Pyjama-Party: Tipps für die erste Übernachtung

Isabelle Jänchen

Das erste Mal bei der Freundin oder dem Freund schlafen ist ganz schon aufregend… Mit tollen Spielen, dem richtigen Kuscheltier und einigen Tipps wird es ein Riesenspaß!

Das erste Mal woanders schlafen: Der erste Übernachtungsbesuch kann eine Herausforderung sein, für die Kinder, aber auch für die Gasteltern. Ob bei den Großeltern oder zum ersten Mal bei Schulfreunden – natürlich machen sich die Großen Gedanken, ob alles gut klappt. Es gibt Kinder, denen es leicht fällt, über Nacht woanders zu bleiben, andere wollen nur ungern auf ihre gewohnte Umgebung verzichten. Das Wichtigste vorab: Das Kind sollte auf keinen Fall gezwungen werden. Mit lustigen Spielen und hilfreichen Tipps können sie die Trennung von Mama und Papa für eine Nacht aber um einiges leichter gestalten. Und auch für die Gastgeber haben wir ein paar Ideen gesammelt, wie sie sich die Zeit mit ihrem Übernachtungsbesuch vertreiben können. Die Party kann beginnen …

Die richtige Vorbereitung

Verwöhnung erlaubt

Je nach Absprache mit den Eltern dürfen Kinder beim Besuch mehr Freiheiten erleben. Ablenkung für das Kind, um ihm/ihr die Sehnsucht von Mama und Papa zu nehmen. Bei den Großeltern ist vielleicht eine Reise auf dem Dachboden interessant oder das Stöbern in alten Kisten und Boxen, nach altem Spielzeug. Auch Süßigkeiten oder besondere Getränke können erlaubt werden, die es zu Hause normalerweise nicht gibt.

Dem Kind viel Sicherheit mit auf den Weg geben

Beim Abschied ist es ganz wichtig, dass die Eltern fröhlich und selbstsicher bleiben und eventuelle Bedenken für sich behalten. Das Kind soll nicht glauben, es wäre eine schwierige Sache, wenn es jetzt geht.

Einschlafrituale beibehalten

Der Kuss am Abend von Mama und Papa, die liebste Gute-Nacht-Geschichte oder ein Einschlaflied, das zu Hause immer gesungen wird, bevor geschlafen wird. Auch hier sind klare Absprachen mit den Großeltern oder den Freunden hilfreich und erleichtern das Einschlafen.

Und last but not least: Es ist okay, wenn das Heimweh die Kids von Zeit zu Zeit packt und sie doch zurück nach Hause wollen. Klar lieben sie ihre Eltern und ihr vertrautes Zuhause, und besonders abends fällt eine Trennung noch etwas schwer. Hier hilft es, mit Geduld die Ängste zu nehmen.

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Hier schläft der Gast

Vom Spielplatz zum Schlafplatz

Ein Tagesbett kann optisch einiges hermachen, ist tagsüber ein Sitzplatz und kann nachts zum Bett umfunktioniert werden.

Spielmatratzen

Wenn der Platz für ein Tagesbett nicht reicht und auch kein Hochbett vorhanden ist, kann eine Spielmatratze gemütlich als Bett hergerichtet werden. Tagsüber als Unterlage zum Spielen und Toben, nachts wird’s zum kuscheligen Schlafplatz.

Ein Kuschelnest zum Entspannen

Es braucht das Kuschelkissen von zu Haus oder das liebste Kuscheltier und dann wird mithilfe von weiteren Kissen und gemütlichen Decken ein schönes Nest zum Entspannen und Runterkommen gebaut.

Yummy – Snackideen für Übernachtungsgäste

  • Steht ganz oben auf der Liste: Zum coolen Film darf das Popcorn nicht fehlen. Hier gibt es mittlerweile so viele Varianten wie Geschmäcker.
  • Eine Snackbox mit unterschiedlichen Riegeln, Chipstütchen und Gummitieren, die man entweder selbst zusammenstellen oder auch fertig kaufen kann.
  • Eis – geht immer und auch hier gibt es zahlreiche Varianten für Toppings wie Streusel, Früchte, Sahne, Soßen und Co.!
  • Auch ein selbst gemachter Flammkuchen oder Pizza lassen sich schnell vorbereiten, snacken sich easy weg und werden von den meisten gemocht.
  • Zum Frühstück Cornflakes, Crêpes oder Pancakes, die ebenfalls schnell gezaubert und individuell vernascht werden können.

Unsere Snackstipp

Das einfachste Crêpes-Rezept, ohne Zucker, das sich je nach Vorlieben und Appetit herzhaft oder süß aufpeppen lässt:

  • 280 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 250 ml Wasser
  • 2 Eier
  • Eine Prise Salz
  • Ggfl. 1 kleiner Löffel Olivenöl

Abends zur Ruhe kommen

Tagsüber aktiv und kreativ sein gehört zum Alltag mit Kindern dazu, aber wenn es dann zur Ruhe geht, sind Hörspiele und Geschichten gefragt. Für alle, die nach alten Klassikern oder neuen Alternativen suchen, haben wir hier ein paar Tipps!

Hörspiele zum Einschlafen

Bekannte Musik und Hörspiele im Gepäck helfen als Ablenkungsmanöver. Die Toniebox oder das Tablet lassen vertraute Stimmen in den Ohren klingen. Die Geschichten, die die Kinder an zu Hause erinnern, helfen durch einen langen Abend, an dem es vielleicht schwerfällt einzuschlafen.

In der ARD-Audiothek lassen sich zahlreiche Hörspiele finden. Hier gibt es zum Beispiel den Klassiker „Pumuckl“ kostenlos zum Reinhören! Auch der WDR mit seinem Kanal KiRaKa bietet ein kinderfreundliches Hörspielprogramm, ganz neue Geschichten, aber auch Abenteuer aus der „Sendung mit der Maus“ findet man dort. Alternativ gibt es natürlich ein großes Angebot an Hörbüchern bei Streamingdiensten oder über Anbieter für kommerzielle Hörbuch-Downloads. Die Auswahl ist riesig!

Erste Hilfe bei Heimweh

Das hilft über kleine Sehnsuchtsattacken hinweg:

  • Vertraute Gegenstände wie Schmusekissen, das Lieblingskuscheltier oder auch Familienfotos können bei plötzlichen Heimwehmomenten Trost spenden.
  • Eine Kussdose: Hier werden Mamas Küsse auf Papierstreifen in eine kleine Dose gepackt und können herausgeholt und an die Wange gedrückt wer- den.
  • Selbst gemachtes Pillowspray aus beruhigendem Lavendel und Mandarine, das man sich gemeinsam mit Mama zusammenmischt und sich dann vor dem Schlafen aufs Kissen und ins Zimmer sprüht. Am besten auch schon zu Hause ein paarmal machen, dann ist der Duft direkt vertraut und wird zum Ritual, das auch beim Auswärtsschlafen seine Wirkung tut. Bei kleineren Kindern kann man es auch in Anti- Monster-Spray umbenennen.
  • Ein Schlaf-Shirt von Mama oder Papa mit einpacken!
  • Überlebensfutter wie ein paar besondere Süßigkeiten, eine Stange Smarties oder Ähnliches sorgt für gute Laune und neuen Mut.
  • Sogenannte Heimwehpillen – gibt es in der Apotheke zu kaufen. Hierbei handelt es sich lediglich um Fruchtbonbons, mit denen die Welt sicher ganz schnell wie- der in Ordnung ist.
  • Ein Reisetagebuch hilft dabei, Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten. Malen und Schreiben schenken Ablenkung.
  • Bei einem längeren Aufenthalt woanders sind Heimwehbriefe eine schöne Idee. Vorab für jeden Tag einen Brief vorbereiten, den das Kind durchlesen und/ oder anschauen kann.

 

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