Nikolaus: 18 Geschenkideen, die in jeden Stiefel passen

Seid ihr schon für den Nikolaus vorbereitet und wisst genau, was ihr in die Stiefel Eurer Kinder steckt oder zerbrecht ihr Euch auch noch den Kopf darüber? Der 6. Dezember steht uns bevor und die Kinder sehnen den Abend herbei, an dem sie endlich ihre Schuhe putzen  und vor die Tür stellen dürfen. Hier kommen unsere Geschenkideen für den Nikolaus!

Welch schönes Ritual, oder? Am Abend des 5. Dezembers stellt man seine geputzten Schuhe vor die Tür und findet sie am Morgen mit kleinen Geschenken befüllt. Der Legende nach handelt es sich hierbei um eine Mitgiftspende, mit denen Sankt Nikolaus armen Familien aus der Not half. Früher waren das oft Mandarinen, Nüsse und Süßigkeiten – in der heutigen Zeit findet sich dort aber immer wieder auch kleines Spielzeug, das Kindern das lange Warten auf die große Bescherung am Ende der Adventszeit einfacher macht.

Haarspange, Mütze & Co. zum Nikolaus

Accessoires für Kopf, Haare oder eine kleine Tasche passen ohne Frage in jeden Stiefel hinein. Aber auch Broschen und Kinderschmuck sind eine gute Wahl nicht nur, weil sie zeitlos sind, sondern auch weil sie ausnahmslos jedes Kleidungsstück verschönern.

Sind dies nicht auch Ideen zum Befüllen des Adventskalenders.Was denkt ihr?

Basteln und puzzeln als Beschäftigung für die dunkle Jahreszeit

Kreativ sein wird nicht nur in der Weihnachtszeit ganz hoch geschrieben. Basteln, Puzzlen und Malen sind im Leben mit Kindern das ganze Jahr über ein großes Thema. Da kommt der Nikolaus doch gerade recht und bringt ein bisschen Neues!

Alles, womit den Kinder das Warten auf Weihnachten leichter fällt

Ob Vorlesen, Geschichten hören oder Schoko naschen – so wird die Vorweihnachtszeit nur noch heimeliger. Doch neben gemütlichen Einkuscheln muss in der dunklen, kalten Jahreszeit natürlich auch für aktivere Indoor-Beschäftigung gesorgt werden. Geschicklichkeitsspiel und die Murmeln bespielen bieten da perfekte Möglichkeiten.

 

Teaser- und Sliderbild: @Meri Meri

9 Tipps für gelungene Kinderfotos

Hattet ihr das perfekte Motiv, aber das falsche Licht? Oder sah am Ende alles einfach nicht so gut aus, wie ihr es euch vorgestellt habt? Das Familienalbum voller schöner Kinderbilder ist jedoch nicht unerreichbar. Mit unseren Foto-Tipps vom Profi gelingen eure Schnappschüsse!

Klar – die Möglichkeiten und das Equipment eines Fotografen haben wir nicht, aber es gibt durchaus Kniffe und Tipps, durch die die Kinderfotos nicht aussehen wie Amateur-Schnappschüsse. Wir haben direkt beim Profi nachgefragt: Yvonne Amankwa ist Fotografin – unter anderem auch für den tollen Blog Little Years. Die Arbeiten von Yvonne könnt ihr euch hier ansehen.

1. Das beste Licht

Die stimmungsvollsten Fotos entstehen wenn ihr mit natürlichem Licht fotografiert. Nutzt das Tageslicht als natürliches Fotostudio und fotografiert möglichst in der Nähe eines Fensters (besonders im Winter).

2. Die Motive nehmen wie sie kommen

Es lohnt sich immer, auch die albernsten Momente zu fotografieren und nicht nur die Motive, die man eventuell schon vorher im Kopf hatte. Ruhig mehr Fotos machen und sich nachher mehr Zeit bei der Auswahl nehmen.

Die aussortierten Fotos sofort löschen um wieder Speicherplatz zu haben für spontane Sessions.

3. Motivationshelfer

Manchmal hilft schon der Vorschlag, die Kids in der Verkleidung die sie am liebsten mögen oder mit einem Lieblingsspielzeug zu fotografieren. Falls die Kinder Musikfans sind: lasst sie die Hintergrundmusik aussuchen.

4. Der richtige Fokus

Wollt ihr die Kleinen in ihrer natürlichen Umgebung fotografieren, achtet darauf dass der Hintergrund unscharf ist damit der Fokus auf dem Kind liegt (für Spiegelreflexkameras > dazu wählen die manuelle Einstellung: eine kleine Blende und eine längere Belichtungszeit, z.B. Blende 5.6 und Zeit 1/100)

christian-gertenbach
Lächeln bitte – oder auch nicht….

5. Hintergrund wählen

Wollt ihr Aufnahmen mit einem möglichst neutralen Hintergrund machen, sucht vor der Fotosession eine geeignet Stelle in eurer Wohnung aus. Benutzt Kissen oder Teppiche damit die Kinder sich nach Belieben positionieren können.

6. Licht maximal ausnutzen

Bei Innenaufnahmen mit natürlichem Licht: Gegenlicht vermeiden, d.h. das vorhandene Licht ausnutzen und mit dem Rücken zum Fenster fotografieren. Je weniger vorhandenes Tageslicht, desto näher sollten die Kinder an der Lichtquelle sein

7. Effekte einsetzen

Natürlicher „special effect“ für Portraits: Fotografiert die Kinder durch ein Fensterglas. Die Fensterscheiben sorgen, je nach Lichteinfall, für einen schönen Effekt wie Unschärfe und Spiegelungen.

8. Halbschatten wählen

Bei viel Sonnenlicht wählt lieber ein halbschattiges Plätzchen aus, damit keiner die Augen zusammenkneifen muss.

9. Automatikfunktion nutzen

Wenn ihr unterwegs seid: nutzt bei Spiegelreflexkameras die Automatik Funktion damit ihr die Einstellungen nicht ständig an die Lichtverhältnisse anpassen müsst.

Titelbild: Gettyimages
Bild: Christian Gertenbach/unsplash.com

Backen mit Kindern: 5 einfache Plätzchenrezepte & Tipps

Backen mit Kindern erfordert neben ein wenig Geduld auch eine entsprechende Vorbereitung. Wir haben einige Tipss und 5 besonders einfache Rezepte für Plätzchen.

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Sauerei…!“ Ach – so geht das Lied gar nicht? Erst gestern habe ich mit meinen Kindern gebacken und irgendwie ging mir diese erste Zeile dabei nicht aus dem Kopf.

Jedes Jahr zu Weihnachten ist es eigentlich das gleiche – ich habe diese romantisch-verklärten Erinnerungen an meine Kindheit und den alljährlichen Plätzchen-Backmarathon bei uns zu Hause. Ich habe es sehr geliebt! Und genauso stelle ich es mir dann zu Beginn der Adventszeit vor, wie ich mit meinen Kindern backe. Beide tragen adrette Schürzen, naschen ab und zu vom Teig, stechen brav die Kekse aus und legen sie aufs Blech. Im Hintergrund läuft leise die Weihnachtsmusik und bald duftet es herrlich nach den ersten Plätzchen. Nach 7 Jahren als Mutter sollte ich es eigentlich besser wissen…

Plätzchen backen: Zwischen Wunschvorstellung und Realität

Back to reality: den Teig hatte ich glücklicherweise schon vorbereitet, es musste also nur ausgerollt und ausgestochen werden. Ich gab meiner zweijährigen Tochter ein Stück Teig und eine kleine Rolle – nur um sie zu beschäftigen, schon klar.  Mein Sohn (7 Jahre) bekam ebenfalls Teig und eine Rolle. Aber noch bevor der Tisch anständig bemehlt war, hatte mein Sohn schon den ersten Wutanfall, weil natürlich der Teig am Tisch klebte und von seinem Darth Vader Plätzchen nichts erkennbares übrig blieb.  Ich versuchte derweil zu ignorieren, dass meine Tochter wahlweise den Teig in den Mund steckte, oder ihn über den Boden zerkrümelte. Ich atmete tief durch und summte beharrlich besagtes Kinderlied. Irgendwie haben wir dann doch zwei Bleche voll mit Plätzchen gebacken. Ach ja, Musik lief übrigens ansonsten keine – die moderne Technik hat natürlich versagt, und die Boxen wollten sich partout nicht mit dem Rechner verbinden. Hier sitze ich also nun, wieder um einige Erfahrungen reicher und gebe euch ein paar Tipps mit auf den Weg!

Backen mit Kindern – so bleibt es (einigermaßen) stressfrei

Die richtige Vorbereitung

Noch bevor man die Kinder in die Pläne einweiht, dass heute Plätzchen gebacken werden, sollten die Basics stehen. Die Zutaten stehen bereit oder der Teig ist schon vorbereitet, der Tisch ist frei geräumt und die Backbleche sind mit Backpapier belegt. Sonst verlieren die Kids eventuell schon die Lust, bevor es richtig losgeht. Denn nur wenn sie selber Hand anlegen können, sind sie bei der Sache. Deshalb ist es auch gut, kindgerechte Utensilien zu benutzen.

Backen mit Kindern – die richtige Vorbereitung ist alles!

Weniger ist mehr

Je nach Durchhaltevermögen eures Kindes, ist es vielleicht etwas viel verlangt, vom Teig bis zum fertigen Plätzchen den ganzen Prozess gemeinsam zu machen bzw. an einem Tag. Bei Ausstechplätzchen kann man den Teig schon am Vortag zubereiten, ausgerollt und ausgestochen wird dann am nächsten Tag.  Auf das Verzieren mit Zuckerguß und bunten Perlen haben wir übrigens irgendwann im Laufe der Jahre verzichtet, denn gegessen hat diese Plätzchen bei uns eh keiner. Stattdessen dippen wir die abgekühlten Plätzchen manchmal in Schokolade. Eine andere Möglichkeit ist es ein Rezept zu wählen, bei dem es hauptsächlich um das Mischen der Zutaten geht und die Plätzchen schnell von Hand geformt werden können.

Diese 5 Plätzchenrezepte sind ideal für das Backen mit Kindern

Mürbeteig ohne Ei – Der Klassiker zum Ausstechen

Diese einfachen Mürbeteigplätzchen ohne Ei bestehen nur aus 3 Zutaten und sind vor allem super, wenn kleine Kinder dabei sind, denen das Nicht-Naschen besonders schwer fällt.

Runde Sache: Plätzchen von der Rolle abschneiden

Plätzchen von der Rolle: Schneiden statt ausstechen

Kekse von der Rolle basieren auch auf einem Mürbeteig und werden werden nur in Scheiben geschnitten, nicht ausgestochen. Aus einem Basisteig lassen sich mit verschiedenen Zutaten viele Variationen herstellen.

Lassen sich mit vielen Zutaten abwandeln: Haferflockenkekse

Haferflockenkekse – Gesunde Nascherei

Diese Kekse können mit der Hand oder mit zwei Teelöffeln geformt werden. Dieses Rezept von lecker.de wird mit gerösteten Haferflocken besonders aromatisch.

Bei Schneeflockenkeksen entsteht das Muster durch einen Gabelabdruck

Schneeflockenkekse – Wunderbar zart und ganz einfach

Schneeflockenkekse sind die zartesten Plätzchen überhaupt – dank etwas Stärke im Teig. Außerdem sind sie schnell gemacht und werden per Hand und mit einer Gabel in Form gebracht.

Schokokonfekt – Schön zum Verschenken

Nicht wirklich Plätzchen, aber eine schöne Nascherei sind Schokotrüffel aus Ganache. Sie eignen sich auch wunderbar zum Verschenken! Für eine Ganache schmilzt man dunkle Schokolade und rührt Butter und Sahne unter, zum Beispiel nach diesem Rezept. Statt die halbfeste Masse nach dem Abkühlen zu rollen, fülle ich die noch flüssige Masse in kleine Papierförmchen. Diese können dann mit Nüssen , Cranberries oder Schokolinsen verziert werden

 

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Ab wann ist mein Kind alt genug…? Empfehlungen für den Familienalltag

Egal ob es um das erste Handy, den eigenen Schlüssel, Fernsehen oder ein Haustier geht – für alles gibt es das richtige Timing. Doch wann ist welcher Entwicklungsschritt erreicht? Wir haben eine kleine Anleitung…

Text: Stefanie Rüggeberg

Ab wann ist mein Kind alt genug, um Fernsehen zu schauen?

Medien sind Teil unseres Alltags. Insofern ist es kontraproduktiv, den Fernseher auf den Index zu setzen. Wichtig ist allerdings, dass du dein Kind an die Hand nimmst, wenn es die flimmernden Bilder entdeckt. Beim zeitlichen Rahmen dieser Entdeckungsreise gilt: Für Kleinkinder unter drei Jahren ist es am besten, die Welt kennenzulernen, indem sie Dinge riechen, schmecken, tasten. Fernsehbilder interessieren sie zwar als optische Reizquelle. Wirklich verarbeiten können sie Bild, Ton oder gar Inhalte noch nicht. Deshalb ist Fernsehen so früh wenig sinnvoll.
Ab dem Kindergartenalter wachsen Verständnis und Aufnahmefähigkeit allmählich. Vor allem Dinge, die sie aus dem Alltag kennen, wie Familie oder Freunde zu finden, können sie nun verfolgen. Voraussetzung: Die Handlung wird einfach, kurz und in einem kindgerechten Tempo erzählt.
Damit du merkst, was dein Kind schon versteht, solltest du mit ihm zusammen Fernsehen schauen. Dann kann es all die Fragen stellen, die ihm durch den Kopf schießen – und je geduldiger du selbst bei der fünften Wiederholung der gleichen Frage reagierst, umso besser. Tipp: Nutze von Anfang an die Chance, den Fernsehkonsum mit fixen Regeln zu verknüpfen. Dazu gehört zum Beispiel, wann, wie lange und was geschaut werden darf oder dass ihr nach einer Folge Kinderserie noch mal aktiv seid und auf dem Fußballplatz einige Bälle kickt.

Ab welchem Alter kann mein Kind sich alleine anziehen?

Der Pferderock wird als Poncho getragen, Jeans sind auf einmal doof und selbst im Juli ist noch Strumpfhosenwetter? Wenn dein Kind beginnt, sich seine Kleidung selbst auszusuchen, sieht das nicht unbedingt schön aus und ist oft unpraktisch. Aber darauf kommt es nicht an. Wenige Dinge drücken die Persönlichkeit so gut und selbstbewusst aus wie die Wahl der Kleider. Deshalb solltest du dein Kind genau ab dem Moment entscheiden lassen, ab dem es ein Interesse dafür entwickelt und die von dir ausgesuchten Klamotten wieder zurück in den Schrank stopft. Selbst wenn das heißt, dass du ab jetzt mit einer kleinen Person unterwegs bist, die bunt wie ein Papagei aussieht. Du würdest umgekehrt schließlich ebenso wenig wollen, dass dir jemand deinen Modegeschmack vorschreibt. Und was, wenn die Nachwuchs-Stilikone zu warme oder viel zu luftige Outfits wählt? Dann hilfst du deinem Kind mit einem autoritären Kleider-Diktat wenig. Besser: Lass es ausprobieren, wie sich der Winterpulli im Sommer anfühlt. Die Folge ist wahrscheinlich: Es macht die Erfahrung, dass es dann schwitzt, wählt beim nächsten Mal etwas anderes – und lernt so, Verantwortung für sich zu übernehmen.

In welchem Alter sollte man Kinder aufklären?

Es sind Fragen wie diese, die viele Eltern fürchten: „Gibt es mich, weil ihr geknutscht habt?“ – „Mama, was macht der blaue Faden zwischen deinen Beinen?“ Dabei ist es ganz normal und sehr gesund, dass Kinder schon im Kindergartenalter so unbefangen Fragen zur Aufklärung stellen. Deshalb wäre es sogar schade, die Antworten auf später zu verschieben. Denn sie helfen Ihrem Kind, ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln. Dazu gehört übrigens auch, dass es seine Geschlechtsteile kennen und benennen lernt. Je natürlicher es über Sexualität aufgeklärt wird, desto besser.
Das gelingt am besten, wenn du kein großes Aufklärungsgespräch ansetzt, sondern das alles ganz ungezwungen und beiläufig immer wieder in den Alltag einbindest. Und zwar dann, wenn das Thema sich ergibt. Sei es beim Duschen, wo das Kind mit drei fragt, wofür Mama Brüste hat. Oder wenn deine Tochter mit neun weißen Ausfluss bekommt und du die erste Periode erklärst. Enorm wichtig: Blocke Fragen bitte nicht mit „Dafür bist du zu klein“ ab, sondern beantworte alle Fragen so offen wie möglich und altersgerecht. Dann lernt dein Kind, dass Sexualität und die Entwicklung des eigenen Körpers absolut nicht peinlich sind.

Ab wann kann mein Kind mal ein paar Stunden alleine zuhause bleiben?

Eine halbe Stunde vor Ladenschluss wäre es viel fixer, ohne die Tochter in den Supermarkt zu laufen. Oder zum Arzt fahren zu können, ohne den Sohn extra bei Oma vorbeizubringen. Aber ist es überhaupt erlaubt, das Kind vorübergehend allein zu Hause zu lassen? Rechtlich haben Eltern natürlich eine Aufsichtspflicht. Allerdings darf diese sich, um die Kindesentwicklung zu fördern, durchaus dem Alter und der jeweiligen Situation anpassen.
Zur groben Orientierung empfehlen Pädagogen, Kinder unter drei Jahren gar nicht allein zu lassen. Kinder ab vier können 15 bis 30 Minuten allein bleiben, wenn die Eltern in der Nähe sind. In der Grundschule sind ein bis zwei Stunden möglich. Allerdings kommt es hier einmal mehr auf die individuelle Reife Ihres Kindes an. Wenn es ängstlich ist oder oft tollpatschig eine Spur der Verwüstung hinterlässt, warten Sie selbsterklärend.
Der Reifegrad passt und du hast mit deinem Kind besprochen, dass es sich das Alleinsein zutraut? Dann geben klare Absprachen zusätzliche Sicherheit. So sollte dein Kind wissen, wann du wieder da bist, wie es dich im Notfall telefonisch erreichen kann und was es in deiner Abwesenheit nicht darf.

 

Ab wann sollte mein Kind einen eigenen Haustürschlüssel bekommen?

Er ist klein und unscheinbar – und symbolisiert zugleich so viel Freiheit und Vertrauen. Ein eigener Haustürschlüssel ist ein echter Meilenstein und viele Kinder sind mächtig stolz darauf. Als Faustregel für den Zeitpunkt dieses Entwicklungsschritts lässt sich grob sagen, dass dein Kind dafür circa acht Jahre alt sein sollte. Gerade, wenn es etwa nach der Schule mit dem Schlüssel allein zu Hause reinkommen und bleiben soll, geht das nur, wenn es einige Basics kann, wie zum Beispiel: sich Essen in der Mikrowelle warm machen, das Telefon bedienen, die Uhr gut lesen. Und natürlich ist Voraussetzung, dass es den Schlüssel wirklich will. Reagiert es bei dem Thema ausweichend und ängstlich, solltest du es nicht vom Gegenteil überzeugen.
Wichtiger als eine starre Altersgrenze ist generell, dass dein Sohn oder deine Tochter weitsichtig genug mit dem Schlüssel umgeht. Checke deshalb vorab alle Fragen: Ist dem Kind bewusst, wie gut es auf den Schlüssel aufpassen muss und was passiert, wenn es sich aussperrt? Ist es schon in der Lage, den Schlüssel im Schloss umzudrehen? Wo kann es ihn verwahren? Was, wenn jemand klingelt? Besprecht es in Ruhe gemeinsam, wenn du an anderen Dingen merken, dass dein Kind jetzt die nötige Reife hat. Ein guter Hinweis ist hier, dass es gut auf seine Schulsachen aufpasst, nichts verliert und auf die Frage, was es bei einem Notfall zu Hause macht, etwa sofort weiß „Dann klingele ich bei Frau Döbler nebenan und rufe außerdem dich an.“

Welches Alter ist das richtige für die Einschulung?

Es hat schon seinen Sinn, dass der Beginn der Schulpflicht sehr flexible Regelungen umfasst. Jedes Kind ist anders und jedes erreicht die Schulfähigkeit in seinem eigenen Tempo. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihre Kleine mit fünf bereits richtig gut lesen und locker bis 50 zählen kann. Entscheidend ist die Reife und die hat wenig damit zu tun, ob Ihr Kind stets genau wissen will, wie alles funktioniert. Wichtig sind vielmehr Dinge wie: Kann es sich gut konzentrieren und länger stillsitzen? Gliedert es sich leicht in eine Gruppe ein und kann Regeln akzeptieren? Geht es gut mit Konflikten um?
Selbst wenn die Schuleingangsuntersuchung bestätigt, dass das Kind so weit ist, sollten Eltern genau überlegen, noch mal mit der Erzieherin im Kindergarten sprechen und unbedingt das Kind selbst fragen, ob es schon zu den Großen in der Schule gehören will.
Der Trend geht inzwischen wieder weg von der Einschulung mit fünf. Nicht zuletzt, weil Studien gezeigt haben, dass so früh eingeschulte Kinder öfter sitzen bleiben und seltener fürs Gymnasium empfohlen werden. Und weil Pisa-Vorbild Finnland sehr erfolgreich damit ist, Kinder erst ab einem Alter von sieben Jahren zu unterrichten.

Ab wann darf mein Kind alleine zur Schule gehen?

Der Schulweg ist oft der erste Weg, den Kinder komplett ohne Begleitung zurücklegen. Wenn die Schule direkt um die Ecke liegt, ist das natürlich früher möglich, als wenn dein Kind dafür den Bus nehmen muss. Gerade zu Beginn der Grundschule lieben es Kinder außerdem, wenn ein Elternteil sie begleitet. Erfülle ihm diesen Wunsch so lange wie möglich und bereite es dabei gleichzeitig beiläufig auf seinen großen Solo-Auftritt vor. Wie? Indem du über die Gefahren des Verkehrs sprichst oder darüber, warum die Fußgängerampel so wichtig ist. Indem du einfache Verkehrsregeln erklärst und wie dein Kind sich verhalten soll, wenn es auf dem Weg von Fremden angesprochen wird. Indem ihr euch unterwegs erzählt, welches markante Haus als nächstes kommt. Bis du eines Tages ganz die Regie übergibst und sagst „Heute führst du mich“. Wenn Ihr Kind das mehrmals problemlos meistert, können Sie sicher sein, dass es den Schulweg ohne Sie schafft. Im Normalfall wird es nach den erfolgreichen Generalproben sowieso bald das Selbstbe- wusstsein haben, eine Premiere zu fordern.

Ab wann ist mein Kind alt genug, um für ein Haustier zu sorgen?

„Ein Hund wäre soooo ein treuer Freund.“ – „Das Kaninchen ist soooo süß.“ – „Wellensittiche machen soooo viele lustige Sachen.“ Kinder schwärmen von Tieren und tatsächlich ist es ein Gewinn, wenn sie mit einem Haustier aufwachsen dürfen. Schließlich, das belegen Studien, können sie hier lebensnah Verantwortung und soziale Kompetenz erlernen. Allerdings ist entscheidend, dass das entsprechende Tier zum Alter deines Kindes passt. So sind etwa die vermeintlich niedlichen Hamster nachtaktiv und damit frühstens ab dem Teenager-Alter geeignet.
Ein erstes Haustier kann ab etwa vier Jahren bereichernd sein. Allerdings muss dabei klar sein: Noch geben die Eltern bei der kompletten Versorgung Hilfestellung. Allein ist ein Kind damit so jung überfordert. Doch es langsam an die Bedürfnisse des Tieres heranzuführen – das ist eine gute Erfahrung. So lernt dein Kind, dass das flauschige Kaninchen Schmusen gar nicht mag, aber unbedingt regelmäßig Futter und einen sauberen Stall braucht.
Nach und nach können Kinder mehr Aufgaben übernehmen, bis sie mit etwa acht schon vieles allein hinkriegen. Dennoch: Mama und Papa müssen selbst hier weiter kontrollieren, ob das Tier gut versorgt wird. Speziell um einen Hund können sich Kinder erst ab circa zwölf Jahren wirklich allein kümmern.

Wann ist mein Kind alt genug für ein eigenes Handy?

Bei dieser Frage geht es nicht darum, dein Kind generell von der Handynutzung fernzuhalten – sondern, dass es lernt, verantwortungsbewusst damit umzugehen. Dem „Alle in meiner Klasse haben auch eins“ – Argument nachzugeben, ist immer der schwächste Weg. Praktisch gesehen braucht im Grundschulalter fast kein Kind ein Handy. Schließlich werden die meisten dann durchgehend in der Schule oder dem Hort beaufsichtigt. Erst wenn Ihr Kind mit circa zehn Jahren deutlich selbstständiger wird, ist ein Handy sinnvoll. So ist es erreichbar, wenn es allein zum Karateunterricht geht. Oder kann Bescheid sagen, wenn es noch länger bei seinem Freund bleibt.
Laut Statistik des IZI (Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen) haben 75 Prozent der 10- bis 11-Jährigen dann sogar ein eigenes Smartphone. Hier geht es natürlich um weit mehr als die reine Erreichbarkeit, und damit verbunden sollten Eltern die Nutzung intensiv vorbereiten. Es bedeutet so viel mehr Verantwortung, wenn das Kind mit dem Handy ins Internet gehen, in Chatgruppen oder bei Social Media persönliche Bilder und Informationen teilen kann. Oder wenn es traumatische Erfahrungen wie Cybermobbing machen könnte. Es ist wichtig, das alles zu besprechen, klar festzulegen, dass das Smartphone nur zu bestimmten Zeiten genutzt wird, und das Kind einen (kleinen) finanziellen Beitrag zum Vertrag leisten zu lassen. So bereitest du es optimal darauf vor, alle Aspekte dieses Mediums klug und in Maßen zu nutzen.

Fabelhaft! 4 Rezepte inspiriert von beliebten Kindermärchen

Märchen sind unglaublich wichtig. Sie bringen Kindern und Eltern etwas bei, sorgen für Unterhaltung, Bonding, fördern kreatives Denken und vieles mehr. Aber in diesem Fall leisten die Märchen noch einen weiteren Beitrag: Sie werden zur Inspiration für äußerst schmackhafte, kinderfreundliche Gerichte. Hier findet ihr 4 Rezepte, die euch die klassischen Märchen aus einem anderen Blickwinkel erleben lassen.

Die Relevanz von Märchen für Kleine und Große

Wenn ihr euch als Eltern gerade fragt, welche Rolle Märchen heutzutage spielen und ob sie immer noch ein wichtiges Element für das Großwerden von Kindern sind, dann können wir euch versichern, dass Märchen nach wie eine wichtige Rolle einnehmen. Märchen handeln von großen Themen, vom Erwachsenwerden, vom erfolgreichen Überwinden von Ängsten, vom Sterben, von schwierigen menschlichen Beziehungen, Mutproben, von Verrat, wahrer Freundschaft und starker Liebe – und es gibt immer ein klares Gut oder Böse. All diese Themen sind oft schwer zu bewältigen, vor allem bei Kindern, deren Sensibilität viel stärker ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Aus diesem Grund spielen Märchen eine grundlegende Rolle, weil sie alles auf eine spielerische und kreative Ebene stellen und die viele Themen ganz nebenbei angesprochen werden.

Das Kochbuch der Märchen

Märchen sind spannend, werden nie wirklich altmodisch und können noch dazu sehr gut schmecken – dies ist die Philosophie, die hinter den unzähligen Seiten dieses neu erschienenen Buches steht. „Das Kochbuch der Märchen“ ist viel mehr als ein Kochbuch – es soll anregen zum gemeinsamen Vorbereiten, zum Kreativwerden, zum Lesen und zum Vorlesen. Jedes Kapitel birgt die Aufforderung in sich, Zeit miteinander zu verbringen. Ein kleines, feines familiäres Happening sozusagen, das noch dazu ganz viel Spaß macht, in andere Welten abtauchen lässt und wunderbar duftet.

Beim Schreiben des Buches hat sich die Autorin Kathleen Beringer folgenden Ablauf vorgestellt: Ein Märchen wird mit den Kindern gelesen und anschließend das entsprechende Menü gemeinsam gekocht. Das ist auf vielerlei Weise spannend. Es handelt sich um eine gemeinsame Aktivität, aber darüber hinaus könnt ihr auch Fragen mit euren Kindern besprechen: Was hat man wohl vor 200 Jahren gegessen? Welche Zutaten gab es, woher kamen sie? Wie hat man wohl damals gekocht? Da dürfen sich alle Gedanken machen, zum Beispiel, was es heißt, keinen elektrischen Herd zu haben und keinen Supermarkt. War denn das tägliche Brot überhaupt selbstverständlich? Auf diese Weise wird das Rezeptbuch zu einem umfassenden Lehrmittel, das nicht nur die Sinne anregt, sondern auch den Wissensdurst.

Fabelhaft! 4 Rezepte inspiriert von 4 beliebten Kindermärchen

Im Folgenden findet ihr köstliche und farbenfrohe Rezepte, die von klassischen Märchen inspiriert sind. Viel Spaß beim Kochen!

„Der Wolf und die sieben jungen Geisslein“ mit
Wurzelsuppe

„Oh wie wunderbar“, meckerte die alte Geiß hocherfreut.
„Eine heiße Suppe ist jetzt genau das Richtige für mich.“

Zutaten:

  • 100 g Kartoffeln, 100 g Karotten, 100 g Petersilien- wurzeln
  • 100 g Knollensellerie
  • 100 g Zwiebeln
  • 40 g Butter
  • 1 l Hühner- oder Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer

Vorbereitung:

Die Gemüse putzen, waschen und in gleichmäßige Stücke schneiden. In Butter anschwitzen, mit der Brühe aufgießen und in etwa 15 Minuten weich kochen. Alle Zutaten fein pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen.

„Die Bremer Stadt-Musikanten!“ mit
Burger mit Banditenkartoffeln

„Sie konnten es kaum erwarten, sich je nach Geschmack ihren speziellen Burger zusammen- zustellen. Jeder half beim Vorbereiten mit. Bald kitzelten die Düfte ihre Geschmacksnerven.“

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • Salz
  • 1/4 Würfel frische Hefe
  • 15 g Butter
  • 180 g Milch
  • 2 Eigelbe
  • 1 Ei
  • 500 g festkochende
  • Kartoffeln
  • (z. B. Annabelle) 6 El Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Paprikapulver
  • 6 EL Ketchup
  • 6 EL Mayonnaise
  • 1 große Zwiebel
  • 600 g Rinderhack Pfeffer
  • Zwiebeln, Avocado, Essiggurken, Käse, Tomaten, Bacon

Zubereitung:

Ofen auf 35 °C vorheizen.

Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen, in die Mitte eine Vertiefung drücken. Hefe hineinbröckeln, mit geschmolzener Butter, lauwarmer Milch und zwei Eigelben verrühren, im Herd 90 Minuten gehen lassen. Dann den Teig mit etwas Mehl bestäuben, noch mal vorsichtig kneten, vier Brötchen formen, auf ein Backblech mit Backtrennpapier legen und mit dem verquirlten Ei bepinseln. Bei 185 °C 15–20 Minuten backen.

Anschließend Kartoffeln schälen, vierteln und mit einer Mischung aus Olivenöl, Salz und Paprikapulver überziehen. Nebeneinander auf ein Blech legen und 30 Minuten bei 200 °C backen, bis sie gebräunt sind, salzen. Aus Ketchup und Mayonnaise eine Sauce mischen.

Rinderhack zu flachen Pattys formen und in heißem Öl pro Seite 3 – 4 Minuten braten.

Zwiebeln und Avocado schälen und ebenso wie Gurken, Käse und Tomaten in Scheiben schneiden, den Bacon knusprig braten und alles in verschiedene Schälchen geben. Brötchen mit den Patties und weiteren Zutaten nach Belieben belegen.

„Hänsel und Gretel“ mit
Lebkuchen-Creme

„Bei einer feinen Nachspeise erzählten Hänsel und Gretel vom Knusperhäuschen, die böse Stiefmutter vermisste niemand.“

Zutaten:

  • 4 sehr frische Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL Lebkuchen-Gewürz
  • 1/2 TL Zimt
  • 3 EL Honig
  • 250 g Mascarpone

Zubereitung:

Für die Creme die Eier trennen, Eiweiße steif schlagen. Eigelbe, Vanillezucker, Lebkuchen-Gewürz, Zimt und Honig cremig schlagen, Mascarpone untermischen. Eischnee vorsichtig unterziehen und die Nachspeise mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

„Der Froschkönig“ und
Veganer Schokoladenkuchen

„Bei dieser veganen Variante eines Schokoladenkuchens hatte die Königstochter das Gefühl, so richtig angekommen zu sein, und freute sich auf das gemeinsame Leben mit ihrem Froschkönig.“

Zutaten:

  • 125 g vegane Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • 30 g Kakao
  • 250 g Dinkelmehl
  • 1+1/2 TL Backpulver
  • Salz
  • 3 reife Avocados
  • 95 g brauner Zucker
  • 1 Zitrone
  • 3 gestr. TL Johannisbrotkernmehl
  • 6 EL Rapsöl
  • 200 g dunkle Kuvertüre
  • 100 g Vanille-Soja-Milch
  • 1 gestr. TL Johannisbrotkernmehl

Backen:

50 Minuten bei 160 °C Umluft Springform Ø 18 cm

Zubereitung:

Ofen vorheizen.

Zimmerwarme Butter schaumig aufschlagen, dabei Zucker einrieseln lassen.

In einer separaten Schüssel Kakao mit Dinkelmehl, Backpulver und einer Prise Salz vermengen. Die Mischung vorsichtig unter die Butter-Zucker-Masse heben und gut mischen, sodass sich eine homogene Masse ergibt. Springform ausfetten und mit Dinkelmehl bestäuben. Den Teig in die Form geben und circa 50 Minuten backen, mit einem Stäbchen überprüfen, ob er gar ist. Währenddessen Avocados schälen, mit dem braunen Zucker und dem ausgepressten Zitronensaft (gegen das Oxidieren) pürieren. Dann das Johannisbrotkernmehl hinzugeben, um die Masse etwas einzudicken. Mit Öl und einer Prise Salz noch einmal sehr gut verrühren und kühl stellen.

Den Kuchen horizontal halbieren und die untere Hälfte mit der Avocadocreme bestreichen, mit der anderen Hälfte bedecken. Kuvertüre grob hacken und in der Sojamilch auf dem Herd langsam erhitzen. Wenn die Masse warm und homogen ist, das Johannisbrotkernmehl zum Eindicken hinzugeben. Die Schoko- ladencreme etwas abkühlen lassen und anschließend gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

 

© Das Kochbuch der Märchen von Kathleen Beringer erscheint im November 2021 bei Elsa Publishing, 39,- EUR, elsapublishing.com, Illustration © Rinah Lang.

 

 

 

Credits:

Fotos © Katrin Winner
Illustrationen © Rinah Lang
Rezepte © Kathleen Beringer
Kuchenrezepte © Uwe Lindner / The Victorian House, 2021