Filmtipp: Vier zauberhafte Schwestern

„Vier zauberhafte Schwestern“, das sind Flame, Marina, Flora und Sky. Sie verfügen über magische Kräfte. Doch die böse Zauberin Glenda hat es auf die Mädchen und ihre magischen Fähigkeiten abgesehen. Wir haben mit Katja Riemann und Anna Thalbach über den Film, die Faszination von Hexen und ihre Liebe zu Märchen gesprochen.

Seit dem 09. Januar 2020 läuft der Film „Vier zauberhafte Schwestern“ von Regisseur Sven Unterwaldt in den Kinos. Da das Wetter ja gerade eher ungemütlich ist – plant doch mal wieder einen Kinobesuch ein! Wir haben die Schauspielerinnen Katja Riemann und Anna Thalbach zum Interview getroffen. Sie spielen die böse Zauberin Glenda (Riemann) und die Haushälterin Mrs. Duggerty (Thalbach).

Butler Oswald (Justus von Dohnányi), Zauberin Glenda (Katja Riemann) und die Haushälterin Mrs. Duggery (Anna Thalbach). Foto: ©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Kannten sie die Bücher zu den „Vier zauberhaften Schwestern“? Was war der Reiz an diesem Stoff?

Anna Thalbach: Ich glaube, der Stoff spricht einfach eine klassische Fantasie von Mädchen in diesem Alter an. So von sechs bis 14 wären die doch alle gerne mal kleine Hexen, oder? Die Bücher sprechen eine bestimmte Sehnsucht an – wobei ich ehrlicherweise auch nur eines gelesen habe.

Katja Riemann: Ich muss zugeben, dass ich die Bücher zu „Vier zauberhafte Schwestern“ auch nicht gelesen habe. Ich weiß jedoch, dass das Erscheinungsbild meiner Figur, der Zauberin Glenda Glass, nicht mehr so viel Überschneidungsmenge hat mit der Glenda aus dem Buch. Das war Absicht und wir sind alle froh, dass wir uns so entschieden haben und es von Seite des Regisseurs Sven Unterwaldt auch erlaubt wurde.

Wie sieht Glenda denn in den Büchern aus?

Anna Thalbach: Alt, grauhaarig, mit Pagenkopf. Eher wie eine Gouvernante. In so einem biederen, englischen Tweedkostüm.

Katja Riemann: Im Film hat sie nun pinke Haare in einer Art Amy Winehouse Frisur. Das war eine gemeinsame Entwicklungsarbeit zwischen Maske, Kostüm, Regie und mir. Ich liebe es, so wie es jetzt ist.

Im Film mit pinkfarbener Perücke: Katja Riemann als Zauberin Glenda (Foto: ©Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH)

Wünscht sich jede Schauspielerin, einmal eine Hexe zu spielen?

Anna Thalbach: Man wünscht sich Rollen, die Spaß machen und die einem Gestaltungsrahmen bieten. Natürlich ist eine Hexe da eine dankbare Figur. Eine Hexe ist ja fast anarchistisch mit den vielen Möglichkeiten, die ihre Fähigkeiten ihr erlauben – deshalb hat Katja ja auch die Gunst der Stunde genutzt und sich gleich die pinkfarbene Perücke gegriffen (lacht).

Katja Riemann: Es hat wirklich großen Spaß gemacht. Wir waren frei und durften alle schauspielerischen Mittel benutzen, unser Regisseur Sven Unterwaldt hat uns da unterstützt und konnte sich immer begeistern.

Hatten sie beide Einfluss auf die Kostüme?

Anna Thalbach: Mein Kostüm stand quasi schon fest und war fertig. Bei der Kostümprobe hat man mir gesagt, dass ich „eingehäkelt“ werde. Da hatte ich anfangs dann doch Sorge, denn wir haben im Sommer gedreht, und ich dachte: Wird das nicht zu heiß, kratzt das, halte ich das aus? Aber ich kannte die Kostümbildnerin und hatte da vollstes Vertrauen, dass sie das auch hinbekommt. Und so war es dann auch. Birgit Hutter heißt sie, eine ganz tolle Frau, eine exquisite Dame.

Haben sie ihren Töchtern auch Märchen vorgelesen?

Katja Riemann: Ich habe ganz viel vorgelesen, nicht nur Märchen. Aber auch die, klar.

Auch gruselige Märchen?

Anna Thalbach: Kinder lieben es, sich zu gruseln. Gerade die Märchen von Wilhelm Hauff sind total gruselig. Auch die Märchen von Hans-Christian Andersen sind ja zum Teil ziemlich heftig.

Katja Riemann: Da sterben ja auch immer alle! Oder werden zu Stein verwandelt.

Anna Thalbach: Ja, aber Kinder können ein wenig Grusel auch vertragen. Man muss Kinder nicht immer in Watte packen wollen. Das finde ich heutzutage ein wenig anstrengend, dass man da immer so behutsam sein soll. Außerdem ist das auch eine Typfrage. Die einen heulen los, wenn es gruselig wird, und wollen ganz schnell weg. Und die anderen finden gerade das dann richtig spannend und wollen bleiben. Beides hat doch auch seine Berechtigung.

 

Unser Fazit: „Vier zauberhafte Schwestern“ (Filmstart 09.01.2020) von Sven Unterwaldt läuft bundesweit in den Kinos und bietet beste Familienunterhaltung. Besonders Mädchen und Jungen mit einem Faible für Zauberei, Gesang und Kröten werden den Film lieben.

Ihr seid noch auf der Suche nach weiteren Filmtipps? Werft doch einmal einen Blick auf die Kinderfilme, auf die wir uns 2020 freuen…

 

 

 

Die Eiskönigin 2 – Spielzeug für Anna & Elsa Fans

Die Wartezeit ist vorbei: Der Film „Eiskönigin 2“ ist zur großen Freude der Kleinen endlich im Kino gelandet. Für besonders große Anna & Elsa Fans darf es dann auch gerne zu Weihnachten ein Spielzeug von der Eiskönigin sein. Wir haben euch einige Beispiele rausgesucht!

Eiskönigin 2 – Die Abenteuer von Anna und Elsa gehen weiter

Schon der erste Teil von „Die Eiskönigin“ war ein Mgeahit.  Zwei getrennte Schwestern, Prinzessinnen in einem Schloß, atemberaubende Schneelandschaften, sprechende Tiere und jede Menge Magie sind die Zutaten zum Erfolgsrezept. Dieser Film hat alle überrascht und viele Rekorde  gebrochen. Kinder sind nicht nur von den Charakteren vollkommen fasziniert gewesen, sondern haben auch das Titellied des Films „Let it go“ geliebt. Wir sind gespannt, welche Welle der zweite Teil auslösen wird!

Spielzeuge zum Film „Eiskönigin 2“

Natürlich wurde der Film rechtzeitig vor Weihnachten veröffentlicht, so dass bestimmt viele Wunschzettel davon inspiriert werden. Vom Adventskalender, über Brettspiele bis hin zu Spielfiguren – diese Frozen Spielzeuge werden die Herzen von Anna & Elsa Fans höher schlagen lassen.

Eiskönigin 2 Adventskalender

Schon zu Beginn der Adventszeit kann euren Kindern die Eiskönigin Freude bereiten. Dank seiner verschneiten Landschaften und seiner magischen Atmosphäre eignet sich der Film hervorragend, um Kinder auf ihrem Weg zum 24. Dezember zu begleiten.

Spiele mit Anna, Elsa, Olaf & Co

Vom Puzzle bis zur Puppe, vom Brettspiel bis zum Plüschtier: Die Welt der Kinderspielzeuge ist riesig. Gleiches gilt auch für Spiele zum Thema „Eiskönigin 2“. Die Spielzeughersteller haben aus dem Vollen geschöpft und Produkte für jeden Geschmack entwickelt. Für angehende Prinzen und Prinzessinnen gibt es beispielsweise den Eispalast von Fischer Price, geeignet für Kinder ab 18 Monaten. Für die kreativeren Kinder gibt es die magische Tafel „Light Doodle“ von Ravensburger. Mit einer speziell für Kinder entwickelten Taschenlampe können sie malen und sich vom Leuchteffekt überraschen lassen.

Alle Bilder: @Disney

Bonusfamilie: Patchwork-Chaos im Ersten

Mit „Bonusfamilie“ startet am 20. November 2019 um 20.15 Uhr in der ARD eine neue Serie, die sich humorvoll und zeitgemäß mit dem Thema Patchworkfamilie auseinandersetzt. Im Mittelpunkt: Lisa und Patrick, die ein Liebespaar sind und (bisher) zwei zehnjährige Söhne aus früheren Beziehungen haben. Wir sagen euch, ob sich das Einschalten lohnt.

Bonusfamilie hat inzwischen das Wort Patchworkfamilie abgelöst. Klar, klingt ja auch viel netter: Mehr nach Zugewinn. Doch was genau wird mehr mit der Bonusfamilie? Der Spaß, die Liebe, das Familienglück? Oder gibt es noch mehr Chaos, unterschiedliche Bedürfnisse und die Frage, wie man all das denn nur unter einen Hut bekommen soll? Genau darum geht es in der neuen ARD-Serie „Bonusfamilie“, die heute anläuft.

Bereiten die Geburtstagsparty ihrer Söhne vor: Lisa (Inez Bjørg David) und Patrick (Lucas Prisor) Foto: BR/good friends Filmproduktion/MDR/SWR / Oliver Vaccaro

Wer spielt mit in „Bonusfamilie“?

Die Hauptrollen spielen Inez Bjørg David (Lisa) und Lucas Prisor (Patrick) sowie Anna Schäfer (Katja) und Martin (Steve Windolf), die jeweils die Ex-Partner verkörpern. Lisas zehnjähriger Sohn Eddie wird gespielt von Fillin Mayer; den zehnjährigen Sohn von Patrick, William, spielt Levis Kachel. Bei den beiden Jungs fangen die Probleme schon an: Während William höflich und zurückhaltend ist, demonstriert Eddie sowohl seiner Mutter als auch seinem „Bonusvater“ und seinem „Bonusbruder“, dass er von inszeniertem Patchwork-Glück gar nichts hält…entsprechend gering ist daher auch seine Begeisterung für die Idee von Mama Lisa, den Geburtstag der beiden Jungen mit einer großen gemeinsamen Party zu feiern. Und dann gibt es noch eine ganz besondere Überraschung: Lisa stellt fest, dass sie schwanger ist…! Die Bonusfamilie bekommt also weiteren Zuwachs. Ob diese Nachricht zum Gelingen der Geburtstagsparty beiträgt?

William (Levis Kachel) und Eddie (Fillin Mayer) auf dem Weg zu ihrer Mutprobe.
Haben am selben Tag Geburtstag: Der brave William und der coole Eddie (Foto: BR/good friends Filmproduktion/MDR/SWR / Oliver Vaccaro)

Lohnt sich das Einschalten?

Wir finden: Auf jeden Fall! Unterhaltsame Familienserien gibt es im deutschen Fernsehen zwischen all den Krimis viel zu wenig. „Bonusfamilie“ überzeugt mit sympathischen Darstellern, witzigen Dialogen und Situationen, die wohl die meisten aus dem (Patchwork)Familienalltag kennen. Die sechs Folgen gibt es übrigens für alle, die es Mittwochabends nicht schaffen, auch in der ARD Mediathek zu sehen.

„Bonusfamilie“, ab 20.11.2019, jeweils 3 Doppelfolgen, immer Mittwochs 20.15 Uhr in der ARD 

Ihr habt Lust auf Kino? Ein aktueller, sehr sehenswerter Film ist Systemsprenger – Ein Film mit Zündstoff.  Falls ihr schon so langsam in vorweihnachtlicher Stimmung seid: Hier gibt es unsere Tipps für die 12 schönsten Weihnachtsfilme für Familien.

 

Die Eiskönigin 2: Das neue Abenteuer von Elsa und Anna endlich im Kino

Sechs Jahre nach „Die Eiskönigin“ kommt am 20. November endlich die Fortsetzung des Kinohits. Warum wir uns auf das neue Abenteuer von Elsa und Anna freuen, verraten wir euch hier…

Noch gab es den Film nicht im Kino zu sehen, nur für ein ausgewähltes Publikum bei der offiziellen Premiere in Hollywood. Doch es gibt ein paar unverkennbare Hinweise, warum wir glauben, dass auch der zweite Teil von „Die Eiskönigin“ ein großes Kinoabenteuer wird, das große und kleine Fans begeistert.

Die Eiskönigin 2
Auch in „Die Eiskönigin 2“ müssen Elsa und Anna wieder viele Abenteuer bestehen. Dieses Mal sind sie ihrer eigenen Vergangenheit auf der Spur. @Disney

Alle unsere Lieblinge aus Frozen spielen wieder mit

Tatsächlich hat Disney auf Nummer sicher gesetzt und alle Lieblings-Figuren aus dem Original in die Fortsetzung „Die Eiskönigin 2“ übernommen. Es gehört zur DNA eines jeden Disney-Films, dass man sich mit mindestens einer der Figuren identifizieren kann und vielleicht auch ein wenig mit ihr wächst.

Das wird auch in Teil 2 der Fall sein: Elsa wird ihre Fähigkeiten besser kennen und einschätzen lernen, Anna und Kristoff gewöhnen sich an ein gemeinsames Leben, in dem manche Dinge eben mit dem Partner abgestimmt werden und man nicht alles im Alleingang regeln kann. Nur Olaf bleibt wie er ist, aber wer würde dem philosophierenden Schneemann auch anders haben wollen?! Und natürlich ist auch Rentier Sven mit dabei und steht den Gefährten treu zur Seite stehen.

Die Handlung in „Die Eiskönigin 2“ wird spannend

Es beginnt alles ganz harmlos: Die Schwestern Anna und Elsa genießen ihr ruhiges, beschauliches Leben in Arendelle. Doch eines Tages wird Elsa von einer inneren Unruhe ergriffen. Eine geheimnisvolle Stimme ruft sie in den Wald und verspricht ihr Antworten auf all die Fragen, die sie beschäftigen und ihr keine Ruhe lassen. Sie will losziehen um das Rätsel ihrer Existenz zu ergründen – aber natürlich lässt ihre Schwester Anna nicht zu, dass sie dieses Abenteuer allein besteht.

Zusammen mit Olaf, Sven und Kristoff bricht Elsa auf nach Norden, wo hoffentlich Antworten auf sie warten. Dabei trifft die Gruppe das Volk des Waldes und andere Weggefährten. Auf ihrer Reise müssen Elsa und Anna wieder einmal zusammenhalten und füreinander mit Mut, Vertrauen und vor allem mit Schwesternliebe einstehen.

Es werden viele Rätsel aus dem ersten Teil geklärt

Woher hat Elsa ihre magischen Fähigkeiten? Warum hat nur sie diese magische Kraft? Und wohin sind die Eltern von Elsa und Anna mit dem Schiff gefahren?

Der zweite Teil ist nicht nur ein Abklatsch der Ursprungsgeschichte. Die Drehbuchschreiber haben sich darum bemüht, eine tragfähige, spannende, eigenständige Geschichte, eben ein völlig neues Abenteuer zu kreieren. Wir werden viel über die Vergangenheit von Elsa und Anna erfahren und vielleicht am Ende endlich wissen, was hinter dem Mythos der Eiskönigin steckt.

Eiskönigin 2
Elsa will nach ihren magischen Wurzeln suchen. @Disney

Wir lernen in „Die Eiskönigin 2“ faszinierende neue Welten kennen

Schon nach den ersten Trailern die veröffentlicht wurden wird klar, wo die Inspiration für manche Landschaften der verwunschenen Welt, die Anna und Elsa bereisen, herkommen. Wir denken an Island, Finnland oder Norwegen, wenn wir die faszinierende Farbenpracht der Wälder sehen, die vielen Wasserfälle, die faszinierenden Lichtspiele am Himmel.

Tatsächlich bereisten Jennifer Lee und Chris Buck, die wie in  „Die Eiskönigin“ wieder die Regie übernommen haben, ebendiese nordischen Länder, um sich bei der Gestaltung des Films inspirieren zu lassen. Farbenprächtig und mit ausgereifter Animation haben Lee und Buck ihre Erlebnisse und Eindrücke in die Animation einfließen lassen.

Es wird neue Hits geben wie „Let it Go“

Kein Disneyfilm ohne Musik. Das ist gesetzt! Die meisten Eltern werden hier drei Kreuze schlagen, denn ganz ehrlich: „Let it Go“ in Dauerschleife aus dem Kinderzimmer zu hören war schon anstrengend, auch wenn der Song aus „Die Eiskönigin“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Robert Lopez und Kristen Anderson-Lopez sind die Songschreiber, die das zu verantworten haben. Sie wurden auch für „Die Eiskönigin 2“ wieder engagiert und haben insgesamt sieben neue Songs beigesteuert. Wir werden sehen, ob DER Hit mit dabei ist.

Wird „Die Eiskönigin 2“ wieder Rekorde brechen?

Der erste Teil der Geschichte von Elsa und Anna geht als erfolgreichster Animationsfilm in die Geschichte ein. Insgesamt spielte er 1,274 Milliarden US-Dollar ein – ein absoluter Rekord. Schon der erste Trailer wurde innerhalb der ersten 24 Stunden nach seinem Erscheinen laut Hollywood Reporter 116,4 Millionen Mal aufgerufen.

Karten für das neue Abenteuer der Schwestern Anna und Elsa kann man bereits vorbestellen. Wer den Film mit den kleinen Frozen-Fans möglichst schnell besuchen möchte, sollte das auch tun, denn der Andrang wird groß sein.

Wenn ihr Lust habt auf Gruselfilme: Hier ist unsere Top Ten.

Bilder: Disney

 

 

10 Gruselfilme für Kinder

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden ist die richtige Zeit für Gruselfilme. Wir haben für euch unsere Lieblinge zusammengesucht, die auch für Kinder geeignet sind.

Hotel Transsilvanien

Das Hotel Transsilvanien ist die erste Adresse für Monster aller Art und wird von Graf Dracula höchstpersönlich geführt. Die Gäste sind Untote, Werwölfe, Schleimer, Unsichtbare und alles, was die Unterwelt so an Kreaturen hervorbringt.

Gruselfilme für Kinder
Im Hotel Transsilvanien können einem wirklich die Haare zu Berge stehen. @Sony Pictures

Anlässlich des Geburtstages seiner Tochter Mavis, hat Dracula alle Monster zu einer großen Geburtstagsparty eingeladen. Doch mitten in die Vorbereitungen stolpert plötzlich der Mensch Jonathan. Dabei hat Dracula doch hoch und heilig versprochen, seine Gäste seinen bei ihm vor den bösen Menschen sicher. Als sich Jonathan dann noch in Mavis verguckt, bleiben Schwierigkeiten und Verwirrungen nicht aus.

Ein furioser Film, der für viele Lacher bei Groß und Klein und für durchweg gute Laune sorgt. Durch das Comichafte der Figuren ist es in keinem Moment wirklich gruselig. Auch Teil 2 und Teil 3 stehen dem Original in nichts nach. Unbedingt gucken!

FSK 6, USA 2012, Regie: Genndy Tartakovsky

Hui Buh – Das Schloßgespenst

Als einziges behördlich zugelassenes Gespenst hat Hui Buh ein wunderschönes Geisterdasein auf Schloss Burgeck: Er kann völlig ungestört durch das alte Gemäuer geistern und allem und jedem das Fürchten lehren. Doch meist nervt er damit nur seinen treuen Gefährten, den Kastellan, der als einziger Sterblicher und Schlossverwalter mit Hui Buh zu tun hat.

Gruselfilme für Kinder, Hui Buh
Hui Buh muss die Geisterprüfung noch einmal ablegen um wieder spuken zu können. @Constantin Film

Doch eines schönen Tages ist es vorbei mit der Ruhe: König Julius der 111. taucht auf und richtet sich als Erbe der Liegenschaften in Burgeck häuslich ein. Außerdem will er Leonora Gräfin zu Etepetete zur Frau nehmen – doch die ziert sich. Hui Buh versucht mit allen Mitteln die Störenfriede aus dem Schloss zu vertreiben, doch da hat er nicht mit der Findigkeit von Julius gerechnet. Dieser verbrennt kurzerhand die behördliche Geisterlizenz des Gespenstes. Dass das beide, König und Geist, in erhebliche Schwierigkeiten bringt, kann er da noch nicht ahnen.

Netter, etwas bieder geratener Klamaukfilm mit deutscher Starbesetzung. Die Erwachsenen werden sich zwischendurch langweilen, die kleineren Kinder jedoch werden Hui Buh gut finden und vor allem seine (harmlosen) Gruselspäße.

FSK 0 Jahre. D 2006, Regie: Sebastian Niemann, mit Christoph Maria Herbst, Bully Herwig, Heike Makatsch, Hans Clarin.

Die Monster AG

Die Fabrik der Monster-AG ist die größte Schrei-Verarbeitungsfabrik in der Monsterwelt. In ihr sind Monster aller Arten nur damit beschäftigt, die Angstschreie von Kindern auf der ganzen Welt zu sammeln. Aus diesen

Gruselfilme für Kinder
Wer sollte denn vor diesen süßen Monstern Angst haben? @Disney

Über Schranktüren gelangen die Monster in die Zimmer der Kinder, wenn diese schlafen. Aus den Schreien der Kleinen wird der Strom für ganz Monstropolis gewonnen. Sulley und sein Schreckensassistent Mike Glotzkowski sind ein erfolgreiches Team beim Erschrecken. Doch eines Tages hat sich ein kleines Mädchen im Fell von Sulley verkrallt und kehrt mit ihm in die Monsterwelt zurück. Da alle Monster davon überzeugt sind, dass Kinder sehr gefährlich sind, geraten sie in Panik. Mike und Sulley sollen das Mädchen wieder zurück bringen. Doch die Kleine wächst den beiden ans Herz und sie merken, dass Kinder doch eigentlich ganz lieb sind. Alles könnte ein Happy-End finden, wäre da nicht das Chamäleon Randall, der Erzrivale von Sulley und Mike. Er führt Böses im Schilde…

Ein gut gemachter Animationsfilm mit einer herzergreifenden Geschichte. Die Kleinen (und Großen) werden ein wenig weinen. Allerdings nicht vor Angst, sondern vor Rührung.

FSK 6 Jahre. USA 2001. Regie: Pete Docter, David Silverman, Lee Unkrich

Jumanji

Gruselfilme für Kinder, Jumanji
Was tun, wenn der Boden plötzlich lebendig wird. Robin Williams in Jumanji. @Columbia TriStar

Was als Fantasy-Abenteuer-Film beschrieben ist, ruft mindestens soviel Gänsehaut hervor, wie ein waschechter Horrorfilm. Jumanji beginnt im Jahr 1869 als zwei Kinder im Wald eine Holzkiste begraben. Nach einer Zeitblende von rund 100 Jahren stößt Alan in einer Baugrube auf die ominöse Kiste und findet darin ein uraltes Würfelspiel. Alan beginnt das Würfelspiel mit seiner Freundin Sarah – ein großer Fehler, wie sich bald herausstellen soll.

Für Erwachsene und mutige Kinder ein besonders spannender und stellenweise recht gruseliger Film. Wie in einer Zeitreise wird man als Zuschauer beinahe selbst ins Würfelspiel gezogen. Die Special Effects sind manchmal etwas in die Jahre gekommen, das einfallsreiche Drehbuch macht das aber wieder wett.

FSK 12 Jahre. USA 1995, Regie: Joe Johnston, mit Robin Williams, Kirsten Dunst

Gänsehaut

Die Jugendbuchreihe „Gänsehaut“ hat Millionen Fans weltweit in ihren Bann gezogen. Der Film lässt den Grusel auf der Leinwand weiterleben.

Gruselfilme für Kinder
Wenn die Phantasie plötzlich Wirklichkeit wird… @Sony Pictures Releasing GmbH

Teenager Zach Cooper zieht mit seiner Familie von New York in einen kleinen Ort namens Greendale. Er langweilt sich, denn in dem Kaff gibt es kaum etwas das ihn nach der Großstadt reizen könnte. Doch dann  lernt er Hannah kennen, die gleich nebenan wohnt. Sie ist die Tochter des sonderbaren Autors R.L. Stine (Jack Black), dessen „Gänsehaut“-Romane sich erfolgreich verkaufen.

Der Autor hütet ein dunkles Geheimnis: Die gespenstischen Kreaturen aus seinen Büchern sind real und nicht nur Ausgeburten seiner Fantasie. Stine kann die Monster nur in Schach halten, wenn er sie zwischen zwei Buchdeckeln bannt. Als Zach eines Tages aus Versehen einige Ungeheuer befreit, sorgen diese für Aufruhr in dem kleinen Ort. Jetzt ist es an Stine, Hannah und Zach, die Gespenster die sie riefen wieder einzufangen.

Ein Gruselabenteuer mit Witz und Tempo. Allerdings gibt es wirklich Momente zum Fürchten, was die Einhaltung der FSK empfiehlt.

FSK 12 Jahre. USA 2015, Regie: Rob Letterman, mit Jack Black, Dylan Minnette

Casper

Diesen kleinen Geist wünscht sich jeder als Freund. Casper verzaubert im Original die junge Christina Ricci und erobert im gleichen Atemzug auch unsere Herzen.

Gruselfilme für Kinder
Der kleine Casper sucht dringend nach Freunden. Ob er sie gefunden hat? @D. R.

Kat (Christina Ricci), Tochter des Spuktherapeuten Dr. James Harvey, begegnet in der Villa, die ihr Vater von kurz zuvor ergattert hat, das recht scheue und doch sehr liebenswerte Gespenst Casper. Der kleine Geist sucht schon lange nach wahren Freunden, hat allerdings mit seiner ersten sterblichen Freundin und Hausbewohnerin Kat noch so seine Schwierigkeiten.

Das Geistertrio, bestehend aus Onkel Stretch, Stinkie und Fatso, raten Casper dringend ab, sich mit den „Neuen“ anzufreunden und versuchen alles, Kat und ihren Vater wieder aus dem Haus zu vertreiben.

 

Eine besonders herzerwärmende Geschichte um Freundschaft und Vertrauen beginnt. Selbst für die kleinsten Gruselfreunde geeignet, auch weil Casper wirklich niedlich ist.

FSK 6 Jahre. USA 1995, Regie: Brad Silberling, mit Bill Pullman, Christina Ricci, Dan Aykroyd.

 

E.T.

Stephen Spielbergs Meisterwerk der 80er-Jahre: Für manch einen ist der kleine Außerirdische eine der liebenswerteren Gruselfiguren, für andere ist er ganz schön spooky, trotz der großen Glubschaugen. Und natürlich fällt der Film eigentlich in das Genre der Science Fiction, doch wir wollen mal nicht so sein…

Gruselfilme für Kinder, E.T.
Beim Abschied gibt es große Tränen – bestimmt auch bei den Zuschauern. @UIP

In einem Wald in Kalifornien landen Außerirdische und sammeln Pflanzen. Als plötzlich Menschen auftauchen flüchten die Fremdlinge und lassen versehentlich einen Artgenossen zurück. Der Außerirdische findet Unterschlupf bei dem 10-jährigen Elliott, der mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern in einem Vorort von L.A. lebt. Die beiden freunden sich an. Doch E.T. kann und will nicht auf der Erde bleiben. Er will „nach Hause telefonieren“, damit von seinen Artgenossen abgeholt wird. Doch die falschen Leute kriegen spitz, dass ein Außerirdischer gelandet ist und E.T. ist in höchster Gefahr. Elliott hilft ihm zusammen mit seinen Freunden, zu fliehen.

Spielberg versteht es meisterhaft kindliche Emotionen mit einer spannenden Handlung zu verbinden. Eine der schönsten Szenen des Films ist die, als die Kids getragen von den telekinetischen Kräften E.T.s mit ihren BMX-Rädern durch die Nacht fliegen. Achtung: Es werden Tränen fließen.

FSK 6 Jahre. USA 1982, Regie: Steven Spielberg, mit Henry Thomas, Drew Barrymore.

Diese Filmklassiker sollten eure Kinder gesehen haben.

Ghostbusters

Die Geisterjäger sind auch nach über 30 Jahren noch absoluter Kult. Das Original aus den 80er-Jahren begeistert mit coolen Sprüchen, verwegenen Looks und einer hochkarätigen Besetzung inklusive Bill Murray und Dan Aykroyd. Pflichtprogramm für alle Gruselfans. Bei einigen schlüpfrigen Sprüchen kann man im Stillen hoffen, dass die Kids es (noch) nicht verstehen und sie machen auch die Freigabe ab 12 Jahren erforderlich.

Gruselfilme für Kinder, Ghostbbusters
Die Geisterjäger im Einsatz. @Black Rhino Productions, Columbia Pictures Corporation, Delphi Films

Die drei semi-erfolgreichen Parawissenschaftler Peter, Ray und Egon tun sich zusammen und gründen nach ihrem Rauswurf aus der Universität ihre eigene Geisterjäger-Agentur. Aufgrund seltsamer und immer häufiger werdenden Phänomene in der Stadt New York werden iohre Dienste immer häufiger nachgefragt. Das gipfelt darin, als sie den Supergeist Zuul zur Strecke bringen müssen auf dem Dach eines Art Deco-Hochhauses. Einige der gespenstischen Figuren sind wirklich gruselig, nicht jedoch der „Vernichter“, der riesengroße Marshmallowmann. Die Sprüche der Geisterjäger („Hör mal, ich glaub ich riech was!“) jedoch haben nichts an Witz verloren, selbst wenn die erwachsenen Zuschauer sie auswendig mitsprechen können.

FSK 12 Jahre. USA 1984, Regie: Ivan Reitman, mit Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis, Sigourney Weaver.

Coraline

Eigentlich als Kinderfilm angedacht, ist der Film um einiges gruseliger, als man es vermuten würde. Die elfjährige Coraline zieht mit ihren Eltern in ein uraltes Haus auf dem Land. Bei einer ihrer Erkundungstouren findet sie eine geheimnisvolle Tür, die sie in eine traumhafte Welt entführt. Hier erscheint alles viel schöner als die Realität. Es gibt eine nettere Mutter, einen „anderen“ Vater und überhaupt es hier viel bunter und aufregender.

Gruselfilme für Kinder, Coraline
In der „anderen“ Welt ist doch nicht alles so schön, wie Coraline es sich gewünscht hat. @UIP France

Doch die Stimmung schlägt um, als Coraline erkennt, dass die Wesen aus der „anderen“ Welt sie für immer dort behalten wollen. Gerade dieser Teil kann für jüngere Zuschauer verstörend sein, zum Beispiel wenn die „andere“ Mutter Coralines Freund Wybie den Mund zu einem dauerhaften Lächeln umnäht.

Für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren trotzdem ein toller, grusliger Film rund um Themen Selbstfindung, unausgesprochene Wünsche und und das erste Abkoppeln von den Eltern.

FSK 6 Jahre. USA 2009, Regie: Henry Selick

Kakurenbo: Hide and Seek

Kakurenbo ist ein Anime, der für Kinder ab 12 Jahre geeignet ist und bei dem sich sicher auch der ein oder andere Erwachsene erschrecken wird.

In knapp 25 Minuten wird hier eine Geschichte erzählt, die bei anderen Horrorfilmen der Höhepunkt ist: Eine Gruppe von Menschen muss in einem fest eingegrenzten Raum vor einem Monster fliehen und ums Überleben kämpfen. In diesem Fall sind es Hikora und seine Freunde, die sich in einer menschenleeren Stadt auf der Suche nach seiner verschwunden Schwester befinden.

Dazu spielen sie „Otokyo“, ein altes japanisches Versteckspiel mit Dämonen, die der Legende nach bei Dunkelheit Kinder entführen. Nach und nach müssen sich die Kinder so vor fünf unterschiedlichen Dämonen schützen, die – obwohl wirklich nichts Verstörendes in dem Film passiert – ordentlich Spannung erzeugen können.

Das könnte euch auch interessieren: 5 wunderschöne Animes für Kinder.

Titelbild: Hotel Transsilvanien, @Sony Pictures

Filmtipp: 5 wunderschöne Animes für Kinder

Einen guten Anime zu finden, den man auch schon mit Kindern ansehen kann, ist oft gar nicht so leicht. Und überhaupt: Muss immer alles Ghibli sein? Wir haben uns auf die Suche gemacht und  Animes gefunden, die der ganzen Familie Spaß machen.

Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft

Worum geht es?
Der Anime ist für 2019 für den Oscar nominiert und erzählt die Geschichte des vierjährige Kun für den sich seit der Geburt seiner kleinen Schwester Mirai alles ändert. Seine Eltern scheinen nur noch Augen für den neuen Nachwuchs zu haben und Kun wird eifersüchtig.
Doch dann begegnet er im Hinterhof einem mysteriösen Mädchen, das  tatsächlich behauptet, seine Schwester Mirai aus der Zukunft zu sein. Die beiden werden schnell Freunde und Kun wird in eine fantastische Welt katapultiert, in der Vergangenheit und Gegenwart zusammenlaufen. Hier trifft er seine Mutter als kleines Mädchen und seinen Urgroßvater als jungen Mann. So lernt Kun nicht nur viel über seine Familie sondern  erkennt auch, was es heißt, ein großer Bruder zu sein.

Ab wie viel Jahren ist er geeignet?
Die offizielle Altersangabe für den Anime beträgt FSK 6. In  kindgerechten Abenteuern sammelt Kun lehrreiche Erfahrungen, die ihm helfen, seine Eifersucht zu überwinden. Dabei vermittelt der Film aus der Perspektive eines Kindes, wie turbulent und kräftezehrend so ein Alltag für junge Familien sein kann.

Das Mädchen mit dem Zauberhaar

Worum geht es?
Japan in den 50er Jahren: Die neunjährige Shinko lebt in einem kleinen Dorf, indem den Bewohnern  nach dem Krieg nicht viel geblieben ist. Doch die Armut stört Shinko nicht im Geringsten, denn sie hat eine blühende Fantasie. Immer wenn sich ihr Haar kräuselt kann sie, dank ihrer Vorstellungskraft, in die Vergangenheit zurückreisen.
In der Schule trifft sie auf die schüchterne Kiiko, die leider selber nicht so viel Fantasie hat. Doch sie hört den Gedanken von Shinko so lange zu, bis es auch ihr möglich wird, in die Vergangenheit zu reisen. Damit beginnt für die Beiden ein aufregendes Abenteuer.

Ab wie viel Jahren ist er geeignet?
Die offizielle Altersangabe ist FSK 6. Der Anime ist nicht gruselig und die fantastischen Welten von Shinko werden insbesondere die kleinen Kinder begeistern. Ungeachtet dessen werden in dem Film aber auch ernstere Themen wie Verlust, Tod und Abschied behandelt. Zwar ist alles kindgerecht verpackt, aber um wirklich alles zu verstehen, muss man schon eine gewisse Reife mitbringen.

Der Junge und das Biest

Worum geht es?
Der Waisenjunge Kyuta streunt ziellos durch Tokio, als er auf ein Portal stößt, das ihn in das fantastische Bakemono-Reich Jutengai führt. Hier trifft er auf eine Welt voller übernatürlicher Tiermonster, inklusive Kumatetsu, einem bärenartigen Schwertkämpfer. Dieser hat das Ziel, der nächste Herrscher von Jutengai zu werden und dafür benötigt er einen Schüler – der nun Kyuta sein soll. Anfangs ist Kyuta davon wenig begeistert, doch nach anfänglichen Streiteren entwickelt sich schon bald eine tiefe Freundschaft zwischen dem ungleichen Paar. Um ein guter Schwertkämpfer zu werden, muss nicht nur Kyuta seiner eigenen Schwäche begegnen auch Kumatetsu entwickelt sich mit Kyutas Hilfe weiter und wird erwachsen.

Ab wie viel Jahren ist er geeignet?
Der Anime ist die klassische  Coming-of-age Geschichte eines Kindes das seine Selbstzweifel überwindet und damit eher für ältere Kinder gedacht, die sich damit bereits identifizieren können.  Zwar gibt es viele lustige Wortgefechte zwischen Kyuta und Kumatetsu, die sich auch an ein jüngere Publikum richten, doch insbesondere die Kampfszenen und auch die Monster in Jutengai selbst, können kleinen Kinder noch einen ordentlichen Schreck einjagen. Die offizielle Altersangabe ist FSK 12.

Laputa – Das Schloss im Himmel

Worum geht es?
Ganz ohne Hayao Miyazaki geht es dann doch nicht. Er wird nicht umsonst als „Walt Disney von Japan“ bezeichnet und hat mit „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Prinzessin Mononoke“  internationalen Kultstatus. Was hierzulande allerdings nur wenige kennen, sind seine ersten Werke. Dabei sind die nicht minder schön anzusehen. Allen voran: „Laputa – Das Schloss im Himmel“.
Die Geschichte handelt von dem Waisenmädchen Sheeta, das einen magischen Kristall besitzt, der in Verbindung zum legendären Himmelskönigreich Laputa steht. Und genau diesen wollen Luftpiraten stehlen. Um den Stein zu schützen befindet sich Sheeta gemeinsam mit einem Jungen namens Pazu auf der Flucht und muss viele Abenteuer überstehen, bis sie schließlich den Weg zu den Ruinen von Laputa finden. Beeinflusst von Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“ besticht der Film durch seine traumhafte Steampunk Welt, die sowohl Klein als Groß begeistern wird. Und auch das Alter sieht man dem Film kaum an. Im Gegenteil: Fast alle Bilder sind damals noch in akribischer Handarbeit entstanden, was dem Ganzen eine extra Portion Charme verleiht.

Ab wie viel Jahren ist er geeignet?
Der Film hat den FSK 6 und grundsätzlich so Miyazaki selbst, macht er „Filme für alle Altersklassen“. Für die Jüngeren ist „Laputa“ eine bezaubernde Welt voller Fantasie, während die Älteren sich in den Problemen der Charaktere einfinden können. Einige besonders spannende Szenen können für jüngere Zuschauer eventuell aufwühlend sein. Allerdings, so gruselig wie das Ohngesicht in „Chihiros Reise ins Zauberland“ wird Laputa nie.

Ein Brief an Momo

Worum geht es?
Nach dem Tod ihres Vaters zieht die elfjährige Momo mit ihrer Mutter auf die kleine Insel Shio. Hier gewöhnt sie sich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, schnell an ihre neue Heimat. Nur eine Sache lässt ihr keine Ruhe: Ein unvollendeter Brief ihres Vater an sie. Eines Tages klettert sie schließlich auf den Dachboden des Hauses und entdeckt hier ein altes Buch aus dem drei Geister erscheinen, die das Rätsel um den unvollendeten Brief lösen könnten.

Ab wie viel Jahren ist er geeignet?
Auch wenn die Haupthandlung  – der Verlust des Vaters – ein schwieriges Thema ist, hat der Film eine Altersfreigabe von FSK 6.  Gerade die drei Geister geben der Geschichte viel Humor und und verleihen dem Thema eine gewisse Leichtigkeit. Der Verlust eines Menschen wird hier kindgerecht erklärt und man sieht dabei zu, wie Momo immer selbstbewusster wird und lernt, ihre Trauer zu verarbeiten.

 

Die besten Filme über Familien

Jede Familie ist einzigartig! Und bietet viel Stoff, der auf die Leinwand gebracht werden kann. Wir haben die besten Filme über Familien für euch gesammelt. Viel Spaß beim Gucken!

Wunder

Filme über Familien, Wunder
Egal was kommt: Auggies Familie steht hinter ihm. @Studiocanal

Die Geschichte des liebenswerten Jungen August Pullman rührt zu Tränen! „Auggie“, wie er von seiner Familie liebevoll genannt wird, hat aufgrund eines Gendefekts ein stark entstelltes Gesicht. Der Besuch einer öffentlichen Schule ist eigentlich unmöglich, also wird er die ersten Jahre von seiner Mutter Isabel (Julia Roberts) unterrichtet. Doch als Auggie zehn Jahre alt ist beschließt der Familienrat, dass er sich nicht ein Leben lang verstecken kann. Auggie, der am liebsten mit seinem Astronautenhelm herumläuft, ist nicht so überzeugt von seinem Schulbesuch. Er weiß, wie grausam Kinder sein können, vor allem in der Gruppe. Aber er versteht auch, dass er sich in eine Gemeinschaft integrieren muss. Es ist ein langer (und  schmerzhafter) Weg, bis Auggie in der Schule seinen Platz gefunden hat. Eine wundervolle Geschichte, deren Verfilmung genauso herzergreifend ist wie der gleichnamige Roman von R. J. Palacio. Und jeden Moment beneidet man Auggie um seine coole Familie.

USA 2018, FSK 0, Regie: Steven Chobsky mit Julia Roberts, Owen Wilson, Jacob Tremblay

Die Addams Family

Filme über Familien; Addams Family
Wenn Morticia gruselige Gute-Nacht-Geschichten erzählt, wird es bei den Addams richtig gemütlich. @Splendor Films

Ja, sie sind ungewöhnlich aber doch liebevoll miteinander verbunden: die Addams. In letzter Zeit allerdings wirkt Familienoberhaupt Gomez etwas eingetrübt, denn sein Bruder Fester ist seit Jahren verschwunden. Wie groß ist die Freude, als der zwielichtige Gordon Craven auftaucht und behauptet, der verschollene Bruder zu sein. Natürlich ist es etwas merkwürdig, dass er so wenig über die Familiengeschichte weiß. Besonders Wednesday (Christina Ricci) traut dem Wiedergefundenen nicht über den Weg. Gordon will zusammen mit seiner herrischen Mutter vor allem eins: die sagenhaft reichen Addams um einen Großteil ihres Vermögens betrügen. Durchschaut Gomez den Schwindel oder freut er sich so über die vermeintliche Heimkehr seines Bruders, dass er auch einen Betrüger in der Rolle akzeptieren würde?
Sowohl dieser Addams-Film als auch der zweite Teil „Die Addams Family in verrückter Tradition“ (hier kommen die Kinder gegen ihren Willen in ein typisch amerikanischen Sommercamp! Der pure Horror!) sind etwas für einen vergnüglichen Nachmittag – schwarzer Humor inklusive.

USA 1992, FSK 12, Regie: Barry Sonnenfeld, mit Angelica Huston, Christina Ricci, Christopher Lloyd

Verstehen Sie die Béliers?

Filme über Familien, Verstehen Sie die Béliers
Die Béliers sind eine ganz besondere Familie und wenn es hart auf hart kommt, halten sie zusammen. @Mars Distribution

Die 16-jährige Paula Bélier lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof. Das Besondere an den Béliers ist, dass alle bis auf Paula – Mutter Gigi, Vater Rodolphe und Bruder Quentin – gehörlos sind. Daher fallen dem Mädchen alle organisatorischen Aufgaben zu wie etwa der Kontakt mit der Bank oder der Verkauf der Produkte auf dem Markt. Paula hat die Rolle der Vermittlerin noch nie hinterfragt, weil sie es nicht anders kennt. Doch eines Tages ändert sich das, denn Paulas Musiklehrer schlägt ihr vor, ihre außergewöhnliche Stimme in einer Musikschule weiter ausbilden zu lassen. Dafür müsste sie aber nach Paris gehen und das hieße auch, die Familie allein zu lassen. Darf sie sich gegen die Familiengewohnheiten und für die eigene Weiterbildung entscheiden?
Eine Feel-Good-Komödie aus Frankreich, die jeden noch so trüben Tag aufheitert.

FR 2015, FSK 0, Regie: Eric Lartigau, mit Louane Emera, Karin Viard, Francois Damien

The Royal Tenenbaums

Filme über Familien, Royal Tenenbaums
Disfunktional oder normal? Bei den Royal Tenenbaums weiß man das nicht so genau. @Buena Vista International

Die Kinder der Tenenbaums zeichnen sich dadurch aus, dass sie außergewöhnlich sind. Chas (Ben Stiller) war ein Wirtschaftsgenie, Richie (Luke Wilson) ein bekannter Tennisstar und Margot (Gwyneth Paltrow) schrieb Drehbücher für preisgekrönte Filme. Doch das Schicksal holt die Geschwister ein: Ihre Eltern Royal (Gene Hackman) und Etheline (Anjelica Huston) lassen sich scheiden und die drei Kinder erleben einen Karriereeinbruch. Nach Jahren des Schweigens nimmt Royal wieder Kontakt zu seiner Familie auf. Er behauptet, dass er nur noch wenige Wochen zu leben hätte und will so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern und Enkeln verbringen. Kaum ist er eingezogen, brechen alte Konflikte wieder auf und bringen die gesamte Familie in Aufruhr.
Wes Anderson hat ein Faible für skurrile Geschichten und Figuren. Die Royal Tenenbaums sind ein Klassiker mit Starbesetzung, über den man sich immer wieder amüsieren kann, frei nach dem Motto: Seine Familie kann man sich nicht aussuchen.

USA 2002, FSK 12, Regie: Wes Anderson, mit Ben Stiller, Luke Wilson, Gene Hackman, Bill Murray

Sommerhäuser

Filme über Familien, Sommerhäuser
Im lauschigen Sommerhäuschen trügt die Idylle. @ProKino

Ein richtig guter deutscher Film, der viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Nach der Beerdigung von Urgroßmutter Sophie versammeln sich im Sommer 1976 die Nachfahren aus den drei Generationen im Garten des Familiengrundstücks nahe München. Dort hat man schon immer einen Großteil der Ferien verbracht. Viel passiert nicht, außer immer wieder ausbrechende Familienstreitigkeiten. Vor allem zwischen den einzelnen Familienmitgliedern der mittleren Generation gibt es Neid, Missgunst und Konkurrenzgebaren, das das Familientreffen anstrengend macht. Immer wieder kommt die Rede auf die dramatische Geschichte eines entführten Mädchens, von dem die Älteren aus der Boulevardpresse erfahren. Die Kinder glauben sofort, dass der Täter der unheimliche Herr Flachs aus der Nachbarschaft ist, der sein Grundstück mit Puppenteilen dekoriert und dort auch ein Grab hat. Und dann ist dann noch das Wespennest im Garten, das alle in Atem hält… Ein Familienalbum, wie es treffender nicht sein könnte.

BRD, Regie Sonja Kröner, mit Mavie Hörbiger, Ursula Werner, Laura Tonke

Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück

Filme über Familien
Ben und seine Kinder brechen das Schema und werden darum schief angesehen. @Bleeker Street Films/Universum

Ben lebt mit seinen Kindern ein überzeugtes Aussteigerleben mitten im Wald. Sein Nachwuchs hat ein tägliches Trainingsprogramm für Geist und Körper zu absolvieren – und kommt dem auch ohne Murren nach. Die kleine Gemeinschaft ist völlig autark und stolz darauf. Doch dann bekommt Ben die Nachricht, dass sich die manische-depressive Mutter der Kinder in der Klinik in der sie untergebracht war, das Leben genommen hat. Die Familie reist in die Zivilisation, aber nicht um der Beerdigung beizuwohnen, sondern um dem letzten Wunsch der Verstorbenen nachzukommen: Als überzeugte Buddhistin wollte sie, dass ihre Asche in einer Toilette runtergespült werden sollte. Gerade Ben steht bei dem Zusammentreffen der Familie stark in der Kritik und die Großeltern möchten ihm am liebsten das Sorgerecht für die Kinder entziehen.
Das Aufeinandertreffen der Aussteigerfamilie mit der wirklichen Welt ist an manchen Stellen richtig komisch, manchmal zum Fremdschämen. Doch es bleibt auch ein wenig Melancholie, denn die Vision, die Ben von einem besseren Leben und einer besseren Gesellschaft hat, ist in der Realität des Alltags nicht haltbar. Ein berührender Film, der einen über die eigenen Erziehungsmethoden und den alltäglichen Konsumwahn nachdenken lässt.

USA 2916, FSK 12, Regie: Matt Ross, mit Viggo Mortensen, Frank Langella, George MacKay

Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa

Gilbert Grape mit seinem Bruder Arnie, irgendwo in Iowa. @Paramount Pictures

Gilbert ist nach dem Selbstmord seines Vaters der Ersatzvater seiner Familie geworden. Zu ihr zählen die psychisch labile Mutter Bonnie, die mit einem Gewicht von fast 300 Kilo nicht mehr arbeiten kann und das Haus seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr verlassen hat, die ältere Schwester und Ersatzmutter Amy, die pubertierende Schwester Ellen und der geistig behinderte Bruder Arnie. Die Familie lebt in einem maroden Landhaus, dessen Instandhaltung zu Gilberts Aufgaben gehört. Außerdem muss er Arnie beaufsichtigen, der immer wieder Türme hochklettert oder sein Baderitual zu lange ausdehnt. Ansonsten ist mitten im Nirgendwo nicht viel los – bis die Streunerin Becky mit einer Wohnwagenkarawane auftaucht.
Ein Highlight des Films ist der rührende und zutiefst ergreifende Moment, als die Familie das Haus abbrennt, eine Art Feuerbestattung für die verstorbene Mutter. Herausragend ist Leonardo diCaprio als Arnie, der damals schon mit Leichtigkeit alle anderen an die Wand spielte.

USA 1994, FSK 6, Regie: Lasse Hallström, mit Juliette Lewis, Johnny Depp, Mary Steenburgen

Little Miss Sunshine

Filme über Familien, Little Miss Sunshine
Abigail tröstet ihren Bruder, der gerade erfahren hat, dass er seinen Berufswunsch nicht umsetzen kann @Twenties Century Fox

Als der Film erschien, wurde er schnell zum Liebling der Kritiker und des Publikums. Auch Jahre danach ist die Geschichte rund um die kleine Olive Hoover und ihre Familie so schräg wie bezaubernd. Olive könnte glücklicher nicht sein, denn sie kann bei dem Schönheitswettbewerb „Little Miss Sunshine“ teilnehmen. Wochenlang hat sie dafür mit ihrem Opa geübt. Schließlich entscheidet die Familie das pummelige Mädchen bei dem Wettbewerb zu unterstützen.
Kurz darauf befindet sich die bunte Truppe schon auf dem Weg zum Austragungsort in New Mexiko in einem alten, gelben VW-Bus. Der immer zu optimistische Vater Richard (Greg Kinnear), der obszöne, zänkische Opa, die gestresste Mutter Sheryl, deren suizidgefährdeter Bruder Frank, der schweigsame Teenager-Sohn Dwayne (Paul Dano) und natürlich die fröhliche Olive. Wie zu erwarten ist der Schönheitswettbewerb eine Katastrophe, doch als dann auch noch Opa unterwegs das Zeitliche segnet, ist das Chaos perfekt. Ein Roadmovie, das mit einer exzellenten Besetzung und pointierten Dialogen überzeugt.

USA 2006, FSK 6, Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris, mit Abigail Breslin, Toni Collette, Paul Dano, Alan Arkin

Monsieur Claude und seine Töchter

Filme über Familien, Monsieur Claude und seine Töchter
Vier Töchter, vier Hochzeiten – leider nicht mit den Wunschkandidaten der Eltern. @Arnauld Borrel/Neue Visionen

Claude und Marie Verneuil (Christian Clavier, Chantal Lauby) führen mit ihren vier attraktiven Töchtern ein Leben in der Provinz. Die Familie ist wohlhabend, konservativ und katholisch. Für die jungen Frauen wünschen sich die Verneuils attraktive, französische Heiratskandidaten, möglichst aus den „richtigen“ Familien. Doch Ségolène heiratet einen Chinesen, Isabelle verliebt sich in einen Muslimen, Odile lernt einen Juden kennen. Jetzt setzen die enttäuschten Eltern alles auf ihre jüngste Tochter Laure, die immerhin mit einem französischen Katholiken zusammen ist. Doch auch diese beiden haben für die Verneuils noch eine Überraschung in petto.
Die Komödie lässt kaum ein Klischee aus, aber da nach allen (religiösen) Seiten ausgewogen Bosheiten verteilt werden, bleibt der Spaß dabei nicht auf der Strecke. Leichte Unterhaltung, die gute Laune macht.

FR 2014, Regie: Philippe de Chauveron, mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ari Abittan

 

Mr. Hobbs macht Ferien

Ein Klassiker der Familienunterhaltung aus den frühen 60ern. Mr. Roger Hobbs ist schwer arbeitender Bankvorstand und Familienvater. In den Ferien will er eigentlich nur eins: mit seiner Frau Peggy eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Doch die hat andere Pläne und bucht für die ganze Familie, samt Enkelkinder ein Ferienhaus an der kalifornischen Küste. Die Bude ist so schrecklich, dass Mr. Hobbs es zurecht mit dem „Hause Usher“ vergleicht und die Haushaltshilfe der Familie schon nach ein paar Tagen das Weite sucht. Es passiert noch einiges: Mr. Hobbs unternimmt mit seinem fernsehsüchtigen Sohn (heute würde man das gleiche mit den computerspielsüchtigen Jugendlichen machen) eine Bootstour, bei der sie sich im Nebel verirren, Tochter Katey kuriert auf einem Tanzabend ihre Komplexe bezüglich ihrer Zahnspange, die ganze Familie verhilft dem arbeitslosen Schwiegersohn Stan indirekt zu einem Job. Super Szenen liefert auch die Heizungspumpe, die ein Eigenleben führt das Mr. Hobbs in den Wahnsinn treibt. Ein herrlich nostalgischer Film mit vielen witzigen Pointen und einer großartigen Besetzung.

USA 1962, FSK 6, Regie: Henry Koster, mit James Stewart, Maureen O’Hara

Shoplifters

Filme über Familien
Ein Neuzugang in der Familie: die kleine Yuri, @Wild Bunch

Osamu arbeitet auf einer Baustelle, doch was er da verdient reicht längst nicht, um seine Familie durchzubringen. Also geht er nach der Arbeit mit seinem Sohn Shota los, um im Supermarkt ein paar Dinge zu stehlen. Auf dem Heimweg stoßen die beiden auf die kleine Yuri (Miyu Sasaki), die in der Kälte zitternd spielt und von deren Eltern jede Spur fehlt. Osamu beschließt, das Mädchen mit nach Hause zu seiner Familie zu nehmen. Dort warten bereits seine Frau Nobuyo (Sakura Ando), seine Teenager-Tochter Aki (Mayu Matsuoka) und die Großmutter Hatsue (Kirin Kiki). Eigentlich wollen sie Yuri nach dem Essen wieder nach Hause bringen, doch als Osamu und Nobuyo an dem Körper des Mädchens Striemen entdecken, behalten sie sie einfach da. Ein herzzereißender Film, der die Fragen „Wer ist meine Familie?“ und „Was macht Familie aus?“ neu interpretiert. Dazu kommt noch eine große Portion Sozialkritik, mit der Regisseur Hirokazu Kore-eda nicht hinter dem Berg hält und dafür 2018 die goldene Palme gewonnen hat.

J 2018, FSK 12, Regie: Hirokazu Kore-eda, mit Miyu Sasaki, Mayu Matsuoka, Lily Franky

Betty und ihre Schwestern

Ach ja, das ist doch eine Familie in die man sofort aufgenommen werden will: die Marchs. Die Mutter, gespielt von Susan Sarandon, ist ein Goldstück und fördert ihre vier Töchter wo es nur geht. Der Vater ist im amerikanischen Bürgerkrieg, wo er gegen die Konföderierten kämpft. Zuhause gibt es derweil kleine und große Katastrophen um Liebe, Verlust und den ganz normalen Familienalltag. Die Schwestern sind sich nicht immer einig, halten wenn es darauf ankommt aber eisern zusammen. Ein romantischer Film, der manchmal ins Kitschige abdriftet und  bei dem hemmungslos die Taschentücher gezückt werden können.

USA 1995, FSK 0, Regie: Gilian Armstrong, mit Susan Sarandon, Winona Ryder, Trini Alvarado, Kirsten Dunst, Christian Bale

 

Alles auf Zucker

Im Leben von Jaeckie Zucker (Henry Hübchen) läuft einfach überhaupt nichts rund. Der ehemals erfolgreiche Sportreporter ist einer der großen Verlierer des Mauerfalls und hält sich nun mit Billard spielen gerade so über Wasser. Doch jetzt zieht sich die Schlinge zu: Der Gerichtsvollzieher droht Jaeckie mit Gefängnis, seine Frau Marlene (Hannelore Elsner) mit Scheidung. Ein Pool Turnier scheint seine letzte Chance zu sein, doch noch Geld für die Schulden aufzutreiben und seine Frau zu versöhnen. Da stört ein Telegramm von Jaeckies Bruder Samuel die Pläne: die Mutter ist gestorben und Samuel will ihrem letzten Wunsch nachkommen und sie in Berlin beisetzen lassen. Jetzt muss die Familie zusammen halten denn dem streng orthodoxen Samuel soll eine gläubige, harmonische Gemeinschaft vorgegaukelt werden. Doch es warten noch mehr Schwierigkeiten, denn das Testament der Verstorbenen bestimmt, dass ihre beiden dickköpfigen und seit 40 Jahren zerstritten Söhne nur dann erben, wenn sie sich versöhnen.
Regisseur Daniel Levy spielt gekonnt mit jüdischen Klischees und der Ost-West-Problematik, ohne dabei platt zu werden. Eine Familiengeschichte, die gute Laune macht.

BRD 2005, FSK 6, Regie: Dani Levy, mit Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Rolf Hoppe

Lust auf einen Filmabend mit den Kids? Hier sind 10 Klassiker, die Kinder gesehen haben sollten.

 

Aufmacherbild: Wunder, @Studiocanal

Collien Ulmen-Fernandes im Interview zu „Mister Link“

Im Animationsfilm „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“ spricht Collien Ulmen-Fernandes die Rolle der abenteuerlustigen Adelina Fortnight. Wir haben mit der 37-jährigen Schauspielerin, Moderatorin und Mutter einer Tochter über ihren neuen Film, die Herausforderungen im Synchronstudio und ihr Sehnsuchtsland Schweden gesprochen.

„Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“

Worum geht es? Der Forscher Sir Lionel Frost (Stimme im Original: Hugh Jackman, deutsche Stimme: Christoph Maria Herbst), der sich selbst für den weltbesten Erforscher von Mythen hält, begibt sich auf die Suche nach dem legendären Vorfahren des Menschen – Mr. Link, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Forscher wird begleitet von Adelina Fortnight, einer freigeistigen und selbstbewussten Abenteurerin. Sie ist im Besitz der einzigen bekannten Karte, mit der man den Ort finden kann, an dem Mister Link sich aufhält.
Erscheinungsdatum: 30. Mai 2019 (Deutschland)
Regisseur: Chris Butler
Musik komponiert von: Carter Burwell
Produktionsfirmen: Laika, Annapurna Pictures

Liebe Collien, nach einer kleinen Synchronrolle in „Spongebob“ ist „Mister Link“ nun der erste Animationsfilm, in dem du einer Hauptrolle deine Stimme leihst. Wie kam es dazu?

Fellig und sehr liebenswert: Mister Link (rechts) mit Sir Lionel (Foto: eOne Germany)

Ich habe die Anfrage bekommen und habe mich sehr darüber gefreut. Vorher gab es ein Testsprechen – eine Art Stimmcasting. Das ist so üblich, da es sich bei „Mister Link“ um eine amerikanische Produktion handelt und die Amis uns deutschen Schauspieler ja nicht kennen. Sie waren auf Anhieb so begeistert, dass ich direkt die Hauptrolle bekommen habe! Das ist natürlich cool und eine große Ehre für mich. So kam das zustande.

Was für ein Typ ist Adelina Fortnight? Was magst du an ihr?

Adelina Fortnight zeigt den Männern, wo es langgeht (Foto: eOne Germany)

Adelina ist eine mutige, starke Frau, die den Jungs im Film – also Mister Link und Sir Lionel – auch mal sagt, wo es lang geht. Die drei brechen gemeinsam zu einer Abenteuerreise auf. Und oft ist es ja leider so, dass Frauen bei Road Trips eher eine passive Rolle haben, das Anhängsel sind, den Männern hinterher trotten und fragen: „Wo geht es als nächstes hin?“ Adelina hingegen gibt die Handlung auch mal vor, ist tough und leitet die Jungs an der richtigen Stelle in die richtige Richtung. Der Film bricht viel mit gängigen Geschlechterklischees. Das hat mir sehr gefallen.

Und was ist der Reiz am Synchronsprechen? Ist das nicht sehr anstrengend, weil man so konzentriert sein muss?

Es ist natürlich auch anstrengend. Aber es hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe mir überlegt: Was für eine Stimme will ich Adelina geben? Wie soll sie klingen? Ich gab ihr eine eher tiefe Stimme, daher klingt sie gar gar nicht wie ich. Im Original spricht Hugh Jackmann die Rolle des Sir Lionel, mit dem ich die meisten Szenen habe. Das war schon lustig: Ich hörte Hugh Jackmans Stimme auf Englisch und musste ihm auf Deutsch antworten. Die größte Herausforderung war es, die Sätze anzupassen. Manche Sätze werden durch die Übersetzung ins Deutsche länger. Daher musste ich schneller sprechen, als die Original-Adelina Zoe Saldana.

Im Film brechen Mister Link, Sir Lionel und Adelina Fortnight auf, um den geheimnisvollen Ort Shangri La zu finden. Hast du einen persönlichen Sehnsuchtsort, den du gerne einmal besuchen würdest?

„Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“ startet am 30. Mai 2019 in den Kinos (Foto: eOne Germany)

Ja (lacht). Schweden. Das klingt jetzt vielleicht nicht besonders exotisch. Aber Schweden würde mich sehr reizen. Zum einen wegen der wunderschönen Landschaft: Die Fjorde und Seen und Wälder und kleinen Schäreninseln, das stelle ich mir sehr idyllisch vor. Zum anderen bewundere ich die Schweden, weil sie in Sachen Gleichberechtigung um einiges weiter sind als die Deutschen. In deutschen Spielwarenkatalogen zum Beispiel stehen meist Mädchen in der Kinderküche und wickeln die Babypuppen, während der Junge im Superheldenkostüm daneben steht. In schwedischen Katalogen ist das anders. Man achtet dort sehr auf Gleichstellung. Dort wickeln Junge und Mädchen gemeinsam die Babypuppen und retten danach zusammen als Superheld und Superheldin die Welt. Das finde ich toll. Gleichstellung ist dort ein großes Thema. Kein Wunder, dass man auf den schwedischen Spielplätzen Kinderwagen schiebende Männer wie Frauen gleichermaßen antrifft.

Um Gleichberechtigung geht es auch in deinem ersten Kinderbuch „Lotti & Otto“.  Planst du eine Fortsetzung?

Ja, es wird einen zweiten Teil geben.  Ich bastele gerade an der Geschichte für die Fortsetzung. Und ich arbeite gerade an einem neuen Format für Eltern, das wir demnächst drehen werden. Auf beides freue ich mich schon sehr.

Unser Kinotipp der Woche: Der Film Astrid

Astrid ist einer der schönsten Filme des ausgehenden Kinojahres 2018. Er porträtiert die jungen Lebensjahre der später weltberühmten Autorin Astrid Lindgren. Obwohl sie mit ihren Kinderbüchern weltweit Millionen Leser begeistert, hatte ihre eigene Kindheit und Jugend durchaus Schattenseiten. Genau davon erzählt der Film Astrid der Regisseurin Pernille Fischer Christensen – unser Kinotipp der Woche.

Worum geht es?

„Astrid“ startet am 6. 12. 2018 in den Kinos (Foto: DCM)

Die junge Astrid (herausragend: Alba August) wächst bei ihrer Familie im südschwedischen Småland in bescheidenen Verhältnissen auf. Mit ihren jüngeren Geschwistern muss sie auf dem Hof mit anpacken und bei der Ernte auf dem Feld und der Hausarbeit helfen. Doch das Mädchen ist gescheit, schlagfertig, kann fesselnde Geschichten erzählen und besitzt Humor. Mit 17 beginnt sie ein Praktikum bei der Lokalzeitung des Nachbarorts. Herausgeber Blomberg (Henrik Rafaelsen) erkennt nicht nur ihr schriftstellerisches Talent, sondern verliebt sich in die junge Frau, und sie sich in ihn. Obwohl er deutlich älter ist und es noch eine enttäuschte Ex-Frau im Hintergrund gibt. Astrid wird schwanger. Ein Skandal im strenggläubigen Schweden. Verzweifelt reist sie nach Dänemark, um dort ihren Sohn Lasse zur Welt zu bringen. Er bleibt in der Obhut der warmherzigen Pflegemutter Marie (Trine Dyrholm). Doch obwohl Lasse bei ihr gut aufgehoben ist, bricht es Astrid fast das Herz. Sie zieht nach Stockholm und versucht dort, sich mit ihrem Job in der Buchhandelszentrale über Wasser zu halten. Als Marie schwer krank wird, muss Astrid Lasse zu sich holen. Eine schwierige Aufgabe für die junge Frau…

Worum geht es eigentlich?

Astrid (Alba August) arbeitet in Stockholm als Sekretärin (Foto: DCM)

Im Film Astrid geht um die frühen Lebensjahre von Astrid Lindgren, über die viele vermutlich nicht allzu viel wissen. Um ihre schwierige Situation als alleinerziehende junge Frau und Mutter. Das Verhältnis zu ihrem Sohn Lasse, das sie sich mit fantasievollen Geschichten erarbeitet hat. Um die konservative Gesellschaft in Schweden in den 1920er Jahren und die Emanzipation einer begabten, klugen Frau. Ein warmherziges, berührendes BioPic fernab von kitschiger Bullerbü-Romantik. Der Film zeigt uns Astrid Lindgren, wie sie als Mädchen war – und verrät vieles darüber, woher die Inspiration für ihre späteren Kindergeschichten stammte.

Lohnt sich das anschauen?

Szene aus dem Film Astrid
Hinreißend: Alba August als Astrid auf der Tanzfläche (Foto: DCM)

Auf jeden Fall! Die Hauptdarstellerin Alba August, Tochter des dänischen Regisseurs Bille August und der schwedischen Schauspielerin Pernilla August, spielt glänzend. Die Tanzszenen, die sie zur Swingmusik aufs Parkett legt, sind hinreißend. Und es gelingt ihr, die Zerrissenheit der jungen Frau, aber auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebenslust überzeugend darzustellen. Auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Und die Aufnahmen der kargen, schönen Landschaft Südschwedens tun ihr übriges. Ein toller Film für die Vorweihnachtszeit. Filmstart: 6. Dezember 2018! 

Hier ist der Trailer vom Film Astrid:

Filmtipp für Kinder: Rick Kavanian geht auf Monster-Urlaub

Am 16. Juli 2018 startet „Hotel Transsilvanien 3“ in den deutschen Kinos. Diesmal geht es für die abenteuerlustige Vampirfamilie auf Monster-Urlaub: Eine abenteuerliche Kreuzfahrt steht auf dem Programm. Wir haben mit Rick Kavanian, der den Drakula spricht, über den Spaß am Synchronisieren, seine Kollegin Anke Engelke und seine Seetüchtigkeit gesprochen.

Du bist erneut die Stimme von Drakula im dritten Teil von „Hotel Transsilvanien“. Was magst du an „Drak“ und seiner Familie besonders?

Mit Vampiren an Bord ist immer was los (Foto: Sony Pictures Deutschland GmbH)

Dieses liebevolle Chaos und Verständnis zwischen Monstern und Menschen, egal ob ein Auge oder drei Augen. Man guckt erstmal in selbige, bevor man sich ein Bild von seinem Gegenüber macht. Die Monster können das, war wir Menschen leider verlernt haben.

Dieses Mal stechen die Vampire in See und machen eine Kreuzfahrt. Warst du jemals auf einem Kreuzfahrtschiff?

Ich war noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff und bekomme jedes mal Panik bei der Vorstellung, mit 4000 Menschen auf einem Boot  zu sein.

Schwer verliebt: Drakula verguckt sich in die kapriziöse Ericka (Foto: Sony Pictures Deutschland GmbH)

Drak verliebt sich an Bord in die Kapitänin Ericka, gesprochen von Anke Engelke. Wie ist euer Verhältnis? Habt ihr euch im Synchronstudio getroffen?

Wir kennen und schätzen uns schon lange, deswegen war die Zusammenarbeit sehr konstruktiv und entspannt, wie unter Freunden.

Warst du als Kind ein Traumschiff-Fan? Oder immer schon lieber Raumschiff?

Immer lieber schon Raumschiff, wobei ich früher mit meiner Oma hin und wieder auch mal Traumschiff gekuckt habe.

„Monster sind auch nur Menschen“

Was macht dir nach wie vor Freude am Synchronsprechen? Du hast schon sehr viele (Kinder-)Filme synchronisiert. Hast du eine Lieblingsfigur?

Es ist immer die Figur, die man aktuell synchronisiert – also Drakula. Ich liebe das Spiel mit der Stimme, mit Dialekten und Sprachen und bei Drakula hat man mir sehr viel Spielraum gelassen, ich durfte da sehr viel Rick Kavanian einfließen lassen und das macht großen Spaß!

3D-Spaß für die Ferien: Hotel Transsilvanien 3 (Foto: Sony Pictures Deutschland GmbH)

Wenn Rick Kavanian einen Tag lang ein Vampir sein könnte – worauf hättest du Lust? Aufs Fliegen, im Sarg schlafen, …was würde dir Spaß machen?

Vorwärtsfliegen, Rückwärtsfliegen, Seitwärtsfliegen, Sturzfliegen.

Bitte vervollständige den Satz: „Hotel Transsilvanien 3 ist ein toller Film für die ganze Familie, weil…“

…er spannend ist, es ständig neue Überraschungen gibt, die Musik einfach der Hammer ist, Monster auch nur Menschen sind und man immer wieder Dinge entdeckt, die man beim erstem Mal völlig übersehen hat! Man muss den Film also mindestens dreimal gucken.

Ihr habt Lust auf weitere tolle Kinderfilme? Einer unserer Lieblinge in diesem Jahr ist „Die kleine Hexe“ mit Karoline Herfurth! Lest hier das Interview mit der Schauspielerin.

Filmtipp für die ganze Familie: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Ihr wollt etwas gemeinsam mit der ganzen Familie unternehmen? Wie wäre es mit einem Kinobesuch? Am 29. März 2018 startete „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in den Kinos. Die Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Michael Ende ist ein echtes Highlight für große und kleine Zuschauer.

Jim Knopf Lukas
Beste Freunde: Jim Knopf (Solomon Gordon) und Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) Foto: 2018 Warner Bros. Ent.

Darauf haben wir lange gewartet! Endlich kommt die erste Realverfilmung von Michael Endes wundervollem Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in die Kinos. Viele kennen die Geschichte vom Waisenjungen Jim, der auf der kleinen Insel Lummerland aufwächst, in der Fassung der Augsburger Puppenkiste. Regisseur Dennis Gansel („Die Welle“) bringt die bekannten Figuren nun mit namhaften Schauspielern und atemberaubenden visuellen Effekten auf die Leinwand. Satte 25 Millionen Euro hat die High-Tech-Verfilmung gekostet. Wir verraten euch, warum sich das Anschauen lohnt.

Worum geht es?

Frau Waas (Annette Frier) zieht den kleinen Jim Knopf auf Lummerland groß (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

Der kleine Jim Knopf (Solomon Gordon), ein farbiger Waisenjunge, kommt als Baby per Post auf die Insel Lummerland. Dort wird er liebevoll aufgezogen von der gutmütigen Lebensmittelverkäuferin Frau Waas (Annette Frier). Der liebenswerte, aufgeweckte Junge freundet sich schnell mit den anderen Inselbewohnern an. Vor allem Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) mit seiner Schirmmütze und der Pfeife und seine Lok Emma werden Jims beste Kumpels.

König Alfons der Viertel-vor-zwölfte regiert Lummerland (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

Aber je älter der kleine Jim wird, umso mehr beschäftigt ihn die Frage nach seiner eigentlichen Herkunft. Als der winzigen Insel schließlich Überbevölkerung droht und König Alfons der Viertel-vor-zwölfte (Uwe Ochsenknecht) anordnet, dass entweder Jim Knopf oder Lok Emma die Insel verlassen müssen, brechen Jim, Lukas und Emma zu einem großen Abenteuer auf.

Worum geht es wirklich?

Idealbesetzung: Henning Baum als Lukas der Lokomotivführer mit Pfeife und Schirmmütze (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

In erster Linie geht es um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Kim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer. Beide Rollen sind mit dem Newcomer  Solomon Gordon und dem alten Hasen Henning Baum („Der letzte Bulle“) exzellent besetzt. Obwohl Michael Ende seinen Lukas als klein und kräftig beschreibt und Henning Baum ein Mann wie ein Baum (im wahrsten Sinne) ist, verkörpert er den sympathischen Lokomotivführer mit dem großen Herzen perfekt. Überhaupt sind alle Rollen mit namhaften Schauspielern besetzt. Milan Peschel spielt den Scheinriesen Tur Tur, Christoph Maria Herbst verkörpert den treuen Untertanen Herrn Ärmel. Die Synchronstimme von Nepomuk stammt von Comedian Bully Herbig. Frau Malzahn wird von Judy Winter gesprochen. Bei der abenteuerlichen Reise von Jim, Lukas und Emma durch das Land der Vulkane beeindrucken vor allem die visuellen Effekte, die den Vergleich zu Peter Jacksons „Der kleine Hobbit“ nicht scheuen müssen. Dabei bleibt der Film trotz der spannenden Handlung und den fantastischen Figuren stets kindgerecht.

Kino, Jim Knopf, Lukas
Ab 29. März 2018 im Kino (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

Lohnt sich das Anschauen?

Auf jeden Fall! „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist der perfekte Familienfilm für die Osterfeiertage und macht wirklich allen Spaß: Oma, Opa, Onkel, Tante, Eltern und Kindern. In einer Stunde und fünfzig Minuten lässt es sich wunderbar eintauchen in die fantasievolle Welt Michael Endes. Die am Computer animierten Kulissen sind fantastisch. Selbst eingefleischte Fans der Augsburger Puppenkiste-Fassung dürften von der absolut gelungenen Realverfilmung des Kinderbuchs begeistert sein. Der Film startet am Donnerstag, 29. März 2018 bundesweit in den Kinos.

Noch mehr Lust auf Kino? Wir haben mit Heike Makatsch ein Interview zum Familienfilm „Peter Hase“ geführt!

 

Interview: Heike Makatsch spricht Flopsi im Film „Peter Hase“

Im Animationsfilm „Peter Hase“, der am 22. März 2018 in den deutschen Kinos startet, leiht Heike Makatsch der süßen Hasendame Flopsi ihre Stimme. Wir haben mit der sympathischen Schauspielerin und dreifachen Mutter über ihre persönliche Beziehung zu Hasen, den Spaß am Synchronsprechen und die Premiere von „Peter Hase“ in Berlin gesprochen.

Lunamag: Kanntest du die Kinderbücher von „Peter Hase“, im englischen Original heißt er ja „Peter Rabbit“, denn vor dem Film schon?

Peter Hase, Flopsi
Freche Hasenbande: Flopsi (links) und ihre Freunde (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Heike Makatsch: Ja, ich kannte die Bücher von Beatrix Potter und mochte sie sehr, vor allem auch die Illustrationen. Ich habe viel Zeit in England verbracht, und da ist Peter Rabbit sehr populär. Es gibt die Hasen-Figuren auf Tassen und Tellern, seine Teatime kann man dort mit Peter Rabbit genießen.

Warum hattest du Lust, diese Synchronrolle in „Peter Hase“ zu übernehmen? Was gefällt dir an der Geschichte?

Peter Hase rebelliert gegen den Gartenbesitzer McGregor (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Es ist immer eine Freude und macht mir großen Spaß, Synchronrollen in gut gemachten Animationsfilmen zu übernehmen. Und „Peter Hase“ ist so ein Film. Die Figuren sind sehr liebevoll gestaltet. Ich mag Peter Hase, weil er frech ist und impulsiv und sich nichts gefallen lässt. Aber er macht auch eine Entwicklung durch im Film und muss lernen, dass er mit seiner Wut und seiner Rachsucht nicht weit kommt, sondern dass es am Ende darum geht, auch Kompromisse zu finden und einzulenken. Denn nur so gelingt ein friedliches Miteinander. Da können wir alle von ihm lernen. Ich mag generell die modernen Animationsfilme, bei denen die Figuren diese verblüffende Ähnlichkeit zu den echten Tieren haben. Und bei „Peter Hase“ ist das sehr gut geglückt. So gut, dass ich inzwischen wenn ich einen Hasen sehe manchmal denke: „Der fängt sicher gleich an zu sprechen!“

Welche persönliche Beziehung hast du zu Hasen? Hattest du als Kind ein Häschen?

Heike Makatsch im Synchronstudio (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Nein, ich hatte keinen Hasen. Ich hatte einen Hamster. Aber erst unlängst hatte meine Familie zwei Hasen. Das war toll, aber auch manchmal etwas anstrengend. Häschen hoppeln eben überall herum und nagen alles an und hinterlassen ihre Hasenköttel-Spuren. Sie sind zwar schön flauschig und weich, wie kleine Bettvorleger. Trotzdem denke ich, Hasen sind in einem Haus mit Garten besser aufgehoben. Mir tun die Tiere leid, wenn sie nicht rauskönnen und genügend Auslauf haben. Deshalb sind wir inzwischen auch wieder bei einem Hamster gelandet. Der ist einfach genügsamer.

Du sprichst im Film die Flopsi, eine der Schwestern von Peter Hase. Was ist sie für ein Typ? Konntest du dich mit ihr identifizieren?

Flopsi, Heike Makatsch
Die Schauspielerin mit ihrer Filmfigur Flopsi (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Flopsi mochte ich auf Anhieb. Sie hat Familiensinn. Sie ist neugierig und mutig und sie hält sich für sehr clever – was nicht unbedingt heißt, dass sie es auch ist (lacht). Aber sie steht ihre Frau und ist bei allem mit dabei. Und sie sieht natürlich verdammt niedlich aus, sie trägt eine kleine rote Jacke und sie lispelt. Ich mag Flopsi sehr.

Die anderen Rollen werden ebenfalls von namhaften Kollegen gesprochen, unter anderen Christoph Maria Herbst, Jessica Schwarz und Anja Kling. Seid ihr euch im Synchronstudio begegnet?

Peter Hase, Filmteam
Das „Peter Hase“-Synchronteam: Heike Makatsch, Jessica Schwarz, Anja Kling und Christoph Maria Herbst (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Nein, im Synchronstudio arbeitet man meistens allein. Aber ich habe mich gefreut, sie alle bei unserer Premiere in Berlin zu sehen. Das ist schon sehr schön und auch immer etwas Besonderes, wenn man sich dann gemeinsam den fertigen Film noch einmal anschaut und sich davor auf dem roten Teppich trifft. Vor allem bei einem so gelungenen Familienfilm wie „Peter Hase“ freue ich mich immer auf die Premiere, weil dann der ganze Kinosaal voller aufgeregter Kinder ist. Da bekommt man schon nochmal ganz andere Reaktionen als von einem reinen Erwachsenenpublikum.

Ihr wollt mal wieder mit euren Kindern ins Kino?  Wir haben noch weitere Filmtipps für die ganze Familie!

Familien-Filmtipp: Das schweigende Klassenzimmer

Kann eine Schweigeminute zum Politikum werden? Ja, sie kann. Regisseur Lars Kraume erzählt in seinem Film „Das schweigende Klassenzimmer“ die wahre Geschichte einer Schulklasse in der ehemaligen DDR, die sich 1956 mit den ungarischen Freiheitskämpfern solidarisiert und im Unterricht eine Schweigeminute abhält. Die Folge: Die gesamte Klasse wird vom Abitur ausgeschlossen. Wir haben mit den Schauspielern Florian Lukas und Ronald Zehrfeld über ihre Kindheit und Jugend in der DDR, Zusammenhalt und Mut gesprochen.

Ihr seid beide ein Ostberlin geboren und aufgewachsen. Spielt eure eigene Biografie eine Rolle, wenn ihr in einem Film wie „Das schweigende Klassenzimmer“ mitspielt?

Das schweigende Klassenzimmer
Setzen mit ihrem Schweigen ein Zeichen: Die Schüler der Klasse (Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih)

Ronald Zehrfeld: Ich bin 1977 geboren, also viel später als die Protagonisten im Film. Aber was ich nachvollziehen kann, ist, in einem System zu leben, in dem man sich nicht frei entwickeln und sein Leben leben kann. Dann geht es darum, sich den Bedingungen entweder anzupassen und sie zu ertragen oder sich zu wehren und eine Entscheidung zu treffen. So gravierend habe ich das als Kind und Jugendlicher nicht erlebt. Aber die Gedanken: „Wofür stehe ich ein? Was sind meine Überzeugungen?“ mache ich mir natürlich auch und kann sie gut nachempfinden.

Hättet ihr euch als Schüler damals ähnlich verhalten? Hättet ihr euch getraut, die Flucht in den Westen zu wagen?

Florian Lukas: Ich weiß es nicht. Ich hatte auch noch sehr autoritäre Lehrer in der DDR und habe diese staatstreuen Pädagogen dort erlebt. Ich erinnere mich, dass ich mit ihnen viel diskutiert habe und dass es schwierig war, unter den Mitschülern Mehrheiten für bestimmte Dinge zu finden. Aber dann ging es mit der DDR auf einmal ganz schnell vorbei. Ich bin 1973 geboren, 1989 kam die Wende. Rückblickend finde ich es also schwierig zu sagen, ob ich so einen Schritt gewagt hätte.

Wir habt ihr eure Kindheit und Jugend in der DDR erlebt? Woran erinnert ihr euch noch besonders?

Das schweigende Klassenzimmer, Ronald Zehrfeld
Ronald Zehrfeld (l.) spielt den Vater von Theo (Leonard Schiecher) und kann den Konflikt seines Sohnes gut verstehen (Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih)

Ronald Zehrfeld: Ich war natürlich, wie alle, bei den Jungen Pionieren, „Seid bereit, allzeit bereit“. Und ich kann mich auch noch an bestimmte Serien oder Kinderbücher erinnern, die ich damals geliebt habe und die prägend waren. „Timur und sein Trupp“ war ein Buch, das ich als Schüler gelesen habe. Da geht es um Solidarität und Nachbarschaftshilfe. Die Digedags waren Comicfiguren in der DDR, die Hefte mochte ich sehr. Auch die Abrafaxe. Oder auch die Bummi-Heftchen. Die waren für kleinere Kinder, die habe ich tatsächlich mal binden lassen und an meine Tochter weitergegeben. Die fand sie total abgefahren.

Florian Lukas: Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich eine typische DDR-Prägung habe. Ich habe viel Westfernsehen geguckt und Musik aus dem Westen gehört. Für mich und meine Freunde war alles, was aus dem Osten kam, provinziell und spießig. Natürlich war das ein Widerspruch: In der Schule wurden wir getrimmt auf die DDR-Helden, nach dem Unterricht haben wir Serien geguckt und Westmusik gehört. Der popkulturelle Unterschied zwischen Ost und West ist bei mir also nicht so ausgeprägt.

Kanntet ihr denn die wahre Geschichte, um die es in „Das schweigende Klassenzimmer“ geht?

Florian Lukas, Das schweigende Klassenzimmer
Florian Lukas spielt den Rektor Schwarz (Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih)

Nein. Aber es hat mich sehr berührt, wie diese Klasse mit ihrem Schweigen protestiert hat und welche Kreise das dann gezogen hat. Heutzutage ist es ja eher das permanente „sich äußern“ auf allen Kanälen, das zählt und das einem auch schnell zum Verhängnis werden kann. Ein falscher Hashtag, und schon steht man in der Kritik. Neben dem Akt des Widerstands beschäftigt sich der Film ja auch mit dem Thema Meinungsfreiheit und Solidarität. Die Meinungsfreiheit, das wissen wir alle, ist momentan in vielen Ländern gefährdet. Wie die Schüler zusammenhalten, zu ihrer Meinung stehen, sich nicht gegenseitig verraten, obwohl sie massiv unter Druck gesetzt werden – das hat mich beeindruckt, und genau deshalb erzählen wir diese Geschichte.

Ronald Zehrfeld: Ich kannte die Geschichte vorher auch nicht und war wirklich überrascht. Meine Eltern wussten davon, bei ihnen habe ich dann nochmal nachgefragt. Es war für mich auch spannend, die Schüler von damals zu treffen und mit ihnen über die Ereignisse und ihre Flucht in den Westen zu sprechen.

In „Das schweigende Klassenzimmer“ geht es um Freundschaft, Solidarität, Mut und Zivilcourage. Wie wichtig ist es euch, euren Kindern solche Werte mitzugeben?

Jördis Triebel, Florian Lukas, Das schweigende Klassenzimmer
Frau Kessler (Jördis Triebel) und Rektor Schwarz (Florian Lukas) setzen die Schüler unter Druck. Aber die Klasse hält zusammen (Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih)

Ronald Zehrfeld: Meine Tochter ist neun. Ich will ihr nicht sagen: So und so sieht die Welt aus, fertig. Sie soll mit offenen Augen und wachem Verstand durch die Welt gehen und ihre eigenen Erfahrungen machen. Das ist manchmal mit Schmerz verbunden, klar. Wie bei der ersten großen Liebe. Ohne Enttäuschungen und Niederlagen geht es nicht. Aber das gehört zum Leben. Den Zusammenhalt der Schüler im Film und ihre Solidarität untereinander finde ich beeindruckend. Das vermisse ich in der heutigen Zeit manchmal. Aber vielleicht geht es uns dafür auch immer noch zu gut. Gerade in Krisenzeiten merken die Menschen ja erst, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu helfen statt immer nur um die eigene Person zu kreisen.

Das schweigende Klassenzimmer, Lars Kraume
„Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume kommt am 1. März 2018 in die Kinos (Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih)

Florian Lukas: Meine Kinder sind inzwischen erwachsen. Aber ich habe  auf jeden Fall versucht, sie zum selbstständigen Denken und Handeln aufzufordern. Das sorgt natürlich auch für Auseinandersetzungen, denn ich selber bin auch so. Dann prallen eben auch mal unterschiedliche Standpunkte aufeinander. Trotzdem finde ich es ganz wichtig, dass sie ihre eigene Meinung haben und zu der auch stehen und sie durchzusetzen. Bei uns war nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Aber trotzdem hatten sie natürlich auch immer das Gefühl, dass sie geliebt werden und gut sind, so wie sie sind. Darauf kommt es an. Es geht nicht darum, es immer allen anderen Recht zu machen. Sondern es lohnt sich, für sich und seine Überzeugung einzustehen.

„Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume mit Leonard Scheicher, Tom Gramez, Florian Lukas, Ronald Zehrfeld, Jördis Triebel, Michael Gwisedek, Burghardt Klaußner und anderen startet am 1. März 2018 in den Kinos.

Weitere Filmtipps für die ganze Familie findet ihr hier.

 

Helden meiner Kindheit: Frederick Lau über Wayne Gretzky

Mit gerade mal 28 Jahren gehört Frederick Lau schon zur A-Liga der deutschen Schauspieler. Der sympathische Berliner, der mit seiner Frau Annika und den beiden Kindern in der Hauptstadt wohnt und zuletzt mit dem Film „Simpel“ im Kino zu sehen war, hat mit uns über den Helden seiner Kindheit gesprochen: Wayne Gretzky.

Wayne Gretzky Eishockey
Wayne Gretzky: Stark auf dem Eis (Foto: Getty Images)

Wayne Gretzky mit der Rückennummer 99 war der Held meiner Kindheit. Gretzky war einfach der ultimative Eishockeyspieler und ich fand ihn total cool. Wobei Gretzky wahrscheinlich für jeden Eishockeyfan der Held war. Ich habe, seit ich drei Jahre alt war, Eishockey gespielt und den Amerikaner bewundert, weil er einfach der Allerbeste war.

Dabei haben mich nicht nur seine sportlichen Leistungen beeindruckt, sondern auch die Art, wie er damit umgegangen ist. Der Mann hatte einfach Charakter und war ein echter Typ, gleichzeitig war er aber total unauffällig und ruhig. Er wusste einfach um sein Können und musste sich gar nicht weiter darstellen oder Aufheben um sein Talent machen.

„Ich bin gerne privat, habe Ruhe und liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen“

Da Gretzky in Amerika gespielt hat, habe ich ihn nie live gesehen oder getroffen – wobei ich ihn auch niemals nach einem Autogramm gefragt hätte, so was fand ich damals schon albern. Wenn ich heute nach einem Autogramm gefragt werde, wundere ich mich darüber, warum jemand meine Unterschrift irgendwo haben möchte. Selfies finde ich da netter: Da hat man ja wirklich einen gemeinsamen Moment eingefangen. Grundsätzlich bin ich aber gar nicht so der Typ für große, öffentliche Auftritte. Ich bin gerne privat, habe meine Ruhe und liebe es, mit meiner Familie Zeit zu verbringen.

Frederick Lau David Kross Simpel
Frederick Lau (l.) und sein Kollege David Kross im Film „Simpel“ (Foto: Universum Film)

Aber ich brauche diese Art der Öffentlichkeit auch gar nicht, ich möchte lieber, dass meine Filme für mich sprechen. „Simpel“ ( der letzte Kinofilm mit Frederick Lau, Anm. d. Red.) ist dafür ein gutes Beispiel: Es war durchaus eine Herausforderung, diesen problembeladenen Helden zu spielen, der alles daransetzt, sich und seinen behinderten Bruder zu retten. Dabei gehen die beiden auf eine Reise, nach der alles anders sein wird. Ich finde, die Stärke des Films ist die Offenheit der Protagonisten.

Vor allem hier in Deutschland sind wir Menschen häufig wahnsinnig verschlossen. Meiner Meinung nach bräuchten wir etwas mehr Herz und Wärme. Ich würde mich total freuen, wenn „Simpel“ die Zuschauer genau an diesem Punkt berührt und vielleicht ein bisschen zum Nachdenken anregt.

Normale Typen mit Talent

Das hoffe ich allerdings bei jedem meiner Filme. Wir Schauspieler erzählen Geschichten, die uns selbst beschäftigen, und versuchen, andere damit anzustecken.

Übrigens sind mir bei meinen Schauspielkollegen auch diejenigen am liebsten, die einfach normale Typen sind und um ihr Talent wissen – ohne große Show. Mit denen arbeitet es sich auch am besten und sie beeindrucken einen durch ihr Können. So wie damals Wayne Gretzky, der einfach selber wusste, dass er der Beste von allen ist, und dabei dennoch sympathisch war.

Ihr habt Lust auf Kino? Wir haben tolle Filmtipps und ein schönes Interview mit Karoline Herfurth für euch, die über ihre Rolle in „Die Kleine Hexe“ spricht!

Slider-Foto: Szenenbild „Simpel“/Universum Film

Interview: Karoline Herfurth über ihre Rolle als „Die Kleine Hexe“

„Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler gehört zu den beliebtesten Kinderbüchern aller Zeiten. Am 1. Februar 2018 kommt endlich die langersehnte Verfilmung in die Kinos. Karoline Herfurth (33) spielt die kleine Hexe, die mit ihrem Raben Abraxas (Synchronstimme: Axel Prahl) in ihrem Häuschen im Wald wohnt und fleißig ihre Zaubersprüche übt, damit sie im nächsten Jahr mit den großen Hexen auf dem Blocksberg feiern darf. Wir haben die sympathische Schauspielerin in Berlin zum Interview getroffen.

Luna: Wie hast du reagiert, als man dir die Rolle der kleinen Hexe angeboten hat? 

Übt fleißig Zaubersprüche: Die kleine Hexe (Karoline Herfurth) Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih

Karoline Herfurth: Ich habe mich total gefreut. Ich kenne die Produktionsfirma Claussen und Putz schon sehr lange, weil wir bereits bei „Crazy“ zusammengearbeitet haben. Und ich wusste einfach, dass sie diesen Stoff und diese Figur sehr behutsam anpacken werden.“Die Kleine Hexe“ ist ein Stück deutsches Kulturgut, ich bin mit ihr groß geworden und so eine Rolle bekommt man nicht alle Tage angeboten. Es ist schon etwas sehr besonderes und neben dem Stolz und der Ehre, die ich empfunden habe, war mir auch klar, dass es eine große Aufgabe ist. Gerade bei Kinderbüchern, die viele so lieben, sind die Erwartungen hoch. Mir war klar, dass ich es nicht verhauen darf.

War das Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler auch eines deiner Lieblingskinderbücher?

Ja, absolut. Neben Michael Endes „Momo“ oder „Die unendliche Geschichte“ und den Büchern von Astrid Lindgren und Erich Kästner war „Die kleine Hexe“ eines meiner allerliebsten Kinderbücher, das ich auch immer wieder vorgelesen bekommen habe.

„Sie ist mutig, sehr lustig und hat einen großen Gerechtigkeitssinn“

Was gefällt dir an der kleinen Hexe denn besonders gut?

„Die kleine Hexe“, ab 1.02.2018 im Kino Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih

Ich finde sie sehr mutig und sehr lustig. Sie ist verspielt und verschmitzt und liebt es, Schabernack zu treiben. Gleichzeitig hat sie ein großes Gerechtigkeitsempfinden und möchte den Menschen helfen und nichts Böses tun. Sie ist neugierig und hat ihren eigenen Kopf und lässt sich vom strengen Regelwerk der anderen Hexen nicht beeindrucken.

Im Märchen sind Hexen oft böse – anders als die kleine Hexe, die ja eine gute Hexe ist..

Die kleine Hexe (Karoline Herfurth) und ihre Widersacherin, die böse Rumpumpel (Suzanne von Borsody) Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih

Ja, das stimmt. Es gibt positive Aspekte an Hexen, aber es gibt auch die klassischen bösen Hexen wie bei „Hänsel und Gretel“ und vielen anderen Märchen. Ich finde es spannend, dass bei der „Kleinen Hexe“ beide Seiten gezeigt werden. Das macht Märchen ja auch so faszinierend. Kinder haben oft irrationale, diffuse Ängste, mit denen sie noch nicht umgehen können. Die bösen Hexen im Märchen stehen oft sinnbildlich für diese Ängste, die dann von den schlauen Kindern  – oder in diesem Fall von der kleinen Hexe, die ja selber ein großes Kind ist – besiegt werden. Am Ende merkt man, dass man eigentlich keine Angst vor Hexen haben muss und dass aus der Welt des Bösen auch etwas Gutes gemacht werden kann. Es ist nur eine Frage der Definition.

Was hat beim Drehen am meisten Spaß gemacht: Die wilden Ritte auf dem Besen, das Tanzen auf dem Blocksberg, die tollen Kostüme?

Schnell wie der Wind: Die kleine Hexe auf ihrem Besen Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih

Das Reiten auf dem Besen war eher anstrengend (lacht). Und auch etwas ungemütlich. Die Szenen auf dem Besen wurden alle an einem Tag vor Bluescreen an einem riesigen Gerüst gedreht. Ich saß dann auf dem Besen, der für die Szene, in der ich in den See falle, kopfüber gedreht wurde. Ich bekam ganz viel kaltes Wasser ins Gesicht und in die Haare und hing dann verstrubbelt an dieser Stange mit dem Kopf nach unten – das war schon abenteuerlich. Für andere Besenszenen wurde ich mit künstlichem Wind durchgewirbelt. Einmal musste ich mit dem Besen in einen großen Schneehaufen springen. Also dieser zehnstündige Drehtag war ziemlich fordernd. Aber es hat auch großen Spaß gemacht.

Der Film ist mit viel Liebe zum Detail gemacht: Die Kostüme, das Haus der kleinen Hexe, die verschiedenen Charaktere der anderen Hexen – da steckt viel Herzblut darin. 

Das tut es, und das finde ich auch ganz wichtig, gerade bei so einem Projekt. Der Film wurde wirklich behutsam und sensibel gemacht, mit viel Liebe und auch mit ganz großem Respekt vor dem Stoff der „Kleinen Hexe“. Die Macher haben auch sehr darauf geachtet, dass es nicht zu gruselig wird, nicht zu unheimlich, nicht zu schnell oder hektisch. Sondern es ist ein schöner Mix aus Action und märchenhaften Elementen. Der Film regt die Fantasie an und es macht einfach Spaß, sich umzugucken, gerade auch im Haus der kleinen Hexe, das so wunderbar mit allen möglichen Details ausgestattet ist: Der alten Badewanne, dem Kachelofen, den Kochtöpfen, allen möglichen Pflanzen, dem Klavier und der Kuckucksuhr. Auch die Drehorte wurden sehr sorgfältig ausgewählt. Wir haben in so tollen, verwunschenen Landstrichen gedreht, zum Beispiel im Harz. Das waren so märchenhafte Wälder, das ich wirklich dachte, jetzt kommt jeden Augenblick eine Fee um die Ecke .Ich bin wirlich sehr zufrieden mit dem Resultat. Es ist ein ganz zauberhafter Familienfilm geworden, der Kindern und Erwachsenen gefällt.

Und wie war die Zusammenarbeit mit dem Raben Abraxas?

Bester Freund der kleinen Hexe: Der Rabe Abraxas Foto: Studiocanal GmbH Filmverleih

Toll! Das war ja eine Puppe, ein Roboter, der sehr aufwändig in Schweden gebaut wurde. Der hatte einen Motor und war ziemlich laut, deshalb musste ich meine Texte im Nachhinein nochmal neu einsprechen, sonst hätte man sie gar nicht verstanden. Axel Prahl leiht dem Raben Abraxas seine Stimme, was wirklich sehr gut passt, weil er diesen verschmitzen Humor und den Schalk transportiert und sich in Abraxas auch super reinversetzen konnte. Er ist der beste Freund der kleinen Hexe, und ich muss sagen: Während der Dreharbeiten habe ich auch eine freundschaftliche Beziehung zu diesem Roboter aufgebaut (lacht).

Ihr wollt euch einen Hexenhut wie den der kleinen Hexe basteln? Hier gibt es die Bastelanleitung

 

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