9 Tipps für gelungene Kinderfotos

Hattet ihr das perfekte Motiv, aber das falsche Licht? Oder sah am Ende alles einfach nicht so gut aus, wie ihr es euch vorgestellt habt? Das Familienalbum voller schöner Kinderbilder ist jedoch nicht unerreichbar. Mit unseren Foto-Tipps vom Profi gelingen eure Schnappschüsse!

Klar – die Möglichkeiten und das Equipment eines Fotografen haben wir nicht, aber es gibt durchaus Kniffe und Tipps, durch die die Kinderfotos nicht aussehen wie Amateur-Schnappschüsse. Wir haben direkt beim Profi nachgefragt: Yvonne Amankwa ist Fotografin – unter anderem auch für den tollen Blog Little Years. Die Arbeiten von Yvonne könnt ihr euch hier ansehen.

1. Das beste Licht

Die stimmungsvollsten Fotos entstehen wenn ihr mit natürlichem Licht fotografiert. Nutzt das Tageslicht als natürliches Fotostudio und fotografiert möglichst in der Nähe eines Fensters (besonders im Winter).

2. Die Motive nehmen wie sie kommen

Es lohnt sich immer, auch die albernsten Momente zu fotografieren und nicht nur die Motive, die man eventuell schon vorher im Kopf hatte. Ruhig mehr Fotos machen und sich nachher mehr Zeit bei der Auswahl nehmen.

Die aussortierten Fotos sofort löschen um wieder Speicherplatz zu haben für spontane Sessions.

3. Motivationshelfer

Manchmal hilft schon der Vorschlag, die Kids in der Verkleidung die sie am liebsten mögen oder mit einem Lieblingsspielzeug zu fotografieren. Falls die Kinder Musikfans sind: lasst sie die Hintergrundmusik aussuchen.

4. Der richtige Fokus

Wollt ihr die Kleinen in ihrer natürlichen Umgebung fotografieren, achtet darauf dass der Hintergrund unscharf ist damit der Fokus auf dem Kind liegt (für Spiegelreflexkameras > dazu wählen die manuelle Einstellung: eine kleine Blende und eine längere Belichtungszeit, z.B. Blende 5.6 und Zeit 1/100)

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Lächeln bitte – oder auch nicht….

5. Hintergrund wählen

Wollt ihr Aufnahmen mit einem möglichst neutralen Hintergrund machen, sucht vor der Fotosession eine geeignet Stelle in eurer Wohnung aus. Benutzt Kissen oder Teppiche damit die Kinder sich nach Belieben positionieren können.

6. Licht maximal ausnutzen

Bei Innenaufnahmen mit natürlichem Licht: Gegenlicht vermeiden, d.h. das vorhandene Licht ausnutzen und mit dem Rücken zum Fenster fotografieren. Je weniger vorhandenes Tageslicht, desto näher sollten die Kinder an der Lichtquelle sein

7. Effekte einsetzen

Natürlicher „special effect“ für Portraits: Fotografiert die Kinder durch ein Fensterglas. Die Fensterscheiben sorgen, je nach Lichteinfall, für einen schönen Effekt wie Unschärfe und Spiegelungen.

8. Halbschatten wählen

Bei viel Sonnenlicht wählt lieber ein halbschattiges Plätzchen aus, damit keiner die Augen zusammenkneifen muss.

9. Automatikfunktion nutzen

Wenn ihr unterwegs seid: nutzt bei Spiegelreflexkameras die Automatik Funktion damit ihr die Einstellungen nicht ständig an die Lichtverhältnisse anpassen müsst.

Titelbild: Gettyimages
Bild: Christian Gertenbach/unsplash.com

7 Tipps, wie wir die Trotzphase überstehen

„Das geht auch wieder vorbei!“ hören Eltern oft, wenn sich ihr Kind momentan mitten in der Trotzphase befindet. Doch leider hilft dieser gutgemeinte Satz herzlich wenig, wenn sich der Nachwuchs gerade lautstark heulend auf die Straße wirft oder den halben Supermarkt zusammenbrüllt, weil es die gewünschte Eissorte nicht gibt. Wie wir mit halbwegs unbeschädigten Nerven die Trotzphase überstehen können und bei Wutanfällen und Zornausbrüchen gelassener bleiben? Wir haben ein paar Tipps für gesammelt.

Was ist nur mit den Kleinen los? Eben lagen sie noch zufrieden und fröhlich im Kinderwagen, ließen sich bespielen und bespaßen und im Zweifelsfall mit einem Keks beruhigen, und nun? Alles vorbei! Statt friedlicher Spielplatzbesuche gibt es Terroralarm im Sandkasten, wenn ein anderes Kind die Schaufel wegnimmt. Und wenn es nach Hause gehen soll, gibt es massive Proteste und Geschrei.

Trotzphase oder Autonomiephase nennen Entwicklungspsychologen diesen Abschnitt, der meist zwischen den zweiten und dritten Lebensjahr einsetzt und bis zum vierten oder fünften in der Regel vorbei ist. Er ist wichtig, weil Kinder ihre Grenzen austesten, ihren Willen ausprobieren, sich behaupten, aber auch lernen müssen, mit Enttäuschung und Frustration umzugehen.

Für Eltern ist die Trotzphase vor allem eine echte Geduldsprobe. Aber das hilft:

Tief durchatmen

Es klingt banal. Aber zwischendurch mal tief Luft holen und sich klarmachen, dass es vorbeigeht, hilft bei akuten Trotzanfällen. Das Kind brüllt gerade den halben Supermarkt zusammen? Egal. Das kennen sowohl andere Eltern als auch das Personal. Und es muss einem auch nicht peinlich sein. Schließlich liegt man ja nicht selber mit roten Kopf zwischen den Regalen und schreit wie am Spieß.

Stoisch bleiben

„Ja, du willst lieber noch auf dem Spielplatz bleiben, ich weiß. Aber wir gehen jetzt nach Hause.“ Stoisch bleiben und sich gar nicht erst auf Diskussionen einlassen, ist in so einem Fall das Beste. Das Kind darf gern äußern, dass es gern noch weiterspielen möchte – aber letzten Endes bestimmen die Eltern. Und das ist auch völlig in Ordnung.

Das Kind machen lassen

Selbermachen ist ebenfalls ganz wichtig in dieser Phase. Das Kind will unbedingt das Klettergerüst bezwingen? Lass es das versuchen! Bleib dabei und gib wenn nötig Hilfestellung. Aber lass es machen. Es will beim Kochen helfen und unbedingt am Herd stehen? Okay. Aber Vorsicht vor heißen Herdplatten. Kinder brauchen ein wenig Hilfe, aber wollen auch das Gefühl haben, etwas allein zu schaffen.

Klare Regeln formulieren

Je klarer Eltern in ihrer Sprache und ihrem Verhalten sind, umso leichter fällt es dem Kind, Regeln zu akzeptieren. Zum Beispiel beim Essen: Frag nicht ob dein Kind „vielleicht lieber“ dieses oder jenes haben will. Biete zwei Sachen an, es gibt das eine oder das andere. Und fertig. Deutliche Formulierungen und ein sicheres Auftreten sind ganz wichtig. Wenn Eltern selber unsicher sind, nutzen Kinder das aus.

Mit dem Partner an einem Strang ziehen

Ebenso wichtig ist, dass ihr euch mit eurem Partner einig seid und am selben Strang zieht. Es hilft nicht, wenn der Trotzkopf beim einen seinen Willen durchsetzt und beim anderen nicht. Da heißt es dann am Ende nur: „Mama ist eine doofe Kuh!“ oder „Bei Papa darf ich das aber!“ Sprecht euch ab, welche Regeln in jedem Fall gelten. Das ist gerade in der Trotzphase enorm wichtig.

Mit anderen Eltern reden

Ihr denkt, ihr seid die einzigen, die so ein kleines schreiendes Monster zuhause haben, dass euch in regelmäßigen Abständen fast zur Weißglut bringt? Weit gefehlt! Sprecht andere Eltern einfach mal offen auf die Trotzphase eures Kindes an und fragt, wie das bei ihnen so abläuft. Ihr könnt sicher sein, dass viele ähnliche Erfahrungen machen. Und offen reden und auch mal drüber lachen entlastet ungemein.

Sich Hilfe holen

Die Zornesaubrüche eures Kindes sind massiv, beängstigend oder wollen auch nach einigen Wochen noch nicht aufhören? Dann zögert nicht, euch auch professionelle Hilfe zu holen. Eurer Kinderarzt vermittelt euch an einen Kinderpsychologen, der in schweren Fällen während der Trotzphase mit Rat und Tat zur Seite stehen kann und auch mit eurem Kind spricht.

„Gelassen durch die Trotzphase“ von Annette Kast-Zahn (Coverfoto: GU)

Auch Ratgeber, wie beispielsweise das Buch „Gelassen durch die Trotzphase“ von Annette Kast-Zahn (erschienen bei GU, 12,99 Euro) helfen, diese heikle Phase besser zu überstehen.

Slider Bild:  Frank Mckenna on Unsplash

 

 

 

 

Family Reloaded: So überstehen Kinder die Trennung

Wenn Eltern sich trennen, leiden alle. Doch auch Trennungskinder können glücklich werden. Es gibt Fehler, die sich vermeiden lassen, sagt der Psychologe Dr. Claus Koch.

Text: Laura Ewert

Trennung der Eltern – wie geht es den Kindern dabei?

Im Kindergarten gibt es vier Kinder, deren Eltern keine Paare mehr sind. Ein fünftes hat seinen Vater so gut wie nie gesehen. Es gibt Freundinnen, die sich gerne trennen würden, aber noch warten wollen, bis das Kind groß genug ist. Wann das sein werde, fragt man behutsam nach – und bekommt keine wirkliche Antwort. „Es gibt kein richtiges Alter für eine Trennung“, sagt der Psychologe Dr. Claus Koch. Ist das eine gute oder schlechte Nachricht? Erst mal eine schlechte: Kinder, deren Eltern sich bald nach der Geburt trennen, fangen in der Pubertät an, Fragen zu stellen. Und kündigen Eltern ihre Ehe auf, nachdem die Kinder flügge geworden und zu Hause ausgezogen sind, fühlt der Nachwuchs sich wie jahrelang hinters Licht geführt.

Laut Statistik werden in Deutschland pro Jahr zwischen 160.000 und 200.000 Kinder zu Trennungskindern. Die meisten Eltern trennen sich, wenn die Kinder drei bis vier Jahre alt sind. Für sie gibt es unzählige Kinderbücher, die sie auf die schwierige Situation vorbereiten sollen. Und die Eltern gleich mit. Das Buch über das Krokodil zum Beispiel, das einen Bären liebt, es aber in der steinigen Höhle des Bären nicht so mag wie im Wasser. Oder das Buch über das Kind, das die Vorteile der Woche bei seinem Vater und der Woche bei seiner Mutter auflistet. Bei Vater gibt es Fleisch, Mutter hat immer saubere T-Shirts. So weit, so klischeebehaftet. Das Buch, für das Alexandra Maxeiner 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, heißt „Alles Familie“ und handelt davon, welch verschiedene Familienmodelle es gibt: Patchwork, Regenbogen, alleinerziehend.

All diese Bücher machen auch traurig, weil sie ins Bewusstsein rufen, dass man es nicht geschafft hat, die Vorzeigefamilie zu sein, die man mal sein wollte. Dass die Kinder sich eigentlich etwas anderes wünschen. Und dass man vielleicht in Zukunft zwei Menschen vermissen wird, seinen Partner und sein Kind. Oder dass man zwei Leben zerstört hat.

Wie sollen Eltern sich nach der Trennung verhalten?

„Das schlechte Gewissen muss man erst mal aushalten“, sagt Koch, der einen Ratgeber für Eltern geschrieben hat. Der Titel des Buches lautet: „Kindern bei Trennung und Scheidung helfen. Psychologischer und juristischer Rat für Eltern“. Ein schlechtes Gewissen zeige auch, dass man Verantwortungsgefühl besitze, fügt der Psychologe hinzu. Allerdings könnten sich die negativen Gefühle irgendwann auf die Kinder übertragen.

Trotz Gewissensbissen sind es nicht wenige Eltern, die sich für das eigene Glück anstatt für das Aushalten entscheiden, wie es ihre Eltern vielleicht noch getan hätten. Und natürlich überleben das die Kinder. Das sollte man sich immer sagen, wenn wieder das schlechte Gewissen nagt oder irgendjemand den Vorwurf macht, man sei egoistisch.

„Trennungen oder Scheidungen sind die einzigen Situationen, in denen Eltern bewusst das Leid des Kindes in Kauf nehmen“, sagt Koch. „Über die Trennungsfolgen gibt es relativ wenige Untersuchungen.“ Das habe sicher auch damit zu tun, dass Erwachsene dieses Thema nicht so gerne behandeln. Der Grund: eben das schlechte Gewissen. Langzeituntersuchungen kämen zu dem Ergebnis, dass 20 bis 25 Prozent der Trennungskinder langfristig emotionale Probleme hätten. Bindungsängste und mangelndes Selbstvertrauen seien typisch. „Aber die meisten Kinder kommen gut weg“, sagt der Psychologe. Und das ist die gute Nachricht. Aber man möchte nichts noch falscher machen, als man es eh schon macht. Dafür nennt Koch in seinem Buch Schutzfaktoren, die eingehalten werden sollten. „Beide Eltern müssen die Kinder bedingungslos lieben, auch wenn sie wieder einnässen oder in der Schule auffällig werden“, sagt der Experte. Weiterhin sei es sehr wichtig, den Kindern Verlässlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

Wie erklärt man die Trennung den Kindern?

Das Wichtigste jedoch sei es, vor dem Kind nicht abwertend über den Ex-Partner zu sprechen. „Man darf natürlich vor dem Kind weinen oder erklären, warum man den anderen gerade nicht sehen möchte. Aber nicht ohne zu betonen, dass der Ex-Partner das Kind trotzdem gern hat.“ Der Psychologe rät zu einem Ritual, bei dem sich die Eltern vor den Kindern per Handschlag versichern, nicht schlecht übereinander zu reden. Doch dafür muss man natürlich überhaupt miteinander sprechen …

Und was nennt man den Kindern als Trennungsgrund? Eltern sollten mit ihren Kindern offen sprechen, rät Koch, das helfe, eine authentische Beziehung zu erhalten. „Außerdem neigen Kinder bis zu einem Alter von zehn, zwölf Jahren dazu, sich selbst die Schuld für eine Trennung zu geben.“ Sie versprechen immer artig zu sein, wenn Mama und Papa sich nur wieder lieb haben. Deswegen ist es wichtig, den Grund für das Beziehungsende zu nennen. „Ein altersgemäßes Gespräch ist wichtig“, unterstreicht Koch. „Bis zu einem Alter von etwa neun Jahren sollte man den Kindern sagen, dass man sich nicht mehr versteht. Und wenn ein neuer Partner der Grund für die Trennung ist, muss man auch das sagen. Auch wenn es hart ist.“ Hauptsache, keine Geheimnisse. Oder keine zu großen.

„Aber trotzdem sollte man sich nicht den Mund fusselig reden. Ob das Wort ‚Liebe‘ vorkommt, muss man individuell nach dem Kind entscheiden.“ Wichtig sei aber auch, zu akzeptieren, wenn Kinder nicht darüber reden wollten.

Warum es so wichtig ist, nach einer Trennung die Konzentration auf die Zukunft zu richten, lest ihr in der Luna 67.

Hier gibt es einen Überblick über die weiteren Themen des Heftes.

Ab in den Schnee! 5 Reiseziele für den Winterurlaub mit Kindern

Die perfekte Winterreise: Für die einen bedeutet das, möglichst weit wegzufliegen. Ab in die Wärme, zu Sonne, Strand und Palmen! Dennoch gehört für viele Familien nach wie vor Schnee zu einem gelungenen Winterurlaub mit Kindern dazu. Zum Glück gibt es von Januar bis März oder April viele schöne Winterreiseziele, die Ski-, Snowboard- und Rodelspaß garantieren. Wir stellen euch unsere Favoriten für eine gelungene Winterreise vor.

 

Erst kürzlich testete unser Autor Sebastian Schulke mit seiner Familie das  Skigebiet Obereggen, das noch ein echter Geheimtipp in Sachen Winterurlaub mit Kindern ist. 4 weitere Reiseziele in den Schnee stellen wir euch nun hier vor.

Skivergnügen im Brandnertal

Alpenlodge Brand Lobby
Urig, gemütlich, für Familien geeignet: Die Alpenlodge Brand (Foto: PR)

Das Brandnertal liegt im Süden Vorarlbergs in Österreich und gilt als besonders familienfreundliches Winterreiseziel: Fernab vom Massentourismus finden Eltern mit Kindern hier eine große Auswahl an familiengeeigneten Hotels.

Zudem gibt es viele Ski-, Langlauf- und Rodelpisten, die auch für die Kleinen beste Bedingungen bieten. Für Familien, die es unabhängiger mögen und sich gerne selber versorgen gibt es eine weitere gute Alternative: Sich mit der Familie in ein Appartment direkt neben der Piste einquartieren und von dort aus die Gegend erkunden.

Unser Tipp: Eine schöne und erschwingliche Unterkunft ist die Alpenlodge Brand.

Familienzeit in Oberjoch im Allgäu

Kinderhotel Oberjoch Alpaka Schnee
Im Kinderhotel Oberjoch fühlen sich kleine und große Gäste wohl (Foto: PR)

Das Skigebiet Oberjoch im Allgäu ist mit dem Auto gut zu erreichen und hat alles, was eine Familie für eine perfekte Winterreise braucht. Sehr gut präparierte Skipisten für Anfänger und Fortgeschrittene. Urige Berghütten zum gemütlichen Einkehren und kinderfreundliche Hotels wie unseren Favoriten, das Kinderhotel Oberjoch. 

Unser Tipp für einen Ausflug: Das Schneekinderland auf über 20.000m². Hier können Kids spielerisch das Ski- und Snowboardfahren erkunden, ihre Fantasie im Märchenwald ausleben, mit dem Kinderexpress durch den Schnee fahren oder sich auf der Tubing-Bahn austoben.

Eisklettern in den Hohentauern

Eiskletterer am Wasserfall Nationalpark Hohentauern
Eiskletterer am Wasserfall (Foto: Nationalpark Hohentauern)

Im Winter bietet sich Besuchern des Nationalparks Hohentauern in den Zentralalpen in Österreich ein faszinierendes Schauspiel. Die gefrorenen Wasserfälle locken Eiskletter-Fans aus aller Welt an. Erfahrene Lehrer geben Kurse für mutige Schüler. Wer sich selbst nicht traut, schaut einfach zu – schon das ist Spektakel genug! Ansonsten bietet die Region Hohentauern allerhand tolle Aktivitäten für Familien, neben Skifahren auch Schlittschuhlaufen, Schneeschuhwandern, Langlaufen, Rodeln und Eisstockschießen.

Unser Tipp für eine familienfreundliche, urige Unterkunft nahe der nächsten Skipiste: Die Tauern Hüttn. Die gemütlichen Holzhütten der Familie Kunze bieten eine heimelige Atmosphäre für Familien, die ihren Winterurlaub gern individuell gestalten möchten.

Rodeln in Rottach-Egern

Rodelspaß pur auf der Wallbergbahn (Foto: PR/Wallbergbahn)
Rodelspaß pur auf der Wallbergbahn (Foto: PR/Wallbergbahn)

Die Region Rottach-Egern in Oberbayern am Tegernsee ist ein Paradies für alle Schlittenfreunde! Sieben abwechslunsgsreiche Rodelbahnen stehen hier zur Verfügung, darunter eine der längsten Naturrodelbahnen Deutschlands am Wallberg bei Rottach-Egern. 6,5 Kilometer lang ist die Bahn. Sie bietet damit rund eine halbe Stunde Rodelvergnügen. Rund um den Tegernsee gibt es eine ganze Reihe familiengeeigneter Unterkünfte wie Ferienwohnungen oder Familienhotels.

Unser Tipp: Das schicke Landhaus St. Georg – ein sehr hübsches Bio-Boutique-Design-Hotel in der Nähe des Sees.

Die besten Ziele fürs Skifahren mit Kindern findet ihr hier.

Bild Slider: Michal Janek on Unsplash

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Kinderzimmer einrichten: Tipps von der Wohnpsychologin

Nicht nur für unsere ästhetischen Vorlieben ist die Wohnumgebung unserer Kindheit wichtig. Sie prägt auch unsere Persönlichkeit. Über die Wirkung des Kinderzimmers und wie Eltern aus wohnpsychologischer Sicht das Kinderzimmer einrichten können.

Kinderzimmer einrichten: Tipps von der Wohnpsychologin

Kein Raum lässt uns kalt. Ganz offensichtlich wird das, wenn wir einen dunklen Keller oder eine Kirche betreten. Doch auch jeder andere Raum löst – wenn auch oft unbewusst – Gefühle in uns aus, wirkt körperlich auf uns und beeinflusst unsere Gesundheit. Mit dieser wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Raum beschäftigt sich die Wohnpsychologie.

Wohnen ist das erklärte Lieblingsthema der Psychologin Dr. Barbara Perfahl

Eine besondere Bedeutung kommt dem Kinderzimmer zu, wie Diplompsychologin Dr. Barbara Perfahl betont. Gemeinsam mit dem Hersteller MIMM Kindermöbel informiert sie über das Thema Wohnpsychologie im Kinderzimmer. „In den ersten Jahren lernen die Kleinen in und anhand ihrer Umgebung die Raumwahrnehmung. Die Räume der Kindheit sind also unsere persönlichen Raum-Prototypen“, erklärt Barbara Perfahl. Deshalb hat die Wohnumgebung, in der man im Alter zwischen drei und sechs Jahren lebt, großen Einfluss auf unsere späteren ästhetischen Vorlieben. Mehr noch: Die Räume der Kindheit prägen unsere Persönlichkeit, da sie Teil unserer Ich-Identität sind. Wie passiert das?

Das Kinderzimmer und der Rest der Wohnung bilden den Rahmen für die motorische und geistige Entwicklung der Kinder. Die Kleinen entwickeln sich, indem sie ihre Umwelt erforschen, mit allen Sinnen erfahren und begreifen. In der Wohnung lernen sie krabbeln und laufen und eignen sich so diese Räume an. In ihnen erlernen sie die Raumwahrnehmung. Perspektiven und Proportionen können sie erst ab einem Alter von etwa vier Jahren verstehen. Deshalb ist die Umgebung in dieser Zeit so prägend. Um die Bedeutung des Kinderzimmers zu erklären, setzen Psychologen auch bei den Gefühlen an, die jeder Raum in uns auslöst. Diese können stark oder schwach, positiv oder negativ gefärbt sein. Über Reizintensität, Farbgestaltung und Ähnliches nehmen Räume Einfluss auf unsere Stimmung und die körperliche Aktivierung und somit auf die Befindlichkeit. „Auch Kinder spüren schon die Wirkung des Raumes, ja, diese kommt bei ihnen sogar viel direkter an, weil sie noch keine Ratio haben, sprich keinen Verstand, der alles bewertet und einordnet“,  so Barbara Perfahl. Aus diesem Grund gibt die Wohnpsychologin folgende Tipps, die Eltern bei der Einrichtung des Kinderzimmers beachten sollten.

Zonen im Kinderzimmer schaffen

Schlafen, Spielen, Zeichnen, Toben: Das Kind macht ganz unterschiedliche Dinge in seinem Zimmer. Diese Aktivitäten können Eltern durch das Einrichten verschiedener Zonen unterstützen. Das Kinderzimmer sollte mindestens drei davon haben. Eine Schlaf- und Ruhezone, die ruhig und geschützt ist. Dann einen Arbeits- oder Lernbereich mit einem Tisch, der so gestaltet ist, dass man sich gut konzentrieren kann. Zum Schluss einen ausreichend großen Bereich zum Spielen am Boden. Schön ist es, wenn die Funktionsbereiche als solche definiert und erkennbar sind. „Auch wenn es kleine Räume sind, kann man die Zonen gestalterisch voneinander abgrenzen. Durch von der Decke hängende Tücher zieht man eine Grenze und schafft einen Raum im Raum. Das Kind soll das Gefühl haben, dass es die Ruheecke verlässt und in die Spielecke geht“, erläutert Barbara Perfahl.

Schreibtisch, Bett und Spielzelt
Schreibtisch „Popsicle“, von Flexa, Bett „Nido“ von Krethaus, Spielzelt „Forest Ranger“ von Lifetime

 

Das richtige Maß zwischen anregend und ruhig

Bei der Einrichtung sollten Eltern auf eine ausgewogene Reizintensität achten. Das Kinderzimmer sollte weder reizarm noch überladen sein. Das bezieht sich auf die Anzahl an Möbeln, Deko und Spielzeugen im Zimmer, aber auch auf eingesetzte Farben und Muster. Barbara Perfahl empfiehlt eine neutrale und optisch ruhige Grundgestaltung, die von einigen optisch anregenden Bereichen ergänzt wird: „Ein neutraler Hintergrund, sprich die Wände in weiß, beige oder grau, ist wichtig. Die Möbelstücke sollten auch überwiegend neutral sein, und bestimmte Zonen dürfen dann echt knallen. Die starken Reize in Form von großen bunten Bildern oder gemusterten Vorhängen gehören aber natürlich nicht in den Ruhebereich.“

Zwischen Flexibilität und Stabilität

Kinder wachsen und entwickeln sich schnell. Deshalb sollte die Einrichtung und Gestaltung des Zimmers flexibel sein und das Kind in den verschiedenen Entwicklungsphasen unterstützen. Mitwachsende Schreibtische und Betten bieten sich dafür an. Dennoch sollten Eltern im Auge behalten, dass das Kinderzimmer einen verlässlichen Rahmen für die rasante Reise des Kindes durch seine Entwicklung bieten muss. Wer auf hochwertige Möbel setzt, die das Kind lange begleiten, kann so äußere Stabilität schaffen, die selbst dann bestehen bleibt, wenn die Familie umzieht. Auch manche Grundelemente wie die Wandfarbe oder die Position der Möbel sollte man nicht zu oft ändern, während einzelne Details ruhig von Zeit zu Zeit angepasst werden dürfen. „Das kann ein Regal sein, das man von Zeit zu Zeit neu dekoriert. Dann habe ich einen Fokuspunkt im Zimmer, der variabel ist, aber die Grundstruktur bleibt gleich,“ erklärt die Wohnpsychologin.

Für alle Sinne

Licht ist ein wichtiges Element der Einrichtung. Mit ihm lassen sich Zonen schaffen und Aktivitäten steuern. Eltern sollten auf eine gute Lichtfarbe und eine ausreichende Grundbeleuchtung achten. Hinzu kommen mindestens drei zusätzliche Lichtquellen. Im Schlafbereich ist anfangs ein dezentes Licht, später auch eine Leselampe gefragt. Der Arbeitsplatz braucht eine gute Schreibtischlampe, und im Spielbereich muss ausreichend Grundhelligkeit herrschen.
Neben optischen Reizen durch verschiedene Farben und Formen muss es im Kinderzimmer auch Anregungen für die anderen Sinne geben. Textilien machen den Raum nicht nur gemütlich, sondern ermöglichen den Kleinen, wenn sie die verschiedenen Stoffe anfassen, auch viele haptische Erfahrungen.

Das Kind bestimmt mit

Bereits sehr früh haben Kinder Vorlieben für bestimmte Farben und wissen, was ihnen gefällt. Deshalb sollten sie ein Mitspracherecht haben, wenn es um die Farben der Kissen oder die Anordnung der Deko geht. Je älter sie werden, desto mehr dürfen sie auch bei größeren Entscheidungen bezüglich der Einrichtung ihres Zimmers mitreden.

Titelbild: MIMM Kindermöbel

Schulanfang: So fällt euch die Eingewöhnung leichter

Die Sommerferien sind in den meisten Bundesländern zu Ende, für tausende Kinder beginnt in diesen Tagen die Schule. Besonders aufregend wird es für die Erstklässer, die dem „großen Tag“ ihrer Einschulung entgegenfiebern. Doch nicht nur für Kinder, auch für Eltern bedeutet die Einschulung eine große Umstellung. Wir haben ein paar Tipps für euch gesammelt, damit die Eingewöhnung leichter fällt.

Den Rhythmus umstellen

Frühes Aufstehen lässt sich üben (Foto: Pixabay)
Frühes Aufstehen lässt sich üben (Foto: Pixabay)

Die Schule beginnt in der Regel früher als Kita oder Kindergarten. Das bedeutet für alle Beteiligten: früher aufstehen. Deshalb lohnt es sich, den Rhythmus schon einige Tage vor Schulbeginn umzustellen und abends ganz konsequent eher ins Bett zu gehen, damit es morgens nicht so schwer fällt, aus den Federn zu kommen. Auch ein Punkt, damit es morgens nicht stressig wird: Abends schon die Kleider rauslegen, die am nächsten Tag angezogen werden sollen. Und natürlich den Schulranzen packen, das Mäppchen vorbereiten, Stifte anspitzen, Turnbeutel bereitlegen! Das macht Spaß und unterstützt den Einstieg.

Positive Einstellung zur Schule vermitteln

Keine Angst vor dem Schulanfang: Eltern sollten Kindern eine positive Haltung zum Lernen vermitteln (Foto: Pixabay)
Keine Angst vor dem Schulanfang: Eltern sollten Kindern eine positive Haltung zum Lernen vermitteln (Foto: Pixabay)

Eltern (und Großeltern) sollten Sätze wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ oder „Ab jetzt gilt, was der Lehrer sagt!“ tunlichst vermeiden. Natürlich ist die Einschulung eine Zäsur. Aber gerade in der ersten Klasse geht es in den ersten Wochen noch spielerisch zu, die Kinder werden langsam mit der Schule und dem Unterricht vertraut gemacht. Eltern helfen ihrem Nachwuchs, wenn sie ihm vermitteln, dass Lernen Spaß macht, dass es spannend ist, neue Kinder kennenzulernen, und dass sie mit Sorgen oder Eindrücken jederzeit zu ihnen kommen können. Ansonsten gilt: Eigene Bedenken wie etwa „Die Lehrerin ist zu alt“ oder „Die anderen Eltern sind alle so ehrgeizig“ nicht vor den Kindern äußern. Das verunsichert nur oder schürt Ängste. Gelassenheit ist hier das Zauberwort.

Seid ihr noch auf der Suche nach dem richtigen Schreibtisch für euren Schulanfänger? Vielleicht ist unser Liebling der Woche etwas für euch.

Aufgeschlossen sein

Neben wem sitze ich? Wie ist die Lehrerin? Am Anfang ist alles neu und spannend (Foto: Pixabay)
Neben wem sitze ich? Wie ist die Lehrerin? Am Anfang ist alles neu und spannend (Foto: Pixabay)

Klar, am Anfang ist alles neu: Der Weg zur Schule, das Schulgebäude, die Klassenkameraden, die Lehrer, der Stundenplan. Dem kann man ängstlich gegenüber stehen oder offen. Eltern helfen ihren Kindern, wenn sie ihnen Mut machen und versuchen, eigene Ängste im Zaum zu halten. Neues ist spannend! Den Weg zur Schule kann man schon vorher üben und ein paar Mal ablaufen, auch das Gebäude kann man besichtigen. Viele Schulen bieten auch an, dass die Erstklässer einige Tage vor der Einschulung bereits den Hort besuchen dürfen. Dort können sie schon einmal ein paar zukünftige Klassenkameraden kennenlernen und Schulatmosphäre schnuppern.

Probleme ernst nehmen

Bei vielen Schulproblemen hilft: Rechtzeitig darüber reden (Foto: Pixabay)
Bei vielen Schulproblemen hilft: Rechtzeitig darüber reden
(Foto: Pixabay)

Sollte es nach einigen Wochen in der Schule tatsächlich Probleme geben, etwa, weil das Kind keine Freunde findet, mit einem Lehrer oder einer Lehrerin nicht zurecht kommt, sich schlecht konzentrieren kann oder Probleme hat, dem Lernstoff zu folgen, sollte rechtzeitig das Gespräch mit dem Pädagogen gesucht werden. Viele kleinere Anlaufschwierigkeiten lassen sich gemeinsam beheben – allerdings sollte man die Probleme auch ernst nehmen und nicht verschleppen, nach dem Motto: Das regelt sich schon von allein mit der Zeit. Lieber rechtzeitig reagieren und sich auch mit den Eltern anderer Schüler austauschen. Vielleicht bietet es sich ja an, einmal in der Woche einen ungezwungenen Elternstammtisch zu machen, beim Italiener um die Ecke oder in einer netten Bar. In ungezwungener Atmosphäre fernab vom Schulhof lässt sich vieles netter besprechen.

Für Ausgleich sorgen

Entspannung und Spaß durch Sport, zum Beispiel beim Fußball (Foto: Pixabay)
Entspannung und Spaß durch Sport, zum Beispiel beim Fußball (Foto: Pixabay)

Für viele Kinder ist das Stillsitzen in der Schule zunächst sehr ungewohnt. Deshalb ist es wichtig und tut gut, sich nach dem Unterricht entsprechend auszutoben. Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball machen Spaß, fördern das Gemeinschaftsgefühl und stärken Motorik und Ausdauer. Aber auch Reiten, Radfahren, Ballett, Schwimmen oder Turnen sind toll – Hauptsache, Bewegung! Wichtig ist aber, dass nicht gleich wieder Leistung auf dem Programm steht. Viele Kinder haben inzwischen ein derart volles Wochenprogramm, dass sie regelrecht erschöpft sind. Dabei brauchen sie zwischendurch auch Zeit und Ruhe, um einfach nur zu spielen, zu entspannen und die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Deshalb: Nach Schule und Hausaufgaben die freie Zeit genießen und am besten auch mal raus in die Natur.

Auch das richtige Pausenbrot ist wichtig, damit es mit der Konzentration während des Unterrichts klappt. Welches Brain-Food in die Brotbox sollte, verraten wir euch hier. 

Photo by Daniel Watson on Unsplash

Expertentipps: So macht gutes Design im Kinderzimmer Sinn!

Wann ist Design kindgerecht und in welcher Form gehört es ins Kinderzimmer? Katja Runge kuratiert für ihre Plattform afilii.com Kindermöbel und Spielzeuge. Im Luna-Interview erklärt sie, wie Eltern gute Möbelstücke erkennen, und gibt Tipps zum sinnvollen Einrichten des Kinderzimmers.

Wie viel Design im Kinderzimmer darf es sein?

Design um des Designs willen, also für den Geschmack der Eltern, braucht es gar nicht. Aber wenn man Design ins Deutsche übersetzt als „klassische Gestaltung“, dann ist Design eine Kombination aus Sinnhaftigkeit, Materialität, Herstellungsprozess, Funktion und Ästhetik. Ich finde, man kann durchaus jedes Produkt, das sich im Kinderzimmer befindet, mal in die Hand nehmen und fragen: Entspricht das eigentlich den Kriterien, die ich als Elternteil habe, oder lass ich es lieber weg und gebe meinem Kind mehr Freiraum zum Spielen? Oft sind die Kinderzimmer nämlich zu vollgestopft.

Wie können Eltern mit der Einrichtung die Entwicklung und Kreativität ihrer Kinder fördern?

Indem sie dem Motto „Weniger ist mehr“ folgen. Kinder brauchen nicht wahnsinnig viele Produkte in ihrem Zimmer. Eltern sollen sich fragen, was das Kind wirklich benötigt. Je nach Alter ist es das Bett, das Regal, der Schreibtisch, vielleicht noch ein Spielmöbel. Die Möbel kann man wirklich reduzieren. Beim Spielzeug sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder es bespielen können, damit nicht umgekehrt das Spielzeug die Kinder bespielt. Kinder brauchen kein Spielzeug, bei dem alles bis ins Detail vorgegeben ist. Gut sind ursprüngliche Materialien, auch das klassische Papier, Stifte, Knete, Bausteine, Puppen, Rückzugsmöglichkeiten. Damit können Kinder dank ihrer Fantasie eigene Welten schaffen, die uns Eltern immer wieder staunen lassen.

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Wenn ihr euch für Design im Kinderzimmer interessiert, könnt ihr das gesamte Interview mit Katja Runge in der Luna 64 lesen. Dort gibt es auch ein großes Interior-Special mit tollen Ideen für ein Kinderzimmer-Makeover. Eine Übersicht über die weiteren Themen der Ausgabe gibt es hier.

Fotos: Pure Position, Ekomia, Wilja

5 goldene Regeln fürs Camping mit Kindern

Campen mit Kids geht immer, aber bitte nicht zu bodenständig. Wir haben die besten Tipps für Campinganfänger und für Campingliebhaber, die zum ersten Mal mit Familie zelten.

Camping erlebt in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Natur, viel frische Luft, Freiheit und eine gewisse Lässigkeit finden viele Fans. Doch wer den kleinen Abenteuerurlaub zum ersten Mal mit Kindern wagen will, der sollte vorbereitet sein. Denn schnell kann die tolle Idee eines Urlaubs im Zelt in Frustration umschlagen. Hier sind unsere Anti-Stress-Tipps für den Family-Trip:

1. Nicht zu weit weg fahren

Wozu in die Ferne schweifen: Camping-Anfänger sollten fürs Erste nicht zu weit reisen oder extrem abgelegene Plätze ansteuern. Denn folgt auf die komplizierte Anreise die große Ernüchterung, ärgert man sich doppelt. Einen Überblick über Campingplätze gibt es zum Beispiel hier.

Gut ist auch das Campingabenteuer erst einmal an einem Wochenende anzutesten. Dann ist nicht gleich ein ganzer Jahresurlaub ruiniert, falls man feststellt, dass das Leben im Zelt so gar nichts für einen ist. Wer sich im Familienumfeld oder im Freundeskreis für den kleinen Abstecher Equipment leihen kann, ist komplett auf der sicheren Seite und hält auch das finanzielle Risiko gering.

2. Der richtige Campingplatz ist Gold wert

Eine Fahrt ins Blaue und am schönsten Platz schnell das Zelt für eine Nacht aufschlagen. Als Student war das kein Problem, mit Kindern ist diese Spontaneität leider dahin. Vorbereitung ist auch bei der Wahl des Campingplatzes wichtig, denn mit Kleinkindern ist ein Platz der in Terrassen mit steilen Steinstufen angelegt ist oder in der Nähe eines Flusses liegt ungeeignet.

Über folgende Fragen solltet ihr euch bei der Wahl des Campingplatzes Gedanken machen:

  • Gibt es Freizeitmöglichkeiten für unsere Kinder wie Spielplatz, Bolzplatz, Tischtennis etc.?
  • See, Meer, Berge – was wollen wir in der Urlaubszeit machen und wie muss dementsprechend der Campingplatz gelegen sein?
  • Ist der Campingplatz ruhig gelegen und werden dort allgemeine Ruhezeiten eingehalten?
    Wer sich auf Plätzen mit viel jugendlichem Publikum oder in der Nähe eines lauten Freizeitparks einquartiert wird schnell genervt sein, weil die Kleinen nicht schlafen können.
  • Wie sehen die Sanitäranlagen aus? Gibt es Wickeltisch, Kinderduschen etc.?
  • Wie sehen das Umfeld, also die Infrastruktur des Campingplatzes und die Umgebung aus? Kann man mit den Kindern in der Nähe auch mal ein Eis essen gehen, gibt es die Möglichkeit außerhalb des Supermarktes am Campingplatz einzukaufen?

Wichtig: In der Hauptsaison sind viele der beliebten Campingplätze randvoll. Wenn ihr euch also für einen Platz entschieden habt, solltet ihr möglichst schon vorab reservieren um nicht Gefahr zu laufen umsonst angereist zu sein oder nur noch im weniger attraktiven Teil des Campingplatzes ein Fleckchen zu bekommen.

3. Für Regentage gewappnet sein

Wenn die Sonne scheint, ist alles toll. Aber falls mal nicht? Checkt vorab, was am Urlaubsort so geht, alternativ zum Schönwetter-Familienidyll. Dann kommt keine Langeweile auf, weder zu zweit noch mit Kindern. Ein Museum mit tollem Kinderprogramm, ein Zoo, ein Spaßbad… – alles das macht Regenwetter nur halb so schlimm. Manche Campingplätze haben auch Indoor-Spielplätze für Groß und Klein mit Tischtennisplatten, Kicker usw.. Auch das kann helfen die Kids bei Regenwetter zu beschäftigen, neben den üblichen Spielsachen, Büchern und Malsachen, die man sowieso dabei hat.

Camping mit Kindern
Stirnlampen sind superpraktisch beim Campen.

4. Zelt aufbauen: Übung macht den Meister

Zelt aufbauen will gelernt sein. Also lieber schon mal im Garten üben, bevor es auf dem Campingplatz handwerklichen Stress gibt. Alternative für Zeitsparer oder Menschen mit nachweislich zwei linken Händen: sogenannte Wurf- oder Pop-up-Zelte. Die wirft man einmal in die Luft, dann bauen sie sich wie von Zauberhand auf. Genial! Leider sind sie meist nur für zwei Personen geeignet, aber vielleicht stellt man einfach zwei davon auf: eins für die Kinder, eins für die Eltern.

Euren Platz solltet ihr gut wählen. Schon bei der Buchung könnt ihr einen für euch passenden Platz reservieren, denn gerade in der Hauptsaison sind spätestens am Hauptanreisetag Samstag alle guten Stellplätze oft schon weg. Ideal ist ein Platz nicht zu weit von den sanitären Anlagen entfernt, der vor Mittagshitze geschützt und möglichst auch vor starken Regengüssen geschützt ist. Achtet darauf euer Zelt nicht in einer Senke (kann bei Regen zu Überschwemmungen kommen), nahe eines abschüssigen Hanges oder mitten auf einem Ameisennest aufzuschlagen. Vor dem Aufbauen solltet ihr spitze Steine, Tannenzapfen und ähnliche störende Dinge entfernen, denn sie könnten den Zeltboden beschädigen. Zu zweit geht das Aufbauen des Zeltes übrigens viel schneller, vor allem wenn man zuhause schon mal geübt hat.

4. Luxus für Anfänger: Glamping

Ihr wisst noch nicht genau, ob Camping so wirklich zu euch passt? Warum nicht auf Nummer sicher gehen und es erst einmal mit „Glamping“ versuchen. Die harmlose Schwester des Outdoorabenteuers wartet meist mit einem festen Holzboden, echten Betten und mit einem privaten Sanitärbereich auf. So kann man antesten, wie sich der Urlaub unter der „Plane“ anfühlt, ohne gleich mit Ameisen und Co. nähere Bekanntschaft zu schließen.

Am Großensee in Schleswig-Holstein lockt beispielsweise die „Great Lake Lodge Hamburg“, ein 25 Quadratmeter großes Safarizelt mit festem Holzboden und stilechtem Namibia-Interieur. Die Big Five gibt es zwar nicht zu bestaunen, aber Seeblick und eigene Düne sind inklusive.

Camping mit Kindern
Marshmallows oder Stockbrot grillen: Camping mit Kindern heißt immer auch Abenteuer

5. Alles das muss mit: die Campingpackliste

Ja, Camping ist auch etwas für Menschen die gerne packen. Bei einer vierköpfigen Familie kann das zusätzliche Campingequipment im Auto schnell zu einem kleinen Problem werden. Trotzdem müssen ein paar Dinge einfach mit, sonst macht es vor Ort weniger Freude oder wird schnell nervig wenn Klassiker wie der Dosenöffner fehlen. Weitere sinnvolle und schöne Dinge fürs Campen findet ihr auch hier.

Hier ist unsere Packliste fürs Camping mit Kindern:

Ausrüstung fürs Zelt:

  • Zelt oder Zelte
  • Isomatten (selbstaufblasbare sind bequem und einfacher in der Handhabung)
  • Luftpumpe und/oder Blasebalg (bei normalen Luftmatratzen)
  • Zeltunterlage /Plane
  • zusätzliche Plane (gut bei starkem Regen)
  • Ersatzheringe
  • Ersatz-Zeltschnur
  • Gummihammer
  • Heringszieher
  • selbstklebende Flicken
  • Kissen und Schlafsäcke
  • Sonnenschirm oder Sonnensegel
  • evtl. Moskitonetze
  • Teppich oder Isomatte den/die man vor das Zelt legen kann

Ausrüstung fürs Kochen:

  • Geschirr und Besteck
  • Töpfe und Pfannen (möglichst antihaftbeschichtet)
  • Campingkocher und Gaskartuschen
  • Wasserkanister
  • Kühlbox
  • Kochlöffel
  • Pfannenwender
  • Suppenkelle
  • Küchenmesser
  • Schneebesen
  • Schneidebrett
  • Nudelsieb
  • Dosenöffner, Flaschenöffner, Korkenzieher
  • Topflappen
  • Spülmittel
  • Frischhalteboxen
  • Küchenrolle
  • Nudeln, Reis, Müsli, Cornflakes, Nüsse
  • Gewürzbox (Zucker nicht vergessen)
  • Konserven
  • Wasser
  • Kaffee, Tee, Kakao
  • haltbare Milch
  • Naschbox mit Gummibärchen und Co.
  • Campinggrill
  • Grillzange oder Nudelzange, die als solche verwendet werden kann
  • Gasanzünder oder Feuerzeug
  • Kaffeemaschine und/oder löslicher Kaffee

Wichtige Kleinigkeiten:

  • Alufolie und Frischhaltefolie
  • Müllsäcke groß und klein
  • Handfeger oder Besen
  • Schwamm/Spültuch/Geschirrtücher
  • Handtücher
  • Putzlappen
  • Spülschüssel oder Eimer
  • Wäscheleine und Wäscheklammern
  • Waschmittel (am besten in eine kleine Flasche abfüllen)
  • Toilettenpapier
  • Tempos
  • feuchte Reinigungstücher
  • Wäschebeutel für Schmutzwäsche

Technik, Werkzeug und Co.:

  • Stirnlampen und/oder Taschenlampe und Batterien
  • Taschenmesser
  • Werkzeug
  • Kabelbinder
  • festes Tape
  • Schreibzeug
  • Teelichter  und Windlicht
  • Campinglaterne
  • Picknickdecke
  • Decke falls es mal kühler wird
  • Campingtisch
  • Campingstühl
  • Ohropax / Ohrstöpsel
  • Reiseapotheke
  • Powerbar fürs Handy
  • E-Reader (möglichst schon bestückt mit Reiselektüre, auch für die Kindern)
  • Gesellschaftsspiele
  • Verteilerdose
  • Verlängerungskabel oder Kabeltrommel

Wer doch lieber Ferien im Hotel macht findet hier ungewöhnliche Unterkünfte für die Familie.

 

Bilder: Gettyimages

Mission windelfrei: 4 Regeln fürs Töpfchen-Training

Endlich windelfrei: Das ist ein Meilenstein in der Entwicklung eines Kindes, den die Eltern sehr herbeisehnen. Dennoch solltet ihr das Töpfchen-Training langsam und ohne Druck angehen. Wir haben Tipps, wie die Windelentwöhnung für alle Beteiligten stressfrei gelingen kann.

Den richtigen Zeitpunkt erkennen

Wie auch beim Sprechen und Laufen lernen gilt: Jedes Kind folgt seinem individuellen Tempo, es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, wenn es länger dauert. Experten nennen das Alter von 2 Jahren als groben Richtwert, ab wann ein Töpfchen zum Einsatz kommen kann. Dann ist der Nerven- und Muskelkontrollapparat der Kids langsam so ausgeprägt, dass sie erstens erkennen, wann sie „müssen“ und es zweitens einhalten können, bis sie auf dem Töpfchen sitzen. Wirklich zuverlässig funktioniert das aber meist erst im Alter von vier Jahren. Wann das Kind bereit ist, trocken zu werden, erkennt ihr an verschiedenen Signalen. Wenn das Kind sich an die Windel fasst,  auf die Toilette zeigt oder unruhig wird, könnt ihr mit dem Töpfchen-Training beginnen. Mit 2 Jahren ist die Sprachentwicklung der Kleinen auch so weit fortgeschritten, dass sie mitteilen können, wenn sie zur Toilette müssen.

Gelassen bleiben

Das ist im Prinzip die wichtigste Regel: Seht das ganze locker und geht die Sache unverkrampft an. Ihr könnt euch darauf einstellen, dass es mehrere Monate dauert, bis das Kind – zumindest tagsüber – keine Windel mehr braucht. Wenn ihr meint, euer Spross ist bereit für das Töpfchen-Training, setzt es regelmäßig darauf, immer dann wenn ihr vermutet, dass die Blase voll ist. Seid aber nicht enttäuscht, wenn dann nichts kommt. Erledigt das Kind sein Geschäft, ist natürlich Lob angesagt. Will das Kleine nicht sitzen bleiben, zwingt es nicht. Indem ihr Druck ausübt und den Toilettengang zu einem großen Thema macht, verängstigt ihr das Kind nur. Wenn es sich weigert, räumt das Töpfchen lieber noch mal für ein paar Monate weg. Ihr müsst auch damit rechnen, dass es Rückschläge gibt. Fast jedem passiert mal ein Malheur und dann heißt es: gelassen reagieren und bitte nicht schimpfen.

Geeignete Hilfsmittel fürs Töpfchen-Training

Ihr habt die Wahl zwischen Töpfchen und Toilettenaufsätzen. Egal wofür ihr euch entscheidet: Das Hilfsmittel muss sicher und stabil sein, damit der Nachwuchs es alleine benutzen kann, ohne runterzufallen oder es umzukippen. Für den Toilettensitz braucht das Kind einen trittfesten Schemel oder eine kleine Treppe. Wählt ihr ein Töpfchen in Tier- oder Autoform, erhöht es die Chance, dass es gerne aufgesucht wird. Zur Unterstützung und Erklärung des Toilettengangs gibt es auch Bilderbücher oder kleine Videos.

Erst am Tag, dann in der Nacht

Auch wenn die Kleinen tagsüber trocken sind, brauchen sie nachts oft noch monate- oder jahrelang eine Windel. Sie wachen einfach nicht auf, wenn sie zur Toilette müssen. Das Kind nachts zu wecken macht aber keinen Sinn, das verunsichert nur. Hier ist wieder Geduld gefragt. Das nächtliche Trockenwerden kann bis ins Vorschulalter dauern, ohne dass ihr euch Sorgen machen müsst. Irgendwann wird die Windel trocken bleiben. Wenn dies etwa zwei Wochen lang der Fall ist, könnt ihr sie weglassen. Am besten legt ihr dann zwischen Matratze und Bettlaken eine wasserdichte Unterlage, falls es doch noch mal einen nächtlichen Unfall gibt. Und: die Kids unbedingt vor dem zu Bett bringen noch mal an den Toilettengang erinnern.

Foto: EvgeniiAnd / shutterstock.com

Schwimmen lernen – So bringt ihr es eurem Kind bei!

Ob Schwimmbad oder Meer – die meisten Kinder lieben das Wasser. Darin kann man spielen und sich wunderbar abkühlen. Doch für immer mehr Kinder ist das Planschen im Wasser nur mit Schwimmhilfe möglich. Damit der Besuch im Freibad oder am Strand für Groß und Klein entspannt ist, ist es wichtig, dass Kinder schwimmen lernen. Wir haben ein paar Tipps, wie ihr es euren Kindern beibringen könnt.

Wie eine Studie der DLRG zeigt, kann mehr als die Hälfte der Grundschüler nicht richtig schwimmen. Als sicherer Schwimmer gilt nur, wer den Freischwimmer hat. Dafür muss man innerhalb von 15 Minuten mindestens 200 Meter schwimmen. Das Seepferdchen-Abzeichen haben zwar rund 77 Prozent der Grundschüler, das besagt aber nur, dass das Kind sich auf einer Strecke von 25 Metern über Wasser halten kann. Schuld an den rückläufigen Zahl der Schwimmer sind zu wenig oder ganz ausfallende Schwimmkurse in der Grundschule. Dies liegt auch daran, dass immer mehr Hallenbäder schließen, sodass viele Schulen gar kein Schwimmbad in der Nähe haben.

Kindern das Schwimmen beibringen

Da immer weniger darauf Verlass ist, dass Kinder in der Schule das Schwimmen lernen, ist es  wichtig, dass Eltern sich dem Thema annehmen. Bereits im Säuglingsalter können sie mit dem Nachwuchs zum Babyschwimmen gehen und ihn so ans Wasser gewöhnen. In den ersten Jahren geht es natürlich nicht ums Schwimmen, sondern lediglich darum, die Scheu zu verlieren und Spaß im Wasser zu haben. Ab dem Alter von fünf oder sechs Jahren sind die Kids dann so weit, das Schwimmen zu lernen. Es gibt spezielle Schwimmkurse, zu denen ihr die Kids anmelden könnt. Seid ihr selbst sichere Schwimmer, könnt ihr es den Kleinen auch selbst beibringen. Hier haben wir ein paar Tipps dazu.

Schwimmen lernen ohne Druck

Oberstes Gebot ist, dass Eltern viel Geduld mitbringen, wenn sie ihren Kindern das Schwimmen beibringen. Das Schwimmen lernen dauert lange. Auf keinen Fall dürft ihr ein wasserscheues Kind drängen. Negative Erfahrungen vergessen die Kinder so schnell nicht. Wenn ihr ein ängstliches Kind habt, geht mit gutem Beispiel voran. Zeigt, wie viel Spaß man im Wasser haben kann und dass es nicht schlimm ist, wenn man mal untertaucht.

Spielerisch schwimmen lernen

Am Anfang könnt ihr Spielzeuge wie Bälle, Schiffchen oder eine Frisbeescheibe mit ins Wasser nehmen. Damit kann das Kind – im flachen Wasser sitzend, die Eigenschaften des Wassers austesten. Auch wenn das Kind die Schwimmbewegungen schon beherrscht, könnt ihr seine Motivation spielerisch steigern. Lasst das Kind zum Beispiel zwischen euch und eurem Partner hin und her schwimmen – und vergrößert dann den Abstand Stück für Stück. Bevor es ans Schwimmen lernen geht, sollte sich das Kind erst mal im Wasser austoben, vom Beckenrand springen, sich auf dem Rücken treiben lassen. So lernt es sich im Wasser wohl zu fühlen. Ermuntert das Kind schon früh, erste Tauchversuche zu starten. So bricht nicht gleich Panik aus, wenn es beim Schwimmen mal kurz untertaucht.

Kind mit Schwimmflügeln
Kleine Superhelden: Mit den richtigen Schwimmhilfen lernen Kinder das Schwimmen schnell (Foto: Zoggs)

Erste Übungen für Schwimmanfänger

Viel Spaß haben die Kids, wenn sie auf dem Rücken auf dem Wasser liegen und ihr haltet ihren Kopf in euren Händen. Dann geht ihr rückwärts und zieht das Kind durchs Wasser. Dabei können sie sich mal lang strecken, mal wild strampeln. Für mehr Action sorgt ihr, wenn ihr Kurven einbaut. Umgekehrt funktioniert die Übung auch super: Das Kind legt sich mit dem Bauch auf ein Schwimmbrett, ihr packt es an den Füßen und schiebt es dann vorwärts so schnell es geht durchs Wasser. So lernt das Kind Körperspannung.

Die richtige Technik beim Schwimmen

Um das Brustschwimmen zu beherrschen, muss das Kind motorisch so geschickt sein, dass die Koordination zwischen Armen und Beinen gut funktioniert. Beginnt das Schwimmtraining am besten mit der Beinarbeit. Macht die Bewegungen vor und anschließend mit dem Kind Trockenübungen am Beckenrand. Anschließend geht es ins Wasser: Das Kind hält sich mit ausgestreckten Armen am Beckenrand fest und übt die Beinbewegungen. Ihr könnt auch die Beine führen. Anfangs ist es hilfreich, wenn sich ein Schwimmbrett oder ähnliches für den Auftrieb unter dem Bauch des Kindes befindet. Das gibt Sicherheit. Sobald das Kind den Bewegungsablauf verinnerlicht hat, kann es – auf einem Schwimmbrett liegend – die ersten Bahnen ziehen. Die Technik für die Arme lernen die Kids leichter. Diese könnt ihr im niedrigen Wasser üben, das dem Kind bis zu den Schultern reicht. Am längsten dauert es anschließend, das Zusammenspiel von Armen und Beinen in den Griff zu bekommen. Hier ist viel Geduld gefragt.

Geeignete Hilfsmittel zum Schwimmen lernen

Beim Schwimmen lernen können Poolnudeln, Schwimmkissen oder ein Schwimmgurt unterstützend zum Einsatz kommen. Damit lassen sich die Beinbewegungen gut üben. Schwimmflügel hingegen können den Lernprozess behindern. Für alle Schwimmhilfen gilt: Lasst eure Kinder nie unbeobachtet mit ihnen im Wasser, sie geben alle keinen zuverlässigen Schutz vor dem Ertrinken. Sie sind lediglich Auftriebsmittel, die Sicherheit vermitteln, die aber auch trügerisch sein kann.

 

Fotos: Zoggs / PR

Ab ins kühle Nass: 5 wunderschöne Badeseen in Deutschland

Der Sommer steht vor der Tür, das bevorstehende lange Pfingstwochenende verspricht wunderbares Wetter, viele Schulkinder haben nächste Woche Ferien. Was gibt es da Besseres als einen Familienausflug an einen tollen See, mit Boot fahren, Baden und Eis essen? Wir haben sieben schöne Seen für euch herausgesucht, die für Kleine und Große jede Menge Spaß und Erholung bieten.

Großer Wannsee

Wolken und Weite am Wannsee (Foto: Pixabay)
Wolken und Weite am Wannsee (Foto: Pixabay)

Der Wannsee ist ein Klassiker unter den Badeseen bei Berlin. Nicht umsonst trällern heute noch viele Hauptstädter den alten Schlager „Pack´die Badehose ein“….denn Baden kann man hier wirklich ganz vortrefflich. Ob im Strandbad Wannsee, das mit Sandstrand, Duschen, Umkleidekabinen und Sonnenliegen ausgerüstet ist (allerdings auch Eintritt kostet) oder einfach am Ufer ringsum: der See hat eine gute Wasserqualität, das Wasser fällt nur seicht ab und ist deshalb auch für Kinder gut geeignet.

Müritz, Mecklenburgische Seenplatte

Wunderschön: Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: Pixabay)
Wunderschön: Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: Pixabay)

Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, auch „kleines Meer“ genannt, ist neben dem Bodensee einer der größten deutschen Seen und ein beliebtes Reiseziel im Sommer. Besonders familienfreundlich ist der Badestrand am Bolter Kanal in Boeker Mühle im Südosten. Hier gibt es einen tollen Sandstrand, Badeinseln und einen großen Abenteuerspielplatz für Kinder.

Bodensee

Romantische Abendstimmung am Bodensee (Foto: Pixabay)
Romantische Abendstimmung am Bodensee (Foto: Pixabay)

Ein herrliches Ausflugsziel ist der Bodensee ganz im Süden Deutschlands, der an die Schweiz und Österreich grenzt. Wer kann, plant am besten mehrere Tage für den See ein und erkundet neben hübschen Städten wie Konstanz oder Friedrichshafen auch die Insel Mainau, die für Eltern und Kinder mit ihrer üppigen Blumepracht, dem Barockschloss und einem Streichelzoo sowie dem Schmetterlingshaus viel zu bieten hat. Mit der Fähre erreicht man die Insel unter zum Beispiel ab Überlingen, Meersburg oder Konstanz. Weitere Infos findet ihr hier.

Titisee

Spaß für die ganze Familie: Eine Bootstour auf dem Titisee (Foto: Pixabay)
Spaß für die ganze Familie: Eine Bootstour auf dem Titisee (Foto: Pixabay)

Der Titisee liegt idyllisch im südlichen Schwarzwald in Baden Württemberg und begeistert mit toller Wasserqualität. Allerdings ist der See auch sehr tief: ca. 20 Meter! Besonders gut lässt sich der Titisee mit einem Boot von einem der zahlreichen Bootsverleihe erkunden. Wer Lust auf eine Wanderung hat, kann mit seinen Kindern den Naturerlebnispfad Hinterzarten besuchen. Hier gibt es an heißen Tagen auch eine Kneippanlage zur Abkühlung für müde Beine. Abenteuerlich wird es beim Balancieren über die Seilbrücke oder beim Laufen durch den Weidentunnel. Für Eltern mit kleinen Kindern eignet sich der Wichtelweg.

Ammersee

Lieblingssee in Bayern: Der Ammersee (Foto: Pixabay)
Lieblingssee in Bayern: Der Ammersee (Foto: Pixabay)

Die Bayern lieben traditionell ihren Starnberger See. Aber auch der nur wenige Kilometer entfernte Ammersee bietet alles, was Wasserfreunde sich im Sommer wünschen. Große und kleine Badebuchten, seicht abfallende Strände, die für Kinder prima sind, dazu Imbissgelegenheiten von Eis über Brezn bis Weisswurst – hier kommen alle auf ihre Kosten.

Slider-Foto: Pixabay 

Expertentipp: Wie lernen Kinder den Umgang mit Taschengeld?

Über Geld spricht man nicht? Sehr wohl! Ron Lieber plädiert für einen offenen Umgang von Eltern mit dem Thema – und das nicht nur, wenn es ums Taschengeld geht. Der zweifache Vater schreibt für die New York Times die Kolumne „Your Money“. In seinem 2015 erschienenen Buch „Die Verwöhn-Falle“ erklärt er, wie man Kindern den Umgang mit Geld beibringen kann. Wir haben ihn dazu befragt und liefern euch auch einen Spieletipp zum Thema Taschengeld.

Luna: Warum fällt es vielen Eltern schwer, mit ihren Kindern über Geld zu reden? 

Ron Lieber Taschengeld
Ron Lieber

Ron Lieber: Unsere Generation hat oft beigebracht bekommen, es sei unhöflich, über Geld zu sprechen. Das ist es aber nicht! Den Umgang mit Geld zu lernen ist eine notwendige Fähigkeit. Und wer das als Jugendlicher alleine machen muss, macht wahrscheinlich viele Fehler. Andere Eltern schämen sich, weil sie nicht viel darüber wissen – wegen ihrer eigenen finanziellen Gewohnheiten oder weil sie nicht viel Geld haben.

Wie kann es die Entwicklung der Kinder beeinflussen, wenn man sie verwöhnt?

Wenn Kinder keine Regeln oder Grenzen bezüglich des Geldes kennen, meinen sie, dass Geld nichts bedeutet oder dass die Eltern immer bereitstehen, um sie vor finanziellen Schwierigkeiten zu bewahren. Geldentscheidungen haben Konsequenzen und das sollten sie auch für Kinder haben. Sie müssen den Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen lernen.

Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen?

Ab fünf oder sechs. Sie sollten genug bekommen, dass sie sich etwas von dem, das sie gerne hätten, kaufen können, aber nicht so viel, dass sie keine schweren Entscheidungen treffen müssen, wofür sie das Geld ausgeben.

Sollte das Taschengeld an Bedingungen geknüpft werden?

Nein. Wenn die Kinder beispielsweise nicht im Haushalt helfen, sollte man lieber eine andere Belohnung streichen, zum Beispiel den Nachtisch oder den Zugang zum Internet. Geld ist ein Lehrmittel wie Bücher oder Musikinstrumente, deshalb sollte man ihnen das nicht wegnehmen.

Was ist die wichtigste Funktion von Taschengeld?

Es dient der Übung. Wir möchten, dass Kinder gut im Umgang mit Geld werden, genau wie sie gut lesen und schreiben lernen sollen. Mit Geld umzugehen und Entscheidungen darüber zu treffen, ist eine entscheidende Fähigkeit im Leben. Das beinhaltet auch, Fehler zu machen. Deshalb sollten Eltern Kinder nicht davor bewahren. Noch steht ja nicht viel auf dem Spiel.

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Sollten Kinder selbst entscheiden können, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben?

Eltern sollten festlegen, wie das Geld aufgeteilt werden muss. Wie viel gespart wird, wie viel gespendet wird und wie viel ausgegeben werden darf. Den Sparzweck dürfen Eltern vorgeben, zum Beispiel kann das Geld für die Ausbildung oder den Führerschein genutzt werden. Eltern dürfen natürlich auch verbotene Dinge bestimmen, die nicht vom Taschengeld gekauft werden dürfen.

Was können Eltern noch tun, um Kindern einen vernünftigen Umgang mit Geld beizubringen?

Sie sollten offen darüber sprechen und die Kinder in ihre finanziellen Entscheidungen involvieren. Egal ob es um den Lebensmitteleinkauf geht oder um Entscheidungen zur Wohnung, Kinder beobachten ihre Eltern genau und können so viel lernen.

Luna-Tipp: Spielerisch mit Geld umgehen lernen

Spätestens wenn die Kids in die Schule kommen müssen sie die Münzen auseinanderhalten und kleine Beträge zusammenrechnen können. Mit dem neuen tiptoi® Spiel „Rechenspaß mit Taschengeld“ können Sechs- bis Zehnjährige Kinder während eines virtuellen Stadtbummels dies üben und lernen, mit ihrem Geld zu wirtschaften. Überall lauern verlockende Angebote, doch nur wer clever haushaltet, kann gewinnen. Wer knapp bei Kasse ist, kann sich durch das Lösen kleiner Aufgaben zum Glück etwas Geld dazuverdienen. Der tiptoi®-Stift hilft beim Rechnen und gibt wertvolle Tipps.

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Ravensburger, tiptoi® Lernspiel „Rechenspaß mit Taschengeld“, ca. 23 Euro

 

Wer konkrete Empfehlungen zur Höhe des Taschengelds will, der kann sich an der Taschengeldtabelle des Jugendamtes orientieren.

Stille Nacht? Von wegen! 5 Tipps für stressfreies Weihnachten

Alle Jahre wieder soll zu Weihnachten möglichst alles perfekt sein. Die Stimmung: friedlich. Die Familie: entspannt. Das Essen: lecker. Der Baum: schön geschmückt. Doch in der Realität sieht es leider oft ganz anders aus. Die Psychologin Dr. Doris Wolf gibt Tipps, wie ein stressarmes Fest mit euren Liebsten gelingen kann:

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Einen Plan machen

Erstellt euch einen Plan, was ihr wann erledigen wollt und wer euch dabei helfen kann. Hektik entsteht primär im Kopf, deshalb ist es wichtig, Prioritäten zu setzen.

Keine Schnellkäufe tätigen

In der Mittagspause schnell losziehen und Geschenke kaufen? Besser nicht! Es sei denn, ihr wisst wirklich ganz genau, was ihr kaufen wollt. Ansonsten lieber ein paar Stunden in Ruhe einplanen und ohne Hetze durch die Läden bummeln.

Wir haben uns alle lieb! 

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Friede, Freude, Eierkuchen? Gerade an Weihnachten kochen die Emotionen in der Familie schnell hoch (Foto: Pixabay)

Es lohnt sich, bevor die komplette Familie anrollt, mal einen ganz nüchternen Blick darauf zu werfen, wen ihr unterm Tannenbaum wirklich dabei haben wollt oder eben nicht. Gäste, mit denen ihr in Streit geratet, haben am Heiligabend nichts bei euch verloren. Und Themen, die für Zündstoff sorgen, sollte man an diesem Abend einfach am besten ausklammern.

Weniger ist mehr 

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Kein Geschenke-Terror: Was zählt, sind liebevoll ausgesuchte Dinge (Foto: Pixabay)

Hört auf, von euch zu erwarten, dass alle Geschenke gleich toll, ausgefallen, kreativ oder teuer sein müssen. Manchmal ist weniger auch mehr. Steigt aus aus dem „Wer hat die besten Geschenke“-Wettbewerb: Wichtig ist doch nur, dass etwas mit Liebe ausgesucht wurde!

Sich auch was gönnen können 

Nehmt euch trotz aller Geschäftigkeit immer wieder mal eine Auszeit, um zu entspannen. Sonst bleibt die Weihnachtsstimmung vor lauter Stress auf der Strecke! Eine Kerze anzünden, Weihnachtsgeschichten vorlesen, mit Spaß die Wohnung und den Tannenbaum schmücken, Weihnachtslieder singen oder eine schöne CD auflegen… Und eure innere Stimme wird sagen: Jetzt kann Weihnachten kommen! Dann wird es auch ein gelungenes, freidliches Fest.

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Für zukünftige Buchautoren: Insider-Tipps von Kai Lüftner

Der Kreativitäter hat wieder zugeschlagen: Vor kurzem ist sein neues Buch „Die Finsternis“ erschienen. In dieser Geschichte wird es herrlich gruselig – und ist also rein gar nichts für ängstliche Erwachsene. Hier gibt uns Kai Lüftner exklusive Tipps zum Schreiben der eigenen Geschichte.

Hat die Kreativität von Kai Lüftner eigentlich Grenzen? Wir bezweifeln es. Auch haben wir den begründeten Verdacht, dass Lüfters Tage länger dauern als 24 Stunden. Anders lässt sich seine dru_inh_9783649619086.inddSchaffenskraft nicht erklären: Nach Büchern wie  „Das Kaff der guten Hoffnung“ (2014) und genialen Musikalben, spannenden Hörbüchern oder lustigen Konzerten (auf denen die Rabauken immer die Ehrengäste sind) veröffentlicht der Allrounder nun sein Gruselbuch „Die Finsternis“. Es wird schaurig und vielleicht sollten Eltern das Buch lieber aus der Hand legen – die vertragen soviel herrlichen Grusel nämlich gar nicht. Anders als Lüftner und seine kleinen Fans, denn die sind völlig unerschrocken!
Genau deshalb sollten sie schleunigst anfangen, ihre Geschichten aufzuschreiben. Wie? Na ganz einfach! Zumindest wenn ihr den 12 Insider-Tipps von Kai Lüftner folgt:

  1. Sei du selbst, die anderen gibt es schon!
  2. Alles ist erlaubt!
  3. Man muss am Anfang nicht schon die ganze Geschichte kennen, sollte aber wissen, wer und wie seine Figuren sind
  4. Gute Geschichten haben einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Am besten in dieser Reihenfolge
  5. Trau dich. Zum Schreiben gehört Mut!
  6. Es gibt keine Regeln, außer die, die du dir selbst überlegt hast
  7. Es wurde schon alles erzählt, aber nicht von dir
  8. „Die Bösen“ gibt es genauso wenig wie „die Guten“
  9. Jede Komödie benötigt etwas Drama. Und ein Drama ohne Humor ist witzlos
  10. Ein guter Titel ist noch keine Geschichte…
  11. Wer die Stimme seiner Figuren kennt, hat schon die halbe Miete
  12. Glaube nichts, was andere dir übers Schreiben raten. Schon gar nicht, wenn die Tipps von einem Autoren kommen!
Fred und sein "neuer Freund"
Fred und sein „neuer Freund“

Da wissen wir jetzt also bestens bescheid. Wir haben uns dann direkt an die Schreibmaschine gesetzt. So cool, wie „Die Finsternis“ ist dabei aber nichts geworden. Sein Protagonist Fred erlebt nämlich das reinste Gruseln. Er lebt auf einem Friedhof, muss auf eine neue Schule und ist sofort der Außenseiter. Als wäre das nicht schon schlimm genug, passieren ihm plötzlich die unheimlichsten Begebenheiten – wäre er doch bloß nicht seiner Neugierde in das eine Familiengrab gefolgt…

"Die Finsternis" von Kai Lüftner, Coppenrath Verlag 2016, 12,99 Euro
„Die Finsternis“ von Kai Lüftner, Coppenrath Verlag 2016, 12,99 Euro

Da wir sein aktuelles Buch bereits mehrfach durchgelesen haben, warten wir sehnsüchtig auf neuen Stoff von Kai Lüftner. Damit er nachlegen kann, können wir alle ihn bei seiner Crwodfunding-Campagne unterstützen. Bitte hier entlang.

 

Noch mehr lesenswerte Schmöker für Kinder haben wir hier für euch.

Titelbild: Matthias Scheuer
Bilder: Die Finsternis, Coppenrath Verlag

Wir sehen rot: Deko-Ideen fürs Kinderzimmer

Rot ist bekannt als die Farbe der Liebe, steht für Feuer, Wärme und Emotion. Warum also nicht im Kinderzimmer mit der Signalfarbe knallige Akzente setzen? Leichter gesagt als getan, denn Kindermöbel und Accessoires sind derzeit eher in dezenten Farben erhältlich, sodass es gar nicht so einfach ist, im Kinderzimmer Farbe zu bekennen. Wir haben uns durch die Online-Shops geklickt und eine Auswahl an Deko-Ideen fürs Kinderzimmer für euch zusammengestellt – natürlich alles in Rot.

Dies sind unsere aktuellen Favoriten:

 

 

PS: Wenn euer Herz mehr für die Farbe Grün schlägt, werdet ihr auch bei uns fündig: Hier findet ihr unsere Tipps für ein grünes Kinderzimmer.

 

Foto Slider: anyaberkut / istock
Foto Teaser: sorayafail / istock