Shoppen & Gutes Tun – Charity Aktionen für Kinder

Alle Jahre wieder wird um die Weihnachtszeit zum Spenden aufgerufen. Besonders der Einsatz für bedürftige Kinder national als auch international wird in diesem Zusammenhang groß geschrieben. Wir haben uns einmal umgehört, und einige großartige Charity Aktionen für euch zusammengestellt.

Laughing Hearts Charity e.V.

Etwa 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind in Deutschland von Armut betroffen – in Berlin fast jedes dritte Kind. Oft fehlt es in den betreuenden Einrichtungen an Geld für ärztliche Zusatzbehandlungen, Nachhilfe und Beiträgen für Sportvereine oder Musikunterricht. Geringere Bildungschancen, Ausgrenzung oder Schwierigkeiten bei der Ausbildungssuche sind die Folge. Um den Missständen entgegenzuwirken, gründete sich 2009 der gemeinnützige Verein „Laughing Hearts e. V.  In enger Zusammenarbeit mit Berliner Heimen, Betreuern und vielen Partnern werden derzeit 22 Kinderheime in Berlin mit ca. 2.200 Kindern und Jugendlichen betreut. Ab dem 1. Dezember wird 24 Tage lang bei radioBERLIN 88,8 ein Türchen zu Gunsten von Laughing Hearts e.V. geöffnet.

Hier geht’s zur Teilnahme!

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Dumye

Mit jedem Kauf einer Puppe etwas Gutes tun! Sahar Wahbeh vertreibt in Dubai kleine Kinderpuppen in mühevoller Handarbeit aus Bio-Baumwolle. Die kleinen „Doomyas“ sollen den Kindern ein Lachen ins Gesicht zaubern. Für jede verkaufte Puppe wird eine weitere Puppe an ein Waisenkind oder ein anderweitig bedürftiges Kind verschenkt. Die Puppen werden dabei in Indien von Frauen genäht, die einen gerechten Lohn verdienen und damit ein Einkommen für sich und ihre Familien erarbeiten.UNICEF schätzt die Zahl der Waisenkinder auf 132 Millionen weltweit. Dumyé möchte diesen Kindern etwas geben, das Trost spendet, Mut macht und vielleicht auch ein Schicksal aufarbeitet.

Hier könnt ihr die Puppen kaufen!

Question Everything

Tragbare Kindermode zu erschwinglichen Preisen. Britin und Designerin Angie Adams rief 2010 ihr eigenes Label Question Everything ins Leben. Jedes Kleidungsstück besteht aus 100% Baumwolle und wird in Manila von Hand gefertigt. Die Kleider werden von Frauen in einer kleinen Fabrik hergestellt, die Angie regelmäßig besucht und persönlich kennt. Gemeinsam wird gewährleistet, dass der Produktionsprozess von Anfang bis Ende so ethisch wie möglich verläuft. Ein prozentualer Anteil von jedem Verkaufs geht an den Verein „Childhope Asia“, der sich für Gerechtigkeit der Straßen- und Arbeitskinder auf den Philippinen einsetzt. Angie arbeitet eng mit der Wohltätigkeitsorganisation zusammen, indem sie regelmäßig das Hauptquartier besucht, um mit den Verantwortlichen darüber zu sprechen, was vor sich geht und was derzeit benötigt wird, sowie um mit den Straßenkindern direkt zu sprechen.

Unter www.questioneverythinglondon.com findet ihr weitere Infos zur Aktion!

Strenesse

Das deutsche Traditionsunternehmen kooperiert mit Kinderlachen e.V.  und entwarf gemeinsam mit der wohltätigen Organisation ein exklusives Charity Shirt mit kreativen Kinderzeichnungen. Mit einer Spende von 40 Euro je verkauften T-Shirt unterstützt Strenesse gemeinsam mit dem Verein in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedürftige Kinder mit dem, was sie am dringendsten benötigen. Im Mittelpunkt des Engagements stehen Chancengleichheit, kindliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe.

Die Charity Shirts sind für Frauen und Kinder ab Dezember in den Strenesse Stores und hier erhältlich.

 

 

Toms

Bekannt für sein großes Spendenengagement:  Schuhhersteller Toms gilt als eine der aktionsreichsten Marken in Sachen Wohltätigkeit. Mit der Aktion „One for One“ wird beispielsweise für jeden gekauften Schuh in Zusammenarbeit mit den langjährigen Giving-Partnern ein weiteren Schuh gespendet. Toms schickt damit neue Schuhe an Partner in der ganzen Welt, die im Rahmen ihrer umfassenden Programme zur Unterstützung von Kindern und Gemeinden dafür sorgen, dass die Schuhe genau an die richtigen Kinderfüße gelangen. Bisher wurden über 75 Millionen Schuhe von Toms gespendet.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte und gleichzeitig eines der hochwertigen Schuhpaare kaufen möchte, findet hier eine große Auswahl an Modellen.

 

Harvest Moon

Nicht nur lecker und schön anzuschauen, sondern auch noch für einen guten Zweck. Joghurthersteller „Harvest Moon“ kooperiert seit November diesen Jahres mit der Organisation „Dunkelziffer“. Die Geschmacksrichtung „Dark Berry“ aus Kokosmilch wird mit einer Auflage von 20.000 Bechern im Bio-Handel erhältlich sein. Pro verkauftem Becher spendet Harvest Moon 1 Euro an die Kinderhilfe. Alle Zutaten sind zu 100 Prozent biologisch und wenn möglich Fairtrade zertifiziert. Das Engagement von Harvest Moon trägt dazu bei, die sexuelle Gewalt an Kindern weiter zu thematisieren und betroffenen Mädchen und Jungen zu helfen.

Ab sofort im Bioladen eures Vertrauens erhältlich!
Weitere Infos zur Aktion gibt’s hier.

 

Studio Roof

Eine Weihnachtskrippe mal anders. Dass zur Adventszeit auch modern statt altbacken geschmückt werden kann, beweist Studio Roof. Das stilsichere Designbüro kreiert pünktlich zur Weihnachtszeit die Krippe „People of the World“, die sich perfekt ins modern-minimalistische Wohnzimmer integriert. Mit ihrer Giving Back Aktion werden zusätzlich 5% der Einnahmen an die NGO Karm Marg gespendet, die sich für bedürftige Kinder in Indien einsetzt und ihnen somit ein sicheres Zuhause und neue Bildungschancen ermöglicht.

Weiteres unter www.pifworld.com sowie www.studioroof.com

Titelbild: unsplash.com

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TV-Tipp: „Dschermeni“ – Die neue Serie auf Kika

Kinder- und Jugendserien gibt es viele. Eine, die sich realistisch und sensibel mit dem Thema Flüchtlinge und Integration auseinandersetzt, startet heute am 27. November um 20.10 Uhr auf KiKA. „Dschermeni“ heißt sie, von „Germany“, Deutschland. Verantwortlich für das Drehbuch ist der erfolgreiche Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel („Rico, Oskar und die Tieferschatten“). Warum sich das Einschalten lohnt erfahrt ihr hier.

TV-Serie zum Thema Integration – ohne erhobenen Zeigefinger: „Dschermeni“ (Foto: ZDF und Conny Klein)

Kein erhobener Zeigefinger

Eines stellt Andreas Steinhöfel gleich zu Beginn klar: Es soll in „Dschermeni“ nicht belehrt oder erzogen werden, die sechsteilige Serie will keinen Stoff für eine Schulstunde zur Migration liefern. „Es geht uns nicht um einen erhobenenen Zeigefinger oder ein pädagogisches Lehrstück zum Thema Flüchtlinge und Integration. Wir möchten vielmehr zeigen, wie es den Kindern hier geht, was sie bewegt, welche Ängste und Sorgen sie haben aber auch was ihnen Spaß macht und wie sie sich verstehen und verständigen“, erklärt Steinhöfel, der gemeinsam mit Klaus Döring das Drehbuch geschrieben hat.

Wehren sich gegen Pöbeleien: Moritz (Michael Sommerer) und Rüyet (Sura Demir) Foto: ZDF und Conny Klein

Mit kindlicher Zuversicht und Offenheit

„Im Mittelpunkt stehen vier Kinder in Berlin, die sich zum Teil schon kennen, zum Teil erst noch kennenlernen. Der deutsche Junge Moritz, die Deutsch-Türkin Rüyet, der syrische Junge Yassir, der mit seiner Familie geflohen ist, und Aminata aus dem Senegal. Sie alle verbindet das Thema Flucht auf unterschiedliche Art und Weise. Zudem sind Yassir und Aminata von einer möglichen Abschiebung bedroht“, erklärt Andreas Steinhöfel. Seine Protagonisten begegnen sich offen, mit kindlicher Zuversicht, zum Beispiel, wenn sie gemeinsam auf das Amt gehen und dem Sachbearbeiter sagen: „Das ist unsere Freundin Aminata. Für die hätten wir gern Asyl.“ Eine Herangehensweise ohne Vorurteile oder den oft schon negativ getrübten Blick von Erwachsenen.

Aminata (Jodyna Basombo) stammt aus dem Senegal und sucht Asyl in Deutschland (Foto: ZDF und Conny Klein)

„Kinder tun sich mit Integration auf jeden Fall leichter. Sie gehen unbefangener aufeinander zu, spielen zusammen – das Aussehen oder die Herkunft spielt eigentlich oft gar keine Rolle, bis ein Erwachsener ankommt und sie darauf aufmerksam macht. Was schade ist! Gerade die Unbefangenheit sorgt für Verbundenheit, ebenso wie gemeinsam erlebte Abenteuer. So entsteht Freundschaft, die auch nicht durch unterschiedliche Herkunft in Frage gestellt wird“, erläutert Andreas Steinhöfel seinen Ansatz für die Serie.

Die Figuren und die Dialoge in „Dschermeni“ sind realitätsnah, humorvoll und glaubhaft. Vorurteile und Klischees werden ebenso unter die Lupe genommen wie die Gefühlswelt der Kinder: Ihre Träume und Traumata, ihre Sorgen, aber auch, worüber sie lachen können und was ihnen Spaß macht. Toleranz, Respekt und vor allem die Freundschaft der vier Jugendlichen stehen im Mittelpunkt. Und das tatsächlich ohne erhobenen Zeigefinger. Deshalb: Einschalten!

„Dschermeni“, ab 27. November 2017 auf KiKa, Montag bis Mittwoch jeweils zwei Folgen um 20.10 Uhr. 

 

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Fliegen mit Kindern: 8 Tipps wie es über den Wolken entspannt bleibt

Fliegen mit Kindern kann anstrengend sein. Vor allem, wenn es weiter weg gehen soll und ein Stop-Over unvermeidlich ist. Hier sind unsere Tipps, wie ihr mit eurem Nachwuchs möglichst relaxed das Urlaubsziel erreicht…

Vorbereitung ist alles

Kinder finden Flugzeuge, Flughäfen und alles was damit zu tun hat faszinierend. Ihnen vorher von dem großen Reiseabenteuer zu erzählen, bereitet sie auf das  Ereignis vor. Je nach Alter kann man die Geschichten mit Bilderbücher zum Thema ausweiten. Auch Hörspiele eignen sich, zum Beispiel von „Was ist was Junior: Flughafen“.

Alles ist gut

Wichtig ist, das Ereignis rundweg positiv zu schildern. Ermahnungen vorab wie: „Du bist aber schön still, wenn wir fliegen!“ und ähnliches sollte man sich verkneifen. Das hat nur zur Folge, dass die Kids erst gar nicht gern in den Flieger einsteigen. Grundsätzlich gilt: Je entspannter die Eltern sind, desto weniger stressig sind meist auch die Kinder während der Reise.

Alles das muss mit

Ein kleiner Rucksack mit ganz persönlichen Dingen und den wichtigsten Spielsachen gehört mit ins Handgepäck. Am besten packt man zusammen mit Sohn oder Tochter das ein, was auf der spannenden Flugreise keinesfalls fehlen darf. Dazu gehört (je nach Alter) das Lieblingskuscheltier genauso wie das Lieblingsbilderbuch. Ein kleines Malbuch und Stifte sind super gegen Langeweile. Auch ein paar neue Pixie-Bücher oder kleine Spiele helfen über so manches Tief hinweg.

Immer einen Snack parat

Auf Langstreckenflügen wird zwar Essen serviert, aber nicht immer genau in dem Moment, in dem die Kleinen Hunger haben. Ein paar Snacks und vielleicht auch etwas Süßes sollten also griffbereit sein, damit die Laune nicht kippt. Viele Airlines servieren das Essen für Kinder vor dem der Erwachsenen. Das ist toll, denn so kann man zuerst den Kleinen beim ungewohnten Speisen vom Tablett helfen und später in Ruhe selber essen. Außer der Reihe werden auf vielen Strecken auch Äpfel oder Bananen als Snack angeboten.

Bewegung im Flugzeug

Klar will man nicht, dass der Nachwuchs die Mitreisenden stört. Aber dem natürlichen Bewegungsdrang eines Vierjährigen nachzugeben und mit ihm eine Erkundungsrunde durchs Flugzeug zu drehen ist am Ende weniger stressig, als ihn mit Hummeln im Hintern auf den Platz zu zwingen. In Richtung Bordküche ist (fast) immer etwas los, außerdem kann man hier auch kleine Snacks „erbeuten“ (s.o.).

Wie lange dauert es noch?

Fernsehzeiten hin oder her – auf einem Langstreckenflug dürfen Ausnahmen gemacht werden. Weil aber nicht garantiert ist, dass die Filme die das Bordprogramm bietet tatsächlich dem Geschmack der eigenen Kinder entsprechen oder durch die elterliche Kontrolle für gut genug empfunden werden, sollte man sich vorbereiten. Schon zuhause können entsprechende Folgen der Lieblingsserie, Filme, Hörspiele oder Spieleapps auf ein I-pad geladen werden. Mit Kopfhörern bewaffnet sind die Kids beschäftigt und die Langeweile hat erst einmal Pause. (Hier findet ihr Tipps für coole Hörbücher.)

Überraschung!

Ein cooles Stickeralbum, ein Kritzelbuch, Zahlen verbinden, ein Malbuch, ein kleines Legobauset… Es lohnt sich, wenn Papa oder Mama noch ein paar (Beschäftigungs-)Trümpfe im Ärmel haben. Bei ganz schlimmen Langeweile-Anflutungen kann man so ein As ausspielen – und hat für die nächste halbe Stunde Ruhe und ein zufriedenes Kind neben sich sitzen.

Der lästige Zwischenstop

Einige Fernreisen machen einen Stop-over unerlässlich. Klingt im ersten Moment lästig, kann aber für die Kids auch ganz positiv sein. Immerhin können sie ein bisschen herum rennen und sich austoben bevor es weiter geht. Viele der größeren Flughäfen haben auch Indoorspielplätze. Und auch der lästige Zwischenstop lässt sich als Abenteuer verkaufen: Es riecht anders, es sieht anders aus, es gibt so viel Neues zu sehen: andere Reisende, Flugzeuge auf der Start- und Landebahn, Sicherheitspersonal, Schilder in fremder Sprache…

 

Mehr smarte Tipps zum Thema Reisen mit Kindern findest du hier.

 

Bild: Marten van den Heuvel; unsplash

Crooked Colours: Kinderkleidung mit Gute-Laune-Faktor!

Mode soll Spaß machen, oder? Und ganz besonders Kindermode. In diesem Editorial nehmen wir euch mit in eine farbenfrohe Welt, die uns ganz kurz das graue Novemberwetter vergessen lässt…

Pullover mit farbenfrohen Grafiken, ein Tüllrock in knalligem Pink und humorvolle Accessoires  – diese Outfits machen einfach sofort gute Laune!

Photographer: Stefan Großjohann |  Instagram
Stylist: Elke Stankewitz  |  Instagram 

Rock: Mim-Pi | Sweater: Pom Berlin | Roller: Rio Roller | Tasche: EEf lillemor

Overall: Mini Rodini | Babschuhe: Zara | Rakete: Le Toy Van

Sweater: JBC | Gummistiefel: Bergstein | Jeans: Zara | Regenschirm: dotcomgiftshop

Shirt: Logoshirt | Jeans: Zara  | Sneaker: Jochie & Freaks | Rennauto: Playforever

 

Wer noch mehr Lust auf humorvolle Mode & Accessoires hat, dem empfehlen wir unseren Artikel zu Fast Food Fashion:  Pommes, Burger & Co auf Kindermode und Accessoires. 

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Humorvoller Lesestoff übers Elternwerden und Elternsein

Es wimmelt auf dem Buchmarkt nur so von Literatur übers Elternwerden und Elternsein. Die meisten davon kann man getrost im Regal stehen lassen, weil sie weder Neues erzählen, noch unterhaltsam zu lesen sind. Einige aber können wir durchaus empfehlen. Hier ist unsere Auswahl…

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Elternsein kann auch lustig sein. Zumindest wenn das Ganze so beschrieben wird, wie es der schwedische Bestsellerautor Fredrick Backman. Wer seinen Roman „Ein Mann namens Ove“ kennt, weiß, dass Backman ein Meister des schrägen Humors ist. Und was könnte komischer sein als seinem Sohn jetzt schon die Welt erklären zu wollen. Backmans Hilfestellungen für den Nachwuchs reichen von den wichtigsten Regeln wie man heil aus dem Computerspiel Monkey Island 3 herauskommt, über konkrete Anleitungen einen Besuch bei Ikea (lebend) zu überstehen („Mach bitte nicht ins Bällebad.“), bis zu sinnvollen Beziehungsratschlägen in „Die Ehe zwischen deiner Mama und mir: ein Einführungskurs“ oder „Kommunikation: Die Basis für jede funktionierende Ehe“. Das alles ist wirklich, wirklich lustig. Für Väter ganz besonders, aber auch für Mütter.
Fredrik Backman: Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss, Fischer Verlag für 9,99 Euro.

Muttergefühle. Zwei

Die Autorin und Bloggerin Rike Drust hat das zweite Kind „gewagt“. Schlafmangel, Zweifel, Vereinbarkeitsprobleme… all das gehört nun wieder mal zu ihrem Alltag. Trotzdem gibt es auch einiges, was beim zweiten Kind einfach anders und besser läuft, schließlich ist man kein Neuling mehr auf dem Gebiet Geburt, Windeln, Selbstzweifel und was es sonst noch alles so gibt in dieser Phase. Rike Drust gibt einen sehr persönlichen Einblick in ihre Gefühlswelt und spart dabei nicht mit Selbstironie und Humor. Band zwei der „Muttergefühle“ ist also genauso lesenswert wie es Band eins schon war.
Rike Drust: Muttergefühle. Zwei, C. Bertelsmann Verlag für 15,00 Euro.

Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere nehme ich das Sofa

Was tun, wenn einem das Leben plötzlich in die Pläne platzt? Claudia Haessy beschreibt, wie sie aus Versehen schwanger wird und sich trotz nicht ganz stabiler und sehr frischer Beziehung und jeder Menge innerer Zweifel für das Baby entscheidet. Was sie in den neun Monaten ihrer Schwangerschaft und der Liebesfindung durchlebt, ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Manchmal ermüdet das Stilmittel des Brachialhumors, das etwas zu oft angewendet wird. Insgesamt ist es aber schnell und leicht zu lesende Kost mit hohem Unterhaltungswert.
Claudia Haessy: Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere nehme ich das Sofa, Rowohlt Taschenbuch für 9,99 Euro.

 

Bilder: unsplash

 

 

 

Stranger Things: Lieblingslooks aus Staffel 3 zum Nachkaufen

Nach unerträglichen Wochen und Monaten hat das Warten endlich ein Ende: Netflix‘ Kassenschlager „Stranger Things“ meldet sich mit der heißersehnten dritten Staffel zurück. Während die meisten Serien in der Fortsetzung schwächeln, fesselt Season 3 scheinbar noch mehr als das Debut. Wie in Zeitreise versetzen wir uns zurück ins Jahr 1984, verlieben wir uns erneut in Elfie (mehr über Darstellerin Millie Bobbie Brown erfahrt ihr hier) und schwelgen in stylisher 80s-Nostalgie.

Für all diejenigen, die die dritte Staffel noch nicht im nächtlichen Binge Watching durchzockt haben, hier eine kleine Zusammenfassung:

Im neuen Trailer tritt ein bekanntes Monster auf die Bildfläche: der Gedankenschinder aus der 2. Staffel kommt mit neuen Superfähigkeiten zurück an die Hawkins-Middleschool. Das Monster hat seine Welt verlassen, um sich nicht nur an den Kindern sondern gleich der ganzen Welt zu rächen. Dabei versucht das Dreamteam aus Elfie (Millie Bobby Brown), Mike (Finn Wolfhard), Will (Noah Schnapp), Dustin (Gaten Matarazzo), Lucas (Caleb McLaughlin) und Max (Sadie Sink) den Bösewicht aufzuhalten. Um eine wirkliche Bedrohnung darzustellen braucht das Monster allerdings einen menschlichen Wirt – wie Max‘ älteren Bruder Billy (Dacre Montgomery), der als aggressiver Typ bekannt ist. Darüber hinaus sind auch die Erwachsenen Hopper (David Harbour) und Joyce (Winona Ryder) wieder von der Partie, um ihren Kindern zu helfen. Und auch Lucas‘ kleine, freche Schwester Erica ist kurz zu sehen:

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Pünktlich zum Staffelstart brachte Pull&Bear in Deutschland sogar eine eigene Strange Things-Kollektion auf den Markt. Damit wir die coolen 80s Looks nachstylen können, haben wir die Outfits unserer Lieblingscharaktere einmal nachgestellt. Viel Spaß beim Shoppen!

Boyish Style by Elfie

Millie Bobbie Brown
Elfie alias Millie Bobbie Brown perfektioniert den 80s-Vintage-Look

Das perfekte Doppel by Nancy & Jonathan

Nancy und Jonathan
Nancy und Jonathan sind sich nicht immer einig

Girl Power by Max & Elfie

Elfie und Max
Elfie und Max werden in dieser Staffel zu dicken Freundinnen

Slider- und Serienbilder: PR / Netflix

Filmtipp: Paddington 2

Wie schön! Pünktlich vor Weihnachten gibt es das lang ersehnte Wiedersehen mit Paddington, dem liebenswert-tollpatschigen Bären mit Schlapphut, Dufflecoat und Hunger auf Marmeladenbrot. Am 23. November 2017 startet „Paddington 2“ in den deutschen Kinos. Wir verraten euch, welche Abenteuer euch erwarten und warum sich das Anschauen lohnt.

Um Geld für das Buch zu verdienen, putzt Paddington (Foto: Studio Canal Deutschland)

Worum geht es? Paddington hat sich bei Familie Brown in London inzwischen gut eingelebt und ist auch in der Gegend aufgrund seiner netten und hilfsbereiten Art sehr beliebt. Weil seine peruanische Tante Lucy stolze 100 Jahre alt wird, sucht er nach einem passenden Geschenk. Im Antiquitäten-Geschäft von Mr. Gruber wird er schließlich fündig: Ein ganz besonderes Pop-Up-Buch begeistert den Bären und soll das Präsent für Tante Lucy werden. Doch um das Buch kaufen zu können, muss Paddington erst einmal Geld verdienen und nimmt dafür einige Nebenjobs in der Nachbarschaft an. Dabei läuft für den tollpatschigen Bären allerdings nicht alles immer ganz glatt…und dann wird auch noch das wertvolle Pop-Up-Buch gestohlen, bevor er es kaufen kann! Paddington macht sich auf die Suche nach dem dreisten Dieb. Die wilde Verfolgungsjagd bleibt natürlich nicht ohne Turbulenzen.

Hugh Grant spielt den Bücherdieb Phoenix Buchanan (Foto: Studio Canal Deutschland)

Worum geht es wirklich? Um das neueste Abenteuer des niedlichen Bären und seiner Familie in London, der sich an die Fersen des Bücherdiebes heftet, durch allerlei Schwierigkeiten muss und am Ende (hoffentlich) doch an sein Ziel kommt.

„Paddington 2“, ab 27. November 2017 im Kino (Foto: Studio Canal Deutschland)

Warum sich das Anschauen lohnt: Der süße Bär mit seinen großen Knopfaugen und seiner tollpatschigen Art ist einfach zum Verlieben! Das war schon beim ersten Film so und ist bei der Forstsetzung nicht anders. Hinzu kommt ein Ensemble von tollen Schauspielern, dieses Mal neu dabei: Hugh Grant als dreister Bücherdieb Phoenix Buchanan. Regisseur Paul King ist ein samüsanter, unterhaltsamer Familienfilm gelungen, der den Vergleich mit dem ersten Teil nicht scheuen muss. Die deutsche Synchronstimme von Paddington ist übrigens erneut Elyas M´Barek.

Fazit: Ein wunderbarer Weihnachtsfilm für die ganze Familie!

Vom Burger bis zur Pommes: Fast Food zum Anziehen

Pizza, Burger, Pommes – davon können wir einfach nicht genug bekommen. Gesunde Ernährung hin oder her, manchmal muss es einfach ein gutes Stück Pizza sein! Mit ordentlich Fast Food-Heißhunger haben wir uns durch die Onlineshops gewühlt und die coolsten Teile aus den Bereichen Mode und Spielwaren für euch zusammengestellt!

 

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Für kleine Fast Food Junkies

 

 

DIY Adventskalender aus Filz mit Videoanleitung

Der DIY-Blog Kinnertied von Jessica Stuttstätte ist eine Fundgrube an Bastelideen –  vor allem für und mit Kindern. Und das beste: die Anleitungen sind einfach und werden alle per Video vorgeführt. So gelingt es wirklich jedem, sie nach zu basteln.

Wir stellen Euch heute den Adventskalender von Kinnertied vor – schnell genäht sind die Pyramiden aus Filz über Jahre immer wieder einsetzbar!


Ihr benötigt:

Filz ca. 60 Zentimeter
Gummikordel ca. 4,8 Meter
Lineal
Schneiderkreide
Stoffschere
Stecknadeln
Nähmaschine

Vielen Dank an www.kinnertied.de!

Von Trollen und bissigen Biestern: Spannende Bilderbücher zum Vorlesen

Wir haben spannende Vorschläge zum Vorlesen gesammelt in denen es um fliegende Teppiche, gefährliche Trolle und kleine, bissige Biester geht.

Buchtipps_Nov_FabersReise

Fabers Reise

So einen fliegenden Teppich hätte wohl jeder gern! Faber besitzt einen und besucht damit regelmäßig seinen Opa im weit entfernten Amerika. Der wohnt zusammen mit seinem Bruder Sten in Malibu. Eines Samstags ruft Sten bei Faber an mit einer beunruhigenden Nachricht: Opa ist weg! Sofort macht sich Faber zusammen mit seiner Freundin Shaima auf den Weg nach Amerika. Dort angekommen gehen sie auf die Suche nach dem Vermissten. Ein verschwundenes Andenken von Opa bringt die drei auf eine interessante Spur, aber werden sie hier auch Fabers Großvater finden?
Es ist bereits die zweite Geschichte von Faber, die die Bestsellerautorin Cornelia Funke („Tintenherz“) zusammen mit der Illustratorin Susanne Göhlich entwickelt hat. Das Abenteuer könnte für „ältere“ Zuhörer ruhig noch etwas ausführlicher sein. Für das vom Verlag empfohlene Vorlesealter von drei Jahren ist es dagegen fast ein wenig zu ambitioniert.
Fabers Reise von Cornelia Funke und Susanne Göhlich, erschienen im Aladin Verlag für 12,95 Euro.

 

Buchtipps_Nov_Grumbuck

Grumbuck!

Ein kleiner Junge der ein Café betreibt ist schon ungewöhnlich. Ein kleiner Junge der ein Café zusammen mit einem blauen Troll betreibt und in dem als Gäste nur Trolle verkehren ist wirklich außergewöhnlich. Doch in den Geschichten von Adam Stower ist nichts unmöglich. Eines Tages ist Olivers kleine Schwester Molly verschwunden. Wurde sie etwa von einem Troll gefressen? Daran glaubt Oliver keine Sekunde denn er weiß, dass Trolle eigentlich viel lieber Kuchen essen und den gibt es in seinem Café schließlich reichlich. Zusammen mit seinem Trollfreund macht er sich auf, Molly zu suchen. Aber keinesfalls, so die Warnung der anderen Trolle, dürfen sie dem Mampfberg zu nahe kommen. Denn dort lebt der schreckliche, gemeine, riesengroße Grumbuck.  Das Abenteuer von Oliver und den Trollen wird bei Zuhörern ab drei Jahren ganz schnell zum Lieblingsbuch. Es hat wirklich alles, was eine gute Geschichte braucht: einen sympathischen Helden, einen kleinen Gruselfaktor und ein lustiges Happy-End.
Grumbuck von Adam Stower, erschienen bei Orell Füssli für 13,95 Euro

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Bissiges Biest

Ein bissiges Biest treibt im Dschungel sein Unwesen. Frosch, Affe und Zebra sind ganz schön aufgeregt, denn alle drei haben einen saftigen Biss in den Po abbekommen. Aua! Sie laufen zum Löwen, denn der ist König und wird schon wissen, was man gegen bissige Biester tun kann. Der Löwe, selbst Opfer des Pobeißers, kündigt an mit dem Untier kurzen Prozess zu machen! Doch dann kommt alles ganz anders und die Tiere des Dschungels erleben eine kleine Überraschung. Die Geschichte des Pobeißers wird für viele Lacher beim Vorlesen sorgen. Vor allem, weil sich die Schmerzensschreie der Tiere sehr unterschiedlich und lustig nachmachen lassen.
Bissiges Biest von Ronda Armitage und Nikki Dyson, erschienen im J.P. Bachem Verlag für 12,95 Euro.

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Finger weg von diesem Buch!

Ach, wir Eltern sind ja oft so langweilig! Spulen immer wieder die gleichen Texte ab, haben immer die gleichen öden Argumente: „Du solltest mehr lesen. Lesen bildet. Lesen ist gut für dich.“ Wer einen Leseverweigerer zuhause hat und ihn oder sie mal wirklich überraschen (und vielleicht sogar zum Lesen bringen) will, präsentiert dieses Bilderbuch (mit wenig Text). Denn nichts ist so reizvoll, wie ein Verbot. Und dieses Buch will auf keinen Fall gelesen werden! Der lustige „Held“ erinnert ein bisschen an ein dickes, blaues M&M auf Beinen und bei seiner Mimik wurde von Illustrator Heath McKenzie mit den schönsten Comiceffekten gearbeitet. Der Schlußgag ist es in jedem Fall wert bis zum Ende durchzuhalten.
Finger weg von diesem Buch von Andy Lee, erschienen bei arsedition für 12,99 Euro.

Noch mehr Buchtipps findest du hier.

Sind wir nicht alle manchmal Helikopter-Eltern?

Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kinder – aber manche Eltern übertreiben damit einfach! Von früh bis spät dreht sich alles um den Nachwuchs: Kita, Schule, Hausaufgaben, Hobbys, Freunde und Sport werden mit Argusaugen überwacht. Lehrer, Erzieher, Hebammen, Ärzte und andere Eltern können ein Lied von ihnen singen: Den Helikopter-Eltern. Lena Greiner und Carola Padtberg haben lustige, unterhaltsame und absurde Anekdoten als Buch herausgebracht.

Der Begriff ist schon seit geraumer Zeit in aller Munde: Helikopter-Eltern kreisen um ihre Kinder, als ob sie der Mittelpunkt der Erde wären. Welche absurden Ausmaße das mitunter annehmen kann, haben die Spiegel Online-Journalistinnen Lena Greiner und Carola Padberg in ihrem Buch „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag“ zusammengestellt. Wir stellen euch drei Geschichten vor… erkennt ihr euch vielleicht sogar wieder?

Lerndruck schon in der Kita

„Selbst Eltern, die Krippenkinder bei uns anmelden, also Ein- oder Zweijährige, fragen häufig: Wie oft in der Woche findet die Vorschule statt? Welche Fächer werden angeboten? Wenn ich dann den normalen Kita-Alltag mit Spielen, Essen und Basteln schildere, fragen sie nach Fremdsprachen und Lesenlernen. Freies Spiel hingegen mögen viele Eltern gar nicht.“

Bericht einer Erzieherin

Eltern korrigieren Mathearbeit

„Es gibt Eltern, die zum Beispiel eine Mathearbeit ihrer Kinder im Nachhinein frisieren. Das ist neulich bei uns passiert – in der 3. Klasse. Dann machen die Eltern mit Tipp-Ex oder einem Radiergummi die falsche Antwort ihres Kindes weg, schreiben die richtigen Ergebnisse hin, gehen dann damit zum Lehrer und sagen, er habe falsch korrigiert.“

Bericht einer Lehrerin 

Vermeintlich kranke Kinder blockieren Notaufnahme

„Die Tür zur Notaufnahme öffnet sich, und wie immer blicke ich zu Dienstbeginn in einen überfüllten Wartebereich mit verschnupften, hustenden und spielenden Kindern. Ich sehe Mütter, die in Gruppen zusammenstehen und lauthals schimpfen, wie lange sie schon warten. Und Kinder, die fröhlich singen. Ich frage mich, was für ein Notfall sie herführt.“

Bericht einer Krankenschwester

"Verschieben Sie die Deutscharbeit - Mein Sohn hat Geburtstag!", Ullstein, 9,99 Euro (Foto: Ullstein Verlag)
„Verschieben Sie die Deutscharbeit – Mein Sohn hat Geburtstag!“, Ullstein, 9,99 Euro (Foto: Ullstein Verlag)

 

Bild: Photo by Daniel Cheung on Unsplash
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Weitere Anekdoten aus dem Leben von Helikopter-Eltern und ihren Premium-Kids, erzählt mit einem Augenzwinkern, findet ihr im Buch „Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag!“ von Lena Greiner und Carola Padtberg (Ullstein Taschenbuch, 9,99 Euro)

 Bild: Daniel Cheung on Unsplash

Trendverdächtig: Nach dem Einhorn kommt das Alpaka

Es wurde aber auch Zeit: Nachdem uns der Glitzerstaub der Einhörner in den letzten Monaten die Sicht vernebelte, sehnen wir uns nun am Ende des Jahres nach einem neuen Trend in der Mode und Spielzeuglandschaft.

Das Alpaka steht bereits in den Startlöchern. Während die rosarote Jules-Mumm-Version kürzlich Einzug in die Erwachsenenwerbung hielt, ist das flauschige Wolltier im Kinderuniversum längst angekommen. Zahlreiche Marken schmücken sich mit dem ulkig aussehenden Wildtier. Und auch wir müssen wir zugeben: Alpakas sind einfach klasse!

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Woher der Hype mal wieder kommt, weiß keiner so genau. Möglicherweise sind allerdings die Spanier beteiligt: Tinycottons machten das flauschige Andentier in dieser Saison zum neuen Markenbotschafter (hier die Bilder zur Kollektion). Shirts, Jacken, Hosen und sämtliche Accessoires zeigen das Alpaka mit dem lustigen Gesichtsausdruck.

Alpaka vs. Lama

Zugegebenermaßen ist nicht jede Abbildung ein waschechtes Alpaka, denn das Tier wird schnell mal mit seinem Artgenossen dem Lama verwechselt. Dabei ist der Unterschied relativ simpel: Alpaka sind die optische Donald Trump-Version der Tierwelt, ihr auffälliges Toupet unterscheidet sie ganz klar vom weniger bewollten Lama. Darüberhinaus sind Alpakas deutlich kleiner und haben spitze Ohren. Ob nun pink, schwarz oder weiss – verdammt witzig sind sie in jeder Erscheinung.

Unsere Alpaka-Lieblinge

So kocht Starkoch Yotam Ottolenghi mit seinen Kindern!

Seine Bücher, vor allem das Jerusalem-Kochbuch, sind Kult und inspirieren zahlreiche Hobbyköche. Jetzt hat der israelische Autor Yotam Ottolenghi zusammen mit seiner Kollegin und Süßspeisen-Expertin Helen Goh ein neues Werk herausgebracht: „Sweet. Süße Köstlichkeiten“ heißt das Buch, das 120 Rezepte für Kuchen, Kekse und Desserts aus aller Welt und wunderschöne Fotos enthält. Wir haben die beiden in Berlin zur Präsentation ihres Buches getroffen.

Lunamag: Wie kam die Idee zu diesem Backbuch zustande?

Verstehen sich gut: Yotam Ottolenghi und Helen Goh (Foto: Peden + Munk)
Verstehen sich gut: Yotam Ottolenghi und Helen Goh (Foto: Peden + Munk)

Yotam Ottolenghi: Die Idee gab es schon seit geraumer Zeit. Helen und ich haben uns vor über zehn Jahren kennengelernt, als sie in meinem Restaurant in London in der Patisserie zu arbeiten begann. Über die Jahre sind das Backen und die Desserts immer wichtiger für mich geworden, und wir haben immer gesagt: „Lass uns dazu ein Buch machen!“ Dann gab es zwischendurch andere Projekte, doch nun ist es fertig und wir freuen uns sehr darüber.

Helen, wann hast du deine Leidenschaft für das Backen entdeckt? Schon als Kind oder erst später?

Fruchtig lecker: Brombeer-Sternanis-Törtchen (Foto: DK Verlag)
Fruchtig lecker: Brombeer-Sternanis-Friands (Foto: DK Verlag)

Helen Goh: Ich komme aus einer chinesischen Familie, bei uns zuhause hatte das Backen keine große Tradition, vor allem nicht in dieser Form. Meine erste Leidenschaft galt dem Kochen. Aber beim Kochen habe ich mich oft unsicher gefühlt. Das ist das Tolle am Backen: Man hat sehr klare Vorgaben. Es gibt bestimmte Zutaten, oft nur sehr wenige. Und es gibt genaue Angaben, was man mit ihnen macht. Daraus entsteht dann ein Kuchen. Das hat mich fasziniert. Außerdem finde ich es sehr schön zu sehen, wie viel Freude man anderen mit Kuchen oder Keksen macht.

Backen hat für viele Menschen ja auch etwas mit Erinnerungen zu tun. Man bekommt Rezepte von der Großmutter oder der Mutter weitergegeben…seht ihr das auch so?

Yotam Ottolenghi: Absolut! Süßes ist Seelennahrung, und es hat sehr viel zu tun mit persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen. Süßigkeiten können uns trösten, das erfahren wir oft schon als Kind. Leider gab es in meiner Familie auch keine ausgeprägte Backtradition. Meine Mutter hat lieber Desserts gemacht: Zabaione und solche Sachen. Aber ich habe einige Jahre in Amsterdam gelebt und fand es dort sehr schön, dass gerade vor Weihnachten so viel gebacken wird – ähnlich wie hier in Deutschland. In den Niederlanden gibt es auch viele verschiedene Sorten Weihnachtsgebäck, das finde ich toll.

Ihr seid beide Eltern. Backt ihr auch mit euren Kindern? 

Kekse zum Dahinschmelzen für Große und Kleine (Foto: DK Verlag)
Kekse zum Dahinschmelzen für Große und Kleine (Foto: DK Verlag)

Helen Goh: Mir gefällt die Idee, mit ihnen zu backen (lacht). Aber sie sind auch noch recht klein, zweieinhalb und sechseinhalb Jahre alt. In der Realität gibt es meist ein großes Chaos und die Küche wird zum Schlachtfeld. Aber sie haben kleine Nudelhölzer und ich gebe ihnen dann ein wenig Teig zum ausrollen, das macht ihnen großen Spaß.

Yotam Ottolenghi: Meine Söhne sind zwei und vier. Ich lasse sie in der Küche zuschauen und manchmal auch ein wenig mithelfen. Es gibt einen speziellen Stuhl, den „Little Helper“. Helen hat ihn mir empfohlen. Darin setze ich meine Jungs, sie können mir zusehen, aber nicht rausfallen, denn er ist sehr sicher durch eine Schranke und lässt sich in der Höhe verstellen. Es ist schön, sie in der Küche bei mir zu haben – so bekommen sie einen Eindruck, was ihr Vater so macht (lacht).

Habt ihr ein Lieblingsrezept aus eurem Buch?

Sweet - Süsse Köstlichkeiten von Yotam Ottolenghi und Helen Goh (Foto: DK Verlag)
Sweet – Süsse Köstlichkeiten von Yotam Ottolenghi und Helen Goh (Foto: DK Verlag)

Yotam Ottolenghi: Ich liebe den Vineyard-Kuchen. Er wird mit Grapefruit, Olivenöl und Wein zubereitet und ist sehr weich, saftig und fruchtig. Er ist natürlich eher etwas für Erwachsene.

Helen Goh: Ich liebe den Zitronen-Mohnkuchen, weil er sehr einfach und unkompliziert ist. Auch gut geeignet für Kinder. Von ihm könnte ich jeden Tag ein Stück essen! Aber ich mag auch sehr das gefrorene Espresso-Parfait. Das ist etwas schwieriger zuzubereiten, aber unglaublich lecker!

Das Buch „Sweet. Süße Köstlichkeiten“ von Yotam Ottolenghi und Helen Goh ist erschienen im DK Verlag, 26,95 Euro. 

Prima Ballerina: Petit Bateau kooperiert mit Marie-Agnès Gillot

Nach der Kooperation mit Frankreichs Modeikone Inès de la Fressange (über die wir hier berichteten) steht nun eine weitere große Zusammenarbeit bei Petit Bateau ins Haus:

Das französische Modelabel holt sich eine echte Prima Ballerina ins Boot. Danseuse der Pariser National Oper Marie-Agnès Gillot ließ sich von der Garderobe ihrer Tänzerinnen inspirieren. Sämtliche Erlöse kommen dem pädagogischen Programm „Dix Mois D’École et D’Opèra“ zu Gute!

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In diesem Herbst tanzen Marie-Agnès Gillot und Alice Renavand durch die Fontänen des Pariser „Jardin du Palais Royal“. Präsentiert wird die neue Capsule Collection von Petit Bateau. Markentypische Streifenlooks treffen auf gewachste Maxiröcke in dunklem Marineblau. Für die Kinder zeigt Petit Bateau tolle Pendants aus Regenoveralls, gestreiften Body-Tütüs und Stirnbändern mit Tüll. Die perfekte Mischung aus französischer Leichtigkeit und maritimem Herbstcharme!

Die junge Mutter stand bereits für renommierte Modehäuser wie Céline oder Repetto vor der Kamera. Nun entschied sich die Ballerina für eine Zusammenarbeit mit der Traditionsmarke.

„Als ich klein war, trug ich selbst Petit Bateau, selbst als ich älter wurde, behielt ich eine emotionale Bindung zur Marke, die besonders bei der Geburt meines ersten Sohnes wieder zum Leben erwachte.“, so Marie-Agnès.

Petit Bateau spendet alle Einnahmen aus der Zusammenarbeit an das Bildungsprogramm „“Dix Mois D’École et D’Opèra“, das seit rund 25 Jahren mit der Pariser Nationaloper sowie dem französischen Bildungsministerium zusammenarbeitet, um Kindern den Einstieg in die Kunstwelt zu erleichtern.

Ab sofort ab ca. 15 Euro im Store sowie im E-Shop erhältlich.

Alle Bilder: PR

Merry Christmas! So feiern Familien in England Weihnachten

Feliz Navidad, sagt man in Mexiko. Luna hat Familien aus England, Schweden, Dänemark, Griechenland, Holland und Mexiko gegfragt, wie sie ihr Weihnachtsfest verbringen, und bei all den kleinen Eigenheiten festgestellt: Das Zusammensein wird überall groß geschrieben!

Lucy ist Engländerin und wohnt zusammen mit Louis und ihren P1120241Kindern Otto, Cato und Coco in Berlin. Sie erzählte von ihrem Weihnachten in der Heimat mit allem was so dazugehört – der nachmittagliche Weihnachtsgruß der Queen vor dem Fernseher inklusive:

„Bei uns gibt es zu Weihnachten unglaublich viel zu essen. Traditionell ist das am ersten Feiertag der Truthahn und Mince Pie. Da wir in meiner Familie allerdings Truthähne nie wirklich mochten, weichen wir meist auf Ente, Gans oder anderes Geflügel aus. Wichtig ist zudem die Tradition der Knallbonbons. Die werden beim Essen geöffnet und darin befindet sich immer irgendein ganz schlechter Witz und Papierhütchen, die wir dann auch tragen.
Da der Vater meines Mannes Franzose ist, verbringen wir Weihnachten ab und zu auch in Frankreich. Das Tolle hier ist, dass man einfach in den Wald gehen und sich die größten Mistelzweige selbst abschneiden kann, während wir die in England für umgerechnet fünf Pfund kaufen müssen.
In meiner Kindheit saßen wir nach dem Essen immer zusammen vor dem Fernseher und haben den Weihnachsgrüßen der Queen zugehört. Ich glaube, das ist für viele Engländer nach wie vor sehr wichtig. Fast immer haben wir auch noch vom dem riesigen Mittagessen Reste übrig, die wir gegen Abend alle zusammenmischen und daraus eine Art Kuchen machen, den wir „Bubble & Squeak“ nennen.
Bescherung ist bei uns übrigens am 25. Dezember, da hängen wir unsere Socken über den Kamin oder ans Bettende und am Morgen des 25. Dezembers ist er dann gefüllt. Wichtig ist dabei, dass wir dem Weihnachtsmann Whiskey, ein Glas Milch sowie einige Kekse und eine Möhre für das Rentier bereitstellen.“

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Noch mehr Geschichten rund um Weihnachtsbräuche in anderen Ländern findet ihr in der neuen Luna 65. Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.

Bilder: privat
Titelbild:unsplash