, als kleine Abenteuer zu erleben. Das geht überall und immer, aber am besten draußen in der freien Natur. Nun hat nicht jeder die Möglichkeit, sie in einem Waldkindergarten unterzubringen oder regelmäßig Ferien auf dem Bauernhof zu machen. Das muss auch gar nicht sein. Alle paar Tage ein ausgedehnter Besuch im Park, im Wald, am See oder Fluss, wo sie möglichst in Begleitung von Freunden herumstromern können, reicht schon aus. Piraten oder Schatzsucher spielen, auf Bäume klettern, ein Lager bauen, einen kleinen Staudamm am Bach bauen… Die Begegnung mit der Natur fördert das Ausprobieren der eigenen Kräfte und Fähigkeiten auf spielerische Weise, macht ausgeglichen und stärkt das Selbstvertrauen.

Schenk ihnen Vertrauen

Kinder haben sehr feine Antennen. Selbst wenn wir versuchen uns zu verstellen, sie merken es trotzdem. Darum sollten wir unsere eigenen Ängste immer mal wieder kritisch hinterfragen. Warum verbiete ich das jetzt? Bremse ich mein Kind zu früh aus? Was könnte im schlimmsten Fall passieren?
Die Autorin Gerlinde Unverzagt schreibt in ihrem Buch „Selber fliegen! Warum Kinder keine Helikopter-Eltern brauchen“: „Vertrauen Sie Ihrem Kind und seinen Fähigkeiten, in der Welt zurechtzukommen. Das Leben besteht aus einer Reihe von Anpassungen und Veränderungen. Kinder gewinnen viel, wenn ihre Eltern ihnen zeigen, dass sie ihnen zutrauen, die notwendigen Hürden zu nehmen.“

 

Kommunikationsprobleme mit dem Nachwuchs? So klappen Gespräche mit Kindern garantiert.

 

Bild: Ben White/unsplash, gettyimages

 

 

 

 

 

Alle im Urlaub? 5 Tipps für Daheimgebliebene

Die Städte sind momentan wie ausgestorben – wer Ferien hat, tummelt sich mit der Familie an den Stränden von Mallorca oder Ibiza, sonnt sich auf griechischen Inseln oder zelebriert La Dolce Vita in Italien. Aber auch zuhause lässt sich der Sommer mit Kindern genießen! Wir haben tolle Tipps für Daheimgebliebene, damit auch zuhause Urlaubsstimmung aufkommt.

Eis selber machen

Lecker und erfrischend: Selbstgemachtes Eis (Foto: Unsplash)
Lecker und erfrischend: Selbstgemachtes Eis (Foto: Unsplash)

Immer nur in die Eisdiele um die Ecke laufen und die üblichen drei Sorten kaufen? Muss ja nicht sein! Eis kann man auch prima selber zubereiten – das macht Spaß, für viele Rezepte braucht man keine Eismaschine sondern einfach nur das Gefrierfach und die entsprechenden Zutaten und die Vorfreude auf die kühlen Kugeln ist beim Selbermachen noch viel größer! Köstliche Eiskreationen für Groß und Klein gibt es zum Beispiel im Buch „Lomelinos Eis“ der schwedischen Bloggerin Linda Lomelino.

Abkühlung im Wald

Angenehm kühl und schattig ist es im Wald (Foto: Unsplash)
Angenehm kühl und schattig ist es im Wald (Foto: Unsplash)

Es ist heiß und ihr sehnt auch nach Abkühlung? Dann ab in den Wald! Die hohen Bäume spenden angenehmen Schatten, die Luft ist gleich viel frischer als in der Stadt und beim Spazierengehen über das kühle Moos kann man nicht nur Entspannen, sondern auch Stöckchen, Steine, Schneckenhäuser oder Tannenzapfen sammeln, die zuhause zum Basteln eingesetzt werden können. Außerdem gibt es Waldbewohner wie Eichhörnchen, Blindschleichen oder Buntspechte zu entdecken. Wer auf einen Tümpel stösst, kann Libellen beobachten oder nach Kaulquappen und Molchen Ausschau halten.

Stand-Up-Paddling am See

Sport, der Spaß macht: Stand-Up-Paddling (Foto: Unsplash)
Sport, der Spaß macht: Stand-Up-Paddling (Foto: Unsplash)

Keine Lust auf überfülltes Freibad? Zum Glück gibt es in Deutschland viele schöne Badeseen, die auch eine gute Wasserqualität haben. Weil Planschen auf Dauer für größere Kinder auch etwas langweilig wird: Wie wäre es mal mit einer Probestunde Stand-Up-Paddling? An vielen Seen kann man SUP-Boards ausleihen und bekommt auch die entsprechende Anleitung von einem Lehrer. Stand-Up-Paddling schult das Gleichgewicht, bringt Ausdauer und vor allem macht es Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

(Sonnen-)Blumen schneiden

Sonnenblumen bringen Sommerfeeling (Foto: Unsplash)
Sonnenblumen bringen Sommerfeeling (Foto: Unsplash)

Ihr wollt Sommerfeeling für euer Zuhause? Im Moment blühen die Sonnenblumen in all ihrer gelben Pracht. Viele Landwirte haben große Sonnenblumenfelder, auf denen man sich gegen eine kleine Spende die schönen Gute-Laune-Blumen schneiden darf. Ebenso schön und dazu noch in leuchtend bunten Farben sind Gladiolen, die gerade ebenfalls Saison haben. Oder ihr pflückt einen bunten Feldstrauß mit Klatschmohn und Kornblumen. Daheim in einer schönen Vase dekoriert fühlt man sich gleich wie im Urlaub!

Beeren sammeln & Kuchen backen 

Köstlich: Frisch gepflückte Himbeeren (Foto: Pixabay)
Köstlich: Frisch gepflückte Himbeeren (Foto: Pixabay)

Was schmeckt mehr nach Sommer als frischer Obstkuchen? Gerade haben heimische Beeren wie Himbeeren, Blaubeeren, Preiselbeeren und Stachelbeeren Saison, es gibt die ersten Äpfel und Birnen sowie Zwetschgen, Aprikosen und Pflaumen. Wer nicht das Glück hat, die süßen Früchte im eigenen Garten ernten zu können, der wird im Wald fündig oder auf Beerenplantagen, auf denen man selbst pflücken kann. Auch ein Bummel über den Markt macht mit Kindern im Sommer Spaß. Sucht euch die schönsten frischen Früchte aus und backt zuhause einen leckeren Kuchen! Unser Tipp, falls ihr Rezepte sucht: Das Buch „Kuchenglück vom Blech – Familienrezepte, die einfach gelingen“ von Heidi und Christina Huber.

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So lernen Kinder den Umgang mit Geld

„Mama, wer macht das Geld?“ Für Kinder ist die Herkunft des Geldes oft nicht nachvollziehbar. Wie denn auch! Die Zeit der Sparbüchsen und Lohntüten ist längst vorbei. Aber es gibt ein paar einfache Tricks, wie Kinder den Umgang mit Geld spielerisch lernen.

Die ganze Welt ein Kaufladen

Verkaufen spielen mit einem Kinderkaufladen ist ein guter Anfang. Vor allem wenn Ware gegen Spielgeld getauscht wird. Für etwas größere Kinder (die schon rechnen können) kann sich das ganze Zimmer in einen Laden verwandeln. Egal ob es ein Geschäft für Spielwaren, eine Boutique für Kleider oder ein Buchladen werden soll – einkaufen lässt sich mit allem üben. Die einzelnen Produkte müssen mit (möglichst realen) Preisen versehen werden. Zuerst kann das Kind Kunde sein. Es bekommt eine bestimmte Menge (Spiel-)Geld zur Verfügung gestellt und kann damit einkaufen gehen. Später werden die Rollen getauscht.

Willkommen im Shopping Paradies

Wer so schön im „Trockendock“ geübt hat, will das Ganze natürlich auch in der Realität ausprobieren. Das lässt sich schon beim nächsten Supermarktbesuch üben. Für ungeduldige Eltern, die dabei noch den normalen Wocheneinkauf erledigen wollen gerne mit einem extra Wagen, einer extra Liste und einem extra Budget für den Nachwuchs.

Das habe ich mir verdient

Wer einen Vierjährigen fragt woher das Geld kommt, der wird phantasievolle Antworten bekommen: von der Bank, von Mama und Papa, von Frau Merkel. Es ist für Kinder schwer zu verstehen, wie wir Eltern unser monatliches Auskommen erwirtschaften. Erklärungen helfen natürlich. Besser noch wir ermutigen die Kleinen einen eigenen „Job“ zu finden. Für Extra-Arbeiten im Haushalt oder rund ums Haus kann es zum Beispiel einen vorher vereinbarten Lohn geben (das eigene Zimmer aufräumen sollte aber bitte immer „gratis“ passieren). Die „Klassiker“ sind hier nach wie vor beliebt: zum Beispiel beim Autowaschen helfen, im Herbst Laub harken oder Staubwischen.

Das will ich haben

Kinder die nie mit (eigenem) Geld zu tun haben werden den Umgang damit auch nicht lernen. Spätestens ab der Schulreife sollten sie also Taschengeld bekommen. Ein bis zwei Euro pro Woche werden von Fachleuten für den Anfang empfohlen. Das Geld darf für all das verwendet werden, was Kinder sich wünschen oder kaufen möchten. Hier sollten sich Eltern bitte streng an den Grundsatz halten: Dein Geld, deine Entscheidung. Natürlich dürfen sich die Kleinen auch etwas zurücklegen und für ein (größeres) Spielzeug sparen. Lernziel sollte sein, den Wert des Geldes und vor allem den Wert der Waren kennen zu lernen – auch wenn die Lektion eben nur so weit geht, wie viele Gummitiere zum Naschen für einen Euro gekauft werden können.

Große Pläne fördern

Was tun, wenn große Wünsche anstehen wie Spielekonsole, Smartphone etc.? Viele Eltern neigen dazu, rigoros abzulehnen mit dem durchschlagenden Argument: Zu teuer! Eine vertane Chance. Erstens sind die Kinder frustriert, zweitens lernen sie dabei nichts. Warum nicht gemeinsam für den Erfolg des Projekts etwas tun? Ein Teil des Geldes muss in Eigeninitiative vom Kind gespart oder „erarbeitet“ werden. Den anderen Teil gibt es von den Eltern (oder auch Oma und Opa) zu Weihnachten, zum Geburtstag und zu anderen Gelegenheiten dazu. Auf ein Ziel hinarbeiten, kreativ werden im Beschaffen der nötigen Ressourcen (z. B. altes Spielzeug auf dem Flohmarkt verkaufen um das Geld schneller zusammen zu bekommen) sind Fähigkeiten, die unsere Kinder in einer modernen Welt unbedingt beherrschen sollten.

 Was ich will und was ich brauche

Den Unterschied verstehen schon Grundschulkinder: Was man will ist nicht immer das, was man braucht. Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf – das brauchen wir. Ein Eis, eine neue Puppe, ein Computerspiel …, alles Dinge, die man will, aber die nicht wirklich überlebenswichtig sind. Es ist ab Grundschulalter hilfreich, Teile der Haushaltskosten für Kinder transparent zu machen. Zwar nicht auf Heller und Pfennig, aber zumindest so, dass sie verstehen lernen: erst wird das, was man braucht bezahlt (Miete, Strom, Essen…), dann kann man sehen, wie viel für Kino, Schwimmbadbesuch oder Eisessen gehen übrig bleibt. Ab der fünften Klasse kann man dem Nachwuchs auch ruhig einmal für eine Woche die Haushaltskasse übertragen. Eine sehr lehrreiche Alltagsübung: Wie bekomme ich für das Budget der Summe X eine Woche lang eine Familie satt.

Foto: Fabian Blank

Unser Filmtipp für verregnete Sommertage: Kedi – Von Katzen und Menschen

Seit Anbeginn des Internets wird das World Wide Web vor allem von einem dominiert: Katzen. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es die Haustiere auch endlich auf die große Leinwand schaffen. Mit „Kedi: Von Menschen und Katzen“ kommt am 10. August eine Dokumentation ins Kino die Groß und Klein und ganz sicher nicht nur Katzen-Fans verzaubert.

Als Kedi am 10. Februar in den USA spielte er bereits in den ersten Wochen über 2,2 Millionen US-Dollar ein und wurde quasi über Nacht zu einem riesigen Erfolg. Damit können die Kätzchen Blockbustern wie „Logan“ oder „Die Schöne und das Biest“ zwar noch nicht ans Wasser reichen, aber immerhin schafften sie es in den USA die dritterfolgreichste ausländische  Dokumentation aller Zeiten zu werden. Was genau den Reiz von „Kedi“ ausmacht, dürfte der folgende Trailer andeuten.

Erzählt wird in „Kedi“ die Geschichte von sieben Straßenkatzen in Istanbul. So folgen wir den Streifzügen unter anderem der frischgebackenen Katzenmama Sari, Rattenjäger Aslan und dem Gentleman – denn niemand bettelt höflicher um Essen als er – Duman. Dabei wird schnell klar: Die Katzen sind für die Menschen in ihrer Umgebung mehr als nur Streuner. Sie sind ein Teil der Stadt und Freunde der Menschen die dort leben.
So machen einige Anwohner regelmäßige extra Rundgänge um die Katzen zu versorgen. Und neben Futter werden Katzenjungen  bei Entzündungen Augentropfen verabreicht und sie werden sogar zum Arzt gefahren. Die einzelnen Beweggründe sind dabei so verschieden wie die Katzen selbst. Ein Protagonist erzählt, das es eine Katze war die ihm durch eine Depression half. Eine junge Frau findet die Eleganz und Gelassenheit der Katzen fazinierend, nennt sie „feminin“ und zieht Vergleiche über die Stellung von Weiblichkeit in der türkischen Gesellschaft.

Fast scheint es als würde die Regiesseurin Ceyda Torun die Straßenkatzen als Spiegel von Charakteren und Gemütszuständen ihrer menschlichen Pendants zu inszenieren.

Die Dokumentation ist weniger belehrend, sondern vielmehr ein Liebesbrief an das urbane Leben in einer Großstadt und ein philosophisches Tribut an die therapeutische Kraft von Tieren, an der sicher auch Hundefans gefallen finden.

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Judo, Jiu-Jitsu oder Karate: Ist Kampfsport was für mein Kind?

„Soll ich mein Kind zum Kampfsport schicken?“ Diese Frage stellen sich wohl viele Eltern irgendwann mal – nicht ohne gewisse Zweifel. Wir haben für euch mal ein wenig recherchiert.

Viele Eltern haben bei dem Thema Kampfsport Bedenken. Sie fragen sich, wie gefährlich Karate für eine Dreijährige oder einen Dreijährigen sein kann oder ob sie dort nicht nur lernen, wie man sich später auf dem Schulhof besser prügelt.

Dabei muss man berücksichtigen, dass insbesondere im asiatischen Kampfsport weniger beigebracht wird, direkt zuzuschlagen, sondern viel mehr zu verteidigen und zu erkennen wenn Gefahr besteht. Neben der körperlichen Fitness geht es zunächst darum, dass die Kinder im Training ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennenlernen und ihr Selbstbewusstsein stärken, indem sie Gefahren erkennen und vor allem auch vermeiden.
Und ja, dabei kann Kampfsport gefährlich sein. Aber auch nicht mehr und weniger als jede andere Sportart auch. Rein statistisch gesehen ist das Verletzungsrisiko beim Kampfsport im übrigen sogar geringer als beim Fußball.

Die meisten Vereine fordern ein Mindestalter von sechs Jahren und die Trainigseinheiten sind dann speziell auf Kinder abgestimmt. Welche Kampfsportart für Ihr Kind am besten geeignet ist, sollten Sie natürlich zusammen entscheiden.
Die meisten Vereine und Dojos haben nichts dagegen, wenn Eltern mit ihren Kindern einmal probeweise vorbeischauen und ein paar unverbindliche – und meist kostenlose – Trainigsstunden absolviert. Hier gilt ganz einfach: ausprobieren. Es kostet nichts außer Zeit.

Welche Kampfsportarten gibt es?

Karate ist die wohl bekannteste Kampfsportart, die man auch aus zahlreichen Spielfilmen kennt und Kinder darum besonders faziniert. Die aus China stammende Kampfkunst arbeitet mit verschiedenen Schlag- und Tritttechniken und ist darum eher für ältere Kinder geeignet, wenn man den kampfsport wirklich lernen will. In Kinderkaratekursen geht es oft erstmal nur darum sich zu bewegen und Spaß zu haben.  Erst wenn die Kinder älter werden, lernen sie tatsächlich auch ein paar Techniken mit denen sie sich verteitigen können.

Jiu-Jitsu stammt von den japanischen Samurai ab und diente damals der waffenlosen Selbstverteitigung. Übersetzt heißt Jiu-Jitsu  in etwa „Die Kunst, mit der Kraft durch Nachgeben oder Ausweichen den Gegner zu siegen“. Hier werden zwar ebenfalls einige Schlag- und Tritttechniken trainiert, aber im Allgemeinen geht es darum den Gegner zu Boden zu Werfen und um bestimmte Hebeltechniken.

Taekwondo stammt aus Korea und ist dort ein Volkssport. Ein Merkmal von Taekwondo ist es ohne Waffen Angriffe abzuwehren. Dabei werden nicht nur Hände und Füße gebraucht, sondern quasi der gesamte Körper von Fingern, Ellenbogen bishin zu Knien.

Aikido stammt  aus Japan. Im Gegensatz zu den anderen kampfsportarten werden hier ganz bewusst keine offensiven Angriffstechniken gelehrt, sondern nur Abwehr- und Sicherungstechniken.  Mittels verschiedener Wurf-und Haltetechniken wird die Kraft eines Angriffs umgelenkt und dazu genutzt, seinen Gegner angriffsunfähig zu machen, ohne ihn dabei schwer zu verletzen.

Judo stammt ebenfalls aus Japan und lässt sich am Besten mit den Worten „Siegen durch nachgeben“ beschreiben. Hier werden hauptsächliche Würfe, Halt- Hebel und Würgetechniken ausgeführt um den Gegner so außer Gefecht zu setzen, ohne das er ernsthaften Schaden von sich trägt. So wird in Judo-Wettkämpfen so lange gekämpft bis der Gegner freiwillig aufgibt oder mindestens eine Minute auf dem Boden gehalten wird. Das besondere beim Judo ist, das Kinder hier mit den Wurftechniken auch lernen sich bei Stürzen richtig abzufangen. Etwas was auch auch den ganz kleinen im Alltag von nutzen sein wird.

 

Titelbild: Pixabay

Hut auf! Sonnenschutz für kleine Kinderköpfe

Die Sonne ist zurück! Höchste Zeit für eine neue Garderobe und Accessoires, die dem Sommerlook den perfekten Schliff verleihen und obendrein auch noch vor gefährlicher Sonneneinstrahlung schützen. Denn besonders für die Kleinsten ist Sonnenschutz gefragt. Ob wild gemustert, in knalliger Farbigkeit oder besonderer Form – wir präsentieren euch die schönsten Kinderhüte, die der Sommer zu bieten hat.

Und wenn ihr noch ein bisschen im Sale shoppen wollt – wir haben in diesem Artikel für euch schon ein paar schöne Dinge rausgesucht!

Titelbild: softgallery.com