Was macht eigentlich eine Flugbegleiterin?

Eltern, Familie, Freizeit, Schule

Kinder fragen, Erwachsene antworten – diesmal geht es um den Beruf der Flugbegleiterin. Emily ist sechs und hat dazu viele Fragen!

Der Beruf der Flugbegleiterin wird mit Fernweh und Reiselust verbunden. Die sechsjährige Emily wollte wissen, wie der Arbeitsalltag aussieht. Stefanie Richter arbeitete zunächst einige Jahre als Au-Pair und Animateurin im Ausland, bevor sie 2008 als Flugbegleiterin zur Lufthansa kam.

Emily: Was muss man als Flugbegleiterin besonders gut können?

Stefanie Richter: Englischkenntnisse sind sehr wichtig und weitere Fremdsprachen von Vorteil. Man sollte ein kommunikativer Typ sein und gerne mit Menschen zusammenarbeiten.

Warum sehen Flugbegleiterinnen immer so toll aus?

Das liegt mit Sicherheit an unserer Uniform, in der einfach jeder direkt anders und schick aussieht. Dazu gehört aber natürlich auch, dass wir alle auf unser Äußeres achten: Wir schminken uns, und lange Haare werden zusammengebunden oder hochgesteckt, damit sie nicht stören.

Auf welche Flüge freust du dich besonders?

Im Winter freue ich mich auf Ziele, wo ich meinen Feierabend am Meer oder Pool verbringen kann, um ein paar Stunden abzuschal- ten. In die USA zu fliegen, mag ich auch sehr. Dort kann man sich mit fast allen an Bord auf Englisch unterhalten, was das Arbeiten viel leichter macht. Und ich mag Flüge in den Ferien, wenn viele Familien mit Kindern unterwegs sind, für die das Fliegen noch ein Abenteuer ist. Je nach Ziel gibt es eine Vielzahl an Kulturen und Menschen, mit denen man mal weniger gut, mal besser zurechtkommt. Aber du könntest zehn Flugbegleiter fragen und würdest zehn verschiedene Antworten bekommen.

IMMER AUF
DEM NEUSTEN
STAND SEIN!

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Gibt es auch etwas, das dich nervt oder stört?

Wenn ein Flug Verspätung hat und es dadurch zu einem verpassten Anschlussflug kommt, bekomme ich schon mal den Ärger der Passagiere zu spüren. Beim Fliegen kann es zu wetterbedingten Störungen kommen: Plötzlicher Schneefall oder Blitzeis bringen dann vieles durcheinander. Dann kommt es schon mal vor, dass man eine Stunde lang warten muss und keine Infos erhält, die man weitergeben kann. Auch wenn wir nicht für das Wetter verantwortlich sind, hat nicht jeder dafür Verständnis. Wichtig ist natürlich, stets freundlich zu bleiben, was – je nach Zeitverschiebung oder Tageszeit – nicht immer einfach ist.

Und wie findet es deine Familie, wenn du viel unterwegs bist?

Ich kann es mit drei kleinen Kindern, auch wenn es nicht immer einfach ist, gut vereinbaren, was jedoch voraussetzt, dass mein Mann und ich uns vor jedem Flug anders organisieren und auch mal auf Freunde oder Babysitter zurückgreifen müssen.