Stranger Things Finale

Stranger Things – 7 Gründe, warum wir die Serie lieben

Eltern, Familie, Freizeit

Die letzte Staffel von Stranger Things ist vorbei und wir sind ein bisschen traurig, dass die Serie jetzt endet. Jahrelang haben wir mit Eleven und ihren Freunden mitgefiebert im Kampf gegen den bösen Demogorgon. Hier kommen sieben Gründe, warum wir die Serie lieben.

Als Stranger Things 2016 startete, waren einige von uns noch mitten im Studium, im ersten Job oder gerade frisch verliebt. Heute schauen wir die Serie abends weiter, wenn die Kinder im Bett sind. Genau darin liegt ein Teil ihrer Magie: denn Stranger Things ist mit uns gewachsen. Und natürlich geht es bei der Geschichte rund um die Freunde Mike, Dustin, Will und Lucas nicht nur um Monster aus einer Unterwelt. Es geht um Freundschaft, um Zusammenhalt, um Vertrauen und Mut, aber auch um Verlust – und natürlich ums Erwachsenwerden und darum, den eigenen Platz im Leben und in der Gesellschaft zu finden.

Lauter Themen, die uns immer noch beschäftigen, wenn auch aus einer anderen Perspektive. Hier sind sieben Gründe, warum wir die Serie lieben und warum sie uns ganz bestimmt noch länger begleiten wird.

Weil wahre Freundschaft über alles geht

Es ist das Herz der Serie, ein zentrales Thema, das uns rührt und auch ein wenig melancholisch stimmt: Die Freundschaft zwischen den Hauptfiguren Mike, Dustin, Lucas, Will und später auch Eleven. Sie ist bedingungslos, loyal und unbeirrbar. Selbst wenn Erwachsene zweifeln oder die Welt unterzugehen droht – die Freunde halten zusammen.

Das erinnert viele von uns an die eigene Kindheit, an Geheimnisse, die man nur mit seinen Freunden geteilt hat, das unbeschreibliche Gefühl, gemeinsam unbesiegbar zu sein. Natürlich wünscht man sich als Eltern, dass die eigenen Kinder auch solche Freundschaften erleben.

Stranger Things
Dustin (Gaten Matarazzo), Mike Wheeler (Finn Wolfhard), Will Byers (Noah Schnapp) und Lucas Sinclair (Caleb McLaughlin) machen sich Sorgen um ihren Kumpel Eddie. (NETFLIX © 2025)

Was die Serie auch zeigt ist, dass es unter Freunden Konflikte, Eifersucht und Veränderung geben darf. Die Fünf driften im Lauf der Geschichte auseinander, verändern sich, machen kleinere, größere und lebensverändernde Krisen durch – doch irgendwie finden sie immer wieder zusammen.

Wenn Will merkt, dass die anderen sich mehr für Mädchen interessieren als für das gemeinsame Lieblingsspiel “Dungeons & Dragons”, wenn die Freundesgruppe nach vielen Diskussionen und Streitereien Eleven als neues Mitglied akzeptiert, Lucas mit seinem Basketball-Team loszieht, um endlich nicht mehr zu den Außenseitern zu gehören oder Dustin sich mit Steve anfreundet, obwohl er ihn zuvor nicht ausstehen konnte … Freundschaft ist kein Stillstand, sondern ein gemeinsamer Weg. Und: “Freunde lügen nicht”, wie Eleven sagt.

Stranger Things

Weil Eleven eine unserer Lieblingsheldinnen geworden ist

Eleven ist in der Serie die zentrale Figur, die eine unglaubliche Wandlung durchmacht. Doch sie ist weit mehr als das Mädchen mit telekinetischen Fähigkeiten. Sie steht für das Gefühl, anders zu sein, nicht dazuzugehören. Sie muss sich und ihren Platz im Leben erst finden. Ihr Weg ist geprägt von Trauma, Verlust und dem mühsamen Erlernen von Vertrauen. Das weckt unser Mitgefühl und anfangs das Bedürfnis, sie zu beschützen. Später wird sie es sein, die ihre Freunde beschützt

Erst durch diese Freundschaft, Liebe und die Fürsorge ihres Pflegevaters Hopper, kann sie in der Serie wachsen – uns schließlich über sich hinaus wachsen. Ihre Geschichte berührt uns auch weil sie zeigt, dass Stärke oft aus Verletzlichkeit entsteht. Und dass es Zeit braucht, bis man sich selbst so akzeptieren kann, wie man ist.

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Jim Hopper (David Harbour) und Eleven (Millie Bobby Brown) versuchen ins Innerste der Unterwelt einzudringen. (NETFLIX © 2025)

Weil Joyce Byers und Karen Wheeler starke Mutterfiguren sind

Joyce Byers ist laut, emotional, manchmal chaotisch – aber zielstrebig und unerbittlich, wenn es um ihre Kinder geht. Während andere zweifeln, glaubt sie Will. Während die Welt sie für verrückt erklärt, traut sie ihrem Bauchgefühl. Für viele ist Joyce genau darum eine Identifikationsfigur, denn sie handelt nicht immer rational, aber sie würde alles mögliche tun, um ihre Lieben zu beschützen – auch wenn sie dafür unkonventionelle Wege gehen muss und die anderen den Kopf über sie schütteln.

Stranger Things
Winona Ryder als Joyce Byers, die ihren Sohn Will beschützen will.

Karen Wheeler steht für ein ganz anderes, für die Zeit sehr typisches Lebensmodell. Sie ist die klassische Stay-at-home-mum und führt ein Leben, das von dem der alleinerziehenden Joyce meilenweit weg ist. Doch Karen ringt mit ihrer Rolle, mit Langeweile, unerfüllten Träumen und gesellschaftlichen Erwartungen. Ihre Geschichte spiegelt das Lebensgefühl vieler Frauen dieser Zeit wider, die erst wenn die Kinder größer sind merken, dass der Alltag allein sie nicht ausfüllt.

Das Drehbuch der Serie lässt diese Ambivalenzen zu. Mutterschaft wird nicht romantisiert, sondern als Teil einer weiblichen Identität gezeigt, die sich ständig weiterentwickelt. Und bei aller Verschiedenheit der beiden Frauen: Wenn es darum geht die eigenen Kinder zu beschützen, werfen sie sich mutig vor den Demogorgon.

Karen Wheeler Stranger Things
Cara Buono spielt die Stay-at-home-mum Kareen Wheeler (NETFLIX © 2025)

Weil die Serie cooles Spielzeug wieder aufleben lässt

Stranger Things ist voll von Spielzeugen, Spielen und coolen Items aus den 80er Jahren, die viele sofort erkennen: das Spiel “Dungeons & Dragons”, Walkie-Talkies, BMX-Räder, Roller Skates, Arcade-Games… Diese Dinge sind mehr als nostalgische Requisiten.

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“Dungeons & Dragons” ist von entscheidender Bedeutung für den Serienverlauf. Das kultige Rollenspiel ist nicht nur ein Zeitvertreib, es hilft den Freunden, das Unfassbare begreifbar zu machen. Die Kinder erklären sich das Übernatürliche mithilfe der Spielfiguren und Fantasiewelten. Das Spiel wird auch zum Werkzeug, um ihre Angst zu verarbeiten. Frei nach dem Motto: Benenne die Dinge und sie werden etwas von ihrem Schrecken verlieren.

Wir sehen auch einige ikonische Spielzeuge im Hintergrund, den Millenium-Falken aus Star Wars zum Beispiel… doch keines spielt eine so große Rolle wie das Lite-Brite. Es wurde in den 1960ern von der Firma Hasbro entwickelt und war vor allem in den 70er und -80er Jahren beliebt. Mit leuchtenden Steckpins konnten Kinder Bilder und Muster auf einer beleuchteten Tafel setzen. Für die Serie wird das Lite-Brite, wie zuvor schon die Lichterkette im Wohnzimmer von Joyce, zum Kommunikationsmittel mit der Unterwelt.

Weil sie den Modestil der 80er zurück bringt

Die Mode ist ein zentrales Element in Stranger Things – und wir lieben den Style. Viele Outfits stammen von Marken, die in den 1980ern allgegenwärtig waren: Levi’s, Wrangler, Converse, Nike und Reebok, Casio-Uhren als Accessoires – und natürlich die Caps von Dustin!

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Eleven muss ihren Stil erst noch finden. Ihr rosa Kleid mit dem blauen Windbreaker aus der ersten Staffel ist wohl das bekannteste Outfit der Serie. Später trägt sie Oversize-Hemden und Highwaist-Jeans – typisch für die Zeit damals. Nach einem Ausflug in die Stadt und der Begegnung mit Kali (Eight), erscheint sie mit zurückgegelten Haaren, ausdrucksstarkem Kajal und Lederjacke in Hawkins – punkig.

Die Looks aus der Serie Stranger Things regen einige Brands dazu an, ikonische Klassiker wieder aufleben zu lassen. College-Jacken, Windbreaker, T-Shirts mit aussagekräftigen Botschaften … All das ist aktuell in vielen Kollektionen zu finden.

Weil jeder seine persönliche Lieblingsfigur findet

Vielleicht ist es Dustin, der ein bekennender Nerd ist, immer eine gute, wissenschaftliche Antwort geben kann und einige der witzigsten Dialoge der Serie hat. Oder es ist Will, der Schlimmes erleben musste, das er auch zeichnerisch verarbeitet und lange braucht, um sich seine besonderen Fähigkeiten einzugestehen und sich von seiner beschützenden Mutter zu lösen. Oder Max, die mit ihrer frechen Art, ihrem Talent für Videospiele und Skaten, dem Mut, sich ihrem Stiefbruder entgegen zu stellen, ein glaubhaftes Rolemodel ist.

Max und Eleven

Ein Qualitätsmerkmal der Serie ist, dass das Ensemble immer wieder um Charaktere erweitert wird. Wer will schon die nerdige, selbstbewusste und überaus clevere Erica missen, die nie um einen Spruch verlegen ist. Oder den schrulligen Murray Baumann, der von den Hollands engagiert wird um ihre verschwundene Tochter zu finden und sich unerschrocken auf das Abenteuer die Welt zu retten, einlässt. Nicht zu vergessen Robin, die zusammen mit Steve erst im Eisladen und dann in der Videothek jobbt und mit ihren cleveren Einfällen und ihrer empathischen Art eine der wichtigsten Figuren wird.

Stranger Things

Gut, niemand wird Vecna als seinen persönlichen Liebling wählen! Aber wenn Jamie Campbell Bower als Henry Creel erscheint, verstehen wir, dass er eine gewisse Anziehungskraft hat. Als Bösewicht jedenfalls hat es auch Vecna längst in die Top Ten geschafft.

Weil es eine Zeitreise in die Popkultur der 80er Jahre ist

Manchmal fühlt man sich beim Zusehen wie ein einer Zeitmaschine, denn Stranger Things ist durchzogen von Anspielungen auf prägende Filme, Serien und Sounds aus den 80ern. Die Popkultur-Referenzen werden gezielt eingesetzt als erzählerisches Element.

Ohne Zweifel ließen sich die Duffer-Brüder, die Regisseure und Drehbuchautoren der Serie, von den Filmen “E.T. – der Außerirdische” und “Die Goonies” von Steven Spielberg inspirieren. Die Freundschaft von Mike, Will, Lucas und Dustin, ihre Spieleabende im Keller, ihre Ausflüge auf ihren BMX-Rädern und wie sie Eleven verstecken, erinnern sehr an die Filmabenteuer von Spielberg. Aber auch der Einfluss von Steven King (“Es”, “Stand by Me”, “Carrie”) und John Carpenter (“The Thing”, “Halloween”) ist offensichtlich.

Stranger Things

Neben den Filmen greift Stranger Things auch klassische TV-Serien aus den 80ern auf. Die Mischung aus Mystery, Science-Fiction und Coming-of-Age erinnert an The Twilight Zone und Twin Peaks. Nicht zu vergessen der Soundtrack der Serie mit ikonischen Popsongs: “Should I Stay or Should I Go” von The Clash und natürlich “Running up That Hill” von Kate Bush. Der Song feierte übrigens Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung durch die Serie erneut weltweite Chart-Erfolge.

Hinter den Kulissen der Produktion

Stranger Things

Wenn ihr mehr über die Produktion der finalen Staffel der Serie erfahren wollt, gibt es ab 12. Januar eine umfassende Chronik, die die Dreharbeiten, die Schauspieler, die Technik und vieles mehr zeigt. “Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5” begleitet das Team, die Schöpfer der Netflix-Serie und die Crew.

Bildquelle: Netflix, Grafiken: Lunamag