Experteninterview: Was ist guter Schulsport?

Kinder bewegen sich von Natur aus gern – aber nicht unbedingt beim Schulsport. Woran liegt es, dass gerade diese Schulstunden vielfach unbeliebt sind? Und müsste das Schulsporttrauma, das völkerballgeplagte Elterngenerationen haben, nicht längst der Vergangenheit angehören?

Wir haben einen Profi dazu interviewt, wie guter Schulsport aussehen soll und warum sich unsere Kinder generell zu wenig bewegen.

Frau Dr. Guardiera, Sie unterrichten zukünftige Sportlehrkräfte an der renommierten Sporthochschule Köln. Was sind eigentlich die erzieherischen Grundlagen für den Schulsport?

Dr. Petra Guardiera: Ich kann in erster Linie für das Bundesland Nordrhein-Westfalen sprechen, wo wir tatsächlich einen erzieherischen Schulsport verfolgen. Hier steht also nicht nur die reine Vermittlung von Sportarten im Vordergrund, sondern es werden auch pädagogische Anliegen transportiert. Um das an einem Beispiel etwas anschaulicher zu machen: Eines der pädagogischen Ziele heißt „Etwas wagen und verantworten“. Dabei geht es darum, Mut und Angst mit den Schülerinnen und Schülern zu thematisieren.

Also: Ich habe Angst, die Kletterwand bis ganz nach oben zu klettern oder aus dem Handstützüberschlag über den Kasten zu springen. Es wird besprochen, was Ängste sind, woher sie kommen, wie man ihnen begegnen kann. Aber auch wie es ist, sie zu überwinden, über seine Grenzen hinauszugehen und dafür wiederum die Verantwortung zu übernehmen.

Aber nach dem, was ich im Bekanntenkreis höre, hat sich noch nicht viel im Sportunterricht geändert. Oft wird sogar noch in Mannschaften gewählt, wobei die Schwächeren natürlich immer den Kürzeren ziehen, was wie ein Freischein zum Mobbing ist! Sind das nur Einzelfälle?

Also meines Erachtens sind das nur Momentaufnahmen. Ich komme selbst aus dem Schuldienst und habe mein Referendariat zu Beginn der 2000er gemacht, und schon da war lange klar, dass das Wählen in Mannschaften keine Option ist. Das ist nichts, was wir unseren Studierenden mit auf den Weg geben wollen. Im Gegenteil: Wir möchten das unbedingt aufbrechen!

Man darf allerdings nicht vergessen: Viele unserer Studierenden bringen eine eigene Sportlerbiografie mit. Das unterscheidet sie von anderen Lehramtsstudenten. Vielleicht kennen einige unserer Studierenden das Wählen in Mannschaften noch aus ihrem eigenen Sportalltag und es ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Aber wir arbeiten daran, dass sich solche Gewohnheiten nicht in den beruflichen Alltag übertragen. Niemand verfolgt im Sportunterricht das Ziel, jemanden über das Wählen bloßzustellen. Das ist ein Problem, das allen bekannt ist.

Völkerball stand kürzlich ebenfalls in der Kritik. Es sei Mobbing im Sport. Wurde das bei Ihnen diskutiert?

Ja, das wurde diskutiert. Völkerball ist grundsätzlich ein Spiel wie viele andere auch. Die Spielidee ist, Punkte zu erzielen, indem man den Gegner abwirft. Aber natürlich ist die Frage, wie das Spiel im Unterricht inszeniert wird. Wenn ich mit meinen Schülerinnen und Schülern unreflektiert Völkerball spiele und es dazu kommt, dass die immer gleichen Kinder vermehrt abgeworfen, in die Ecke gedrängt und zu „Abwurfopfern“ werden, dann darf ich das als Lehrkraft nicht so laufen lassen.

In dieser Situation sind meine pädagogischen Fähigkeiten gefragt, um einer möglichen Mobbing-Problematik frühzeitig vorzubeugen. Es gibt heute ganz viele Varianten von Völkerball, die genau diese Problematik aufbrechen und allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sinnvoll am Spielgeschehen teilzuhaben.

Sport wäre doch eigentlich eine gute Möglichkeit, den Mannschaftsgedanken zu fördern, Fair Play zu üben und jeglichen Mobbingtendenzen ganz bewusst entgegenzuwirken. Wird das im Sportunterricht aktiv gefördert?

Ja natürlich, es gibt beispielsweise Spielvermittlungsmodelle, die besonders an kooperativen Prozessen der Spielgestaltung ausgerichtet sind. Ein solches Modell ist etwa „Teaching Games for Understanding“. Aber auch im Rahmen der eingangs benannten pädagogischen Anliegen eines erziehenden Sportunterrichts geht es ausdrücklich darum zu kooperieren, um die Wette zu kämpfen und sich mit seinen Mannschaftskollegen zu verständigen. Es ist im Sportunterricht ganz wesentlich, mit den Schülerinnen und Schülern zu besprechen, wie wichtig Kooperation ist, um als Mannschaft gemeinsam zum Ziel zu kommen.

Viele dieser Punkte sind in unserem Lehrplan fest verankert, und wir arbeiten mit unseren Studierenden daran, dass sie auch im Sportunterricht im Vordergrund stehen.

Kommen wir zu einem Problem, das die neuen Schülergenerationen generell betrifft. Die Kinder bewegen sich zu wenig. Wie viele Stunden Sport würden Sie sich in der Schule wünschen?

Das ist meine persönliche Meinung, aber es gibt auch Studien dazu, die die tägliche Sportstunde befürworten. Dem würde ich mich anschließen. Ein tägliches Bewegungsangebot für Schülerinnen und Schüler ist sinnvoll, auch weil Schule sich verändert hat. Schülerinnen und Schüler sind oft bis spät am Nachmittag in der Schule, und es würde sich beispielsweise anbieten, die tägliche Sportstunde zu verankern, um den Schulalltag zu rhythmisieren.

Was sollte ein guter Sportlehrer Ihrer Meinung nach mitbringen, damit das Schulsporttrauma endlich der Vergangenheit angehört?

Er oder sie sollte die Fähigkeit mitbringen, aus der Rolle des Sportlers herauszutreten und die Rolle des Sportlehrers einzunehmen. Diejenigen, die sich für ein Sportstudium entscheiden, sind die Sportaffinen. Also genau diejenigen, die auch als erste in eine Mannschaft gewählt worden wären.

Wir versuchen in der Lehrerausbildung ganz intensiv an diesem Perspektivwechsel zu arbeiten. Dabei gehen wir darauf ein, dass die Lerngruppen, die ein Sportlehrer im Unterricht vorfindet, heterogen sind. Ein Sportlehrer muss versuchen, mit dieser Vielfalt umzugehen. Gerade Schülerinnen und Schüler, die nicht vom Sport begeistert sind oder schon Misserfolge verbucht haben, sich nicht viel zutrauen oder sich selbst für unsportlich halten, müssen im Sportunterricht die Möglichkeit bekommen, das Sporttreiben beziehungsweise das Sich-Bewegen doch als etwas Sinnvolles zu erleben. Ich muss ein Angebot machen, das diese Schülerinnen und Schüler wieder zum Sporttreiben motiviert. Das schaffe ich nur, indem ich mit ihnen über ihr sportliches Tun spreche, versuche, die Problematik zu erkennen und sie am Ende nicht schlicht zu sportlichen Höchstleistungen zwinge.

Zur Person:

Dr. Petra Guardiera ist Oberstudienrätin an der Sporthochschule Köln. Sie leitet den Studiengang Bildungswissenschaften in der Abteilung Schulsport und Schulentwicklung und bildet Lehramtsstudierende aus.

 

 

Mit welchem Spielzeug ihr eure Kinder zuhause zu mehr Bewegung animieren könnt, erfahrt ihr hier.

Bilder: Gettyimages, privat (1)

DIY: Mobiles aus Wolle und Papier für die Wanddeko

Wandschmuck fürs Kinderzimmer: Wenn ihr die Wände im Kinderzimmer gerne mit handgemachten Dingen dekorieren wollt, haben wir hier das Richtige für euch: kreative Mobiles zum Selberbasteln. Einmal mit Pompons, einmal aus Papier.

Besonders im Kinderzimmer können oft ungewollt Klischees in den üblichen Pastellfarben oder Tapeten mit einschlägigen Mustern das Bild bestimmen. Wer es eher minimalistisch liebt, aber nicht auf ein wenig Dekoration an den Wänden verzichten will, für den ist vielleicht ein schönes Mobile die Lösung.

Wir haben zwei schöne Ideen für die Dekoration des Kinderzimmers oder vielleicht sogar für eine Wohnzimmerwand…

Mobile mit Pompoms aus Wolle

Was du brauchst:

  • Schere
  • Pappe mind. 3 mm stark
  • Wolle
  • Schnur
  • Ast

 

Schneide die Pappe 6 x 10 cm zu und in der Mitte 6 cm x 0,5 cm heraus. In diesen Schlitz legst du 12 cm Schnur und wickelst nun mindestens 60 Mal mit einer oder verschieden farbigen Wollfäden um die Pappe.

Binde die herumgewickelte Wolle mit der Schnur fest zusammen und schneide mit einer scharfen Schere beide Seiten auf.

Nun kannst du dem Bommel eine Form geben indem du ihm die „Haare“ schneidest, also alle vorstehenden Wollefäden zurechtstutzt. Das geht am einfachsten wenn du ihn flach drückst und einmal im Kreis schneidest. Mache dies von zwei Seiten. Zu guter Letzt knotest du die Bommel an die am Ast befestigte Schnur.

Tipp: Auch den Ast kannst du mit Wolle schmücken.

Dipdye-Mobile aus Papier

Was du brauchst:

  • Schere
  • Klebefilm
  • Bleistift
  • Pinsel
  • Wasserfarbe
  • Löschpapier
  • Schnur
  • Holzstab

So geht’s:

Zeichne mit Bleistift Figuren und Formen auf das Löschpapier und schneide sie aus.

In ein Glas mit etwas Wasser rührst du mit einem Pinsel etwas von der Wasserfarbe ein. Im Prinzip so, als wenn du die Pinsel auswäschst. Halte die Papierformen nun kurz in das bunte Wasser bis sich die Farbe hochsaugt und lege sie dann zum Trocknen auf ein Papier.

Schneide nun unterschiedlich lange Dekoschnüre ab und befestige sie am Rundstab. Wenn die Papierformen getrocknet sind, klebst du sie mit Klebefilm an diese Schnüre. Damit es schöner aussieht, immer mit einer Form das Ende der Schnüre verstecken.

Tipp: Benutze statt nur einer, verschiedene Farben zum Dippen.

Fotos und Konzept: Anneli Anglas Rodriguez

DIY: Bastelanleitung für Smartphone Lautsprecher

Wir müssen nicht immer auf das Smartphone starren. Viel lieber lassen wir es zum Protagonisten analoger DIY-Projekte werden. Hier sind gleich zwei farbenfrohe Ideen für Handy-Speaker – in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und natürlich inklusive Bastelanleitung!

A2_raum

Materialien:
2 große Pappbecher
2 kleine Pappbecher (wie man sie zum Beispiel für Espresso benutzt)
1 Kinderschere oder
1 Cutter (für Erwachsene)
1 Bleistift
Zum Dekorieren: Farben & Pinsel, Klebeband, Sticker, Wollreste, Pompoms…

Anleitung:
1. Fahre den Umfang des kleinen Bechers auf dem großen Becher nach und schneide den aufgemalten Kreis mit der Schere aus oder lass dir von einem Erwachsenen mit einem Cutter helfen.

2. Zeichne den Umfang eines Kopfhörersteckers mittig auf den Boden des großen Bechers und schneide ihn ebenfalls aus.

3. Verziere die Einzelteile wie es dir gefällt und stecke den großen Becher auf den kleinen und die Kopfhörer in die Löcher im Boden. Fertig!

 

Die wesentlich einfachere Variante dieser Lautsprecher wird nur aus einer leeren Toilettenpapierrolle hergestellt.

A3_raum

Materialien:
1 Toilettenpapierrolle
4 Stecknadeln mit großen runden Köpfen
1 Kinderschere oder
1 Cutter (für Erwachsene)
1 Bleistift
Zum Dekorieren: Farben & Pinsel, Klebeband, Sticker, Wollreste, Pompoms…

1. Zeichne die untere Seite deines Smartphones mittig auf der Rolle nach und schneide die Form dann aus.

2. Verziere die Rolle wie es dir gefällt.

3. Als Standfüße stecke vier Pinnwandnägel in die Unterseite der Rolle.

Idee, Produktion & Bilder: Anneli Anglas Rodriguez

Wie viel Medienzeit für Kinder ? Interview mit Patricia Cammarata

In Coronazeiten stieg die tägliche Medienzeit der Kinder rapide an, warnen Experten. Kein Wunder, oder?! Doch wie findet man mit seinen Kinder das richtige Maß, warum bringen zeitliche Begrenzungen wenig und wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Smartphone? Wir haben die Medien-Expertin Patricia Cammarata gefragt…

Frau Cammarata, Medienzeiten im Halbstundenrhythmus zu vereinbaren ist nicht der richtige Weg, sagen Sie in Ihrem Buch „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluß!“. Wie soll man stattdessen vorgehen, damit Kinder nicht unbegrenzt mit den Geräten zugange sind?

Patricia Cammarata: Die Frage ist doch: Warum will man begrenzen? Wenn die Antwort ist: Damit andere Dinge nicht vernachlässigt werden, dann ergibt sich eine Begrenzung, indem man Prioritäten setzt. Erst Schulsachen oder zum Beispiel Sport oder die Aufgaben im gemeinsamen Haushalt, dann Medienzeit.

Wenn die Antwort ist: damit bestimmte Dinge nicht passieren, dann muss man sich fragen, was genau diese Dinge sind, die man befürchtet, und ob man dann nicht eher über Inhalte und Aufklärung nachdenken sollte als über Zeiteinheiten. Das wären jedenfalls für mich die relevanten Leitfragen, die man dann je nach Alter durchspielen kann.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Smartphone?

Wenn das Kind ausreichend aufgeklärt ist. Wenn es etwa weiß, was Cyber-Mobbing ist und wie die dahinterliegenden Mechanismen sind und was man präventiv dagegen tun kann. Wenn es grundlegende Themen wie das Recht am eigenen Bild kennt, wenn es weiß, was Cyber-Grooming ist, wenn es weiß, was Fake-News sind und wie man Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen kann. Wenn es weiß, dass man auch im Internet respektvoll und wertschätzend miteinander umgeht… Es kommt also stark auf die Aufklärungsarbeit der Eltern und der Schule an.

Ab wann etwa können Kinder mit YouTube umgehen?

Ungefähr dann, wenn sie ein eigenes Smartphone haben können (siehe oben). Wenn sie wissen, wie sie mit verstörenden Inhalten umgehen, wenn sie wissen, wie man sich davor schützt, wenn sie wissen, was Geschlechtsstereotypen sind, wenn sie wissen, was Hate-Speech ist…

Ist YouTube Kids wirklich eine Alternative?

Für Drei- bis Sechs- oder Siebenjährige vielleicht. Danach interessieren sich die meisten für YouTube-Influencer, und die sind alle nicht auf YouTube Kids. Das ist dann ziemlich sicher der Moment, in dem Kinder lernen, die App zu umgehen und an die ungefilterten Inhalte zu kommen.

Wann dürfen/können Kinder einen eigenen YouTube-Kanal gründen? Und wenn sie es tun, worauf sollte man achten?

Dazu könnte man ein weiteres Buch schreiben. Die AGB geben nicht ohne Grund 16 als Alter an (mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten geht es schon früher). Es gibt so viel zu beachten, denn Bewegtbildproduktion ist ein sehr komplexes Thema. Welche Musik darf man als Untermalung verwenden? Welche Informationen gibt man unter Umständen versehentlich preis, weil man im Hintergrund persönliche Informationen sieht? Wie geht man mit der Bewertung des Aussehens um? Wen darf man in welcher Situation eigentlich filmen?

Warum ist WhatsApp in Ihren Augen so gefährlich? Und was sind sinnvolle Alternativen?

WhatsApp sammelt exzessiv Daten, wertet sie aus und gibt sie weiter. Dazu zählen neben Telefonnummer, Ländervorwahl, App-Version, Netzwerkcode sowie Geräteinformationen wie Modellnummer und Betriebssystemversion auch Nutzungsdaten wie Registrierungsdatum sowie Art und Häufigkeit der Nutzung. WhatsApp sammelt also Metadaten: Wer wann wie oft mit wem zu welcher Uhrzeit wie lange von wo schreibt.

Was so harmlos klingt, ist ein Milliardengeschäft. Durch Facebooks Monopolposition kann der Konzern schalten und walten, wie er möchte, kann frei bestimmen, wem und zu welchem Preis er Zugang zu den gesammelten Daten gewährt. Alternativen sind Threema und auch die App Wire.

Wahrscheinlich wird es wegen der Verbreitung von WhatsApp schwer, Kinder für einen anderen Messengerdienst zu begeistern. Allerdings sollte man nicht müde werden, diese Alternativen zu benennen und Kindern mindestens klar machen: Du brauchst dich nicht auf einen Messenger beschränken, du kannst auch für 30 Kontakte fünf unterschiedliche haben, und das ist immer noch besser, als ausschließlich WhatsApp zu nutzen.

TikTok – ab welchem Alter kann man den Kindern das erlauben? Was sind die „Gefahren“ von TikTok und/oder SnapChat, was die Vorteile, also etwa der Spaßfaktor?

TikTok hat einen sehr großen Unterhaltungswert. Man kann sich Stunden durch die Timeline scrollen, und weil die Clips so kurz sind, hat man immer das Gefühl „Ach den, den und den noch, dann kommt wieder was Cooles!“, und so ist es auch.

Ich sehe TikTok aber nicht wegen der Sogwirkung oder der möglicherweise verstörenden Inhalte kritisch. Die gibt es auf anderen Plattformen auch. Was ich mit Kindern bei TikTok besprechen würde, wäre eher: „Möchtest du eine Plattform unterstützen und nutzen, die in der Vergangenheit die Reichweite von queeren, behinderten und sogar angeblich ,hässlichen‘ Menschen eingeschränkt hat, um diese Menschen angeblich vor möglichem Mobbing zu schützen?“

Können Sie drei Computerspiele für Vorschüler empfehlen?

Für Vorschüler kann ich alle Apps von TOCA BOCA empfehlen. Generell muss man in diesem Alter darauf achten, dass altersgemäße Inhalte gezeigt werden, dass die Apps bestenfalls keine Werbung und InApp-Käufe beinhalten und nicht unnötig persönliche Daten abfragen und tracken.

Warum hält sich so hartnäckig die Einstellung, dass Computerspielen süchtig und/oder realitätsfremd macht?

Ich befürchte, dass vor allem Menschen, die selbst nicht spielen oder gespielt haben, diese Vorurteile hegen, weil die oft durch diverse Zeitungsartikel transportiert werden. Man liest in der Mainstream-Presse zum Beispiel sehr selten über gute Computerspiele. Ich hoffe, das wird sich zukünftig ändern. So hat der Deutsche Computerspielpreis dieses Jahr erstmalig die Kategorie „Bestes Familienspiel“.

Darüber hinaus würde es schon sehr helfen, wenn man sich selbst mal ein paar Let’s Plays auf YouTube zu dem entsprechenden Spiel anschaut und sich von den Kindern erklären lässt, was sie so fasziniert.

Was tun, wenn das Kind stundenlang Brawl Stars spielt, weil „alle“ in der Klasse es tun und sich zum Gruppenspiel verabreden?

Ich tue mich sehr schwer, diese Frage so zu beantworten. Ist es wirklich stundenlang? Ist es jeden Tag? Werden andere, wichtige Themen vernachlässigt? Warum hat man dabei ein schlechtes Gefühl?

Ich halte speziell Brawl Stars für kein gutes Spiel, aber genau das würde ich mit meinem Kind besprechen. Mache ich mir Sorgen, weil es sehr unter Gruppendruck gerät? Mache ich mir Sorgen wegen möglicher Geldausgaben?

Instagram und Körperbild: Wie mache ich meinen Kindern klar, dass das eine fiktive Welt ist, die (oft) wenig mit der Realität zu tun hat?

Indem man mit ihnen darüber spricht, dass es bei manchen Accounts so ist. Aber auch auf Instagram gibt es nicht nur die utopischen Körperbilder. Es gibt auch Accounts und Hashtags, die Vielfalt zeigen und die genau diese Schönheitsstereotypen nicht reproduzieren. Die sollte man sich gemeinsam mit den Kindern anschauen. Am besten man stellt gleich, wenn Kinder einen Account auf Instagram haben wollen, eine vielfältige Timeline zusammen. Die wächst dann nach und nach, denn in der Regel empfehlen „gute“ Accounts ähnliche Accounts.

Auch darf man den Kindern etwas zutrauen. Im Alter von 13 oder 14 Jahren sind Jugendliche sehr wohl in der Lage zu verstehen, was Inszenierung ist und wie Photoshop funktioniert. Wenn man diese Themen zu Hause bereits thematisiert hat, dann kann man davon ausgehen, dass Jugendliche diese Themen selbst kritisch reflektieren können.

Haben Sie Tipps, wie man Kinder medienfit macht und als Eltern nicht den Anschluss an deren Welt verliert?

„Medienerziehung leicht gemacht“? Das gibt es nicht, aber drei Faustregeln.

  • Erstens: mit der Medienerziehung so früh wie möglich anfangen, nicht erst im Teenageralter.
  • Zweitens: Die Eltern-Kind-Beziehung stabil, offen und vertrauensvoll gestalten, denn sie ist der beste Schutz. Selbst vor den Gefahren des Internets.
  • Drittens: auch Scheitern und Fehler zulassen, aber stets dazulernen!

 

Medienzeit für KinderZur Person:

Diplom-Psychologin Patricia Cammarata
ist Autorin und Podcasterin (u. a. nur30min.de). Seit 2004 schreibt sie unter dasnuf.de ins Internet und das so erfolgreich, dass sie bereits mehrere Preise gewonnen hat. Sie hat ein großes Faible für digitale Themen. Deswegen soll ihr Buch „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!“ Eltern ermutigen, den Anschluss an die Welt der Kinder und Jugendlichen nicht zu verpassen.

Bilder: Gettyimages (2), privat (1)

Warme Winterpullis für Kinder: 18 farbenfrohe Modelle

Baby, it’s cold outside! Das ist nicht nur der Titel eines berühmten Popsongs, sondern trifft auch auf das Wetter im Winter zu. Jetzt, da die kalte Saison uns im Griff hat, ist es Zeit, in Deckung zu gehen und die richtig warmen Pullover aus dem Schrank zu holen.

Vieles im Kleiderschrank wird den Kindern bestimmt nicht mehr passen, da die Kleinen jedes Jahr aus ihren Sachen herauswachsen. Deshalb stellen wir euch hier eine Auswahl der coolsten Winterpullis für Kinder vor. Viel Spaß und bleibt schön warm!

Für welches Modell soll ich mich entscheiden?

Strickjacken, Pullover, Sweatshirts, Fleecepullover und so weiter und so fort. Die Auswahl an warmer Winterkleidung für Kinder ist wirklich riesig. Funktionalität und Bequemlichkeit sind die wichtigsten Kriterien, um ein gutes Produkt zu wählen. Warm und kuschelig sollten diese Kleidungstücke auf jeden Fall sein. Im Design sind sie so vielseitig, dass es für jeden Anlass und jeden Geschmack das Passende gibt. Mit Knöpfen, Reißverschluss oder einfach als Pulli, sind die Strickwaren ein echtes Must-have bei kaltem Wetter aber auch noch für die erste Frühlingstage. Immer auf der Suche nach den schönsten Trends, die gerade angesagt sind, haben wir hier eine Auswahl an warmen Winterpullis für Kinder, die euch bestimmt begeistern werden.

Lettering: Sweater mit Botschaft

Wörter, Statements und Zitate: diese Pullover haben etwas zu sagen. Sie sind warm und kuschelig, so dass sie bestimmt die neuen Favoriten eurer Kinder werden. Zwischen „Stars“ und „Rock&Roll“ bleibt unser Liebling der Pullover von MC2 Saint Barth, weil wir alle „Superheroes“ sind!

Sonnenschein zum Anziehen: Gelbe Strickpullover

Es gibt nichts besseres als Wintertage, an denen es draußen schön kalt ist, aber Sonnenstrahlen unser Gemüt erwärmen. Diese Strickpullis werden euren Kindern dieses Gefühl geben, sie verbreiten einfach gute Laune! Streifen, ein Sonnenuntergangs-Farbverlauf und warme Töne sind bei unseren Lieblingsoberteilen dabei. Ebenso ein Regenbogen wie beim Pulli von Perfect Moment…

Lustige Stickerei: Humorvolle Pullover

Nimm dich nicht zu ernst! Von Radieschen bis zum Schmetterling – diese Modelle zaubern ein Lächeln auf euer Gesicht. Sie sind einfach perfekt für Schultage und den Alltag dank ihrer Lässigkeit. Wir lieben den Pullover von Il Gufo mit einem zauberhaften Schloss. Nicht nur für kleine Royals …

Lust auf noch mehr kuschelige Momente? Dann schaut euch mal diese extraweiche Kinderbettwäsche an, die eure Kinder im Winter zum schön warm hält … Manche sind auch fürs Elternbett geeignet!

Alle Bilder: Scotch & Soda

Zum Vorlesen: Bilderbücher über Freundschaft und Mut

Manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs oder eine tolle Idee, damit man sich traut. Wir haben Bilderbücher für Kinder von 3 bis 6 Jahren, die Mut machen, das Selbstbewusstsein stärken und über Freundschaft handeln. Viel Spaß beim Lesen!

Für Kinder von 3 bis 5 Jahren:

Mein Weg mit Vanessa

Das bezaubernde Bilderbuch kommt ganz ohne Worte aus um eine sehr wichtige Botschaft weiter zu tragen. Vanessa ist neu in der Schulklasse und fühlt sich unsicher und sichtlich unwohl. Auf dem Nachhauseweg wird sie gehänselt, was von einem anderen Mädchen beobachtet wird. Dieses macht sich Gedanken über die Ungerechtigkeit und wie sie Vanessa das nächste Mal besser helfen kann. Die Lösung ist so einfach wie einleuchtend und wird sofort am nächsten Tag umgesetzt.
Mit comichaften Illustrationen setzt Kerascoët ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Freundschaft und Zusammenhalt, das schon die kleinsten Kinder verstehen können. Hinter dem Pseudonym Kerascoët (ursprünglich der Name eines Ortes in der Bretagne) verbirgt sich das Künstlerehepaar Sébastien Cosset und Marie Pompui. Die beiden wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und leben und arbeiten in Paris.
Kerascoët: Mein Weg mit Vanessa, Aladin Verlag für 13 Euro.

Alfonso, ich kann das nicht

Natalie lernt lesen. Endlich, denn ihr kleiner Bruder Alfonso kann es gar nicht erwarten, bis seine große Schwester ihm jedes Buch vorlesen kann. Doch obwohl Natalie Geschichten und Bücher liebt, fällt ihr das Lesenlernen sehr schwer. Die Buchstaben tanzen immer aus der Reihe und wollen nicht die Wörter bilden, die sie sollen. Natalie ist ganz verzweifelt und Alfonso traurig. Das hatten sich beide anders vorgestellt. Doch Natalie gibt nicht auf und mit etwas Geduld und Hilfe, schafft sie es schließlich doch, die Buchstaben in den Griff zu kriegen.
Kinder, die schnell ungeduldig mit sich selber werden, können sich bestimmt gut in Natalie einfühlen. Zusammen mit der kleinen Protagonistin können sie erkennen, dass ein wenig Übung und Geduld manches leichter macht – und schließlich den gewünschten Erfolg bringt.
Daisy Hirst: Alfonso, ich kann das nicht, Aladin Verlag für 14,95.

Für Kinder von 4 bis 6 Jahren:

Frida Furchtlos lädt zum Tee

Eine Gans steht auf der Speisekarte von vielen wilden Tieren. Doch Frida Furchtlos hat davon wohl noch nie etwas gehört, denn als ein Wolf vor ihr steht und ganz schrecklich laut brüllt lässt sie sich nicht beeindrucken. Nein, sie lädt den Wolf sogar zu einem Tässchen Tee ein. So aus dem Konzept gebracht weiß dieser gar nicht, wie er jetzt reagieren soll. Tee mit der „Beute“? Das gehört sich doch nicht, oder?! Dem Bär, der nächsten Zufallsbekanntschaft von Frida, geht es genauso. Er kann nicht fassen, dass Frida nicht schreiend wegläuft.
Jeder wäre gern so furchtlos, wie die Heldin Frida. Die witzigen Illustrationen und die Erzählweise, die völlig auf einen erhobenen Zeigefinger verzichtet, machen die kleine Geschichte von Danny Baker und Pippa Curnick schnell zu einem Lieblingsbuch.
Danny Baker, Pippa Curnick: Frida Furchtlos lädt zum Tee, ars edition für 15 Euro.

Die kleine Maus und die große Mauer

Warum muss etwas so bleiben, nur weil es schon immer so war? Die Illustratorin Britta Teckentrup berührt mit dem Bilderbuch über die kleine Maus eine Menge philosophischer Fragen und Themen. Vielleicht können Kinder im empfohlenen Lesealter von 4-6 Jahren diese noch nicht in Gänze verstehen, doch „Die kleine Maus und die große Mauer“ ist ein Buch, das bis ins Erwachsenenalter nachwirken kann.
Die kleine Maus wundert sich über die Mauer, die den Lebensraum von ihr und anderen Tieren begrenzt. Zu gern würde sie wissen, was hinter der Mauer ist. Keines der Tiere kann ihr das beantworten –  bis sie auf dem Rücken von einem Vogel mutig die andere Seite erkundet und eine bunte, aufregende Welt entdeckt. Wie schön, wenn man neugierig bleibt.
Britta Teckentrup: Die kleine Maus und die große Mauer, ars edition für 12,99 Euro.

Wir haben Britta Teckentrup interviewt und sie gefragt, wie ein Bilderbuch entsteht und woher sie ihre Ideen bekommt. Mehr über die Illustratorin könnt ihr hier nachlesen. 

 

Schieb den Wal zurück ins Meer!

Es ist kalt und das Meer hat Schnupfen. Aus Versehen niest es einen Wal an den Strand. Nur eine kleine Maus ist da, die Meer und Wal um Hilfe bitten können. Aber der Wal ist viel zu schwer um ihn allein zurück ins Meer zu bringen. Die Maus bittet andere Tiere um Hilfe. Gemeinsam gelingt das scheinbar Unmögliche: der Wal wird zurück ins Meer geschoben.
Die Geschichte von Wal, Meer und Maus ist in Reimen erzählt, was manchmal ganz gut passt, manchmal etwas weniger gut. Trotzdem werden Kinder ihren Spaß haben und die Grundaussage des Buches sofort verstehen: Gemeinsam ist man stark!
Sophie Schoenwald, Lea Johanna Becker: Schieb den Wal zurück ins Meer, Boje Verlag für 13 Euro.

Große Tatzen, kleine Tatzen

Es gehört schon eine große Portion Mut dazu, großen Katzen zu erklären, dass man irgendwie eine von ihnen ist. Kater Simon nimmt es mit Löwe, Gepard, Puma, Panther und sogar dem Tiger auf. Nur mühsam kann er sie alle davon überzeugen, dass er mit zur Familie der Katzen gehört.
Die Illustratorin Galia Bernstein wurde in Israel geboren und wuchs dort auf. 1999 zog sie nach New York um Design zu studieren. Ihre Illustrationen sind realistisch und (trotz Kinderbuch) nicht zu niedlich. Bernstein liefert ein wunderbares Plädoyer über das Anderssein, über Zugehörigkeit – und über den Mut, für seine eigenen Ansichten und Überzeugungen einzustehen.
Galia Bernstein: Große Tatzen, kleine Tatzen, cbj für 13 Euro. 

Mehr lustige Bücher zum Vorlesen findet ihr hier.

Einfach lecker! Heiße Getränke für die Winterzeit

Im Winter sind heiße Getränke ein Muss. So wird es uns auch von innen warm! Ein warmer Kakao für Kinder ist dabei der Standard. Aber wie wäre es mit einem besonderen Warmgetränk für die Weihnachtszeit? Etwas mit winterlichen Gewürzen und einem leckeren Topping? Hier kommen vier köstliche Rezepte.

Keine Lust vor die Tür zu gehen? In dem Punkt sind sich Eltern und Kinder in der kalten Jahreszeit wohl meistens einig. Früh dunkel, mehr Regen als Schnee – und zuhause ist es einfach zu gemütlich! Also verbringen wir den Nachmittag lieber mit einem  schönen Bilderbuch unter der Decke oder schauen den ein oder anderen Weihnachtsfilm für Kinder.  Aber wie kann man es noch kuscheliger machen? Die Antwort finden wir in der Küche. Tatsächlich reichen schon wenige Zutaten aus, köstliche warme Getränke herzustellen. Entspannung und Wohlfühlen ist dann garantiert!

Heiße Getränke für Kinder

An einem typischen Winternachmittag sollte ein warmes Getränk nicht fehlen. Wir Erwachsenen greifen gerne zu Kaffe mit Milchschaum, Kinder bekommen meistens Kakao. Aber es gibt auch warme Getränke, die das Immunsystem stärken und gleichzeitig den Gaumen entzücken.

Pumpkin Spice Latte

Pumpkin Spice Latte

Beginnen wir mit einem traditionellen Rezept aus den USA, das sich inzwischen über die ganze Welt verbreitet hat. Die Hauptzutat ist hier tatsächlich Kürbis, ein Klassiker in der kalten Jahreszeit. So wird dieses Getränk zubereitet:

  • Kokosnussmilch
  • Kürbispüree (schmeckt am besten selbstgemacht)
  • Ahornsirup
  • Vanilleextrakt
  • Gewürze (wie Zimt, Muskatnuss und Ingwer)

Für das Kürbispüree braucht es ein wenig Vorbereitung, aber man kann es vielseitig verwenden. Darum lohnt sich die Mühe. Den Kürbis je nach Sorte evtl. schälen, im Ofen gar backen ohne weitere Zutaten und dann pürieren. Für den Pumpkin Spice Latte gebt ihr dann einen Teil des Kürbispürees mit den restlichen Zutaten in einen Topf.  Mit dem Schneebesen vermischen und langsam erhitzen, bis die Mischung kurz aufkocht. Dabei immer ein wenig rühren. In Tassen füllen und geniessen!

Heisser Zimt Apfel Punsch

Heisser Zimt Apfel Punsch

Punsch ist ein weiteres typisches Wintergetränk. Es wird oft mit Alkohol hergestellt, aber es gibt auch alkoholfreie Varianten, die für Kinder geeignet sind. Der Prozess für diesen ausgezeichneten Punsch ist nicht zu kompliziert und die Zutaten sind einfach und natürlich.

Für 750ml:

  • 10 mittelgroße Äpfel
  • 100g Zucker
  • 4 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • 1 großes Stück Orangenschale einer unbehandelten Bio-Orange

Die Äpfel abwaschen und vierteln, in einen großen Topf geben und so viel Wasser in den Topf füllen, dass die Äpfel bedeckt sind. Dann den Zucker darüber geben.

Die Zimtstangen samt Sternanis in einen Teebeutel geben und mit der Orangenschale ebenfalls in den Topf legen. Wer keinen Teefilter hat, kann die Zimtstangen auch zusammenbinden und den Äpfeln hinzufügen.

Zum Kochen bringen und ca. eine Stunde lang unbedeckt weiter kochen, dabei ab und an umrühren und die Äpfel gegen Ende der Zeit mit dem Holzlöffel schon mal leicht brechen.

Die Hitze dann herunterschalten und alles 2 Stunden lang (dieses mal bedeckelt) weiterköcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Zimt-Sternanis Beutel entnehmen und die Äpfel gut durchpürieren oder zerstampfen. Durch ein feines Sieb geben, dann in Flaschen füllen und bis zu eine Woche lang im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren kurz erhitzen.

Heiße weiße Schokolade mit Spekulatius

Heiße Schokolade mit Spekulatius

Eines der beliebtesten Heißgetränke im Winter ist die heiße Schokolade. Hier zur Abwechslung mal in der Variante mit weißer Schokolade. Kinder werden es lieben! Hier sind die Zutaten.

Für 2 Tassen

  • 300 ml Milch
  • 80 g weiße Schokolade
  • Spekulatius-Gewürz
  • Schlagsahne
  • Spekulatius

Die weiße Schokolade mit einem Messer in kleine Stücke teilen. Die Milch in einem Topf erhitzen, die Schokolade unterrühren bis sie sich verflüssigt hat. Spekulatius-Gewürz nach Geschmack hinzugeben und alles gut verrühren. Die heiße Schokolade in eine Tasse füllen, darauf eine Haube Schlagsahne setzen und mit ein paar Stücken Spekulatius toppen.

Kurkuma Chai Latte

Kurkuma Chai Latte

Ein Energieschub! Dieses Heißgetränk hat die Farbe der Sonne und hat große Vorteile für die Gesundheit der Kinder. Dank Kurkuma und Ingwer wird diese Chai Latte zu einem echten Verstärker für das Immunsystem.

Für 4-5 Tassen

  • 15g frischer Kurkuma
  • 10g Ingwer
  • 400ml Wasser
  • 3 Beutel schwarzer Tee
  • 7 schwarze Pfefferkörner
  • 4 Kardamomkapseln
  • 1 Zimtstange
  • 30g Kandis (oder alternatives Süßungsmittel)
  • 200ml Milch (hier schmeckt auch Hafermilch ganz wunderbar)
  • 1 Prise Muskatnuss

Kurkuma und Ingwer schälen und fein reiben. Wasser erhitzen, Tee damit überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Teebeutel herausnehmen. Pfeffer und Kardamom im Mörser leicht anstoßen und zusammen mit Zimtstange bei mittlerer Hitze im Topf leicht anrösten, bis es anfängt zu duften. Mit Tee ablöschen, Kurkuma, Ingwer und Kandis dazugeben und bei niedriger Hitze mit Deckel ca. 15–20 Minuten ziehen lassen, sodass sich der Kandis löst. Durch ein Sieb gießen, um die Gewürze zu entfernen. Zuletzt mit etwas geriebener Muskatnuss würzen. Natürlich heiß servieren!
Wichtig: Damit Kurkuma bzw. der Wirkstoff Curcumin vom Körper besser aufgenommen werden kann, benötigt es tatsächlich die Zugabe von schwarzem Pfeffer und Fett, hier in Form von Kuhmilch. Für eine vegane Variante müsste also je nach Wahl der Pflanzenmilch noch etwas Fett hinzugegeben werden. Und in der Menge des Pfeffers könnt ihr natürlich variieren, so dass es euren Kindern vielleicht sogar auch schmeckt.

Diese Getränke sind natürlich eine gute Ergänzung zu Weihnachtskeksen. Hier ist also ein Rezept, das besonders schmackhaft ist!

Teaser- und Sliderbild: @Unsplash

Geschenke verpacken: 3 DIY Ideen für Weihnachten

Geschenke verpacken ist nicht für alle der größte Spaß – meistens geschieht es deshalb auf den letzten Drücker. Doof, wenn man dann merkt, dass das Papier nicht mehr reicht oder das Schleifenband verbraucht ist. Wir gehen das Thema diesmal rechtzeitig an und liefern euch hier ein paar Ideen, die mit wenigen Mitteln umzusetzen sind!

DIY Tutorial: Geschenke verpacken ganz einfach

Unsere Beispiele funktionieren mit wenigen Mitteln – vielleicht habt ihr das meiste sogar schon zu Hause! Diese 3 einfachen Ideen für Geschenkverpackungen zeigen wir euch in unserem Video:

Geschenke verpacken im Kreidetafel-Look

Schwarzes Papier und einen Lackstift, mehr braucht ihr dafür nicht! Unsere Beispiele kann man auch umsetzen, wenn man kein Künstler oder Profi im Handlettering ist. Wenn selbst Weihnachtsbaumkugeln zeichnen euch zu kompliziert ist, versucht es doch mit unterschiedlich großen Punkten oder geometrischen Mustern. Weißer Stift auf schwarzem Papier sieht immer gut aus, garantiert!

Geschenke verpacken mit Maskingtape

Wir wissen eigentlich schon gar nicht mehr, wie wir dekoriert haben, bevor es das bunte Papierklebeband aus Japan gab. Man kann damit wunderbar Poster aufhängen, Briefumschläge verkleben oder eben Geschenke dekorieren. Wir haben aus Maskingtape und schwarzem Filzstift einfache Kerzen aufs Papier gebracht. Aber eurer Kreativität sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt!

Anleitung für einfache Geschenktüten

Zuletzt zeigen wir euch im Video, wie ihr aus jedem Papier ganz einfache Geschenktüten basteln könnt. Auch hier kommt wieder Maskintape zum Einsatz! Diese Tüten sind zum Beispiel auch perfekt, um sie für den Adventskalender zu benutzen. Ihr könnt dafür Geschenkpapier nehmen, aber auch Kinderzeichnungen oder alte Magazine wiederverwenden. Geschenktüten wie diese kommen das ganze Jahr über zum Einsatz – etwa, wenn ihr Kleinigkeiten für den Kindergeburtstag einpacken müsst. Es lohnt sich also, einen kleinen Vorrat davon anzulegen!

Zu gerne schauen wir uns übrigens bei Pinterest um auf der Suche nach Ideen – dort sammeln wir auf unserer Luna Magazin Pinterest Seite auch fleißig Inspirationen…

Die Geschichte von Weihnachtsmann, Christkind & Co

Was hat es mit den weihnachtlichen Bräuchen eigentlich auf sich? Warum warten die Kinder mancherorts auf das Christkind, während bei anderen Familien der Weihnachtsmann kommt? Wir haben eine kleine Geschichte der Weihnachtstraditionen und -bräuche für euch zusammengestellt.

6. Dezember: Der Nikolaustag 

Dieser Tag geht zurück auf den Heiligen Nikolaus von Myra. Er taucht schon seit dem 6. Jahrhundert in Legenden auf. In anderen Überlieferungen gibt es noch Abt Nikolaus von Sion, der Bischof von Pinora war. Beide Figuren, die im Laufe der Zeit zu einer verschmolzen, eint in allen Erzählungen ihre Großzügigkeit. Nikolaus hilft besonders den Armen.

Besonders beliebt: Der Nikolaus in Schokoladenform (Foto: Unsplash)

Der Brauch, die Stiefel am Vorabend des Nikolaustages vor die Tür zu stellen, hat folgenden Hintergrund: Ein armer Mann hatte drei Töchter, aber keine Mitgift für sie. Da er die Mädchen nicht verheiraten konnte, beschloss er, sie als Sklavinnen zu verkaufen. Als Nikolaus davon hörte, warf an mehreren Tagen Gold in den Kamin des Hauses, in dem die Familie lebte. Das Gold fiel in die Stiefel und Socken, die dort zum Trocknen hingen. So konnte der hilfsbereite Nikolaus die drei armen Mädchen vor ihrem Schicksal retten.

24. Dezember: Heiligabend – Christkind oder Weihnachtsmann? 

Ursprung des Weihnachtsfestes: Die Geburt des Jesuskindes in einem Stall in Bethlehem (Foto: Pixabay)

An Weihnachten feiern Christen in aller Welt die Geburt Jesu Christi. Der Heiligabend ist der Abend vor Weihnachten. In jener Nacht kam das Jesuskind in einem Stall in Bethlehem auf die Welt, seine Eltern sind Maria und Josef, die in dem Stall bei Ochse und Esel Unterschlupf fanden. Das Christkind ist angelehnt an das Jesuskind und ist vor allem in Süd- und Westdeutschland, in Südtirol und in der deutschsprachigen Schweiz eine Symbolfigur zu Weihnachten. Es wird oft als blond gelocktes Kind mit einem Heiligenschein dargestellt. An Heiligabend kommt das Christkind, ohne gesehen zu werden, und bringt den Kindern Geschenke. Viele Kinder schreiben in der Adventszeit auch Wunschzettel an das Christkind. In manchen Orten gibt es bis heute den Brauch, dass Kinder ihre Post an das Christkind in einem eigenen Weihnachtspostamt aufgeben können.

Der Weihnachtsmann, wie man ihn in den USA kennt: Als Santa Claus mit Rentierschlitten (Foto: Pixabay)

Der Weihnachtsmann, für viele die bekannteste Figur zu Weihnachten, hat genau genommen keinen historischen Hintergrund. Der freundliche ältere Herr im roten Mantel mit dem weißen Rauschebart ist eine reine Erfindung, die aus mehreren Figuren, darunter dem Nikolaus und Knecht Ruprecht, entstand. Besonders in den USA ist er als Santa Claus bekannt: Santa Claus kommt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember mit seinem Rentierschlitten durch die Luft gesaust und wirft die Geschenke für die Familien durch den Schornstein. Auch in Deutschland, besonders in den nördlichen Regionen, ist der Weihnachtsmann sehr populär. In jedem Fall ist er ein spendabler, großherziger Mann, der Menschen eine Freude machen will – besonders denen, die nicht so viel haben.

Slider-Foto: Mike Arney on Unsplash

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Schnelle Plätzchenrezepte: Weihnachtsbäckerei mit Kindern

Noch keine Kekse gebacken? Wir haben ein paar einfache Rezepte, die immer gelingen und bei denen die Kleinen tatkräftig in der Weihnachtsbäckerei mithelfen können.

Einfache Butterplätzchen

Sie sind die Klassiker in der Weihnachtsbäckerei – und gleichzeitig lässt sich der Grundteig für viele andere Kekse verwenden. Er lässt sich gut vorbereiten und man kann ihn im Kühlschrank aufbewahren, was praktisch ist, denn dann können die Kleinen sofort los starten mit dem Ausrollen und Ausstechen. Zum Ausrollen darf der Teig allerdings nicht zu sehr abgekühlt sein, sonst verliert er an Geschmeidigkeit.

Das braucht ihr dazu:

200 g Butter

100 g Zucker

1 Ei (mittlere Größe)

400 g Mehl

1 TL Backpulver

Zunächst das Mehl sieben und mit dem Backpulver gut vermischen. Jetzt die zimmerwarme Butter zusammen mit allen Zutaten vermengen und zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig kalt stellen (mindestens 30 Minuten).

Inzwischen ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Jetzt kann der Teig ausgerollt werden auf einer bemehlten Fläche. Mit verschiedenen Formen die Plätzchen ausstechen und vorsichtig auf das Backblech legen.

Die Plätzchen bei ca. 190 Grad (Ober- und Unterhitze), oder 160 Grad bei Umluft für 10-12 Minuten backen. Gut darauf achten, dass sie schön hell bleiben und nicht an den Rändern braun werden.

So könnt ihr die Weihnachtsplätzchen verzieren:

Nach dem Backen solltet ihr die Plätzchen noch ein wenig abkühlen lassen. Inzwischen könnt ihr Zuckerglasur anrühren. Dazu braucht ihr Puderzucker und etwas Zitronensaft. Wer mag kann die Glasur mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben.

Die Glasur glatt rühren und mit einem Pinsel auf die Plätzchen streichen. Jetzt können die Kekse noch mit Streusel verziert werden, ganz nach Lust und Laune.

Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, so können zum Beispiel kleine ausgestochene Tannenbäumchen eine grüne Glasur kriegen, Schneemänner bleiben weiß und bekommen eine Mütze aus Schokostreusel. Und Nikolausstiefelchen bekommen eine rote Glasur mit einem weißen Rand. Macht fast mehr Spaß als das Ausstechen, oder?!

Wenn ihr die Zuckerglasur in eine Spitztüte füllt und die Spitze vorsichtig abschneidet, könnt ihr Sternen- oder Tannenmuster auf die Plätzchen malen. Das geht natürlich auch mit bunter Zuckerglasur wunderbar und sieht sehr dekorativ aus.

Vanillekipferl

Der mürbe Teig schmilzt fast auf der Zunge. Und das Ausrollen der Kipferl macht großen Spaß. Vanillekipferl müssen gleich nachdem sie aus dem Ofen kommen in einer Mischung aus Puder- und Vanillezucker getaucht werden. Dann klebt der Zucker schön fest und verleiht ihnen den einzigartigen Geschmack. Wer mag kann auch noch ein bisschen Zimt zufügen.

Das braucht ihr dafür:

200 g Weizenmehl

1 Msp. Backpulver

100 g Zucker

1 Pkch. Vanillinzucker

1 Ei

125 g weiche Butter oder Margerine

100 g gemahlene Mandeln

Wieder sollte das Backpulver mit dem gesiebten Mehl vermischt werden. Dazu kann alles zunächst in einer Rührschüssel mit dem Rührgerät vermischt werden. Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche weiter kneten bis sich eine homogene Masse gebildet hat.

Anschließend den Teig in bleistiftdicke Rollen formen und diese in etwa fünf Zentimeter kleine Teile schneiden. Hier sind kleine, helfende Hände gefragt! Diese als kleine, gebogene Hörnchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze oder 160 Grad Heißluft ca. 10 Minuten backen. Die Kipferl sollten nicht braun werden sondern schön hell bleiben.

Die Kipferl gleich nach dem Backen mit der Mischung aus Vanillezucker und Puderzucker bestreuen. Wenn sie erkaltet sind dies noch einmal wiederholen.

Schnelle Schokokekse

Nicht einmal an Weihnachten muss man auf die geliebte Schokocreme verzichten. Der Teig lässt sich ganz schnell anrühren und alles was ihr sonst noch braucht ist Schokoglasur.

Das braucht ihr dafür:

200 g Weizenmehl

1 gestr. TL Backpulver

250 g Schokocreme

1 Ei

2 EL Milch

Schokoglasur

Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und sieben. Alle weiteren Zutaten hinzufügen und mit einem Mixer mit Knethaken gut durchmengen und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig anschließend auf einer bemehlten Fläche zu zwei in etwa gleich großen Rollen formen und für etwa eine halbe Stunde kühl stellen. Die Rollen danach in etwa 20 gleich große Teile schneiden. Aus den einzelnen Teigteilen werden jetzt zwischen den Händen Kugeln geformt. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene etwa 10 Minuten backen.

Inzwischen die Schokoglasur in einem heißen Wasserbad (hier müssen die kleineren Kinder Abstand halten) schmelzen lassen.

Die Schokokekse etwas abkühlen lassen und dann mit einer Seite in die flüssige Glasur stippen. Wer mag kann die Schokoseite noch mit ein paar Kokosflocken bestreuen.

Tipps für die Haltbarkeit:

In einem Haushalt mit Kindern überleben frische Plätzchen selten den Heiligen Abend. Trotzdem: Am besten hält sich das Gebäck in Dosen. Zum Verschenken sehen die Plätzchen natürlich besonders schön aus, wenn man sie in kleine, durchsichtige Tütchen packt, die mit einer Schleife zugebunden werden. Die Tüten gibt es in jedem Supermarkt, gerade zur Vorweihnachtszeit sind sie meist vorrätig. Ihr könnt natürlich auch noch ein kleines DIY-Projekt machen und die Tüten selber basteln. Eine schöne Anleitung dafür und für weitere Geschenkverpackungen findet ihr hier.

Mehr Rezepte fürs weihnachtliche Backen:

Weihnachtliche Elchbrownies

5 einfache Plätzchenrezepte

Weihnachtliches Apfel-Zimt-Brot

 

Bilder: Gettyimages

Dies sind die schönsten Kinderbrillen! Plus: Sehschwächen bei Kinder erkennen

Millionen Menschen haben heutzutage eine Sehschwäche. In den meisten Fällen fangen die Sehstörungen schon im jungen Alter an. Immer mehr Kinder haben Augenprobleme. Wenn man sie rechtzeitig erkennt, stehen die Heilungschancen besser. Nachfolgend findet ihr einen Überblick über das Thema plus die schönsten Kinderbrillen.

Kinder mit Sehschwäche: Die ersten Symptome einer Sehstörung

Häufig leiden Kinder schon früh an einer Sehbehinderung. Jedes zehnte Kind sieht schlecht und 60 Prozent der Sehschwächen bei Kindern werden zu spät erkannt. Die natürliche Entwicklung des Sehsystems beim Menschen erfolgt in den ersten Lebensjahren und ist etwa zur Einschulung abgeschlossen. Oft werden die Symptome gleich zu Beginn der Schulzeit deutlich erkennbar. Glücklicherweise bietet das heutige Gesundheitssystem bereits in jungen Jahren eine Menge Prävention. Aber wie könnt ihr selbst die Symptome möglicher Sehstörungen bei euren Kindern erkennen? Wir haben ein paar Tipps.

Sehschwächen bei Kindern erkennen
Lewis: T-Shirt von Cos, Brille von ic! Berlin

So können Eltern eine Sehschwäche bei Kindern erkennen

Zunächst muss man sagen, dass nur ein Augenarzt in der Lage ist, festzustellen, ob ein Kind wirklich eine Sehstörung hat. Allerdings gibt es offensichtliche Symptome, die auch Eltern beobachten können.

  • Probleme bei der Einschätzung von Entfernungen
  • beim Betrachten von ist der Abstand zum Buch sehr gering
  • ständiges Reiben der Augen
  • häufiges Blinzeln
  • Überspringen von Wörtern beim Vorlesen

Häufig können auch bestimmte Verhaltensweisen auf mögliche Probleme mit dem Sehen hindeuten.

Wenn ihr dies beobachtet, empfehlen wir euch dringend, einen Sehtest mit eurem Kinde zu machen.

Die verschiedenen Formen von Sehschwächen

Oft ist die medizinische Sprache kompliziert und schwer zu entschlüsseln, aber für Eltern ist es notwendig, genau zu wissen, welches Problem ihr Kind hat. Wir versuchen deshalb hier, die 3 wichtigste Sehstörungen verständlich zu erklären.

Schöne Kinderbrillen
Heidi: T-Shirt von Zara, Brille von ic! Berlin

Weitsichtigkeit

Weitsichtigkeit oder Hyperopie heißt die Sehstörung von scharfem Sehen in der Nähe. Manchmal, bei sehr hohen Werten, ist es ebenfalls nicht mehr möglich, in mittleren Distanzen und in der Ferne zu richtig zu sehen. Die meisten Kinder kommen mit einer schwachen Weitsichtigkeit auf die Welt. Dies ist unbedenklich, weil die Kinder die Weitsichtigkeit durch ihre sehr flexible Augenlinse ausgleichen können. Bis zum 6. Lebensjahr verschwindet diese Weitsichtigkeit normalerweise von ganz allein. Mit zunehmendem Alter lässt die Fähigkeit der Linse, sich zu wölben, nach. Sie ist dann weniger elastisch und eine Brille wird nötig. Um immer scharf sehen zu können, bringen Weitsichtige die Augenlinse durch Muskelaktivität bei jedem Blick automatisch in die richtige Feineinstellung. Das führt auf Dauer zu einer Überanstrengung und Ermüdung der Augen. Augenschmerzen, brennende Augen, Bindehautentzündung oder auch Kopfschmerzen können auftreten.

Kurzsichtigkeit

 Alle die Menschen, die Schwierigkeiten haben, entfernte Dinge scharf zu erkennen haben, leiden sie an Kurzsichtigkeit oder Myopie. Die Myopia simplex ist die häufigste Form der Kurzsichtigkeit. Sie ist oft genetisch bedingt und kann durch äußere Einflüsse verstärkt werden. Grundsätzlich gibt es zwei Ursachen für Kurzsichtigkeit. Entweder ist der Augapfel zu lang oder der Brechwert der Augenlinse zu hoch. Manchmal trifft auch beides zu. Die Folgen sind immer gleich: Das Auge kann sich nicht richtig scharf stellen. Typisch für Kurzsichtige ist ein Zusammenkneifen der Augen beim Blick in die Ferne. Oft entwickelt sich ab einem Alter von sechs Jahren die sogenannte Schulkurzsichtigkeit. Kinder haben in diesem Fall Schwierigkeiten, Buchstaben und Zahlen an der Tafel zu erkennen. Deshalb müssen auch die Lehrer und Lehrerinnen besonders achten, wie sich die Schüler benehmen.

Hornhautverkrümmung

Eine Hornhautverkrümmung, auch Stabsichtigkeit oder Astigmatismus, genannt, kann gemeinsam mit Kurz- oder Weitsichtigkeit und genauso als eigene Fehlsichtigkeit auftreten. Der Name kommt daher, dass ein stabsichtiges Auge einen kreisrunden Punkt nicht als solchen erkennt, sondern leicht verschoben als Ellipse oder Stab. Der Grund? Die Hornhautwölbung ist ungleichmäßig und stellt somit das einfallende Bild ein wenig unklar dar. Liegt nur eine leichte Hornhautverkrümmung vor, korrigiert das Gehirn diesen Effekt von selbst, sodass dies im Alltag nicht auffällt. Das Sehen erscheint lediglich allgemein ungenauer.

Coole Sehbrillen für Kinder

Ich war 6 Jahre alt, als ich meine erste Brille bekam. Viele Kinder fühlen sich dann anders, als ob sie schlechter seien als andere Kinder. Das muss aber nicht so sein. Brillen sind keine Schwäche sondern eine Superpower! Eltern sollten versuchen, dem Kind die positiven Aspekte des Brillentragens zu vermitteln. Glücklicherweise war es in meinem Fall Liebe auf den ersten Blick. Ich war schon als Kind Mode-Liebhaber und hielt eine Brille für etwas Einzigartiges und Stilvolles. Bestimmt werden eure Kids auch mit diesen Modellen zufrieden sein und sich nicht von ihrer neuen Brille trennen wollen!

Diese Kinderbrillen sind ein wahrer Augenschmaus! Modern und mit Eyecatcher Formen verlieren diese Brillen dank heller und lebendiger Farben nicht ihre spielerische Seite. Was die Materialien betrifft, ist es immer besser, sich für Kunststoffgläser zu entscheiden. Sie sind stabiler und robuster. Viele Marken produzieren in den letzten Zeiten auch tolle Brille aus leichtem Edelstahl, sehr flexibel und auch für die lebhaftesten Kinder geeignet! FYI – die Bildschirmbrillen von Izipizi lassen sich auch mit Korrekturgläsern upgraden.

Teaser- und Sliderbild: Pelle und Merle (Mode: Cos, Sehbrille: Mykita, Sonnenbrille: Esprit)

Alle Bilder: Nadja Hannaske

Geschenkpapier selber machen mit Stempeln

Selber Geschenkpapier zu machen, ist ganz einfach! Mit wenigen Handgriffen wird aus einfarbigem Papier individuelles Geschenkpapier. Der Clou: eine Fusselrolle!
In dieser kinderleichten Anleitung zeigen wir euch, wie ihr damit Geschenkpapier selber bedruckt.

Einfarbiges Papier wie braunes Packpapier kann man das ganze Jahr über zum verpacken und basteln verwenden. Es ist als immer gut, eine Rolle davon zu Hause zu haben!  Unser Anleitung für selbstgemachtes Geschenkpapier ist wirklich ganz einfach – mit sehr wenig Hilfe von uns Erwachsenen können schon Vorschulkinder auf diese Art Geschenkpapier bedrucken. Vielleicht habt ihr sogar alle Materialien dafür schon zu Hause?

Anstelle von Moosgummi könnt ihr auch Paketschnur oder ähnliches auf die Rolle kleben und damit Muster erzeugen. Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf! Wichtig ist nur, dass Stempelfarbe an dem Material haften bleibt. Mit etwas älteren Kindern könnt ihr auch anstelle der Stempelfarbe mit Acrylfarbe arbeiten, die mit einem Schwämmchen auf die Stempelrolle aufgetragen wird.

Das könnte Euch außerdem interessieren: Geschenke verpacken: 3 DIY Ideen für Weihnachten

Anleitung für DIY Geschenkpapier

Alle Materialien auf einen Blick

 

Diese Dinge benötigst Du:
– Fusselrolle
– Mossgummi 3mm dick
– Stempelkissen
– Einfarbiges Papier, z.Bsp. Packpapier

So geht’s:

1. Male Formen deiner Wahl auf das Moosgummi vor. Zum Beispiel Tannenbäume. Tipp: Keksausstecher kannst Du ganz wunderbar als Vorlage benutzen. In das weiche Moosgummi gedrückt, reicht es sogar, um daran entlang zuschneiden. Oder Du zeichnest mit einem Bleistift oder weißem Buntstift daran entlang.

2. Schneide die Formen aus dem Moosgummi aus.

3. Klebe die Formen auf die Klebefläche der Rolle. Alternativ: Auch eine Paketschnur um die Rolle gewickelt, ergibt ein schönes Muster!

4. Färbe die Flächen mit Stempelfarbe ein.

5. Mit gleichmässigem Druck kannst Du nun mit der Rolle ein Muster aufs Papier rollen.

Geschenkpapier selber bedrucken

Jetzt ist euer Geschenkpapier fertig und ihr könnt die Geschenke einpacken!

Ihr wollt nicht selber basteln, sondern sucht fertiges Geschenkpapier? Hier haben wir eine sehr schöne Auswahl an Geschenkpapier zum kaufen und Zubehör zusammengestellt 

Experteninterview: Süßigkeiten verbieten bringt nichts

Beim Thema Essen gibt es oft Diskussionen, besonders wenn es um Süßigkeiten geht. Wie man gesunde Esser erzieht, was Verbote bringen und warum die Tiefkühlpizza aussterben wird, haben wir mit dem Ernährungspsychologen Christian Klotter besprochen.

Das Thema Essen ist gerade wenn man Kinder hat sehr emotional besetzt. Warum haben Eltern immer Angst, dass ihre Kinder sich zu wenig gesund ernähren? Gibt es dazu Studien?

Christoph Klotter: Dazu gibt es keine Studien aber es ist ein allgemeiner Trend, dass die sogenannten Millenials, also die nach 1980 Geborenen, gesundheitsbewusster und qualitätsorientierter sind. Die „Bessergestellten“ demonstrieren heute ihren Status dadurch, dass sie versuchen, ihre Kinder gesünder zu ernähren. Das ist eine Abgrenzung nach unten. Die sozial Gefährdeten essen Fleisch bis sie satt werden, und sind zudem froh, wenn sie bis zum Monatsende überhaupt genug zu essen haben. Die Bessergestellten setzen auf Bioprodukte und auf Gesundes und grenzen sich dadurch ab.

Das geht zurück auf den französischen Soziologen Pierre Bourdieu der erklärte, dass es hier eine soziale Distinktion gibt. Über Essen etikettieren wir unseren sozialen Status. Und weil seit ein paar Jahrzehnten alle genug Fleisch zu essen haben, da das Fleisch so billig geworden ist, schwenken die sozial Bessergestellten nun um auf Veganismus und Vegetarismus, um sich von der Masse abzugrenzen.

Gibt es eine Erklärung für die Fixiertheit der Eltern auf das Essen, das ihre Kinder zu sich nehmen?

Es ist unserer Kultur geschuldet, dass wir gute Eltern sein wollen – und wir sind gute Eltern, wenn wir unsere Kinder gesund ernähren. Früher hatten Eltern ihre Kinder ausreichend zu ernähren. In der Wohlstandsgesellschaft ist diese Vorgabe durch die gesunde Ernährung ersetzt worden.

Liegt der Grund dafür auch in einer gewissen Orientierungslosigkeit. Früher hat die Kirche mit ihren Fastenzeiten den Ernährungsplan vorgegeben, heute fehlt so ein moralisches Grundgerüst.

Ja natürlich. Es gab früher 141 Fastentage im Jahr, die von der Kirche vorgegeben wurden. Die hat man zwar nicht immer eingehalten, aber mit dem Schwinden des christlichen Glaubens in den letzten Jahrhunderten muss das spirituelle Bedürfnis einen anderen Ort finden. Das 20. Jahrhundert hat die politischen Utopien religiös besetzt. Diese Utopien sind alle gescheitert mit Hunderten und Millionen von Toten – aber der Wunsch nach einer Religiosität ist geblieben.

Heute ist das Essen religiös besetzt. Darum erwarten wir heute von einem guten Essen oder von einem gesunden Essen wenn schon nicht die Unsterblichkeit, so doch zumindest ein vorbildliches langes glückliches Leben.

Erklärt das auch den Wunsch nach Selbstoptimierung übers Essen?

Ja, und das Ganze ist tatsächlich religiös kontaminiert. Essen muss heute Erlösung versprechen. Es gilt: „Du bist, was du isst.“

Warum nimmt Essen in unserer Gesellschaft heute so einen hohen Stellenwert ein und warum ist es den Menschen so wichtig, zu thematisieren, was sie warum essen?

Lange Zeit war Essen hauptsächlich traditionsgebunden. Aber heute ist Essen zu einem Ausdruck des Lebensstils geworden. Ich präsentiere damit meine Werte und Überzeugungen, ich inszeniere meine Identität. Wenn Sie es böse formulieren wollten, könnten Sie auch sagen: Essen ist Teil des Selbstmarketings geworden. Früher war die Ernährung schichtabhängig. Inzwischen ist sie das zwar weniger, aber immer noch inszenieren sich die „Bessergestellten“ über gesundes Essen inszenieren.

Mit Kindern zusammen zu kochen oder das Essen auszuwählen, ist grundlegend für eine spätere gesunde Ernährung | Bild: Getty

Kann ich meine Kinder denn überhaupt zu gesunden Essern erziehen?

Ja, in dem Augenblick in dem sie beteiligt werden. Wenn Essen ein partizipativer Prozess ist, dann kann das gelingen.

Sie sagen Zucker sei überlebenswichtig für die Menschheit gewesen, allerdings kam er ja lange nicht in raffinierter Form vor. Heute ist alles überzuckert, vom Kinderjoghurt über Cornflakes… Wie kann ich meine Kinder klug an das Thema Süßigkeiten heranführen?

Es ist eine genetische Programmierung, dass wir Zucker lieben. Zum einen heißt Zucker, etwas ist nicht giftig. Und Zucker ist – wie Fett – energiedicht. Wir haben einen genetischen Überlebensdrang der sagt: Iss möglichst viel, wenn es verfügbar ist und möglichst viel Süßes und Fettes, weil das viel Energie gibt. Ohne diese angefutterten Zucker- und Fettreserven hätte die Spezies Mensch die immer wieder auftretenden Phasen des Hungers nicht überstanden. Zucker ist also das Symbol des Überlebens, wie Fett übrigens auch.

Man sollte Kindern Süßigkeiten nicht verwehren, sondern einen regulierten Umgang damit einüben. Süßes kann durchaus auch einmal eine Belohnung sein. Man sollte als Eltern gelassen sein bei dem Thema und nicht hysterisch. Wenn man den Kindern Zucker als Lebensmittel verbietet, wird das Verlangen danach gesteigert. Das Verbotene ist das Erstrebenswerte. Das Verbot schafft erst das Begehren.

Das kennen wir ja aus unserer eigenen Kindheit…

Genau! Deshalb ist die Regulation ganz wichtig. Und was die überzuckerten Lebensmittel für Kinder betrifft – das  ändert sich gerade dramatisch. Bei der letzten Internationalen Süßigkeitenmesse in Köln, da gab es kaum noch eine Süßigkeit die nicht mit „proteinreich“ oder „zuckerreduziert“ beworben wurde. Sie müssen nur an die Müslis von Dr. Oetker denken: das bestverkaufte ist inzwischen das mit dem geringsten Zuckergehalt.

Es gibt eine unglaubliche Transformation, was die Industrie betrifft, was den Handel betrifft, aber auch die Verbraucher. Die Industrie weiß genau, wenn sie hier nicht reduziert und sich nicht anpasst, verliert sie ihre Kundschaft. Das ist ein radikaler Wandel. Es wird sich noch einiges ändern. Zum Beispiel gab es auch einen Vortrag darüber, dass es in 20 Jahren keine Tiefkühlkost mehr geben wird, einfach weil es nicht ökologisch ist. Die Tiefkühltruhen gehören der Vergangenheit an. Sie können sich nicht vorstellen, wie in der Lebensmittelindustrie über Nachhaltigkeit nachgedacht wird. Das Hauptthema in der Lebensmittelindustrie ist im Moment Nachhaltigkeit.

Das macht Hoffnung, oder?

Ja, das macht Hoffnung und es macht auch Sinn. Denn überspitzt formuliert: Die Käufer der Tiefkühlpizza sterben aus. Die Millenials sind nicht mehr bereit Tiefkühlpizza zu kaufen, sondern machen sie lieber selbst. Der Anteil der qualitätsbewussten Esser steigt massiv. Er lag vor einigen Jahren bei fünf Prozent und liegt mittlerweile bei 20 Prozent – und er wird weiter steigen. Supermarktketten wie Aldi und Co. mussten Bioprodukte in ihr Sortiment aufnehmen, weil sie sonst nicht mehr marktfähig gewesen wären. Aldi ist inzwischen der größte Anbieter von Biolebensmitteln in Deutschland.

Ist denn der Umgang mit Lebensmitteln oder ob zuhause gekocht wird wichtig für die Prägung des späteren Essverhaltens?

Ja, absolut. Es gibt eine Langzeitstudie dazu die besagt, wenn Drei- bis Vierjährige an der Auswahl und der Zubereitung von Lebensmitteln beteiligt werden, ernähren sie sich 20 Jahre später als junge Erwachsene besser. Das hat grundlegende Effekte.

Also ist es sinnvoll gemeinsam mit den Kindern etwas zuzubereiten, das ihnen auch schmeckt, und sei es Pizza oder Hamburger? Es muss demnach nicht zwingend etwas Gesundes sein?

Nein, die Hauptsache ist, dass sie beteiligt werden und im Supermarkt mit auswählen dürfen. Wichtig ist, dass sie gefragt werden: Was wollen wir heute abend essen? Und dass sie bei der Zubereitung mithelfen können – dann sind sie kompetente „Ernährungswissenschaftler“.

Und woran liegt es, dass so viele Kinder immer noch nicht wissen wo die Milch herkommt, oder wie ein Brokkoli aussieht?

Das kann man aus meiner Sicht ganz einfach erklären: Vor 100 Jahren waren in Deutschland über 80 Prozent der Menschen Bauern, und jetzt sind es weniger als 5 Prozent und es werden immer weniger – mit abnehmender Tendenz. Es hat eine Entfremdung stattgefunden von der Wertschöpfungskette der Lebensmittel, weil wir sie nicht mehr selbst herstellen. Daraus folgt, dass wir Kinder aktiv an die Nahrungsmittelproduktion heranführen müssen. Man kann zum Beispiel ein paar Hochbeete auf der Terrasse anlegen, einen Bauernhof besichtigen… Das ist extrem wichtig.

Auch auf kleinem Raum können Kinder Gemüse anpflanzen | Bild: Getty

Wollen Sie damit sagen, jedes Kind sollte am besten einmal selber eine Karotte aus der Erde gezogen haben…?

Exakt. In meiner Kindheit empfand ich dabei ein absolutes Glücksgefühl. Das war ein wunderbarer Augenblick. Und genau das müssen wir sozusagen wieder herstellen. Aber ein Hochbeet auf dem Balkon reicht dazu völlig aus.

Wie halten Sie es mit Ihren eigenen Kindern, wenn Sie so viel über Essen und Psychologie des Essens nachdenken.

Ich rate zur Gelassenheit. Wenn schönes Wetter ist, dann gehen wir ein Eis essen und da denke ich nicht darüber nach, ob das nun Zucker ist oder nicht. Gelassenheit ist wichtig, und auch eine gewisse Beweglichkeit und möglichst keine Fundamentalisierung. Natürlich sage ich zu meinen Kindern auch, dass sie nicht nur Zucker essen können.

Hat es denn negative Auswirkungen auf die Kinder wenn Eltern beim Essen sehr restriktiv sind? Entwickeln sich Kinder dann schlimmsten Fall genau in die andere Richtung?

Ja, das Verbot löst das genaue Gegenteil aus, dazu gibt es auch empirische Studien. Wenn ich einem Kind verbiete Zucker zu essen und es ist zum Beispiel auf einem Kindergeburtstag wo es Kuchen gibt, dann isst es so viel bis es Erbrechen muss. Das Verbot löst den Widerstand aus und es kommt zum Exzess. Das ist aber keine Regulation wie sie sich Eltern wünschen. Wichtig ist, den Kindern eine Selbstregulation zu vermitteln. Ich kann das aus meinem privaten Bereich erzählen: Ich war vor einigen Tagen mit meinen Kindern Eis essen und nach einiger Zeit hatten sie einfach genug und haben den Rest des Eises weggeworfen. Das ist Selbstregulation. Wenn wir ihnen das verbieten würde, würden sie alles aufessen.

Das heißt, die Selbstregulation ist da bei den Kindern als natürliche Funktion?

Ja, sie ist da – wenn man nicht zu sehr eingreift.

 

Zur Person: 

C KlotterChristoph Klotter ist Ernährungspsychologe und Psychotherapeut. Seit 2001 lehrt er an der Hochschule Fulda im Fachbereich Ökotrophologie und hat mehrere Studien zum Thema Adipositas veröffentlicht. Mit seiner Familie lebt er in Berlin.

 

Bilder: Gettyimages (4), privat (1)

Schlafanzüge für Kinder: 24 traumhafte Modelle

Ein gemütlicher Schlafanzug ist die Basis für guten Schlaf und süße Träume. Dieses Wohlgefühl ist für Kinder ebenso wichtig wie für Erwachsene. Die Kleinen verbrauchen tagsüber viel Energie und müssen in der Nacht ihre „Batterien“ wieder neu laden. Die folgenden  Schlafanzüge für Kinder sind die schönsten, die gerade im Web zu finden sind.

Schlafanzüge: Die wichtigsten Eigenschaften

Augen zu und endlich Entspannung. Für eine gute Schlafqualität bei Kindern ist vieles wichtig, von der Raumtemperatur bis zur Nachtkleidung. Worauf sollte man also achten? Kinder sind etwas empfindlicher und in gewissen Dingen anspruchsvoller, vor allem was den Tragekomfort von Nachtwäsche betrifft. Was zwickt oder sich unangenehm anfühlt, wird nicht angezogen. Außerdem neigen Kinder dazu, sich in der Nacht viel zu bewegen. Es ist also klar: Kinder brauchen einen Pyjama der gemütlich ist und höchsten Tragekomfort hat.

Wie Erwachsene auch, schwitzen Kinder im Schlaf. Aus diesem Grund brauchen sie Nachtwäsche, die aus rein natürlichen Fasern hergestellt ist. Synthetische Stoffe können Reizungen oder  Hautprobleme zusätzlich verstärken.  Das beste Material für das ganze Jahr ist Baumwolle. Dieser Stoff wird mit überwiegend unbedenklichen Zusatzstoffen verarbeitet, ist leicht und atmungsaktiv.

Keine störenden Elemente am Schlafanzug

Dekorationen sind noch etwas auf das man bei Pyjamas und Co. achten muss. Große Knöpfe und lange Bänder oder Schleifen können die Bewegung der Kleinen einschränken oderschmerzhafte Abdrücke auf der Haut hinterlassen. Daher besser Pyjamas auswählen, die nicht so viele dekorative Elemente haben. So fühlen sich eure Kinder abends im Bett wohl und finden leichter zur Ruhe.

Schlafanzüge für Kinder: Die schönsten 24 Modelle

Einfarbig oder bunt, mit langen oder kurzen Hosen, lustig oder romantisch: die Auswahl bei den Schlafanzügen für Kinder ist riesig. Hier findet ihr die Modelle, die uns zum Träumen gebracht haben…

Schlafanzüge für Jungen

Kleine und große Prints sind auf diesen Schlafanzügen zu finden. Mit wilden Tieren, Dinos und Ninjas wird jeder Geschmack getroffen. Einer unserer Lieblinge ist das 2-teilige Set von Everything Must Change mit Rakete auf der Vorderseite… Für intergalaktische Träume!

Unisex Schlafanzüge

Eure Kinder werden schlafen wie die Murmeltiere in diesen schlichten Pyjamas. Für größere, die sich schon ein wenig „erwachsen“ fühlen, sind diese Teile mit einfarbigen oder mit dezenten Mustern die richtigen. Das Modell von Liewood aus reiner Bio-Baumwolle mit kleinen, gezeichneten Federn ist wirklich ein Sahnestück.

Schlafanzüge für Mädchen

Blumen, Herzen oder Prinzessinnen: diese Schlafanzüge sind süßer als Zucker. Ob in kurzer oder langer Version, werden sie die Kleinen bei jeder Pyjama-Party strahlen lassen. Uns gefällt das Model von Pureté Du… Bébé aus Bio Baumwolle mit Schleife und mit Blumen, die uns sofort in Frühlingsstimmung versetzen.

Für besonders Romantische sind diese Modelle passend! Details wie Makramée, Stickereien, Appliqués und Rüschen machen diese Modelle zu etwas ganz Besonderem. Die Schlafanzüge von Amiki Children haben es uns dabei besonders angetan. Die Marke aus Estland setzt auf nostalgische Romantik und zeigt es gerne bei allen Produkten.

Alle Bilder: Amiki Children

Uhr lesen: So hilfst du deinem Kind, die Uhrzeit zu lernen

Die Uhr lesen zu lernen ist ein wichtiger Schritt für Kinder. Wenn sie euch ständig fragen „Wie viel Uhr ist es?“, ist es Zeit ihnen zu zeigen, wie sie die Uhr selber lesen. Hier kommen ein paar Tipps und Helfer, die nützlich sind, um mit euren Kindern zu üben.

Ab wann kann mein Kind Uhr lesen lernen?

Für alle die Eltern kommt irgendwann die Zeit, um den eigenen Kindern die Uhrzeit zu erklären. Sie wissen ja schon, dass es alles andere als einfach ist, aber ist es am Ende fast ein Muss, um das Kind zu mehr Selbständigkeit zu zu erziehen. Wann erkenne ich den richtigen Zeitpunkt? Eine die Grundvoraussetzungen zum Erlernen der Uhr ist das Erkennen der Zahlen von 1 bis 12. Dies ist von Kind zu Kind unterschiedlich, aber die meisten Kinder erreichen diese Fähigkeit erst zwischen dem 6. und 7. Lebensjahr. Auch entwickeln sie dann erst ein gewisses Zeitverständnis. Man kann trotzdem schon kurz vor dem Schuleintritt probieren und gucken ob es mit unseren Tipps klappt! Eine erste Armbanduhr ist also zur Einschulung das perfekte Geschenk.

Lernuhr selber basteln

Am Besten beginnt man damit, ein großes Ziffernblatt mit Zeigern zu basteln. So könnt ihr Uhrzeiten einstellen und eurem Kind die Einzelteile der Uhr erklären. Für eine DIY Lernuhr  benötigt ihr festes Papier, Stifte, Schere und eine Musterklammer. Wenn ihr das Papier in Form von einem Kreis und von zwei Zeigern ausgeschnitten habt, dann könnt ihr die Zahlen von 1 bis 12 malen. Am Ende müsst ihr die Zeiger mit der Musterklammer befestigen… Et voilà, das Ziffernblatt ist fertig!

Lernuhr basteln

Lernuhr  kaufen

Wenn Euch (oder Euren Kindern) die kreative Ader fehlt, könnt ihr natürlich auch eine Lernuhr kaufen. Die folgenden sind nicht nur funktional, sondern auch sehr dekorativ.

Hier oben findet ihr unsere Favoriten in Thema Lernuhr. Mit einem coolen Design und einer Hingucker Optik passen in allen der modernen Kinderzimmer. Die einige mit Tafel sind natürlich einen Schritt voraus!

Uhr lernen in zwei Schritten

1. Der Unterschied zwischen großem und kleinem Zeiger

Zuerst wird erklärt, was die zwei Zeiger bedeuten. Der große Zeiger zeigt die „volle Stunde“, während der kleine Zeiger die Teile von dieser vollen Stunde anzeigt – die Minuten. Wichtig ist am Anfang bei dem 12 Stunden-Konzept zu bleiben, damit es für die Kinder nicht zu unübersichtlich wird.

2. Uhr lesen in halben Stunden und Viertelstunden

Wenn das Kind die „volle Stunde“ verstanden hat, dann ist es Zeit weiter mit Halb- und Viertelschritten zu arbeiten. Mit der Hilfe von dem gebastelten Zifferblatt zeigt ihr mit dem großen Zeiger auf die 2 und belasst den kleinen Zeiger auf der 6. So erklärt ihr, dass es immer „die halbe Stunde“ ist, wenn der kleine Zeiger auf der 6 steht. Dann lasst ihr es euer Kind selber machen und auch ansagen – erst „halb“ sagen, und dann die Zahl auf die der große Zeiger zeigt. Funktioniert auch in gleicher Weise für die Viertelstunden: erst zeigt ihr auf die 9 oder 3 und dann auf die Stunde. Mit dem Zusatz „vor“ oder „nach“ lernt euer Kind dann die Viertelstunden.

Sobald das Kind dies alles verstanden hat, lasst es die Uhr selbst einstellen und die Zeit ablesen. Es braucht bestimmt mehrere Tage um zu üben und wahrscheinlich verliert es auch mal die Lust. Wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Kind alles im Griff hat, dann könnt ihr euch an die Minuten machen. Es muss aber natürlich bis 60 zählen können!

Die Uhrzeit zu lernen: coole Helfer

Natürlich kann der ganze Prozess auf spielerische Art und Weise viel mehr Spaß machen. In der Tat kommen Bücher, Spielzeuge und sogar Apps zur Hilfe. Hier kommen unsere Lieblinge um die Uhr lesen lernen zu unterstützen!

Lern die Uhr mit Büchern

Diese Bücher bieten anschauliche Unterstützung auf dem Weg, die Uhrzeit zu lernen. Mit tollen Bildern und deutlichen Erklärungen sind sie geeignet für Kinder unterschiedlichen Alters.

Mit Spielen die Uhrzeit lernen

Noch unterhaltsamer wird das Lernen der Uhrzeit, wenn es auf spielerische Weise passiert. Zum Glück gibt es diese Spiele! Zwischen Puzzle und Lernspielen werden auch schon Kinder im Kindergartenalter an das Thema Uhr herangeführt.