Harry Potter: 7 Dinge, die im Film anders waren als im Buch

Happy Birthday Harry! Welchen Harry wir meinen? Harry Potter natürlich! Der kleine Zauberlehrling mit der runden Brille, erblickte in diesem Monat vor 20 Jahren im Bloomsburgh Verlag das Licht der Welt. Auch wir in der Redaktion haben die Bücher und Filme geliebt. Allerdings ist uns beim nostalgischen Schwelgen in unseren Erinnerungen aufgefallen, wie sehr sich Buch und Film doch teilweise unterscheiden und warum man unbedingt beide gelesen und gesehen haben sollte, um sich wirklich Harry Potter Fan zu nennen.

Pinterest Harry Potter Bücher und Filme

„Mr. und Mrs. Dursley im Ligusterweg Nummer 4 waren stolz darauf, ganz und gar normal zu sein, sehr stolz sogar.“ So beginnt der erste Satz aus dem allerersten Harry Potter Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“.
Erinnert ihr euch noch wie das damals war, als man zusammen mit Harry, Hermine und Ron gedanklich nach Hogwarts reiste? Und Hände hoch, wer an seinem zehnten Geburtstag insgeheim hoffte, jetzt auch endlich einen Brief von Professor Dumbledore und damit eine Einladung in die berühmteste Zaubereischule der Welt zu bekommen. Umso mehr haben wir uns gefreut, als 2001 Harry Potter endlich auch im Kino anlief und damit plötzlich viel realer wurde. Aber Stop! Was ist das? So hatten wir uns das doch gar nicht vorgestellt!
An dieser Stelle wollten wir ursprünglich über sieben Dinge, die wir so sehr an Harry Potter lieben schreiben, doch dann waren wir mitten in einer Diskussion gefangen über unsere Verwirrung wegen der Unterschiede zwischen den Harry Potter Büchern und Filmen. Fakt ist: Die Filme sind natürlich super, aber wer seinen Kindern heute Harry Potter nur auf dem Fernseher erklären will, der verpasst einiges. Darum kommen hier sieben Sachen aus sieben Harry Potter Büchern und acht Filmen, die wir am meisten vermisst haben.

1. Das Aussehen der Charaktere

Klar, die perfekten Darsteller für eine Romanvorlage zu finden ist kein leichtes – wenn nicht sogar ein unmögliches – Unterfangen, aber ich erinnere mich noch heute daran wie ich als Zehnjährige aus dem Kino kam und mich wunderte warum Harry Potter eigentlich blaue Augen hat. In den Büchern wird gefühlt tausend Mal erwähnt, dass Harry exakt die gleichen Augen wie seine verstorbene Mutter hat und die waren – wie ebenfalls unzählige Mal explizit erwähnt wurde – grün. Leuchtend grün.

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Und einer der wohl tollsten und vielschichtigsten „Bösewichte“ die es in einem Jugendbuch je gab, wurde zwar von Alan Rickmann in Bestleistung  gespielt, allerdings blieb aufmerksamen Harry Potter Lesern sein Aussehen suspekt. In den Büchern wurde der Professor für Zaubertränke als hager, mit einer „übergroßen Hakennase“, und vor allem chronisch fettigen Haaren beschrieben. Wirft man dann einen Blick auf den Film-Snape stellt man schnell fest: Die Haare sitzen – und zwar in jeder Szene so perfekt, dass man beinahe Magie dahinter vermuten könnte.

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2. Wo ist Peeves???

In den Büchern ist Peeves der Poltergeist in Hogwarts, der so viel Ärger verbreitet wie er nur kann. Er amüsiert sich köstlich auf Kosten aller Schüler, Lehrer und vor allem des Hausmeisters Argus Filch. In den Büchern versucht Filch darum ständig, irgendwelche Untaten des Poltergeistes zu sammeln, damit der endlich aus der Schule geworfen wird und eines war sicher: Wo Peeves auftauchte, konnte man sich auf lustige Begebenheiten freuen. In den Filmen hingegen wurden er und seine Streiche komplett rausgestrichen und der Fast-kopflose-Nick war auch beinahe der einzige Geist, den wir zu sehen bekommen.

3. Draco Malfoys Beziehung zu seinem Vater

Eine etwas traurige Sache, die in den Filmen anders dargestellt wurde, war für mich als heimlicher Malfoy-Fan die Darstellung  der Beziehung zwischen Draco und seinem Vater. Draco Malfoy ist Harrys Erzfeind und ein bis unter das Dach von Hogwarts verzogenes und verwöhntes Kind. Wenn ihm irgendetwas nicht passte, war sein Standardspruch bis ins Erwachsenenalter ein peinliches: „Das erzähle ich meinem Vater!“ Und besagter Vater, Lucius Malfoy, als einer der reichsten und einflussreichsten Zauberer in der Harry Potter Welt verhätschelte seinen Sohn auch ohne jede Zweifel mit den teuersten Sachen und ließ stets seine Beziehungen spielen, wenn Draco in der Schule irgendetwas nicht passte. Kurzum: In dem Buch wird eindeutig klar, dass er wirklich alles tut, um seinem verwöhnten Söhnchen, das Leben angenehm zu machen, ihn liebt und Draco sehr stolz auf alles ist was er tut. Im Film hingegen scheint Draco seinem Vater gar nichts recht machen zu können und teilweise sogar Angst vor ihm zu haben. Besonders bezeichnend ist eine Szene im fünften Film, als er von ihm mit einem Gehstock sogar einen Schlag in die Magengrube bekommt. Klar, das lässt Lucius Malfoy als Anhänger der schwarzen Magie noch böser wirken, allerdings erwähnte J.K.Rowling selbst auf Pottermore „das Gute“ an den Familie Malfoy war „ihre Liebe zueinander“. In dem Film ist davon leider wenig zu spüren.

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4. Der Halblutprinz

Eine der kuriosesten Sachen in der Filmstory von Harry Potter spielt sich wohl im sechsten Teil „Der Halbblutprinz“ ab. Alle wissen natürlich, dass Professor Snape der Halblutprinz ist, aber den Grund dafür erfährt man nur in den Büchern. Snapes Mutter (Prince) war nämlich eine Hexe und sein Vater ein Muggel, weshalb Snape ein Halbblut ist und das Wort „Prinz“ für den Mädchennamen seiner Mutter steht. Wäre das nicht auch im Film eine wichtige Information gewesen? Immerhin ist das sogar sein Titel.

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5. Krummbein

Hermine Grangers Katze taucht zwar im dritten Filmteil kurz auf, wurde danach aber vollkommen vergessen. Es ist also eine sehr berechtigte Frage, wie man einfach so eine Katze vergessen kann?

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6. Dumbledores Beerdigung

Bei komplexen und umfangreichen Romanvorlagen ist es natürlich nicht verwunderlich, dass zahlreiche Buchpassagen gekürzt oder ganz raus gelassen werden. Dumbledores Beerdigung allerdings vermissen Liebhaber der Bücher in den Filmen schmerzlich. Der Schulleiter war Harry seit den ersten Kapiteln ein Freund und Mentor und als Professor Snape ihn umbrachte folge eine der traurigsten Szenen des Buches. Im Film hingegen sieht man plötzlich nur Voldemort über Dumbledors Leiche schweben um ihm den Elderstab zu entwenden. Das ging dann doch ein wenig zu schnell.

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7. Peter Pettigrew wird gerettet

Irgendein Verantwortlicher für die Harry Potter Filme scheint tatsächlich ein Herz für Peter Pettigrew, genannt „Wurmschwanz“, zu haben. Anders kann man sich nicht erklären, wieso jemand der Harry Potters Eltern an Voldemort verriert, danach jahrelang feige als Hausratte bei den Weasleys wohnte und im fünften Band schließlich sogar den dunklen Lord wiedererweckt – im Gegensatz zum Buch – einfach überlebt. Bei J.K. Rowling stirbt „Wurmschwanz“ in einem Handgemenge auf Malfoy Manor. Im Film hingegen passiert nichts, niemand weiß wohin er verschwindet und er wird auch nicht weiter erwähnt. Eine ziemlich gruselige Vorstellung angesichts der Tatsache, dass Pettigrew sich als Animagus einfach in eine Ratte verwandeln kann.

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Fun Fact: Eine Studie hat ergeben, dass Harry Potter Fans die besseren Menschen sind!

Titelbild: Warner Bros.

Studie beweist: Harry Potter-Fans sind bessere Menschen

2017 feiert Harry Potter sein 20-jähriges Jubiläum: 1997 erschien der allererste Band, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ der britischen Autorin Joanne K. Rowling. Der Beginn einer weltweit einmaligen Erfolgsgeschichte. Millionen kleine und große Leser sind seitdem Fans des Zauberlehrlings Harry Potter und seinen Freunden Ron Weasley und Hermine Granger. Das Tollste: Eine Studie belegt nun, dass Harry Potter-Fans nicht nur Fantasie und Freude an Zaubergeschichten haben, sondern vor allem vorurteilsfreiere und liberalere Menschen sind. Mehr dazu erfahrt ihr hier…

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Da war er noch ganz jung: Harry Potter (Daniel Radcliffe) im ersten Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (Foto: © Warner Bros. )

Lesen bildet – das ist nicht neu, dürfte aber die Harry-Potter-Anhänger unter euch besonders freuen. Denn laut einer Studie des amerikanischen „Journal of Applied Social Psychology“, einer monatlichen Zeitschrift für angewandte Sozialpsychologie, sind Kinder und Jugendliche, die mit den Büchern und Filmen von Joanne K. Rowling aufgewachsen sind, im späteren Leben offenere Menschen. Sie bringen Minderheiten wie Flüchtlingen oder Homosexuellen mehr Toleranz entgegen und haben generell weniger Vorurteile als Nicht-Harry-Potter-Fans.

Woher kommt die größere Toleranz? 

Harry-Potter-Leser kommen von Anfang an mit Außenseitern und Minderheiten in Kontakt und entwickeln so Sympathien für die „Underdogs“. Harry selbst landet als Waisenjunge bei seiner Tante Petunia Dorsley und ihrem Mann Vernon, seinen einzigen noch lebenden Verwandten. Doch er wird von den Dorsleys schlecht behandelt, sie verschweigen ihm, wie seine Eltern zu Tode gekommen sind und dass er magische Kräfte hat. Natürlich schließen die Fans ihren Harry direkt ins Herz – hier wird schon der Grundstein für mehr Toleranz gelegt.

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Die besten Freunde von Harry Potter: Hermine Granger (Emma Watson) und Ron Weasley (Rupert Grint) Foto: © Warner Bros.

Als Harry mit elf Jahren auf das Internat Hogwarts kommt, schließt er Freundschaft mit zwei Mitschülern, die ebenfalls Außenseiter sind: der rothaarige Ron Weasley hat fünf ältere Brüder und steht im Schatten seiner Geschwister. Er ist linkisch, tapsig und fürchtet sich vor Spinnen. Aber er hat ein gutes Herz.

Hermine Granger stammt aus einer „Muggle“-Familie, sprich ihre Eltern sind keine Zauberer. Deshalb wird sie von den anderen Schülern gehänselt und gibt sich besonders große Mühe – was ihr den Ruf als Streberin einträgt. Die drei Außenseiter Harry, Ron und Hermine werden beste Freunde. Zusammen stehen sie zahlreiche Abenteuer durch und schlagen sich wacker im Kampf gegen den bösen schwarzen Magier Lord Valdemort.

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Außenseiter halten zusammen: Harry (Daniel Radcliffe) und Hermine (Emma Watson) Foto: © Warner Bros.

Das Bündnis der drei Freunde gegen den Bösewicht wirkt ebenfalls als gutes Beispiel auf Kinder und Jugendliche. Schließlich beweisen Harry, Hermine und Ron, dass Freundschaft zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört und Vertrauen, Zuverlässigkeit, Mut, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft sehr erstrebenswerte Tugenden sind.

Grund genug also, anlässlich des 20. Jubiläums von Harry Potter endlich mal wieder einen Blick in die Bücher zu werfen oder sich die Filme noch einmal in aller Ruhe zuhause auf DVD anzuschauen. Denn Harry Potter macht euch zu einem besseren Menschen…

 Slider-Foto:  © Warner Bros. 

Harry Potter Kochbuch: Butterbier & Kürbisbrot

Ihr seid Harry Potter-Fans und wolltet schon immer mal die fantasievollen, leckeren Gerichte der Kultbuch-Reihe ausprobieren? Dann ist „Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch“ (riva Verlag, ca. 20 Euro) von Dinah Buchholz genau das Richtige für euch! Von köstlichem Kürbisbrot über hausgemachte Marshmallows bis hin zu Truthahnbraten, süßer Siruptorte und herzhaften Pies ist alles dabei, was Harry und Co. sich in Hogwarts schmecken lassen. Natürlich darf auch das legendäre Butterbier nicht fehlen. Wir stellen euch zwei Rezepte aus dem Harry Potter Kochbuch vor.

Pinterest Harry Potter Kochbuch

Butterbier für Kinder

Harry Potter Butterbier
Ron und Harry trinken Butterbier (Foto: © Warner Bros. Pictures Germany)

Zutaten für zwei Personen: 

360 ml alkoholfreies Bier

1 -2 El brauner Zucker

1/8 TL gemahlener Zimt

1/8 TL gemahlene Muskatnuss

3 große Eigelbe

1 EL Butter, in Stücke geschnitten

1/4 TL Vanilleextrakt

Zubereitung: 

  1. Bier, Zucker und Gewürze in einem Topf vermengen und unter ständigem Rühren bei mittelstarker Hitze kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mischung auf dem Herd dampfend heiß werden lassen. Die Eigelbe temperieren und unter Rühren der Mischung hinzufügen. Die Mischung weiter erhitzen, bis sie dampfend heiß ist, aber noch keine Blasen wirft. Da die Mischung sehr schaumig ist, ist dieser Zeitpunkt schwer auszumachen.
  2. Den Topf vom Herd nehmen, Butter und Vanilleextrakt hinzufügen und so lange rühren, bis die Butter vollständig untergezogen ist. Gieß das gebutterte Bier durch ein Sieb in einen anderen Topf oder direkt in zwei Tassen.

Kürbisbrot 

Zutaten Teig (ergibt 1 Laib): 

180 g Mehl

1/4 TL Salz

1 TL Backpulver

1 TL Zimt

1/4 TL gemahlene Muskatnuss

1/8 TL gemahlene Nelken

115 g Butter (Zimmertemperatur)

225 g Zucker

2 große Eier (Zimmertemperatur)

130 g Kürbis aus der Dose (keine fertige Kürbiskuchenfüllung)

80 ml Vollmilch

Puderzucker zum Bestäuben

Harry Potter Kochbuch
„Das inoffizielle Harry Potter Kochbuch“ von Dinah Buchholz, ca. 20 Euro (Cover: riva Verlag)
  1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine 22×11 cm große Kastenform einfetten und mehlen. Mehl, Salz, Backpulver, Zimt, Muskatnuss und Nelken vermengen, die Mischung beiseite stellen.
  2. In einer anderen Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Arbeite dabei auch immer wieder die sich am Schüsselrand absetzenden Teile der Mischung ein. Nacheinander die Eier hinzugeben – immer ein weiteres, sobald eines untergerührt ist. Dann den Kürbis und danach die Milch einrühren. Die Mehlmischung hinzufügen und unterrühren. Arbeite dabei mit der langsamsten Stufe des Rührgeräts. Den Teig zum Schluss noch einmal mit dem Gummischaber glatt rühren.
  3. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und 60 Minuten backen, bis er eine goldene Farbe hat, gut aufgegangen ist und sich fest anfühlt, wenn du in der Mitte leicht darauf drückst. Nach der Hälfte der Zeit die Backform im Ofen umdrehen. Das Brot aus dem Ofen nehmen und in der Form abkühlen lassen. Zum Servieren löst du es aus der Form, bestreust es mit Puderzucker und schneidest es in dicke Scheiben.

Ihr habt Lust auf andere leckere Dinge, die auch eure Kinderbuchhelden lieben? Wie wäre es dann mit köstlichen Chelsea-Buns á la Paddington?

 

Slider-Foto: © Warner Bros. Pictures Germany