Experteninterview: Was ist guter Schulsport?

Kinder bewegen sich von Natur aus gern – aber nicht unbedingt beim Schulsport. Woran liegt es, dass gerade diese Schulstunden vielfach unbeliebt sind? Und müsste das Schulsporttrauma, das völkerballgeplagte Elterngenerationen haben, nicht längst der Vergangenheit angehören?

Wir haben einen Profi dazu interviewt, wie guter Schulsport aussehen soll und warum sich unsere Kinder generell zu wenig bewegen.

Frau Dr. Guardiera, Sie unterrichten zukünftige Sportlehrkräfte an der renommierten Sporthochschule Köln. Was sind eigentlich die erzieherischen Grundlagen für den Schulsport?

Dr. Petra Guardiera: Ich kann in erster Linie für das Bundesland Nordrhein-Westfalen sprechen, wo wir tatsächlich einen erzieherischen Schulsport verfolgen. Hier steht also nicht nur die reine Vermittlung von Sportarten im Vordergrund, sondern es werden auch pädagogische Anliegen transportiert. Um das an einem Beispiel etwas anschaulicher zu machen: Eines der pädagogischen Ziele heißt „Etwas wagen und verantworten“. Dabei geht es darum, Mut und Angst mit den Schülerinnen und Schülern zu thematisieren.

Also: Ich habe Angst, die Kletterwand bis ganz nach oben zu klettern oder aus dem Handstützüberschlag über den Kasten zu springen. Es wird besprochen, was Ängste sind, woher sie kommen, wie man ihnen begegnen kann. Aber auch wie es ist, sie zu überwinden, über seine Grenzen hinauszugehen und dafür wiederum die Verantwortung zu übernehmen.

Aber nach dem, was ich im Bekanntenkreis höre, hat sich noch nicht viel im Sportunterricht geändert. Oft wird sogar noch in Mannschaften gewählt, wobei die Schwächeren natürlich immer den Kürzeren ziehen, was wie ein Freischein zum Mobbing ist! Sind das nur Einzelfälle?

Also meines Erachtens sind das nur Momentaufnahmen. Ich komme selbst aus dem Schuldienst und habe mein Referendariat zu Beginn der 2000er gemacht, und schon da war lange klar, dass das Wählen in Mannschaften keine Option ist. Das ist nichts, was wir unseren Studierenden mit auf den Weg geben wollen. Im Gegenteil: Wir möchten das unbedingt aufbrechen!

Man darf allerdings nicht vergessen: Viele unserer Studierenden bringen eine eigene Sportlerbiografie mit. Das unterscheidet sie von anderen Lehramtsstudenten. Vielleicht kennen einige unserer Studierenden das Wählen in Mannschaften noch aus ihrem eigenen Sportalltag und es ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Aber wir arbeiten daran, dass sich solche Gewohnheiten nicht in den beruflichen Alltag übertragen. Niemand verfolgt im Sportunterricht das Ziel, jemanden über das Wählen bloßzustellen. Das ist ein Problem, das allen bekannt ist.

Völkerball stand kürzlich ebenfalls in der Kritik. Es sei Mobbing im Sport. Wurde das bei Ihnen diskutiert?

Ja, das wurde diskutiert. Völkerball ist grundsätzlich ein Spiel wie viele andere auch. Die Spielidee ist, Punkte zu erzielen, indem man den Gegner abwirft. Aber natürlich ist die Frage, wie das Spiel im Unterricht inszeniert wird. Wenn ich mit meinen Schülerinnen und Schülern unreflektiert Völkerball spiele und es dazu kommt, dass die immer gleichen Kinder vermehrt abgeworfen, in die Ecke gedrängt und zu „Abwurfopfern“ werden, dann darf ich das als Lehrkraft nicht so laufen lassen.

In dieser Situation sind meine pädagogischen Fähigkeiten gefragt, um einer möglichen Mobbing-Problematik frühzeitig vorzubeugen. Es gibt heute ganz viele Varianten von Völkerball, die genau diese Problematik aufbrechen und allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sinnvoll am Spielgeschehen teilzuhaben.

Sport wäre doch eigentlich eine gute Möglichkeit, den Mannschaftsgedanken zu fördern, Fair Play zu üben und jeglichen Mobbingtendenzen ganz bewusst entgegenzuwirken. Wird das im Sportunterricht aktiv gefördert?

Ja natürlich, es gibt beispielsweise Spielvermittlungsmodelle, die besonders an kooperativen Prozessen der Spielgestaltung ausgerichtet sind. Ein solches Modell ist etwa „Teaching Games for Understanding“. Aber auch im Rahmen der eingangs benannten pädagogischen Anliegen eines erziehenden Sportunterrichts geht es ausdrücklich darum zu kooperieren, um die Wette zu kämpfen und sich mit seinen Mannschaftskollegen zu verständigen. Es ist im Sportunterricht ganz wesentlich, mit den Schülerinnen und Schülern zu besprechen, wie wichtig Kooperation ist, um als Mannschaft gemeinsam zum Ziel zu kommen.

Viele dieser Punkte sind in unserem Lehrplan fest verankert, und wir arbeiten mit unseren Studierenden daran, dass sie auch im Sportunterricht im Vordergrund stehen.

Kommen wir zu einem Problem, das die neuen Schülergenerationen generell betrifft. Die Kinder bewegen sich zu wenig. Wie viele Stunden Sport würden Sie sich in der Schule wünschen?

Das ist meine persönliche Meinung, aber es gibt auch Studien dazu, die die tägliche Sportstunde befürworten. Dem würde ich mich anschließen. Ein tägliches Bewegungsangebot für Schülerinnen und Schüler ist sinnvoll, auch weil Schule sich verändert hat. Schülerinnen und Schüler sind oft bis spät am Nachmittag in der Schule, und es würde sich beispielsweise anbieten, die tägliche Sportstunde zu verankern, um den Schulalltag zu rhythmisieren.

Was sollte ein guter Sportlehrer Ihrer Meinung nach mitbringen, damit das Schulsporttrauma endlich der Vergangenheit angehört?

Er oder sie sollte die Fähigkeit mitbringen, aus der Rolle des Sportlers herauszutreten und die Rolle des Sportlehrers einzunehmen. Diejenigen, die sich für ein Sportstudium entscheiden, sind die Sportaffinen. Also genau diejenigen, die auch als erste in eine Mannschaft gewählt worden wären.

Wir versuchen in der Lehrerausbildung ganz intensiv an diesem Perspektivwechsel zu arbeiten. Dabei gehen wir darauf ein, dass die Lerngruppen, die ein Sportlehrer im Unterricht vorfindet, heterogen sind. Ein Sportlehrer muss versuchen, mit dieser Vielfalt umzugehen. Gerade Schülerinnen und Schüler, die nicht vom Sport begeistert sind oder schon Misserfolge verbucht haben, sich nicht viel zutrauen oder sich selbst für unsportlich halten, müssen im Sportunterricht die Möglichkeit bekommen, das Sporttreiben beziehungsweise das Sich-Bewegen doch als etwas Sinnvolles zu erleben. Ich muss ein Angebot machen, das diese Schülerinnen und Schüler wieder zum Sporttreiben motiviert. Das schaffe ich nur, indem ich mit ihnen über ihr sportliches Tun spreche, versuche, die Problematik zu erkennen und sie am Ende nicht schlicht zu sportlichen Höchstleistungen zwinge.

Zur Person:

Dr. Petra Guardiera ist Oberstudienrätin an der Sporthochschule Köln. Sie leitet den Studiengang Bildungswissenschaften in der Abteilung Schulsport und Schulentwicklung und bildet Lehramtsstudierende aus.

 

 

Mit welchem Spielzeug ihr eure Kinder zuhause zu mehr Bewegung animieren könnt, erfahrt ihr hier.

Bilder: Gettyimages, privat (1)

DIY: Mobiles aus Wolle und Papier für die Wanddeko

Wandschmuck fürs Kinderzimmer: Wenn ihr die Wände im Kinderzimmer gerne mit handgemachten Dingen dekorieren wollt, haben wir hier das Richtige für euch: kreative Mobiles zum Selberbasteln. Einmal mit Pompons, einmal aus Papier.

Besonders im Kinderzimmer können oft ungewollt Klischees in den üblichen Pastellfarben oder Tapeten mit einschlägigen Mustern das Bild bestimmen. Wer es eher minimalistisch liebt, aber nicht auf ein wenig Dekoration an den Wänden verzichten will, für den ist vielleicht ein schönes Mobile die Lösung.

Wir haben zwei schöne Ideen für die Dekoration des Kinderzimmers oder vielleicht sogar für eine Wohnzimmerwand…

Mobile mit Pompoms aus Wolle

Was du brauchst:

  • Schere
  • Pappe mind. 3 mm stark
  • Wolle
  • Schnur
  • Ast

 

Schneide die Pappe 6 x 10 cm zu und in der Mitte 6 cm x 0,5 cm heraus. In diesen Schlitz legst du 12 cm Schnur und wickelst nun mindestens 60 Mal mit einer oder verschieden farbigen Wollfäden um die Pappe.

Binde die herumgewickelte Wolle mit der Schnur fest zusammen und schneide mit einer scharfen Schere beide Seiten auf.

Nun kannst du dem Bommel eine Form geben indem du ihm die „Haare“ schneidest, also alle vorstehenden Wollefäden zurechtstutzt. Das geht am einfachsten wenn du ihn flach drückst und einmal im Kreis schneidest. Mache dies von zwei Seiten. Zu guter Letzt knotest du die Bommel an die am Ast befestigte Schnur.

Tipp: Auch den Ast kannst du mit Wolle schmücken.

Dipdye-Mobile aus Papier

Was du brauchst:

  • Schere
  • Klebefilm
  • Bleistift
  • Pinsel
  • Wasserfarbe
  • Löschpapier
  • Schnur
  • Holzstab

So geht’s:

Zeichne mit Bleistift Figuren und Formen auf das Löschpapier und schneide sie aus.

In ein Glas mit etwas Wasser rührst du mit einem Pinsel etwas von der Wasserfarbe ein. Im Prinzip so, als wenn du die Pinsel auswäschst. Halte die Papierformen nun kurz in das bunte Wasser bis sich die Farbe hochsaugt und lege sie dann zum Trocknen auf ein Papier.

Schneide nun unterschiedlich lange Dekoschnüre ab und befestige sie am Rundstab. Wenn die Papierformen getrocknet sind, klebst du sie mit Klebefilm an diese Schnüre. Damit es schöner aussieht, immer mit einer Form das Ende der Schnüre verstecken.

Tipp: Benutze statt nur einer, verschiedene Farben zum Dippen.

Fotos und Konzept: Anneli Anglas Rodriguez

DIY: Bastelanleitung für Smartphone Lautsprecher

Wir müssen nicht immer auf das Smartphone starren. Viel lieber lassen wir es zum Protagonisten analoger DIY-Projekte werden. Hier sind gleich zwei farbenfrohe Ideen für Handy-Speaker – in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und natürlich inklusive Bastelanleitung!

A2_raum

Materialien:
2 große Pappbecher
2 kleine Pappbecher (wie man sie zum Beispiel für Espresso benutzt)
1 Kinderschere oder
1 Cutter (für Erwachsene)
1 Bleistift
Zum Dekorieren: Farben & Pinsel, Klebeband, Sticker, Wollreste, Pompoms…

Anleitung:
1. Fahre den Umfang des kleinen Bechers auf dem großen Becher nach und schneide den aufgemalten Kreis mit der Schere aus oder lass dir von einem Erwachsenen mit einem Cutter helfen.

2. Zeichne den Umfang eines Kopfhörersteckers mittig auf den Boden des großen Bechers und schneide ihn ebenfalls aus.

3. Verziere die Einzelteile wie es dir gefällt und stecke den großen Becher auf den kleinen und die Kopfhörer in die Löcher im Boden. Fertig!

 

Die wesentlich einfachere Variante dieser Lautsprecher wird nur aus einer leeren Toilettenpapierrolle hergestellt.

A3_raum

Materialien:
1 Toilettenpapierrolle
4 Stecknadeln mit großen runden Köpfen
1 Kinderschere oder
1 Cutter (für Erwachsene)
1 Bleistift
Zum Dekorieren: Farben & Pinsel, Klebeband, Sticker, Wollreste, Pompoms…

1. Zeichne die untere Seite deines Smartphones mittig auf der Rolle nach und schneide die Form dann aus.

2. Verziere die Rolle wie es dir gefällt.

3. Als Standfüße stecke vier Pinnwandnägel in die Unterseite der Rolle.

Idee, Produktion & Bilder: Anneli Anglas Rodriguez

Wie viel Medienzeit für Kinder ? Interview mit Patricia Cammarata

In Coronazeiten stieg die tägliche Medienzeit der Kinder rapide an, warnen Experten. Kein Wunder, oder?! Doch wie findet man mit seinen Kinder das richtige Maß, warum bringen zeitliche Begrenzungen wenig und wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Smartphone? Wir haben die Medien-Expertin Patricia Cammarata gefragt…

Frau Cammarata, Medienzeiten im Halbstundenrhythmus zu vereinbaren ist nicht der richtige Weg, sagen Sie in Ihrem Buch „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluß!“. Wie soll man stattdessen vorgehen, damit Kinder nicht unbegrenzt mit den Geräten zugange sind?

Patricia Cammarata: Die Frage ist doch: Warum will man begrenzen? Wenn die Antwort ist: Damit andere Dinge nicht vernachlässigt werden, dann ergibt sich eine Begrenzung, indem man Prioritäten setzt. Erst Schulsachen oder zum Beispiel Sport oder die Aufgaben im gemeinsamen Haushalt, dann Medienzeit.

Wenn die Antwort ist: damit bestimmte Dinge nicht passieren, dann muss man sich fragen, was genau diese Dinge sind, die man befürchtet, und ob man dann nicht eher über Inhalte und Aufklärung nachdenken sollte als über Zeiteinheiten. Das wären jedenfalls für mich die relevanten Leitfragen, die man dann je nach Alter durchspielen kann.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Smartphone?

Wenn das Kind ausreichend aufgeklärt ist. Wenn es etwa weiß, was Cyber-Mobbing ist und wie die dahinterliegenden Mechanismen sind und was man präventiv dagegen tun kann. Wenn es grundlegende Themen wie das Recht am eigenen Bild kennt, wenn es weiß, was Cyber-Grooming ist, wenn es weiß, was Fake-News sind und wie man Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen kann. Wenn es weiß, dass man auch im Internet respektvoll und wertschätzend miteinander umgeht… Es kommt also stark auf die Aufklärungsarbeit der Eltern und der Schule an.

Ab wann etwa können Kinder mit YouTube umgehen?

Ungefähr dann, wenn sie ein eigenes Smartphone haben können (siehe oben). Wenn sie wissen, wie sie mit verstörenden Inhalten umgehen, wenn sie wissen, wie man sich davor schützt, wenn sie wissen, was Geschlechtsstereotypen sind, wenn sie wissen, was Hate-Speech ist…

Ist YouTube Kids wirklich eine Alternative?

Für Drei- bis Sechs- oder Siebenjährige vielleicht. Danach interessieren sich die meisten für YouTube-Influencer, und die sind alle nicht auf YouTube Kids. Das ist dann ziemlich sicher der Moment, in dem Kinder lernen, die App zu umgehen und an die ungefilterten Inhalte zu kommen.

Wann dürfen/können Kinder einen eigenen YouTube-Kanal gründen? Und wenn sie es tun, worauf sollte man achten?

Dazu könnte man ein weiteres Buch schreiben. Die AGB geben nicht ohne Grund 16 als Alter an (mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten geht es schon früher). Es gibt so viel zu beachten, denn Bewegtbildproduktion ist ein sehr komplexes Thema. Welche Musik darf man als Untermalung verwenden? Welche Informationen gibt man unter Umständen versehentlich preis, weil man im Hintergrund persönliche Informationen sieht? Wie geht man mit der Bewertung des Aussehens um? Wen darf man in welcher Situation eigentlich filmen?

Warum ist WhatsApp in Ihren Augen so gefährlich? Und was sind sinnvolle Alternativen?

WhatsApp sammelt exzessiv Daten, wertet sie aus und gibt sie weiter. Dazu zählen neben Telefonnummer, Ländervorwahl, App-Version, Netzwerkcode sowie Geräteinformationen wie Modellnummer und Betriebssystemversion auch Nutzungsdaten wie Registrierungsdatum sowie Art und Häufigkeit der Nutzung. WhatsApp sammelt also Metadaten: Wer wann wie oft mit wem zu welcher Uhrzeit wie lange von wo schreibt.

Was so harmlos klingt, ist ein Milliardengeschäft. Durch Facebooks Monopolposition kann der Konzern schalten und walten, wie er möchte, kann frei bestimmen, wem und zu welchem Preis er Zugang zu den gesammelten Daten gewährt. Alternativen sind Threema und auch die App Wire.

Wahrscheinlich wird es wegen der Verbreitung von WhatsApp schwer, Kinder für einen anderen Messengerdienst zu begeistern. Allerdings sollte man nicht müde werden, diese Alternativen zu benennen und Kindern mindestens klar machen: Du brauchst dich nicht auf einen Messenger beschränken, du kannst auch für 30 Kontakte fünf unterschiedliche haben, und das ist immer noch besser, als ausschließlich WhatsApp zu nutzen.

TikTok – ab welchem Alter kann man den Kindern das erlauben? Was sind die „Gefahren“ von TikTok und/oder SnapChat, was die Vorteile, also etwa der Spaßfaktor?

TikTok hat einen sehr großen Unterhaltungswert. Man kann sich Stunden durch die Timeline scrollen, und weil die Clips so kurz sind, hat man immer das Gefühl „Ach den, den und den noch, dann kommt wieder was Cooles!“, und so ist es auch.

Ich sehe TikTok aber nicht wegen der Sogwirkung oder der möglicherweise verstörenden Inhalte kritisch. Die gibt es auf anderen Plattformen auch. Was ich mit Kindern bei TikTok besprechen würde, wäre eher: „Möchtest du eine Plattform unterstützen und nutzen, die in der Vergangenheit die Reichweite von queeren, behinderten und sogar angeblich ,hässlichen‘ Menschen eingeschränkt hat, um diese Menschen angeblich vor möglichem Mobbing zu schützen?“

Können Sie drei Computerspiele für Vorschüler empfehlen?

Für Vorschüler kann ich alle Apps von TOCA BOCA empfehlen. Generell muss man in diesem Alter darauf achten, dass altersgemäße Inhalte gezeigt werden, dass die Apps bestenfalls keine Werbung und InApp-Käufe beinhalten und nicht unnötig persönliche Daten abfragen und tracken.

Warum hält sich so hartnäckig die Einstellung, dass Computerspielen süchtig und/oder realitätsfremd macht?

Ich befürchte, dass vor allem Menschen, die selbst nicht spielen oder gespielt haben, diese Vorurteile hegen, weil die oft durch diverse Zeitungsartikel transportiert werden. Man liest in der Mainstream-Presse zum Beispiel sehr selten über gute Computerspiele. Ich hoffe, das wird sich zukünftig ändern. So hat der Deutsche Computerspielpreis dieses Jahr erstmalig die Kategorie „Bestes Familienspiel“.

Darüber hinaus würde es schon sehr helfen, wenn man sich selbst mal ein paar Let’s Plays auf YouTube zu dem entsprechenden Spiel anschaut und sich von den Kindern erklären lässt, was sie so fasziniert.

Was tun, wenn das Kind stundenlang Brawl Stars spielt, weil „alle“ in der Klasse es tun und sich zum Gruppenspiel verabreden?

Ich tue mich sehr schwer, diese Frage so zu beantworten. Ist es wirklich stundenlang? Ist es jeden Tag? Werden andere, wichtige Themen vernachlässigt? Warum hat man dabei ein schlechtes Gefühl?

Ich halte speziell Brawl Stars für kein gutes Spiel, aber genau das würde ich mit meinem Kind besprechen. Mache ich mir Sorgen, weil es sehr unter Gruppendruck gerät? Mache ich mir Sorgen wegen möglicher Geldausgaben?

Instagram und Körperbild: Wie mache ich meinen Kindern klar, dass das eine fiktive Welt ist, die (oft) wenig mit der Realität zu tun hat?

Indem man mit ihnen darüber spricht, dass es bei manchen Accounts so ist. Aber auch auf Instagram gibt es nicht nur die utopischen Körperbilder. Es gibt auch Accounts und Hashtags, die Vielfalt zeigen und die genau diese Schönheitsstereotypen nicht reproduzieren. Die sollte man sich gemeinsam mit den Kindern anschauen. Am besten man stellt gleich, wenn Kinder einen Account auf Instagram haben wollen, eine vielfältige Timeline zusammen. Die wächst dann nach und nach, denn in der Regel empfehlen „gute“ Accounts ähnliche Accounts.

Auch darf man den Kindern etwas zutrauen. Im Alter von 13 oder 14 Jahren sind Jugendliche sehr wohl in der Lage zu verstehen, was Inszenierung ist und wie Photoshop funktioniert. Wenn man diese Themen zu Hause bereits thematisiert hat, dann kann man davon ausgehen, dass Jugendliche diese Themen selbst kritisch reflektieren können.

Haben Sie Tipps, wie man Kinder medienfit macht und als Eltern nicht den Anschluss an deren Welt verliert?

„Medienerziehung leicht gemacht“? Das gibt es nicht, aber drei Faustregeln.

  • Erstens: mit der Medienerziehung so früh wie möglich anfangen, nicht erst im Teenageralter.
  • Zweitens: Die Eltern-Kind-Beziehung stabil, offen und vertrauensvoll gestalten, denn sie ist der beste Schutz. Selbst vor den Gefahren des Internets.
  • Drittens: auch Scheitern und Fehler zulassen, aber stets dazulernen!

 

Medienzeit für KinderZur Person:

Diplom-Psychologin Patricia Cammarata
ist Autorin und Podcasterin (u. a. nur30min.de). Seit 2004 schreibt sie unter dasnuf.de ins Internet und das so erfolgreich, dass sie bereits mehrere Preise gewonnen hat. Sie hat ein großes Faible für digitale Themen. Deswegen soll ihr Buch „Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!“ Eltern ermutigen, den Anschluss an die Welt der Kinder und Jugendlichen nicht zu verpassen.

Bilder: Gettyimages (2), privat (1)

Warme Winterpullis für Kinder: 18 farbenfrohe Modelle

Baby, it’s cold outside! Das ist nicht nur der Titel eines berühmten Popsongs, sondern trifft auch auf das Wetter im Winter zu. Jetzt, da die kalte Saison uns im Griff hat, ist es Zeit, in Deckung zu gehen und die richtig warmen Pullover aus dem Schrank zu holen.

Vieles im Kleiderschrank wird den Kindern bestimmt nicht mehr passen, da die Kleinen jedes Jahr aus ihren Sachen herauswachsen. Deshalb stellen wir euch hier eine Auswahl der coolsten Winterpullis für Kinder vor. Viel Spaß und bleibt schön warm!

Für welches Modell soll ich mich entscheiden?

Strickjacken, Pullover, Sweatshirts, Fleecepullover und so weiter und so fort. Die Auswahl an warmer Winterkleidung für Kinder ist wirklich riesig. Funktionalität und Bequemlichkeit sind die wichtigsten Kriterien, um ein gutes Produkt zu wählen. Warm und kuschelig sollten diese Kleidungstücke auf jeden Fall sein. Im Design sind sie so vielseitig, dass es für jeden Anlass und jeden Geschmack das Passende gibt. Mit Knöpfen, Reißverschluss oder einfach als Pulli, sind die Strickwaren ein echtes Must-have bei kaltem Wetter aber auch noch für die erste Frühlingstage. Immer auf der Suche nach den schönsten Trends, die gerade angesagt sind, haben wir hier eine Auswahl an warmen Winterpullis für Kinder, die euch bestimmt begeistern werden.

Lettering: Sweater mit Botschaft

Wörter, Statements und Zitate: diese Pullover haben etwas zu sagen. Sie sind warm und kuschelig, so dass sie bestimmt die neuen Favoriten eurer Kinder werden. Zwischen „Stars“ und „Rock&Roll“ bleibt unser Liebling der Pullover von MC2 Saint Barth, weil wir alle „Superheroes“ sind!

Sonnenschein zum Anziehen: Gelbe Strickpullover

Es gibt nichts besseres als Wintertage, an denen es draußen schön kalt ist, aber Sonnenstrahlen unser Gemüt erwärmen. Diese Strickpullis werden euren Kindern dieses Gefühl geben, sie verbreiten einfach gute Laune! Streifen, ein Sonnenuntergangs-Farbverlauf und warme Töne sind bei unseren Lieblingsoberteilen dabei. Ebenso ein Regenbogen wie beim Pulli von Perfect Moment…

Lustige Stickerei: Humorvolle Pullover

Nimm dich nicht zu ernst! Von Radieschen bis zum Schmetterling – diese Modelle zaubern ein Lächeln auf euer Gesicht. Sie sind einfach perfekt für Schultage und den Alltag dank ihrer Lässigkeit. Wir lieben den Pullover von Il Gufo mit einem zauberhaften Schloss. Nicht nur für kleine Royals …

Lust auf noch mehr kuschelige Momente? Dann schaut euch mal diese extraweiche Kinderbettwäsche an, die eure Kinder im Winter zum schön warm hält … Manche sind auch fürs Elternbett geeignet!

Alle Bilder: Scotch & Soda

Zum Vorlesen: Bilderbücher über Freundschaft und Mut

Manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs oder eine tolle Idee, damit man sich traut. Wir haben Bilderbücher für Kinder von 3 bis 6 Jahren, die Mut machen, das Selbstbewusstsein stärken und über Freundschaft handeln. Viel Spaß beim Lesen!

Für Kinder von 3 bis 5 Jahren:

Mein Weg mit Vanessa

Das bezaubernde Bilderbuch kommt ganz ohne Worte aus um eine sehr wichtige Botschaft weiter zu tragen. Vanessa ist neu in der Schulklasse und fühlt sich unsicher und sichtlich unwohl. Auf dem Nachhauseweg wird sie gehänselt, was von einem anderen Mädchen beobachtet wird. Dieses macht sich Gedanken über die Ungerechtigkeit und wie sie Vanessa das nächste Mal besser helfen kann. Die Lösung ist so einfach wie einleuchtend und wird sofort am nächsten Tag umgesetzt.
Mit comichaften Illustrationen setzt Kerascoët ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Freundschaft und Zusammenhalt, das schon die kleinsten Kinder verstehen können. Hinter dem Pseudonym Kerascoët (ursprünglich der Name eines Ortes in der Bretagne) verbirgt sich das Künstlerehepaar Sébastien Cosset und Marie Pompui. Die beiden wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und leben und arbeiten in Paris.
Kerascoët: Mein Weg mit Vanessa, Aladin Verlag für 13 Euro.

Alfonso, ich kann das nicht

Natalie lernt lesen. Endlich, denn ihr kleiner Bruder Alfonso kann es gar nicht erwarten, bis seine große Schwester ihm jedes Buch vorlesen kann. Doch obwohl Natalie Geschichten und Bücher liebt, fällt ihr das Lesenlernen sehr schwer. Die Buchstaben tanzen immer aus der Reihe und wollen nicht die Wörter bilden, die sie sollen. Natalie ist ganz verzweifelt und Alfonso traurig. Das hatten sich beide anders vorgestellt. Doch Natalie gibt nicht auf und mit etwas Geduld und Hilfe, schafft sie es schließlich doch, die Buchstaben in den Griff zu kriegen.
Kinder, die schnell ungeduldig mit sich selber werden, können sich bestimmt gut in Natalie einfühlen. Zusammen mit der kleinen Protagonistin können sie erkennen, dass ein wenig Übung und Geduld manches leichter macht – und schließlich den gewünschten Erfolg bringt.
Daisy Hirst: Alfonso, ich kann das nicht, Aladin Verlag für 14,95.

Für Kinder von 4 bis 6 Jahren:

Frida Furchtlos lädt zum Tee

Eine Gans steht auf der Speisekarte von vielen wilden Tieren. Doch Frida Furchtlos hat davon wohl noch nie etwas gehört, denn als ein Wolf vor ihr steht und ganz schrecklich laut brüllt lässt sie sich nicht beeindrucken. Nein, sie lädt den Wolf sogar zu einem Tässchen Tee ein. So aus dem Konzept gebracht weiß dieser gar nicht, wie er jetzt reagieren soll. Tee mit der „Beute“? Das gehört sich doch nicht, oder?! Dem Bär, der nächsten Zufallsbekanntschaft von Frida, geht es genauso. Er kann nicht fassen, dass Frida nicht schreiend wegläuft.
Jeder wäre gern so furchtlos, wie die Heldin Frida. Die witzigen Illustrationen und die Erzählweise, die völlig auf einen erhobenen Zeigefinger verzichtet, machen die kleine Geschichte von Danny Baker und Pippa Curnick schnell zu einem Lieblingsbuch.
Danny Baker, Pippa Curnick: Frida Furchtlos lädt zum Tee, ars edition für 15 Euro.

Die kleine Maus und die große Mauer

Warum muss etwas so bleiben, nur weil es schon immer so war? Die Illustratorin Britta Teckentrup berührt mit dem Bilderbuch über die kleine Maus eine Menge philosophischer Fragen und Themen. Vielleicht können Kinder im empfohlenen Lesealter von 4-6 Jahren diese noch nicht in Gänze verstehen, doch „Die kleine Maus und die große Mauer“ ist ein Buch, das bis ins Erwachsenenalter nachwirken kann.
Die kleine Maus wundert sich über die Mauer, die den Lebensraum von ihr und anderen Tieren begrenzt. Zu gern würde sie wissen, was hinter der Mauer ist. Keines der Tiere kann ihr das beantworten –  bis sie auf dem Rücken von einem Vogel mutig die andere Seite erkundet und eine bunte, aufregende Welt entdeckt. Wie schön, wenn man neugierig bleibt.
Britta Teckentrup: Die kleine Maus und die große Mauer, ars edition für 12,99 Euro.

Wir haben Britta Teckentrup interviewt und sie gefragt, wie ein Bilderbuch entsteht und woher sie ihre Ideen bekommt. Mehr über die Illustratorin könnt ihr hier nachlesen. 

 

Schieb den Wal zurück ins Meer!

Es ist kalt und das Meer hat Schnupfen. Aus Versehen niest es einen Wal an den Strand. Nur eine kleine Maus ist da, die Meer und Wal um Hilfe bitten können. Aber der Wal ist viel zu schwer um ihn allein zurück ins Meer zu bringen. Die Maus bittet andere Tiere um Hilfe. Gemeinsam gelingt das scheinbar Unmögliche: der Wal wird zurück ins Meer geschoben.
Die Geschichte von Wal, Meer und Maus ist in Reimen erzählt, was manchmal ganz gut passt, manchmal etwas weniger gut. Trotzdem werden Kinder ihren Spaß haben und die Grundaussage des Buches sofort verstehen: Gemeinsam ist man stark!
Sophie Schoenwald, Lea Johanna Becker: Schieb den Wal zurück ins Meer, Boje Verlag für 13 Euro.

Große Tatzen, kleine Tatzen

Es gehört schon eine große Portion Mut dazu, großen Katzen zu erklären, dass man irgendwie eine von ihnen ist. Kater Simon nimmt es mit Löwe, Gepard, Puma, Panther und sogar dem Tiger auf. Nur mühsam kann er sie alle davon überzeugen, dass er mit zur Familie der Katzen gehört.
Die Illustratorin Galia Bernstein wurde in Israel geboren und wuchs dort auf. 1999 zog sie nach New York um Design zu studieren. Ihre Illustrationen sind realistisch und (trotz Kinderbuch) nicht zu niedlich. Bernstein liefert ein wunderbares Plädoyer über das Anderssein, über Zugehörigkeit – und über den Mut, für seine eigenen Ansichten und Überzeugungen einzustehen.
Galia Bernstein: Große Tatzen, kleine Tatzen, cbj für 13 Euro. 

Mehr lustige Bücher zum Vorlesen findet ihr hier.

Einfach lecker! Heiße Getränke für die Winterzeit

Im Winter sind heiße Getränke ein Muss. So wird es uns auch von innen warm! Ein warmer Kakao für Kinder ist dabei der Standard. Aber wie wäre es mit einem besonderen Warmgetränk für die Weihnachtszeit? Etwas mit winterlichen Gewürzen und einem leckeren Topping? Hier kommen vier köstliche Rezepte.

Keine Lust vor die Tür zu gehen? In dem Punkt sind sich Eltern und Kinder in der kalten Jahreszeit wohl meistens einig. Früh dunkel, mehr Regen als Schnee – und zuhause ist es einfach zu gemütlich! Also verbringen wir den Nachmittag lieber mit einem  schönen Bilderbuch unter der Decke oder schauen den ein oder anderen Weihnachtsfilm für Kinder.  Aber wie kann man es noch kuscheliger machen? Die Antwort finden wir in der Küche. Tatsächlich reichen schon wenige Zutaten aus, köstliche warme Getränke herzustellen. Entspannung und Wohlfühlen ist dann garantiert!

Heiße Getränke für Kinder

An einem typischen Winternachmittag sollte ein warmes Getränk nicht fehlen. Wir Erwachsenen greifen gerne zu Kaffe mit Milchschaum, Kinder bekommen meistens Kakao. Aber es gibt auch warme Getränke, die das Immunsystem stärken und gleichzeitig den Gaumen entzücken.

Pumpkin Spice Latte

Pumpkin Spice Latte

Beginnen wir mit einem traditionellen Rezept aus den USA, das sich inzwischen über die ganze Welt verbreitet hat. Die Hauptzutat ist hier tatsächlich Kürbis, ein Klassiker in der kalten Jahreszeit. So wird dieses Getränk zubereitet:

  • Kokosnussmilch
  • Kürbispüree (schmeckt am besten selbstgemacht)
  • Ahornsirup
  • Vanilleextrakt
  • Gewürze (wie Zimt, Muskatnuss und Ingwer)

Für das Kürbispüree braucht es ein wenig Vorbereitung, aber man kann es vielseitig verwenden. Darum lohnt sich die Mühe. Den Kürbis je nach Sorte evtl. schälen, im Ofen gar backen ohne weitere Zutaten und dann pürieren. Für den Pumpkin Spice Latte gebt ihr dann einen Teil des Kürbispürees mit den restlichen Zutaten in einen Topf.  Mit dem Schneebesen vermischen und langsam erhitzen, bis die Mischung kurz aufkocht. Dabei immer ein wenig rühren. In Tassen füllen und geniessen!

Heisser Zimt Apfel Punsch

Heisser Zimt Apfel Punsch

Punsch ist ein weiteres typisches Wintergetränk. Es wird oft mit Alkohol hergestellt, aber es gibt auch alkoholfreie Varianten, die für Kinder geeignet sind. Der Prozess für diesen ausgezeichneten Punsch ist nicht zu kompliziert und die Zutaten sind einfach und natürlich.

Für 750ml:

  • 10 mittelgroße Äpfel
  • 100g Zucker
  • 4 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • 1 großes Stück Orangenschale einer unbehandelten Bio-Orange

Die Äpfel abwaschen und vierteln, in einen großen Topf geben und so viel Wasser in den Topf füllen, dass die Äpfel bedeckt sind. Dann den Zucker darüber geben.

Die Zimtstangen samt Sternanis in einen Teebeutel geben und mit der Orangenschale ebenfalls in den Topf legen. Wer keinen Teefilter hat, kann die Zimtstangen auch zusammenbinden und den Äpfeln hinzufügen.

Zum Kochen bringen und ca. eine Stunde lang unbedeckt weiter kochen, dabei ab und an umrühren und die Äpfel gegen Ende der Zeit mit dem Holzlöffel schon mal leicht brechen.

Die Hitze dann herunterschalten und alles 2 Stunden lang (dieses mal bedeckelt) weiterköcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Zimt-Sternanis Beutel entnehmen und die Äpfel gut durchpürieren oder zerstampfen. Durch ein feines Sieb geben, dann in Flaschen füllen und bis zu eine Woche lang im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren kurz erhitzen.

Heiße weiße Schokolade mit Spekulatius

Heiße Schokolade mit Spekulatius

Eines der beliebtesten Heißgetränke im Winter ist die heiße Schokolade. Hier zur Abwechslung mal in der Variante mit weißer Schokolade. Kinder werden es lieben! Hier sind die Zutaten.

Für 2 Tassen

  • 300 ml Milch
  • 80 g weiße Schokolade
  • Spekulatius-Gewürz
  • Schlagsahne
  • Spekulatius

Die weiße Schokolade mit einem Messer in kleine Stücke teilen. Die Milch in einem Topf erhitzen, die Schokolade unterrühren bis sie sich verflüssigt hat. Spekulatius-Gewürz nach Geschmack hinzugeben und alles gut verrühren. Die heiße Schokolade in eine Tasse füllen, darauf eine Haube Schlagsahne setzen und mit ein paar Stücken Spekulatius toppen.

Kurkuma Chai Latte

Kurkuma Chai Latte

Ein Energieschub! Dieses Heißgetränk hat die Farbe der Sonne und hat große Vorteile für die Gesundheit der Kinder. Dank Kurkuma und Ingwer wird diese Chai Latte zu einem echten Verstärker für das Immunsystem.

Für 4-5 Tassen

  • 15g frischer Kurkuma
  • 10g Ingwer
  • 400ml Wasser
  • 3 Beutel schwarzer Tee
  • 7 schwarze Pfefferkörner
  • 4 Kardamomkapseln
  • 1 Zimtstange
  • 30g Kandis (oder alternatives Süßungsmittel)
  • 200ml Milch (hier schmeckt auch Hafermilch ganz wunderbar)
  • 1 Prise Muskatnuss

Kurkuma und Ingwer schälen und fein reiben. Wasser erhitzen, Tee damit überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Teebeutel herausnehmen. Pfeffer und Kardamom im Mörser leicht anstoßen und zusammen mit Zimtstange bei mittlerer Hitze im Topf leicht anrösten, bis es anfängt zu duften. Mit Tee ablöschen, Kurkuma, Ingwer und Kandis dazugeben und bei niedriger Hitze mit Deckel ca. 15–20 Minuten ziehen lassen, sodass sich der Kandis löst. Durch ein Sieb gießen, um die Gewürze zu entfernen. Zuletzt mit etwas geriebener Muskatnuss würzen. Natürlich heiß servieren!
Wichtig: Damit Kurkuma bzw. der Wirkstoff Curcumin vom Körper besser aufgenommen werden kann, benötigt es tatsächlich die Zugabe von schwarzem Pfeffer und Fett, hier in Form von Kuhmilch. Für eine vegane Variante müsste also je nach Wahl der Pflanzenmilch noch etwas Fett hinzugegeben werden. Und in der Menge des Pfeffers könnt ihr natürlich variieren, so dass es euren Kindern vielleicht sogar auch schmeckt.

Diese Getränke sind natürlich eine gute Ergänzung zu Weihnachtskeksen. Hier ist also ein Rezept, das besonders schmackhaft ist!

Teaser- und Sliderbild: @Unsplash

Geschenke verpacken: 3 DIY Ideen für Weihnachten

Geschenke verpacken ist nicht für alle der größte Spaß – meistens geschieht es deshalb auf den letzten Drücker. Doof, wenn man dann merkt, dass das Papier nicht mehr reicht oder das Schleifenband verbraucht ist. Wir gehen das Thema diesmal rechtzeitig an und liefern euch hier ein paar Ideen, die mit wenigen Mitteln umzusetzen sind!

DIY Tutorial: Geschenke verpacken ganz einfach

Unsere Beispiele funktionieren mit wenigen Mitteln – vielleicht habt ihr das meiste sogar schon zu Hause! Diese 3 einfachen Ideen für Geschenkverpackungen zeigen wir euch in unserem Video:

Geschenke verpacken im Kreidetafel-Look

Schwarzes Papier und einen Lackstift, mehr braucht ihr dafür nicht! Unsere Beispiele kann man auch umsetzen, wenn man kein Künstler oder Profi im Handlettering ist. Wenn selbst Weihnachtsbaumkugeln zeichnen euch zu kompliziert ist, versucht es doch mit unterschiedlich großen Punkten oder geometrischen Mustern. Weißer Stift auf schwarzem Papier sieht immer gut aus, garantiert!

Geschenke verpacken mit Maskingtape

Wir wissen eigentlich schon gar nicht mehr, wie wir dekoriert haben, bevor es das bunte Papierklebeband aus Japan gab. Man kann damit wunderbar Poster aufhängen, Briefumschläge verkleben oder eben Geschenke dekorieren. Wir haben aus Maskingtape und schwarzem Filzstift einfache Kerzen aufs Papier gebracht. Aber eurer Kreativität sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt!

Anleitung für einfache Geschenktüten

Zuletzt zeigen wir euch im Video, wie ihr aus jedem Papier ganz einfache Geschenktüten basteln könnt. Auch hier kommt wieder Maskintape zum Einsatz! Diese Tüten sind zum Beispiel auch perfekt, um sie für den Adventskalender zu benutzen. Ihr könnt dafür Geschenkpapier nehmen, aber auch Kinderzeichnungen oder alte Magazine wiederverwenden. Geschenktüten wie diese kommen das ganze Jahr über zum Einsatz – etwa, wenn ihr Kleinigkeiten für den Kindergeburtstag einpacken müsst. Es lohnt sich also, einen kleinen Vorrat davon anzulegen!

Zu gerne schauen wir uns übrigens bei Pinterest um auf der Suche nach Ideen – dort sammeln wir auf unserer Luna Magazin Pinterest Seite auch fleißig Inspirationen…

Die Geschichte von Weihnachtsmann, Christkind & Co

Was hat es mit den weihnachtlichen Bräuchen eigentlich auf sich? Warum warten die Kinder mancherorts auf das Christkind, während bei anderen Familien der Weihnachtsmann kommt? Wir haben eine kleine Geschichte der Weihnachtstraditionen und -bräuche für euch zusammengestellt.

6. Dezember: Der Nikolaustag 

Dieser Tag geht zurück auf den Heiligen Nikolaus von Myra. Er taucht schon seit dem 6. Jahrhundert in Legenden auf. In anderen Überlieferungen gibt es noch Abt Nikolaus von Sion, der Bischof von Pinora war. Beide Figuren, die im Laufe der Zeit zu einer verschmolzen, eint in allen Erzählungen ihre Großzügigkeit. Nikolaus hilft besonders den Armen.

Besonders beliebt: Der Nikolaus in Schokoladenform (Foto: Unsplash)

Der Brauch, die Stiefel am Vorabend des Nikolaustages vor die Tür zu stellen, hat folgenden Hintergrund: Ein armer Mann hatte drei Töchter, aber keine Mitgift für sie. Da er die Mädchen nicht verheiraten konnte, beschloss er, sie als Sklavinnen zu verkaufen. Als Nikolaus davon hörte, warf an mehreren Tagen Gold in den Kamin des Hauses, in dem die Familie lebte. Das Gold fiel in die Stiefel und Socken, die dort zum Trocknen hingen. So konnte der hilfsbereite Nikolaus die drei armen Mädchen vor ihrem Schicksal retten.

24. Dezember: Heiligabend – Christkind oder Weihnachtsmann? 

Ursprung des Weihnachtsfestes: Die Geburt des Jesuskindes in einem Stall in Bethlehem (Foto: Pixabay)

An Weihnachten feiern Christen in aller Welt die Geburt Jesu Christi. Der Heiligabend ist der Abend vor Weihnachten. In jener Nacht kam das Jesuskind in einem Stall in Bethlehem auf die Welt, seine Eltern sind Maria und Josef, die in dem Stall bei Ochse und Esel Unterschlupf fanden. Das Christkind ist angelehnt an das Jesuskind und ist vor allem in Süd- und Westdeutschland, in Südtirol und in der deutschsprachigen Schweiz eine Symbolfigur zu Weihnachten. Es wird oft als blond gelocktes Kind mit einem Heiligenschein dargestellt. An Heiligabend kommt das Christkind, ohne gesehen zu werden, und bringt den Kindern Geschenke. Viele Kinder schreiben in der Adventszeit auch Wunschzettel an das Christkind. In manchen Orten gibt es bis heute den Brauch, dass Kinder ihre Post an das Christkind in einem eigenen Weihnachtspostamt aufgeben können.

Der Weihnachtsmann, wie man ihn in den USA kennt: Als Santa Claus mit Rentierschlitten (Foto: Pixabay)

Der Weihnachtsmann, für viele die bekannteste Figur zu Weihnachten, hat genau genommen keinen historischen Hintergrund. Der freundliche ältere Herr im roten Mantel mit dem weißen Rauschebart ist eine reine Erfindung, die aus mehreren Figuren, darunter dem Nikolaus und Knecht Ruprecht, entstand. Besonders in den USA ist er als Santa Claus bekannt: Santa Claus kommt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember mit seinem Rentierschlitten durch die Luft gesaust und wirft die Geschenke für die Familien durch den Schornstein. Auch in Deutschland, besonders in den nördlichen Regionen, ist der Weihnachtsmann sehr populär. In jedem Fall ist er ein spendabler, großherziger Mann, der Menschen eine Freude machen will – besonders denen, die nicht so viel haben.

Slider-Foto: Mike Arney on Unsplash

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