Modetrend Wanderlust: Herbstmode mit Outdoorfeeling

Wenn Stadtmode auf Bergstil trifft entsteht eine echte Explosion von Coolness. Für die Herbst-/Wintersaison haben sich viele Kindermarken vom Thema Wanderlust inspirieren lassen und Kollektionen kreiert, die Streetstyle und Funktionalität verbinden. Viel Spaß beim Stöbern!

Wahre Wanderlust: Outfits mit romantischem Touch

Ob in der Großstadt oder auf dem Lande – die Wanderlust macht sich an beiden Orten breit und findet in den Kleiderschränken der Kinder ihr Zuhause. Aber wie setzt sich der Trend eigentlich zusammen?

@The New Society

Zuerst fällt da die Farbpalette ins Auge – wir sehen ganz klassische Herbstfarben, inspiriert vom Wald und den sich färbenden Blättern. Raum also für sämtliche Grün- und Brauntöne: von Terrakotta über Beige bis Karamell. In Sachen Schnittführung geht es eher bequemer zu. Mit Formen und Silhouetten, die es den Kindern ermöglichen, sich frei zu bewegen. Auch die Stoffe spielen eine wichtige Rolle. Wasserdicht und weich im Griff sind sie praktisch, aber auch angenehm zu tragen.

Trend: Herbstmode in Naturtönen

Outdoor-feeling: die richtigen Accessoires

Ganz klar – dieser Trend sagt: Raus an die frische Luft! Damit es beim Spaziergang spannend bleibt, lasst euch inspirieren von unseren Anregungen für Spielzeug aus der Natur.

Sliderbild: @Bobo Choses
Teaser: @Nadadelazos

K-Pop – Was steckt hinter dem Hype der Teeniebands?

Die neuen Stars im Kinderzimmer heißen Kim Taehyung, Min Yoon-gi oder Changbin und haben alle eines gemeinsam: Sie singen koreanisch. Das versteht hierzulande zwar kaum jemand, wird aber dennoch millionenfach gehört und geklickt.

Das Phänomen K-Pop

Kinder an der Schwelle zur Pubertät sind – wie man häufig noch aus eigener Erfahrung weiß – immer ein bisschen eigen. Aber während man selbst mit Vorliebe langhaarige Rockstars anhimmelte, sind die Idole von heute Boy- und Girlgroups, die höchstens 21 Jahre alt sind und dann nochmal fünf Jahre jünger aussehen. Die Rede ist von K-Pop.

Laut dem Forbes Magazin werden koreanische Bands wie BTS oder Exo inzwischen 20-mal so oft erwähnt wie die amerikanischen Weltstars Justin Bieber und Taylor Swift. Und das nicht nur von Fans aus dem eigenen Land, sondern vor allem von Begeisterten aus Japan, den USA und auch Europa. Die Korea Foundation, die zum koreanischen Ministerium für internationale Beziehungen gehört, gibt an, dass sich die K-Pop-Fanbase mittlerweile auf über 113 Länder erstreckt.

Wie groß der Hype wirklich ist, erfährt man spätestens, wenn man versucht, Konzertkarten für BTS zu ergattern. Die sieben Jungs schafften es (vor Corona), dass die Mercedes Benz Halle in Berlin innerhalb von neun Minuten ausverkauft war. Und das bei einem Ticketpreis von 240 Euro. Als in Südkorea bei McDonalds das BTS-Menü lanciert wurde, standen begeisterte Fans Schlange, um aus BTS-gebrandeten Pappschachteln Chicken McNuggets zu essen. Geehrt wurde die Band auch, als sie bei den diesjährigen Grammy-Awards ihren Hit „Dynamite“ präsentieren durfte und unter anderem in der Today Show zu Gast war.

K-Pop Band
Die K-Pop-Band BTS bei den Grammy Awards im März 2021, wo sie als erste südkoreanische Band ihren nominierten Song „Dynamite“ präsentieren konnten.

Das Internet macht die K-Pop-Stars groß

Ein wichtiger Faktor bei der Verbreitung von K-Pop spielt natürlich das Internet. Die K-Pop-Stars, ebenso wie ihre meist noch sehr jungen Fans, gehören zur ersten Generation, die mit einer Vielzahl von sozialen Netzwerken aufwächst. Der Konsum von Instagram und der, vor allem bei Unter-12-Jährigen beliebten, App TikTok gehört zum Alltag bei Teenagern und ist gleichzeitig einer der wichtigsten Kanäle zur Verbreitung von K-Pop.

Via Social Media und Livestreams sind die K-Pop-Stars hier fast immer online, kommunizieren mit ihren Followern und gewähren Einblicke in ihren privaten Alltag. Die Fans wiederum schwärmen von diesem engen Kontakt und „Zusammenhalt“ und fühlen sich mit ihren Idolen direkt verbunden. Das Kreieren von Geschichten und einer künstlichen Fannähe funktioniert im K-Pop-Business nahezu perfekt. 

K-Pop BTS
BTS funktionieren auch als Merchandise-Maschine: der Spielwarenkonzern Mattel hat die Spielfigurenserie lanciert.

Jeder Auftritt wird bis ins Detail perfektioniert

Damit das auch alles reibungslos funktioniert, wird von den K-Pop-Stars ständige Perfektion verlangt. Die meist noch sehr jungen Mädchen und Jungs sind eigentlich immer makellos hübsch und perfekt gekleidet. Dabei darf es gerne mal schrill und auffallend sein, aber nie zu sexy, nie aufreizend oder gar provokativ. Exzessiver Alkoholgenuss, Partys oder sogar Liebesbeziehungen werden vertraglich verboten, denn das macht die Stars für ihre Fans interessanter.

Und auch musikalisch bewegt sich das K-Pop-Genre auf der sicheren Seite. Die Musik ist geprägt von eingängigen Pop-Melodien gemischt mit ein wenig Hip-Hop. Durch Datenanalysen produzieren die Plattenfirmen so genau auf das Konsumverhalten der Zielgruppen abgestimmte Songs, Hochglanz-Musikvideos und ausgefeilte Tanz-Choreografien. Und damit Fans auch auf der ganzen Welt mitsingen können, sind die Musiklyrics eigentlich nie nur koreanisch, sondern haben zumindest englische Refrains.

K-Pop Bolbbalgan4
Bolbbalgan4 präsentieren ihren Song „Bom“ bei der Verleihung der Gaon Chart Music Awards

Die Schattenseite des K-Pop

Dass so viel Perfektion nicht funktionieren kann, ist eigentlich klar. Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass Plattenverträge oft auch eine Klausel zu Schönheitsoperationen beinhalten. Die doppelte Lidfalte und gebleichte Zähne sind bereits obligatorisch – aber auch ansonsten wird bei den Jungstars gerne alles noch einmal von Kopf bis Fuß ausgebessert, bis der Hochglanz-Look steht.

In sogenannten Pop-Akademien werden Anwärter acht Stunden täglich für die nächste Boy- oder Girlband ausgebildet. Auf dem Stundenplan stehen hier neben Tanz- und Gesangstraining ebenso Kurse zum richtigen Umgang mit Fans und Medien sowie Fremdsprachen wie Englisch und Japanisch. Oft gibt es in den Akademien sogenannte Ranking-Systeme. Was nichts anderes heißt, als dass nur die besten „Schüler“ einer Klasse am Ende zu einer neuen Gruppe geformt werden, die dann von der Plattenfirma systematisch vermarktet wird.

Die Welt wächst zusammen

Der Erfolg von K-Pop bei Kindern und Jugendlichen zeigt, wie eng die Welt inzwischen durch das Internet zusammengewachsen ist. Die neuen Idole in den Kinderzimmern  kommen längst nicht mehr ausschließlich aus englischsprachigen Ländern, und Musiktrends sind nicht mehr so einheitlich wie noch vor wenigen Jahren.

Das Hyundai Research Institute hat 2018 herausgefunden, dass allein 796.000 Besucherinnen und Besucher jährlich nur wegen der K-Pop-Band BTS nach Südkorea kamen und Land und Kultur entdecken wollten. Und auch an den Volkshochschulen werden immer mehr Sprachkurse für Koreanisch angeboten. Letzteres ist ein Trend, der natürlich von der koreanischen Entertainment-Industrie längst erkannt wurde. Das Label Big Entertainment startete ein Programm mit dem Namen „Learn Korean with BTS“. Hier sollen die Boygroup-Stars höchstpersönlich mithilfe von Bildern und Videos Fans in ihrer Muttersprache unterrichten. Noch mehr Nähe geht nicht. Und es zeigt, dass die Welt, in der Kinder heute leben, viel kleiner und endlich auch vielfältiger geworden ist.

 

Bilder: Aufmacherbild: K-Popband ITZY, Gettyimages (3), PR (1)

MINT-Bildung – Kinder bereits im Kindergarten fördern

Kinder für Wissenschaft und Technik zu begeistern ist einfach, denn sie sind neugierig und wollen die Welt entdecken und begreifen. Wir haben nachgefragt, worauf es bei frühkindlicher MINT-Bildung noch ankommt.

Alle Kinder experimentieren gern, versuchen spielerisch, ihre Umwelt und Alltagsphänomene zu begreifen. Warum fliegt der Luftballon? Wo kommt der Regen her? Wieso geht der Stein im Wasser unter, der Stock aber nicht? Wie kann man diese Neugierde wachhalten und sie vielleicht sogar in Bahnen lenken, die in eine bleibende Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik münden?

Der Bund investiert in die MINT-Bildung der Kinder

Das ist nicht nur ein Anliegen vieler Eltern, sondern eine festgelegte Bildungsoffensive des Bundes. Denn laut der Zahlen sind in Kindergarten und Grundschule die sogenannten MINT-Fächer (kurz für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) noch beliebt, doch erlischt bei vielen Kindern das Interesse daran meist im Alter von 14 Jahren.

Kindergarten MINT-Bildung
In Kindergarten und Grundschule ist die Begeisterung für MINT-Fächer noch groß.

Mit 55 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2022 MINT-Bildung in verschiedenen Bereichen. Ein Projekt ist das „Haus der kleinen Forscher“. Hier setzt man seit 2008 auf die Fortbildung der Fach- und Lehrkräfte, denn gerade in Kindergarten und Grundschule soll das Interesse an MINT-Themen geweckt und gefördert werden.

Wir haben mit Anne Großkurth gesprochen, die im „Haus der kleinen Forscher“ Referentin für MINT-Bildung ist und den pädagogischen Ansatz zur frühkindlichen MINT-Bildung zuletzt weiterentwickelt hat. 

Frau Großkurth, wie kann man Kinder aktiv für technische oder mathematische Fächer begeistern?

Anne Großkurth: Ich denke, ganz wichtig ist, die Kinder da abzuholen, wo sie gerade in ihrer Entwicklung und ihrem Wissen stehen. Mathematische, technische und naturwissenschaftliche Dinge umgeben uns täglich, sind Teil unserer Welt. Wie die Wissenschaftler in diesen Fächern später vorgehen, ähnelt oft den Vorgehensweisen, die schon kleine Kinder anwenden, also dass sie Dinge entdecken, erforschen und ausprobieren. Ich denke, wir können gut bei der natürlichen Neugierde der Kinder ansetzen.

Konkret heißt das, dass Erzieher und Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen oder Eltern erst einmal schauen sollten, wofür sich die Kinder gerade interessieren und das aufgreifen und unterstützen.

Viele Museen wie das Deutsche Museum in München oder das Technische Museum in Berlin haben Bereiche, wo Kinder Dinge ausprobieren können und so physikalische Gesetzmäßigkeiten wie Hebelwirkung und Ähnliches näher kennen lernen. Ist das ein guter Ansatz, um diese Themen Kindern näherzubringen?

Ja, nach dem ersten PISA-Schock hat man viele solcher Bereiche entwickelt, wobei hier oft von komplexen wissenschaftlichen Zusammenhängen ausgegangen wurde und ein eher schulischer Ansatz vorherrscht. In den letzten 10 bis 15 Jahren konnten wir dagegen das MINT-Thema mit einem frühkindlichen Ansatz zusammenbringen: Wie entdecken Kinder die Welt, wie eignen sich Kinder die Welt an? Das ist das Neue an unserem überarbeiteten pädagogischen Programm im „Haus der kleinen Forscher“, das wir zudem ständig weiterentwickeln.

Im Grunde besagt unser Ansatz: Du musst erst einmal eine Wertschätzung mitbringen gegenüber dem, was das Kind tut, die Kinder ermutigen und ihren eigenen Weg zum Entdecken bestimmter Dinge zulassen. Als nächsten Schritt kann ich mich an den Kindern orientieren, sie vielleicht in eine bestimmte Richtung lenken. Wenn sie sich zum Beispiel gerade für Ameisen interessieren, lässt sich das mit Fragen aufgreifen: Warum läuft die Ameise wohl weg? Läuft sie immer weg? Erst am Ende dieses Prozesses geht es darum, das eigentliche Lernen anzuregen. Das können wir Erwachsene durch gute Dialoge fördern. Ich lerne also gemeinsam mit den Kindern.

Uns ist der Ansatz der Ko-Konstruktion sehr wichtig, dass wir Wissen und Bedeutungen gemeinsam aushandeln. Das bedeutet, ich muss als Erzieherin oder als Eltern nicht alles wissen, vielmehr erforschen wir es gemeinsam mit den Kindern.

Fachkräfte schulen um mehr MINT-Angebote im Kindergarten zu schaffen

Oft fehlt es im Schulunterricht am Praxisbezug, der Fächer wie Physik oder Chemie attraktiver machen könnte. Viel Wissensvermittlung passiert einfach nur beim Lösen von abstrakten Aufgaben auf Papier. Auch hier greifen Sie ein mit Weiterbildung für Pädagogen, damit der Unterricht in den MINT-Fächern anschaulicher wird, oder?

Ja, das ist eines der Kernthemen der Stiftung: Die Weiterbildung der pädagogischen Fach- und Lehrkräften für drei- bis zehnjährige Kinder. Dabei geht es erst einmal um die Freude am Entdecken und Forschen und auch darum, die Selbstwirksamkeit („Ich kann das auch“) bei den Fachkräften zu wecken. Denn wer den Beruf des Erziehers oder der Erzieherin gewählt hat, hat sich vielleicht in der Schule für den Bereich Mathematik oder Physik nicht so sehr interessiert.

Wir bringen die Fachkräfte dazu zu entdecken: Ich kann das, ich kann Dinge erforschen. Denn physikalisch unterwegs zu sein heißt einfach, Phänomene wahrzunehmen, sie zu erkunden, vielleicht Fragen zu finden und diesen Fragen forschend nachzugehen, also zu erkennen: Warum ist das so? und: Ist das immer so? Wir vermitteln mit Blick auf Situationen und Tools, wie man Kinder anregen kann, vertiefter ins mathematische, informatische, technische oder ins naturwissenschaftliche Denken und Handeln zu kommen.

Wie bringen Sie die Fachkräfte so weit?

Indem wir ihnen beibringen, wie man sich selber eine MINT-Brille aufsetzen kann. Zum Beispiel, womit kann ich arbeiten, wenn ich etwas zum Thema Licht-Farben-Sehen machen möchte. Ganz wichtig ist dabei, dass die Kinder die Zeit bekommen, die Sachen zu erkunden. Also wenn ich etwas zum Thema Strom mache, dürfen die Kinder erst einmal die ganzen Kabel und Batterien erkunden, dann beantworten wir gemeinsam ihre Fragen an den Gegenstand und schließlich kann man begleiten, was die Kinder wie herausfinden wollen mithilfe dieser Gegenstände.

Doch noch findet in manchen Kindergärten und im Vorschulunterricht wenig statt im Bereich MINT-Bildung. Greifen Sie da auch schon ein, um diese Fächer populärer zu machen?

Das ist genau der Bereich, den wir fördern wollen.Wir wollen das Entdecken der Kinder zulassen und ermöglichen, dass es vielleicht auch ein Materialbüfett gibt mit Dingen zu einem Thema und der Erzieher oder die Erzieherin dann langsam mit der Gruppe zum Forschen kommt.

Wenn ich zum Beispiel eine Feder habe, würde ich erst einmal alle Fragen dazu beantworten und dann gemeinsam mit den Kindern überlegen: Wie schnell fällt eine Feder? Fallen alle Federn schnell? Das Ideal ist in einer solchen Situation, eine gemeinsam gefundene Frage mit den Kindern zu beantworten. Selbst Informatik lässt sich schon in den Kindergartenalltag integrieren, indem ich zum Beispiel versuche, einen täglichen Ablauf zu optimieren. Das gemeinsame Tischdecken könnte man als informatische Bildung ansehen, wenn man dabei darauf achtet, wie man es schneller machen könnte, vielleicht indem man eine Kette bildet oder die kürzesten Wege geht.

Wie sieht das konkret aus: Stellen Sie Material zur Verfügung oder geht eine Fachfrau, ein Fachmann von Ihnen mit der Pädagogin in die Kita und zeigt, wie man das gestalten kann?

Das entwickelt sich stetig weiter. Im Moment gibt es hauptsächlich digitale Weiterbildungen. Diese Angebote sind begleitet von Materialpaketen mit Ideen für die Praxis. In den letzten Jahren haben wir auch Programme entwickelt, die individuelle Situationen im Kita-Alltag aufgreifen, dazu gibt es zum Beispiel einen Fächer mit Impulsfragen, der der Fachkraft hilft, bei Kindern das naturwissenschaftliche oder eben MINT-Denken anzuregen, also Dinge beobachten, Erklärungen suchen, Thesen aufstellen und diese überprüfen.

Was ist hier das Lernziel für die Kinder?

Es führt zu einer Mündigkeit, die es uns ermöglicht, später als Erwachsene oder Jugendliche an gesellschaftlichen Debatten teilnehmen zu können. Doch dafür müssen wir verstehen, wie Wissen in diesen Fächern entsteht und auch, dass man sich selber dieses Wissen aneignen kann.

Es gehört immer die Frage dazu: Wie kann ich etwas feststellen und überprüfen und wie kann ich diese Erkenntnisse später auch anderen zeigen? Die Recherche gehört bei etwas älteren Kindern mit zum Lernziel: Woher weiß ich das, hat das jemand schon mal ausprobiert, was gibt es hierfür bereits an Material? Auch dazu haben wir jetzt einige Angebote und entwickeln diesen Ansatz weiter. Dabei geht es dann in Richtung Zukunftsbildung und speziell MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Unsere Vision ist, dass wir starke Kinder brauchen für eine Zukunft mit Herausforderungen. Die Megatrends wie zum Beispiel Klimawandel, Digitalisierung, Migration sind da, und dabei spielen Fähigkeiten wie das Problemlösen, kritisches Denken, aber auch Empathiefähigkeit, Perspektivwechsel, Selbstkompetenzen und Resilienz eine wichtige Rolle.

Greift bereits in der Kita die digitale Bildung, animieren Sie Pädagogen dazu sie zu integrieren?

Ja, denn die Welt, die uns umgibt, hat ja analoge und digitale Phänomene. Wir befürworten den Einsatz von digitalen Medien, wenn er sinnvoll ist und nicht nur der Unterhaltung dient. Zum Beispiel: Ich kann mit dem Tablet ein Foto machen und damit dokumentieren, wie sich ein Schmetterling entwickelt. Aber auch das Verstehen von Informatik und von informatischen Systemen ist spannend, also die Aufgabenstellung: Wie kann ich einen Ablauf optimieren oder einen Prozess verbessern? So können Kinder später besser einschätzen, was ein Roboter ist oder wie Künstliche Intelligenz funktioniert. Da hilft es schon, wenn bereits in der Kita oder in der Grundschule der sinnvolle Einsatz von digitaler Technik erprobt wird.

Wie gehen Sie mit dem Genderthema um? Gibt es tatsächlich ein größeres Interesse von Jungs an MINT-Fächern?

Nein, das glaube ich nicht. Mädchen müssen mehr gegen Stereotype angehen. Das sagen wenigstens die neuesten Erkenntnisse über die Rolle des Geschlechts in Bildungsprozessen. Es geht gar nicht darum, dass ein Mädchen, das Astronautin werden will, sich das selbst nicht zutrauen würde, sondern es geht vielmehr darum, dass es gegen die Geschlechterrollen ankämpfen muss.

Gucken Sie sich auch etwas ab von anderen Ländern, zum Beispiel den nordischen Nachbarn wie Dänemark, Schweden oder Norwegen?

Ja wir gucken uns zum Beispiel an, wie globales Lernen in Schweden funktioniert oder Integration in Dänemark. Auch in asiatischen Ländern gibt es viele gute Ideen zur MINT-Bildung. Aber wir machen auch die Erfahrung, dass viele Länder mittlerweile auf uns gucken, denn wir sind ein positives Beispiel für frühe MINT-Bildung.

Bilder: Gettyimages

Kürbisse dekorieren für Halloween und Herbst

Bald ist Halloween und Kürbisschnitzen gehört mit zum Ritual. Aber schon jetzt gibt es viele coole DIY- und Deko-Ideen mit Kürbissen. Von gruselig über bunt bis außergewöhnlich haben wir alles mit dabei. Und das Tolle: Eure Kinder können sich hier so richtig kreativ ausleben.

Der beliebteste Kürbis zum Schnitzen ist der „Big Max“ oder der „Rote Zentner“. Er wird schon weit vor Halloween im Supermarkt oder auf Wochenmärkten angeboten. Für kleine Kreative lohnt es sich aber auch, etwas kleinere Kürbisse mit im Bastelangebot zu haben. Sie bringen schnellere Erfolgserlebnisse und lassen sich auch leichter handhaben als die großen schweren Kürbisse.

Hier sind einige Inspirationen für euch, die wir bei Pinterest gefunden haben. Viele Dekotipps sind so schön, dass sie gern Einzug ins Wohnzimmer halten dürfen.

Kürbisdeko in Pastellfarben

Bemalte Kürbisse sind in diesem Herbst der letzte Schrei. Besonders beliebt sind Eiscremefarben in Pastell. Erlaubt ist dabei alles, was auf der Kürbisschale hält. Wer einen glänzenden Effekt will der wählt am besten Lacke (wenn die Kinder mitmalen und die Deko innerhalb des Hauses oder der Wohnung bleiben soll, bitte darauf achten, dass der Lack möglichst lösungsmittelfrei und unbedenklich ist). Für einen matten Effekt eignen sich Kreidefarben (gibt es im Baumarkt oder im Bastelladen).

Wer den Kontrast mit dem kräftigen Orange des typischen Schnitzkürbisses der Sorte „Roter Zentner“ oder „Big Max“ nicht so gut gefällt, der kann auch Sorten mit weißer Schale wählen, wie zum Beispiel Mandarinenkürbisse.

Kürbisse mit Pastellpink

Katzenkürbis in Pastell

Kürbis mit Pastellstiel

Bemalte Kürbisse

Kuerbis bunt

Kürbis Eiscremefarben

Kuerbis mit Farbverlauf

Kürbis mit Folien und Co. bekleben

Auch mit Folie, Pompons aus Papier oder Wolle, Riesenkonfetti, Glitter und Pailetten lassen sich Kürbisse ganz individuell gestalten. Ihr könnt auch mit Klebebuchstaben oder lustigen Wackelaugen arbeiten und eure Kürbisse mit lustigen Sprüchen verzieren oder ihnen ulkige Gesichter machen.

Manche Dekos aus Papier lassen sich am besten mit einer Heißklebepistole aufbringen (gibt es im Baumarkt oder im Bastelladen). Bitte unbedingt darauf achten, dass die Kinder nicht allein damit herum hantieren, denn der Kleber wird richtig heiß und man kann sich sehr schnell die kleinen Finger verbrennen. Wenn euch das zu gefährlich ist: Wir haben bei Pinterest einige Beispiele entdeckt bei denen ihr auch mit Leim oder mit ganz normalen Klebstoff arbeiten könnt.

Die Kürbisse sollten vorher abgewaschen werden, am besten mit einer dünnen Seifenlauge. Dann hält der Kleber besser. Und wenn ihr einen ganz besonderen Effekt erzielen wollt, könnt ihr den Kürbis natürlich vorher noch bemalen.

Kürbis mit Klebekonfetti

Kürbis mit Riesenkonfetti

Kürbis mit Pompons

Pastellkürbis mit Schrift

Kürbis mit Goldpailette

Kürbis mit Kalligrafie

 

Coole Deko-Ideen und DIYs für Halloween

Der Klassiker für Halloween sind natürlich geschnitzte Kürbisse. Aber wir haben auch noch andere Ideen für euch gefunden, bzw. ganz neue Schnitz- und Stanzarten. Für größere Kinder ist auch das Bohren von Mustern mit einer kleinen Bohrmaschine in den Kürbis spannend.

Vor der Bearbeitung sollte der Kürbis ausgehöhlt, das heißt von Fruchtfleisch und Kernen befreit werden. Mit speziellen Kürbismessern (Achtung: scharf!) werden jetzt Löcher für Augen und Mund eingesägt. Das ist manchmal mühsam, weil die Kürbisschale doch sehr widerstandsfähig ist. Also ist die Hilfe der Eltern gefragt.

Natürlich kann auch wieder gemalt und geklebt werden. Wenn ihr mehrere Kürbisse dekorieren wollt dann sieht es toll aus, wenn ihr euch für ein Farbthema oder eine Stilrichtung entscheidet. Letztlich aber zählt der gemeinsame Spaß beim Kürbis-DIY.

Weisse Kürbisse

Kleine Kürbisse

Lustige Kürbisgesichter

Schwarzer Kürbis

Mumienkürbis

Gruselkürbis

Gestickte Kürbisse

Spinnenkürbis

Katzenkürbis

Todesstern-Kürbis

Ganz besondere DIYs und Dekorationen für Halloween

Beim Stöbern haben wir auch noch ein paar ganz besondere DIYs und Dekorationen mit Kürbissen gefunden. Zum Beispiel lustige Donuts, Hello Kitty oder kunstvoll geschmückte Einhörner. Nur Lamas waren noch keine dabei. Kommt bestimmt noch!

Donut Kürbis

Einhorn-Kürbis

Einhorn-Kürbis 2

Hello Kitty Kürbis

Ideen und Inspirationen für den nächsten Kindergeburtstag findest du hier.

 

Bilder Aufmacher: Getty Images (2)

5 kreative Bücher für kleine Künstler

Kinder sind – wenn man sie lässt – einfach aus sich selbst heraus kreativ. Aber Anregungen kann man nie genug bekommen. Darum stellen wir hier einige Bücher vor, die kleinen Künstlern Spaß machen werden.

Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träume

Lea, Leo und Maya wohnen in Wien. Eines Tages entsteht auf dem Nachbargrundstück ihres Hauses eine Baustelle. Die Kinder fürchten um den großen, alten Baum, der bestimmt für das neue Gebäude weichen muss. Sie sind ebenso froh wie erstaunt als sie dabei zusehen, wie ein buntes, magisches Zauberhaus entsteht, in dem der Baum in Zukunft zusammen mit anderen Pflanzen weiter wachsen kann…

Die Grundzüge der Architektur von Hundertwasser werden von der Autorin Géraldine Elscher in anschaulichen Texten erklärt, unterstützt durch die phantasievollen Illustrationen von Lucie Vandevelde. Für viele Kinder wird es überraschend sein, dass es dieses phantastische Haus in Wirklichkeit gibt. Zur Veranschaulichung findet man Fotos vom Hundertwasserhaus in Wien, außerdem spannende Informationen über den Künstler und sein Werk.

Ab 4 Jahren. Von Géraldine Elscher, Lucie Vandevelde, Prestel Verlag für 14 Euro.

Wie eine Ausstellung gemacht wird

Was braucht man, damit die Besucher im Museum Kunstwerke zu sehen bekommen? Hängt man einfach Bilder auf oder stellt Skulpturen in einen Raum und fertig? Doro Globus und Rose Blake erlauben einen Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs. Vom Atelier des Künstlers, über die Konzeption bis hin zum Transport der Kunstwerke zum Museum und deren Aufbau können junge Kunstinteressierte die Organisation einer Ausstellung verfolgen. Wie viele Menschen an dem Gelingen beteiligt sind und welcher Organisationsaufwand dahinter steckt, wird auch so manchen erwachsenen Vorleser ein wenig ehrfürchtig werden lassen. Das Buch ist eines der ersten Kinderbücher, die in dem renommierten Kunstbuchverlag Hantje Cantz erscheint.

Ab 6 Jahren. Von Rose Blake und Doro Globus, Hantje Cantz Verlag für 18 Euro.

Kunst mal anders

Wer Kunst liebt und eigene Kinder hat, denen er diese nahebringen möchte, darf dieses Bilderbuch nicht missen. Es werden darin 30 Kunstwerke aus dem Centre Pompidou in Paris vorgestellt. Dabei lernt man nicht nur die Bilder kennen. Autorin Alice Harman, die unter anderem das bekannte Buch „Why is art full of naked people?“ geschrieben hat, erklärt auch die jeweilige Entstehungsgeschichte der Werke und erzählt viel über die Künstler. So entsteht eine unterhaltsame, interessante, spannende Mischung, die auch erwachsene (Vor-)Leser schnell in ihren Bann zieht…

Oder wusstet ihr, dass Basquiat sogar auf Kühlschranktüren malte und insgesamt in seinem kurzen Leben (er starb mit 27 Jahren) 1000 Gemälde und 3000 Zeichnungen schuf? Oder dass Pierre Bonnard 11 Jahre (!) an seinem Werk „Atelier mit Akazie“ malte, bis er es für abgeschlossen erklärte? Genial dazu sind auch die Illustrationen des Künstlers Serge Bloch, der für seine Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Ab 6 Jahren. Von Alice Harman und Serge Bloch, Midas Verlag für 19,90 Euro.

Ein Museum nur für mich
Ein Museum nur für mich; Prestel Verlag 2017

Wer sagt denn, dass ein Museum immer langweilig sein muss? Es gibt ja so viele verschiedene Arten von Museen. Es gibt welche für Bilder, für Dinge, die tausende von Jahren alt sind und von fernen Orten stammen, oder eines für ausgestopfte Tiere. Es gibt sogar ein Museum für Pflanzen, in dem seltene Arten aus fremden Ländern wachsen. Das Bilderbuch von Emma Lewis führt junge Leser mit viel Phantasie an das Thema Museum heran. Das Neue daran ist ein kleiner Teil im Buch, der sie dazu auffordert über ihr eigenes, ganz privates Museum nachzudenken. Was würdest du sammeln?, wird da gefragt, oder ob man sich ein paar neue Museen ausdenken kann. Ein Buch, das nicht nur Museumsliebhabern Spaß machen wird.

Von Emma Lewis, Prestel Verlag für 14,99 Euro

Frida Kahlo und ihre TiereFrida Kahlo und ihre Tiere, NordSüd Verlag 2017

Wer Kindern Kunst nahe bringen will, der denkt nicht zwangsläufig an Frida Kahlo. Dabei eignet sich das Leben der mexikanischen Künstlerin ganz hervorragend, um Gestaltungswillen und Kreativität zu erklären. Das Bilderbuch der amerikanischen Autorin Monica Brown und des Illustrators John Parra zeigt Stationen ihres Lebens. Ein Fokus dabei sind Fridas Tiere, die sie später auf vielen ihrer Selbstportraits mit verewigt hat.

Kahlo erkrankte in ihrer Kindheit an Polio, was sie für immer zeichnete. Vielleicht war gerade das ein Auslöser, sie zu einer besonders unabhängigen Persönlichkeit zu machen, denn trotz einer leichten Behinderung ließ sie sich nicht davon abhalten Fahrrad zu fahren, zu boxen, zu ringen und (für die Zeit damals sehr ungewöhnlich) Overalls zu tragen. 

Die Autorin zeigt sehr einfühlsam und mit wenigen Sätzen, wie sehr die Künstlerin Frida Kahlo Erfüllung und Zufriedenheit in ihrer Kreativität und ihrer Malerei finden konnte – und wie sehr sie ihre geliebten Tiere als ihre kleine Familie akzeptierte. Ein Buch, das Wissen über eine der größten Künstlerinnen der Geschichte vermittelt und Mut macht, die eigenen Träume auszuleben.

Von Monica Brown und John Parra, NordSüd Verlag für 15 Euro.

Bilder: Gettyimages

Grundschule: Wie finde ich die richtige Schule für mein Kind?

Mit dem Schulanfang beginnt sowohl für das Kind als auch für die Eltern ein neuer aufregender Lebensabschnitt. Doch die bange Frage lautet: Welche Schule ist die richtige für mein Kind?

Spätestens mit dem ersten Schulbrief geht es los. Ganz unschuldig liegt er im Briefkasten und weist darauf hin, dass jetzt „der Ernst des Lebens“ beginnt. Auf dem nichtssagenden Blatt Papier wird im Regelfall die Einzugsschule des Kindes vorgestellt, inklusive der Bitte, sich dort anzumelden, damit zur Einschulung dann auch alles klappt.

Doch viele Eltern sind sich nicht sicher, ob die Einzugsschule auch wirklich das richtige Lernumfeld bietet für ihr Kind. Wer in der Stadt wohnt hat natürlich mehr Auswahl, auch an alternativen Schulmodellen. Wer ländlicher wohnt, dem bleibt oft nur die Grundschule, in die alle Kinder gehen – doch auch das kann von Vorteil sein. Doch wie findet man die richtige Schule fürs Kind?

Diese Fragen solltest du dir bei der Wahl der Grundschule stellen:

  • Ist die Schule in der Nähe oder grundsätzlich gut zu erreichen?
  • Auf welche Schule gehen die Freunde und Spielkameraden deines Kindes?
  • In welcher Schulform ist dein Kind mit seinen Talenten und Vorlieben optimal betreut (öffentliche Grundschule, Privatschule oder Modellschule, wie z.B. Montessori- oder Waldorfschule)?
  • Wie sind die Betreuungszeiten an der Grundschule (Halbtags- oder Ganztagsschule, angrenzender Hort)?
  • Gehört die Schule zu einer bestimmten Konfession (z. B. katholische oder evangelische Grundschule)?
  • Folgt die Grundschule einem bestimmten pädagogischen Konzept?
  • Gibt es an der Schule zusätzliche Angebote (Arbeitsgruppen, Sportkurse, Kunstkurse, Musikunterricht)?

Ist die Einzugsschule die richtige Schule für mein Kind?

Grundsätzlich ist diese Einzugsschule immer die dem eigenen Wohnort nächstgelegene öffentliche Grundschule. Diese muss die Grundschüler-in-spe aus ihrem Einzugsgebiet aufnehmen, denn in Deutschland ist die Schulpflicht immer noch gesetzlich vorgeschrieben. Kann die Schule das aus welchen Gründen auch immer nicht gewährleisten, muss sie für einen adäquaten Ersatzplatz sorgen.

Doch was, wenn man mit der Einzugsschule nicht zufrieden ist? Amely Schadewald unterrichtet in einer Grundschule in Hessen Erstklässer in Sachkunde und Mathe. Sie bekommt häufig mit, dass Eltern verunsichert und oft auch überfordert von dem Angebot an Schulen und deren Erziehungskonzepten sind.

Freie Schulwahl: Passen Schulkonzepte wie Montessori und Co. besser zu unserem Kind?

„Von Montessori bis hin zur privaten katholischen Schule ist die Auswahl inzwischen riesig geworden. Das ist natürlich eine tolle Sache – kann aber für Eltern auch zur Belastung werden. Denn falsch machen will natürlich niemand etwas“, sagt Amely Schadewald. Grundsätzlich rät sie jungen Eltern darum, für alles offen zu sein und sich die verschiedensten Schulkonzepte in Ruhe anzusehen, ehe sie sich entscheiden.

„Wichtig ist, dass die Eltern Initiative zeigen, selbst handeln und sich informieren. Man muss sich überlegen, welche Kriterien einem am Wichtigsten erscheinen. Ist es die Nähe zum Elternhaus? Oder vielleicht eine Ganztagsbetreuung, oder aber ein besonders innovatives Konzept? Auf jeden Fall sollte man sich die Schulen auch immer ansehen. Dazu bieten eigentlich alle Einrichtungen in Deutschland immer einen Tag der offenen Tür oder ganze Schnuppertage an. Nach Möglichkeit kann man hier sogar das Vorschulkind mitnehmen und dann am Ende gemeinsam entscheiden. Ich finde es wichtig, dass man auch dem Kind ein gewisses Mitspracherecht einräumt.“

Die richtige Schule finden: Auch die Kinder sollten Mitspracherecht bekommen.(Bild: gettyimages)

Anmeldung an einer freien Schule: Was muss ich beachten?

Fällt die Entscheidung auf eine Grundschule, die nicht im Einzugsbereich liegt, muss muss man seinen Wunsch schriftlich äußern. Gleichzeitig meldet man sich in jedem Fall an der zuständigen Grundschule an, auch dann, wenn das Kind doch an eine Privat- oder andere staatliche Grundschule gehen soll. Häufig müssen Gründe angegeben werden, warum man sich für eine andere Schule entscheidet. Hier reicht es, einfach ein anderes Schulkonzept zu nennen oder aber auf Freunde aus dem Kindergarten des Kindes zu verweisen, die ebenfalls auf diese Schule gehen werden.

Übrigens: Es ist nicht so entscheidend für die Eingewöhnung, dass Kinder mit ihren Kindergartenfreunden auf die gleiche Schule gehen oder sogar in die gleiche Klasse kommen. Im neuen Klassenverbund finden sie schnell Anschluss – selbst wenn sie anfangs schüchtern sind.

Die erste Woche an der neuen Schule: Was müssen wir beachten?

„Wir erleben es in den Einführungswochen gar nicht so selten, dass sich selbst erklärte beste Freunde im gemeinsamen Lernen gar nicht guttun und gegenseitig nur ablenken“, sagt Lehrerin Amely Schadewald. „Aber am Ende heißt es auch hier: Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht. Ebenso wenig wie es die eine richtige oder die eine falsche Schule gibt. Man darf nicht vergessen, dass die Lehrziele egal in welcher Schule in jedem Bundesland gleich sind. Die richtige Schule ist also am Ende immer diejenige, die zu den individuellen Lebensumständen der Eltern und ihrer Kinder passt.“

Was tun, wenn wir uns doch für die falsche Schule entschieden haben?

Wenn es trotzdem einmal vorkommen sollte, dass sich Eltern und Kind in der ausgewählten Schule überhaupt nicht wohlfühlen oder einleben können, rät Schadewald auf jeden Fall immer erst das Gespräch mit den Lehrern und der Schulleitung zu suchen. „Es erfordert eine ganze Menge Behördengänge und Papierkram, bis man es schafft, das Kind mitten im Schuljahr in eine andere Schule wechseln zu lassen. Und dieser ganze Stress ist auch nicht gut für das Kind, das sich vielleicht gerade langsam in eine neue Gemeinschaft einlebt.“

Oft hilft es, beide Seiten zu verstehen. „Das klingt jetzt ein wenig hart, aber wenn nichts wirklich Gravierendes in dieser Schule passiert ist, sollte das Kind zuerst lernen, sich an die Schule und damit an einen neuen Lebensabschnitt zu gewöhnen.“

Eine gute Schule: Nicht immer ist ein sofortiger Schulwechsel notwendig.(Bild: unsplash)

 

Und hier sind die Eltern gefragt, denn Vorbereitung ist das A und O. Gemeint ist weniger das Üben der ersten Zahlen und Buchstaben, sondern auch das Beibringen von ganz grundlegenden Sachen wie: das regelmäßige frühe Aufstehen, das lange Sitzenbleiben im Unterricht und das konzentrierte Zuhören – oder einfach nur die Fähigkeit, sorgfältig mit den eigenen Sachen umzugehen. Als einer der wichtigsten Schritte in der Entwicklung des Kindes ist die Schule nämlich die erste Stufe in Richtung Erwachsenenwelt und damit tatsächlich in den „Ernst des Lebens“.

Eine Grundschullehrerin erklärt, was Schulanfänger können sollten.

Bilder: Gettyimages

Schöne Naturbücher für Kinder von 3 – 10 Jahren

Draußen gibt es immer viel zu Entdecken – und zu lernen. Wir haben die schönsten Naturbücher für Kinder jeden Alters zusammengestellt. Vom Bilderbuch bis zum Scrapbook ist für kleine Naturfreunde alles dabei.

Naturbücher für Kinder von 3 bis 5 Jahren:

Die goldene Funkelblume

Fuchs liebt die Natur und ist ein begeisterter Botaniker. Eines Tages liest er in einem Lexikon über eine goldene Funkelblume. Allerdings gibt es weder eine Abbildung noch eine Zeichnung der wundersamen Pflanze. Da wittert Fuchs ein Abenteuer. Er packt seine Ausrüstung und zieht los, die Blume zu finden. Auf dem Weg sieht er viel Schönes in der Natur. Und als er endlich auf die goldene Funkelblume stößt, muss er eine schwierige Entscheidung treffen. Respekt vor der Natur ist eines der Grundthemen dieses Bilderbuches. Schon Dreijährige können hier auf eine kleine Entdeckungsreise gehen, werden aber auch viele Fragen stellen. Für Vier- bis Fünfjährige könnte die Funkelblume zum Lieblingsbuch werden.
Von Benjamin Flouw, Verlag Kleine Gestalten für 16,90 Euro.

Willibarts Wald

Willibart ist Holzfäller und lebt im Wald. Täglich fällt er eine Menge Bäume und hinterlässt leere Felder. Eines Tages steht ein kleiner Vogel vor Willibalds Tür und beschwert sich: der Holzfäller hat ihm sein Zuhause genommen. Der Baum, auf dem der Kleine lebte, ist gefällt worden. Willibald lässt den Vogel kurzerhand in seinem dicken Rauschebart wohnen. Aber fühlen sich mit dieser Lösung beide wohl? Eine leicht zu verstehende, sympathische Geschichte über den Schutz des Waldes und Naturschutz generell. Willibald ist ein sympathischer Held, den kleine Zuhörer ganz schnell in ihr Herz schließen. Und natürlich hat die Geschichte ein Happy-End.
Von Duncan Beedie, Magellan Verlag für 14,00 Euro.

Naturbücher für Kinder von 5 bis 7 Jahren:

Floras Atelier

Was lässt sich doch alles mit Dingen aus der Natur machen! Flora findet immer kleine Samen, Blätter, Zweige aus denen sie die tollsten Kunstwerke entstehen lässt. Dabei erfahren Leser in dem schön illustrierten Bilderbuch außerdem Wissenswertes über Kastanien, Eschen, Eichen und Ahorn. Flora zeigt, wie man Pflanzen pressen kann und wie man ein Mobile aus Naturschätzen bastelt. Die Kreationen sind fantasievoll und doch einfach nachzumachen, und natürlich können sie auch individuell abgewandelt werden. „Floras Atelier: Die kleine Werkstatt für zauberhafte Naturkunstwerke“ wurde in diesem Jahr unter 130 Büchern zum Kindergartenbuch des Jahres gekürt.
Von Kristina Digman, Bohem Verlag für 16,95 Euro.

Kaktus, Klee und Kopfsalat

In diesem bunt bebilderten Buch zu stöbern, ersetzt fast schon einen Besuch im Botanischen Garten. Es gibt wirklich ALLES zu sehen: die Amazonas Riesenseerose mit einem Durchmesser von drei Metern, die Banyan-Feige, die aus hunderten von Stämmen besteht und mehrere Hektar bewachsen kann, fleischfressende Pflanzen, duftende Pflanzen, giftige und stinkende… Es macht Spaß, das über 190 Seiten dicke Buch immer wieder aufs Neue durchzublättern und Bekanntes und Ungewöhnliches aus der Pflanzenwelt zu entdecken. Es wird hier nicht viel mit Worten erklärt, aber durch die genaue Zeichnung der jeweiligen Pflanze, die Einordnung in verschiedene Pflanzentypen und in die Regionen, wo sie wachsen, bekommt man auch ohne Text viel Wissen vermittelt.
Von Arienne Barman, Aladin Verlag für 26 Euro.

Naturbücher für Kinder von 7 bis 10 Jahren:

Das Buch gegen das kein Kraut gewachsen ist

Ein Klassiker, den wir hier gerne noch einmal in Erinnerung rufen. Die Entdeckungsreise durch die Welt der Kräuter beinhaltet ein Sammelsurium an Wissen, Spielen, Pflanzenkunde, Rezepten, Rätseln und Geschichten. Die Kräuter werden genau beschrieben, man erfährt wo sie herkommen, wo sie am liebsten wachsen, wie man sie verwenden kann und welche Beschwerden sie heilen oder zumindest lindern können. Dazwischen gibt es leckere Rezepte, die einfach zum Nachmachen sind und kuriose Geschichten. Auch Erwachsene werden Staunen über die bunte Vielfalt.
Von Gerda Anger-Schmidt und Renate Habinger, Nilpferd in Residenz für 19,90 Euro.

Mein Naturbuch

Am besten können wir uns doch Dinge merken, die wir gleich kreativ umsetzen. Im Naturbuch gibt es viele Möglichkeiten, das eigene Naturerlebnis in Zeichnungen, kleinen Listen, Experimenten und Rezepten festzuhalten und auszuprobieren. Wie pfeift man auf einem Grashalm? Wie stellt man Rosenduft her? Wie legt man ein Herbarium an und wie sieht eine Blüte von Innen aus? Allein wie viele Farnarten es gibt und wie unterschiedlich ihre Wedel, also Blätter, aussehen zeigt Autorin und Illustratorin Nina Chakrabarti bis ins faszinierende Detail. Aufgeteilt ist das Buch nach den Jahreszeiten und bietet für viele, viele Stunden Unterhaltung, bei der man ganz Nebenbei etwas über die Natur lernt.
Von Nina Chakrabarti, Laurence King Verlag für 15 Euro.

Die besten Vorlesebücher zum Einschlafen findet ihr hier.

5 schnelle Kinderfrisuren für jeden Tag

Flechten, einen Dutt knoten oder die Haare einfach mal zu einer süßen Schleife formen: Es gibt viele Möglichkeiten, Kindern in wenigen Minuten schöne (und einfache!) Frisuren zu zaubern. Hier kommen fünf Varianten.

Morgens muss es meist schnell gehen, da ist kaum Zeit für komplizierte Haarprojekte, vor allem wenn Kindergarten oder Schule warten. Aber jeden Tag der Pferdeschwanz ist auf Dauer auch langweilig. Darum kommen hier fünf tolle Alternativen. Und alles was man dafür braucht sind Haarbürste, Haargummis und eventuell ein paar Haarspangen.

Der Dutt

hairbun

Der Klassiker  unter den schnellen Frisuren, der auch bei den Mamas hoch im Kurs steht. Einfach einen Pferdeschwanz auf beliebiger Höhe machen (besonders niedlich wird’s, wenn er ein wenig schräg auf einer Seite hängt) und mit einem Haargummi befestigen. Dann das untere Ende des Pferdeschwanzes ebenfalls mit einem Haargummi zusammenbinden. Die Haare jetzt zwischen den beiden Gummis teilen und das untere Ende immer wieder hindurch führen.

Wenn die Haare anfangen, sich aufzuzwirbeln, dreht sie einfach immer weiter bis von ganz allein ein Dutt am Kopf entstanden ist. Das Ganze dann nur noch mit Haarspangen feststecken – und fertig! Eine Schleife oder ein dünnes Tuch verdecken die Klammern und schmückt zusätzlich.

Der Half-Bun

Halfbun

Die Blogger-It-Frisur der letzten Jahre sieht auch bei den Kleinen total süß aus. Und vor allem ist sie super schnell gemacht. Einfach die obere Haarpartie von der unteren trennen und zu einem Dutt zwirbeln (sh. oben). Und schon ist die ebenso praktische wie schöne Frisur fertig!

Der französische Zopf

franzoesischer zopf

Das Tolle an dem französischen Zopf ist, dass er viel einfacher zu machen ist als er aussieht. Trotzdem braucht ihr natürlich etwas Geduld am Anfang. Also besser mal am Wochenende üben 😉

So geht’s:  Zu Beginn teilt man am Oberkopf eine Partie Haare ab und teilt diese in drei gleichmäßige Stränge, die man ganz normal flechtet. Nach ein paar ersten Durchgängen nehmt ihr dann von der rechten Seite weitere Haare von den ungeteilten Haaren mit auf und fügt sie dem rechten Strang hinzu.

Damit wird jetzt ganz normal einige Mal weiter gelfochten bis ihr wieder neue Haare dazu aufnehmt. Das Ganze wiederholt ihr so lange, bis ihr schließlich keine Haare mehr aufnehmen könnt. Dann entweder hier schon einen Zopf machen, oder bis zum Ende weiter flechten.

Hier eine Videoanleitung für den französischen Zopf, besonders für feines Haar.

Die geflochtene Kranzfrisur

kranzfrisur

Für diese Frisur müsst ihr zwei klassische Zöpfe à la Pippi Langstrumpf flechten und diese dann einfach nur um den Kopf des Kindes legen und mit ein paar kleinen Spangen befestigen. Für mehr Volumen können die Zöpfe extra locker geflochten werden. Einziges Manko dieser Frisur: Die Haare müssen schon sehr lang sein, da eben jeder Zopf einmal um die Kopfhälfte gelegt wird.

Kleiner Tipp: Flechten geht übrigens einfacher, wenn die Haare nicht frisch gewaschen sind.

Die Haarschleife

Haarschleife

Extrem niedlich und wirklich einfach ist die Haarschleife. Einzige Voraussetzung: Die Haare eures Kindes sollten relativ dick sein, damit die Schleife am Ende ordentlich Volumen hat.

Zu Beginn macht ihr eurem Kind einfach einen hohen Pferdeschwanz. Nach zwei bis drei Umdrehungen mit dem Gummi zieht ihr beim letzten Mal die Haare nicht mehr ganz hindurch. So entsteht eine Schlaufe und das Zopfende bleibt stehen. Die Schlaufe wird jetzt in zwei Hälften unterteilt, dann legt ihr das Zopfende über die Mitte und steckt sie mit ein paar Haarklammern fest. Et voilà, schon ist die Schleife fertig…

 

Teaser- und Sliderbild: Unsplash