Veganes Eis: hier kommen 4 köstliche Rezepte

Veganes Eis ist immer mehr im Kommen und schmeckt einfach nur köstlich. Für große und kleine Eiskenner stellen wir hier vier leckere Rezepte vor, die dem Sommer den extra Kick geben.

Geschmack auf rein pflanzlicher Basis

Heißes Wetter verlangt nach einem guten Eis! Fruchtsorten sind fast immer vegan, da es sich meist um Sorbets handelt, d. h. sie werden mit Wasser, Früchten und Zucker hergestellt, aber heutzutage sind der Vielfalt an veganen Eissorten keine Grenzen mehr gesetzt. Und obwohl Speiseeis eines der schwierigsten Lebensmittel ist, das ohne Butter, Sahne, Milch oder Eier hergestellt werden kann, wurden im Laufe der Jahre viele Experimente unternommen, um veganen Ansprüchen gerecht zu werden. Angefangen bei Eis mit Pflanzenmilch, also Soja- statt Reiseis, bis hin zur Verwendung von nativem Olivenöl extra als Fettanteil im Eis. Autorin Deena Jalal hat 3 Kinder und hat sofort bemerkt, dass die Kleine eine Vorliebe für veganes Essen hatten. Also hat sie 60 Eisrezepte zusammengestellt, die all jene begeistern werden, die veganes Eis lieben und auf die Cremigkeit dieses Desserts nicht verzichten wollen. Wir haben uns an ihrem Buch “I scream for Vegan Ice Cream!” bedient und 4 Rezepte rausgesucht, die unserer Meinung nach perfekt sind, um diesen Sommer zu versüßen.

Eis herstellen ohne Maschine?

Die hier aufgeführten Rezepte sind für die Eismaschine gedacht – und auch wenn das Eis wirklich sehr gut damit gelingt, ist eine Anschaffung nicht zwingend nötig. Wenn du keine Maschine hast, musst du allerdings etwas Zeit und Muskelkraft aufwenden, um ein ebenso cremiges Eis zu erhalten. Anstatt in die Maschine gibst du die fertige Eismischung in einen Behälter, der für die Gefriertruhe geeignet ist. Und genau dort stellst du das Eis dann hinein. Nun rühre die Mischung etwa alle 30 Minuten kräftig um, um Eiskristalle zu vermeiden. Wiederhole diesen Vorgang für mindestens 2-3 Stunden, bis die Eiscreme die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Veganes Eis: hier kommen 4 kinderfreundliche Rezepte

Marshmallow-Brownie-Eis

Zutaten für etwa ein Liter:

  • 360 ml naturreine Kokosmilch (aus der Dose)
  • 25 g unraffinierter Rohrzucker 80 ml Agavendicksaft
  • 55 g hochwertiges Kakaopulver (alkalisiert)
  • 1 Prise Meersalz
  • 30 g vegane Marshmallows
  • 55 g Double Chocolate Brownies, in etwa 2,5 cm große Stücke geschnitten
  • 30 g ungesalzene Erdnusskerne, gehackt

Zubereitung:

1. Die Kokosmilch, den Zucker und den Agavendicksaft im Standmixer oder mit dem Stabmixer verquirlen. Kakaopulver und Salz zugeben und alle Zutaten sorgfältig miteinander verrühren. Die Mischung mindestens 1 Stunde oder über Nacht kalt stellen.

2. Die gekühlte Masse in die Eismaschine geben und wie vom Hersteller angegeben zu Eis verarbeiten. In den meisten Geräten dauert dies 10–15 Minuten, je nach Ausgangstemperatur. Das Eis ist fertig, wenn die Konsistenz an Softeis erinnert.

3. Das fertige Eis in einen großen Gefrierbehälter umfüllen und die Marshmallows, die Keksstücke und die Erdnussstücke behutsam unterziehen, damit die Masse luftig bleibt.

4. Das Eis glatt streichen und gut verschlossen mindestens 5–6 Stunden gefrieren lassen, bis es fest ist.

5. Das Eis etwa 5 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank nehmen, damit sich Geschmack und Konsistenz optimal entfalten können.

Himbeer-Oatmeal-Crumble-Eis

Zutaten für etwa ein Liter:

Für das Himbeereis

  • 320 g frische oder tiefgekühlte Himbeeren
  • 480 ml naturreine Kokosmilch (aus der Dose)
  • 35 g unraffinierter Rohrzucker 4 EL Agavendicksaft
  • 1 Prise Meersalz
  • 140 g Oatmeal Crumble, auf Zimmertemperatur abgekühlt, oder einfaches Knuspermüsli

Für den Oatmeal Crumble (ergibt etwa 270 g)

  • 200 g Haferflocken (Bio-Ware und nach Belieben glutenfrei)
  • 150 g Hafermehl oder gemahlene Haferflocken
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 EL gemahlene Leinsamen
  • 75 g heller Muscovadozucker
  • 1 EL Kokosöl, zerlassen
  • 4 EL Agavendicksaft
  • 1 TL naturreiner Vanilleextrakt

Zubereitung:

1. Zunächst für das Himbeerpüree im Standmixer oder in der Küchenmaschine die frischen oder tiefgekühlten Himbeeren glatt pürieren. 120 ml vom Püree beiseite stellen. Das restliche Püree mit der Kokosmilch, dem Agavendicksaft, dem Zucker und dem Salz im Standmixer oder mit dem Stabmixer verquirlen. Die Mischung mindestens für 1 Stunde oder über Nacht kalt stellen.

2. Den Backofen auf 180 °C vor- heizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, fetten und beiseitestellen. In einer großen Schüssel die Haferflocken mit dem Hafermehl, dem Salz, den Leinsamen und dem Zucker mit einem Holzlöffel oder einem Teigschaber gleichmäßig verrühren. Dann das Kokosöl, den Agavendicksaft und die Vanille dazugeben und unterrühren, bis sich alle Zutaten gut vermischt haben.

3. Die Streusel auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und etwa 15 Minuten goldbraun backen. Während der Backzeit nach 5 und nach 10 Minuten jeweils kurz umrühren, um zusammenhängende Klumpen aufzubrechen.

4. Die Streusel vollständig abkühlen lassen und erst anschließend zur Aufbewahrung in einen luftdichten Behälter füllen.

5. Die gekühlte Himbeermasse in die Eismaschine geben und wie vom Hersteller angegeben zu Eis verarbeiten. In den meisten Geräten dauert dies 10–15 Minuten, je nach Ausgangstemperatur. Das Eis ist fertig, wenn die Konsistenz an Softeis erinnert.

6. Das fertige Eis in einen großen Gefrierbehälter umfüllen. Weite und flache Behälter eignen sich gut zum Rühren, Einfrieren und späteren Entnehmen. Den Oatmeal Crumble behutsam unter die Masse ziehen, bis er gleichmäßig verteilt ist. Wichtig ist für die richtige Konsistenz, dass die Masse dabei luftig bleibt.

7. Das Eis glatt streichen, den Behälter gut verschließen und mindestens 5–6 Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen. Gönne dem Eis diese Zeit – nur so lässt sich die beste Qualität und eine lange Haltbarkeit erreichen.

Kandierte Süßkartoffel-Eis

Zutaten für etwa ein Liter:

  • 2 rohe Süßkartoffeln
  • 540 ml naturreine Kokosmilch (aus der Dose)
  • 25 g unraffinierter Rohrzucker 
  • 25 g heller Muscovadozucker 
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 2 EL naturreiner Ahornsirup 
  • 1 Prise Meersalz
  • 25 g vegane Marshmallows 
  • 25 g Pekannusskerne, gehackt

Zubereitung:

1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Ein Backblech leicht einfetten mit einem geschmacksneutralen Öl wie Kokosöl oder Rapsöl. Die Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und nebeneinander auf dem Backblech ausbreiten. 30–40 Minuten backen, bis sie weich sind und sich eine Gabel leicht ein- stechen lässt. Die abgekühlten Süßkartoffeln in der Küchenmaschine pürieren oder mit einer Gabel zerdrücken und 150 g vom Püree bereitstellen.

2. Die Kokosmilch mit den Zuckersorten, dem Agavendicksaft und dem Ahornsirup im Standmixer oder mit dem Stabmixer verquirlen. Die Süßkartoffeln und das Salz dazugeben und alles glatt mixen. Die Masse mindestens 2 Stunden oder über Nacht kalt stellen.

3. Die kalte Masse in die Eismaschine geben und wie vom Hersteller angegeben zu Eis verarbeiten. In den meisten Geräten dauert dies 10–15 Minuten, je nach Ausgangstemperatur. Das Eis ist fertig, wenn die Konsistenz an Softeis erinnert.

4. Das fertige Eis in einen weiten Gefrierbehälter umfüllen und behutsam die Marshmallows und die Pekannusskerne unterziehen. Die Oberfläche glatt streichen und die Eiscreme gut verschlossen mindestens 5–6 Stunden gefrieren lassen, bis sie fest ist.

Salted Caramel Eis

Zutaten für etwa ein Liter:

  • 200 g unraffinierter Rohrzucker, aufgeteilt
  • 720 ml naturreine Kokosmilch (aus der Dose)
  • 1 kräftige Prise Meersalz

Zubereitung:

1. Zunächst für das Karamell 150 g Zucker gleichmäßig in einen mittelgroßen Topf geben und etwa 5 Minuten erhitzen, bis es langsam flüssig wird. Gegebenenfalls durch kurzes Quirlen größere Klumpen auflösen.

2. Wenn der Zucker ganz flüssig ist und farblich an Bernstein erinnert, langsam etwa 250 ml Kokosmilch unterrühren, bis ein glattes, sämiges Karamell entsteht. Den Topf vom Herd nehmen, das Salz zugeben und die Masse abkühlen lassen.

3. Die restliche Kokosmilch, den restlichen Zucker (50 g) und das abgekühlte Salzkaramell im Standmixer oder mit dem Stabmixer verquirlen. Die Mischung in einem gut verschlossenen Behälter mindestens 1 Stunde oder über Nacht kalt stellen.

4. Die gekühlte Masse in die Eismaschine geben und wie vom Hersteller angegeben zu Eis verarbeiten. In den meisten Geräten dauert dies 10–15 Minuten, je nach Ausgangstemperatur. Das Eis ist fertig, wenn die Konsistenz an Softeis erinnert. Das fertige Eis in einen großen Gefrierbehälter umfüllen. Weite und flache Behälter eignen sich gut zum Rühren, Einfrieren und späteren Entnehmen. Das Eis glatt streichen, den Behälter gut verschließen und mindestens 5–6 Stunden im Gefrierschrank fest werden lassen.

Deena Jalal: „I scream for Vegan Ice Cream!“, Christian Verlag 2022, 19,99 Euro

Rezepte: Deena Jalal
Fotos: Emily Kan/Christian Verlag
Teaserbild: Gettyimages