Wie funktioniert eigentlich ein Waldkindergarten?

Der Wald ist in europäischen Gefilden der Sehnsuchtsort und Ruhepool schlechthin. Gerade erlebt er zu Recht eine Renaissance! Auch Kinder profitieren sehr von der Natur und ganz besonders vom Wald. Und genau davon macht ein Waldkindergarten Gebrauch. Wir haben uns das Konzept mal näher angeschaut…

 

Schlammfurchen zu Rutschen umfunktionieren, im Herbst durch Laubhaufen rennen, in Wasserpfützen springen und sich dabei von oben bis unten so richtig dreckig machen dürfen – so sehen Kinderträume aus. In einem Waldkindergarten wird genau das Realität. Hier toben die Kleinen den ganzen Tag im Freien egal ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Die Idee hinter dieser Waldpädagogik stammt bereits aus den 1950er Jahren und hat sich von Skandinavien über die ganze Welt verteilt.

Den ganzen Tag im Freien

Allein in Deutschland zählt der Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten inzwischen über 1000 Wald- oder auch Naturkindergärten, in denen Kinder meist im Alter zwischen drei und sechs Jahren fast ihre gesamte Erziehung, Bildung und Betreuung unter freiem Himmel erhalten. Die meisten Waldkindergärten besitzen nicht als einen kleinen Bauwagen oder eine winzige Hütte, wohin sich die Kinder und ihre Betreuer bei sehr schlechtem Wetter oder kurz zum Aufwärmen zurückziehen können. Denn der eigentliche Sinn ist es, dass sämtliche Aktivitäten vom gemeinsamen Morgenkreis bis zum Mittagessen in der Natur stattfinden. „Die Basis dieser Pädagogik liegt im Umgang mit der der Natur“, erklärt Susann, die als Mutter von drei Kindern ihren Jüngsten in einen Kindergarten mit einem ähnlichen Konzept in Berlin Kaulsdorf schickt.

Natur mit allen Sinnen erleben

„Die Kinder erleben in einem Waldkindergarten ganz andere Gerüche und Geräusche. Sie erfahren wie Holz und Moos riecht und was der Wind und die unterschiedlichsten Tiere für Geräusche machen. Es werden alle Sinne geschärft und so automatisch Respekt vor der Natur entwickelt. Außerdem bewegen sich die Kinder viel mehr. Indem sie auf Wurzeln oder Bäume klettern, messen sie ihre Kräfte und erfahren selbst ihre Grenzen.“ Im Waldkindergarten, so erzählt Susann, würden sich die Erzieher oft bewusst im Hintergrund halten, um es den Kindern zu ermöglichen selbständige Erfahrungen zu sammeln und Selbstbewusstsein aufbauen.

Den ausführlichen Bericht zu dem Thema findet ihr in der Luna 66. 

Titelbild:unsplash

Geheimtipp in den Alpen: Winterurlaub in Obereggen

Das Skigebiet Latemar-Obereggen ist klein, aber fein. Es bietet top präparierte Pisten, Skiparks und Rodelbahnen – eben alles, was zum Winterurlaub mit Kindern dazugehört. Unser Autor Sebastian Schulke hat eine Schneeferien in Südtirol gemacht und für uns die schönsten Skipisten auf Kindertauglichkeit getestet. 

Der Sessellift rattert, frisst unermüdlich Höhenmeter um Höhenmeter. Egal wie viele Skifahrer und Snowboarder er auch tragen muss. Bis auf 2.096 Meter. Dann hat er sein Ziel erreicht – hier oben in den Dolomiten. Unterhalb des Gipfels des Latemar spuckt er die Wintersportler aus, bringt sie auf die Piste und rattert wieder runter ins Tal nach Obereggen zurück. Ich bleibe mit meinem Snowboard oben. Bevor ich mir jedoch mein Brett anschnalle, um durch den Schnee der Oberholz-Abfahrt zu rauschen, bleibt mir plötzlich die Spucke weg. Wow!

Für Familien das perfekte Skigebiet: Obereggen

Das Bergpanorama von Oberegg
Fantastisches Bergpanorama (Foto: Sebastian Schulke)

Der Blick ist einfach gigantisch. Tief unten in den Tälern leuchtet das Grün der Wiesen und Wälder, darüber erstrecken sich am Horizont unzählige Berggipfel, die mit weißem Puderzucker bestäubt in den stahlblauen Himmel ragen. Dazu lacht die Sonne. Ein traumhaftes Panorama, das ich hier im „Ski Center Latemar – Obereggen“ südöstlich von Bozen genießen darf. Ein Skigebiet, das besonders für eine Winterurlaub mit Kindern geeignet sein soll – und das ich ein Wochenende lang etwas genauer unter die Lupe nehmen werde.

Die Pisten sind kindersicher und gut präpariert

Winterurlaub mit Kindern in Obereggen
Traumhafte Pisten, ideale Schneebedingungen: Oberegg ist ein Geheimtipp für Wintersport-Freunde (Foto: Sebastian Schulke)

Noch ein kurzer Check: Handschuhe, Helm, Brille und Board sitzen. Dann geht es los. Ein eisiger Wind bläst über die Oberholz-Piste – eine rote und damit mittelschwere Abfahrt, die teilweise recht steil ist, für Kinder also nur bedingt tauglich. Doch die Kanten greifen sehr gut, rauschen locker und leicht durch den Schnee. Da kommt schnell und viel Freude auf. Jetzt muss ich mich nur entscheiden: Rechts geht es zurück nach Obereggen mit „Jiblines“ für Snowboarder – das sind kurze Passagen am Rande der Piste mit kleinen Sprüngen und Rails. Oder ich fahre links und damit weiter in das Wintersportgebiet hinein, das auf 49 Kilometern Abfahrten für jede Schwierigkeitsstufe zu bieten hat und sich bis Predazzo erstreckt. Insgesamt sorgen 18 Liftanlagen dafür, dass man von 1.550 Meter (Obereggen) auf bis zu 2.500 Meter Höhe gebracht wird – ohne lange Wartezeiten. Obwohl die Pisten recht gut besucht sind, stehe ich mir nicht einmal die Beine in den Bauch. Das würde auch meinen Kindern gefallen, die nicht gut im Warten sind. 

Es läuft ziemlich rund. Besonders die Pisten sind bestens präpariert. Daran ändert heute auch die Sonne nichts. Der Schnee bleibt knackig und kompakt, bis zur letzten Abfahrt. „Und bis in den April hinein“, sagt Oliver Kern. Er ist der Geschäftsführer und Gründer des Testportals skiresort.de. Wir kommen während einer Sesselliftfahrt ins Gespräch. „Ich war gerade erst in Colorado, bin jetzt für zwei Tage in Obereggen und teste morgen noch ein anderes Skigebiet in Italien. Aber so gute, saubere und griffige Pisten gibt es in der Qualität nirgendwo anders. Die sind wirklich wie mit dem Lineal gezogen. Obereggen ist für mich ein echter Geheimtipp in den Alpen.“ Und er betont: „Große Bodenwellen oder versteckte Eisplatten gibt es hier nicht. Das ist für Kinder und Anfänger optimal, auch wenn die Abfahrten ab und zu etwas steiler sind. Der gute Kompaktschnee hält, macht Spaß.“

Umweltschonend Skifahren ist hier noch möglich

Auf skiresort.de, das über Tests zu mehr als 5.000 Wintersportgebieten informiert, wurde das „Ski Center Latemar“ im Südtiroler Eggental bereits mehrfach zum weltweit „besten Skigebiet mit bis zu 60 Pistenkilometern“ gekürt. Auch in der Kategorie „Pistenpräparierung“ gab es bereits einige Auszeichnungen. Eines macht mich allerdings etwas stutzig: Ich höre und lese immer wieder „Kompaktschnee“. Soll das eine nette Umschreibung für Kunstschnee sein? „Wir haben keinen Kunstschnee. An unserem weißen Pulver ist nichts Künstliches“, meint Christoph Pichler, der im Winter fast jeden Tag in seiner Pistenraupe sitzt und nach der letzten Liftfahrt die Abfahrten wieder in Bestform bringt. „Wir verwenden für unseren Schnee keinerlei Zusätze. Die Schneekanonen in Obereggen laufen nur mit Wasser.“ Denn: Chemische Zusätze würden nicht viel bringen. Es komme vielmehr auf Erfahrung und ein gutes Gefühl an, wann und bei welchem Wetter die Pisten beschneit werden – Außentemperatur, Tageszeit, Geschwindigkeit der Turbinen und Luftfeuchtigkeit seien dabei ganz wichtige Faktoren. „Das entscheidet über die Qualität des weißen Pulvers“, sagt Pichler. „So kommen uns Minusgrade und trockenes Winterwetter bei der Produktion des Kompaktschnees sehr entgegen.“ Schon in den frühen 1980er-Jahren experimentierte Obereggen mit Schneekanonen aus Nordamerika und entwickelte schließlich seine eigenen Maschinen. Die Südtiroler legten bereits 1982 extra Speicherbecken für die Schneeproduktion an. „Wir sorgen für gute Pisten und wollen das so umweltschonend wie möglich erreichen“, sagt Pichler, der nun schon seit 1993 die Pisten mit seiner Raupe bearbeitet.

Skipisten für Kinder und Anfänger

Obereggen
Beschaulich, hübsch und noch nicht überlaufen: Obereggen in Südtirol (Foto: Sebastian Schulke)

Am nächsten Morgen zieht es auch mich wieder hinauf. Zuvor genieße ich jedoch den Blick von meinem Balkon auf den Latemar, dessen zackiges Felsmassiv im Morgenlicht funkelt. Direkt vor meinem Hotel verläuft eine recht kurze Piste, die perfekt für Anfänger und Kinder geeignet ist und zur Talstation von Obereggen führt. Außerdem blicke ich aufs Brunoland – einen Skifahrlern-Vergnügungspark für Kids mit zwei „Zauberteppichen“ bzw. Förderbändern, Kinderkarussell, Riesendrachen, Schneetunnel, Hüpfburg, Schneewellen und Animationsprogramm. Hier gibt es jeden Tag besondere Aktionen speziell für den Winterurlaub mit Kindern, etwa eine Schatzsuche oder eine Schneeparty. Bruno Bär schaut regelmäßig vorbei und sorgt für Stimmung. Ein Highlight, das bei kleinen Skifahrern große Begeisterung findet.

Ich will aber heute etwas höher hinaus und sitze kurz darauf im Lift, der mich erneut auf der Oberholz-Piste ausspuckt. Minus fünf Grad, kaum Wind, die Sonne scheint. Ich rausche los, Richtung Pampeago. Vorbei an einem Snowpark mit Halfpipe und Kickern sowie Rails, Boxen, Boardercross und Banked Slalom Parcours – und sogar speziellen Kids-Boxen. Für kleine Freestyler super geeignet. Fünf Abfahrten und drei Täler später mache ich eine Pause in der Baita Gardoné oberhalb von Predazzo. Im Gegensatz zu dem völlig überteuerten Kantinenfraß, den man aus Wintersportgebieten in Frankreich oder Österreich kennt, entpuppt sich das schöne Bauernhaus als ein bezahlbares Spitzenrestaurant. Die Pasta als Vorspeise und der Fisch zum Hauptgang lassen keine Wünsche offen. Zum Abschluss gönne ich mir auch noch ein „Dolce“ – einfach herrlich! Mamma mia!

Würde es in der Berghütte keine Steinrutschen geben, die von der Stube in der ersten Etage ins Erdgeschoss und von dort in den Keller (zu den Toiletten) führen, wäre ich wohl nicht wieder auf die Piste gekommen. Mittlerweile ist es 14.30 Uhr. Zwei Stunden bleiben mir noch auf meinem Board. Der Schnee ist immer noch in bestem Zustand. Auch die Beschilderung an den Bergstationen und auf den Pisten ist sehr gut und übersichtlich. Verfahren kann man sich hier nicht. Die schwarzen Pisten sind frühzeitig und unübersehbar  gekennzeichnet mit großen gelben Bannern – für Ungeübte oder wenn man in Begleitung von Kindern ist, sind sie einfach zu umfahren.

Gut essen im Winterurlaub mit Kindern

Vor der letzten Abfahrt ins Tal nach Obereggen mache ich noch einen Abstecher in die Mayrl Alm, die mir Signor Pichler empfohlen hat. Der Koch und sein Team verwenden hier überwiegend Produkte aus der Region, um ihre kulinarischen Genüsse zu kreieren – für das Restaurant und den  separaten Selbstbedienungsbereich. Ich bestelle eine große Apfelschorle und einen Espresso macchiato. Fürs Abendessen ist es nach dem üppigen Mittagessen für mich leider noch zu früh. Aber die Speisen sehen sehr gut aus und sind bezahlbar – eine gute Nachricht für Familien, die hier mit ihren vom Skifahren ausgehungerten Kids Station machen wollen. Denn da stellt sich ja oft die Frage: Müssen wir uns morgens beim Frühstück jede Menge Brote schmieren und einpacken oder können wir auch mal in einer Hütte einkehren und etwas Gutes essen? Letzteres ist rund um Obereggen auf über 2.000 Meter Höhe bestens möglich – das Wintersportgebiet ist auch in kulinarischer Hinsicht ein Paradies.

Rodeln oder Nachtskifahren: beides ist möglich in Obereggen

Am Abend steht noch Rodeln von Obereggen zur Epircher-Laner-Alm auf meinem Programm. Die Rodelpiste ist knapp drei Kilometer lang, mit Tunnel, einigen scharfen Kurven und Flutlicht. Das muss ich unbedingt mal zusammen mit meinem Sohn ausprobieren. Für die ganz kleinen Rodler gibt es die Bahn in Absam, die nur 750 Meter lang und sehr „soft“ ist. Wer vom Schnee nicht genug bekommen kann: Dreimal pro Woche erstrahlt auch die Skipiste von Obereggen in hellem Glanz – von 19 Uhr bis 22 Uhr. Um elf Uhr nachts falle ich erschöpft ins Bett. Morgen heißt es früh aufstehen, denn dann bringt mich ein Taxi ins gut 20 Kilometer entfernte Bozen zum Bahnhof. Aber ich komme bald wieder – und dann auf jeden Fall mit Familie.

Slider-Foto: Pezibear / Pixabay

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Spielzeugbestseller 2017: Das waren die beliebtesten Spielzeuge in diesem Jahr

Weihnachten rückt immer näher und damit auch die Frage „Was legen wir nur unter den Weihnachtsbaum?“. Natürlich sehen die Wunschlisten bei jedem Kind ganz individuell aus, aber es gibt durchaus Spielzeuge, die in diesem Jahr besonders beliebt waren. Wir haben mal nachgefragt, welche Spielzeugbestseller es im Jahr 2017 gab!

Daniel Ammerschuber, Buyer Toys, Design & Gifts über die Spielzeugbestseller 2017 der KaDeWe Group:

„Absoluter Hype waren bei uns in diesem Sommer Fidget Spinner und die Musikboxen von Tonies, sowohl für Mädchen als auch für Jungs: perfekt zum Geschichtenerzählen im Kinderzimmer. Auch die Kugelbahn GraviTrax von Ravensburger wurde gerne gekauft. Insbesondere die Jungs mögen natürlich auch die LEGO Ninjago und Roboter wie çoder Sphero oder die ferngesteuerten Star Wars Roboter. Ein Dauerbrenner bei Mädchen sind weiterhin Spielpuppen und Nagellack. Zudem waren kreative Spielwaren wie Freundschaftsbänder und Einhörner ein großes Thema. Speziell in der Weihnachtszeit werden bei uns besonders gerne technische Spielwaren wie Roboter, Kugelbahnen, Holzeisenbahnen von Brio oder eben die Musikboxen von Tonies gekauft, aber auch Spielwaren mit Lerneffekt. Klassiker sind dann Spielwaren von Lego und Playmobil oder Plüsch und Babyspielwaren für Kleinkinder von Steiff. Gerade zu Weihnachten werden auch Gesellschafts- und Partyspiele vermehrt gekauft!“

 

Cécile Roederer über die Spielzeugbestseller 2017 von Smallable:

„Dieses Jahr zur Weihnachtszeit haben wir die Kiko+ Holzspiele, die formschönen Spiele der Marke Fanny und Alexander, die sowohl von Eltern für ihr schönes Design, als auch von den Kindern als Spielzeug geschätzt werden. Ganz besonders beliebt sind auch die Bigstuffed Kuscheltiere, die vollständig von Hand in Frankreich gefertigt werden. Zu den anderen Trends zählen die Rückkehr des Vintage und das Spielzeug unserer Kindheit, vor allem mit Fisher Price Vintage. DIY Produkte sorgen auch für Begeisterung mit der Puppen zum Selbstmachen, den Malbücher und  Stricksets sind sehr beliebt.“

 

Margret Haselmann über die Spielzeugbestseller 2017 von Häsel und Gretel:

„Besonders beliebt waren bei uns Küchenuntensilien und sämtliches Zubehör dazu – Kochtöpfe, Schürzen, Backformen oder Holzgemüse. Speziell zu Weihnachten ist dann natürlich immer wieder Weihnachtsdeko beliebt. Hier gibt es die niedlichsten Sachen von Papeterie bis hin zu Lichterketten, und vor allem spezielle Dinge für Kinder.“

Titelbild: istock

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Mamablogger erzählen: Das war mein schönstes Weihnachtsgeschenk!

Wisst ihr noch damals …? So und ähnlich erinnert man sich doch gern an seine Kindheit zurück. Besonders in der Weihnachtszeit und wenn man selbst Kinder hat, macht es Spaß einmal zu überlegen, wie das früher eigentlich war. Wie sah der Tannenbaum aus, was wurde gegessen und vor allem: Was war eigentlich das schönste Weihnachtsgeschenk von allen? Wir haben verschiedene Mamablogger nach ihren Kindheitserinnerungen gefragt und freuen uns jetzt noch mehr auf die kommenden Festtage!

Anita von rosanisert:

„Mein schönstes Weihnachtsgeschenk in meiner Kindheit war meine heiß ersehnte Babypuppe. Mit ihr spielt meine kleine Tochter heute immer noch – wie sich unschwer auf dem Bild erkennen lässt.“

Anita von rosanisiert mit ihrer Tochter

Olivia von Fräulein Tiger:

Olivia von Fräulein Tiger mit ihrem Sohn (Foto: Andrea Monica Hug)

„Mein schönstes Weihnachtsgeschenk in der Kindheit war glaub nebst all meinen „Puppen-Utensilien“ ein selbstgezimmertes Puppenhaus von meinen Eltern. Allgemein meinten sie es jedes Jahr sehr gut mit mir und es waren immer ganz schöne Dinge dabei. Den Christkind-Zauber jetzt mit meinen Kindern wieder erleben zu dürfen finde ich wunderschön und ich kann die leuchtenden Augen jetzt schon kaum erwarten.“

Sophia und Insa von The White Marble:

Sophia: „Eines der schönsten Weihnachtsgeschenke in meiner Kindheit war ein kleiner elektrischer Puppenherd. Voller Stolz servierte ich am ersten Weihnachtsfeiertag die darauf selbstgekochten Spätzle zum traditionellen Rehbraten der Familie. Ein besonderes Weihnachtsessen, das nicht nur mir in Erinnerung geblieben ist.“
Insa: „Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war ein kleiner Kaufmannsladen, der Jahr für Jahr prall gefüllt und aufregend geschmückt am Heiligenabend auftauchte, um dann leer geräubert und gerade kurz bevor er langweilig wurde, am 6. Januar zuverlässig wieder verschwand. Ein immer wieder kehrender Zauber – den ich auch mit meinen Kindern weiter zelebriere!“

Sophia und Insa von The White Marble

Ellen von chezmamapoule:

Ellen von Chezmamapoule

„Ich war tatsächlich eins dieser Kinder, das ganz aufgeregt Büchergeschenke auspackte. An sonstige Weihnachtsgeschenke mag ich mich nicht erinnern, aber ich weiss noch genau, als meine Grossmutter mir Tove Janssens „Geschichten aus dem Mumintal“ schenkte. Wie sehr ich dieses Buch geliebt habe. Neulich entdeckte ich ein Bilderbuch über Mumins ersten Schnee und musste es natürlich meinen Töchtern kaufen.“

Verena von Familicious:

Verena von Familicious

„Mein schönstes Weihnachtsgeschenk kam nicht von meinen Eltern, sondern von einem älteren Nachbars-Mädchen: ihre Barbie-Sammlung. Meine Eltern fanden Barbie schrecklich. Deshalb habe ich nie eine bekommen. Und plötzlich hatte ich die Komplett-Ausstattung: drei Barbies mit zig Kleidern und Schuhen, Ken, ein Haus, ein Pferd und ein Auto. Das war der absolute Knaller!
Heute kann ich die Haltung meiner Eltern natürlich nachvollziehen. Manchmal drücke ich bei meinen Töchtern trotzdem ein Auge zu – schiebe den Gedanken, dass ein Steiff-Tier doch sooo viel niedlicher wäre, beiseite und lasse den nächsten Glubschi bei uns einziehen. Barbie sei Dank!“

Titelbild: unsplash

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Last-Minute-Geschenk: 21 Bilderbücher und Vorlesebücher

Ihr sucht noch ein Last-Minute-Geschenk? Wie wäre es mit einem Bilderbuch? Damit liegt man eigentlich immer richtig! Wir haben eine Auswahl von 21 wunderschönen Bilderbüchern für euch zusammengestellt, die ihr ganz einfach noch vor Weihnachten im Buchladen eures Vertrauens bestellen könnt…

Bücher für Kinder von 2 bis 4 Jahren:

Wartet auf mich

Wie gemein, wenn die Freunde immer schneller sind und auch nicht auf einen hören, wenn man „Wartet auf mich“ ruft. Der kleine Hund Omar tut sein Möglichstes, um mit den größeren Kumpels Schritt zu halten. Aber irgendwie kommt er immer erst, wenn der ganze Spaß schon vorbei ist. Schließlich muss er auch den großen Picknickrucksack tragen. Doch dann ergibt sich die Gelegenheit, den Spieß umzudrehen! Ätsch!
Die lustige Hundeband von Dorothée de Monfreid erlebt lustige Abenteuer, in denen sich die kleinen Zuhörer wiederfinden. De Mofreid wurde 1973 in Paris geboren und arbeitete als Grafkerin bevor sie begann Kinderbücher zu schreiben.
Für Kinder ab 2 Jahren.

Dorothée de Monfreid: Wartet auf mich, Reprodukt Verlag für 14 Euro.

Keine Lust

Es gibt Tage, da hat man einfach zu nichts Lust. Da ist alles blöd, da hat man einfach schlechte Laune und will in Ruhe gelassen werden. So ein Tag ist für Micha. Seine Freunde versuchen alles, um ihn aufzumuntern, aber nichts klappt. Bis Nono sich nach dem Grund für Michas schlechte Laune erkundigt. Der zweite Band der Hundbande von Dorothée de Monfreid kommt genau wie der erste mit wenig Text aus. Der knallrote Hintergrund passt so richtig schön zu Michas schlechter Laune. Im Comicstil illustriert bleibt beim Vorlesen viel Raum für Interpretationen und dem Erklären von Emotionen.
Für Kinder ab 2 Jahren.

Dorothée de Monfreid: Keine Lust, Reprodukt Verlag für 14 Euro.

 

Passt nicht

Als Erwachsener ist es schwer schneller zu gucken, denn Kinder haben ein unglaubliches Merkvermögen. Das macht das Buch besonders spannend. Auf der jeweils rechten Seite hat die Illustratorin Mieke Scheier einen Gegenstand versteckt, der überhaupt nicht zu den anderen passt. Es beginnt mit der Obergruppe. Ist die Obergruppe gefunden worden, geht es darum, einen Gegenstand zu finden, der anders ist und nicht zur Gruppe passt. Auf der darauffolgenden linken Buchseite wird das Suchrätsel schließlich aufgelöst, und der gefundene Gegenstand wird im falschen Kontext gezeigt wird. Die folgende Obergruppe bezieht sich auf den unpassenden Gegenstand der vorhergegangenen Seite. Es bildet sich eine lustige Kette. Die Illustrationen von Mieke Scheier sind in wunderschönen Farben gehalten und eine Wohltat fürs Auge. Ein Buch, das das Betrachten schult und unglaublichen Spaß macht.
Für Kinder ab 3 Jahren.

Mieke Scheier, Kunstanstifter Verlag für 20 Euro.

Carls unglaubliches Auto-Lexikon

Ein moderner Klassiker fürs Kinderbuchregal: das unglaubliche Auto-Lexikon von Carl. Auf den großen Doppelseiten finden sich Fahrzeuge, die es so gar nicht gibt – aber so manches wünscht man sich. 170 verschiedene Gefährte werden gezeigt, darunter auch ganz seltene Exemplare wie der Giraffenkrankenwagen oder das Raketen-Auto. Ein Buch, das immer und immer wieder angesehen, gelesen und bestaunt werden kann.
Für Kinder ab 4 Jahren.

Carl Johansson: Carls unglaubliches Auto-Lexikon, Aladin Verlag für 16 Euro.

Ein großer Tag, an dem fast nichts passierte

Mann ist das langweilig! Es regnet, das Ferienhaus ist bis in den letzten Winkel erkundet, Mama nervt und Computerspielen ist gerade nicht erlaubt. Alles blöd! Da hilft nur die Zeit draußen totzuschlagen.
Doch siehe da, draußen ist es gar nicht so schlecht. Nein, es macht sogar richtig Spaß. Illustratorin Beatrice Alemagna erschafft in wunderschön gestalteten Bildern eine Naturszenerie, bei der man selber richtig Lust bekommt ins Freie zu gehen und sich auszutoben. Und wenn wir uns zurück erinnern: Tage an denen fast nichts passiert können unglaublich spannend sein.
Für Kinder ab 5 Jahren.

Beatrice Alemagna: Ein großer Tag, an dem fast nichts passierte; Beltz Verlag für 14,95 Euro

Pardon Bonbons

Der Bonbonladen von Herrn Hoi ist etwas ganz besonderes. Das liegt zum einen an den Süßigkeiten, zum anderen am Wesen von Herrn Hoi der immer an das Gute im Menschen glaubt. Selbst als eine kleine Gruppe von Kindern angeführt von einem Mädchen immer wieder in den Laden kommt und heimlich Bonbons klaut, lässt sich Herr Hoi nicht von seinen Grundsätzen abbringen – und wird schließlich bestätigt.
Die Geschichte von Marjaleen Lembcke und Malin Neumann ist voller Lebensweisheit. Die kunstvollen Illustrationen machen aus dem wunderbar-nostalgischen Bonbonladen einen Ort wie aus dem Märchen. Herr Hoi wird nicht nur den Kindern, sondern auch uns erwachsenen Vorlesern zum Vorbild. Ein Buch das perfekt zu Weihnachten passt und in dessen Bilderwelten man verzückt versinken kann.
Für Kinder ab 3 Jahren.

Marjaleen Lembcke, Malin Neumann: Pardon Bonbons,  Bohem Verlag für 14,95 Euro. 

Für Neugierige und Entdecker:

Edison

Bücher von Torben Kuhlmann sind immer ein Fest fürs Auge. Die Illustrationen sind liebevoll und detailreich ausgearbeitet und beflügeln die Phantasie. Im neuen Band von Kuhlmann geht es wieder um eine kleine Maus, die einen verborgenen Schatz heben will. Ganz am Rande geht es auch um den Erfinder der Glühbirne: Thomas Edison. Und natürlich um ein großes Abenteuer. Verglichen mit den Vorgängerbänden „Lindbergh“ und „Armstrong“ ist die Geschichte rund um die Schatzsuche vielleicht nicht ganz so stringent und spannend erzählt, aber sie ist trotzdem lesenswert und zeigt, dass ein Schatz nicht immer aus purem Gold sein muss.
Für Kinder ab 5 Jahren.

Torben Kuhlmann: Edison, NordSüd Verlag für 22 Euro.

Hier sind wir

Kindern die Welt erklären und das möglichst noch vom gemütlichen Sofa aus? Nicht so einfach, möchte man meinen. Doch Oliver Jeffers macht seinem Sohn mit wenigen Worten und schönen Bildern die Welt begreifbar. Und er sagt auch ganz klar, dass es wichtig ist auf die Umwelt zu achten. „Achte gut auf die Erde, denn es ist die einzige, die wir haben.“ Das Buch zeigt schon den allerkleinsten Betrachtern, wie vielfältig und schön unserer Erde ist. Es wurde zudem nominiert und steht auf der Shortlist als „Wissenschaftsbuch des Jahres 2019“.
Für Kinder ab 4 Jahren.

Oliver Jeffers: Hier sind wir, NordSüd Verlag für 16 Euro.

 

Bäume

Schon durch seine Größe (37 x 28 cm) sticht „Bäume“ aus der Menge der vielen Bilderbücher heraus. Illustrator Piotr Socha hat bereits mit dem Vorgängerband „Bienen“ die junge (und auch die erwachsene) Leserschaft begeistert. Ähnlich ausführlich und lehrreich widmet er sich jetzt dem Thema Bäume. Details des Pflanzenaufbaus, wie Bäume miteinander leben, das Ökosystem Wald, Baumfäller, die Bedeutung von Bäumen in der Mythologie und in Religionen… Socha lässt nichts aus und zeigt alles in großen, wunderschön illustrierten Bildtafeln, so dass das Lernen richtig Spaß macht. Ein Buch, das mehrere Generationen von Lesern glücklich und auch ein wenig klüger machen wird.
Für Kinder ab 5 Jahren.

Piotr Socha, Wojciech Grajkowski: Bäume, Gerstenberg Verlag für 25 Euro.

Eins, zwei, drei – viele

Wie viele Arten gibt es eigentlich auf der Welt? Und wie hängt das Leben von den einzelnen Arten zusammen? Das Bilderbuch von Nicola Davies ist ein ebenso schönes wie eindringlichen Plädoyer für den Artenschutz. Die Illustrationen von Emily Sutton sind detailreich, verspielt und vielschichtig, dabei haben sie einen wunderbaren Vintage-Touch. Davies spart nicht mit unbequemen Wahrheiten, und fragt ganz offensiv was passiert, wenn eine Art plötzlich verschwindet und wie viel der Mensch zum Artensterben beiträgt.
„Eins, zwei, drei – viele“ ist ein Buch, das man sich wieder und wieder ansehen kann. Viel Text zum Lesen oder Vorlesen gibt es nicht, doch die Botschaft ist auch mit wenigen Worten schon für die Kleinen verständlich.
Für Kinder ab 5 Jahren.

Nicola Davies, Emily Sutton: Eins, zwei, drei – viele, Aladin Verlag für 16,95 Euro.

Bücher über berühmte Menschen:

Marie Curie & Nelson Mandela

Sie bekam als erste Frau zwei Nobelpreise, erfand den Begriff „Radioaktivität“ und war an der Entwicklung der Krebstherapie maßgeblich beteiligt. Marie Curie führte ein faszinierendes Leben als Wissenschaftlerin, doch ihre Leidenschaft für Physik forderte auch einen hohen Preis. 1908 wird sie die erste Professorin an der berühmten Sorbonne in Paris. 1934 stirbt sie an der Strahlenkrankheit, ausgelöst durch ihre Forschungen.

Nelson Mandela hat ebenfalls eine außergewöhnliche Lebensgeschichte als erster schwarzer Präsident Südafrikas. Der Weg dahin war steinig, denn Mandela verbrachte 26 Jahre im Gefängnis, bis er am 11. Februar 1990 endlich entlassen wird. 1993 erhält er den Friedensnobelpreis, 1994 wird er zum Präsidenten gewählt. Bei der Wahl dürfen Millionen schwarzer Südafrikaner zum ersten Mal mit abstimmen.

Die beiden Bände erzählen die wichtigsten Stationen des Lebens der Persönlichkeiten nach und erklären anschaulich mit vielen Illustrationen was ihr Wirken für die gesamte Menschheit bedeutet hat. Eine spannende und lehrreiche Lektüre für Erstleser.
Für Kinder ab 7 Jahren.

Isabel Thomas und Hannah Warren: Marie Curie, Nelson Mandela, Laurence King Verlag für je 12,90 Euro.

Josephine

Josephine Baker verkörpert das, was in Amerika als der Traum es „vom Tellerwäscher zum Millionär“ zu bringen gilt. Doch obwohl sie in den USA ihren Ruhm begründet hat, wurde Josephine Baker in ihrer Heimat nicht glücklich. Zu sehr machte ihr die Rassentrennung zu schaffen. Es war für sie schwer zu akzeptieren, dass sie trotz allem was sie erreicht hatte noch immer nicht mit Weißen am Tisch sitzen durfte. Erst in Paris wurde die Tänzerin glücklich, fühlte sich akzeptiert und – vor allem – respektiert.

Das 2014 in den USA erschienene und mehrfach ausgezeichnete Buch bringt Kindern im Grundschulalter verständlich und feinfühlig die Lebensgeschichte der damals reichsten schwarzen Frau der Welt näher. Die Autorin Patricia Hruby Powell liefert dazu einen gut strukturierten, verständlichen Text, der von feinsinnigen Illustrationen von Christian Robinson unterstützt wird. Ein Buch über Akzeptanz, Mut und Willenskraft, von dem junge Leser viel lernen können.
Für Kinder ab 8 Jahren.

Patricia Hruby Powell, Christian Robinson: Josephine, E. A. Seemann für 19,95 Euro.

Alexander von Humboldt – Die Sehnsucht nach Ferne

„Ich hatte seit meiner ersten Jugend den glühenden Wunsch nach einer Reise in entfernte Länder.“ Und schließlich wurde Alexander von Humboldt einer der größten Reisenden und ein berühmter Wissenschaftler seiner Zeit. Er kletterte auf Vulkane, fuhr auf unbekannten Flüssen, erkundete Flora und Faune der entlegendsten Gegenden der Erde. Er stand im brieflichen Austausch mit dem amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson und beflügelte seinen Zeitgenossen Charles Darwin.
Das kunstvoll illustriert Buch von Volker Mehnert und Claudia Lieb macht die faszinierende Lebensgeschichte eines der größten, deutschen Forscher und Universalgelehrten zugänglich für eine junge Leserschaft. Alexander von Humboldt ist auch heute noch ein tolles Vorbild, das man hier auf anregende und lehrreiche Weise kennenlernen kann.
Für Leser ab 10 Jahren.

Volker Mehnert, Claudia Lieb: Alexander von Humboldt – Die Sehnsucht nach Ferne, Gerstenberg Verlag für 25 Euro.

Bilderbuecher zum Verschenken, Ada Lovelace

Ada Lovelace

Dieses Buch interessiert Mädchen genauso wie Jungs. Das liegt auch an der unglaublichen Biographie von Ada Lovelace (1815-1852), die eine Vordenkerin und ein Ausnahmetalent war. Als Tochter des Dichters Lord Byron und einer Mathematikerin begeisterte sie sich schon früh für die technischen Erfindungen der Industrialisierung. Mit 16 Jahren lernt sie Charles Babbage kennen, den Erfinder der „Analytical Machine“. Die beiden verbindet eine lebenslange Freundschaft und Ada entwickelt für den Vorläufer des modernen Computers ein komplexes Programm. Sie gilt damit als erste Programmiererin der Welt. Eine spannende Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Frau und gilt so als erste Programmiererin der Welt. Diese Bilderbuchbiografie ist das fesselnde Porträt einer Frau, die in Zahlen das kreative Potenzial gesehen hat.
Für Kinder ab 6 Jahren.
Von Fiona Robinson, Knesebeck Verlag für 12,95 Euro.

 

Bilderbuch Das Maeuseschloss

Das Mäuseschloss

Nostalgische Geschichten gehören an Weihnachten einfach dazu. Eine besonders schöne stammt vom Autor des Kinderbuchklassikers „Paddington Bär“, Michael Bond. Sie dreht sich um eine Mäusefamilie, die in einem großen Schloß ein Puppenhaus bewohnt. Dieses wird penibel sauber gehalten und gepflegt. Doch eines Tages gibt es große Veränderungen im Schloß: es wird renoviert. Und zu guter Letzt kommt auch das Puppenhaus an die Reihe. Aber wohin mit der Mäusefamilie? Die Zeichnungen von Emily Sutton verwandeln das Abenteuer der kleinen Helden in schöne Bilder mit ganz besonderem Charme. Für Kinder ab 4 Jahren.
Von Michael Bond, Orell Füssli Verlag für 14,95 Euro. 

Bilderbuch Glück für Kinder

Glück für Kinder

Zehn Vögel zeigen uns in diesem Buch ihren ganz eigenen Weg zum Glück. Das ist nicht immer einfach. Sie müssen verschiedene Aufgaben bewältigen, sich dem Leben stellen und sie fühlen sich dabei manchmal gar nicht wohl in ihrer Haut. Autor Leo Borman hat bereits für Erwachsene das Buch „Glück. The World Book of Happiness“ geschrieben. Jetzt macht er sich mit den Kleinen auf die Suche nach dem Glück. Dabei hat er die wichtigsten Erkenntnisse der Positiven Psychologie in die zehn Vorlesegeschichten eingearbeitet. Eine ganz besondere Bettlektüre, die zum Philosophieren und Nachdenken anregt und dabei immer eines klar macht: Glück ist auch eine Lebenseinstellung. Für Kinder ab 4 Jahren.
Von Leo Bormann, Dumont Verlag für 19,99 Euro.

Bilderbuch Mit dem Orient-Express nach Paris, Gerstenberg Verlag

Mit dem Orient-Express nach Paris

Der 14-jährige Sinan wird von seinem Vater zu einer großen Abenteuerreise mitgenommen. Die beiden fahren von Konstantinopel nach Paris zur Weltausstellung. Sinan ist aufgeregt und freut sich mit dem luxuriösen Orient-Express, dem „Zug der Könige“, fahren zu können. Im Zug schließt er schnell Freundschaft mit dem Küchenjungen Pierre. Als die beiden in einen gefährlichen Kriminalfall verwickelt werden, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Täter. Die Geschichte von Sinan und Pierre lässt junge Leser (und Zuhörer) eintauchen in ein Europa längst vergangener Tage. Sie erfahren mehr über Österreich-Ungarn, das Deutsche Reich und das Osmanische Reich, wie die Weltzeit festgelegt wurde oder wie es im Inneren einer Dampfmaschine aussieht. Das alles ist verpackt in eine spannende Kriminalgeschichte. Ein tolles Leseabenteuer für Kinder ab 8 Jahren.
Von Stephan Martin Meyer, Gerstenberg Verlag für 19,95 Euro.

Bilderbuch Die Wölfe von Currumpaw

Die Wölfe von Currumpaw

Der Illustrator William Grill ist jung (geboren 1990), doch für sein Debüt „Shakeltons Reise“ hat er bereits renommierte Preise bekommen. Er zeichnet am liebsten mit Farbstiften, was seinen Büchern etwas ganz Besonderes verleiht – dieser Stil ist aber nicht jedermanns Sache, denn Grill hat eine ganz eigene Art Geschichten zu interpretieren. „Die Wölfe von Currumpaw“ ist eigentlich ein zutiefst trauriges Buch, erzählt nach einer wahren Begebenheit und zarten Kinderseelen darum nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Hier sollten Eltern mit einigen Erklärungen beistehen. Es handelt von der erbarmungslosen Jagd auf Wölfe, die die amerikanischen Siedler im 19. Jahrhundert anstrengten, um ihre Viehherden zu schützen. Ein besonders gewitzter Wolf namens „Lobo“ trieb mit seinem Rudel die Viehzüchter zur Verzweiflung. Die Farmer engagierten den angesehen Naturforscher und Jäger Ernest Thompson Seton, der die Wölfe…  Nein, das wird nicht verraten! Doch wer sich in amerikanischer Geschichte ein wenig auskennt weiß, dass Seton einer der Mitgründer der Amerikanischen Pfadfinder wurde. Auf seiner Erzählung „Lobo: Der König von Currumpaw“ beruht die Geschichte, die William Grill mit seinem Buch wieder aus der Vergessenheit holt.
Von William Grill, Nord Süd Verlag für 20 Euro.

Bilderbuch Ronnie und seine Freunde

Wie entsteht eigentlich ein Auto? Was gehört alles mit dazu und wie baut man es zusammen? Ratte Ronnie, sein kleiner Spatzenfreund Simon und der Frosch Fred wagen das Abenteuer. Sie wollen sich zusammen einen kleinen schicken Flitzer bauen. Die Geschichte rund um Ronnie ist mit vielen technischen Details, die das Innere eines Autos und dessen Technik erklären. Ein gewisses Interesse sollte also schon vorhanden sein. Zeichnungen erklären die Funktion eines Motors anschaulich. Für kleine Auto- und Technikfans ab 6 Jahren also genau der richtige (Vor-) Lesestoff.
Von Martin Sodomka, h.f. ullmann Verlag für 9,99 Euro.

Bilderbuch Ein Löwe in der Bibliothek

Ein Löwe in der Bibliothek

Für die strenge Bibliotheksleiterin Miss Merriweather gibt es nur eines das wichtiger ist als Bücher: die Bibliotheksregeln. Doch eines Tages wird sie auf eine harte Probe gestellt, denn ein ungewohnter Besucher kommt in den Lesesaal. Ein Löwe! Zuerst ist Miss Merriweather skeptisch, aber schließlich entscheidet sie, dass der Löwe bleiben darf solange er sich an die Regeln hält. Eines Tages aber ist das große Tier gezwungen, eine der Vorschriften zu brechen und muss gehen. Schade, denn eigentlich fanden es alle – einschließlich Miss Merriweather – viel schöner, als der Löwe in der Bibliothek war.  Wie gut dass Miss Merriweathers Stellvertreter eine Idee hat…
Dieses Bilderbuch wird schnell zum Vorlese-Liebling, denn die Geschichte um Miss Merriweather und den sanften Löwen ist märchenhaft schön. Sie zeigt auch, dass es manchmal Ausnahmen von allzu starren Regeln geben muss. Die Illustrationen von Kevin Hawkes haben etwas Nostalgisches ohne ins Kitschige Abzudriften. Schade eigentlich, dass in unserer Bibliothek um die Ecke kein Löwe zum Stammpublikum gehört. Ab 4 Jahren.
Von Michelle Knudsen, Orell Füssli Verlag für 14,95 Euro. 

Spannende Bücher für Jungens findet ihr hier.

Rezept für Chelsea Buns à la Paddington

Seit 23. November 2017 sorgt der Film „Paddington 2“ im Kino für Verzückung bei kleinen und großen Zuschauern. Paddington, der liebenswert-tollpatschige Bär, hat sich mittlerweile bei seiner Familie in London gut eingelebt. So gut, dass er inzwischen sogar die Zubereitung eines ganz traditionellen englisches Gebäcks beherrscht… Wir verraten euch hier das Rezept für Chelsea Buns, den köstlichen Hefeteig-Brötchen. Sehr lecker!

Chelsea Buns sind ein in England beliebtes Hefegebäck. Sie wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Chelsea erfunden und bis heute gerne zum Tee oder Kaffee verspeist. Gerade in der Adventszeit schmecken sie sehr gut! Paddington, der eine Schwäche für Süßes hat, würde zu den Chelsea Buns nach eingehender Geschmacksprüfung sicherlich sagen: Weihnachtsbuns statt Weihnachtsgans!

CHELSEA BUNS (9 Stück) 

Chelsea Buns Rezept
Köstlich zu einer Tasse Tee: Chelsea Buns (Foto: Unsplash)

Für den Teig:

200 ml Milch

60 g Butter

450 g Mehl

2 Esslöffel Streuzucker

5 g Instanthefe

1 Ei, leicht aufgeschlagen

Die Schale einer unbehandelten Zitrone

1 Teelöffel Salz

1 Teelöffel Gewürzmischung (Koriander, Zimt, Piment, Muskatnuss, Ingwer, Nelken)

Für die Füllung: 

30 g weiche Butter

35 g Brauner Rohrzucker

100 g getrocknete Beeren (nach Belieben) oder Rosinen

Für die Glasur:

2 Esslöffel Streuzucker

1 Esslöffel Milch

2 Esslöffel Brauner Rohrzucker

Zubereitung:

Milch und Butter in einem kleinen Topf langsam erhitzen, um die Butter zu schmelzen – sollte die Mischung dabei heiß werden, zum Abkühlen kurz beiseitestellen. Mehl und Zucker in einer Schüssel vermengen.

Paddington liebt Orangenmarmelade
Paddington liebt – neben Chelsea Buns – vor allem Toast mit Orangenmarmelade (Foto: Studiocanal Filmverleih GmbH)

Hefe hinzugeben und nochmals vermengen, dann die warme Milch-Butter-Mischung und das Ei hinzugeben (Topf nicht auswaschen). Alles zu einem weichen Teig verrühren, dann die Zitronenschale, das Salz und die Gewürzmischung hinzugeben.

Den Teig auf einer sauberen Oberfläche für gute 10 Minuten kneten, bis er weich ist. In einer gefetteten Schüssel zugedeckt auf die doppelte Größe aufgehen lassen (ca. eine bis zwei Stunden). Ein Backblech (ca. 27 cm) fetten. Nein Paddington – nicht mit Orangenmarmelade!

Paddington backt Chelsea Buns
Chaos in der Küche: Paddington ist manchmal etwas tollpatschig (Foto: Studiocanal Filmverleih GmbH)

Auf einer mit etwas Mehl bedeckten Oberfläche den Teig in rechteckiger Form ausrollen (ca. 25×35 cm), die lange Seite auf einen selbst gerichtet. Mit Butter bestreichen und mit Zucker und Beeren/Rosinen bestreuen. Beginnend mit dem langen Ende auf der gegenüberliegenden Seite den Teig so eng wie möglich einrollen und mit einem scharfen Messer in neun Stücke schneiden. Ofen auf 200 C° vorheizen. Die Buns auf dem Backblech mit ausreichend Abstand zueinander anordnen – nach 30-45 Minuten weiteren Aufgehens sollten sie sich berühren. 20-25 Minuten goldbraun backen. Währenddessen Milch für die Glasur im nicht ausgewaschenen Topf (den wir zuvor für die Butter verwendet hatten) erwärmen und den Streuzucker darin auflösen. Buns direkt aus dem Ofen damit bestreichen und mit dem Braunen Rohrzucker bestreuen. Vor dem Abtrennen auskühlen lassen. Am besten schmecken sie am selben Tag! Vielleicht kann man statt Glasur auch Orangenmarmelade nehmen? Paddington wäre dafür.MerkenMerken

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10 Filmklassiker, die Kinder gesehen haben sollten

Es gibt Filme, die müssen Kinder einfach gesehen haben. Nicht nur, dass sie ihre Sicht der Welt entscheidend prägen. Einige davon gehören zur kulturellen Bildung und viele machen vor allem einfach Spaß. Hier ist unsere Auswahl der besten Filmklassiker…

Der Zauberer von Oz (1939)

Ach, was kann einem das Böse schon anhaben, wenn man Freunde wie den Zinnmann, die Vogelscheuche und den schüchternen Löwen hat! Das Musical von 1939 mit Judy Garland in der Hauptrolle mag für Kinder heute etwas langatmig sein, aber die Figuren der bösen Hexe des Westens, der kleinen Munchkins und schließlich des Zauberers werden sie immer noch begeistern. Natürlich ist „Over the Rainbow“ der absolute Klassiker (und es ist wichtig dem Nachwuchs zu zeigen, dass das Lied in dieser Geschichte seinen Ursprung hat), für kleine Zuschauer viel lustiger ist aber „Ding-Dong! The Witch is Dead!“, interpretiert von den Munchkins. 2007 nahm die UNESCO „Der Zauberer von Oz“ auf in das Weltdokumentenerbe. Gründe genug, Dorothy und ihre roten Zauberschuhe näher kennen zu lernen. (FSK 0 Jahre)

Emil und die Detektive (1931)

Auch wenn der Schwarz-Weiß-Film für Kinder etwas ungewohnt sein mag, bleibt es doch die beste Verfilmung der Detektivgeschichte von Erich Kästner. Das ist vor allem Billy Wilder zu verdanken, der das Drehbuch schrieb (damals noch unter dem Namen Billie) und dessen Stil und Witz unverkennbar sind. Neben der liebenswerten Bande rund um Emil spielt die Großstadt Berlin eine weitere Hauptrolle. Ein paar Dinge wird man den Kindern beim Zusehen erklären müssen, aber das muss man ja heute auch, wenn man die Originalgeschichte von Erich Kästner vorliest. (ohne FSK, wir empfehlen ihn ab 6 Jahren)

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)

Filmklassiker fuer Kinder
Einer der schönsten Zeichentrickklassiker: Schneewittchen und die sieben Zwerge; @Disney

Es gibt viele Verfilmungen des Märchens. Eine der schönsten ist der Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios, der 1937 erschien. Es war der erste abendfüllende Film, den Disney damals wagte und er legte großen Wert darauf, ihn wie einen Spielfilm zu drehen. Mit der fiesen Königin wurde hier einer der besten weiblichen Bösewichter der gesamten Filmgeschichte kreiert, die auch heute noch Kinder zum Gruseln bringt und als Inspiration für viele weitere böse Filmgestalten diente. Unvergesslich die Szenen, in denen sie ihren Zauberspiegel befragt. Die sieben Zwerge – allen voran der tollpatschige Seppl – sorgen für Komik und sind die eigentlichen Helden der Geschichte. (FSK 0)

Das Dschungelbuch (1967)

Filmklassiker fuer Kinder, Das Dschungelbuch
Kleiner Held gegen großen Bösewicht: Mogli kämpft mutig gegen den Tiger Shir Khan @Disney

Wir bleiben noch einen Moment bei Zeichentrickklassikern, bei denen das Dschungelbuch keinesfalls fehlen darf. 1967 erschienen, gehört die Geschichte rund um Mogli und seine Freunde zu den Filmen, die ohne Staub anzusetzen altern und nach wie vor Generationen vor dem Bildschirm oder der Kinoleinwand vereinen. Der „Gemütlichkeitssong“, die tanzende Affenbande, die ulkigen Geier, die alles kommentieren und natürlich der böse Shir Khan… Alles an der Geschichte ist perfekt und begeistert auch heute noch die nachwachsende Generation von Filmliebhabern. (FSK 6)

Der Dieb von Bagdad (1940)

Wenn der sechsarmige Kali, der Flaschengeist, auftaucht wird es ganz schön gruselig. Und auch die eklige Riesenspinne ist zum Fürchten. Für ganz Kleine ist der Film von 1940 also nichts. Aber trotzdem: Orientalische Märkte, prächtige Schlösser, aufwendige Kostüme machen ihn zu einem Fantasyklassiker aus einer anderen Zeit. Der Kampf des schlauen Dieb Abu, der gegen den schurkischen Großwesir antritt, fesselt Kids aber auch heute noch. (FSK 6)

Mary Poppins (1964)

Filmklassiker fuer Kinder, Mary Poppins, Disney
Was passiert wenn Kinder die Stellenanzeige für ein Kindermädchen selber formulieren dürfen? Mary Poppins (Julie Andrews) erscheint! @Disney

Ja, es gibt inzwischen auch die Neuverfilmung mit Emily Blunt in der Hauptrolle und moderner Animationstechnik. Aber trotzdem bleibt die bezaubernde Julie Andrews eben das Original, das kaum zu übertreffen ist. Als ungewöhnliches Kindermädchen, das im Haushalt der Familie Banks für „Ordnung“ sorgt, üben wir gemeinsam mit ihr „Superkalifragilistisch Expiallegorisch“ richtig auszusprechen und singen laut bei der berühmten Schornsteinfegerszene „Chim-Chim-Cheree“ mit.
(FSK 0)

Kalle Blomquist lebt gefährlich (1953)

Der kleine Rasmus will in den Geheimbund der „Weißen Rose“ aufgenommen werden. Doch noch bevor das passieren kann, wird er entführt. Kalle und seine Freunde machen sich auf die Suche nach ihrem neuen Kumpel. Die spannenden Abenteuer rund um Kalle und seine Freunde sind ein wenig in Vergessenheit geraten. Schade, denn es handelt sich hier um eine der besten Verfilmungen von Astrid Lindgrens Kinderbüchern. (ohne FSK, wir empfehlen ihn ab 6 Jahren)

Tschitti-Tschitti Bäng-Bäng (1968)

Der mittellose Erfinder Caractacus Potts kauft unter Anstrengung für seine Kinder Jemima und Jeremy das Wrack eines alten Rennwagens. Bald stellt sich heraus, dass das Vehikel mehr kann, als ein gewöhnliches Auto. Die Musicalverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ian Fleming, der später mit der James-Bond-Reihe zu Weltruhm gelangte. Produziert wurde sie von Albert R. Broccoli, der bei 17 Bond-Filmen als Produzent wirkte. Der Titelsong über das lustige Gefährt, der unkonventionelle Lebensstil und die sehr freien Erziehungsmethoden von Caractacus (Dick van Dyke), die Abenteuerreise in dem unglaublichen Auto… Der Film strotzt nur so vor Höhepunkten, lustigen Wendungen und musikalischen Ohrwürmern. Gedreht wurde unter anderem auf Schloß Neuschwanstein. (FSK 6 Jahre)

Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (1965)

Ein schöner Klamaukfilm für einen verregneten Sonntagnachmittag mit der ganzen Familie. Ein englischer Zeitungsverleger schreibt einen Flugwettbewerb aus. Piloten aus den unterschiedlichsten Nationen reisen an, um das Wettrennen in den Lüften für sich zu entscheiden. Allein Gert Fröbe in der Rolle des deutschen Offiziers lohnt, den Film mal wieder zu sehen. Und auch wenn die Kinder nicht alle Anspielungen verstehen, werden sie doch ihren Spaß haben. (FSK 6)

Die Mädels vom Immenhof (1955)

Der erste Teil der Kult-Reihe. Die Abenteuer auf dem Ponygestüt rund um Dick, Dalli und Angela sind Nostalgie pur. So geht es mit der süßen Oma Jantzen im Ponygallopp durch die heile Welt der 1950er Jahre und das schlimmste Drama ist, dass sich ein kleines Fohlen verletzt. Für Pferdebegeisterte die perfekte (harmlose) Familienunterhaltung für einen Sonntagnachmittag und ein schöner deutscher Vorläufer von all den Bibis und Tinas der Neuzeit. (FSK 6)

Bilder: istock, Disney Company (3)

Smart Toys: Das gibt es beim Umgang zu beachten

Auf den Wunschlisten und unter den Tannenbäumen werden auch in diesem Jahr wieder so einige „Smart Toys“ liegen. Mit WLAN, GPS und Bluetooth erzeugen sie ein ganz neues Spielerlebnis. Doch als Eltern sollte man sich informieren. Denn im Gegensatz zur Holzeisenbahn gibt es in Punkto Sicherheit beim Spielen einiges beachten.

Raumschiffe per App steuern, Bilderbücher interaktiv erleben – Smart Toys erweitern die reale Spielwelt in das digitale Universum der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. Durch die Interaktion mit Puppen oder das Programmieren von Robotern nutzen Kinder schon früh digitales Spielzeug.
Was dabei oft vergessen wird: sich über mögliche Datenschutzrisiken und Sicherheitslücken zu informieren. Der Elternratgeber „Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht“  als Teil einer Initiative des Bundesministerums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der öffentlich-rechtlichen Sender, beschäftigt sich genau mit diesem Thema.

Aufmerksam sein!

Es ist hilfreich, wenn Eltern und Kinder das Spielzeug gemeinsam einrichten, um mögliche Risiken früh zu erkennen und eventuell gemeinsam darüber zu reden.
Sehr viele Smart Toys werden mithilfe von Apps über Smartphone oder Tablet gesteuert. Daher ist es wichtig, die Apps vor dem Kauf genau zu prüfen. Denn eine Installation der App bedeutet, das die Datenschutzerklärung des Herstellers automatisch akzeptiert. „Eltern sind gut beraten, genau darauf zu achten, wie der Hersteller mit persönlichen Daten umgeht“, sagt Iren Schulz, Mediencoach bei SCHAU HIN! Informationen zu den Zugriffsrechten der jeweiligen Apps für Spiele lassen sich für Android-Geräte im Google Play Store und für Apple-Geräte im App Store schon vor dem Kauf des Spielzeugs prüfen. Dabei können auch die Bewertungen andere Nutzer helfen.  „Seriöse Hersteller stellen zudem Transparenz her und informieren schon auf den Verpackungen genau darüber, welche Daten wie genutzt werden“, so Iren Schulz weiter.

Privatsphäre des Kindes schützen

Eltern können über die Datenschutzerklärung auch in Erfahrung bringen, ob etwa Standort oder Sprachaufnahmen ausgewertet werden. Iren Schulz sagt dazu: „Es ist wichtig, dass Eltern sich vorab umfassend informieren und die internetfähigen Smart Toys abschalten, wenn sie nicht in Gebrauch sind.“
Dann können keine Daten gesammelt werden. Hinweise, ob Produkte aktuell Gefahren bergen, bietet zum Beispiel die Seite  Surfen ohne Risiko.

Mobile Geräte sicher einrichten

Wenn das digitale Spielzeug durch eine App funktionsfähig ist, gilt für Eltern: auf den Jugendschutz auf dem genutzten Smartphone oder Tablet achten. Denn manche Apps enthalten Links zu App-Stores oder anderen Internetseiten. So können Kinder möglicherweise Zugang zu ungeeigneten Inhalten erlangen. Über In-App-Käufe bieten manche Hersteller zudem Spielerweiterungen an – das verursacht zusätzliche Kosten. Um dies zu verhindern, sollten In-App-Käufe mit einem Passwort geschützt sein. Am sichersten ist es natürlich, wenn das Smart Toy auch ohne Internetzugriff funktioniert, dann können Eltern den Internetzugang nämlich einfach deaktivieren.

Titelbild: istock

Zeit zum Vorlesen: Bücher für die Vorweihnachtszeit

Zeit mit der Familie zu verbringen gehört zum Advent wie Kakao und Spekulatius. Wenn es früh dunkel wird und draußen kalt ist, gibt es nichts schöneres, als es sich im Wohnzimmer gemütlich zu machen, ein paar Kerzen anzuzünden und dann mit Keksen, Heißgetränk und den Kids ab aufs Sofa. Mit den passenden Büchern kommt sofort Weihnachtsstimmung auf!

Obwohl es eigentlich eine besinnliche Zeit sein sollte, ist die Vorweihnachtszeit oft geprägt von Stress und Streit (wie ihr das verhindern könnt, haben wir in diesem Artikel für euch zusammengefasst). Das Vorlesen ist eine gute Möglichkeit, Quality Time mit der Familie zu verbringen. Wir haben deshalb Myriam Kunz, Inhaberin unseres Luna Lieblingsshops „Buchstäbchen“ in Stuttgart, gefragt, welche Bücher zum Vorlesen in der Vorweihnachtszeit sie empfiehlt. In ihrer Kinderbuchhandlung setzt sie alles daran, bei Kindern eine Passion für Bücher zu wecken. Neben einem feinen Buchangebot gibt es auch zahlreiche Veranstaltungen und regelmäßige Workshops. Auf einer kleinen Ausstellungsfläche zeigen Illustratoren ihre Werke. Wer es nicht nach Stuttgart schafft, kann auch in ihrem Onlineshop stöbern. Hier kommen fünf weihnachtliche Buchtipps von der zweifachen Mutter und Kinderbuchexpertin für Kids in verschiedenen Altersgruppen – mal nur mit Bildern, mal zum Vorlesen oder zum selber lesen.

Stille Nacht, fröhliche Nacht

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Eine Karawane zieht durch eine zauberhafte, schneebedeckte Landschaft, durch Städte, bis hin zu einem kleinen hell erleuchteten Haus – hier wird sie schon erwartet, denn es ist Weihnachten und zusammen will man eine stille und fröhliche Nacht feiern. Komplett ohne Worte und in einer ganz bezaubernden Bildsprache erzählt dieses wunderschöne Buch, was Weihnachten ausmacht und regt Kinder zum Träumen und selbst Erzählen an.
Stille Nacht, fröhliche Nacht von Julie Völk, erschienen im Gerstenberg Verlag für 16,95 Euro, empfohlen ab vier Jahren

Weihnachten ist, wenn …

Assia ist nicht von hier und sie fragt sich, was hier in diesem noch fremden Land gerade passiert. Weihnachten, das ist für sie ein Wort ohne Inhalt. Advent, der Duft von gebrannten Mandeln, das Schmücken von Bäumen, das Schreiben eines Wunschzettels, die Weihnachtsgeschichte. Diese Buch erklärt mit einem kindgerechten Blick von außen unser Weihnachtsfest und die Rituale drum herum. Eine berührende Geschichte zum Heiligen Fest, wunderschön illustriert von Giovanni Manna, einfühlsam erzählt von Max Bollinger. Mit einem Leinenbezug und Farbprägungen haptisch sowie optisch ein Hochgenuss. Ein wunderbares Buch für die Vorweihnachtszeit.
Weihnachten ist, wenn … von Max Bolliger, erschienen bei Bohem Press Ag für 14,95 Euro, empfohlen ab drei Jahren

Wer hat den Lebkuchen stibitzt?

Ein ganz wunderbarer Duft liegt in der Luft. Arne, der in einem Haus im Wald wohnt und dem Nikolaus bei seiner Arbeit zur Hand geht, hat soeben Lebkuchen gebacken. Aber ehe sich dieser versieht, ist das Backwerk verschwunden. Ein frecher Waldbewohner hat sich den Leckerbissen stibitzt. Wie kann ein kleiner Fuchs denn auch diesem unglaublich Leckerbissen widerstehen? Ist es richtig, sich einfach an anderer Leute Sachen zu bedienen? Als der Fuchs mitbekommt, dass nun jemand anderes verzichten muss, beginnt er nachzudenken. Ein wirklich schönes vorweihnachtliches Buch zum Thema Geben, Nehmen und darüber, dass wir aus Fehlern lernen können.
Wer hat den Lebkuchen stibitzt? von Maria Stalder, erschienen im Atlantis Verlag für 14,95 Euro, empfohlen ab vier Jahren

Die illustrierten Märchen von Hans Christian Andersen

Was gibt es Schöneres als im Winter mit einer Tasse Tee nach der anderen mit den Kindern in dem neuen Andersen Märchenbuch von „Kleine Gestalten“ zu versinken? „Die Kleine Meerjungfrau“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Die Schneekönigin“ und einige Klassiker mehr wurden mit zeitgemäßen, wunderbaren Illustrationen versehen. Besonders begeistert die Haptik des Buches. Stumpfmatte Farbe auf gebrochenem weiß, produziert in Deutschland! So soll es sein! Ein wunderwunderschönes Buch für die Advents- und Weihnachtszeit.
Die illustrierten Märchen von Hans Christian Andersen, erschienen im Kleine Gestalten Verlag für 19,90 Euro, empfohlen ab sechs Jahren 

Ein Junge namens Weihnacht

Wie ist der Weihnachtsmann eigentlich zum Weihnachtsmann geworden und warum heißt er ausgerechnet Weihnachtsmann? Um das zu erfahren, wird der Leser in eine längst vergangene Zeit und hoch in den kalten Norden geschickt, in die Welt eines 11-jährigen Jungen, der damals noch Nikolas hieß und in großer Armut mitten in Finnland gelebt hat. Die Geschichte eines Jungen, der sich auf eine gefährliche Reise zum Nordpol begibt, um seinen Vater zu finden und dabei atemberaubende Abenteuer erlebt, die nicht nur ein großer Spaß für kleine Leser sind. Mit viel Gefühl und Witz erzählt Matt Haig eine Geschichte über Mut, Fantasie, Hoffnung und Freundschaft und bringt den Leser auf direktem Weg in Weihnachtsstimmung!
Ein Junge namens Weihnacht von Matt Haig, erschienen in der dtv Verlagsgesellschaft für 18 Euro, empfohlen ab zehn Jahren

Sliderbild:  istock

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Die können sich sehen lassen: 9 moderne Puppenhäuser

Das eigene Puppenhaus ist der Traum für fast jedes Kind. Das gilt bereits seit vielen Generationen – auch die Eltern und Großeltern haben bereits mit Puppenhäusern gespielt. Die Auswahl heutzutage ist natürlich riesig und macht es gar nicht so leicht das richtige Puppenhaus zu finden. Deshalb haben wir für euch die schönsten rausgesucht!

Die Fazination bei Kindern (aber auch Erwachsenen!) für Miniaturwelten ist bis heute ungebrochen. Im Rollenspiel empfinden die Kleinen spielerisch ihren Tagesablauf nach und übertragen ihre Erlebnisse auf die Puppenkinder. Die Auswahl an Puppenhäusern wird jedoch immer größer und damit auch die Qual der Wahl. Und schick soll es auch noch aussehen, immerhin steht es am Ende jahrelang im Kinder- oder sogar Wohnzimmer. Wir haben uns auf die Suche gemacht und echte Design-Puppenhäuser gefunden. Mit  klaren schmucklosen Formen und großen offenen Flächen regen sie die Fantasie der Kleinen an und sind auch noch echte Hingucker in der Wohnung.

Offene Puppenhäuser

 

Das Puppenhaus von Lilian Limps  ist riesig und lädt zum spielen auf mehreren Etagen ein. Es ist geeignet für Puppen von 30 cm Höhe und lässt sich auf Rollen verschieben. Wer hingegen schon immer mal in einem Apfel wohnen wollte, sollte unbedingt  mal einen Blick auf das Modell von Rock & Pebble werfen. Gibt es auch noch als Birne und Schwan. Das Puppenhaus von Plan Toys besteht aus 3 teilen, die sich zusammen oder eizeon bespieheln lasse. Außerdem lässt es sich zusammenschieben und so und platzsparend aufbewahren.

Puppenhäuser minimalistisch gedacht

Das Turmhaus von Helga Kreft ermöglicht als Eckhaus das Anbauen in der 3. Dimension. Es kann miteinander zu einem Häuserblock kombiniert werden, in dem die Etagen rundherum begehbar sind. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das Puppenhaus von Hase Weiss, es besteht aus losen Elementen die sich immer wieder unterschiedlich zusammensetzen lassen.
Das einfach gehaltene Haus „Puppenvilla“ ist perfekt für kleine Kinderzimmer. 4 einfache Räume mit Fenster und Türen lassen viel Platz für fantais eoder eigene Gestaltung.

Puppenhäuser für Architekturfans

 

„Weniger ist mehr“, ist die Grundregel der Villa Sibis von Sirch. Einem Architekturmodell gleich, kommt das Puppenhaus stilecht mit verschiebbaren Plexiglaselementen daher. Ganz im Stil von Mies van der Rohe ist die Architektenvilla von Miniio, während das Puppenhaus von Boomini schlicht in weiß gehalten ist. Die Puppenvilla ganz rechts lädt dazu ein, seiner Fantasie in Sachen Innengestaltung freien Lauf lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tapete oder einer farbigen Wand?

 

Titelbild: Miniio

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