Schulanfang: So fällt die Eingewöhnung leichter

Eltern, Familie, Schule

Nach den Sommerferien geht es los: Schulanfang. Besonders aufregend wird es für die Erstklässler, die dem großen Tag ihrer Einschulung entgegenfiebern. Doch nicht nur für Kinder, auch für Eltern bedeutet die Einschulung eine große Umstellung. Wir haben ein paar Tipps für euch gesammelt, damit die Eingewöhnung leichter fällt.

Den Morgenrhythmus umstellen

Die Schule beginnt in der Regel früher als Kita oder Kindergarten. Das bedeutet für alle Beteiligten: früher aufstehen. Deshalb ist es stressfreier, den Rhythmus schon einige Tage vor Schulbeginn umzustellen und abends ganz konsequent eher ins Bett zu gehen. Dann fällt es morgens nicht so schwer, aus den Federn zu kommen. Auch ein Punkt, damit es morgens nicht stressig wird: Abends schon die Kleider rauslegen, die am nächsten Tag angezogen werden sollen. Und natürlich den Schulranzen packen, das Mäppchen vorbereiten, Stifte anspitzen, Turnbeutel bereitlegen! Das macht Spaß und unterstützt den Einstieg.

Abends die Schultasche packen spart Zeit am Morgen.

Außerdem legt ihr so die Grundlage dafür, dass euer Schulanfänger gleich von Anfang an Verantwortung für seine Aufgaben übernimmt. Die ersten Wochen packt ihr gemeinsam spielerisch die Schultasche und gleicht alles mit dem Stundenplan für den nächsten Tag ab. Nach und nach kann das allein übernommen werden.

Eine positive Einstellung zur Schule vermitteln

Eltern (und Großeltern) sollten Sätze wie “Jetzt beginnt der Ernst des Lebens” oder “Ab jetzt gilt, was der Lehrer sagt!” möglichst vermeiden. Natürlich ist die Einschulung eine Zäsur. Aber gerade in der ersten Klasse geht es in den ersten Wochen noch spielerisch zu, die Kinder werden langsam mit der Schule und dem Unterricht vertraut gemacht.

Ihr könnt eurem Nachwuchs schon allein dadurch helfen, dass ihr ihm vermittelt: Lernen macht Spaß, es ist spannend, neue Kinder kennenzulernen, und dass sie mit Sorgen oder Eindrücken jederzeit zu euch kommen können. Ansonsten gilt: Bedenken oder auch schlechte Erfahrungen aus der eigenen Grundschulzeit wie etwa “Die Lehrerin ist zu alt” oder “Die anderen Eltern sind alle so ehrgeizig” oder “Ich habe Schule nie gerne gemocht” nicht vor den Kindern äußern. Das verunsichert nur. Gelassenheit ist hier das Zauberwort.

Ein neuer Lebensabschnitt – der Schulanfang.

Aufgeschlossen Neuem gegenüber sein

Klar, am Anfang ist alles neu: Der Weg zur Schule, das Schulgebäude, die Klassenkameraden, die Lehrer, der Stundenplan, das lange Sitzen im Unterricht. Dem kann man ängstlich gegenüber stehen oder offen. Als Eltern helft ihr eurem Kind, wenn ihr ihm Mut macht. Neues ist erst einmal immer spannend! Den Weg zur Schule kann man schon vorher üben und ein paar Mal gemeinsam ablaufen, auch das Gebäude kann man besichtigen beim Sommerfest zum Beispiel. Viele Schulen bieten auch an, dass die Erstklässer einige Tage vor der Einschulung bereits den Hort besuchen dürfen. Dort können sie schon einmal ein paar zukünftige Klassenkameraden kennenlernen und ein wenig Schulatmosphäre schnuppern, dann ist die Eingewöhnung später gar nicht mehr so schwer.

Was tun, wenn die Eingewöhnung schwer fällt?

Manchen Kindern fällt der Schulalltag am Anfang schwer. Das lange Sitzen, sich konzentrieren, Regeln befolgen und so viel Neues an Eindrücken und Erfahrungen – all das kann auch zu Überforderung führen. Was tun, wenn Probleme auftauchen weil das Kind keine Freunde findet, mit einem Lehrer oder einer Lehrerin nicht zurecht kommt, sich schlecht konzentrieren kann oder Probleme hat, dem Lernstoff zu folgen?

Wichtig ist, mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer rechtzeitig zu sprechen. Viele kleinere Anlaufschwierigkeiten lassen sich gemeinsam beheben – allerdings sollte man die Probleme auch ernst nehmen und nicht verschleppen, nach dem Motto: Das regelt sich schon von allein mit der Zeit. Nur im gegenseitigen Austausch können Eltern und Lehrerin oder Lehrer feststellen, wo es tatsächlich hakt und konkrete Lösungen überlegen.

Es kann auch helfen mit anderen Eltern in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Vielleicht haben andere Kinder ähnliche Probleme mit der Eingewöhnung oder mit dem Lernstoff? Vielleicht kann man außerschulische Treffen zum Spielen verabreden, damit es für das eigene Kind leichter wird, Anschluss zu finden?

Wichtig: Für Ausgleich neben der Schule sorgen

Für viele Kinder ist vor allem das Stillsitzen in der Schule zunächst sehr ungewohnt. Deshalb ist es wichtig und tut gut, sich nach dem Unterricht entsprechend auszutoben. Egal ob es beim Sport oder einfach bei einem Besuch auf dem Spielplatz passiert. Hauptsache, Bewegung! Wichtig ist nur, dass nicht gleich wieder Leistung auf dem Programm steht. Viele Kinder haben inzwischen ein derart volles Wochenprogramm, dass sie regelrecht erschöpft sind. Dabei brauchen sie zwischendurch auch Zeit und Ruhe, um einfach nur zu spielen, zu entspannen und die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten und sich auch einfach nur mit sich selbst zu beschäftigen. Deshalb: Nach Schule und Hausaufgaben die freie Zeit genießen und am besten auch mal raus in die Natur.

Verabredungen mit vertrauten Kindern

Falls euer Kind auf eine andere Schule geht, als seine Freund*innen aus der Kitazeit, dann versucht möglichst regelmässig Verabredungen auch mit diesen Kindern einzuplanen. So bleiben einige Dinge im Leben eurer Kinder beim Alten.

 

 Bilder: Gettyimages

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