Inspiration fürs Kinderzimmer: Coole Schreibtische für Schulanfänger

Kommt euer Kind dieses Jahr zur Schule? Höchste Zeit an neue Kinderzimmermöbel zu denken. Wir haben für euch die schönsten Kinderschreibtische zusammen gestellt. Lasst euch inspirieren…

Die Umgestaltung des Kinderzimmers sollte zumindest so weit gehen, dass ein Arbeitsplatz geschaffen wird, an dem die Hausaufgaben erledigt werden können. Das heißt: die Kinderstühlchen und der Basteltisch können weichen zugunsten eines ordentlichen Kinderschreibtisches. Wie dieser aussehen soll liegt vor allem daran, wie viel Platz vorhanden ist und wie die Gestaltung des Kinderzimmers aussieht.

Folgende Kriterien sind wichtig:

  • Der Schreibtisch sollte die richtige Höhe haben.
  • Der Schreibtischstuhl muss, wenn er nicht höhenverstellbar ist, auf die Größe des Kindes und die Sitzhöhe, bzw. Tischhöhe abgestimmt sein.
  • Eine Schreibtischlampe sorgt für die richtige Beleuchtung.
  • Der Schreibtisch steht möglichst an einem Platz im Zimmer, wo sich die Ablenkungen in Grenzen halten.
  • Stauraum für Hefte, Schulbücher und Stifte ist sinnvoll und hält das Chaos auf dem Tisch übersichtlich.
  • Je mehr ihr euer Kind in die Umgestaltung mit einbezieht, umso lieber wird es den neuen Arbeitsplatz nutzen.

Klappschreibtisch

Eine tolle Lösung für kleine Kinderzimmer: Der praktische Schreibtisch reicht völlig aus, um die Hausaufgaben zu erledigen. Im Regal darüber finden Schulbücher Platz, in den Schubladen ist genug Raum für Kleinkram. Und wenn daneben griffbereit die Schultasche am Haken baumelt, ist alles schön aufgeräumt.

Tipps zur Aufbewahrung im Kinderzimmer findet ihr hier.

Schreibtischrosa

Das pastellige Rosa macht so manchen Lernmarathon erträglicher. Ein Vintage-Tisch in diesem Stil lässt sich bei ebay oder auf dem Flohmarkt finden. Abbeizen und lackieren gehen schnell. Ganz ähnliche Schreibtischstühle findet ihr zum Beispiel bei der französischen Marke Gambette (über kinderraeume.com)

 

Schreibtischplatte

Platz für große und kleine Projekte: Hier wurde einfach eine Naturholzplatte in die richtige Größe geschnitten und mit stabilen Winkeln an der Wand befestigt. Eine preisgünstige Lösung, die individuell auf jedes Kinderzimmer abgestimmt werden kann. Wer Farbakzente setzen will lackiert die Platte vor dem Anbringen.

Schreibtischikea

Ein Ikea-Hack fürs Kinderzimmer: Die Stuva-Kommoden wurden mit einer Naturholzplatte zum Kinderschreibtisch umfunktioniert. Sehr schön: Die farbige Schlusskante an der Seite. Die Schubladen bieten jede Menge Stauraum für Krimskrams und Schulutensilien. Das System lässt sich, je nach Farbakzenten die ihr setzen wollt, für Jungs und Mädchen umsetzen.

Hier noch ein farbenfrohes Beispiel für ein Kinderzimmer in der Homestory der Innenarchitektin Julia Ballmaier

SchreibtischDIY

DIY-Tipp: Europaletten sind multifunktional, selbst im Kinderzimmer. Diese hier wurden abgeschliffen und mit Klarlack eingelassen. Ein individuelles Schreibtischdesign, das sich schnell und günstig umsetzen lässt.

Schreibtischschwarz

Schwarz im Kinderzimmer sieht sehr cool aus. Mit weiß und Naturholz wirkt es auch nicht zu dunkel oder trist. Hocker sind übrigens gerade für Schulanfänger eine gute Alternative zum normalen Schreibtischstuhl. Sie sorgen ganz automatisch dafür, dass die Kids den Rücken schön gerade halten. Vorausgesetzt ist, dass die Schreibtischhöhe auf die Sitzhöhe abgestimmt wurde.

SchreibtischJungs

Dieser Schreibtisch ist wie ein Regalsystem konzipiert. Die schwarze Farbe dahinter grenzt den Arbeitsbereich optisch vom Rest des Zimmers ab. Hier könnt ihr auch Tafelfarbe verwenden, um Platz für wichtige Notizen oder Kunstwerke an der Wand zu schaffen.

Schreibtischpastell

Schnelle Lösung: Zwei Böcke und eine Tischplatte – fertig ist der neue Arbeitsplatz für angehende Schüler. Akzente in zarten Pastelltönen geben einen schönen Kontrast zur grauen Wand. Die kleinen Regale schaffen den nötigen Überblick bei den Schulunterlagen.

AlteSchulbank

Eine alte Schulbank wird zum Hingucker in jedem Kinderzimmer. Wichtig vor dem Kauf ist, dass ihr die Sitz- und Tischhöhe von eurem Kind ausprobieren lasst. Zu finden sind Vintageschulbänke bei ebay oder auf dem Flohmarkt.

Schreibtischgrau

Grau ist immer noch die Trendfarbe im Kinderzimmer. Je nachdem ob es heller oder dunkler angemischt wird, kann man hier ganz individuelle Akzente setzen. Wichtig: Damit es nicht zu trostlos wird, auf farbige Accessoires setzen. Leuchtendes Gelb, Orange oder Grün harmonieren wunderbar mit Dunkelgrau, Pastelltöne kommen durch ein helles Grau schön zur Geltung.

Ihr wollt mehr über die Gestaltung des Kinderzimmers wissen. Wir haben mit einer Wohnpsychologin darüber gesprochen.

Bilder: Rafa Kids (PR); Bopita (Aufmacher)

Filmtipp für die ganze Familie: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Ihr wollt etwas gemeinsam mit der ganzen Familie unternehmen? Wie wäre es mit einem Kinobesuch? Am 29. März 2018 startete „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in den Kinos. Die Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Michael Ende ist ein echtes Highlight für große und kleine Zuschauer.

Jim Knopf Lukas
Beste Freunde: Jim Knopf (Solomon Gordon) und Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) Foto: 2018 Warner Bros. Ent.

Darauf haben wir lange gewartet! Endlich kommt die erste Realverfilmung von Michael Endes wundervollem Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in die Kinos. Viele kennen die Geschichte vom Waisenjungen Jim, der auf der kleinen Insel Lummerland aufwächst, in der Fassung der Augsburger Puppenkiste. Regisseur Dennis Gansel („Die Welle“) bringt die bekannten Figuren nun mit namhaften Schauspielern und atemberaubenden visuellen Effekten auf die Leinwand. Satte 25 Millionen Euro hat die High-Tech-Verfilmung gekostet. Wir verraten euch, warum sich das Anschauen lohnt.

Worum geht es?

Frau Waas (Annette Frier) zieht den kleinen Jim Knopf auf Lummerland groß (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

Der kleine Jim Knopf (Solomon Gordon), ein farbiger Waisenjunge, kommt als Baby per Post auf die Insel Lummerland. Dort wird er liebevoll aufgezogen von der gutmütigen Lebensmittelverkäuferin Frau Waas (Annette Frier). Der liebenswerte, aufgeweckte Junge freundet sich schnell mit den anderen Inselbewohnern an. Vor allem Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) mit seiner Schirmmütze und der Pfeife und seine Lok Emma werden Jims beste Kumpels.

König Alfons der Viertel-vor-zwölfte regiert Lummerland (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

Aber je älter der kleine Jim wird, umso mehr beschäftigt ihn die Frage nach seiner eigentlichen Herkunft. Als der winzigen Insel schließlich Überbevölkerung droht und König Alfons der Viertel-vor-zwölfte (Uwe Ochsenknecht) anordnet, dass entweder Jim Knopf oder Lok Emma die Insel verlassen müssen, brechen Jim, Lukas und Emma zu einem großen Abenteuer auf.

Worum geht es wirklich?

Idealbesetzung: Henning Baum als Lukas der Lokomotivführer mit Pfeife und Schirmmütze (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

In erster Linie geht es um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Kim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer. Beide Rollen sind mit dem Newcomer  Solomon Gordon und dem alten Hasen Henning Baum („Der letzte Bulle“) exzellent besetzt. Obwohl Michael Ende seinen Lukas als klein und kräftig beschreibt und Henning Baum ein Mann wie ein Baum (im wahrsten Sinne) ist, verkörpert er den sympathischen Lokomotivführer mit dem großen Herzen perfekt. Überhaupt sind alle Rollen mit namhaften Schauspielern besetzt. Milan Peschel spielt den Scheinriesen Tur Tur, Christoph Maria Herbst verkörpert den treuen Untertanen Herrn Ärmel. Die Synchronstimme von Nepomuk stammt von Comedian Bully Herbig. Frau Malzahn wird von Judy Winter gesprochen. Bei der abenteuerlichen Reise von Jim, Lukas und Emma durch das Land der Vulkane beeindrucken vor allem die visuellen Effekte, die den Vergleich zu Peter Jacksons „Der kleine Hobbit“ nicht scheuen müssen. Dabei bleibt der Film trotz der spannenden Handlung und den fantastischen Figuren stets kindgerecht.

Kino, Jim Knopf, Lukas
Ab 29. März 2018 im Kino (Foto: 2018 Warner Bros. Ent.)

Lohnt sich das Anschauen?

Auf jeden Fall! „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist der perfekte Familienfilm für die Osterfeiertage und macht wirklich allen Spaß: Oma, Opa, Onkel, Tante, Eltern und Kindern. In einer Stunde und fünfzig Minuten lässt es sich wunderbar eintauchen in die fantasievolle Welt Michael Endes. Die am Computer animierten Kulissen sind fantastisch. Selbst eingefleischte Fans der Augsburger Puppenkiste-Fassung dürften von der absolut gelungenen Realverfilmung des Kinderbuchs begeistert sein. Der Film startet am Donnerstag, 29. März 2018 bundesweit in den Kinos.

Noch mehr Lust auf Kino? Wir haben mit Heike Makatsch ein Interview zum Familienfilm „Peter Hase“ geführt!

 

Digitalisierung an der Schule: Es gibt noch viel zu tun!

Wie steht es mit der Digitalisierung der deutschen Schulen? Laut KIM-Studie schlecht. Wir wollten es genauer wissen und haben mit Fachleuten gesprochen.

Das Internet oder Geräte wie Smartphone oder Tablet sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Tatsache, dass in westlichen Haushalten eine funktionierende WLAN-Verbindung  zum Standard gehört, beweist, wie essenziell der digitale Teil unseres Lebens geworden ist. Eine Ausnahme bilden die öffentlichen Schulen Deutschlands, wie die jüngste KIM-Studie vermuten lässt.

Ernüchternde Ergebnisse der KIM-Studie

Die KIM-Studie (Kindheit, Internet, Medien) wird seit 1999 jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) durchgeführt. Hierbei wird der Medienumgang der Sechs- bis 13-Jährigen untersucht, privat wie auch in der Schule. Eines der Ergebnisse der letzten Studie ist der auffällige Kontrast zwischen privater und schulischer Nutzung digitaler Medien.

Theresa Plankenhorn ist Koautorin der KIM-Studie und erläutert dies: „Bei der Studie stellen wir den Kindern Fragen einerseits zum Einsatz von Medien im Schulunterricht, andererseits zu ihrer Mediennutzung zu Hause im Rahmen der Hausaufgaben und des Lernens für die Schule. Hierbei wird deutlich, dass Kinder digitale Medien intensiv zu Hause für die Schule nutzen: Drei Viertel der Sechs- bis 13-Jährigen recherchieren mindestens wöchentlich etwas im Internet – beispielsweise für ihre Hausaufgaben. 54 Prozent nutzen regelmäßig zu Hause ein Lernprogramm. Im Schulunterricht selbst werden neue Medien nur vereinzelt eingesetzt: Lediglich zwei von fünf Kindern, die generell Computer nutzen, haben auch schon einmal in der Schule am PC gearbeitet.“ (Ein ausführliches Interview mit Theresa Plankenhorn findet ihr hier.)

Digitalisierung an Schulen; Javier Quesada

In der Schule werden Computer und Co. kaum genutzt

Nicht einmal die Hälfte der Schülerinnen und Schüler benutzt in der Schule also regelmäßig einen PC oder andere digitale Medien, wohingegen Recherche und Bildung am Rechner im Lernalltag zu Hause durchaus zur Regel gehören. Bedenkt man die allgegenwärtige Digitalisierung unseres Alltags, ist dieses Ergebnis durchaus ernüchternd. Woran liegt es, dass der Unterricht offensichtlich immer noch lieber analog als digital erfolgt?

Plankenhorn weist zunächst auf äußere Gegebenheiten hin: „An vielen Schulen in Deutschland ist es eine Frage der vorhandenen Medienausstattung.“ Dr. Nana Schön bestätigt diese Aussage. Sie ist Lehrerin an einer Brandenburger Oberschule und kämpft hier an vorderster Front gegen die alltäglichen EDV-Probleme. „Die Geräte und das WLAN an unserer Schule werden von der Stadt verwaltet. Das bedeutet konkret, dass sich vor Ort keiner darum kümmern kann, wenn mal etwas nicht funktioniert. Um Defekte an der Internetleitung oder an den Rechnern reparieren zu lassen, muss man einen aufwendigen und Zeit fressenden Weg einschlagen – das ist nicht immer einfach.“ Die Grundausstattungen an Schulen variieren außerdem deutschlandweit. Eine gemeinsame Basis herzustellen ist schwierig und natürlich auch eine Kostenfrage – jedoch nicht nur das: „Oft bleibt für Medienbildung kein Spielraum angesichts des Schulalltags und anderer Themen wie ‚Inklusion‘ oder ‚differenzierter Unterricht‘“, meint Theresa Plankenhorn.

Früh übt sich – das gilt auch für Lehrer

Neben der schulischen Ausstattung mit digitalen Medien sollte heutzutage auch der Umgang damit völlig normal sein – für das Lehrpersonal ebenso wie für die Schülerinnen und Schüler. Tatsächlich ist er aber für viele Lehrkräfte alles andere als selbstverständlich, weshalb Plankenhorn resümiert: „Es scheint durchaus ein Problem zu sein, dass das Thema ‚Medienbildung‘ nicht verbindlich in die Lehrerausbildung integriert ist.“

In den Bundesländern ist man sich dieses Problems bewusst und steuert bereits gegen. In Nordrhein-Westfalen, dem größten Bundesland, das die meisten Schulen Deutschlands verwaltet, gibt es beispielsweise eine eigene Medienberatung, die im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung das digitale Lernen fördern soll. Birgit Giering ist pädagogische Mitarbeiterin am Standort Münster. Sie erklärt, dass bereits bei der Ausbildung der angehenden Lehrer im Studium wie auch im Referendariat verstärkt auf medienpädagogische Ansätze geachtet werde. Dies bedeutet etwa konkret, dass in Zukunft mindestens eine ganze Lerneinheit pro Halbjahr unter Einsatz digitaler Medien gestaltet werden muss. Hier stellt sich jedoch die Frage, warum eine solche Regelung nicht schon längst fester Bestandteil des Schulalltags ist. Giering lenkt ein: „Natürlich hat das alles auch immer viel mit der Bereitschaft und der eigenen Medienkompetenz der Lehrpersonen zu tun. Allerdings setzen wir so früh wie möglich an.“

Je früher die digitale Bildung beginnt, desto besser ist es

Im Land NRW wurde der Medienpass entwickelt. Dies ist ein Onlinepass, der die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler dokumentiert. Durch digitale Abzeichen, sogenannte Badges, die nach Lerneinheiten vergeben werden, kann so der Lernerfolg der Schüler sichergestellt werden. Aber auch für die Schulen und das Lehrpersonal soll es Hilfestellungen geben, indem vermehrt Medienkompetenzteams an den Schulen eingesetzt werden.

Grundsätzlich gilt hier: je früher, desto besser. So wird bereits an Grundschulen der Einsatz digitaler Medien gefördert. „Man glaubt es vielleicht nicht, aber die Pädagoginnen und Pädagogen an den Grundschulen gehen da mit sehr gutem Beispiel voran. Es ist hier normal, dass die Kleinen schon kreativ und zielgerichtet mit digitalen Lernprogrammen und Geräten umgehen“, erklärt Giering.

Dieser frühe Umgang mit digitalen Medien in der Schule wird jedoch nicht von allen Eltern und Beteiligten begrüßt. Häufig höre man noch Argumente wie „Die Kinder sollen erst mal richtig lesen und schreiben lernen, bevor sie anfangen zu tippen!“, erzählt Giering. Sie ist jedoch der Überzeugung, dass gerade in der Phase, bevor ein Kind bereits Lesen und Schreiben gelernt hat, das Lernen dank digitaler Medien erleichtert wird. So werden die Kleinen schon früh und spielerisch an Lerninhalte herangeführt, ohne dass sie dafür bereits Schönschrift üben mussten. Giering sieht die digitalen Medien an der Schule durch und durch positiv – wenn sie richtig eingesetzt werden.

Digitalisierung an der Schule; istock

Lebenswirklichkeit vs. Schulalltag

Nana Schön spricht ebenfalls vom richtigen beziehungsweise angemessenen Einsatz digitaler Medien. Sie unterrichtet die Fächer Mathematik, Physik und Naturwissenschaften. Bei ihr kommen digitale Medien nicht nur zum Einsatz, um einen Text abzutippen oder um Informationen aus dem Internet zu ziehen: „Die Versuche im Physikunterricht sind häufig schnell vorbei – teilweise sogar zu schnell. Mit der Smartphone-Kamera und der Slow-Motion-Funktion ist das kein Problem: Die Klasse nimmt ihre Versuche auf, kann sie sich in Ruhe mehrfach anschauen und hinterher auswerten.“ Natürlich sei ein schöner Nebeneffekt, dass die Benutzung des Smartphones die Schüler in ihrer eigenen Lebenswirklichkeit abhole – zu der die Geräte nun mal dazugehörten. Darüber hinaus lernten die Kinder, was man neben Spielen und Telefonieren noch alles mit einem solchen Phone anstellen könne.

Giering pflichtet an dieser Stelle bei: „Unterricht kann durch den Einsatz digitaler Medien viel individueller sein. Im Deutsch-
unterricht zum Beispiel können die Schüler und Schülerinnen mithilfe digitaler Medien den Stoff ganz nach ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten aufbereiten. Warum sollten immer alle dasselbe machen, etwa Referate halten, die immer gleich aufgebaut sind? Die Hauptsache ist doch, dass die Inhalte bestmöglich vermittelt werden.“

Die Ergebnisse der KIM-Studie schlagen in eine ähnliche Kerbe, wie Plankenhorn unterstreicht: „Kinder und Jugendliche sind meist sehr motiviert, neue Medien zum Lernen einzusetzen. Im Rahmen ihrer Hausaufgaben und beim häuslichen Lernen nutzen sie diese ja bereits. Sie recherchieren online für die Schule, sehen sich YouTube-Videos zu Unterrichtsinhalten an, nutzen digitale Lernprogramme oder tauschen sich mit ihren Mitschülern über soziale Medien zu den Hausaufgaben aus. Diese Motivation für die Verwendung neuer Medien zum Lernen sollte von den Schulen aktiv genutzt werden.“

Wie integriert man Medienkompetenz in den Schulalltag

Ziel des Landes Nordrhein-Westfalen ist es, Medienkompetenz vor allem inklusiv lernen zu lassen. Es soll also zum Unterrichtsalltag werden, dass Schüler Podcasts erstellen, Videos machen, mit YouTube lernen oder Blogs mit Inhalten füllen. Dies soll in allen Fächern des Lehrplans stattfinden – natürlich immer mit angemessener Ausrichtung. Dafür braucht es nach Meinung Gierings auch keinen gesonderten Informatikunterricht.

Eine Aussage, der Nana Schön widersprechen würde. Sie findet vielmehr, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit neuen Medien erst durch das Lernen bestimmter Grundlagen gegeben ist. Informatikunterricht im Land Brandenburg ist jedoch nur am Gymnasium im Angebot, nicht an Oberschulen. „Im Physikunterricht erklären wir ja auch Grundlagen, die größtenteils wichtiges Allgemeinwissen darstellen – etwa dass man sein Handy nicht mit in die Badewanne nehmen darf, während der Akku an einem 230-Volt-Stromnetz geladen wird.“

Wie funktionieren Facebook und Instagram?

Zum Informatik-Grundlagenwissen gehört nach Meinung Schöns auch, dass die Schülerinnen und Schüler verstehen, wie Facebook oder Instagram funktionieren – also im besten Fall hinter die Kulissen geschaut wird. Algorithmen sollten besprochen werden, die verantwortlich für die Auswahl an Themen sind, die im Facebook-Feed auftauchen, wenn wir uns einloggen. Aber auch die Tatsache, dass es Algorithmen gibt, die über die Kreditfähigkeit von Kunden bei Onlinekaufhäusern entscheiden, sollten Schüler kennen: Wohne ich in einer wenig wohlhabenden Nachbarschaft, werde ich mir zwar online eine Waschmaschine kaufen können, muss sie aber bar bezahlen. „Zu hinterfragen, wie und warum wir mit gewissen Infos gefüttert werden und wie wir mit den Möglichkeiten, aber auch Gefahren des Internets umgehen, sollte in allen Klassen gesondert unterrichtet werden.“ Auch hier scheint an den Schulen Deutschlands Nachholbedarf zu bestehen.

Giering schließt das Erlernen eines verantwortungsbewussten Umgangs mit digitalen Medien jedoch nicht aus dem Unterricht aus – ganz im Gegenteil: „Digital Native sein muss auch heißen, dass man reflektiert, mit digitalen Medien umgehen kann. Genau das muss im Unterricht beigebracht werden und sollte ein Ziel des Lehrplans sein.“

Digitalisierung an der Schule

Kommt als nächstes „Augmented Reality“ im Unterricht?

Es ist offensichtlich, dass noch einiges an Deutschlands Schulen passieren muss, um das Potenzial digitaler Medien gut zu nutzen. Auch wenn viele Lehrer sich bereits um den regelmäßigen Einsatz digitaler Medien bemühen, gibt es immer noch einige, die eben selbst keine Digital Natives sind und dem gesamten Konzept mit Skepsis begegnen. Aber auch bei den Eltern sehen Schön und Giering zumindest eine Teilverantwortung. „Zu Hause muss ein vernünftiger Umgang mit neuen Medien stattfinden – nicht in Form von Verboten, sondern sinnvoller Regeln“, findet Giering. Schön fügt hinzu, dass in vielen bildungsnahen Schichten das Buch immer noch das beliebteste Medium sei und digitale Medien eher als „Zeitvertreib“ angesehen würden. Hier wie auch in den Köpfen der Lehrer muss also ein Umdenken stattfinden.

„Vor allem müsste ein klares, gemeinsames Verständnis von Medienbildung vorhanden sein“, fordert Plankenhorn. Erst dann, so die Koautorin der KIM-Studie, könne ein sinnvoller Einsatz moderner Medien von allen Seiten ermöglicht werden.

Wie sieht die Mediennutzung in zehn Jahren aus?

Auf die Frage, wie sich die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in den nächsten zehn Jahren verändern werde, fällt ihr die Antwort schwer: „Wenn man bedenkt, wie viel sich in den letzten zehn Jahren verändert hat, ist es nicht einfach, Prognosen aufzustellen.“ Auch wenn der Trend hin zu einer noch stärkeren Einbindung neuer Technologien zu gehen scheint, sei nicht ausgeschlossen, dass es auch Gegenbewegungen gebe: „Einerseits könnte man vermuten, dass die mobile Internetnutzung, die Nutzung von Streaming-Angeboten und innovative neue Spielideen durch Augmented-Reality-Technologien bei der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen eine stärkere Rolle spielen werden. Dies würde zu einem Anstieg der online verbrachten Zeit und einer immer größeren Durchdringung aller Lebensbereiche mit Medientechnik führen – auch in der Schule. Andererseits gibt es mittlerweile schon Tendenzen, an denen wir erkennen, dass auch Kinder und Jugendliche an ihre Toleranzschwelle kommen, wenn sie konstant durch das Smartphone mit Inhalten und Nachrichten konfrontiert werden.

Viele sind bereits der Meinung, dass Handys und Smartphones durch die vielen Nachrichten manchmal nerven, sie verzichten bewusst zwischendurch auf die Technik.“ Bewusste und verantwortungsvolle Nutzung digitaler Medien ist also von essenzieller Wichtigkeit – an dieser Stelle sind sich alle einig. „Und auch in zehn Jahren werden sicher noch Bücher gelesen“, fügt Plankenhorn hinzu – wie antiquiert!

Bilder: Corey Motta, Istock, Javier Quesada

Kinderlampen: 11 ganz besondere Lampen fürs Kinderzimmer

Text: Isabelle Jänchen

Jedes Kinderzimmer, ob groß oder klein, bietet genügend Raum für eine eigene Phantasiewelt. Die richtige Beleuchtung hilft dabei, die Kuschel-, Spiel-, oder Schlafecke noch heimeliger und gemütlicher zu gestalten. Ob für Tierfans oder den minimalistischen Kinderzimmerlook – hier kommen unsere Favoriten!

Vielleicht ist eine dieser Kinderzimmerlampen ja auch etwas für euer Kinderzimmer.

Lampen

Man nehme eine selbstgebaute Höhle und eine Lampe aus der Natur- und Tierwelt inspiriert. Schon hat man die perfekte Grundlage, um in Märchengeschichten einzutauchen. Bei der Pilzlampe erscheinen die Lichtstrahlen, die teilweise durch das Gehäuse dringen, als Punkte an der Zimmerdecke.

Nachtlichter

Weltraumhelden und Roboterfans aufgepasst – auch ihr kommt hier nicht zu kurz. Per Fernbedienung kann man bei der Rocket Lampe zwischen 15 dimmbaren Farben wählen. Schlichter und aufgeregter schafft man es allerdings auch mit kleineren Nachtlichtern für Kinder zur Wohlfühlatmosphäre.

Wandlichter

Wandlichter im Kinderzimmer gefallen uns besonders gut als Akzent über dem Kinderbett. Die aufregenden Geschehnisse des Tages lassen sich unter gemütlichem Lichtschein langsam verarbeiten.

Übrigens: Die Hasenlampe auf dem Titelbild stammt von der Marke littlelights aus Polen und ist über Harmony Ambiente erhältlich.

Titelbild: littlelights, Teaser image: fermliving

Interview: Heike Makatsch spricht Flopsi im Film „Peter Hase“

Im Animationsfilm „Peter Hase“, der am 22. März 2018 in den deutschen Kinos startet, leiht Heike Makatsch der süßen Hasendame Flopsi ihre Stimme. Wir haben mit der sympathischen Schauspielerin und dreifachen Mutter über ihre persönliche Beziehung zu Hasen, den Spaß am Synchronsprechen und die Premiere von „Peter Hase“ in Berlin gesprochen.

Lunamag: Kanntest du die Kinderbücher von „Peter Hase“, im englischen Original heißt er ja „Peter Rabbit“, denn vor dem Film schon?

Peter Hase, Flopsi
Freche Hasenbande: Flopsi (links) und ihre Freunde (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Heike Makatsch: Ja, ich kannte die Bücher von Beatrix Potter und mochte sie sehr, vor allem auch die Illustrationen. Ich habe viel Zeit in England verbracht, und da ist Peter Rabbit sehr populär. Es gibt die Hasen-Figuren auf Tassen und Tellern, seine Teatime kann man dort mit Peter Rabbit genießen.

Warum hattest du Lust, diese Synchronrolle in „Peter Hase“ zu übernehmen? Was gefällt dir an der Geschichte?

Peter Hase rebelliert gegen den Gartenbesitzer McGregor (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Es ist immer eine Freude und macht mir großen Spaß, Synchronrollen in gut gemachten Animationsfilmen zu übernehmen. Und „Peter Hase“ ist so ein Film. Die Figuren sind sehr liebevoll gestaltet. Ich mag Peter Hase, weil er frech ist und impulsiv und sich nichts gefallen lässt. Aber er macht auch eine Entwicklung durch im Film und muss lernen, dass er mit seiner Wut und seiner Rachsucht nicht weit kommt, sondern dass es am Ende darum geht, auch Kompromisse zu finden und einzulenken. Denn nur so gelingt ein friedliches Miteinander. Da können wir alle von ihm lernen. Ich mag generell die modernen Animationsfilme, bei denen die Figuren diese verblüffende Ähnlichkeit zu den echten Tieren haben. Und bei „Peter Hase“ ist das sehr gut geglückt. So gut, dass ich inzwischen wenn ich einen Hasen sehe manchmal denke: „Der fängt sicher gleich an zu sprechen!“

Welche persönliche Beziehung hast du zu Hasen? Hattest du als Kind ein Häschen?

Heike Makatsch im Synchronstudio (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Nein, ich hatte keinen Hasen. Ich hatte einen Hamster. Aber erst unlängst hatte meine Familie zwei Hasen. Das war toll, aber auch manchmal etwas anstrengend. Häschen hoppeln eben überall herum und nagen alles an und hinterlassen ihre Hasenköttel-Spuren. Sie sind zwar schön flauschig und weich, wie kleine Bettvorleger. Trotzdem denke ich, Hasen sind in einem Haus mit Garten besser aufgehoben. Mir tun die Tiere leid, wenn sie nicht rauskönnen und genügend Auslauf haben. Deshalb sind wir inzwischen auch wieder bei einem Hamster gelandet. Der ist einfach genügsamer.

Du sprichst im Film die Flopsi, eine der Schwestern von Peter Hase. Was ist sie für ein Typ? Konntest du dich mit ihr identifizieren?

Flopsi, Heike Makatsch
Die Schauspielerin mit ihrer Filmfigur Flopsi (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Flopsi mochte ich auf Anhieb. Sie hat Familiensinn. Sie ist neugierig und mutig und sie hält sich für sehr clever – was nicht unbedingt heißt, dass sie es auch ist (lacht). Aber sie steht ihre Frau und ist bei allem mit dabei. Und sie sieht natürlich verdammt niedlich aus, sie trägt eine kleine rote Jacke und sie lispelt. Ich mag Flopsi sehr.

Die anderen Rollen werden ebenfalls von namhaften Kollegen gesprochen, unter anderen Christoph Maria Herbst, Jessica Schwarz und Anja Kling. Seid ihr euch im Synchronstudio begegnet?

Peter Hase, Filmteam
Das „Peter Hase“-Synchronteam: Heike Makatsch, Jessica Schwarz, Anja Kling und Christoph Maria Herbst (Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Nein, im Synchronstudio arbeitet man meistens allein. Aber ich habe mich gefreut, sie alle bei unserer Premiere in Berlin zu sehen. Das ist schon sehr schön und auch immer etwas Besonderes, wenn man sich dann gemeinsam den fertigen Film noch einmal anschaut und sich davor auf dem roten Teppich trifft. Vor allem bei einem so gelungenen Familienfilm wie „Peter Hase“ freue ich mich immer auf die Premiere, weil dann der ganze Kinosaal voller aufgeregter Kinder ist. Da bekommt man schon nochmal ganz andere Reaktionen als von einem reinen Erwachsenenpublikum.

Ihr wollt mal wieder mit euren Kindern ins Kino?  Wir haben noch weitere Filmtipps für die ganze Familie!

Programmieren für Kinder mit dem Roboter Cozmo und Code Lab

Programmieren für Kinder – nichts ist einfacher als das, wenn man mit der Plattform Code Lab dem kleinen Roboter Cozmo  alle möglichen Tricks beibringen kann.

In der heutigen technologiegetriebenen Welt wird es vor allem für Kinder immer wichtiger Programmieren zu lernen. Jedoch bieten aktuelle Tools, die in die Programmierung einführen sollen, meist sehr einseitige Möglichkeiten, die interessierte Kinder daran hindern tiefer in die Welt der Programmierung einzutauchen. Anki, die KI- und Robotik-Spezialisten aus dem Silicon Valley, präsentieren eine einfache und spielerische Lösung: Cozmo Code Lab.

Roboter mit Charakter und Gefühlen

Code Lab basiert auf der visuellen Programmiersprache Scratch Blocks und ermöglicht es Kindern und Erwachsenen auf unterhaltsame Weise ganz leicht den kleinen Roboter Cozmo zu programmieren. Weltweit wird Cozmo von seinen  Kritikern für seine extrem ausgefeilten Robotik- und KI-Systeme gefeiert. So erkennt er seine menschlichen Freunde und erinnert sich an sie. Je mehr man mit ihm spielt und je mehr Erfahrungen er sammelt, desto mehr neue Fähigkeiten kann er auch erlernen. Cozmos Charakter wächst also mit seinen Erlebnissen stetig weiter.

Unendliche Möglichkeiten

Und in Kombination mit Code Lab sind die Möglichkeiten Cozmo zu Programmieren geradezu grenzenlos. Mithilfe eines einfachen  “Drag & Drop”-Systems  können Cozmo Besitzer Blöcke, die eine bestimmte Funktion erfüllen, ganz einfach in Sequenzen aneinanderreihen und ihm dann dabei zusehen wie er die Befehle sofort umsetzt.  Code Lab basiert auf der von Google und dem MIT Media Lab entwickelten Scratch Blocks Programmiersprache. Es ist ein mächtiges Tool, das es jedem ermöglicht seiner Kreativität mit der Programmierung von Cozmo freien Lauf zu lassen.

Cozmo ist einzigartig

„Aktuell gibt es keine Robotik-Plattform für den privaten Gebrauch, die mit Cozmo vergleichbar wäre“, erklärt Boris Sofman, CEO und Mitgründer von Anki. „Mit Code Lab hilft Cozmo Kindern  ihren Verstand zu schärfen und die Fähigkeit zum logischen Denken zu trainieren, welche die Programmierung voraussetzt.”

Spielend die Welt entdecken

Und das Beste: Zum Start von Cozmo in Deutschland wurde Code Lab zusätzlich kostenfrei zur Verfügung gestellt. Neue Fähigkeiten von Cozmo werden regelmäßig über kostenlose Software-Updates eingeführt, die dafür sorgen, dass die Interaktion zwischen Mensch und Cozmo dauernd erweitert wird und immer spannend bleibt.

anki Roboter Cozmo und Code Lab

Mehr zu Cozmo und Code Lab findet ihr unter anki.com

 

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Spielzeug der Zukunft: Mit was werden Kinder spielen?

Wird es noch konventionelles Spielzeug geben oder ist bald alles digital? Steht noch der Spaß im Vordergrund oder wird der Lernfaktor immer wichtiger? Wie sieht das Spielzeug der Zukunft aus? Wir sprachen mit Thomas Bleyer, Leiter Unternehmensentwicklung der Ravensburger AG über die Zukunft des Spielens.

Welche Trends sind bei den Spielgewohnheiten von Kindern zu beobachten? Wie werden sie sich in Zukunft entwickeln?

Neues und Altbewährtes wird fröhlich miteinander vermischt. Kinder schauen sehr genau, was in der Welt um sie herum passiert, und adaptieren das auch schnell. Digitale Technik zu nutzen wird für sie ein selbstverständliches Alltagserlebnis, auch im Spiel.

Inwiefern wird Augmented Reality eine Rolle spielen?

Wir werden schon in den kommenden Jahren bei immer mehr Produkten die Möglichkeit haben, eine digitale bzw. interaktive Ebene „darüber“ zu erleben und zu nutzen. Das was wir heute als „Augmented Reality“ bezeichnen, wird man in 30 Jahren im Museum milde belächeln – was dann „state of the art“ sein wird, können wir uns heute in guten Science Fiction-Filmen anschauen.

Zum Zusammenbauen und Spielen: Holzflugzeug von Kids Garret.

Was ist für Kinder so reizvoll an digitalen Spielen?

Die unmittelbare Kontrolle und Interaktivität, die Dynamik und Veränderung im Spielverlauf und natürlich der ansprechende audiovisuelle Eindruck. Nicht zuletzt aber auch einfach die Möglichkeit, ein Spiel intuitiv und selbstbestimmt zu erleben, ohne dabei von Erklärung, Zeit und Hilfe eines Erwachsenen abhängig zu sein.

Spielt bei der Entwicklung von Spielzeug verstärkt der Lernfaktor eine Rolle?

Gutes Spielzeug soll zuallererst Spaß machen, denn ansonsten ist es kein Spielzeug, sondern „Hausaufgabe“. Bei einem gut gestalteten Spiel entsteht der Lernfaktor von ganz alleine und auf unterschiedlichen Ebenen. Lernen ist viel mehr, als Zahlen und Buchstaben vorzustellen und gerade digitale Medien bieten hierfür großartige neue technische Möglichkeiten. Die Tatsache, dass Lernen heute gesellschaftlich intensiver bewertet und diskutiert wird, also vor zehn oder 20 Jahren, wirkt sich natürlich auch auf die Spielwarenbranche aus.

 

Titelbild: DGLimages

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Sitzbänke und Spieltruhen fürs Kinderzimmer: Schön und funktional!

Text: Isabelle Jänchen

Hübscher Stauraum und zudem die Möglichkeit mehrer kleiner Sitzplätze. Spieltruhen eignen sich hervorragend zum Verstauen von Kuscheltieren und Spielsachen im Kinderzimmer oder auch als Sitzbank beim Anziehen im Eingangsbereich. Mützen, Schals und andere Accessoires der Kinder sind schnell verschwunden und getreu dem Motto „Klappe zu, Affe tot“ ist schnell wieder aufgeräumt.

Ähnliche Möbelstücke mit Doppelfunktion sind diese clever durchdachten Spielmöbel.

 

Sitzbänke und Spieltruhen: Zeitlos, verspielt, modern und ein bisschen oldschool

Die Kinderbank mit Truhe von Oliver Furniture (1) vereint wie alle anderen Marken in unserer Auswahl schlichtes, zeitloses Design mit der praktischen Funktion des Verstauens. Erhältlich auch in weiss, über Fantasyroom. Preis: 269€

Ein schöner Hingucker im Kinderzimmer ist die Kindertruhe Moonlight (2) mit Wolkendesign. Der Traum aller Kinder, um darin ihre geheimen Schätze aufzubewahren. Erhältlich bei Maisons Du Monde. Preis: 129€

Zurück in die Vergangenheit erinnert die nächste Sitzbank (3) an ein Erbstück aus längst vergangener Zeit. Dieses Kindermöbelstück aus Massivholz überzeugt uns mit kindlichen Proportionen und harmonisch abgerundeten Formen, die sich schön anfassen. Die Bank lässt sich auch an einen kleinen Tisch stellen und lädt darauf zum Essen und Basteln ein. Ebenfalls mit Stauraum und zu kaufen bei BioKinder. Preis: 128€

Einfacher gestaltet ist die Banktruhe Hemnes (4) vom Schwedischen Möbelhaus IKEA. Falls die irgendwann mal nicht mehr im Kinderzimmer gebraucht wird, eignet sie sich für das Fußende des Elternbettes, um darin Decken, Kissen oder auch Bücher zu verstauen. Preis: 129€ 

Ebenso mit Sitzmöglichkeit sowie überzeugend im Design und in puncto Stauraum, darf die Spieltruhe von Vertbaudet (5) keinesfalls in unserer Auswahl fehlen. Preis: 60€

Titelbild: Oliver Furniture

 

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Lunatalk: Design im Kinderzimmer

Design im Kinderzimmer – das war das Motto unseres ersten Luna Talks. Zusammen mit vielen Gästen aus der Branche und Eltern diskutierten wir, wie viel Design ein Kinderzimmer eigentlich braucht.

Vergangene Woche fand unser erster Lunatalk statt. Bei leckerem Essen und in lockerer Runde diskutierten wir vor Bloggern und Agenturen und  mit Eloise Kordaris, Art Direktorin bei Home24 und Katja Runge von afilii, welche Rolle Design im Kinderzimmer spielt.

Lunatalk Design im Kinderzimmer

„Brauchen Kinder überhaupt Design?“, fragte Katja Runge und erklärte unseren Gästen, warum Design auch schon bei den ganz Kleinen wichtig sein kann. Eloise Kordaris, selbst gerade schwanger, sprach mit uns über die Einrichtungsmöglichkeiten für ein erstes Kinderzimmer und gab viele Tipps.
„Nicht nur Kinder sollten sich in dem Zimmer wohl fühlen, sondern auch die Eltern. Immerhin verbringen sie ebenfalls viel Zeit dort“, riet sie unter anderem. Multifunktionale Möbel, wie Sideboards die ganz einfach zu einer Wickelkommode umgebaut werden können, sind auch ein wichtiges Element im Kinderzimmer.

Hier noch ein paar Eindrücke von der Veranstaltung.

Lernen 2.0.: Digital Spielen und Lernen

Digital Spielen und Lernen? Was früher mit basteln, malen und lesen auf dem Papier stattfand, gibt es nun immer häufiger auch elektronisch. Wir haben ein paar der schönsten digitalen Spiele rausgesucht, die nicht nur Spaß machen, sondern auch einen kreativen Lerneffekt haben.

 

LinguPinguin

Mit „LinguPinguin“ lernt dein Kind nicht nur Englisch, sondern durch verschiedene Spiele auch Grundkenntisse in Französisch, Portugiesisch und Spanisch und viele andere Sprachen.  Ab 4 Jahre

Elevison GmbH, ca. 2 Euro, über itunes

 

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Origami Tierkinder

Bei dieser App beginnt alles mit einem Quadrat. Aus diesem bauen die Kinder mit Falzlinien und Schnitten ein Tierchen, das dann nicht nur dekoriert wird, sondern mit dem sich auch kleine Abenteuer in den unterschiedlichen Welten erleben lassen. Das Besondere dabie ist der Tag- und Nachtmodus, sodass man für jede Stunde ein neues Tier falten kann und damit ein erstes Verständnis für die Uhr und Zeit entwickelt.
Ab 4 Jahre

Ravensburger Digital,  ca. 2 Euro, über itunes

 

Wort-Zauberer

In der „Wortzauberer-App“ lernen Kinder bereits im Vorschulalter nicht nur 1000 der wichtigsten sondern erhalten auch eine Einführung in die Wortklassen und deutsche Rechtschreibung. Ab 5 Jahre

L’Escapadou, ca. 3 Euro, über itunes

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Scoyo

Für die älteren Kids gibt es die Lernplattform Scoyo. Hinter Scoyo verbirgt sich ein Programm, das in interaktiven Lerngeschichten den Schulstoff von der 1. – 7. Klasse aufarbeitet. Individuell angepasst auf Stufe, Bundesland und Schultyp können Kinder hier in den Lehrstoff Mathe, Deutsch und Englisch eintauchen. Für die Älteren ist von der 5.-7. Klasse ebenfalls zusätzlich Schulstoff aus den Bereichen Physik, Chemie, Kunst und Biologie aufbereitet. Durch das Einbetten in Geschichten wird der Schulstoff anschaulich und lebendig – genau das, was in der Schule oft fehlt, was aber enorm hilft, den Stoff wirklich zu verstehen. Eltern können in einem separaten Zugang den Erfolg ihrer Kinder verfolgen und erhalten wöchentlich konkrete Lernempfehlungen. Ab 6 Jahre

Kostenlos testen auf scoyo.com

Dash Lernroboter

Der Dash Roboter von Wonder Workshop ist vollgepackt mit Sensoren und Fähigkeiten, damit er sich bewegen, tanzen, aufleuchten, Geräusche machen, Hindernisse umgehen und sogar auf Stimmen reagieren kann. Zusätzlich kann man mit dem Roboter über 600  Tutorials bewältigen, die Kinder spielerisch an die Welt der Computer und des Programmieren heranführen. Ab 6 Jahre

Wonder Workshop, Dash Lernroboter, ca. 180 Euro über: generationrobots.com

 

Wie Apps für Kinder entstehen, erfahrt ihr übrigens im Interview mit den Entwicklerinnen von „Rudi Regenbogen“.

 

 

 

Bild: istock / maximkabb

Reisetipp: Auf die Kanarischen Inseln mit Kindern

Das richtige Ziel für alle, die sich nach Sonne sehnen: Die Kanaren sind für Familien mit Kindern das ideale Ganzjahresziel – es ist nur fünf Flugstunden entfernt, es gibt milde Temperaturen und traumhaft schöne Strände. Wir haben die besten Familien-Tipps für die Kanaren mit Kindern gesammelt …

Pinterest Kanarische Inseln

Teneriffa – Für Familien mit kleinen Kindern ideal

Sie ist die größte der Kanareninseln und der Vulkan Teide mit 3.718 Metern Höhe ist die Hauptattraktion. Feine Sandstrände im Süden der Insel und ein großes Angebot an verschiedenen Freizeitaktionen machen Teneriffa zum idealen Familienreiseziel. Im Süden ist alles sehr auf Touristen zugeschnitten, allerdings gibt es hier auch die schönsten Strände. Im Norden findet man häufig den schwarzen Sand – auf jeden Fall etwas besonderes, aber er wird auch sehr heiß.

Unbedingt besuchen:
Der Teide Nationalpark liegt im Norden der Insel und wurde 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Vulkangestein gibt einem den Eindruck als sei man mitten in einer Mondlandschaft gestrandet. Mit Seilbahnen kann man nach oben zum Vulkan Teide fahren und hat dabei einen wunderbaren Blick über die Insel und auch zu den schönen Nachbarinseln La Gomera, La Palma und Gran Canaria. Wer ein kleines Abenteuer sucht kann auf der Berghütte Altavista mitten im Vulkangebiet übernachten. Allerdings sollte man vorab reservieren, denn es gibt insgesamt nur 54 Schlafplätze. teide-nationalpark.de

 

Kanaren mit Kindern

Ebenfalls sehenswert:
Der Loro Parque gehört zum Pflichtprogramm für jeden Besucher der Insel. Es gibt hier nicht nur die größte Papageien-Sammlung, auf einer Fläche von 120.000 Quadratmetern bekommt man ein Paradies von tropischen Gärten und neuartigen Zoos zu sehen. Der Dschungel der Gorillas, die Tigerinsel und das Orchidearium sind ebenfalls sehenswert. Es gibt auch eine Show mit Delfinen und Seelöwen, die vielleicht nicht jedermanns Sache ist, beeindruckend jedoch ist die Welt der Pinguine, in die man bei eisigen Temperaturen Einblick nehmen kann. loroparque.com

Größter Fun-Faktor:
Sind größere Kinder mit dabei ist das Aqualand der „Place to be“ was Fun und Action angeht (im Süden der Insel bei der Costa Adeje). Es gibt Wasserrutschen mit den vielversprechenden Namen Super-Slalom, Twister, Kamikaze, Anaconda, Crazy Race und für kleinere Besucher den Mini Park. aqualand.es/costa-adeje/

Special-Tipps:
Der schönste Strand ist der „Playa de las Teresitas“, der sogenannte Palmenstrand. Einen beeindruckenden Sonnenuntergang gibt es zusammen mit feinem Cafe con Leche und freiem Blick auf die Insel La Gomera im Café „Cappuccino Maria“ in Puerto de Santiago (Calle La Hondura).

 

La Palma – Familienurlaub abseits des Massentourismus

Für viele ist sie die schönste Insel der Kanaren, auch weil sie die grünste ist. „La Isla Bonita“ wird sie von den Einheimischen liebevoll genannt. Will man die Kanaren etwas abseits des Massentourismus erleben, ist La Palma die richtige Wahl. Auch wer gerne wandert findet hier viele schöne Touren und Möglichkeiten. Für einen klassischen Strandurlaub jedoch ist man auf Fuerteventura besser aufgehoben. Bei Ferien mit Kleinkindern bietet sich ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung an, die auf der Insel zahlreich und in unterschiedlichen Preiskategorien angeboten werden.

Unbedingt besuchen:
Der Tierpark Maroparque liegt nur wenige Minuten von Santa Cruz de la Palma. Hier werden einige vom Aussterben bedrohte Arten gehegt und gepflegt. Hauptattraktion sind die Albino-Kängurus, es gibt aber auch Affen, Stachelschweine, Leguane und zahlreiche Vogelarten zu sehen. maroparque.es

Ebenfalls sehenswert:
Eine der schönsten Wanderungen geht durch den Lorbeerwald Los Tilos. Sie ist ungefähr sechs Kilometer lang, im Besucherzentrum gibt es praktische Faltpläne zur Orientierung, denn das Ganze ist kinderfreundlich wie eine Schnitzeljagd angelegt. Man wandert durch ein grünes Blätterdach und am Wegesrand gibt es immer wieder Aufregendes zu entdecken.

Kanaren mit Kindern; Istock

Die besten Strände:
Selbst wenn La Palma nicht für Badeurlaub berühmt ist gibt es hier wunderschöne und auch familientaugliche Strände. Puerto de Tazacorte ist ein kleiner, idyllischer Fischerort – mit dunklem Lavasand-Strand. Es werden Liegestühle verliehen und in der „Taberna del Puerto“ gibt es leckeres Essen. Von hier aus starten auch Bootstouren auf denen man – wenn man Glück hat –Wale oder Delfine zu sehen bekommt. Ganz im Süden liegt die Bucht „Charco de los Verdes“ inmitten von Bananenplantagen. Aber Achtung: Hier ist die Brandung ziemlich stark und unberechenbar. Der Strand von Cancajos ist durch künstliche Wellenbrecher geschützt und für Kinder gut geeignet.

Special-Tipps:
Die Altstadt von Santa Cruz de la Palma mit ihren schönen Plätzen, kleinen Boutiquen und netten Cafés ist einen Ausflug wert. Hier gibt es auch eine Nachbildung von Kolumbus Schiff „Santa Maria“ auf dem Kinder herumklettern können. Im kleinen Küstenort El Remo ist das Strandlokal Kiosko 7 Islas ein Garant für sehr gute Fischgerichte, die man fangfrisch auf der Terrasse genießen kann.

 

Fuerteventura – Perfekt für einen Strandurlaub mit Kindern

Wer einen Badeurlaub plant, ist hier genau richtig. Die Insel besticht durch karge Schönheit und kilometerlange weiße Sandstrände. Das heißt aber nicht, dass man zwei Wochen lang nur im Liegestuhl liegen muss oder Sandburgen baut. Fuerteventura, die zweitgrößte der kanarischen Inseln, hat mehr zu bieten.

Kanaren mit Kindern,

Unbedingt besuchen:
Wie lebten die Inselbewohner im 19. Jahrhundert? Im kleinen Dorf Tefia im Nordosten der Insel gibt das Ecomuseo La Alcogida einen Einblick. Hier wurden für die Besucher sieben Bauernhöfe original restauriert. Sie zeigen in ihrer Bauweise und Austattung, wer darin früher gewohnt hat. Vom einfachen, simplen Bauernhaus bis zum zweistöckigen Herrenhaus bekommen die Besucher einen guten Einblick, wie die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten gelebt haben. Außerdem kann man verschiedenen Kunsthandwerkern über die Schulter schauen, den Bäuerinnen beim Brotbacken zusehen und erleben, wie die von Tieren angetriebene Getreidemühle genau funktionierte. Das Museum hat Dienstag bis Samstag geöffnet.

Ebenfalls sehenswert:
Keine kanarische Insel ohne Tierpark. Auf Fuerteventura gibt es den Oasis Park in dem auf  800.000 Quadratmeter Papageien, Kängurus, Primaten, aber auch Elefanten, Giraffen und Seelöwen wohnen – ca. 3.000 Tiere insgesamt. Zur Anlage gehört auch ein großartiger botanischer Garten in dem als besondere Attraktion Kamelsafaris angeboten werden. Hier reitet man auf einem „Wüstenschiff“ zu einem Aussichtspunkt hoch über dem Meer. Die Kosten sind im Eintrittspreis nicht inbegriffen (Erwachsene zahlen ca. 30 Euro, Kinder 8 Euro).
Im Park gibt es aber auch einige Kinderspielplätze und mehrere Restaurants. Ein Bustransfer pendelt alle zehn Minuten zwischen Botanischem Garten und Tierpark hin und her. Auf der Kinderfarm des Tierparks kommen die ganz Kleinen auf ihre Kosten. Hier lassen sich Ziegen, Ponys, Emus, Pferde, Schildkröten, Meerschweinchen und Kaninchen aus nächster Nähe betrachten und streicheln.

 

Kanaren mit Kindern

Special Tipps:
Die schönste Bucht liegt im Norden, die Playa de la Concha, sie ist ideal für einen Picknickausflug. Spannend wird es in der Piratenhöhle bei Ajuy, der Caleta Negra. Wer leckeren Fisch essen will, geht in El Cortillo ins Vaca Azul.

 

Gran Canaria – Action und Erholung mit Kids

Tourismus wird in Gran Canaria seit langem großgeschrieben, das hat gerade im Süden zu großen Hotelburgen geführt, die sich entlang der Küste aufreihen. Wer es etwas ursprünglicher haben will geht darum ins Landesinnere, fernab der Massen. Wer Gran Canaria „ganz“ erleben will und nicht nur einen Badeurlaub plant, braucht in jedem Fall ein Auto. Manche Strecken sind allerdings für Kinder etwas anstrengend, denn es reiht sich Serpentine an Serpentine.

 

Kanaren mit Kindern

Die besten Strände:
Rund um Maspalomas ist es zwar voll (besonders in der Hauptsaison), doch hier gibt es auch die familienfreundlichsten Strände: Playa de los Amadores, Playa del Ingles und Playa del Maspalomas. Weißer Sand und sanfte Wellen garantieren Karibikfeeling und Kinder finden hier schnell neue Spielkameraden. Zwar wird immer wieder davon erzählt, man könne auf Gran Canaria einsame Strände finden, doch die liegen meist im Osten und sind wegen der Felsen, des starken Windes und der Brandung für einen Badeausflug mit Kindern leider völlig ungeeignet.

Unbedingt machen:
Gran Canarias bergiges Hinterland ist ideal für Wandertouren. Für Kinder perfekt und gut zu bewältigen ist eine Wanderung durch die Schlucht „Los Cernicalos“ im Norden der Insel. Der Weg führt entlang eines klaren Bächleins mit schattigen Abschnitten und endet an einem zehn Meter hohen Wasserfall. Hier kann man ein schönes Picknick machen, bevor man den Rückweg antritt. Die Tour dauert einfach etwa eine Stunde.

Ebenfalls sehenswert:
Eine Bootstour buchen und Wale gucken gehört auf den Kanarischen Inseln, vor allem aber auf Gran Canaria, schon zum Pflichtprogramm. Immerhin kann man hier von den 79 Walarten die es weltweit gibt etwa 29 sehen – mit etwas Glück. Walewatching-Touren bietet zum Beispiel die Mannschaft der Spirit of the Sea an. Erwachsene zahlen etwa 27 Euro, Kinder bis zwölf Jahre 14 Euro.

Special-Tipps:
Kanarische Köstlichkeiten gibt es im Restaurant Bamira in San Agustin. Puerto de Mogan ist ein idyllischer Ort, der ein kleines bisschen an Venedig erinnert mit vielen Brücken, dem Hafen und den eng gebauten Häuschen. Hier gibt es Shoppingmöglichkeiten, nette Cafés und Restaurants.

 

Lanzarote – Frühjahr und Herbst sind die ideale Familien-Reisezeit 

Als erste Insel überhaupt, die von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen wurde, hat Lanzarote einen besonderen Flair. Die Vulkanlandschaft am Küstenabschnitt Los Hervideros mit ins Meer gelaufener, erkalteter Lava in seltsamsten Formationen ist eindrucksvoll. Eine weitere Besonderheit sind die schwarzen Strände aus Vulkansand, die man keinesfalls barfuß betreten sollte, denn sie heizen sich stark auf. In den Sommermonaten kann es auf Lanzarote ziemlich heiß werden, weshalb eine Reise im Frühjahr oder im Herbst (gerade mit Kindern) ratsamer ist. Der Vorteil: Dann sind die Strände auch nicht mehr so voll.

Unbedingt besuchen:
Der Architekt und Künstler Césare Manrique begegnet einem überall auf Lanzarote. Er hat für die Insel einige der schönsten Orte geschaffen, unter anderem den Jardin de Cactus. Auf dem Gelände wachsen 450 unterschiedliche Kakteenarten aus fünf Kontinenten. Besonders schön ist der Garten am Morgen oder am Abend, denn dann ist es weniger heiß, das Licht ist am schönsten und Besucherströme die mit dem Kreuzfahrtschiff angereist sind noch nicht da oder schon wieder weg. Im dazugehörigen Restaurant gibt es vielfältige Gerichte, unter anderem auch einen Kaktus-Burger. cactlanzarote.com

 

Kanaren mit Kindern

Ebenfalls sehenswert:
Auf der Ökofarm Las Pardelas laufen Esel, Kühe, Schweine und Enten frei herum. In der Töpferei können Groß und Klein Vasen, Becher und Figuren formen – und anschließend mit nach Hause nehmen. Es gibt Eselreiten und einen Spielplatz. Im Naturpark hat Eigentümer Carlos Hernández mit seiner Frau einen wirklich gemütlichen Ort geschaffen. Hier kann man ganz entspannt alles kennen lernen, was es an Pflanzen und Tieren so gibt auf der Insel. Eine Ausstellung zeigt Lanzarote, wie es vor 30 Jahren ausgesehen hat – damals noch ganz ohne Touristen. Im Restaurant gibt es einfache Gerichte und es steht vieles auf der Speisekarte, was auch Kindern schmeckt. Der Ökopark ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. pardelas-park.com

Die besten Strände:
Die geschützten Strände von Puerto del Carmen und Playa Blanca sind für Familien zum Baden besonders gut geeignet, weil es dort weder hohe Wellen noch Strömungen gibt. Costa Teguise ist wegen starker Winde und hoher Wellen für kleinere Kinder nur an der Playa del Jablillo zu empfehlen. Die Playa de Famara sollten Eltern wegen des stürmischen Meeres und gefährlicher, unberechenbarer Strömungen unbedingt meiden.

Kanaren mit Kindern

Special-Tipps:
Der Nationalpark Timanfaya ist eine tolle Gelegenheit Vulkanlandschaften kennen zu lernen. Hier gibt es in geführten Touren bizarre Mondlandschaften und dampfende Geysire zu bestaunen. Wem die Strände an den Touristenzentren zu voll sind, der kann mit der Fähre zur kleinen Nachbarinsel La Graciosa „fliehen“. Die autofreie Insel hat wunderschöne und ruhige Sandstrände und Badebuchten wie Playa de la Cocina und Playa Francesa.

Ihr wollt lieber an die Ostsee? Annelie von Ahoi hat uns dafür die besten Insidertipps gegeben.

 

Bilder: Nadezhda1906/istockphoto; Oleksangrzegorz/istockphoto; Alija/Istockphoto; unsplash (4)

Family Reloaded: So überstehen Kinder die Trennung

Wenn Eltern sich trennen, leiden alle. Doch auch Trennungskinder können glücklich werden. Es gibt Fehler, die sich vermeiden lassen, sagt der Psychologe Dr. Claus Koch.

Text: Laura Ewert

Trennung der Eltern – wie geht es den Kindern dabei?

Im Kindergarten gibt es vier Kinder, deren Eltern keine Paare mehr sind. Ein fünftes hat seinen Vater so gut wie nie gesehen. Es gibt Freundinnen, die sich gerne trennen würden, aber noch warten wollen, bis das Kind groß genug ist. Wann das sein werde, fragt man behutsam nach – und bekommt keine wirkliche Antwort. „Es gibt kein richtiges Alter für eine Trennung“, sagt der Psychologe Dr. Claus Koch. Ist das eine gute oder schlechte Nachricht? Erst mal eine schlechte: Kinder, deren Eltern sich bald nach der Geburt trennen, fangen in der Pubertät an, Fragen zu stellen. Und kündigen Eltern ihre Ehe auf, nachdem die Kinder flügge geworden und zu Hause ausgezogen sind, fühlt der Nachwuchs sich wie jahrelang hinters Licht geführt.

Laut Statistik werden in Deutschland pro Jahr zwischen 160.000 und 200.000 Kinder zu Trennungskindern. Die meisten Eltern trennen sich, wenn die Kinder drei bis vier Jahre alt sind. Für sie gibt es unzählige Kinderbücher, die sie auf die schwierige Situation vorbereiten sollen. Und die Eltern gleich mit. Das Buch über das Krokodil zum Beispiel, das einen Bären liebt, es aber in der steinigen Höhle des Bären nicht so mag wie im Wasser. Oder das Buch über das Kind, das die Vorteile der Woche bei seinem Vater und der Woche bei seiner Mutter auflistet. Bei Vater gibt es Fleisch, Mutter hat immer saubere T-Shirts. So weit, so klischeebehaftet. Das Buch, für das Alexandra Maxeiner 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, heißt „Alles Familie“ und handelt davon, welch verschiedene Familienmodelle es gibt: Patchwork, Regenbogen, alleinerziehend.

All diese Bücher machen auch traurig, weil sie ins Bewusstsein rufen, dass man es nicht geschafft hat, die Vorzeigefamilie zu sein, die man mal sein wollte. Dass die Kinder sich eigentlich etwas anderes wünschen. Und dass man vielleicht in Zukunft zwei Menschen vermissen wird, seinen Partner und sein Kind. Oder dass man zwei Leben zerstört hat.

Wie sollen Eltern sich nach der Trennung verhalten?

„Das schlechte Gewissen muss man erst mal aushalten“, sagt Koch, der einen Ratgeber für Eltern geschrieben hat. Der Titel des Buches lautet: „Kindern bei Trennung und Scheidung helfen. Psychologischer und juristischer Rat für Eltern“. Ein schlechtes Gewissen zeige auch, dass man Verantwortungsgefühl besitze, fügt der Psychologe hinzu. Allerdings könnten sich die negativen Gefühle irgendwann auf die Kinder übertragen.

Trotz Gewissensbissen sind es nicht wenige Eltern, die sich für das eigene Glück anstatt für das Aushalten entscheiden, wie es ihre Eltern vielleicht noch getan hätten. Und natürlich überleben das die Kinder. Das sollte man sich immer sagen, wenn wieder das schlechte Gewissen nagt oder irgendjemand den Vorwurf macht, man sei egoistisch.

„Trennungen oder Scheidungen sind die einzigen Situationen, in denen Eltern bewusst das Leid des Kindes in Kauf nehmen“, sagt Koch. „Über die Trennungsfolgen gibt es relativ wenige Untersuchungen.“ Das habe sicher auch damit zu tun, dass Erwachsene dieses Thema nicht so gerne behandeln. Der Grund: eben das schlechte Gewissen. Langzeituntersuchungen kämen zu dem Ergebnis, dass 20 bis 25 Prozent der Trennungskinder langfristig emotionale Probleme hätten. Bindungsängste und mangelndes Selbstvertrauen seien typisch. „Aber die meisten Kinder kommen gut weg“, sagt der Psychologe. Und das ist die gute Nachricht. Aber man möchte nichts noch falscher machen, als man es eh schon macht. Dafür nennt Koch in seinem Buch Schutzfaktoren, die eingehalten werden sollten. „Beide Eltern müssen die Kinder bedingungslos lieben, auch wenn sie wieder einnässen oder in der Schule auffällig werden“, sagt der Experte. Weiterhin sei es sehr wichtig, den Kindern Verlässlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

Wie erklärt man die Trennung den Kindern?

Das Wichtigste jedoch sei es, vor dem Kind nicht abwertend über den Ex-Partner zu sprechen. „Man darf natürlich vor dem Kind weinen oder erklären, warum man den anderen gerade nicht sehen möchte. Aber nicht ohne zu betonen, dass der Ex-Partner das Kind trotzdem gern hat.“ Der Psychologe rät zu einem Ritual, bei dem sich die Eltern vor den Kindern per Handschlag versichern, nicht schlecht übereinander zu reden. Doch dafür muss man natürlich überhaupt miteinander sprechen …

Und was nennt man den Kindern als Trennungsgrund? Eltern sollten mit ihren Kindern offen sprechen, rät Koch, das helfe, eine authentische Beziehung zu erhalten. „Außerdem neigen Kinder bis zu einem Alter von zehn, zwölf Jahren dazu, sich selbst die Schuld für eine Trennung zu geben.“ Sie versprechen immer artig zu sein, wenn Mama und Papa sich nur wieder lieb haben. Deswegen ist es wichtig, den Grund für das Beziehungsende zu nennen. „Ein altersgemäßes Gespräch ist wichtig“, unterstreicht Koch. „Bis zu einem Alter von etwa neun Jahren sollte man den Kindern sagen, dass man sich nicht mehr versteht. Und wenn ein neuer Partner der Grund für die Trennung ist, muss man auch das sagen. Auch wenn es hart ist.“ Hauptsache, keine Geheimnisse. Oder keine zu großen.

„Aber trotzdem sollte man sich nicht den Mund fusselig reden. Ob das Wort ‚Liebe‘ vorkommt, muss man individuell nach dem Kind entscheiden.“ Wichtig sei aber auch, zu akzeptieren, wenn Kinder nicht darüber reden wollten.

Warum es so wichtig ist, nach einer Trennung die Konzentration auf die Zukunft zu richten, lest ihr in der Luna 67.

Hier gibt es einen Überblick über die weiteren Themen des Heftes.

Kochen mit Kindern: Rezept für eine Pizza mit Kartoffelboden

Kennt ihr das? Ihr steht in der Küche, die Kinder sind hungrig, schnell soll es gehen und trotzdem möglichst was Gesundes auf den Tisch? Wie wäre es also mit einem Klassiker: Pizza. Geht immer, schmeckt allen und muss dabei gar nicht ungesund sein, wie die Ernährungsexpertin Eva Fischer in ihrem Buch „Pizza ohne Reue“ erklärt. Gemeinsame Familienessen und das Kochen mit Kindern ist für die ganze Familie schließlich sehr wichtig!

 

Hier das Rezept für Rösti-Pizza mit karamellisierten Zwiebeln und Ziegenkäse

ZUTATEN für 2 Personen:

Für den Boden:

700 g mehlige Kartoffeln

2 Knoblauchzehen

1/2 Bund Thymian

1 großes Ei

2 EL Butter, geschmolzen

Salz, Pfeffer

Für den Belag:

3 rote Zwiebeln

2 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

1 EL Honig

3 EL dunkler Balsamicoessig

1 EL schwarzer Sesam

1 Apfel

1 Handvoll Rucola

1 Knoblauchzehe

100 g Mozzarella, gerieben

100 g Ziegenfrischkäse

80 g Prosciutto

ZUBEREITUNG:

1. Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze; Umluft: 200 Grad) vorheizen. Für den Teig Kartoffeln schälen und mit einer Reibe fein reiben. Kartoffelraspel mit der Hand ausdrücken, anschließend in ein sauberes Geschirrhandtuch geben und auswringen, um die Flüssigkeit aus den Kartoffeln zu bekommen. Masse in eine große Schüssel geben. Knoblauch schälen und fein hacken. Thymian waschen, trocken schütteln und Blätter abzupfen. Beides mit Ei, geschmolzener Butter, Salz und Pfeffer zu der Kartoffelmasse geben. Alles gut vermengen.

2. Kartoffelteig auf einem mit Backpapier belegten Blech rund verteilen und ca. 25-30 Minuten backen.

3. In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln darin andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Honig darübergeben und etwas karamellisieren lassen. Zwiebeln mit Balsamicoessig ablöschen und die Mischung bei geringer Hitze ca. 5 Minuten einkochen lassen.

4. Sesam ohne Fett in einer Pfanne rösten. Apfel schälen, vierteln und nach Entfernung des Kerngehäuses in dünne Scheiben schneiden. Rucola waschen und trocken schütteln. Knoblauch schälen und fein hacken.

Pizza ohne Reue, Brandstätter Verlag
Weitere Pizza-Rezepte zum Kochen mit Kindern findet ihr im Buch „Pizza ohne Reue“ (Foto: Brandstätter Verlag)

5. Pizza aus dem Ofen nehmen. Mozzarella und karamellisierte Zwiebeln darauf verteilen, dann die Pizza erneut für 5 Minuten in den Ofen geben.

6. Pizza aus dem Ofen nehmen und mit Apfelscheiben belegen. Ziegenfrischkäse klecksweise darauf verteilen. Prosciutto und Rucola gleichmäßig darüber verteilen, mit Sesam bestreuen.

Weitere tolle und einfache Pizza-Rezepte aus dem Buch von Eva Fischer gibt es in der Luna 67.

Hier erhaltet ihr einen Überblick über die weiteren Themen des Heftes.

Slider-Foto: Getty Images

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