7 Tipps, wie wir die Trotzphase überstehen

„Das geht auch wieder vorbei!“ hören Eltern oft, wenn sich ihr Kind momentan mitten in der Trotzphase befindet. Doch leider hilft dieser gutgemeinte Satz herzlich wenig, wenn sich der Nachwuchs gerade lautstark heulend auf die Straße wirft oder den halben Supermarkt zusammenbrüllt, weil es die gewünschte Eissorte nicht gibt. Wie wir mit halbwegs unbeschädigten Nerven die Trotzphase überstehen können und bei Wutanfällen und Zornausbrüchen gelassener bleiben? Wir haben ein paar Tipps für gesammelt.

Was ist nur mit den Kleinen los? Eben lagen sie noch zufrieden und fröhlich im Kinderwagen, ließen sich bespielen und bespaßen und im Zweifelsfall mit einem Keks beruhigen, und nun? Alles vorbei! Statt friedlicher Spielplatzbesuche gibt es Terroralarm im Sandkasten, wenn ein anderes Kind die Schaufel wegnimmt. Und wenn es nach Hause gehen soll, gibt es massive Proteste und Geschrei.

Trotzphase oder Autonomiephase nennen Entwicklungspsychologen diesen Abschnitt, der meist zwischen den zweiten und dritten Lebensjahr einsetzt und bis zum vierten oder fünften in der Regel vorbei ist. Er ist wichtig, weil Kinder ihre Grenzen austesten, ihren Willen ausprobieren, sich behaupten, aber auch lernen müssen, mit Enttäuschung und Frustration umzugehen.

Für Eltern ist die Trotzphase vor allem eine echte Geduldsprobe. Aber das hilft:

Tief durchatmen

Es klingt banal. Aber zwischendurch mal tief Luft holen und sich klarmachen, dass es vorbeigeht, hilft bei akuten Trotzanfällen. Das Kind brüllt gerade den halben Supermarkt zusammen? Egal. Das kennen sowohl andere Eltern als auch das Personal. Und es muss einem auch nicht peinlich sein. Schließlich liegt man ja nicht selber mit roten Kopf zwischen den Regalen und schreit wie am Spieß.

Stoisch bleiben

„Ja, du willst lieber noch auf dem Spielplatz bleiben, ich weiß. Aber wir gehen jetzt nach Hause.“ Stoisch bleiben und sich gar nicht erst auf Diskussionen einlassen, ist in so einem Fall das Beste. Das Kind darf gern äußern, dass es gern noch weiterspielen möchte – aber letzten Endes bestimmen die Eltern. Und das ist auch völlig in Ordnung.

Das Kind machen lassen

Selbermachen ist ebenfalls ganz wichtig in dieser Phase. Das Kind will unbedingt das Klettergerüst bezwingen? Lass es das versuchen! Bleib dabei und gib wenn nötig Hilfestellung. Aber lass es machen. Es will beim Kochen helfen und unbedingt am Herd stehen? Okay. Aber Vorsicht vor heißen Herdplatten. Kinder brauchen ein wenig Hilfe, aber wollen auch das Gefühl haben, etwas allein zu schaffen.

Klare Regeln formulieren

Je klarer Eltern in ihrer Sprache und ihrem Verhalten sind, umso leichter fällt es dem Kind, Regeln zu akzeptieren. Zum Beispiel beim Essen: Frag nicht ob dein Kind „vielleicht lieber“ dieses oder jenes haben will. Biete zwei Sachen an, es gibt das eine oder das andere. Und fertig. Deutliche Formulierungen und ein sicheres Auftreten sind ganz wichtig. Wenn Eltern selber unsicher sind, nutzen Kinder das aus.

Mit dem Partner an einem Strang ziehen

Ebenso wichtig ist, dass ihr euch mit eurem Partner einig seid und am selben Strang zieht. Es hilft nicht, wenn der Trotzkopf beim einen seinen Willen durchsetzt und beim anderen nicht. Da heißt es dann am Ende nur: „Mama ist eine doofe Kuh!“ oder „Bei Papa darf ich das aber!“ Sprecht euch ab, welche Regeln in jedem Fall gelten. Das ist gerade in der Trotzphase enorm wichtig.

Mit anderen Eltern reden

Ihr denkt, ihr seid die einzigen, die so ein kleines schreiendes Monster zuhause haben, dass euch in regelmäßigen Abständen fast zur Weißglut bringt? Weit gefehlt! Sprecht andere Eltern einfach mal offen auf die Trotzphase eures Kindes an und fragt, wie das bei ihnen so abläuft. Ihr könnt sicher sein, dass viele ähnliche Erfahrungen machen. Und offen reden und auch mal drüber lachen entlastet ungemein.

Sich Hilfe holen

Die Zornesaubrüche eures Kindes sind massiv, beängstigend oder wollen auch nach einigen Wochen noch nicht aufhören? Dann zögert nicht, euch auch professionelle Hilfe zu holen. Eurer Kinderarzt vermittelt euch an einen Kinderpsychologen, der in schweren Fällen während der Trotzphase mit Rat und Tat zur Seite stehen kann und auch mit eurem Kind spricht.

„Gelassen durch die Trotzphase“ von Annette Kast-Zahn (Coverfoto: GU)

Auch Ratgeber, wie beispielsweise das Buch „Gelassen durch die Trotzphase“ von Annette Kast-Zahn (erschienen bei GU, 12,99 Euro) helfen, diese heikle Phase besser zu überstehen.

Slider Bild:  Frank Mckenna on Unsplash

 

 

 

 

Alles kinderleicht: Die besten Erziehungstipps für Eltern

Von der Trotzphase bis zum Schulstress: Ute Allgaier ist Elterntrainerin, Mutter von zwei Kindern und Autorin von Familienratgebern. Wir haben sie im Interview nach Erziehungs-Tipps gefragt, die garantiert funktionieren…

Sie schreiben viel darüber, wie kinderleicht Erziehung sein kann. Können Sie drei ihrer besten Erziehungstipps nennen?

 1. Tipp:
Wichtig ist die Grundhaltung. Dass ich das Kind nicht als Rohmaterial behandele, das in Form gebracht werden muss, sondern als Wunder, das durch mich und meinen Partner in die Welt kam und entdeckt werden darf. Es geht deshalb weniger um Er- als um Beziehung. Und je inniger die Bindung ist, desto mehr Einfluss habe ich auf das Kind.

Wenn ich mir kaum Zeit nehme für meine Tochter oder meinen Sohn, wenn ich ihnen nicht richtig zuhöre oder mich nicht wirklich dafür interessiere, was für einen Menschen ich da vor mir habe, muss ich mich nicht wundern, wenn ich kein Gehör finde. Plötzlich auftauchen und rumkommandieren – das funktioniert einfach nicht.

2. Tipp:
Sich Zeit für sich selbst und für die Partnerschaft nehmen. Kinder wünschen sich glückliche Eltern. Niemand hat feinere Antennen für echte Freude und Liebe als Kinder. Wenn wir glücklich sind, sind unsere Kinder die ersten, die uns folgen.

Deshalb ist es eine gute Idee, sich regelmäßig hinzusetzen und aufzuschreiben: Was brauche ich, damit es mir gut geht? Was ist gerade wichtig für meine Partnerschaft? Was kann ich weg lassen in meinem Leben, um wieder Zeit zu haben für das, was meinen ganz persönlichen Werten entspricht?

3. Tipp:
Den Alltag nicht so voll stopfen. Kinder brauchen kein Bespaßungsprogramm, nicht unbedingt Zoo, Zirkus oder Spielparadies. Einfach ein Nachmittag mit Mama und Papa ohne Termine und mit viel Zeit zum Sich-treiben-lassen, auf Mauern balancieren, den Schnee beim Fallen zuschauen, auf dem Sofa herumlümmeln – so eine Zeit kann eine Wohltat sein für alle Beteiligten. Das ist wie Öl im Getriebe einer Familie.

Was sind die größten Eltern-Irrtümer in der Kindererziehung Ihrer Meinung nach?

Eltern-Irrtum Nr. 1:
Zu früh zu viel erwarten. Zum Beispiel, dass ein dreijähriges Kind eine Vorstellung von Zeit hätte. Erst im Laufe der Grundschulzeit entwickelt ein Kind eine Vorstellung davon, wie lang eine Stunde ist. Wenn ich einem Dreijährigen sage „Mama ist in einer Stunde wieder da“, hat er keine Vorstellung davon, wie lange das ist.

Eltern-Irrtum Nr. 2:
Zu glauben, man müsste einem Kindergartenkind Selbständigkeit beibringen und deshalb konsequent darauf bestehen, dass es sich zum Beispiel immer selbst anzieht oder die Schuhe zumacht. In dem Alter haben Kinder einen starken Drang, alles allein zu machen. Sie brauchen keine Selbständigkeitserziehung. Deshalb gilt: Sie viel ausprobieren und allein machen lassen. Und wenn sie das mal nicht wollen, ihnen ruhig helfen. Dann wünschen sie sich Nähe und genießen es, wenn sie von Zeit zu Zeit ein bisschen Baby sein dürfen. Also nicht beim Abholen in der Kita mit verschränkten Armen daneben stehen und sagen: „Das kannst du schon allein.“ , sondern bei Bedarf das Kind auf den Schoß ziehen, die Nähe genießen und zusammen den Schneeanzug bezwingen.

Eltern-Irrtum Nr. 3:
Zu glauben, ein Kind sei böse oder habe einen schlechten Charakter. Wenn ein Kind nicht kooperiert, ist es hilfreich, wenn die Erwachsenen sich überlegen, woran es liegen könnte und welches grundlegende Bedürfnis des Kindes vielleicht nicht befriedigt wird. Für das Miteinander in der Familie tragen die Erwachsenen die Verantwortung. Die kann ich nicht dem Kind in die Schuhe schieben.

Wie schafft man es, im Alltag als arbeitende Mutter nicht die Nerven zu verlieren, wenn die Kinder sich nicht kooperativ zeigen?

 Ganz ehrlich: Da gibt es keinen Trick und keine Zauberformel. Der Tag hat nur 24 Stunden. Mütter und Väter, die mehr als teilzeit-berufstätig sind und den Anspruch haben, sich gelassen und voller Geduld ihren Kindern zu widmen, scheitern an der Quadratur des Kreises. Da kann man gar nicht anders, als die Nerven zu verlieren. Wenn Kinder nicht kooperieren, zeigen sie uns, dass in unserem System etwas schief läuft, dass wir Gesellschaftspolitisch etwas ändern oder persönlich andere Prioritäten setzen sollten. Wie heißt es so schön: Unser Alltag ist ihre Kindheit.

Wenn Eltern im Abstand von zwei Jahren zwei Kinder bekommen und sie in deren ersten, so wichtigen sechs Jahren beruflich kürzer treten, nimmt diese Phase bei der aktuellen Lebenserwartung von Männern und Frauen (etwa 80 Jahre) nur ein Zehntel ihrer Lebenszeit ein. Für wahrhaft fortschrittlich würde ich es halten, wenn wir in dieser Kleinkindzeit viel zu Hause und mit ganzem Herzen bei ihnen sein dürften. Und niemand eine Frage dazu hätte, dass wir uns danach wieder stärker beruflich engagieren.

Das Thema Trotzphase beschäftigt viele Eltern. Was raten Sie: Konsequent gegensteuern oder tröstend aushalten, bis die Anfälle vorbei sind?

 Die Trotzphase ist eher eine Selbständigkeitsphase. In dem Alter wollen Kinder alles alleine machen und treffen immer wieder auf die Widerstände der Physik oder ihrer Mitmenschen, meistens der Eltern und Geschwister. Hilfreich ist zu verstehen, dass der kleine Mensch mit seinen Ausrastern nicht mich meint, sondern mit sich selbst und der Welt ringt. Mit diesem Wissen kann ich gelassener bleiben und das Schimpfen, das alles nur schlimmer machen würde, einfach lassen. Es kann helfen, nah bei dem Kind zu bleiben, Körperkontakt anzubieten oder es ruhig, aber bestimmt vom Ort des Ärgers wegzuführen.

In Ihrem ersten Buch „Doch! Erziehen kann leicht sein“ behandeln sie auch das Thema Kinder und Schule ausführlich, das in Familien immer wieder für Konflikte sorgt. Haben Sie hier „Entspannungs“-Tipps für gestresste oder besser: besorgte Eltern?

  1. Von Anfang an viel vorlesen für einen großen Wortschatz und weil es Freude macht und die Phantasie anregt.
  2. Bei der Wahl der Grundschule darauf achten, dass auch die musischen Fächer eine große Rolle spielen, dass viel gemalt, gewerkelt und musiziert wird.
  3. Besonders in der Grundschulzeit nicht zulassen, dass sie Hausaufgaben die Beziehung zum Kind belasten. Untersuchungen zeigen, dass Hausaufgaben als Vertiefung und Wiederholung erst auf der weiterführenden Schule bedeutsam werden. Die Schule nicht zu ernst nehmen, sich aber für Bildung begeistern und die Kinder damit anstecken: viel lesen, ins Museum gehen, Theater, Oper…
  4. Älteren Kindern (weiterführende Schule) helfen, sich zu organisieren, zum Beispiel einen Wochenplan machen wenn Arbeiten anstehen, und auch Pausen und Ausgleich durch Bewegung einplanen.
  5. Wenn es Probleme mit den Leistungen gibt, immer erst nachfragen: „Jetzt hast du die zweite Fünf in Englisch zurückbekommen. Du warst vorher deutlich besser. Hast du eine Idee, woran es liegen könnte, dass du abgesackt bist? Wie kann ich dich unterstützen?“ Und nicht das Kind sofort mit Vorwürfen bombardieren.
  6. Nicht zulassen, dass die Schule alles überschattet, sondern für schöne gemeinsame Aktivitäten sorgen.

Was hätten Sie bei Ihren Kindern gern von Anfang an anders gemacht in der Erziehung?

 Mit meinem Wissen von heute wäre ich noch früher noch entspannter gewesen, weil sich gezeigt hat, dass vieles, worüber man sich Sorgen gemacht hat, einfach Reifungsprozesse waren. Es ist wirklich ein guter Tipp, sich aufzuschreiben, wenn es ein Problem mit einem Kind gibt. Häufig liest man Wochen später seine Notizen und denkt: „Hoppla, das ist ja wie weggeblasen.“

Und dann gibt es drei konkrete Sachen, die ich heute anders machen würde:

1. Keine Trennung von Elternbett und Baby-Wiege ganz am Anfang, sondern einfach ein großes Matratzenlager als Familienbett einrichte

2. Die Kinder von Anfang daran gewöhnen, ihre Sachen aufzuräumen, statt – wie ich es gemacht habe – sie lange spielen lassen und dann abends alles alleine aufräumen.

3. Kein Kind mehr mit fünf Jahren in die Schule zu stecken, denn wenn man einmal im System Schule drin ist, kommt man so leicht nicht mehr raus.

Wie schafft man es, nicht ständig in tradierte Muster, die man selbst seit der eigenen Kindheit mit sich herumschleppt, zurückzufallen?

 Jeder kennt das: das Kind macht, verweigert oder sagt irgendetwas und wir sind gleich auf 180, obwohl der Anlass – nüchtern betrachtet – gar nicht so schlimm war. Weil diese Muster sehr tief sitzen, sind sie natürlich nicht von heute auf morgen aus der Welt zu schaffen. Wir können uns aber in einem ruhigen Moment einmal fragen, woher bestimmte Reaktionen kommen. Was habe ich als Kind erlebt, dass ich in manchen Situationen nach Schema F reagiere? Wurde ich vielleicht Tag für Tag angetrieben, um den einzigen Schulbus, der in der Frühe über Land fuhr, zu erreichen? Ertrage ich aus diesem Grund so schwer das Trödeln meiner Kinder, obwohl weit und breit kein Bus erreicht werden muss? Musste ich vielleicht als kleines Mädchen immer den Teller leer essen und falle jetzt ins andere Extrem und kippe das Essen weg, sobald mein Kind auch nur ein wenig die Nase rümpft?

Wenn ich mir solche Prägungen bewusst mache, merke ich im Alltag schneller, was in mir abläuft und kann üben, immer häufiger mein Schema F zu verlassen.

Ich halte auch viel davon, sich professionelle Hilfe zu holen und mal ein Persönlichkeitstraining zu machen. Kinder profitieren enorm davon, wenn sich ihre Eltern weiter entwickeln.

 

doch, erziehung kann so leicht seinUte Allgaier ist Journalistin und ließ sich nach der Geburt ihres ersten Kindes zur Elterntrainerin ausbilden. Auf ihrem Blog „Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo?“  und in ihrem Büchern „Doch! Erziehen kann leicht sein“ und „Die Fibel der Gelassenheit“ (Ellert & Richter Verlag) gibt sie hilfreiche Tipps in Sachen Erziehung und Familienglück.

 

 

Tipps wie du deine Kinder zuhause nach dem Montessori-Prinzip fördern kannst, findest du hier.

Bild: privat; Caroline Hernandez

7 Dinge aus den Kleinkindjahren, die wir nicht vermissen werden

Ach ja, die Kleinen sind sooo süß. Und natürlich werden wir wehmütig bei dem Gedanken, wie schnell sie wachsen. Aber mal ganz ehrlich: Es gibt auch Momente im Leben mit Kleinkind, die wir überhaupt nicht vermissen – Stichwort Trotzphase…

Der Autositz-Terror
Es soll ja Kinder geben, die lassen sich ganz einfach und ohne Widerstand im Autositz festschnallen. Gratulation! Es gibt aber auch welche, die spielen mit Mama oder Papa das „Bieg-mich-doch-zurecht-wenn-du-kannst!“-Spiel. Wer einmal versucht hat einen widerspenstigen Zweijährigen im Autositz anzugurten, während dieser a) nicht sitzen will und b) ständig wie ein kleiner Aal aus den Gurten rausschlüpft, der weiß was wir meinen.

Die „Ich-will-das-machen“-Phase
Ja, wir sollen unsere Kinder zu unabhängigen, selbstbewussten Menschen erziehen. Aber muss das gerade morgens kurz vor acht sein, wenn alle hektisch aus dem Haus wollen? Schwer, geduldig daneben zu stehen, während sich ein Zweijähriger umständlich Schuhe/Jacke/Socken selber anziehen will.

Wer in dieser Phase nicht so oft „Nein“ sagen will, findet hierzu Tipps bei mamaundfamily. de

Das „Mag-nicht“-Spiel
Karotte? Mag nicht! Apfel? Mag nicht! Joghurt? Mag nicht! Ab hier dauert es nur noch ungefähr 1825 Tage bis man endlich den Satz hört: „Oh, Pizza! Lecker!“

Das Anzieh-Chaos
Draußen hat es Minusgrade, aber die Tochter entdeckt ihre modische Eigenständigkeit und will nichts anderes tragen als das Prinzessinnenkleidchen mit Goldsandalen? Oder der Junge versteht nicht, warum Gummistiefel für einen Spaziergang bei Sommerwetter nicht so passend sind? Tja!

Die Eltern-Zombie-Zeit
Am Wochenende spät aufstehen und in Ruhe den ersten Kaffee trinken? Oder einmal eine Nacht durchschlafen, ohne dass ein kleiner Bettgenosse den Großteil der Liegefläche für sich beansprucht? Ach ja, das wäre schön!

Die Restaurantfalle
Man kann es natürlich auch als Herausforderung sehen: Schaffen wir es diesmal unser Essen warm zu verzehren? Oder stört der Nachwuchs wieder genau in dem Moment, in dem wir die Gabel ansetzen mit: Mag ich nicht!, Muss Pipi!, Will nach Hause!, oder mit lautem Gebrüll, weil das Glas mit Apfelsaft umgekippt ist?

Die Wutkrise
Es ist oft schwer, die Psychologie eines zweijährigen Kindes zu durchblicken. An jeder Ecke können kleine Trotz- und Wutanfälle lauern. Und warum man sich auf den Boden schmeißen und laut heulen muss, nur weil die Karottenstückchen auf dem blauen, statt auf dem roten Teller serviert wurden…? Wer weiß das schon…!

 

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